Ausgabe 
2.12.1894 Erstes Blatt
 
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und Prinzessinnen die Schlußsteinlegung für das ReichStagögebäude stattfindet. Unter den geladenen Personen führt auch derReichßanzeiger" den Fürsten Bismarck auf. DaS StaatSminifterium ist heute Mittag zu einer Sitzung zusammengetreten, in welcher dem Vernehmen nach die Börsenreformvorlage berathen wurde.

Berlin, 30. November. Heute früh um 7 Uhr wurde der soctaldemokratische Reichstagsabgeordnete Stadthagen von zwei Criminalbeamten aus seiner Wohnung geholt und nach Plötzensee zur Verbüßung einer vterüionatlichen Gefängniß- strafe gebracht.

Berlin, 30. November. Wie aus Petersburg gemeldet wird, find die in auswärtigen Blättern verbreiteten beunruhi­genden Nachrichten über das Befinden des Großfürsten- Thronfolgers unbegründet.

Barzi», 30. November. Fürst Bismarck hatte eine gute Nacht und befindet sich den Verhältnissen entsprechend wohl. Die Zahl der Beileidstelegramme beläuft fich auf etwa 1100.

Kol«, 30. November. DieKöln. Ztg." meldet, stehe eine Reorganisation der offictösen Presse bevor. Minister v. Köller handle dabei im vollen Einver- ständniß mit dem Reichskanzler. Der RegterungSaffeffor Sachs, der bisher im literarischen Bureau deS Ministeriums für Elsaß Lothringen beschäftigt war und nach Berlin berufen w»rde, sei zur Ausführung der betr. Pläne ausersehen.

Wien, 30. November. Der berühmte Photograph Prof. Fritz Luckhardt ist heute gestorben.

Rom, 30. November. Nach Ankündigung, daß in Mailand ein revolutionäres Manifest an das italienische Volk eircultre, hat CriSpi Befehl gegeben, alle Wohnungen ver« dächtiger Persönlichkeiten abzusuchen und deren Papiere in Beschlag zu nehmen. Mehrere Verhaftungen sind vorgenommen worden. Die Stadt ist in großer Aufregung.

Paris, 30. November. Heute wurden zwei wettere Di- rectoren hiesiger Spielhäuser in Haft genommen.

Madrid, 30. November. In den Cortes rief der Republikaner Salmeron einen heftigen Zwischenfall durch die Aeußerung hervor,das ganze parlamentarische Regiment sei verdorben und bestechlich, sodaß die Republikaner gewalt­same Mittel anwenden müssen, um ihre Ideale zu verwirk­lichen." Salmeron verweigerte auf die Bemerkung des Präsidenten, ob er die von ihm ausgesprochenen Drohungen gegen die Monarchie weiter ausspinnen wolle, die Antwort. Der Minister Abarzuza sandte Salmeron seine Zeugen.

London, 30. November. Die Polizei hat nunmehr ent­deckt, daß der Urheber des Bomben-Attentats in Tilmhstreet nach dem Continent entfloh; sie glaubt auf seiner Spur zu sein.

London, 30. November. Hier eingetroffene Privattele­gramme bestätigen, daß Japan auf 50 Millionen Krtegs- kosten-Entschädigung besteht.

London, 30. November. Nach einem Telegramm der Central News" sollen die Chinesen den Fenshin-Paß bis zur Verzweiflung vertheidigt haben. Den Japanern gelang eS erst nach einer sehr heftigen Beschießung, die chinesische Stellung am Passe zu erstürmen.

London, 30. November. DerStandard" veröffentlicht einen Aufsehen erregenden Artikel, betreffend dievonJapan geforderte Kriegsentschädigung. Es wäre möglich, sagt das Blatt, daß Japan durch die Abtretung einiger Inseln zufriedenzustellen ist, wodurch die Integrität Chinas nicht verletzt werde. Die Idee einer enormen Kriegsentschädigung sei lächerlich, weil China dieselbe nicht bezahlen könne und die europäticheu Börsen unter den gegenwärtigen Umständen China kein Geld vorschießen. Man muß das von allen Mächten angenommene Prtncip anerkennen, daß, obgleich die chinesische Regierung ihre Unfähigkeit bezahlen müsse, die Existenz des chinesischen Kaiserreiches keinesfalls bedroht werden darf.

