^stein hr Präeli: “•Soirfe.
»Uteri.
Ä
zu babea.
Mruse.
Msveiein,
Metzlar.
?■* Herr Re* :' Abenda 51/, Uhr «Roebmcke fahrt ab Wetzlar 820 * Vorstand. * n Gießen, tuen ÄuisteÜungilocalt ' Wiedereröffnung wird
Vorstand:
Gnauth.
Hessen.
5 Herr ObsibMechnckr Wdng zu piactiffyi der bta Dnrm uni h. Kmdö ^liefet M e Vortrag an.
A. Scheyda.
nds 8'/.!lhr-.
LBg. ML
NI.
is Comwands.
: und Vorschuß- M, in Beuern, er., Nachmittags ittjittbeitbeit rsammlung, , ergcknst eingeladev.
MM W- « Wmc.
4155
E Leiden im lieber Vater,
Sir. 129
Der -iehener Aejtigrr erscheint täglich, mit Ausnahme bei Montag».
Di« Gießener Aamtliendläller werden dem Inzeiger wöchentlich dreimal be,gelegt.
Zweites Blatt. Mittwoch den 6 Juni 1894
Gießener Anzeiger
Keneral-Wnzeiger.
viertelsäbriger Zlb»„c«e»toi'rei»r 2 Mark 90 Ptg. mit Vringerlodn. Durch lif Post dezognt 2 Mark 50 Psg.
«edaction, Erprdinon und Druckern:
Ick»l«ratz, Nr.7. Fernsprecher 61.
Amts- und Anzeigeblutt für ben Tiveis Giefzen.
Innahme von Anzeigen zu der Nachmittag» für de» folgenden Tag erscheinenden Nummer bi» Borm. 10 Uhr.
chralisöeitage: Gießener Kamilienblatter.
Alle Innoncen-Bureaux de» In- und lu-lande» nehmen Anzeige» für den „Lietzener Anzeiger- entgegen.
Feuilleton.
Vas fl n a r k b r 0 b.
Historische Skizze von P. E. von Azeg.
(2. Fortsetzung.)
Nun erhob sich Käthe, trug die Suppenschüffel fort und brachte an ihrer Stelle eine kleinere, die fast bis zum Rande mit dem schönsten weißen Quarke angefüllt war, den man nur sehen konnte.
Der Bater schnitt sür sich und die Mutter, sowie für jedes der Kinder das nach Größe und Appetit bemessene, für jedes passende Stück Brod von dem mächtigen runden Laibe, der auf dem Tifche lag.
Die Mutter strich für die Kinder den Quark auf.
Die Augen der Kinder blickten begehrlich auf das schwarze Brod mit der weißen, Appetit weckenden Decke; Quarkbrod war ein Essen, das nicht häufig auf den Tisch kam, man war hier gewohnt, daS Brod meistens ohne Zukost zu verzehren. ,
Aber je seltener man einmal miß Quarkessen kam, um so besser schmeckte eS doch.
Alle Kauwerkzeuge waren in unverdrossener, unausgesetzter Thätigkeit.
„Erlaubst Du, Bater," fragte Käthe, „daß ich der armen Frau ein Stück Quarkbrod stretchen darf? Sie könnte eS ihren Kleinen mit nach Hause nehmen."
„Thue, wie Du willst, meine Tochter, „denn ich will Deinem mildthätigen Herzen nicht wehren."
Käthe nahm daS Brod, schnitt ein großes Stück ab, bestrich eS mit Qark und reichte eS der Frau.
„Gott segne eS Euch, Meister Langenbach," sagte diese tiesbeweg», „und Dir, meine Tochter, vergelte feine Allmacht die Mildthätigkeit Deines Herzens mit den besten Schätzen."
Jetzt war der Meister und feine Familie mit dem Abcnd- brod fertig.
Der kleine HanS sprach das Abendgebet.
Und nunmehr erst ging Meister Langenbach zu der Frau, die daS Garn brachte.
Er rechnete Zahl, Strähne und Gebind nach, er betrachtete daS Garn genau und prüfte es auf feine Haltbarkeit und Feinheit.
„Ihr spinnt gut, liebe Frau," sagte der Meister, als er mit seiner Prüfung zu Ende gekommen war, „der Faden
ist gleichmäßig und fein, auch wohlgedreht und haltbar, Zahl und Gebind stimmen. Hier ist der Lohn für die Arbeit und hier dte frische Wolle, in vierzehn Tagen müßt Ihr mir daS Garn wieder liefern."
