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zu Ehren der fremden Congreßtheilnehmer über die ernste innere politische Situation des Landes für den Augenblick hinwegzutänschen suchen. Denn die latente CrtsiS in Italien dauert ungeschwächt fort, die Regierung verharrt gegenüber dem Finanzausschüsse der Deputirtenkammer auf sämmtlichen dem Parlamente vorgelegten steuer- und finanzpolitischen Reformentwürfen, so daß die Entscheidung nun beim Kammer- Plenum liegt.

Nerreste Nachrichten.

WolffS telegraphisches Correspondenz-Bureau.

Krakau, 3. April. Wegen Ausschreitungen während der Kosciusko-Feier wurden 22 Personen verhaftet. Der gestrige Tag war vollkommen ruhig.

Christiania, 3. April. Das Storthing verwarf den Antrag des Abgeordneten Rinde (radtcale Linke), die Apa­nage des Königs auf 100000 Kronen herabzusetzen, nahm dagegen den Antrag an, die Entscheidung über die Apanage deS Kronprinzen auszusetzen, bis ein Dementi der ihm zugeschriebenen Aeußerung über einen bewaffneten Einfall in Norwegen vorliege. Die Regierung brachte eine Vorlage ein in Betreff einer neuen Staatsanleihe im Gesammtbetrage von 34 834000 Kronen. Davon sollen zu Eisenbahnanlagen 11 134000 und zur Conversion der 1880er Staatsanleihe 19200000 Kronen verwandt werden.

Depeschen deS Bureau ,$crolbe.

Berlin, 3. April. Am 20. April finden hier Besprech­ungen zwischen Regierungsvertretern und Vertretern der Gruppe 8 der Berufsstatistik (forstwtrthschaftliche Neben- producte) statt- es sollen die für diese Gruppe in Aussicht genommenen Ausnahmebestimmungen der Sonn­tagsruhe berathen werden.

Bremerhaven, 3. April. Der auf den Azoren einge­schleppte LlohddampferEms" wird heute nach Ponta Delgada gebracht. Man wird versuchen, den morgen vorbet­fahrenden Hamburger SchnelldampferColumbia" aufzuhalten, damit dieser die Cajütenpaffagiere mitntmmt. Der Dampfer Kaiser Wilhelm II." geht bestimmt nach Ponta Delgada ab.

Barmen, 3. April. Unter überaus zahlreicher und herz­licher Betheiligung beging heute der Dichter Emil Ritters- Ha u S seinen sechzigsten Geburtstag. Nach Hunderten zählende Telegramme und Briefe sind eingetroffen. Von Nah und Fern haben sich Freunde und Verehrer des Jubilars hier ein« gefunden, der in rüstiger Frische und seine ganze frohe Laune entfaltend, die lange Reihe der Depmirten empfing. Die Stadt Barmen hatte durch amtlichen Beschluß den Ober­bürgermeister Geheimrath Wegner und eine Deputation ent­sandt, sowie eine prachtvolle Blumenspende überreichen laffen. Nicht nur die deutschen, sondern auch die nordamerikantschen Freimaurerlogen waren durch Abgeordnete vertreten.

Wien, 3. April. DiePol. Corr." meldet aus Peters­burg, das Ministerium des Innern habe dem Ministerrathe einen Gesetzentwurf unterbreitet, wonach die bisher geltenden Vorschriften für die Naturalisation Fremder in Rußland verschärft werden. Durch dieses neue Gesetz soll der zu große Fremdenzufluß in Rußland und die Leichtigkeit, mit welcher in Rußland ansässige Deutsche, lediglich ihren Jntereffen folgend, die russische Staatsangehörigkeit annehmen oder ablegen, künftig verhindert werden. Das Ministerium des Innern wird in Zukunft allein über die Naturalrsations- gesuche zu entscheiden haben.

Preßbnrg, 3. April. Nach einem Beschluß der gesammten hiesigen socialdemokratischen Arbeiterschaft sollen die Arbeit­geber aufgefordert werden, am 1. Mai nicht arbeiten zu lassen, im anderen Falle werden alle Arbeiter an diesem Tage striken.