Loudon, 30. November. Wie aus Shanghai ge­meldet wird, soll die chinesische Regierung beschlossen haben, den Hafen von Nanking und den Landungsplatz Hanoi dem Welthandel zu öffnen.

Cocaie« wnb Provinztelle».

Bietzen, den 1. December 1894.

* Der 300 jährige Geburtstag Gustav Adolfs wird, wie überall in evangelischen Landen, so auch in unsrer Gemeinde am Sonntag den 9. December festlich begangen werden. Am Vormittage finden sowohl in der Johannes- wie in der Stadtkirche Festgottesdienste statt, wobei die Bedeutung des Tages zur Geltung kommt, und am Abend wird eine vom Evangelischen Bund veranstaltete Feier in Steins Garten abgehalten werden, wobei Herr Professor D. Krüger die Fest­rede halten und der Ktrchengesangverein mitwirken wird.

Gießener Omnibus Gesellschaft. Mit dem heutigen Tage werden die von uns schon kürzlich erwähnten Abonne- «ent-Fahrschein-Hefte der Gießener Omnibusgesell­schaft dem Verkehr übergeben. Jedes Heft enthält 50 Fahr­scheine, welche bis zum 1. Juli 1895, also über ein halbes Jahr, gültig sind. Die Fahrscheine sind nicht etwa nur per­sönlich gültig, sondern können beliebig für verschiedene Per­sonen verwandt werden. Die Schaffner reißen die Scheine aus dem Heft heraus, markiren dieselben und geben sie dem Fahrgast als Legitimatton bei stattfindender Controlle zurück. Um unsere Leser vor Schaden zu bewahren, machen wir aus­drücklich darauf aufmerksam, daß einzelne bezw. aus dem Heft bereits losgetrennte Fahrscheine ungültig sind. S. a. Jnseratentheil.

** Das Personal BestandS-Berzeichniß der Universität ist soeben erschienen und zum Preise von 20 Pfg. bet Herrn E»rt von Münchow zu haben.

♦♦ Tod auf der Reise. Heute Morgen verstarb im Dartesaal des hiesigen BahahofS ein fünf Jahre alter

Waisenknabe aus Alsfeld, welcher unter Aussicht eines Verwandten in eine Heilanstalt nach Darmstadt gebracht werden sollte.

* DaS Panorama in den Renen Bäuen wird von heute ab eine Serie ausftellen, welche des besonderen Interesses gewiß ist. Die Ansichten stellen die Schlösser Herrenchiemsee, Neuschwanstein, Linderhof, Hohenschwangau und Berg dar. Die photographischen Aufnahmen des Panoramas sind in plastischer Klarheit hergestellt, der Glanz des Marmors, sowie der Schimmer der Farben bei den Teppichen, Wänden und Gemälden ist ungemein natürlich. Dieser Cyclus ist neu angefertigt und wird hier zum ersten Mal ausgestellt.

Vom^ 1. December ab wird die Gewichtsgrenze für Postpackete im Verkehr mit Großbritannien und Irland, o wte mit einer großen Anzahl britischer Colonien von 3 Kilo- gramm auf 5 Kilogramm erhöht. Die Taxe für Postpackete nach Großbritannien und Irland beträgt vom gleichen Zeit­punkte ab einheitlich für alle Packete bis zum Gewicht von 5 Kilogramm auf dem directen Wege über Hamburg oder Bremen und zur See 1 Mk. 50 Pfg., dagegen bei der Leitung über Belgien 1 Mk. 70 Pfg. lieber die Einzel­heiten der im Packetverkehr mit den britischen Colonien ein- tretenden Aenderungen ertheilen die Postanstalten auf Ver­langen Auskunft. Ferner wird vom gedachten Zeitpunkte ab daß Porto für Postpackete nach Mexiko von 3 Mk. auf 2 Mk. 40 Pfg. für jedeß Packet herabgesetzt, ohne daß in den sonstigen Versendungß - Bedingungen Aenderungen eintreten.

