He der Schulen von 94 auf 96 gestiegen. Die «chülcr- zahl beträgt 7460. An diesen Anstalten wirkten im vcr- floffenen Jahre 274 Lehrer gegen 248 im vorhergehenden.
»• LebeusmittelPreise Ende Zum 1893. Nach einer Zusammenstellung der Großh. Ccntralfteüe für bie Landes- statistik kosteten:
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Städte mit
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Cctroi Darmstadt
72
60
60
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111-119
Mainz Offenbach
68
50
60
70
60 13,5
12
104-113
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45
50
70
60 13,5
13
121—131
62
56
58
56
60 10,5
10
107—120
Gießen
Städte ohne
65
45
37
69
55 12
11
91—109
Cctroi Bingen Bensheim Fri3berg Alsfeld
65
50
50
68
50
50
40
40
60
40
50
50
60
60
40
70
64
60
60
54
70 12
60 12,5
60 16
60 15,5 — 113,5
11
11
11
15
11
93-110
110-120
99-114
100-120
100-105
Lauterbach
40
40
50
55
50 13
10
120
19
21
21
18
18
19
17
17
16
20
14
5-6 5-6 5-7 5-7 5-6 L 6-7 6-7
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*» In Folge des Mangels einheitlicher deutscher Postwerthzeichen ist im Publikum vielfach die Ansicht verbreitet, daß bei Postkarten mit Antwort die Antwortkarte nur in demjenigen Postgebiete Gültigkeit habe, welchem das eingestempelte Werthzeichen angehört. Diese Annahme ist unzutreffend ; Antworts - Postkarten können bei jeder deutschen Postanstalt zur Einlieferung gelangen.
Obst. Im Gegensatz zu fast allen anderen Gewächsen zeigen die Obstbäume in diesem Jahre einen Reichthum wie seit Jahren nicht. Die reiche Kirschenernte ist bis auf die letzten Sauerkirschen so ziemlich eingebracht und eS beginnt jetzt die Zeit der Frühäpfel, Frühbirnen, Pflaumen u. s. w. Das maffenhafte Abfallen der Früchte infolge der übergroßen Trockenheit hat bereits aufgehört und daS Fallobst ist fast ohne Ausnahme wurmstichig, eine Folge des Sommers, der das Ungeziefer sich ins Unendliche verwehren ließ. Da ist eß Pflicht eines jeden aufmerksamen Baumbesitzers, das Fallobst so rasch wie möglich zu vernichten, soweit eß noch nicht, und sei es auch nur zur Essigbereitung, verwerthet werden kann. Die Maden verlassen nämlich alsbald nach dem Abfallen der Frucht dieselbe, um ihre Entwickelung im Erdboden zu vollenden und alsdann für Nachkommenschaft im nächsten Jahre zu sorgen. Eine weitere dringende Arbeit ist die Abstützung der wegen der täglich dicker werdenden Früchte immer mehr sich senkenden schwerbeladenen Zweige. Man kann jetzt schon in zahlreichen Gärten abgebrochene Aeste bemerken, eine Mahnung für den unaufmerksamen und undankbaren Besitzer, der die kleine Arbeit scheut und lieber Baum und Früchte draufgehen läßt. Aber auch wenn die Aeste daS Gewicht ertragen, so verliert der nicht gestützte Baum völlig die gefällige Form, welche er auch in späteren Jahren nicht wieder erhält. Dabei ist die Arbeit deS Abstlltzens der Bäume eine nicht besonders umständliche, einige Bohnenstangen mit Querhölzern unter die äußeren Zweige und eine kräftige Stange am Stamm hinauf, um die inneren und die Kronenzweige daran zu binden, wird in den meisten Fällen genügen. Es ist aber die allerhöchste Zeit, diese Arbeit vorzunehmen.
Vermißtes.
♦ Marburg, 27. Juli. Während einer heute Morgen abgehaltenen Felddienstübung wurde der Jäger Sch ul z verhaftet und unter militärischer Bedeckung in das Garnisons- gefängntß eingeliefert. Wie man hört, hat derselbe sich gestern, während er auf Scheibenwache war, eines schweren Verbrechens dadurch schuldig gemacht, daß er etwa dreißig scharfe Patronen, die er sich auf bislang unbekannte Weise verschafft hatte, auf dem Scheibenstande, im Walde u. s. w. verschoß. Gelegentlich seiner Verhaftung soll Sch. Drohungen gegen Vorgesetzte ausgestoßen haben. Sch., früher Oberjäger, war schon einmal wegen Mißhandlung von Soldaten zu Festungshaft und Degradation verurtheilt.
