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1.5.1894 Zweites Blatt
 
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1894

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Und damit drückte der alle Herr die Thür hinter sich zu. Freilich, auf Ernst hatte seine Rede nicht den mindesten Eindruck gemacht, denn dieser blickte noch auf die Photographie, welche im rosenumwundenen Renaissancerahmen auf seinem Toilettentische stand, und dachte daneben höchstens noch über die Farbe der Halsbinde nach, die er für den heutigen Besuch wohl wählen solle. Endlich entschloß er sich für rosinfarben,

Um ein Haar.

Humoreske von W. Anthonn.

Nachdruck verboten.)

Des Menschen Wille ist sein Himmelreich. Wenn Dir nun einmal nicht zu rathen und zu helfen ist, dann meinet« wegen werde Pantoffelheld! O, ich fehe Dich in meines GeisteS Augen ordentlich vor mir: wie Du mit Deiner Agnes ästhetische Thee- und Leseabende besuchst, anstatt mit Deinem Onkel und dessen Hausfreunden Dich zu einem rechtschaffenen Scat zu setzen, wie Du Deiner Schwiegermutter den MopS auf die Promenaden und in den Milchgärten nachsühren mußt, anstatt mit unS Dich zu einem dauerhaften Frühschoppen in eine anständige Wetnhandlung zu begeben! Du wirst nicht mehr, wie bisher, dem frohen Waidwerk nachgehen, wenn Du Lust und Neigung hast, sondern erst die Erlaubniß Deiner Frau dazu einholen und wenn in der Hauptstadt die Premiere einer neuen Oper bevorsieht, wird in Zukunst Dein alter Oheim allein fahren müssen, während Du für Deine Damen die Abrechnung einer Kleinkinderbewahranstalt nachaddiren mußt, deren Präsidentinnen diese wohlthätige Frauen sind. Junge, Junge, Du thust mir leid! Ist» denn gar nicht mög« lich, Dich abzubringen von diesem Vorhaben?"

Mit dieser in höchster innerer Erregung vorgetragenen Standrede übersiel der alte Rentier Wachter seinen Neffen unb Erben tu der Morgenstunde eben deS schönen Sonntags, an welchem besten feierliche Verlobung mit Fräulein Agnes Sonna in großer Farnilienversammlung verkündigt werden sollte. Aber Ernst hielt dem Alten wacker Stand und mit tiiumphirendem Hinweis auf das allerdings auch in der Photographiebildhübsche" Bräutchen wußte er die Bedenken seines OheimS «bei seiner Agnes als hinfällig zu widerlegen, indem er kurzab behauptete, daß diese nicht bloS von außen, sondern auch von innen heraus schön wie ein Engel sei. Die Liebe bot dem jungen Manne in dieser Entgegnung eine so hinreißende Beredtsomkeit, daß Herr Wachler vor der Un-

Pläne , Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen daselbst zur Em« icht offen, auch sind Formulare für Angebote, die bis zu dem genannten Termin beim Stadtbauamte ein- ^ureichen sind, dort erhältlich.

Gießen, 25. April 1894.

Großh. Bürgermeisterei Gießen.

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mich beneidet."

Ja, das hätte Dir wohl geschmeckt, mich als Zeuge Deines Triumphes um die ganze Stadt zu schleppen. Danke ergebenst. Ich frühstücke bei Martiny und speise Mittags im blauen Affen". Kannst Du von Deiner Schwiegermama Dich loSmachen, so komm auch zum Diner. Beweise mir dadurch, daß Du wenigstens etwas Selbstständigkeit Dir noch gerettet! Als galanter Mann laste ich natürlich Fräulein Agnes bestens grüßen, natürlich inclusive Frau Mama. Lebe wohl, Weiberknecht!"

Gießener Anzeig er

Kenerat-Mzeiger.

summe der ihm geschilderten weiblichen Tugenden7dewüthigltch um Verzeihung hätte bitten wüsten, wäre er nicht eben der eingefleischte Weiberfeind gewesen, der er nun einmal war.

