Jahres-Rechn»
Mde md AHchi-
en.
^B°rsta«d.
Gietze« E« tz-üpstch, dkllds 8 Hi, A°P abznDenden itoeleg kä Erscheinen gebeten.
.892;
Achchtsrathes Ach
§2*
ub.
’£’* 81.
W2 hat der Nr. US
«34
Ziehen
jränfter HchW.
Geisel
fester Th*11®' nes sagt innigsten
4880
fiiDn ö
^giment^ne,bC%<.'
itfä.__
i^ukvW itt aui erste h^othei.
tn 24. W\ M.
,. UnivnsüÄs-Rmtamt
Schmitt. iI88
üt.
!, Leilake, folfttnbtn M e Miessante Nachiicht k'" lt |wd, bann fann li n* a das „Glkßmcr XageWalt* a W'ßWWnm^ ourbt blitzt, Sian» Sag ssfi bat verdammt unb m w
h nicht
etz nm W. Wv i*
bte ivtchr Beitrage )UT * Millett »«dlta1™*11®
Re. 125 Erstes Blatt. Mittwoch dm 31. Mai
1893
Ter Gießener Anieiflet erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags.
Die Gießener 9-amirienVkälter werden dem Anzeiger . liriillich dreimal deigelegt.
(Eichener Anzeiger
Kenerat-Mnzeiger.
Bierteljähriger Abanncmentstprei» r 2 Mark 90 Pfg. mit Bruigerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg.
Redaclion, Expedition und Druckerei:
Kchukftratze Ar.7. Fernsprecher 51.
Anits- und Anzergeblutt für den 'Kreis Gieren.
Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Vorm. 10 Uhr.
Gratisbeilage: Gießener Aamilienblätter.
Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen.
Amtliche* Theil.
Bekanntmachung,
betreffend die Reichstagswahlen.
Die Wahlen zum Reichstage sind im ganzen Reiche auf Donnerstag den 15. Juni 1893 festgesetzt.
Die Abstimmung wird um 10 Uhr Morgens beginnen und um 6 Ühr Abends geschlossen werden.
Dieses wird nebst den weiter folgenden Anordnungen, welchen auch für etwaige Ersatzwahlen innerhalb des ersten Jahres nach den allgemeinen Wahlen Geltung beizulegen ist, hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht.
Jede Bürgermeisterei des Kreises mit Ausnahme von Gießen bildet einen Wahlbezirk.
Die Stadt Gießen zerfällt in folgende Wahlbezirke:
Der I. Wahlbezirk:
Asterweg, Ederstraße, Hundsgssse, Lindengasse, Marburgerstraße, Nord-Anlage, Am Rodberg, Schillerstraße, Schottstraße, Steinstraße, Wallthorstraße, Wcserstraße, Wieseckerweg,
ZozelSgasse.
Der II. Wahlbezirk:
An der Bach, Brandgasse, Brandplatz, Braugasse, Damm- ftraße, Diezstraße, Dreihäusergasse, Erlengasse, Kanzleiberg, Kaplaneigaffe, Kirchenplatz und Kirchstraße, Lindenplatz, Moltkestraße, Reuenbäuen, Neuenweg, Ostanlage, Schloßgasse, Schulstraße, Senkenbergstraße, Sonnenstraße, Waagengasse, Weidengasse, Wetzsteingasse, Wiesenstraße.
Der III. Wahlbezirk:
Vismarkstraße, Bleichstraße, Eichgärten, Gartenstrabe, Göthestraße, Grünbergerstraße, Heffenstraße, Licherstraße, Löberstraße, Lonystraße, LudwigSplatz, Ludwigsstraße Rr. 1 bis 46, Am Nahrungsberg, Schiffenbergerweg, Stephanstraße, Südanlage, Wolfstraße und Gemarkung Schiffenberg.
Der IV. Wahlbezirk:
Burggraben, Kaplansgasse, Katharinengasse, Kreuzplatz, Löwengasse, Mäusburg, Maigasse, Marktplatz, Marktstraße, Plockstraße, Rittergasse, Seltersweg, Teufelslustgärtchen, Wettergasse, Wolkengasse.