* Vogelmord im Großen. Aus Rheinau, 22. Juli, berichtet man der „Straßburger Poft": Seit zwei Tagen werden hier noch Stare gegeffen. 7000 Stück hat der Fischer Schmutz aus Straßburg in unserem Brunnenwasser in einem Netz auf einmal gefangen. Ungeheuere Mengen dieser Thierc bringen die Nacht aus dem Schilf unseres BrunnenwafferS zu. ES wird nun in der Nähe dieser Stelle ein großes Netz angebracht, welches nach hinten und nach den Seiten bis in daS Waffer herunterhängt und nach vorn mit hohen Stangen offen gehalten wird. Morgens gegen 8 Uhr iverden dann die Vögel in das Netz getrieben. Einige Treiber, 4 bis 5 Mann, waten durch daS niedrige Waffer und treiben die schlaftrunkenen Thiere von Schilfrohr zu Schilfrohr in daß Netz. Sobald eine genügende Anzahl Vögel unter dem Netze sitzt, werden die vorderen Stangen heraußgezogen, das Netz fällt herunter und die Vögel sind gefangen. ES unterliegt keinem Zweifel, daß die Vögel am Tage in der Erntezeit großen Schaden anrichten. Dies hat in unserer Gegend schon manche Gemeinde erfahren. Tausende von Vögeln gehen bei dem Fange neben dem Netze durch, und für diese muß der Bauer daß Futter hergeben.
* Eiae acht „großstädtische" €«ne gab eß in einer der letzten Nächte in einem zwischen Dreßden und Löbtau liegenden engen Gäßchen zu beobachten. Ein Schmiedegeselle hatte deß Guten zu viel gethan und war in erwähntem Gäßchen liegen geblieben. Daß wäre nun nicht so schlimm gewesen, denn über den Schlafenden hätte man hinwegfteigen können, — trenn daß der große Köter zugegeben hätte, welcher seinen Herrn begleitet hatte und nun treu bewachte. Nachdem zahlreiche Personen an der Stelle wieder umgekehrt
waren, kam man auf den Einfall, den Schlummernden von einem Fenster aus mit einer langen Stange zu kitzeln, da er durch Rufen nicht zu wecken war. Daß hat denn auch geholfen und die „Sperrung" deß Gäßchenß beseitigt.
♦ Die Diäten der Abgeordneten. In einem dieser ageT erschienenen englischen Blaubuche werden die Diäten zusammengestellt, die bei den verschiedenen Parlamenten in Geltung sind. Danach werden die höchsten Diäten von den Vereinigten Staaten und von Frankreich gegeben. Die amerikanischen Staaten vergüten jährlich 5000 Dollars gleich 21,000 Mk., zahlbar monatlich, ferner Reisekosten von 50 Pfg. auf daS Kilometer und überdies noch 500 Mk. für „Porti- und Papier-Auslagen". Bei dem völligen Mangel von Staatsbahnen kann daß Fehlen von Eisenbahn-Freikarten nicht auffallen. Frankreich zahlt seinen Abgeordneten jährlich 9000 Francß, gleich 7200 Mk., gewährt freie Fahrt in der ersten Wagenklaffe auf allen Staatßlinien und auch auf den Linien der Privatbahnen gegen die rein nominelle Vergütung von 10 Frcß. monatlich. Ungarn gewährt 4000 Mark jährlich, ferner etwa 800 Fl. für Miethe, ein billiges AbonnementS-Billet auf den Staaßlinien und daß Privilegium, daß der Abgeordnete auf den Privatbahnen eine höhere Klaffe benutzen darf, alß sein Billet lautet. Egypten gewährt seinen Kairenscr Abgeordneten 1800 Mk. Entschädigung- 5000 Mk. und die Reisespesen werden den Provinzial-Mitgliedern gezahlt. Die Niederlande geben den Mitgliedern der Zweiten Kammer 2000 Mk. jährlich und die Reisespesen, während die Mitglieder der Ersten Kammer nur 10 Fl. täglich erhalten. Griechenland zahlt trotz seinen Finanznöthen 1490 Mk. für eine ordentliche Session und 800 Mk. für eine außerordentliche. In Schweden geht daß Oberhaus leer aus, während daß Unterhaus 1330 Mk. für die Session an seine Mitglieder gelangen läßt mit der