Ausgabe 
29.4.1893
 
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Tietz», 28. April 1883. Marinelli", große komische * Musi! von Carl Zumpe. ben ln diesem niedlichen Werk- ie der Componist ihre Ausgaben e von echt poetischem Hauche gewandte Sprache dem Compo» 2 skr die frischen und durch lderS wirkungsvollen Melodiecn, s'ren, geschaffen. Die häufigen 'ngestreut find, zeigen in allen '"fachen, rührenden spanischen jche, obwohl sonst ganz anders 1 glücklichen Landeswo bie prochene Neigung besitzen. Die i) unb betfalb von der großen für ben mfifalifd) 8ertoö!)nttn htiger Einzelheiten, daß ihr .en edlen Genufz bextVtt. unter fehr günstigen Äufpieien sten ihre Schuldigkeit gethan itheit der Mitwirkenden zeigte dem Gelingen des Ganzen nicht : war in den Händen des Herrn oben. Ausgestattet mit einer -eichen, so doch sehr ansprechen' nme, einem feinen Spiel und ißeren Erscheinung schuf der sich die Sympathien des Publi- n besonderer Schönheit war im )er Spanier lieberglii^t" und f mit ManuelaW W DieManuela" des Fräulem inglich wie schauipielerlsch unfer ite «-!!-"«. M« « »°d wN**S. ii» Die loschen W<" 5ttDonna Cucarazzo' mrdm

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ärger Nr. befindliche Bekanntmachung des Königlichen Eisenbahn- BetriebSamteS.

* Tie Gaufahrt vom Gau 9 des deutsche« Radfahrer hmedeS findet an diesem Sonntag nach Butzbach statt. Diele Vereine von auswärts haben ihr Erscheinen zugesagt und verspricht das Fest einen sehr glänzenden Verlauf zu nehmen.

Holzheim, 27. April. Am 24. April schied unser ver­ehrter Lehrer, Herr Maus, aus unserer Gemeinde. Derselbe hat 3'/, Jahre hier gewirkt. Er war nicht allein ein Lehrer der Kinder, sondern auch ein Freund der Er wachsenen, bei welchen er noch lange in gutem Andenken stehen wird.

Bad-Nauheim, 25. April. Gestern Abend ist der hiesige Oberlehrer Adam Volk im 52. Lebensjahre gestorben.

nn. Darmstadt, 27. April. Erste Kammer der hessischen Stände. Die Berathungen beginnen heute mit der Vorlage Großh. Negierung auf Einführung eines einheitlichen Verfahrens bei derZwangs- Vollstreckung im Verwaltungswege. Der Ausschuß beantragt Annahme der Vorlage und beschließt das Haus demgemäß. Ferner bewilligt die Kammer 172,000 Mark für Mobiliar und Einrichtungsgegenstände für die Zellen­strafanstalt zu Butzbach. Der Gesetz-Entwurf, die Organisation des Forstschutzes bett., wird nach der Fassung der Regierungs-Vorlage und entgegen den Beschlüffen der Zweiten Kammer angenommen, ebenso ein Antrag des Abg. BreiMer aus Anpflanzung von Prethelbeeren in commu nölen und fiskalischen Waldungen. Der Gesetz-Entwurf, die Abänderung des Einkommensteuer-Gesetzes betr., insbesondere die Einführung der Selbstdeclarationspflicht in der oberen Abtheilung gebt zu längerer Debatte Veranlassung. Der Ausschuß beantragt, die Vorlage vorerst abzulehnen, da­gegen soll Großh. Regierung ersucht werden, baldthunlichst dem Landtag eine Vorlage zugehen zu lassen, in welcher das gesammte direkte Steuerwesen geregelt und wobei die hohen und höchsten Einkommen zur Entlastung der unteren Klassen herangezogen werden möchten. Präsident Goldmann tritt voll und ganz der Regierungs-Vorlage bei. Er hält die darin festgelegten Steuersätze für die richtigen und allen Verhältnissen entsprechend. Freiherr Heyl zu Herrnsheim spricht sich für eine Entlastung der unteren Abtheilungen aus, wobei er es auch unbedingt für nöthig hält, in der Gewerbe­steuer-Veranlagung reformirend vorzugehen. Es fet nicht richtig, daß man dem kleinen Mann mit einem Einkommen von kaum 900 Mark auch noch für Steuer etwas aus der Tasche nehmen wolle. Finanzminister Weber erklärt, daß es im Lande nicht verstanden werde, wenn heute die Erste Kammer zum zweitenmal eine Vertagung der Vorlage beschließe. Hesien sei in Steuer Reformen immer bahn­brechend vorgegangen und auch bei der heutigen Vorlage liege diese Absicht zu Grunde. Er hoffe daher, daß das