* Der Getreidemarkt. (Berichtßwoche vom 22. biß 28. November.) Auf dem deutschen Getreidemarkte machte sich vorwiegend Lustlosigkeit und matte Tendenz geltend, die wieder etwas besser lautenden Berichte aus Nordamerika sind auf den deutschen Getreidemarkt fast ganz ohne Einfluß ge­blieben. Im Weizen wie Roggen war der Verkehr äußerst träge, die Preise blieben im Allgemeinen dieselben wie in der Vorwoche. Auch in Hafer war das Geschäft nur ein höchst beschränktes. Preisnotirungen an der Berliner Pro- ductenbörse: Wetzen (per 1000 Ktlogr.) von 121138 Mk., Roggen von 111116 Mk., Hafer von 108142 Mk., Gerste von 92180 Mk.

A Mucke, 30. November. Ein Einwohner von Ober- Ohmen, der früher in guten VermögenSverhältniffen gelebt, aus dem aber durch das Uebermaß des BranntweingenusseS ein Rückwärts geworden, kehrte vorgestern Abend in eine hiesige Wirthschaft ein. Da derselbe stark bezecht, verbrachte man ihn zur Nachtruhe in einen Stall. Als man am Morgen nach ihm sah, lag er entseelt da. Heute wurde seine Leiche nach Ober-Ohmen verbracht.

§ AuS Oberheffeu, 30. November. Wie sehr Groß- herzogliche Sta atSregierun g darauf bedacht ist, den Landleuten, die durch den vorjährigen Futternothstand schweren wirthschaftlichen Schaden erlitten, helfend beizutreten, geht wiederum daraus hervor, daß dieselbe eine Stundung der fälligen , Beträge für von den Nothstandscommissionen bezogenen Waaren bis zum December 1895 gegen die ge­ringe Vergütung von zwei Procent gewährt hat. Zweifellos wird von dieser Gewährung vielfach Gebrauch gemacht, da die Einnahmequellen im landwirthschaftlichen Be­triebe sowohl durch den decimirten Viehstand, als auch die außerordentlich niedrigen Fruchtpresse zurückgegangen sind. Hierzu kommt aber weiter noch die fällig gewordene Be­zahlung für bezogenes Streulaub aus den Domanial- und Gemeindewaldungen. Zu welch hohem Betrage sich dieser massenhafte Bezug von Laub trotz der billigen Abgabe beläuft, erhellt daraus, daß manche Gemeinden eine Summe von über 2000 Mk. für Streulaub zu berichtigen haben.

A Mainz, 30. November. Als Finale des elften deutschen Bundesschießens fand gestern Abend die Schlußabrechnung sowie die Beschlußfassung über die Ver­wendung des sich auf mehr als Mk. 50 000 belaufenden Ueberschusses statt. Bezüglich des letzteren beschloß man einstimmig, denselben folgendermaßen zu vertheilen: Mk. 34000 an die Mainzer Schützengesellschaft, Mk. 500 an den Aerzte- Verein, Mk. 300 an den Altceveretn, Mk. 500 an das Comite für das Herzog Ernst-Denkmal in Coburg, Mk. 500 an die Deputation für Armenpflege Mk., 500 an das Comttö für das Großherzog Ludwig IV. Denkmal in Darmstadt, Mk. 100 an die Gesellschaft zur Rettung von Schiffbrüchigen, Mk. 500 an den Elisabethen Verein, Mk. 800 an den evan­gelischen Hilfsverein, Mk. 1000 an den Verein für Ferien­colonien, Mk. 500 an die Franziskanerinnen, Mk. 300 an den vaterländischen Frauenverein, Mk. 200 an den Frauen­verein der freireligiösen Gemeinde, Mk. 300 an den israelitischen Waisenverein, Mk. 200 an die Kleinkinderbewahranftalt, Mk. 1000 an den Verein für Volkswohlfahrt, Mk. 300 an die Pensionsanstalt deutscher Journalisten, Mk. 500 an die Unterstützungskasie des Mainzer Journalistenveretns, Mk. 8000 an den Mainzer BerschönerungSverein für ein bleibendes Denkmal, Mk. 500 dem Vincenz - Verein und Mk. 500 an die Waisenkinder für WeihnachtSbescheerung.