bemerkenswerthen Beschränkung, daß für jeden Tag, an dem ein Mitglied unentschuldigt auß- geblieben ist, 11 Mk. in Abzug kommen. Ueberdies gicbt es auch hier Reisekarten-Vergütung. Schließlich sei noch Belgien erwähnt, das den in Brüssel wohnenden Abgeordneten keine, den Provinzbewohnern hingegen monatlich 320 Mk. Entschädigung auszahlt. Alle anderen Staaten gewähren nur Tagesgelder und zwar gicbt Rumänien 20 Mk. Diäten, Freifahrtkarten und Freiposten,- Oesterreich 16 Mk. 80 Pfg. für den eingehaltenen Sitzungstag und Reisespesen- Bulgarien und die Schweiz 16 Mk. pro Tag und Freifahrt- Preußen 15 Mk. für Tag und einmalige Freifahrt- Portugal, das bis zum vorigen September feste Entschädigung gab und kürzlich, durch die Finanznoth hierzu gedrängt, Diätenlosigkeit proclamirt hat, läßt die Communen täglich 15 Mk. an die bedürftigen Abgeordneten zahlen, gewährt überdies freie Fahrt auf den Staatsbahnen. Es folgen dann Sachsen mit 12 Mk., Baden mit einer Vergütung von 12 Mk. für die Zweite Kammer, während die Erste Kammer leer ausgeht- das Großherzogthum Hessen zahlt 9 Mk. den nicht in Darmstadt ansässigen Mitgliedern der Zweiten Kammer und die Reisespesen, während die Erste Kammer ebenfalls diätenloS ist - Bayern zahlt den Nichtmünchenern 10 Mk. und gicbt freie Fahrt auf allen bayerischen Staatsbahnen in der ersten Wagenklasse, zieht aber die tägliche Zehnmarkunterstützung ab, wenn das Mitglied durch Abwesenheit glänzt- Württemberg zahlt den Mitgliedern beider Kammern 9 Mk. 50 Pfg. und die Reisekosten, den Mitgliedern der Ersten Kammer aber nur dann, wenn sie von der Vergünstigung Gebrauch machen wollen. Sachsen-Koburg-Gotha zahlt 6 Mk. täglich den in Gotha ansässigen und 10 Mk. den auswärtigen Mitgliedern, lein Freibillet in der zweiten Eisenbahnklasse und 3 Mk. für verschiedene Auslagen- noch sparsamer ist Dänemark, das nur 6 Mk. 75 Pfg. Diäten und die Reisespesen zahlt, dafür aber einen Freisitz im Theater in Kopenhagen cinräumt, während der stamm- und sprachvcrwandte norwegische Staat nicht nur 13 Mk. 50 Pfg. Diäten, Rcisc- spesen (Billet und 11 Mark für den Reisetag) cinräumt, sondern auch in Krankheitsfällen freie ärztliche Behandlung, ferner Arzencien, Bäder, Massage und freie — Zahnoperation gewährt! Ohne jedwede Vergütung (nur Freifahrt auf einer bestimmten Strecke) tagen die Mitglieder des Deutschen Reichstages und sogar unter Ausschluß der Freifahrt die Parlamentsmitglieder Englands und die Kortes Spaniens.
(Rh. W. Z.)
* Die letzten Veteranen Deutfchlands ans den Befreiungskriegen 1813/15 hat der Vorstand des Bezirks 9 des deutschen Sfriegerbunbeß in einer Liste zusammengestellt. Hiernach beträgt die Zahl der Veteranen noch 43, deren Geburtsjahre in die Zeit von 1786 bis 1797 fallen. Die ältesten Veteranen sind Uhrmacher Göhring in Ottensen (Holstein), 1786 geboren, und Wygold in Velbert (Rheinland), 1789 geboren. Aus Schlesien sind verzeichnet: Lehrer Gitschmann in Seitendorf, 1797 geboren (inzwischen verstorben), Kugler in WolmSdorf, 1794 geboren. Schneider Joseph Rose in Schreckendorf, 1796 geboren, Wilhelm Schütz in Warmbrunn, Friedrich Werner in Kainzen, 1794 geboren, Andreas Wyczik in Tarno- witz, 1790 geboren. Die meisten Veteranen weisen noch auf Pommern 10, Hannover 8, Schlesien 6 und Rheinland 4. In Berlin wohnt noch ein Zeuge der Befreiungskriege, der 1795 geborene Christian Müller. Nur zwei Offiziere aus den Befreiungskriegen leben noch. Generallicutcnant a. D. Müller-Hannover und Oberst a. D. von Holtzendorf in Sachsen.