Die Frau versprach dies und ging, nachdem sie sich nochmals bedankt hatte.
Draußen in dem Hausflur stieß sie aus Käthe, die eben mit dem Eimer aus der Küche kam, um vom Brunnen das nöthige Wasser zu holen.
Die beiden schlossen sich aneinander und gingen zusammen die Gasse hinab.
„Du flehst bleich auS, Kind," sagte die Frau, „und wie ein Zug von Sorge und Gram liegt- aus Deiner Stirn. Haft Du Kummer, den Du allein trägst und hast Du kein Herz gesunden, da- ihn Dir tragen hilft?"
„Mir kann überhaupt Niemand Helsen," versetzte Käthe, „daS bischen Hoffnung, das ich auf ein bescheidenes und zufriedenes Leben in der Zukunft setzte, ist vom Geschick gebrochen worden und mir bleibt nur noch übrig, alle meine Herzenswünsche zu begraben."
„DaS klingt ja recht traurig und niedergeschlagen von einem so jungen Dinge, wie Du bist, mein Kind. Und doch
getrau ich m'r zu errathen, waS Dir fehlt. Du haft gewiß
Deinen Schatz recht lieb gehabt und er ist Dir untreu ge
worden. DaS ist von alterSher der erste und brennendste
Schmerz, den das Herz eines jungen Mädchens ertragen muß."
„Wenn mir das auserlegt wäre, gute Frau," antwortete Käthe mit einem hörbaren Seufzer, „so müßte ich eS tragen als eine Schickung von Gott. Aber waS mich betrifft, so liegen die Berhäliniffe anders. Der, an dem mein Herz hängt, hält in unwandelbarer Treue und Liebe an mir feft; waS unS trennen soll, ist ein Jammer, an dem wir beide keine Schuld tragen. Auch Ihr scheint in Berhältniffen zu leben, liebe Frau, die Euch zwingen, Euer täglich Brod mit Eurer Hände Arbeit zu verdienen. Ihr werdet also leichter als eine Andere mit mir fühlen, waS eS heißt, wenn ich Euch sage, daß nichts unS auSeinanderreißt, als der Fluch der Armuth, den ich und mein Heinrich zu ertragen haben. Wir find beite jung, haben brav arbeiten gelernt und würden zufrieden fein, dürften wir nur unser trockenes Brod miteinander verzehren, aber eS soll nicht sein. Meinem Schatz fehlen die Mittel, sich selbstständig machen zu können, und da ein wohlhabender Freier gekommen ist, der meine Hand von den Eltern begehrt hat, so bleibt mir nichts übrig, als mich ihrem Willen zu fügen; ich halte daS vierte Gebot zu hoch, als
daß ich mich versucht fühieo könnte, mich selbst auf diese Ge' fahr hin meiner Eltern Willen zu widersetzen, daß mir darüber das Herz brechen sollte."
„Du bist eine brave Tochter und ein gutes Kind, mein Mädchen, daß Du unter solchen Berhältniffen den Willen der Eltern al« daS Heiligste respecttrst, auf daS Du Rücksicht zu nehmen hast. Aber erzähle mir doch, wie da« alles eigentlich so gekommen ist. Ich bin nur eine arme einfache Frau, habe aber in meinem Leben schon mehr ersahren und gar manche« liefen Blick in daS Leid und den Kummer der Menschen ge- than, als Du in diesem Augenblicke glauben magst - vielleicht vermöchte ich Dir mit einem guten Rothe an die Hand zu gehen."
Käthe erzählte nun, indem sie ihre Eimer in der Nähe deS Marktbrunnens niedersetzte, wohin fie im Fortichretten gelangt waren, der Frau von all ihren HerzenSverhälinissen und wie eS zum Schluffe ihre- Bundes nur daran mangelt, baß ihrem Schatz die Summe fehle, mit der er Meister werden und so ein eigenes Geschäft beginnen könne. Wäre er freilich das im Stande, so wäre all ihrer Noth mit einem Male abgeholfen, aber von wem sollte er, der Arme, die fast unerschwingliche Summe sich verschaffen, die er dazu bedürfe? Hierauf zu hoffen, wäre Wahnsinn- man müsse sich in da- Unvermeidliche fügen und nichts weiter thun, als die letzte Hoffnung auf den Himmel fetzen.