Fürth i. O., 30. November. Dem Landwtrth K. im benachbarten Scharbach biß voriges Jahr ein Pferd buch­stäblich den Daumen ab. Letzte Woche nun hieb sich der Mann beim Holzspalten selbst an der gleichen Hand drei wettere Finger ab, so daß er jetzt nur noch einen Finger an dieser Hand übrig hat.

vermischter.

* Berlin, 29. November. Dreihundert Nacht­wächter processtren gegen die Stadt Berlin wegen Anspruch auf ihren bisherigen Gehalt und Rückzahlung der bisher geleisteten Jnvaliditätsbeiträge. Den Rtesenproceß für die Wächter, von denen jetzt wiederum eine große Zahl, namentlich in der 6. und 7. Polizeihauptmanuschaft, zum 1. Januar 1895 gekündigt find, führt der Rechtsanwalt Dr. Munckel.

* Essen, 29. November. Auf der ZecheHugo 2" bei Buir erfolgte gestern Abend gegen 10 Uhr eine Gas­explosion im Kohlenlager. Bier Arbeiter wurden getvdtet, sieben schwer verwundet.

* Hamburg, 30. November. Vor des Wunder- doctors Hauß in Radbruch verstarb gestern ein Hamburger Feuerwehrmann am Herzschlag, als er sich durch eine Menge Harrender drängte, welche der Schäfer Ast Tags vorher nicht vorgelassen hatte. Dienstag findet vor dem Schöffen­gericht Winsen die Verhandlung gegen den Wunderdoktor statt, die hoffentlich eine Beendigung beß Unfugs her­beiführt.

Braunschweig, 28. November. Die, wie s. Zt. ge­meldet, zum Tode verurtheilten Kindesmörderinnen Sobirey und Pinczak sind vom Regenten zu lebenslänglicher Zucht­hausstrafe begnadigt worden.

* AuS Thüringen, 28. November. Der Leichen- Verbrennungsofen in Gotha wurde in letzter Zett stark in Anspruch genommen. Im Ganzen wurden bißher 1420 Leichen seit der Eröffnung deß Crematoriumß im Jahre 1878 verbrannt- im ersten Jahre 17, 1891 und 1892 je 162, 1893 152 und in diesem Jahre biß jetzt 118.

* Eine Gallerte der Berühmtheiten von heute und ehedem, auß den verschiedensten Ländern und Nationen müßte für jeden Beschauer reizvoll sein. Aber wo sie finden, wie sie bequem beschaffen? Biß heute hätten wir eine solche Frage nicht zu beantworten gewußt, jetzt aber können wirß, nachdem wir gesehen haben, daß in der ihrer Vollendung mit Rresen- schritten entgegengehenden Neuauflage von Joseph Kürschners Quartlexicon" auch daß Porträt im Anhang in originellster Weise Berücksichtigung gefunden hat, daß man diese Abthei- lung deß practischen Buchs als eine ArtKaftans Pan­optikum u. z. im Buchdruck" bezeichnen kann. Ueber 600 hervorragende Männer, daneben eine Reihe berühmter Vertreterinnen des schönen Geschlechts, treten uns da ent­gegen, in hübschen Miniaturporträts, jedes einzelne für den besonderen Zweck gezeichnet und alle sorgfältig zum be­quemsten Finden alphabetisch aneinander gereiht. Auch was wir von den anderen Illustrationen gesehen haben, ist glücklich gewählt, gut ausgeführt, und höchst amüsant anzufehen, so die mehr als 500 Wappen von Staaten und Städten, die von Vielen so heiß ersehnten Orden, die hier freigebigst dargebracht werden, die Flaggen, mythologische Figuren, Costümbilder, Bauwerke rc. rc. Demnächst werden wir den Lesern noch eingehender von dem nützlichen Buche be­richten, denn unsere neulich angedeuteten Unterhandlungen sind so gut wie zum Abschluß gebracht, und wir werden somit in der angenehmen Lage fein, unfern Lesern Kürschners neues Lexicon rechtzeitig für die Befriedigung der WethnachtS- bedürfnisse zugänglich machen zu können. Der nunmehr endgiltig festgestellte Preis ist eine Ueberraschung für sich.