* Ein vielseitiger Mann ist Bürgermeister Metschnabcl von Weismain. Er ist Bürgermeister, Standesbeamter, Gemcindeschreiber, Rechnungsfertiger, Eommissionär, Post- expeditor, Baurath, Landrath, DistrictSfeuerwehrinspector, DistrictSsparkaffeverwalter, DistrictsrathSmitglied, DistrictS- steueraußfchußmitglied, Kirchenrath und 2. Vorstand, Kirchen- chordirigent, Schulrath, ArmenpflegeschaftSrath und 2. Vorstand, DistrictSspitalinspettor, städt. Spitalvcrwalter, Gesang- lehrer, Sängerkranzvorstand, Sängerkranzdirigent, Frcmdcn- verkehrSvereinSvorftand, Bienenzuchtvereinsvorstand, Obst- baumzuchtvereinSvorstand, Blechmusikvereinsvorstand, Blech- musikvereinSdirigent, Unvallversicherungßvertrauenßmann, Jn- balibitätß-und Alterßvers orgungScasfier, städt. Theaterdirector:c.
und zu Allem noch Bräutigam. Bor dem Schicksal, zu allebenr auch noch Landbote zu werden, hat ihn daS Votum der Wahl- männcr bewahrt.
• Fürstbischofs Fra»; Ludwig» Rauchverbot. Bon Gotteß Gnaden Franz Ludwig, Bischof zu Bamberg und Würzburg, des heiligen Römischen Reichs Fürst, Herzog zu Franken :c. Daß Tobakrauchen auf öffentlichen Straßen in Unserer fürstlichen Residenz - Stadt Würzburg ist zwar schon längst ver- bothen worden- Wir vernehmen aber nicht ohne Mißfallen, daß dieses Verbotes ungeachtet Leute, und zwar beynahe von allen Ständen, kein Bedenken tragen, sich über diese Polizey-Berordnung hinaus zu setzen, und den Unfug des Tobakrauchens, vorzüglich auf Haupt-Spaziergängen, nähmlich den beyden Alleen, zu treiben. Wir haben zu viel Vertrauen auf die Folgsamkeit Unserer Würzburger und ihr Gefühl für Anstand und gesellschaftliche Sitte, als daß Wir glauben sollten, daß ihnen daS bestehende Berboth im lebhaftesten Andenken geblieben, und das Unanständige, daS in dem Un- fuge des Tobakrauchens auf öffentlicher Straße licgj^ von ihnen gehörig überlegt worden wäre. Wir geben daher denselben zu überlegen, wie sehr nicht nur die Gesetze deS Anstandes, sondern auch der Billigkeit von denjenigen verletzet werden, welche von dem größten Theile einer Gesellschaft verlangen, daß er, besottderS an Orten, die zum allgemeinen Vergnügen bestimmt sind, Ungemächlichkeiten fühlen soll, damit sie, obgleich ihre Anzahl bie geringste ist, baß Vergnügen und eingebildete Bebürsniß beS Tobakrauchens auch auf öffentlichen Straßen befriebigen können. Hierzu kömmt bie Erfahrung, welche viele höchst traurige Beispiele liefert, in welchen das Tobakrauchen auf öffentlichen Straßen FeuerS- gefahren veranlaßte, welche um so dringender in einer Stadt sind, in welcher sich nicht nur diele brennbare Materialien befinden, sondern auch durch- und ausgeführt werden. Endlich muß auch in Erwägung gezogen werden, daß Unsere fürstliche Residenz-Stadt eine Festung sey, und daß Tobakrauchen auf öffentlichen Straßen der in allen Festungen bestehenden Sitten entgegen laufe. AuS diesen Gründen, welche Wir hiermit öffentlich bekannt machen, vertrauen Wir zwar, daß Jedermann von selbst deß TobakrauchenS sich enthalten werde. Um aber Jenen, welche diese Gründe nicht erwägen wollen, ober berfelbcn ungeachtet sich auf Kosten ber Gemächlichkeit unb Sicherheit der Würzburger Einwohner mit dem Tobakrauchen auf öffentlichen Straßen ein Vergnügen zu machen gedenken, keinen Ausweg mehr zu lassen, verbiethen Wir hiermit allen, wessen Standcß sie auch seyn mögen, in Zukunft dahier auf öffentlichen Straßen Tobak zu rauchenden sämmtlichen Gastwirthcn aber befehlen Wir aber zugleich nachdrucksamst, alle bey Ihnen ankommenden Gäste von dieser Verordnung zu benachrichtigen. Sollte sich nach Verkündung dieser Verordnung, Jemand beyfallen lassen, Unserem ernstlichen Verbothe entgegen zu handeln, so hat derselbe nach dem Verluste seiner TobakSpseife eine unnachläßige Geldstrafe von fünf Gulden Fränkisch, ober auch nach Umftänben eine Gcfängniß- ober sonstige Lcibeßstrafe zn gewärtigen. Damit endlich Niemand sich entschuldigen könne, alß habe er von gegenwärtiger Verordnung nichts gewußt, so wird solche hierdurch öffentlich bekannt gemacht. Gegeben unter Unserer eigenen Handunterschrift und beigedrucktem geheimen Kanzelley- Siegel. Würzburg, am 25ften des July 1793. Franz Ludwig, Bischof und Fürst zu Bamberg und Würzburg, Herzog zu Franken re. (L. 8.) Das Tobakrauchen auf öffentlicher Straße betreffend.