Budapest, 3. April. Die politische Situation hat sich wesentlich gebessert, da die Söhne Koffuths offen erklärten,Bewunderer" Wekerles zu sein- der angekündigte Sturmlauf der Opposition gegen das Ministerium im Ab­geordnetenhause dürfte demnach spurlos vorübergehen. Franz Koffuth bemerkte zu einer Deputation aus dem Wahlkreise Wekerles, der Wahlkreis könne sich glücklich schätzen, einen so liberalen und patriotisch gesinnten Mann wie Wekerle ins Parlament zu senden.

Rom, 3. April. Der Notar Buttafava in Mailand hat sich heute Morgen erschossen. Man vermuthet Unter­schlagung anvertrauter Gelder. Buttafava sollte heute 250 000 Lire solcher Gelder auszahlen.

Paris, 3. April. Die Stadt Paris wird in allernächster Zeit eine neue Anleihe von 500 Millionen Francs aufnehmen.

Paris, 3. April. Gestern Abend ist ein Detachement des 3., in Versailles garnisonirenden Genieregiments nach Bordeaux abgefahren zur Einschiffung nach Senegal, um die schwarzen Arbeiter beim Eisenbahnbau Senegal- Niger zu beaufsichtigen.

Paris, 3. April. Heute beginnt der Wettstreit einiger der bekanntesten hiesigen Schachspieler mit den stärksten Schachspielern St. Petersburgs. Der Wettstreit dauert ein Jahr und wird telegraphisch geführt. Baron Albert Roth­schild hat das Schiedkrichteramt übernommen.

Kopenhagen, 3. April. Der König von Dänemark ist bemüht, eine Begegnung zwischen dem deutschen Kaiser und dem Kaiser von Rußland herbeizuführen- zu diesem Zwecke hat König Christian an beide Herrscher Einladungen zu der im Juli bevorstehenden Silbernen Hochzeit des Kron­prinzen von Dänemark ergehen laffen.

Frankfurt cu M., 4. April. (Privatdepesche.) Heute früh brannte das in der Nähe deS Hauptbahnhofes gelegene frühere Britanniahotel bis zum ersten Stock nieder. Durch HerauSspringen wurden drei Personen getödtet, mehrere schwer verletzt.

Aus bett Verhandlungen der Zweiten

Kammer der hesfischen Stände.

nn. Darmstadt, 3. April 1894.

Die Verhandlungen der Zweiten Kammer der Landstände nahmen heute ihren Anfang und werden voraussichtlich mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Zunächst erfolgt die Berathung des Hauptvoranschlags für die Staatseinnahmen und -Ausgaben pro 1894/97, während später noch einige Regierungsvorlagen zur Berathung gelangen werden.

Nach Verkündigung einer Anzahl neuer Einläufe und Berichtsanzeigen, worunter sich eine Eingabe der Bürger­meisterei Mainz, die Weinst euer betreffend, befindet, sowie ein Antrag des Abg. Weber und Genossen, betreffend Hochzeitsgeschenk für Se. Königliche Hoheit den Großherzog und eine Regierungsvorlage wegen Neubau eines Museums zu Darmstadt, tritt die Kammer zunächst in die Berathung der Regierungsvorlage wegen Verkauf des staatlichen Antheils des Gemeinde­hauses zu Nieder-Olm ein. Dieselbe findet einstimmige Annahme.

Hierauf beginnen die Berathungen über das Finanzbudget 18 94/9 7. Finanzminister Weber prote- ftirt zunächst gegen die vom Finanzausschuß gemachten Ab­striche an den Regierungsforderungen, insbesondere aber da­gegen, daß eine Übertragung von bewilligten Crediten bei Staatsbauten nicht stattfinden solle. Berichterstatter Wolfs- kehl motivirt in eingehender Weise die Gründe, welche den Finanzausschuß zu diesem Ersuchen veranlaßten.

