2534
Apotheken.
Aeikgeöotenes
5593 besetzen.
Renting.
quartierung von heute ab an den gewöhnlichen Zahltagen bei der Stadtkasse erhoben werden können.
Bis zum 20. d. MtS. nicht abgeholte Beträge werden den betreff senden Quartierträgern gegen eine
Verkauf von Süßigkeiten. ES wurden ungefähr 400 Tonnen — daS sind 8000 Centner — Süßigkeiten verkauft, darunter allein 168 Tonnen (3360 Centner) Chocolade.
* Casimir PerierS Erzieher. Aus Kreisen der französischen Colonie in Wien wird die interesiante Thatsache mitgetheilt, daß der Jugendlehrer und Erzieher Casimir PerierS, des jetzigen Präsidenten der französischen Republik, ein Deutscher, NamenS Dr. Struve, war. Dr. Struve, ein Hannoveraner von Hause, lernte den Vater des jetzigen Präsidenten zur Zeit seiner Anwesenheit als Gesandter in Hannover um die Mitte der vierziger Jahre kennen. Als Casimir Perier 1846 seinen Posten in Hannover verließ, nahm er Dr. Struve mit nach Paris, in seinem Palais wohnte auch der Deutsche und leitete später einen großen Theil der Erziehung des jungen Casimir Perier. Personen, die mit Struve und dem jungen Casimir Perier zu verkehren Gelegenheit hatten, behaupten, der Ernst und die Festigkeit des Characters Casimir Periers rühre nicht zum kleinsten Theil von dem Einfluß seines deutschen Lehrers her. Perier spricht geläufig deutsch- er beherrscht diese Sprache schon seit seinen Kinderjahren.
* Einige interessante Erinnerungen an Caruot veröffentlicht der Vertreter des „Daily Telegraph" in Paris, der mit Carnot persönlich wohl bekannt war. Carnot, so schreibt er ungefähr, war das „dunkle Pferd" bei der Präsidentenwahl. Man machte sich über ihn lustig und nahm von vornherein an, daß er als ehrlicher Mann ein Narr sein müsse. That- sächlich war er der Mehrzahl der Pariser, auch dem Acußern nach, vollständig unbekannt. Ich erinnere mich deutlich an den schwachen Besuch im Elysve. Neugier, den Präsidenten zu sehen, war kaum vorhanden, und die wenigen Besucher pflegten sich bald nach einem Gange um die leeren Stühle wieder zu empfehlen. Groß war der Unterschied zwischen dem neuen und alten Präsidenten. Wenn Grevy bei einem Empfang Jemand die Hand gab, so geschah es, um ihn bald los zu werden, eS sei denn, daß es sich um eine der Damen handelte, denen er seine greisenhafte Aufmerksamkeit widmete, Carnot im Gegentheil schüttelte einem nicht allein herzlich die Hand, sondern stellte auch einen Jeden seiner Frau vor und nahm damit sofort die königliche Gewohnheit an, durch seine liebenswürdigen Bemerkungen zu beweisen, daß ec seines Gastes Gepflogenheiten kannte oder zu kennen schien. Und indem er dtese Art besonders pflegte, gelang es ihm, Freunde in allen Lebensstellungen zu erwerben, so daß er schließlich der beliebteste der vier Präsidenten der Republik wurde. Bet der Erfüllung seiner Obliegenheiten wurde er mächtig unterstützt von Frau Carnot, welche leider etwas taub war- dieses Gevrecben wußten ihr liebenswürdiges Lächeln und ihre angenehmen Manieren wieder gut zu machen. Die früheren Präsidentenfrauen im Elysee waren darin weniger erfolgreich. Thiers war ungemein belastet durch seine Frau und seine Schwägerin, deren schweres Schnarchen zu beiden Seiten des Kamins die brummende Begleitung zu seinen witzigen Ausfällen bildete. Die Marschallin Mac Mahon war eine Edel- bame, aber da sie klerikaler Zuneigungen verdächtig war, konnte sie sich das Vertrauen ihrer Umgebung nicht erwerben. Was Frau Grvvy betrifft, so war ausschließlich sie tres petite bourgeosie, während ihre Tochter sich ihre Laufbahn durch die Ehe mit dem anrüchigen Wilson verdarb. Carnot war auch darin Grevy unähnlich, daß er ebenso freigebig wie dieser knickerig war. Vor seiner Wahl lebte er bescheiden in einem höheren Stockwerke von Paffy, aber seitdem er ins Elysee gezogen, gab er jeden Pfennig seines Präsidenten- gehalteö aus. Als Präsident hatte er auch das Anrecht auf 160 000 Mark Reisegebühren, ein Betrag, den Grßoy ganz in seine Tasche steckte, denn er reiste nur nach seinem Landsitze, und für diesen alljährlich wiederkehrenden Besuch pflegte er die Eisenbahn um Freikarten, selbst für seine Diener, anzugehen. Carnot dagegen reiste mehr als irgend ein anderer Präsident im Lande umher. Er hielt es eben für seine Pflicht und schonte sich dabei nicht. Auch hatte er den Muth seiner Ueberzeugungen betreffs der Todesurtheile. Grevy unterzeichnete niemals während seiner neunjährigen Amtsdauer ein Todesurtheil, und in Folge dieser Nachsicht vermehrten sich die Verbrechen in fürchterlichem Maße. So oft ein Anarchist — Ravachol, Vaillant, Henry — zum Tode verurtheilt wurde, traten an Carnot alle möglichen Einflüsse heran, um ihn zur Umwandlung der Todesstrafe zu bewegen, aber er gab nicht nach. So viel aus den persönlichen Erinnerungen des Berichterstatters.
