«w
m.
p
1 Kothe-Haacke.
Pridi.
rs ln»Cawe/.
3825
ht T°n C. k. W*t
* Nachfolger LlÄ- Renten. innnen der höheren
luS Wegen des
■Verein.
U ühr
iirg;
cert
)t€r, Concert- irfe) aus Cassel
m Haydn. 2. Arie ’enade für Streich- eonore „Abscheu- ides (nach Lamar-
»e.
“rhte zu Mk
fobe zu Mk. I-, ing zu haben. - !Iden. 3839
K
mehr.
,Uhr,
-Versammluoz
iDlttigfiirE
Vn'*"!*
(0W*»m b'
W:
ird Wuloko*
ZSK
nu8
und Äs'Ä' iS# w'*’ jlifc u"d btr ** iss® lisenduvS
seller Wwc.
endstern.
Nr. 102
Der tb|«<r Mjdect trennt täglich, ■Ü NuLnahwk bei Äontagi.
Du die^nm: gleeUiteimtit wtxVw bev anjeifn •Mmthd, litieel
Zweites Blatt. Donnerstag den 3. Mai__
Gießener Anzeiger
Kenerat-Mnzeiger.
1894
Ihertrijibriftr
2 ttarf SO W *H Bnngrrlel
D»ch bik Poft
8 Wart 50 W
■*artwn, Iprbth* mb Drucker«:
Amts- ttnb 2lnzeigeblatt fflr den Ureis (Sieben*
«Ä'AX’Äw^° I Hratisörifage: Gießener Kamitienölättn.
Feuilleton.
Frankfurter Lheaterbries.
(Nachdruck verboten.) Die Jugend. Der Misanthrop. Vergangeuheit. Niobe.
Die neue Durchlaucht.
Dr. M. Die interessanteste Novität deS letzten MonatS war im Frankfurter Schauspielhause unstreitig Max Halbes „Jugend", obschon daS Stück eS nie zu lärmenden TageS- erfolgen bringen wird. Halbe hat bis jetzt den „Eisgang" und den im HanS SachS'schen Tone gehaltenen „Amerika- sahrer" veröffentlicht. Der kaum Dreißigjährige wird auf der Bühne schwer Fuß fassen, denn der Kunstwerth seiner Dramen beruht eben in einer Reihe von Eigenschaften, welchen man bisher keine Loulissenwtrkung zugetraut hat, für die sich erst allmälig ein Publikum heranbilden muß.
Max Halbe ist ein großer Meister der Stimmung. Alle die lyrischen Halb- und Vierteltöne, die einer Situation anhaften, werden von ihm mitgegriffen. Früher verstand man unter „Stimmung" im Allgemeinen da-, was der Dichter auS eigenen GmpfindungS- und Anschauungsmitteln beisteuerte, in die Situation hineintrug. Halbe trägt nichts hinein: Dinge und Menschen reden bei ihm ihre eigene, ganz individuelle Sprache. Diese individuelle Sprache der Menschen auf der Bühne haben zuerst Grabbe und Hebbel versucht, aber sie sahen dabei immer auf Ausnahmenaturen, auf problematische Eharactere, psychologische Räthsel, wogegen die moderne Kunst sich den Menschen aus dem Durchschnitt zuwendet, die weder unter noch über dem normalen Maß stehen.
„Jugend" von Max Halbe ist weder ein Thesenstück, noch ein Zeitbild, noch eine Characterftudie, — es ist eine Episode auS dem Alltagsleben, die weder allgemeine Betrachtungen, noch weite Perspectiven zuläßt. Aber jede Person wächst auS ihrem Milieu heraus, und die ganze Atmosphäre, in welcher diese Menschen athmen, gibt sich in jeder Scene
zu erkennen. Für die Herstellung der Untergrundsstimmung besitzt Halbe so viel angeborenen Tact!