Sd?iffsnad?rid?tem

Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agenten Carl Loos und I. M. Schulhof.

Bremen, 29. November. (Per transatlanttschen Telegraph.1 Der Schnelldampfer Lahn, Capt. H. HellmerS, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher em 20. November von Bremm und am 21. November von Southampton abgegangen war, ist gestern 9 Uhr Abends wohlbehalten in Newyork angekommen.

Berichtigung.

Bremen, 29. November. sPer ttansatlantifchen Telegraph.! Der Postdampfer Stuttgart, Capttän D. Köhlenbeck, vom Nord­deutschen Lloyd in Bremen, welcher am 11. Nooembw von Bremen abgegangen war, ist am 27. November, 11 Uhr Vormittags, wohl­behalten in Newyork angekommen.

Vrodpreise

vom 2. Dezember bis 16. Dezember 1894

Der hiesigen Bäcker.

1 Kg (2 Pfd.) Tafelbrod......24 Pfg.

bei Carl Wallenfels II......25

2 Kg. (4 Pfd.) Tafelbrod......48

bei Carl Wallenfels II.......50

1 Kg. (2 Pfd.) Weißbrod......22

2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrod......44 ,

1 Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrod......20 ,

Roggen-Schwarzbrod bei Ernst Muth 19

2 Kg. (4 Pfd.) ......40 ,

Roggen-Schwarzbrod bei Ernst Muth 38 _

3 Kg. (6 Pfd.) . . ... 60 ,

Der auswärtigen Bäcker.

1 Kg. (2 Pfd.) Weißbrod bei Aug. Deibel von Wieseck 22 Pfg.

2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrod bei Gg. Ant. Heuser Gr.-Linden 36 Aug. Deibel von Wieseck 44

2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrod b. Gg. A. Heuser Gr.-Linden 34 Joh. Kd. Veite v.Kirch-GönS, 36 F. Schön v. Ruttershausen 38 Aug. Deibel von Wieseck u.

W. Steinmüller v. L.-Göns, 40 ,

3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrod b. Balth. Christ Ww. v. Wieseck 60 w Der »rodverkäufer.

1 Kg. (2 Pfd.) Weißbrod......22 Pfg

2 Kg. (4 Psd.) Weißbrod......44 ,

1 Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrod......20 ,

2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrod ...... 40

3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrod......00 ,

Gießen, den 1. Dezember 1894.

Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius.

Derfel?r, Canb* unö volkrwirth schäft.

Glitzer», 1. Dezember. Marktbericht- Auf dem heutigen Woche nm ar kt kostete: Butter pr. Pfd. X 1.001,10, Hühnereier pr. Stück,7-8 4. 2 Stück -4, Käse pr. 6t. 4-84, Käsematte pr. 6t 8 4, Erbsen pr- Liter 16 4, Linsen pr. Liter 28 4, Tauber, pr. Paar X 0,700,90, Hühner pr- Stück x 0.851 00, Hahnei, pr. St. 0,701.20, Enten pr. 6t X 1,401,80. Gäusepr-Pfd. 4455, Ochsenfl. pr. Pfd. 76-80 4, Kuh» u Rindfl pr.Pfd. 4658 4, Schwein-- fleisch pr. Pfd. 6676 4, Kalbfleisch pr. Pfd. 6870 4, Hammel­fleisch pr. Pfd. 6070 4, Kartoffeln pr. 100 Kilo 3,605,00 X. Weißkraut pr. Stück--4, Zwiebeln pr. Centn er 3,003,50 X,

Milch pr. Liter 1620 4, Enteneier 2 St 4, Gänseeier 4