* Der Mörder Caruots zeigt eine erschreckende Gefühlsrohheit. Er zeigte bisher nicht die geringste Reue, sondern im Gegentheil nur Genugthuung über sein Verbrechen. Er liegt selbst am Tage fast stets auf seinem Bett und stellt sich schlafend. Da man befürchtet, daß er sich das Leben nehmen werde, ist angeordnet worden, daß ihm Nachts die
StaatsstraßrllViitterstklle.
Die Stelle eines Straßenwärters für die Strecke der Straße Gießen- Marburg von Abtheilung 22—48,13 soll am 1. August d. I. neu besetzt werden.
Der Wohnsitz kann in Lollar, in Ruttershausen oder in Staufenberg gewählt werden.
Der Lohn beträgt für das Jahr 672 Mark.
Geeignete Bewerber wollen sich unter Vorlage von Zeugnissen über chre seitherige Beschäftigung und Führung bis zum 20. ds. Mts. bei der unterzeichneten Stelle melden.
Gießen, den 4. Juli 1894.
Großh. Kreisbauamt Gießen.
bringen, waren hereitS drei Wagen über den Körper der Unglücklichen hinweggegangeu. Die Verletzungen waren geradezu fürchterliche. Herz, Lunge, Magen, Nieren, Leber, Mllz und Eingeweide waren zerriffen und zerschnitten, eine Hand war abgefahren und lag neben den Schienen. Der Tod war natürlich augenblicklich eingetreten. Die Leiche wurde bei Selle gelegt und mit einem Sacke einstweilen zu« gedeckt- nach zehn Minuten Aufenthalt konnte der Zug weiterfahren. Natürlich sammelte sich sofort eine nach Hunderten zählende Menschenmenge bei der Leiche an. Mit Mühe gelang eS, die Leiche in dem an den Augustinerkeller anstoßenden, zu diesem gehörigen Garten bis zum Eintreffen der telephonisch gerufenen Sesselträger vorläufig zu bergen. Micheluzzt war eine kräftige Person und gut gekleidet. Die Leiche wurde in den nördlichen Friedhof verbracht. Den Locomotivführer Graf trifft, wie Augenzeugen mit aller Bestimmtheit versichern, absolut keine Schuld, do es, als er der Unglücklichen gewahr wurde, zu spät war, den Zug zum Stehen zu bringen. Graf war durch den Unglücksfall so erschüttert, daß er abgelöst werden mußte.
• Zürich, 2. Juli. Beim Aufstieg auf die vordere Spitze des Glärnisch, das Zsogeu. Brenelis Gärtli, verunglückte am gestrigen Sonntag ein junger Poiytechniker von hier, Namens Klause, auS Ungarn gebürtig. Derselbe wollte diesen sonst sehr leicht zugänglichen Gipfel auf dem schwierigen Wege über das „Geleiter" erklimmen, scheint aber seine Kräfte überschätzt zu haben- er stürzte an 800 Meter tief gegen die Schlattalpe zu ab, wo er zerschmettert liegen blieb. Ein Freund, welcher die Parthie mitmachte, berichtet, er habe gesehen, wie KlauseS Beine beim Klettern zitterten, und er habe ihn zur Umkehr gemahnt, aber vergeblich. Also wieder ein Fall größten Leichtsinns und einer merkwürdigen Verkennung der eigenen Kräfte!