Bet Berathung des eigentlichen Budgets und zwar ordentliche Ausgaben, Cap. 1, werden 211,120 Mk. als Lasten auf den Cameral - Domänen des Großh. Hauses ge­nehmigt.

Zu Cap. 2, Lasten auf den Forst - Domänen, werden 261,890 Mk.,

Cap. 3, Lasten auf den Forst- und Cameral-Domänen, 109,825 Mk.,

Cap. 4, Lasten auf den Staats-Domänen, 4670 Mk.,

Cap. 5, Brandverstcherungsbeiträge, 29 500 Mk.,

Cap. 6, Besondere Lasten der Grundbesitzer an Haus- und Staats-Domänen zu Darmstadt, 3490 Mk.,

Cap. 7, Staatsrenten, 270 566 Mk.,

Cap. 8, Ausfälle u. s. w. 523 240 Mk , ohne Debatte genehmigt.

Hierzu beantragt der Ausschuß, Großherzogliche Regie­rung zu ersuchen, einen Gesetz Entwurf wegen Ablösung der noch übrigen Staatsrenten, der Grundzinsen der Baulasten der Forst-, Weide- und Ftschereigerechttgkeit, dem Hause baldigst vorzulegen.

Cap. 9, Verzinsung und Tilgung der Staatsschuld, wird auf Wunsch des Finanzministers Weber aus verschiedenen Gründen von der Berathung zurückgestellt.

Für Cap. 10, Civilpensionen, werden 1 140 000 Mk., für Gnadenpensionen, Cap. 11 , 63 200 Mk. genehmigt.

Ebenso für Cap. 12, Krankenversicherung, Jnvaliditäts- und Altersversicherung rc. 2500 Mk.

Für die Bedürfnisse des Großh. Hauses und Hofes, Cap. 13, werden 1 331 857,14 Mk. bewilligt.

Cap. 14, Landstände mit 49 060 Mk.,

Cap. 15, Staatsministerium mit 61878 Mk.,

Cap. 16, Kosten der auswärtigen und Bundesverhältniffe, mit 36 000 Mk..

Cap. 17, Cabinets-Direction, mit 11 750 Mk.,

Cap. 18, Oberrechnungskammer, mit 206 863 Mk.,

Cap. 19, Verwaltungsgerichtshof, mit 5174 Mk.,

Cap. 20, Haus- und Staatsarchiv, mit 14 024 Mk.,

Cap. 21/22, Rheinschifffahrtskosten und Sterbequartale, mit 2600 und 1500 Mk. und ebenso

Cap. 23, Porto-, Telegraphen- und Fernsprechgebühren, mit 3000 Mk.

finden ohne Debatte die Sanction des Hauses.

Bei Cap. 24, Ministerium des Innern und der Justiz selbst, stellt der Abg. Metz-Gießen der Regierung in Aus­sicht, eine Anzahl von Wünschen über die Justiz-Verwaltung zur Kenntniß des Ministeriums zu bringen- wegen Abwesen­heit des Ministerialraths Hall wachs wird dies später ge­schehen. Das Capitel wird sodann genehmigt.

Cap. 25, Kosten des Collegienhauses, mit 8800 Mk. und Cap. 26, Porto und Telegraphengebühren, mit 110,000 Mk. finden ebenfalls einstimmige Annahme.

Bei Cap. 28, Provinzial-Directionen und Kreisämter, fragt Abg. Ulrich bei Großh. Regierung an, warum von Seiten des Kreisamtes Offenbach angeordnet worden sei, den Mädchen in Langen den Besuch der Wirthschaften zu verbieten. Dieser Erlaß passe doch nicht mehr in unsere heutigen Ver­hältnisse.

Staatsminister Finger erwidert, daß die Regierung Kenntniß von dieser Anordnung habe. Der Stadtvorstand, sowie der Kirchenvorstand habe fich um Hilfe wegen des Wirthshausbesuches der Mädchen an das Kreisamt gewendet, weil constatirt wurde, daß einmal 74 Mädchen noch nach 11 Uhr im Wirthshause gewesen seien. Damals seien die Wirthe aufgefordert worden, dies nicht mehr zu dulden, aber ohne Erfolg. Jetzt erst sei das Kreisamt zu der Maßregel gekommen und habe die Polizeistunde auf 8 Uhr festgesetzt.

