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7.10.1894 Zweites Blatt
 
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1894

Nr. 235 Zweites Blatt. Sonntag den 7. October

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger

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Unser Garten im Betoder.

Wie leuchtende Oasen erheben sich aus dem regnerisch kalten Grau des Abfterbens der Natur sonnige Octoberlage. Da lacht der Himmel nocd einmal sommerlich herab und durch die klare Herbstluft prunkt das Leuchten der entzückendsten Farbensptele: ein erhobenes Aufleuchten, ehr unsere Gärten, Parks und Wälder trauernd zur Ruhe sinken.

Im Baumgarten, dem früchteleeren, schnarrt die pflegende Sage; dazwischen einige fröhliche Locktöne vorüberziehender Rothkehlchen. Das Schnarren zieht die traulichen Vögelchen heran: sie kennen eS, denn wo dürre Aeste fallen, da sind fette Holzwürmchen, Leckerbisien für die Reise, meist nicht fern. Sie fliehen und ziehen erschreckt erst weiter, als drüben durch das gelichtete gelbe Blätterdach der Kastanie autz dem geöffneten Fenster Tonwellen ins herbstliche Gartenretch fluthen; war die etwas aufdringliche Stimme zu dünn das Sattensptel des Klimperkastens zu bewegt ;' Elegisch genug rang sich der bekannte Sangan Agathe" heraus und hinan zum wolkenlosen Hrrbsthtmmel:Wenn die Schwalben heimwärts zteh'n und die Rosen nicht mehr blüh'n rc."

Jawohl,da- Herz klagt in bangem Schmerz"; das fühlten auch wohl die Vögelchen, weniger über das Rührende des Liedes, selbst wenn dem oder der Singendendes Gesanges Gabe, der Lieder süßen Mund Apoll geschenkt!"

Welchen Garten- und Naturfreund ärgerte nicht stets die Be­hauptung:Wenn die Schwalben heimwärts ztehu!" Mirschwedte immer dabet die prasselnde Bratpfanne der Südsranzosen, Italiener (leider auch Tyroler) und nordafrtkantschen Küstrnbewohner vor, in der der Hetmzug so vieler treuer Hausfchwälbchen endet! Sind denn die Schwalben nicht bei uns zu Hause, wo sie, vom Volk geliebt und gehegt, ihre Nester bauen, ihre Jungen aufztehen? Das thun sie im fremden südlichen Wanderlande nicht, wohin sie nur nothgedrungen, auS Nahrungsmangel, der Erhaltungstrieb führt! Einzig und allein, weil sie reine Jnsectenfresser sind, für die Jnsecten- wclt aber im Spätherbst bei uns die Posaune der Natur zur fast allgemeinen Winterruhe bläst. Wäre das nicht der Fall, der Winter würde sie wohl, ebensowenig wie andere zarte Vögelchen, von unseren hetrnathlichen Fluren verscheuchen! Unsere trauten Schwalben sind durchaus nicht die ersten, die aus der Heimath wegziehen. Wo sind die Nachtigallen, die Grasmücken, die Rohrsänger, der Kuckuk, der Wachtelkönig, die Goldamsel, die Rothschwänzchen, die Feld- und Heidelerchen, schon Wochen vor Abzug der Schwalben geblieben? Alle sind betrübt fortgezogen, aber nicht heim, sondern in die Fremde, um mit fröhlichem Herzen, soweit sie ein gütiges Geschick erhalten, im Lenz in ihre geliebte Heimath, an ihre Nistorte zurück- zukehren. Nur fast allein die Staare halten noch etwas länger bei uns aus.

Wenn an solch goldenem Octobertag der Nebel sich zertheilt, klares Sonnenlicht über das dampfende Thal fluthet, wie sinnig ist es da, aus dem Gartenpsörtchen in den lustigen Waldpark zu treten. Wo find die schmucken Wege geblieben? Eine.Schütte farbiger Herbstblätter hat sie begraben, hat Alles verwischt; nur wo der Wind zum Tanze lud, da blickt der gemähte Rasen freundlich hervor. Es rauschen, knistern und flüstern die Blattstimmchen der farbigen Massen, die unseren Schritt fast hemmen. Blumen sind finnig, Herbftblötter in ihren Farbenkleidchen sinniger! Ein Blumenstrauß läßt die Saiten unserer Seele zu bewundernden Freudenharmonien, ein Herbstblätterstrauß zu Aeolstönen sinnenden Nachdenkens an­klingen! Und zu welch entzückenden vornehmen Farbenwtrkungen lassen sich solche Herbstblöttersträußchen unter Beigabe etwa einiger tzagendutten", einiger hübschen Disteln, wie Silberdisteln, weniger ftraußenfedetähnlichen Früchtchen der wilden Waldrebe (ClemattS), sowie von etwas Moos und grausilbernen Baumflechten gestalten! Eine jede Farbe, ein jedes Blättchen spricht dann gesondert zu uns und erzählt unS seine Geschichte.