♦ Vergewaltigung. Bei dem sonntägigen Besuch einer Anzahl von Theilnehmern deö deutschen Journalisten- und Lchrifrstellertages in FriedrichSruh wollten die Damen, nicht blos die jüngsten, dem Fürsten Bismarck die Hand küssen, er gab es aber nicht zu. Als ein junges Fräulein eS doch that. sagte der Altreichskanzler : „Das ist Berge- walttgung", und gab dem hübschen Mädchen einen Kuß auf die Wange.
* Deutsche Amazonen Flotte. Unter diesem stolzen Namen hat sich in Berlin ein Damen-RuderVerein gebildet. AuS den Statuten werden folgende interessante Stellen mitgetheilt: „Angenommen", so heißt es im § 4, „werden nur durchaus anständige junge Damen von tadelloser Führung; andere Meldungen sind vollständig überflüssig und nutzlos. Das Einrrittsalter soll im Allgemeinen zwischen 18 und 25 Jahren liegen." § 3 der Satzungen lautet: „Die deutscheAmazoneu-Flotte ist militärisch organtiirt und verlangt von ihren Mitgliedern während des Dienstes (!) strengste Disciplin und Unterwerfung unter das Commando."
* Wider Willen erschossen. Aus S a l z u f l e n im Fürsten- ihum Lippe wird berichtet: Beim Ausmarsche der Schützen am 2. d. Mts. nach dem Festplatze wollte der Schütze Steinbruchbesitzer Moritz den in den Hoffmann'schen Stärkefabriken beschäftigten Arbeiter Bröker, der als Schütze ebenfalls im Zuge war, dadurch Spaßes halber in Furcht fetzen, daß er, nachdem er sein Gewehr mit einem Zündhütchen versehen, auf Bröker anlegte und losdrückte. Zum Unglück war das Gewehr jedenfalls ohne Wissen des Moritz geladen, der Schuß ging los und drang dem Bröker durch die Backe ins Gehirn, so daß der bedauernswerthe Mann, der verheirathet und Vater mehrerer Kinder ist, nach zehn Minuten seinen Geist aufgab. Man sagt, daß Moritz angetrunkeu war. Der Thäter wurde sofort verhaftet.
* Tod durch Bienenstich. Das Prager Abendblatt meldet aus Wernersdorf: Der hiesige Pfarradministrator?. Eduard Bernard Kleemann, ein eifriger Musiker, Oeconom und nebenbei auch Bienenfreund, fand einen außergewöhnlichen Tod. Er hatte sich Nachmittags auf die Nachricht hin, daß ein Bienenstock schwärme, in den Garten begeben, um den Schwarm znrückzutreiben. Die gewöhnliche Vorsicht, Korb und Schutzhaudschuhe zu nehmen, hatte er außer Acht gelaffen, da er der Ansicht war, man könne sich gegen Bienenstiche abhärten. Eine Biene stach jedoch den unvorsichtigen Bienen- oater derart in eine Halsader, daß man den starken, sehr kräftigen Mann nach einer Stunde im Gartenhäuschen tobt auffand.
* Schrecklich! In London wurden im Monat Juni 630 Cosncerte gegeben! Mehrere Musik-Kritiker sollen sich mit selbstmörderischen Gedanken tragen, wenn das so sortgeht. — In Como wurde em Concert gegeben, wobei gleichzeitig auf 24 Clavieren Stücke zu 96 Händen gespielt wurden!
* Wie mau in England nascht, beweist der auf britischen Eisenbahnen im Jahre 1893 durch Automaten bewirkte
Zugjalousien
mit Stahlband und Ketten, D. R.
Großh. Bürgermeisterei Gießen. 1 Patent 9624, aus der Fabrik von ___________Gnauth.______5610 Bajer u. Leibfried in Eßlingen 5626] In der Alice-Koch- empfiehlt zu Fabrikpreisen schule ist eine Freistelle zu Martin Dörr, Schlo>sermeist-r.
‘“ 15628] Nordanlage 18.
Ä!
■ 8 7' h-
®"tab bt».
’!<>« «ewittetg suaftt
W d-r
*WS6m.
!'«!n
lir7 N Irö/ allem An. wichen Nach. W aus dem 11 ^begründete erlaubtem Weg gkivillt, sich in 1,11 Mr gericht, n Turnverein mtnM Da bleibt es kost mit ihren ein Schreckschuß der ganzen Gc- Anen in Betracht und jetzt unter
> in Untersuchung
ichichte. Ereig» gendeS Histörle^, rbürgen. Einem Gedanke, in den \ satt zu trinken )ti tzchan. Der Acht, verschlieft aS" — ein guter hr, einen ganzen i, tann ihn aber 1 btt Göttertrank , MH", «MS wirklich war die )ine, konnte aber mit dem dicksten ;lt, war resolut, § das Tageslicht rlaufen: „'Drum,
Bekanntmachm«. i
Mir- hnnnpn hiermit ntr Qpnntnifc , neue Werkstättenanlage zu Gießen soll Wer Dringen hiermit zur Kenntnis 6 werden. Bedingungen und Pläne der Ouartiertrager, daß die Ver-1 rm£ im Ammer Nr 5 unseres Vermal- gütungen für die vom 29. Mai bis tungsgeb'äudes einzusehen, Angebote bis 11. Juni dahier stattgefundene Ein- -um 15. dss Mts^dabter einzureichen.