Der V. Wahlbezirk:
Bahnhofstraße Nr. 1—50, Hammstraße, An der Hardt, Kornblumengasse, Krofdorferstraße, Lahnstraße, Mühlgasse (große und kleine), Neustadt, Rodheimerstraße, Sandgasse, Schanzenstraße, Schützenstraße, Tiefenweg, Westanlage Nr. 22-45.
Der VI. Wahlbezirk:
Alicestraße, An den Bahnhöfen, Bahnhofstraße Nr. 51 bis 93, Frankfurterstraße, Grabenftraße, Klinikstraße, Leih- gesternerweg, Liebigstraße, Ludwigstraße Nr. 47—73, Am Riegelpfad, Westanlage Nr. 1—21, Wilhelmstraße.
Die selbständigen Gemarkungen werden den Bürgermeistereien wie folgt zugetheilt:
Heibertshausen zu Daubringen, Arnsburg zu Eberstadt, Schiffenberg zu Gießen (HI. Wahlbezirk), Hof Albach, Colnhausen und Mühlsachsen zu Lich, Hof-Güll zu Muschenheim, Appenborn zu Odenhausen, Ringelshausen zu Rabertshausen, Hof-Graß zu Rod- Heim, Winnerod zu Bersrod, Bollnbach, Veitsberg und Wirberg zu Saasen, Friedelhausen zu Staufenberg.
Zu Wahlvorstehern bezw. Stellvertretern werden ernannt in Gießen:
I. Wahlbezirk: Beigeordneter Georgi als Vorsitzender, Stadtverordneter Homberger als Stellvertr.
II. Wahlbezirk: Stadtverordneter Keller als Vorsitzender, Stadtverordneter Schmall als Stellvertreter.
HI. Wahlbezirk: Oberbürgermeister Gnauth als Vorsitzender, Stadtverordneter Vogt als Stellvertreter.
IV. Wahlbezirk: Stadtverordneter Jughardt als Vorsitzender, Stadtverordneter Brück als Stellvertreter.
V. Wahlbezirk: Kaufmann L. W. Plank als Vorsitzender, Kaufmann E. Pistor als Stellvertreter.
VI. Wahlbezirk: Stadtverordn. Heyligenstädt als Vorsitzender, Stadtverordneter Simon als Stellvertreter.
In den übrigen Gemeinden hat der Grotzh. Bürgermeister als Wahlvorsteher, der Großh. Beigeordnete als Stellvertreter zu fungrren.
Die Wahl ist in den einzelnen Gemeinden in dem Gemeindehaufe bezw. in dessen Ermangelung im Schulhause abzuhalten und wird
durch die Grotzh. Bürgermeistereien das Nähere noch ortsüblich bekannt gemacht werden.
Gießen, den 29. Mai 1893.
Großherzogliches Kreisamt Gießen.
___________________v. Gagern.__
Gießen, 29. Mai 1893. Betr.: wie oben.
Das Großherzogliche Kreisamt Gießen
cm die Grotzh. Bürgermeister eie« des AreiseA.
Wir beauftragen Sie, unsere heutige Bekanntmachung obigen Betreffs, welcher Sie noch die Bezeichnung des Wahllocals zuzusetzen haben, sofort — spätestens am 6. Juni 1893 — in Ihren Gemeinden, sowie in den Ihnen etwa zugetheilten besonderen Gemarkungen ortsüblich bekannt zu machen. Ihrem Bericht über den Vollzug dieser Anordnung sehen wir unter Angabe des Tages der ortsüblich erfolgten Bekanntmachung zugleich mit der Namhaftmachung des Wahllocals unfehlbar bis zum 8. Juni entgegen.
v. Gagern.
Bekatmtmachmig,
betreffend die vom Ausschuß des landw. Vereins von Oberhessen für das Jahr 1893/94 beschlossenen Geldverwendungen betr.