Hier rauscht der Fuß durch prächtig braune Buchenblätter; sie waren die ersten grünen Schleier, durch die das Meer von Liedern der glücklichen kleinen Frühlingssänger drang, die alS Gefährten deS

Blüthenfchnees des Sauerklees, der blauen Waldoeilchen dem Park dm Lenzesschmuck verliehen.

Einst war ich jung und schön, Mein Leben frisch und grün; Nun bin ich braun und alt, Mein Letb so welk und kalt."

So lispelt leise daS Buchenblatt uns zu, das wir vom moosigen Boden aufnehmen.

Und Du, mein rubinroiheS Blatt der Eberesche, die sich so königlich zum AbschiedSreigen schmückte, denkst Du nicht fröhlicher? Ich bent als Philosoph" sagt eS ernst:

Bald werd ich nicht mehr sein, Verwesung holt mich ein;

Doch sucht sie heut schon mich: Sie findet morgen Dich!"

Wir fügen eS still nickend zum Strauß. Da wirbeln vom hochkronigen Ahorn prächtig schwefelgelbe Blätter nieder. Sie schweben und schaukeln fallend hin und her, wie wenn sie die Sache weit lustiger auffaßten und im kleinen Chorus begleiteten sie ihr Schweben:

Wir werden ausersteh'n,

Wenn Frühlingslüfte web'n. Der Leib bleibt zwar zerstört, Doch was ihm angehört, Und ihn einst aufgebaut Ein neues Leben schaut: Uns bricht ein Ostern anl"

Ja!" nickt eS im Kreise der Gräser; ein verspätetes gelbeS Blüthchen des Fingerkrauts neigt sich beglückwünschend und die drallen Samenkapseln unter den niedlichen Oxalisblättchen lösm das Geschütz zum Salut zukünftiger Ofterfreuden: ein leiser Knall ringsum und die harten Samenkörnchen fliegen in kräftig elegantem Schwung über das MooSpolster.

Am lustigsten aber geberdete sich ein kleines Nadelpaar der nahen Kiefer, das sich an einem Spinnfaden, freischwebend in der Lust, gefangen hatte: Der leichte freie Luftzug, der über den herbstlichen Boden strich, verlieh ihm regeS Leben esradelte" unaufhörlich wie eine muntere Schiffsschraube, nach einer Richtung; und hörte der Luftzug auf, so radelte es freudig zurück, denn der guten Spinne Spinnfaden war aus mehreren Strängen gezogen, zu einer gemäßigten Reaction deshalb durchaus berechtigt.

Auch der nahe kleine Gartenteich ist mit Golb- und Purpur- blättchen beschenkt. Dort lädt uns ein Bänkchen zur beschaulichen Ruhe ein. Der leichte Herbsiwind treibt auch hier sein Spiel. Kleine Wellen schaukeln die Farbenblätter neckend nach dem westlichm Binsenufer.

Sieh hier, auf dem vergilbten schwimmenden Blatt des Teich- mümmelchens beobachtet ein Frosch das ihm neue Schauspiel. Aber wie siebt der sonst so schöne grüne Geselle auS! Graubraun verfärbt und melancholisch! Nur das golbne Ringlein seines Auges leuchtet noch lebhaft. Eben bat er es wie müde geschlossen sofort aber reißt er es wieder auf, schießt einen giftigen Blick nach dem Ufer, springt ab und taucht, vom Weltschmerz übermannt, unter. Eine feine Stimme hatte ihm vom rasigen Gestade mit ironischem Tonfall zugerufen:Ja, gelt: Vergoldung vergeht Frofchleder besteht!"

Eine Spitzmaus wars, die ihm diese spitzen Worte zurief. Sie war wohl hier auf Jagdpatrouille begriffen, denn plötzlich machte sie einen Sprung im Grase! aber umsonst: ihre Beute, eine verspätete Heuschrecke, schnellte sich ab, freilich nur, um in die Nahe Gefahr des Teichspiegels zu geraden. Wir wollen die Zappelnde eben aus dem kühlen Bade retten, da sehen wir ganz nahe bei ihr im Wasser an einem Binsenstengel ein kleines Scheusal, aus dem Teichgrund herauf, raubthierartig an sie heranschleichen. Was will das im friedlichen Spiegel des Herbstteiches werden ? Wir beobachten lautlos.