- Gießen, den 4. Juli 1894.
5599 Grobherzogliche Directron.
Die Räude der Hunde, Katzen 2c. ist erkennbar an haarlo'en Stellen um die Augen, auf dem Rücken, HalS u- Brust u- an kleinen Etterbläschei; auch daS fortwährende Scharren ist ein untrügliches Zeichen dieser schrecklichen Krankheit. Sine Büchse Geo Dötzer'S Parasi'encreme (pr«iSgekr. m. 2 gold. tu 1 sttb. Med.) genügt, die armen Tbiere bwon zu befreien. Per Bückse Mk. 1.50 in der Pelikan-«lpotftA von W. Weitz. 502
Vergütung von 10 Pfg. zugeftellt. Gießen, 5. Juli 1894.
chtnoarawane Mtt von einem । Somali, ifl 'm q( im nördlichen >n sind dabei vrc- Mhrr, Leopolden, [ebene Antilopen, Met, kleine W Hieicaratvane de- nburg a. d. Lahn, tfien Verlusten - । Wärter in ihrem ibetn bilden einen nd bteiW* lehMki/virMdkr der Caranme an
; itl
« W W*'t
•-•ä!
A--
6 Mädchen, b
t, «lt 1 l,f il«
MM
äs
prang/
Arme gefeffelt werden. Er zeigt sich wenig mittheilsam, er spricht fast niemals mit seinen Wärtern, lieft nicht, raucht nicht und hat auch noch nicht darnach verlangt, an seine Familie schreiben zu dürfen. Nur wenn über Anarchie gesprochen wird, wird er lebhaft. Der Gefängnißarzt mußte ihm drei Zähne ausziehen, die ihm bei seiner Verhaftung zerbrochen waren. Sein Gesicht ist noch über und über mit Beulen bedeckt und die Augen sind verquollen.
• Die höchste Lebensversicherung hatAohnWanamaker, der amerikanische Milliardär. Die Summe, für die-er sein Leben versichert hat, beläuft sich auf 10 Millionen Mk. und zahlt er dafür eine jährliche Prämie von 380,000 Mk.
Lieben Sie
einen schönen, weissen, zarten Teint, so waschen Sie sich täglich mit
Bergmanns Lilienmilch-Seife
von Bergmann & Co. in Dresden-Radebeul.
(Schutzmarke: Zwei Bergmänner.)
Bestes Mittel gegen Sommersprossen, sowie alle Hautunreinigkeiten, h Stück 50 Pfg. Vorr. in sämmtlichen
Grossartiger Erfolg!
Wasmuthe
Hühneraugen- Ringe
In der Uhr 5557 Preis 1 Mark angenehmstes und bestes Mittel zur ra- dicalen Beseitigung der Hühneraugen. Käuflich in der
Adler - Drogerie, Selteraweg 39
5219] Durch Eröffnung der hiesigen Eisenbahn ist eine «ennjährige, schöne bravne Stute bei mir verkäuflich geworden. Creditwürdtgen Käufern bewillige günstigste Zahlungsbedingungen. — Das Pferd ist in der Regel erst von 4 Uhr ab zu Hause. 5219
Gladenbach. I. Müller Wwr.
5619] Ein junges Eichhörnchen zu verkaufen. Gr.Mühlg.8. Fr.Elis. Müller.
kirchliche Anzeige« -er Stadt Gieszen.
Evangelische Gemeinde.
Gottesdienst
Sonntag den 8. Juli. 7. Sonntag nach Trinitatis.
In der Etadtttrche. ,
Vormittags 7»/. Uhr: Frühgottesdtenst verbunden mit Christenlehre für die Neuconfirmirten aus der Markusgemeinde. Pfarrverwalter Dr. Grein.
Vormittags 9'/, Uhr: Pfarrer Schlosser.
Beichte und heiliges Abendmahl für die MathäuSgemeinde. Vormittags 11V« Uhr: Kinderktrche Pfarrer Schlosser.
Zu der JohanneSkirche.