hohe HauS die Regierung nicht im Stich lasse, insbesondere da sich in der Zweiten Kammer gegen die Declarationspflicht keine einzige Stimme erhoben habe, trotzdem in der Presse recht lebhaft dagegen agitirt worden sei. Graf So l ms- Laubach stellt sich aus den Standpunkt des Finanzausschusses. Auch ihm erscheinen die in der Vorlage niedergelegten Reformen nicht durchgreifend genug. Eine gründliche Revision

des gelammten Steuerwesens sei nothwendig, ein stückweises Vorgehen bringe eine Reihe von Mißständen m t sich. Die Abstimmung ergiebt, daß die Vorlage mtt 15 gegen 9 Stimmen abgelehnt wird. Für die Regulirung des Neckars beiHirschhorn werden 37,500 Mark bewilligt. Entgegen sämnulichen Beschlüffen Zweiter Kammer genehmigt sodann die Kammer nach warmer Befürwortung des Freiherrn von Heyl zu Herrnsheim die Summe von 5,717,358 Mark für Erhöhung und Verstärkung der Landdämme und die Erweiter­ung des Hochfluthprofils des Rheins. Ebenso bewilligt das HauS für den Bau zweier.st ehender Brücken Über den Rhein bei Worms, nachdem Freiherr von Heyl nochmals die Zustände in WormS gelegentlich eines Eisgangs und bei Uebcrschwemmungen in eingehender Weise geschildert hat, die volle Forderung der RegierungS-Vorlage im Betrage von 7,940,000 Mark. Zur Erbauung einer Nebenbahn von Bickenbach nach Jugenheim und Seeheim wird die Genehmigung ertheilt, ebenso dem Antrag des Ausschusses betr. die Zustimmung zur Inangriffnahme von Nebenbahn- Theilstrecken. Bezüglich des Antrags auf Erbauung einer Nebenbahn von Gernsheim nach Pfungstadt wird den Be­schlüffen Zweitkr Kammer beigetreten. Die übrigen nicht wesemlichen Punkte der Tagesordnung finden einstimmige Annahme. Hierauf vertagt sich das HauS bis tn die zweite Woche des Mai.

Heppenheim, 26. April. In verflossener Nacht ver­schied hier nach langem und schwerem Leiden im 62. Lebens­jahre Herr Rendant Schaum, Hausverwalter der Großh. Irrenanstalt. Schon bei dem Baue der Anstalt seit 1860 hier thätig, wurde demselben 1865 wegen besonderer Ouali- fication die Verwalttrstelle an derselben übertragen, die er mit großem Geschick und seltcncr Gewissenhaftigkeit bis an sein Lebensende bekleidete. Der Verschiedene wollte zur Er­holung vor einigen Wochen noch einen längeren Urlaub an» treten, da ereilte ihn der unerbittliche Tod. Mit ihm ver­liert die Anstalt und der Staat einen pflichttreuen Beamten, seine Familie einen musterhaften Vater, Diejenigen, welche mit ihm umgingen, einen angenehmen Gesellschafter und seine Freunde einen der Treuesten- es findet deshalb auch sein Hinscheiden allgemeine Theilnahme.

Vermischte-.

* Berlin, 27. April. In der Villa des bekannten Maklers und Rennstallbesitzers James S a l o s ch i n, die in der Thier­gartenstraße liegt, ist heute Nacht ein Einbruch verübt worden. Der oder die Thäter haben aber nichts entwendet, wohl aber in den Empfangsräumen der Villa Möbel, Kunst- gegenstände, Bilder, werthvolle Gobelins kurz und klein ge­schlagen und zerschnitten. Es scheint sich um einen Rache - act zu handeln.