„Jugend" verlangt ein brillantes Ensemble. In der Hauptsache wurden die Anforderungen, welche das Werk an die Darstellung richtet, von den Frankfurter Künstlern befriedigt.
MolisreS „Misanthrop" hat man auch wieder einmal hervorgesucht, und zwar in der Ludwig Fulda'schen Bearbeitung, in welcher sich diese französische Charactercomödie wohl dauernd auf allen deutschen Theatern einbürgern wird. Der Dichter des „Talisman" ist ein feiner VerSkünstler und vor Allem versteht er sich auf den Geist von Originalen!
In Frankfurt können die Damen und Herren Moliäre noch spielen, ganz besonders zeigten dies Frl. Gründel und Herr Wallner, welchen die Rollen der „Celimene" und des „Alcest" überwiesen worden waren. Herr Wallner hatte in der „Jugend" so etwas wie einen Cretin zu spielen. ES war bewundernSwerth, wie er diese schwierige Aufgabe löste. Herr Wallner, welcher in Frankfurt den Oswald in Ibsens „Gespenstern", den „Robert Heinecke" in der „Ehre" und den „Willi Janikow" in „Sodoms Ende" creirt hat, wird mit seinem Scheiden vom Frankfurter Kunstinstitut eine sehr schwer auszufüllende Lücke in das dortige Ensemble reißen.
„Vergangenheit" ist daS Schauspiel einer Dame. ES ist noch kein Jahr her, daß in dem „Räuber" von E. Mentzel gleichfalls ein weiblicher Autor das Wort erlangt hat. Vorurtheile scheint also die Intendanz erfreulicher Weise nicht zu kennen, aber zu bedauern bleibt eS, daß in solchen Fällen, wo eS endlich einmal einer Frau gelungen ist, die hundert großen und kleinen Hindernisse zu beseitigen, kein voller, unantastbarer Sieg erfochten wurde.
Es gab einen anständigen, regelrechten Achtungserfolg, aber das große Staunen über ein neuentdecktes Talent wollte sich nicht einstellen.
„Vergangenheit" von Frau Brachvogel wurzelt zu sehr in der Leclüre, weniger im frischen Leben. Daß der Mensch den Schatten seiner Vergangenheit nicht los wird,
mag er auch den alten Adam völlig abgestreift haben, diese These wird hier an einem concreten Beispiel, an einem Frauendasein nicht ohne Bühnengeschick entwickelt. Man merkt die Schule von Sardou und Dumas!
Frl. Frank und Herr Schneider hatten die Hauptaufgaben zu lösen.
„Niobe" ist ein toller Schwank, eine lustige Farce, welche Blumenthal aus dem Ursprungsland von „EharleyS Tante" bezogen hat. Gegen das mit satirischen Anspielungen gewürzte OpuS „Niobe", daS vielleicht in der Operette „Die schöne Galathee" stofflich so etroaß wie einen Vorläufer hat, ist aber die mit einem Rundreisebtllet für alle deutschen Bühnen versehene „CharleyS Tante" ein plumpes, langweiliges Machwerk.
Herr Ewald Böcker, auS Solingen gebürtig, lebt seit einer Reihe von Jahren in Frankfurt als Lehrer an der Elisabethenschule, hat verschiedene DortragScyclen vor einem aus Damen und Herren bestehenden Auditorium abgehalten und sich auch schon verschiedene Male als dramatischer Dichter vernehmen lassen. Von seinen früheren Bühnenarbeiten steht unS noch am kräftigsten in Erinnerung der „Burggraf Friedrich" (81), welche den inneren und äußeren Sieg deS ersten Hohenzollern über den widerspenstigen märkischen Adel vorführt.
Wildenbruch mit seinen „Quitzows" hat nun freilich auf diesem Terrain den ersten Platz gewonnen, und der „Burggraf Friedrich" Ewald BöckerS wird schwerlich mit den historischen Schauspielen Wildenbruchs in die Schranken treten wollen!