Vormittags 7»/« Uhr: Frühgottesdtenst mit Christenlehre für dieNeuconfirmtrtenderJohannesgemeinde. Pfarrer Dr. Naumann.
Vormittags 9'/- Uhr: Pfarrer Dtngeldey Beichte und heil. Abendmahl für die Lukas- und Johannesgemeiade. Anmeldunzen wolle man an den Pfarrer seiner Gemeinde richten.
Vormittags 11'/» Uhr: Kinderkirche der Lukasgemeinde. Pfarrer Dingeldey.
Nachmittags 2'/» Uhr: Spaziergang der Kinder die den Kmder- gottesdtenst der Johannesgemeinde besuchen. Sammlung von 2'/< bis 2'/r Uhr auf dem Ludwigkplatz Pfarrer v». Naumann.
Am Sonntag den 15. Juli findet eine ordentlich: Ktrchenvtsi' tation durch den Superintendenten der Superintendentur Gießen, Herrn Prälat D. Habicht statt. Derselbe wird in den Gottesdiensten Vorm. 9'/» Uhr in der Johanneskirche und Nachmittags 21/2 Uhr in der Stadlkirche zugegen sein, Ansprachen halten und die Neuconfirmirten prüfen-
Katholische Gemeinde.
Sonntag den 8. Juli. 8. Sonntag nach Pfingsten- Samstag:
Nachmittags um 4'/2 Uhr und Abends um 8 Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte.
Sonntag:
Vormittags von 6'/» Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte;
„ um 6V» Uhr erste hl. Messe;
„ um 7'/2 Uhr Austbeilung der hl. Communion;
„ um 8 Uhr zweite hl- Messe;
„ um 9'/» Uhr Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 2 Uhr: Andacht.
Gottesdienst in der Synagoge.
Vorabend' ^"ubr^Morgens 8»° Uhr, Nachmittags 4"° Uhr Sabbathausgang 9^° Uhr-
Gottesdienst der israelitischen Religionsgesellschast.
Freitag Abend 7<5 Ubr, SamStag Vormittag 8 Uhr, Nachmittag 4 Uhr, Sabbathausgang 93) Uhr.________
Verkehr, Land, und Volkswirthschaft.
Livlbrrra, 4. Jult. Fruchtmarkt. Nother Wetzen X 12.05, kweitzer Weizen X 12.00, Korn JL 9.90, Gerste je 7.20, Hafer .X 7.20.
Temperatur der Lahn und der Luft
nach Reaumur gemessen am 6. Jult, zwischen 11 und 12 Uhr:
Wasser 18‘/a, Luft 21°.
Rübsamen'sche Badeanstalt.
— Eines der werihvollsten JJitttel, gesunkenen Körperkräften wieder auszuhelfen, ist und bleibt stets ein reiner, guter und abgelagerter Wein. Es ist durchaus nicht nothwendtg, daß man, um einen solchen Wein zu erhalten, außergewöhnlich hohe Preise anlegeu muß, andererseits soll man aber auch nicht glauben, daß die häufig zu so billigen Preisen empfohlenen Weine, für welche noch nicht einmal ein entsprechender Ttschwetn für Gesunde geliefert werden kann, zur Wiederherstellung gesunkener Körperkräfte zu empfehlen seien: Für letzteren Zweck ist ein zu junger Wein oder ein Wein, dem zwecks der Verbilligung durch alle möglichen und unmöglichen Vermischungen die wirksame Kraft genommen ist, absolut nicht zu verwenden und schadet in vielen Fällen mehr, als er nützt. Von der Deutsch-Atalienischen Wein.Jmport-Gescllschaft Daube, Donner, «inen & Co., deren Kellereien bekanntlich unter königlich italienischer Staatscontrole stehen, sind nun den Aerzten Stärkungsweine zur Verfügung gestellt worden, welche nach den von vielen der größeren Spitäler damit gemachten Versuchen (die bezüglichen Gutachten stellt die Deutsch-Italienische Wein-Jmport-Gesellschait gratis zur Verfügung) allen Anforderungen au einen wirklich werthvollen Stärkungswein in jeder Beziehung entsprechen und dabei zu einem sehr mäßigen Preise abgegeben werden. So kosten z. B. Marca Italia (roll?) 90 Pf. pro Flasch-, Vlno da Pasto Mk. 1.05 pro Flasche rc. Diese Weine, welche der besonderen Ausmerksamkeit aller Jener, welche einen Wein zur Hebung gesunkener Kräste bedürfen, bestens empfohlen werden, sind zu haben in Gießen brt ‘ G. LA. Wallenfels, Carl Schwaab, Wtlh. Schomber. [4826