Ein halbfingerlanges, schmutziges Ding! Bist Du der böse Geist des herbstlichen Hinwelkens? Der dicke Leib, vorn von sechs

kräftigen Beinen getragen, ist in eine Anzahl Ringe getheilt. Am großen, breitgiqueifcbten Stopf, der vorn eine Maske trägt, quellen zwei riesige Augen heraus. Sie starren mit gläsernem, glotzenden Blick die zappelnde Heuschrecke an. Huh! jetzt hat es sich, katzenartig schleichmd, auf Handbreite seinem Opfer genähert: ein nervöses Zittern geht durch seinen ganzen Leib noch einige Schleichschritte an der Kletterstange da lößt sich die Maske vom Gesicht, hängt als bezangte, abscheuliche Kinnlade herab, und schwupp! schnellt diese blitzartig vor: das Heupferd ist erfaßt, färbt mit feinem grün­lichen Herzblut das Wasser, in dem es verschwindet. Wieder necken leicht gekräuselte Wellen die farbigen Blätter und die Sonne lacht freundlich herab auf Teichspiegel und die herbstlichen Ufer.

Aber wer war denn das Scheusal? Eine Libellenlarve wars, die sich vom Schlamm nur erhebt, um blutgierig Mo>d und Fraß nachzugehen. Und später tanzt das Geschöpf ei« Slückchen Poesie in raschem Flügelschlage, in seinem prächtigen, goldgrünen Kleide über den verschwiegenen Wasserspiegel und unseren blühenden Garten dahin? Contraria contrariis curantur!

Zu diesem kehren wir jetzt zurück: seine blühenden Winteraster rufen uns das Lebewohl seines dahinaesunkenm Sommers zu.

Freilich, noch klirrt der Spaten in seiner Erde, die kahlen Beete umzugraben, Bäumchen und Sträucher zu pflanzen, der Rose und ihren zarten Verbündeten ein Winterlager zu bereiten. Gleich den Fuchsien, deren Glockenspiel noch nichts vom Winter wissen will, müssen viele Topfpflanzen, Kohl und Gemüse in ihre Winterquartiere wandern.

Die Spätherbstsonne hält weiter ihre stille Lese in den nieder- fallenden Purpurdlättchen, dann peitscht Regen und Wind die letzten Kinder des Sommers herab: es wird stille im trauten Garten! Nur die munteren Meischen kommen wieder und zwitschern und turnen fröhlich durchs kahle Gezweig.

Heinrich Frhr. Schilling o. Cannstatt.

£iteraittr und lUnft

«lbum der Monogramme für »revzstich. Verlag derWiener Mode", Wien und Leipzig. Unter den zur künst­lerischen Ausschmückung der Wäsche usw. dienenden Arbeiten nimmt das Monogramm in Kreuzstich einen hervorragenden Rang ein. Trotzdem fehlte bisher eine vollständige Sammlung stilvoller Vorlagen und es wird deshalb allen Damen angenehm sein, daß durch das im Verlage derWiener Mode" erschieneneAlbum der Monogramme für Kreuzstich" diesem Mangel abgeholfen wird. Diese Sammlung künstlerischer Originalentwürfe enthält sämmtlichc Combtnationen von zwei Buchstaben, von AAZZ, in ebenso stilvollen als originellen Entwürfen, ferner Etnzelalphabete, Ziffern, Wappen, Kronen usw. auf 38 schwarzen und farbigen Tafeln. Gesteigerten Werth erhält daS Werk durch ein Vorwort, welches eine Anleitung zur Vergrößerung, Verkleinerung und Veränderung der Muster gibt. Wir sind überzeugt, daß diese erste Publikation derHandarbeits-Bibliothek derWiener Mode" binnen kurzer Zeit auf dem Arbeitstische jeder Dame vertreten sein und einen stetig wachsenden Kreis von Freundinnen gewinnen wird, wozu der außerordentlich billige Preis (1.70 Mk.) nicht wenig beitragen wird. Das sehr geschmackvoll ausgestattete Werk ist auch zu Geschenkzwecken sehr geeignet.

frankfurter Stadttheater.

In Folge des außerordenilichm Andrangs zu der jüngst im Opernhause stattgehabten Vorstellung desLohengrin" mit der be­rühmten amerikanischen Sängerin Frau Nordica als Elsa, und Angesichts des ungewöhnlichen Erfolges, den diese Künstlerin hier errungen hat, ist zwischen der Intendanz und Frau Nordica, soeben eine Einigung zu Stande gekommen, der zufolge die eigen­artige Sängerin Montag den 8. October nochmals als Elia auftritt. Diefe Vorstellung ist zugleich die Abschieds-Vorstellung der Künstlerin. Platzbestellungm werden täglich an der Kasse des Opernhauses entgegengenommen.

Feuilleton.

Eine zweite Erde.

Von Dr. C. Brenner.

(Schluß.)

Ein anderes Factum, welches nicht weniger Aufmerk­samkeit verdient, ist folgendes: Die Meere auf dem MarS sind nicht gleich an Tiefe, auch ihre Farbe ist eine von einander verschiedene. Die Erklärung dafür ist sehr einfach.

Fahrt man im Ballon über einen großen Fluß, einen See oder das Meer, so sieht man, wenn das Waffer ruhig und durchsichtig ist, auf den Grund, manchmal so genau, daß das Waffer verschwunden scheint; an den Ufern des Meeres unterscheidet man den Grund bis auf 10 bis 15 Meter Tiefe, je nach der Beleuchtung und dem Stande des Meeres.

ES gibt für dieses Phänomen auch noch eine andere Erklärung:

Wir haben auf der Erde daS blaue Meer, daS gelbe Meer, das rothe Meer, das weiße Meer, das schwarze Meer- ohne absolut richtig zu sein, stimmen diese Bezeich- nungen mehr oder weniger mit dem Anblick dieser Meere überein. Wer ist nicht schon betroffen gewesen von dem smaragdnen Grün deS Rheines bei Basel und der Aar bei Bern, von dem tiefen Azur des Mittelländischen MeereS im

Golf von Neapel, von dem Gelb der Seine und des Havre bei Trouville. Diese Eckiärungen laffen sich also auf die Gewässer deS Planeten MarS ebenso gut wie auf die unsrigen anwenden. Die klaren Regionen können nur Sümpfe oder unter Waffer gesetzte Länder sein.

Die Kontinente sind gelb, und das ist es, waS dem Planeten die glühende Farbe gibt, die man mit unbewaffnetem Auge auf ihm erkennt. Es existirt ein bedeutender Unter­schied mit der Erde von Weitem gesehen; unser Planet müßte eigentlich grünlich erscheinen, denn daS Grün herrscht bet uns auf dem Festlande, wie auf dem Meere vor; daS Vorhanden- sein unserer Atmosphäre aber verschärft diese Nüance zum leichten Blau. Durch daS TeleScop müssen die Astronomen auf dem DenuS und dem Merkur unsere Meere in dunkel­grüner Farbe erblicken, die Kontingente dagegen in mehr ober weniger Hellem Grün; die Wüsten dürften ihnen gelb und daS Polareis ganz hellweiß erscheinen. Auf dem Mars bieten Der Schnee, die Meere und die Wolken ungefähr den- selben Anblick wie bei uns. Die Kontinente dagegen sind gelb, wie Mais-, Hafer- ober Roggenfelder.

Die Erklärung für diese Erscheinungen ist ziemlich ein­fach. Die Existenz der Meere und Kontinente zeigt uns, daß dieser Planet, ebenso wie der unserige, innere geo­logische Bewegungen durchgemacht hat, welche zu Hebungen und Senkungen des Bodens Anlaß gegeben haben. Infolge dessen gibt es Berge, Thäler, Anhöhen und Tiefebenen. Wie kehren nun die Regengewäffer zum Meere zurück? Durch Quellen, Bäche, Flüsse und Ströme. Der auß den Wolken

gefallene Regentropfen durchdringt nun den Boden, eilt zum Flusse und steigt majestätisch in den Strom bis zu seiner Mündung hinab. So ist es auch auf dem Mars; die Bäche eilen in ihrem mit Kieseln eingefaßten Bette zum Flusse; die Flüsse durcheilen die Ebenen oder fallen in Katarakten in die Thäler; die Ströme steigen langsam wie weite Felder zum Meere. Das Meer ist wie bei uns, bald ruhig wie ein Spiegel, bald vom Unwetter bewegt.

Das ist ungefähr die Physiologie des Planeten Mars. Die Atmosphäre, welche ihn umgibt, die Meere, weiche ihn bewässern und fruchtbar machen, die Sonnenstrahlen, welche ihn erwärmen, die Winde, welche ihn von einem Pole zum andern durchbrausen, die Jahreszeiten, welche ihn bilden, sind den Elementen, welche wir auf unserer Erde kennen lernen, fast analog.

Wir dürfen also von nun an den Himmelskörper Mars nid?: mehr als einen Steinblock betrachten, als e ne leblose, unfruchtbare und unbewohnte Masse, sondern wir müssen in ihm eine lebende Welt sehen, welche mit ebensolchen Land­schaften geschmückt ist, wie sie unS auf unserer Erde ent­zücken ; eine neue Welt, auf der eine ganze Menschheit wohnt, welche arbeitet und schafft, wie wir, und genau so wie wir über die großen und geheimnißvollen Probleme der Natur nachdenkt. Es müßte interessant sein, dorthin einmal eine Reise zu unternehmen, und ich hoffe, daß wir in 30 bis 40 Jahren so weit sein werden.