„Die neue Durchlaucht", das Schauspiel, welches vor einigen Tagen in Scene gegangen ist, bewegt sich in ganz flotten Ereignissen und Vorfällen, und würde vielleicht im Stande gewesen sein, das Publikum nachhaltiger zu fesseln, wenn „Der geheime Agent" von Hackländer, der sich noch immer, und mit Recht, auf Hof- und Stadtbühnen behauptet, das Interesse für derartige Stoffe nicht längst vorweg genommen hätte.
Keikgeöotenes.
Für Herren, «onssrmanden und Knaben empfehle:
Kurkin- u FmmkriiWlsk in schöner AuSwahl bei billigen Preisen.
Julius Buch, Mäusburg IO.
3784) Mehrere Malter Kartoffeln 1 (Imperator, Hagnuin bonuni) verkauft 8. Schmidt 1., ,
__Wolistraße 8, 3. Stock.
Sämmtliche Kurzwaare«!
find wieder in vorzüglichen Qualitäten zu bekannten billigen Preisen vorhanden.
Watten für Schneider wieder eingetroffen. 3769
A. Werner,
Ecke der Neuen Baue u. Sonnenstr. ’
WT Lacktrte Mödcl WS dauerhaft und geschmackvoll gearbeitet, oorräthig bei 3612
Kar» Zimmermann, Neuenbäue 1b
XXDOOQOOOOOOOOODOO
Zchaickllktt-Roulkaur 8
1 liefert in geschmackvoller Aus- n , führung zu billigen Preisen O
Krnst Zäloedner n
s 3373] SelterSweg. O
5DOOocoQoaooaoocao Gandersheimer Sanitätskäse.
Riedei l.: «. ». Kleinben« Bahnborstr
Irische Schellfische etc.
1603 im „Rebstock-.
Reichhaltige Auswahl aller Arte« Kinderwagen stets das Neueste, Zweckmäßigste und Solideste |
zu billigsten Preisen.
A. Kilbinger j
Seltersweg 19. (1953)
♦ Zug-Jalousien ♦
0 und ♦
Z Holzdraht-Rouleaux ?
® nach neuester Construction ♦
♦ liefert zu Fabrikpreisen 3374 <
• Ernst Bloedner *
D Selterswea. D
QlzemS Kaffec Cstenz
ist anerkannt der feinste, ergiebigste und billigste Kaffee-Zusatz, wovon fich jede Hausfrau im eigensten Interesse überzeugen wolle.
In Packeten von y< Pfund ä 18 Pfg.
Diese Packcte enthalten gleiche Qualität und Inhalt wie die Dosen und verdienen der billigeren Verpackung wegen den Vorzug.
In Gießen zu haben bei Hch. Bestoss II., Sllicrstraße, «berh. Dort, Walllhorstraße, PH. Herrmann, Seltersweg, L. Salkhof, Westanlage, L. Koblermann 11., Neustadt,
W. MontanuS, Marktstraße, E. Roth 11., Walllhorstraße, Si. Lidladack» Nachf., Ludwigsplatz, W Lchomber, Neuen Baue, C. Schulte II., Schiklerftraße.
Aug. Monlamis Nacht
Inh.: R. & M. Imheuser
10 Markt GIESSEN- Markt 10.
3kWr Um unser Lager in Jackett* vollständig zn räumen, verkaufen wir dieselben za bedeutend ermässigten Preisen. [3663
Gleichzeitig zeigen wir den Eingang von
Neuheiten in Staubmänteln und Spitzen - Capes an.
■M Große Auswahl MW»
Sonnen- und Regenschirme
eingetroffeu zu billigen Preisen.
3767 A. Fangmann Wwe., Bahnhofstraße 29.
Zur Confirmation
empfehle mein Lager in Gesangbüchern von den billigsten bis zu den feinsten Einbänden, sowie Confirrnations-Ora- tulationskarten in großerAuswahl. 2752
Wilhelm Klee, MarkMrafie 2.