Ich habe meine Zustimmung freilich mir abschwatzen lasten," brummte er,allein ich bereue es aufrichtig. Gieb Acht, Dir werden die Augen aufgehen, wenn eS zu spät ist. Vor der Hochzeit sind alle Evatöchter die reinen Engel und haben bei Euch verliebten Narren leichtes Spiel aber hinterdrein kommt« anders, und dteS kleine Spitznäschen, das so keck in die Wdlt hinausschaut, sowie dieses scharf vor­springende Kinn deuten weit eher auf Widerspruchssinn und launenhaften Eigenwillen, wie auf unbedingte Nachgiebigkeit, Sanftmuth und all die anderen Charactereigenschasten, welche Du an Deiner Agnes wahrgenommen haben willst. Doch was nützt alles Reden? Bei Dir heißtS wie beim Max in Wallensteins Tod: man sagt, er wollte sterben! Gut denn, ich werde beim Leichenbegängniß pünktlich um acht Uhr erscheinen. Bis dahin Adieu!"

Wie, Onkel? Du willst aufbrechen? Ich hatte mir das so hübsch gedacht, wenn Du Agnes und mich auf die Promenade begleitet hättest. Du glaubst nicht, wie alle Welt

da er sich erinnerte, daß AgneS unlängst ein derartig ge­färbtes Kleid als besonders hübsch gelobt habe. Eine heitere Arie auS dem reichen Liederschätzeglücklich Liebender trällernd, vollendete der junge Mann seine Toilette, bei der ihn sein Oheim heimtückisch überfallen hatte. Noch einen triumphirenden Blick In den Spiegel und auch er verließ daS Junggesellen Quartier, dem er ohnehin bald auf immer Valet zu sagen beschlosten hatte.

Der Weg zu dem elterlichen Hause seiner Angebeteten war bald zurückgelegt und wäre eS noch weit schneller, wenn man ihn nicht da und dort auf der Straße mit einer Gratu- lation aufgehalten hätte. Selbstredend öffnete man fofort. Die gute alte Dame die begüterte Wittwe eines höheren Justizbeamten welche er im Salon antraf, machte nichts weniger, als den beängstigenden Eindruck einer bösen Schwieger- mama. Sie entschuldigtedie AgneS" hundertmal, daß sie mit der Toilette noch nicht fertig sei.

Daran werden Sie sich gewöhnen müssen, lieber Ernst, so sprach sie mit freundlichem Lächeln,beim ersten AuSgang in einer neuen Toilette muß der gestrenge Eheherr stets seine Rechte an den Modeteufel abtreten. DaS ist nun ein­mal unsere Erbsünde und darin macht AgneS keine Aus­nahme! Aber sie hat mirS aufs Gewtsten gebunden, Ihnen das in dieser feierlichen Stunde ehrlich vorauszusagen. Sie sind also gewarnt!"

Es wird damit nicht gar zu arg sein," meinte Ernst, zumal ich von den Rechten eines gestrengen Eheherrn weder eine Vorstellung habe, noch haben will. Allein"

Bevor er feine Rede vollenden konnte, stand AgtteS plotz. lich auf der Thürschwelle,all in ihrer Munterkeit", unb gebot dem Bräutigam mit komischer Grandezza, sich umzu- drehen, um die heutige Hauptperson in dem neuen reseda- farbigen Promenadencostüm pflichtschuldigst zu bewundern, welche jetzt die Ehre haben solle, von ihm der gesammten Stadt als schönste Jubelausgabe vorgeführt zu werden.

(Fortsetzung folgt.)

Berdiugilng.

Tie Lchreiner- und Weist bindcrarbciten, insbesondere das Legen von Riemenbödcn im Webäube der Bürgermeisterei sollen: Freitag den 4. Mai d. IS.,

Vormittags 9 Uhr, auf dem Stadtvauamte, woselbst ArdcttSbeschreibung und Bedingungen offen liegen, vergeben werden. An­gebote auf vorgeschriebenem, beim Stadlbauamte erhältlichem Formular sind dorthin bis zuni genannten Ter- jnine einzureichen.

Gießen, 26. April 1894.

Großh. Bürgermeisterei Gießen.

-748 Gnauth._________

Verdingung.

Tie zur Wiederherstellung des süd­lichen Nebengebäudes und des -rirchcngcbäudcSim städtischen HoSpital erforderlichen Maurer-, Schreiner- und Weistbiuder- arbeiten sollen:

Freitag den 4. Mai l. Js.,

Vormittags 9/a Uhr, duf dem Stadtbauamte verdungen

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Großh. Ortsgericht Gießen-

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