Literatur unb Knnft
— Jllustrirter zweijähriger Kalender für »ogellie». haderet, »eflügelzvcht, «artenban, Landwtrthschaft re. Herausgegeben von Gebrüder Jansen, Samen-Großhandlung In M.-Gladbach (Rheinland). Geschmückt mit hübschem colortrten Titelbild unb ca. 150 künstlerisch, zum Theil in Buntdruck auSgefühtten Illustrationen über Thiere, Vögel, Pflanzen, Früchte, Blumen, Geräthe und Utensilien für Vogel- und Geflügelzucht :c. gelangte derselbe soeben zur Ausgabe.____________
— Im Reiche des Geistes. Jllustrirte Geschichte der Wissenschaften, anschaulich dargestellt von K. Faulmann, k. k. Professor. Mit 13 Tafeln, 30 Beilagen und 200 Textabbildungen. Wien, A. Hartlebens Verlag. In 30 Lieferungen A 50 Pfg. Lieferungen 5 biß 10 soeben erschienen. Die vorliegenden Lieferungen 5 bis 10 dieses interessanten Werke« enthalten die RechtSgeschichte und Medicin im Mittelalter, die Geschichte der Wissenschaften im ganzen 16. Jahrhundert und den Unterricht, die Sprachwissenschaft und Zoologie im 17. Jahrhundert. Die RechtSgeschichte schildert baß Eindringen beS römischen Rechts mit seiner Folter und seinen Steuern in die freien germanischen Länder in packender Weise. In der Medicin werden deren Entwicklung bei den Griechen und Arabern und die Lehren der Galen behandelt, welche daS ganze Mittelalter beherrschten. Im 16. Jahrhundert ist daS Aufblühen der Wissenschaften durch die Vermittlung detz Buchdrucks gezeigt. Eine Menge hochinteressanter Illustrationen begleiten den Text. DaS Gerichtsverfahren nach dm RechtSbüchern, die Entwicklung der Anatomie von dm ersten rohm Darstellungen bis zu den prachtoollm Bildern DefalS, anatomische Studim von L. da Vinci und Rafael, die Abcbücher und Eomeniu^ die schönen Thierbilder GeSnerS, darunter daS RhinoceroS von Dürer, AgricolaS BergwerkSbllder, MerfatorS Geographie, Tycho Brahe» Astronomie, Dürers und SvechleS Befestigungen, PmacelfuS' Titelbild, WtllougybyS Vögel, HarmyS Kreislauf deß Blutes, die mit Mikroskopen arbeitende Thieranatomie, die Entwicklung deS Frosches und der Seidenraupe, die Jnfuforim Leeuwenboek» rc. bieten photographisch copirte Reproductionen der seltenm Originale, welche Dank der anerkennenswetthm Sorgfalt deS Druckers ebmfo die Eharac- tertstik der Ortginalholzschnttte wie die Feinheitm der Kupferstiche getreu wiedergeben.
— ,Xer Stein der Weise«." DaS soeben zur Ausgabe gelangte 15. Heft der populär-wissenschaftlichen illuftrirtm Halbmonatschrift diese» NammS enthält: Einige exotisch« Vögel von S. Daul (3 Bilder); Mattiren und Poliren; Geheimschriften von W. Henz (mit Formularen); Der Neine Blummgarten (mit Tafel); Jnclinirmde Sonnenuhren von Fr. Zappa (7 Figurm); Marokkanische» Reiter- spiel (Vollbild). Weiter die kleineren Beiträge (mit zusammen »; Bildern): Die Krabbensvinne, die SantoSbahn, Jrnprägniren der Eisenbahnschwellen, ein neuer, billiger photographischer Apparat für Amateure. Tie Beilage .Sommerfahrten" enthält die beidm recht hübsch illustrittm (9 Silber) und anziehend geschriebenen Schilderungen Die Höhlenwelt von St. Eanzian in Istrien und Da» Oetzthal. Der sehr reiche Inhalt de» Hefte» und die große Abwechslung der Themen sind eine langbewährle Eigenart de» „€>tdn der Weifen* A. Hartleben» Verlag), so daß wir nicht eigen» darauf hinzu weisen brauchen.