* (spinal, 27. April. In Thaon (Dcp. Vosges) ist eine Färberei und Wäscherei, die gegen 180 Arbeiter beschäftigt, heute Nacht durch einen Brand in Asche gelegt worden. Der Schaden wird auf zwei Mill. Francs geschätzt.

Verkehr, £<mO« und Volkrwirthschaft.

§ Ruppertenrod, 27. April. Der gestern dahier abgehaltene Frühjahrsmarkt nahm bei brr gegenwärtig sommerlichen Witterung einen sehr guten Verlauf. Eine gleich große Ausdehnung wie gestern

bat d r Markt noch nicht gehabt. Der Viehmarkt war auheioidertt- lich stark mit Jungschwetnen befahren, wohl an ca. 1000 Stück n Born ausgetrikben gewesen sein. Der Handel ging recht lebhost bei den auf seither üblicher Höhe stehenden Preisen. Bezahlt wurde für das Paar geilet zweiter Qualität im Durchschnitt 5055 und 55 big 60 Ml., für das Paar erster Qualität 6065 und 65 75 Mk. Läufer galten per Paar durchschnittlich 90100 und 100110 Mk. Diese Gattung Schweine war nicht stark vertreten. Bemerkenswerth ist das Herabgeben der Preise für fette Schweine. Während seither noch bis zu 42 Pf. das Pfund Lebendgewicht bezahlt wurde, gilt das­selbe gegenwärtig erst 39 Pf. Der Krämermarkt war recht gut besucht und die K'ämerstände mit Eonfirmandenarttkeln machten «n Hinsicht der auf Pfingsten statifindenken (Sorifirmaiton gute Geschäfte. Die Hochsommertemperatur bat bei den Markigästen auch einen solch sommerlichen Durst entwickelt, daß in allen Gastwtrthschaflen daS Bier schon am Nachmittag ausging.

Frankfurt a. M.» 27. April. Am 'gestrigen Fettschwelne- Markt im Vlehhoi wurden angesahren 463 Tbiere; am Dienstag standen 274 fette Schweine am Markt. Die Umsätze erfolgten an beiden Tagen ju den am Montag neu notirten ermäßigten Preis, n: erste Sorte 6162 Pf., zweite Sorte 59 60 Pf. das Pfund.

kirchliche Anzeigen der Stabt Gietzen.

Evangelische Gemeinde.

Gottesdienst

Sonntag den 30. April, Cantate:

In der Stadtktrche:

Vormittags 9/i Uhr: Pfarrer Schlosser

Nachmittags 2 Uhr: Pfarrverwalter Dr. Grein.

Vorstellung und Prüfung der Confirmanden aus der Mar kuSgemeinde.

Abends 6 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann.

Militärgottesdienst: Vormittags 11 Uhr. Pfarrer Dingelbe v.

Beichte und Abendmahl für daS 2 und 3 Bataillon.

In der Friedhofscapelle:

Nachmittags Vt'l Uhr: Pfarrer Schlosser.

Zugleich Christenlehre für die Neuconfirmirten auS der MatthäuSgemetnde.

Kinderkirche fällt auS. c .

Nächsten Sonntag den 7. Mai: Confitmatton der Kinder aus der Markusgemeinde und in Verbindung damit Feier des heiligen Abendmahl?

Katholische Gemeinde.

Sonntag den 30. April, 4 Sonntag nach Ostern.

Samstag: Nachmittags um 41/» Uhr und Abends um 8 Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte. ,r

Sonntag: Vormittags von 6 Uhr an Gelegenheit zur hl. Buchte; um bv, Uhr «ft- 61. OTeffe; »m 7>/> Ubr «usth-.luug der bl. Communion; um 8/? Uhr zweite hl. Messe; um 10 Ubr Hochamt mit Predigt; Nachmittags um 2 Uhr Christenlehre, darauf Andacht für die Abgestorbenen.

Anmerkung: Dienstag und Freitag Abend um 6 2 Uhr tft Maiandacht.

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3648] Tausendfaches Lob, notariell bestätigt, über HollLnd. Labak von B. Becker in «eesen a. Harz 10 Pfd. lose t. Beutel fco. 8 Mk- hat d. Exp. d. