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Der Vorstand:
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s, „Kaiser Wilhelm'- (2. Grosih. kdirectors Herrn Krausse rerture z. Op. „Der Freischütz“, il“ (neu\ Moakoweky. 4. Intro- agnv 2. ThdV. ">• Omettare Posaune, Sachse, 1. „Yasmann- Ip. „Die Rantzau“ (neu) 1-moll, fagner. 10. Ouvertüre i. Operette
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1893
Sonntag den 30. April
Er. 101. Aweite» Blatt.
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Dir Gießen rr »e*UH*iriUtt wrtfti dem Injdg« »SchmU,ch breimal Wgrieft.
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Gießener Anzeiger
Keneral-Mzeiger.
Amts» und Anzeigeblatt für den Kreis (fitefjcit.
| chralisbeikage: chießener Jamitienbtätter.
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Von Anzeigen zu der Nachmittags für den fetynbe» Tag erschrmeoden Nummer bi« Borm. 10 Uhr.
Alle Annouren-Vureaux bei In- unb lulUabe« nehm« Anzeigen für ben „Gießener Anzeiger" entgegen
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im Stalle die Impfung aller gefährdeten Thiere polizeilich verfügt werden kann. Aehnliche Bestimmungen beziehen sich auf die Lungenseuche. — Gegenstand einer vom Abgeordneten Eugen Richter eingebrachten Interpellation ist der Umstand, daß im Bereich des 7. Armeecorps bei den diesjährigen Frühjahrscontrollversammlungen den Angetretenen die Einhaltung von.solchen Vorschriften des Militärstrafgesetzbuches ein« geschärft worden ist, welche sich nur auf die activen Mitglieder des Friedensheeres beziehen, die staatsbürgerlichen Rechte
♦ Immer höflich. Ein in Odessa erscheinendes Blatt veröffentlichte jüngst die folgende seltsame Aufforderung: „Die Person, die gestern unsere Redacttonskasse erbrach und eingeschriebene Briefe an sich nahm, die die Summe von 30 Rubeln 40 Kopeken — den Preis für vier Abonnements — enthielten, wird höflichst ersucht, die Briefe ohne Geld dem Verleger wieder zuzusteflen, damit er unser Blatt den betreffenden Abonnenten zusenden kann." Zwei Tage später erhielt der Chefredacteur folgenden Brief: „Werther Herr! Ich be
suche des Rindviehs die Verschärfung einiger Bestimmungen bezweckt. Neu ist namentlich eine Anwendung, nach der beim Eintreten von Maul- und Klauenseuche auf der Weide oder
Provinzen und Erhebungöbeztrke.
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Saatenstand
Note 1 — lehr guter, 2 — guter, 3 — mittlerer, 4 — geringer, 5 — sehr geringer Stand.
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Nachrichten über den Taatenstand im Großherzogthum Hessen
UM die Mitte des Monat« April 1893.
Zufammengestellt bet der Großherzogltchen Oberen landwirthlchaftlichen Behörde.
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der im Beurlaubtenzustande befindlichen Mannschaften ober nicht beeinträchtigen. ,
In Preußen wird die Landtagssefsion voraussichtlich zu Pfingsten doch noch nicht abgeschlossen werden können. Da» W ahlgesetz hat nämlich in der Fassung, bte ihm das Abgeordnetenhaus gegeben hat, die Zustimmung des Herrenhauses nicht gefunden. Zunächst muß also das Abgeordnetenhaus über die von dem Herrenhause vorgenommenen Aende- rungen berathen und spdann Has Gesetz an das letztere zurück- gelangen lassen. Selbst wenn schon in diesem Stadium eine Vereinbarung der beiden Häuser erzielt werden spLte, kann die definitive Entscheidung nach dem preußischen BersassungS« rechte sodann erst nach drei Wochen erfolgen.
In England hat das Unterhaus die Gladstone fche Homerulebill mit einer Mehrheit von 43 Stünmen angenommen. Darauf hat Haricourt den Etatseutwurf vorgelegt, welcher ein Deficit von anderthalb Millionen enthält. Durch eine Erhöhung der Einkommensteuer soll der Fehlbetrag gedeckt werden.
I In Norwegen hat das Ministerium Stern bemtffiontrt, weil ber König nicht auf seine Vorschläge in Bezug auf bfe Trennung bes schwebisch-norwegischen EonsulatswesenS etnge- gangen ist. Das Storthing hat sich einstweilen vertag« Nielsen, ber Präsident desselben, hat den Auftrag erhaltens ein neues Ministerium zu bilden, nach einigem Schwanken aber abgelehnt. — In Ungarn sind nunmehr bte ersten kirchenpolitischen Gesetze bem Abgeorbnetenhause vorgelegt worben. Sie beziehen sich auf blc Einführung civiler Geburts-, I Ehe- unb Sterberegister unb bte Gleichstellung ber yuben.
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Provinz Starkenburg. -I« Bensheim
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, Groß Gerau
Heppenheim , Offenbach . . . - - - Durchschnitt für Starkenburg,
Provinz Oherhessen.
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politische wochenschart.
Gießen, 29. April 1893.
Bon den Reichstagsverhandlungen erregten in der vergangenen Woche besonders diejenigen über die Anschuldigungen und Aktenstücke Ahlwardts das Interesse weiterer Kreise. Nach langem Zögern erst hatte sich Ahlwardt entschlossen, seine Papiere dem Reichstage vorzulegen und zugleich mit Unterstützung der Socialisten zu beantragen, daß eine Commission niedergesetzt werde, welche prüfen solle, ob die in den Schriftstücken enthaltenen Angaben die Anschuldigungen AhlwardtS in Bezug auf den Jnvalidenfonds zu rechtfertigen geeignet sind. Schon in den Beratungen über diesen Antrag hat Ahlwardt zugeben müssen, daß er irgendwelches Material in Betreff des Jnvalidenfonds nicht beigebracht hat. Statt dessen hat er einige Papiere vorgelegt, welche sich auf die allgepicim Hljindungsgeschichte der siebziger Jahre beziehen. Bekanntlich haben über betrügerische Manipulationen in dieser Zeit vor vielen Jahren bereits auf Veranlassung des jüdischen Abgeordneten Lasker eingehende Untersuchungen stattgefunden unb einige so gräuliche Defraudationen an bas Licht gebracht, daß bem gegenüber ben nunmehr nach 10 Jahren von Ahl- warbt gemachten Angaben auch dann keine sonderliche Bedeutung beizumessen wäre, wenn sie sich bei ber Prüfung durch die Commission bis auf ben letzten Punkt als wahr erweisen sollten. Ueberbies handelt es sich um Privatgesellschaften (die rumänische Eisenbahn- und bte Discontogesellschaft) unb deren private Beziehungen, die eines öffentlichen Interesses saft völlig ermangeln. Nur soweit die Person des jetzigen preußischen Ftnanzminifters Miquel in Betracht kommt, kann ein solches betont werden. In den Reichstagsverhandlungen über die Einsetzung der Prüfungskommission hat Ahlwardt
Viehseuchengesetz, welche im Interesse einer wirksamen QÄltAftA ffit* jRrtliSfrAllftt. Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche und der Lungen- I Jill- iyUUv|VUU»ll*
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im Allgemeinen gut durch dm Winter gekommen. Nur in einigen ErhebungSbezirkm I ehre mich, die vier eingeschriebenen Briefe, die ich Ihnen ge-
m und Pfeddersheim) mußten einige Procente der Weizenfelder (bis zu 10 o/o) and I stöhlen habe (ohne Geld) Ihrem Wunsche gemäß zurückzu-
~ . „ - . . . — -- - -1-“- k-aer— * a- ■ ^i(fen $abcn Sie die Güte, mir als Gegenleistung einen
I kleinen Dienst zu erweisen. Sie wissen vielleicht, daß ich,
i I nachdem ich die Redactionskasse gesprengt hatte, in Folge
„ Schotten . . . . - - Durchschnitt für Oberheffm
Provinz Rheinhessen.
Land». Vereinsbezirk Alzey Btngm
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-. „ Mainz
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„ „ Pfeddersheim
„ „ Wöllstein
„ Wörrstadt
„ „ Worms
Durchschnitt für Rheinhessen
Bemerkungen: Die Wintersaaten warm im Allgemeinen gut durch dm Winter gekommen. »Mr in ewigen ^ryevungsvezmen «rflDim Rbewbestm (Mainz, Nieder-Olm, Osthofen und Pfeddersheim) mußten einige Procente der Weizenfelder (bis zu 10 °/o) und Klee^cke (20 °/.) umgepflügt werden. In der Provinz Oberhessen beschränken sich die Nachrichten über das AuSwintern auf dm ErhebungS- bezirk «ießm (10°/o Weizen), wahrend in der Provinz Starkenburg nur aus dem Bezirk Heppenheim das AuSwintern von Kleefeldern (5»/e) S^Aet wird Saatmstand im Allgemeinen am Schluß des Winters war, so nachthellig äußerte die bis jetzt «idauernde „ .. - . .
Dürre, zu welche sich in dm letzlm Tagen noch Nachtfröste gesellten, ih^r Einfluß auf die Entwickelung d" Wintergetteide der W estn I Ihrer ungelegenen Rückkehr aus bem Fenster fprtoflui mufetc. SäÄ S SÄ Jnd°r^- M S mRrem
fbentaUB ausrewimder Niederschlag von Nöthen. Der Stand der Wewberge in ber Provinz Rheinhessen ist mit einer einzigen Ausnahme I meines Unterhaltes bilden. Seien Sie so gut, bas Alles m
(Bezirk Osthosen) mittelmäßig, in einigen Bezirken (Alzey, Mainz, Oppenheim, Pfeddersheim und Wörrstadt) gut. I c|nc Nummer Ihres sehr geschätzten Blattes zu wickeln und
dadurch das Haus gegen sich aufgebracht, daß er gegen seine I es heute Nacht vor der Stadt zehn Schritte rechts von bem angesehensten Mitglieber wie v. Bennigsen, Munckel, Horwitz, I Mittelthor bes Zoologischen Gartens nieberlegen zu lasten, v. Karborff, Rickert ohne weitere Beweise die schwersten I Mit ber Versicherung ber vorzüglichen Hochachtung u. s. w. Beschuldigungen aussprach. In der Commission hat Ahlwardt | Tags darauf erschien in bem Blatte folgende Erklärung: allerdings bereits zurückziehen müssen, nachdem ihm schon I „An unseren unbekannten Freund. Die vier eingeschriebenen
im Plenum nachgewiesen worden war, daß seine Behauptung, I Briefe haben wir richtig erhalten und sagen Ihnen unsere«
Rickert werde für seine Thätigkeit im Verein zur Abwehr I besten Dank für die prompte Zusendung. Ihr Handwerkszeug
des Antisemitismus mit 12,000 Mark bezahlt, unrichtig ist. I können wir Ihnen zu unserem Bedauern nicht zurückgeben,
Er erklärte nämlich in der Commission, daß er von Kardorff I da es feit gestern Eigenthum der Polizei geworden ist. Zn
nicht habe belasten wollen und erkannte auf das Drängen I der Hoffnung, daß Sie, werther Herr, uns das nicht entgelten
Miquels hin an, daß der angeblich von einem rumänischen I lassen werden, zeichnen wir mit Hochachtung. Die Redactton. Senatspräsidenten Kalindero herrührende Hauptbelastungsbrief I * 120,000 Gulden wurden für einen Hund auf der Hunde- gefälscht sei. Ebenso gab Ahlwardt zu, daß er für feine I ausstellung in Rotterdam gefordert. Das Th,er, em Foxterrier, Angriffe auf Bennigsen kein Beweismaterial besitze. — Jrn I heißt „Coombe Baroneß" und gehörte einem Herrn Hormann Uebrigen hat der Reichstag ben von uns kürzlich skizzierten I Higgs. Auch sonst noch befinben sich auf ber Ausstellung Nachtragsetat in erster Lesung erlebigt, unb bie britte I eine große Anzahl deutscher Thiere, worunter sehr viele Lesung bes Entwurfes in Betreff bes Verrqthes mili- I „Prachtstücke" unb verschieben Raritäten, bie ganz enorm torischer Geheimnisse unb ber Wuchergefetz- I bewerthet sind.
Novelle vorgenommen. Neu eingegangen ist eine Novelle zum | -------------- T
Som- Ww- । mors ter- !
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