Abg. Ulrich ist mit dieser Erklärung nicht zufrieden und glaubt, daß in den besseren Kreisen auch die Mädchen noch nach 11 Uhr im Wirthshause seien.

Nachdem noch die Abgeordneten Wolz und Wasser­burg gesprochen, erklärt Kreisrath Haas, daß die Maß­regel schon wieder aufgehoben sei, weil inzwischen die Wirthe von Langen sich der Verordnung gefügt haben.

Das Capitel wird hiernach mit 347 323 Mk. genehmigt. Desgleichen Cap. 29, Polizeibehörde, mit 39 320 Mk.

Bei Cap. 30, Gensdarmerie, beantragt der Ausschuß Strich von 3890 Mk. für einen DistrictScommandeur dritter Klaffe. Die Kammer beschließt diesem Anträge gemäß und genehmigt nur 409 829 Mk.

Cap. 31, 32 und 33, Polizeikassen für Starkenburg, Oberheffen und Rheinhessen, werden mit 25 310 Mk., 17 870 Mk. und 19 950 Mk. genehmigt. Ebenso Cap. 34, Ar» beitShaus zu Dieburg, mit 25 500 Mk., Cap. 35, Beiträge zu den Kosten der Landarmenpflege, mit 54 581 Mk., Cap. 36, Beitrag zu den Kosten der Arbeitercolonie, 3000 Mk., Cap. 37, Privat - Erziehungs- und Besserungsanstalten, 3000 Mk., Cap. 38, Evangelische Kirche, mit 240 000 Mk., Cap. 39, Katholische Kirche, mit 192872 Mk.

Zu Cap. 40, Landesuniverfität, sind 16 300 Mk. für persönliche Ausgaben und Besoldungen mehr eingestellt, darunter auch 2850 Mk. für einen Universitätsreitlehrer. Der Ausschuß empfiehlt, diese Summe zu bewilligen.

Die Abgeordneten Vogt, Ulrich, Wasserburg und Metz-Gießen können sich für dasUniversitätSreitinstitut nicht erwärmen und beantragen Strich dieses Postens.

Trotz warmer Fürsprache des Staatsministers Finger lehnt das Haus diesen Posten mit großer Majorität ab.

Cap. 41, Technische Hochschule, wird unter Absetzung von 300 Mk. an der Remuneration des ersten ConstructeurS für Electrotechnik, 600 M. an der Remuneration des dritten ConstructeurS für Maschinenbau, mit 176 480 Mk. bewilligt.

Zu Cap. 42, Gymnasien, Realgymnasien und Real­schulen, streift der Abg. Schmidt die Verhältnisse an dem dortigen Gymnasium und beleuchtet den Raummangel, der am Mainzer Gymnasium herrscht, und bittet die Regierung um Abhilfe.

Minifterialrath Knorr erklärt, daß von Seite« der Regierung die Errichtung eines zweiten Gymnasiums geplant fei und es seien Verhandlungen hierüber im Gange.

Freiherr von Köth beantragt die Gleichstellung der seminaristisch gebildeten Lehrer an den Realschulen u. f. w. mit denjenigen an den Lehrerseminarien angestellten semi­naristisch gebildeten Lehrern in Gehalt und Rang.

Abg. Friedrich bringt eine ganze Philippika von Desiderien hinsichtlich der Unterrichtsmethode an den Gym­nasien zur Sprache. Er fragt an wegen Errichtung eines Mädchen-Gymnasiums und bedauert, daß die Regierung ihr Wort wegen einer neuen Gehaltsordnung für die Lehrer noch nicht eingelöst habe.

Geh. Oberschulrath Sold an widerlegt eine Reihe von vorgebrachten Desiderien.

Die Abgeordneten Osann und Schmidt streiften im Laufe der Debatten noch die an den Gymnasien so häufig vorkommenden Schülerselbstmorde. Ersterer und Abg. Fried­rich empfehlen Turnen.