So einfach die Geschichte war, so traurig klang sie und die Frau, die sie mit anhörte, vermochte bet der ergebungl« vollen Demuth deS armen Kinde« eine Thräne nicht zurück- zudrängen, die ihr aus dem Auge quoll.
„Du hast da« beste Theil erwählt, Kind," sagte sie ernst, als das Mädchen zu Ende war, „wenn Du mit wahrer Herzensfrömmigkeit zuerst daran denkst, Gottes Gebot höher zu achten als die Wünsche Deine- armen, widerstrebende« Herzenö. Halte fest in diesem Glauben, meine Tochter, und vertraue auf de« Allmächtigen Huld und Gnade in alle« Dingen, denn er führt die, die ihn lieben, nach seinem un- erforschlichen Rathschlusse zu einem gedeihlichen Ende. Ist er Deine Hoffnung und vertraust Du ihm mit offenem, ausrichtigem Herzen, so sei getrost, er sühn alle Dinge zum Besten."
(Fortsetzung folgt.)
Die Lieferung und Anfuhr von 353 cbm lagerhaften, witterungsbeständigen Bruchsteinen zum Umbau des Bahnhofs Ziehen sind zu vergeben. Geeignete Bewerber wollen ihre Angebote pro cbm entweder frei Bahnwagen Station Gießen, ober frei Bauvlatz (am Mittelweg, m der Räbe der Margarethcn-Hütte auf der westlichen Seite der Bahn) dis wählten« Freitag Nachmittag de« J««t » I«., schriftlich bei der unterzeichneten Behörde einrrichen- 4?U4
Königliche Eisenbahn • Ban - Inspektion Marburg.
Aeikgebotmes.
Ul fl d «
Ik-cn Dienstag und Keitag frische Waffeln auf 4723
Textors Terrasse.
Große Auswahl
Braubach & Fischer
4 Neuenweg 4
[2827
gegründet 1348.
Reichhaltige Äusioshl ilkr Arte» Kinderwagen stets das Neueste, Zweckmäßigste uud Solideste
Mrren^un^Knaben Strohhüte
> cmpstkhll ru billigsten Preisen
A Fangmann Wtivc., BahnhoMr. 29.
A. Kilbinger
Teltersweg Iv (1953
achter Schweirer-Mckereien ohne ApprSt, in Stücken von 4,20 Mir. zu Fabrikpreisen bei (1286 J. Kaan jun., Kreug>latz 10.
Seit 80 Jahren unübertroffen ist die undurchsichtige, sehr beliebte Universal - Glycerin - Seife LpecralttLt vor» H. P. Beyschlag in UngSbur».
Hier zu had-n in Stücken L 15, 2u und 30 Pfg. nut Lcht im WUi«« verkauf bei [3228
A. & G. Wallenfels, Marktplatz 21.
anerkannt
vorzügliche
Ausführung der «bi
gbergebeeen Gegenstände, bei raschester Lieferung und
•ig Hebst billige" PreiBe-
Spezialitäten:
BeidMArberei 1 Rettert
FlrH«. Retnffw ■ Krhtele von fltraussfedflrn.
Portland-Cement-Fabrik Karlstadt a. Main vorm. Ludwig Roth in Karlstadt a. IW.
Grösstes Cementwerk Bayerns empfiehlt ihr vorzügliches Fabrikat unter Garantie für höchste Festigkeit und unbedingte Zuverlässigkeit.
Produktionsfähigkeit der Fabrik:
250,000 Fass pro Jahr.
Pünktliche und gleichmässige Ausführung auch der grössten Aufträge wird zugesichert.
Telegramm-Adresse:
Cementfabrik Karlstadtmain.
ImrnMW Patkllt-Suchkuparketrimkllsiißbödkii, eicknnholrsardlg. danerbaster^««d billiger al« eiche«e, sind stet« auf Lager bei Herrn Job. Lenz, C chr einer meister in Gießen.
Oppenheim am Rhein, den 17. Mai 18^. f
C. Amendt. Buchcnparketrremenfabrck.
Auf die vorstehende Anzeige .berugu^mend, e^fehle ich mich im Liefern ÄÄ au"ch Tu den billigsten Breimr. |
^^^oh^Len^.°Lchreincrmeister, Frankfitttcrstratze 123.