Nachdem der Ausschuß in seiner Sitzung am 3. Mai l. I. den nachstehenden Voranschlag für 1893/94 genehmigt hat, wird derselbe zur allgemeinen Kenntniß gebracht.
Staatsfonds: Vereinsfonds: ^..Einnahme: JC. JL
1. Ueberschuß aus vorigem Jahre — 2419
2. Zuschuß aus Großh. Hauptstaats
kasse im Ordiuarium 8000 —
3. Zuschuß aus derselben fürHebung
der Rindviehzucht 5200 —
4. Zuschuß aus derselben für För
derung des Obstbaues 600 —
5. Beitrag der Aachen-Münchener
Feuerversicherungs-Gesellschaft — 750
6. Beitrag des Landespferdezuchtvereins — 250
7. Beiträge der Mitglieder —6500
Summa 13800 9919
B. Ausgabe:
1. Bureau, Kasse und Rechnungswesen — 1500
2. Antheile der landw. Bezirksvereine — 2118
3. Kosten der Zeitschrift für die
landw. Vereine — 2600
4. Gehalt des Wiesenbaumeisters 2500 —
5. Für die landwirthschnftlichen
Winterschulen 300 —
6. Beitrag zu den Kosten des
DeutschenLandwirthschastsrathes — 300
7. Beitrag zu den Kosten der Ver
tretung in den Eisenbahnbeiräthen — 100
8. Für Hebung der Rindviehzucht 7000 —
9. Unterstützung der Provinzial-
Fohlenweide 500 —
10. Beitrag zu den Kosten der land- wirthschaftlichen Vorträge 1200 —
11. Für die Haushaltungsschule in
Lindheim 1050 630
12. Zur Förderung der Obst- und
Gemüsezucht H50 —
13. Zur Förderung der Bienenzucht 100 —
14. Beitrag zu denKosten des Laudes
ausschusses — 500
15. Transportkosten der Ausschuß
mitglieder — 300
16. FürunvorherzusehendeAusgaben —1871
Summa 13800 9919
Bemerkungen zur Ausgabe.
Zu 8. Aus dem Betrage von 7000 Mk. entfallen 2000 Mk. für die Zuchrhöfe für Rindvieh der Vogelsberger Rasse,- die übrigen 5000 Mk. erhalten die landw. Bezirks- vereine nach dem im vorigen Jahre angewendeten Ausschlage mit der Maßgabe, daß künftighin Bastard-Bullen nicht mehr prämiirt werden dürfen.
Zu 10. Der Betrag von 1200 Mk. wird dann zu gleichen Thetlen mit je 200 Mk. für jeden landw. Bezirksverein ausgezahlt werden, wenn dem Präsidium der Nachweis der Verwendung erbracht ist.
Zu 11. Zu der regelmäßigen Unterstützung von 680 Mk. treten im laufenden Jahre noch weitere 1000 Mk. zur Deckung der der Anstalt ausnahmsweise im abgelaufenen Jahre entstandenen besonderen Kosten.
Zu 12. Aus dem Betrag von 1150 Mk. dienen 550 Mk. zur Verzinsung und theilweisen Rückzahlung einer für Errichtung des pomologtschen Gartens in Friedberg aufgewendeten, vom Provinzialausschuß verwilligten Summe. 600 Mk. sollen zu gleichen Theilen an die landw. Bezirksvereine gezahlt werden.
Laubach, den 3. Mai 1893.
Der Präsident des landwirthschaftlichen Vereins von Oberhessen: Friedrich Graf zu SolmS-Laubach.
Deutsches Reich.
Berlin, 29. Mai. Der Kaiser wird seine diesjährige Nordlandsfahrt, von der eS hieß, sie sei in Hinblick auf die ernste innere Lage aufgegeben, doch noch ausführen. Wie Mittheilungen aus Berliner Hoskretsen besagen, ist der Beginn dieser Reise zwar noch nicht endgiltig festgesetzt, doch gilt bi» auf Weiteres der 29. Juni als Tag des Antrittes derselben. Die Einzelheiten der Reise sind indessen noch nicht bekannt: gegeben worden.