Hier wird die Debatte abgebrochen. Morgen früh 9 Uhr Sitzung.

totales nab Provinzielles.

Gießen, den 4. April 1894.

* Ihre Majestät die Königin Carola von Sachsen passirte heute früh, von Dresden kommend, mit dem Zuge 5 Uhr 19 Minuten auf der Reise nach Stuttgart, behufs Theilnahme an den morgen stattfindenden Hochzeitsfeierlichkeiten, die hiesige Station. In demselben Zuge befand sich auch, aus der Reise von Berlin nach Basel, die Frau E r b - Prinzessin von Hohenzollern nebst Gefolge.

* * Ein Slaatsministerium. Die nationalliberale Fraction des Landtags beschloß, in nächster Zeit einen Antrag auf Bildung Eines Staatsmini st eriumS ein» zubringen, wonach also die Ressort-Ministerien beseitigt werden sollen.

* Der Eisenbahnbeirath hat sich in seiner am 29. März abgehaltenen Sitzung u. a. auch wieder mit der Platz­gebühr in den Durchgangszügen beschäftigt. Es wurde« die erheblichen Mißstände besprochen, die aus der Einführung der Durchgangszüge mit nur 1. und 2. Wagenklaffe und Er­hebung von Platzgebühr entstehen. Schnellzüge, die jahrelang dem Localverkehr der bedeutenderen Orte gedient haben, werden hierdurch für denselben vollständig werthlos. Hierzu bemerkte die Regierung, daß sie wiederholt versucht habe, die Königlich preußische Eisenbahnverwaltung dazu zu bewegen, wenigstens streckenweise, etwa für Frankfurt-Gießen und Frankfurt-Gelnhausen, dem Localverkehr dienende Wagen diese« Durchgangszügen anzufügen. Die endgiltige Entscheidung hierüber steht noch aus. Zum Fahrplan der Main- Weser-Bahn wurde seitens des Vertreters der Provinz Oberhessen der bereits früher gestellte Antrag wieder vor­gebracht, darauf hinwirken zu wollen, daß Zug 53 (ab Frank« furt 11 Uhr 10 Min. Abends, in Gießen 12 Uhr 22 Min. Abends) auch im Sommer in Friedberg anhalte, was wohl zu ermöglichen wäre, da auch der Durchgangszug 75, welcher kürzere Fahrzeit habe, in Friedberg halte. Die Re­gierung hat dies bereits in Anregung gebracht, doch wird dies kaum von der preußischen Eisenbahnverwaltung zugegeben werden, da Zug 53 schon an und für sich, wie auch durch Mitführung der 3. Wagenklasse, bedeutend schwerer belastet ist und sich deßhalb das kurz aufeinander folgende Anhalte« in Friedberg und Nauheim nicht gut wird ermöglichen laffen.

* * Aus den neuen Bestimmungen betreffs Fahrpreis­ermäßigungen auf den preußischen Staatsbahnen theilen wir im Interesse unserer Leser die folgenden mit: A. Gesell­schaftsreisen. Bei derBewilligung vonFahrpreisermäßigungert an größere Gesellschaften ist der Erhebungsbetrag für jede einzelne Fahrkarte fortan durchweg auf 5 Pfennig aufzurunden (bisher fand diese Aufrundung nur dann statt, wenn der volle Fahrpreis 10 oder 30 Pfennig betrug ober auf 5 Pfennig auslief). B. Akademische Ausflüge. Für akademische Ausflüge wird eine Ermäßigung in der Weift gewährt, daß a) bei Benutzung der 3. Wagenklasse der ge­wöhnlichen Personenzüge, der Militärfahrpreis, b) bei Be­nutzung der 2. Wagenklaffe der gewöhnlichen Personenzüge für die einfache Fahrt der Personenzugspreis 3. Klasse, für Hin- und Rückfahrt der Preis einer Rückfahrkarte 3. Klaffe zur Erhebung gelangt. Bei der Benutzung von Schnellzügen