— Der Abfall des Herrn v. Schor le mer-Alst und seiner politischen Gesinnungsgenossen von der CentrumS- p art ei bildet noch immer das hervorstechendste Ereigniß der Wahlbewegung aus jüngster Zeit. Darüber indessen, welcher Art die Wirkungen dieses Vorganges auf den Bestand des Centrums sein werden, gehen die Meinungen erheblich aus- einander. Während man auf der einen Seite die Ansicht bekundet, die Fronde des westfälischen „Bauernkönigs" gegen die neue Leitung der Centrumspartei werde letztere aufs Tiefste erschüttern und deren baldigen Zerfall mit herbeifllhren, äußert man auf anderen Seiten die Anschauung, daß das Centrum auch fernerhin im Großen und Ganzen intact bleiben- und daß daher die Absplitterung der von Schorlemer-Alst geführten Gruppe keine tiesergreifenden Folgen nach sich ziehen werde. Letztere Meinung dürfte anscheinend das Richtige treffen, wofür schon der Umstand spricht, daß in Westfalen selbst, der Heimath der neuesten Secession innerhalb der Centrumspartei, das Gros der Centrumsleute offenbar auf dem Standpunkte der Parteileitung steht. Dasselbe kann wohl auch von der rheinischen Centrumspartei gelten, denn deren in den letzten Tagen zur Veröffentlichung gelangter besonderer Wahlaufruf schließt sich der officiellen Wahlknndgebung der Centrumsleitung voll an. Auch in dem dritten Hauptsitze deS Centrums, soweit es sich um dessen preußischen Theil handelt, in Schlesien, scheinen die secessionistischen Bestrebungen in der Centrumswählerschaft, wie sie spectell hinsichtlich der Militärvorlage sich in den bekannten Beschlüssen des Vertrauensmännertages von Breslau zeigten, keineswegs Oberwasser gewinnen zu können. Immerhin werden aber doch erst die Wahlen selbst bekunden können, inwieweit man vom Centrumsthurm wird sagen dürfen, daß er trotz der hineingelegten Breschen in seinen Gruudfundamenten doch unerschütterlich geblieben sei.
No-Teste Nachrichten.
Wolffs telegraphisches Torrespondenr-Bureau.
Berlin, 29. Mai. Ueber die Explosion einer Dynamitpatrone in der Kaserne des Regiments der GardeS du Corps in Potsdam brachten gestern die Blätter einen Bericht, nach welchem man ein beabsichtigtes Attentat hätte vermuthen können. Es handelt sich um eine Patrone, wie sie das Militär zum Sprengen von Eisenbahnschienen benutzt, und es ist nach der Untersuchung wahrscheinlich, daß die Patrone schon vor langer Zeit leichtsinnig auf den Futterboden niedergelegt worden ist.
Berlin, 29. Mai. Zwei Amerikaner, ein angeblicher Kürschner Glower aus San Franzisco und Commissionar Harden aus Washington, wurden verhaftet. ES wurden bei ihnen Einbrechwerkzeuge gefunden. Man bringt beide mit den jüngsten Diebstählen bei Juwelieren, sowie mit dem Diebstahl des Portefeuilles des chilenischen Gesandten auf der Fahrt von Verviers nach Köln in Verbindung.
Bremen, 29. Mai. Drei in der Nähe des Weser-Bahnhofs stehende Waarenschuppen sind abgebrannt. Sie enthielten ca. 1000 Ballen Baumwolle, 20,000 Sack Reismehl und 3300 Sack Reis,- der Schaden wird auf ungefähr eine halbe Million geschätzt. Der durch den Brand gefährdete Weser-Bahnhof und andere Schuppen wurden durch die Feuerwehr mit Erfolg geschützt.
Köln, 29. Mai. Die „Kölnische Zeitung" meldet: Nach Belgrader Privattelegrammen deutscher Blätter sollte sich


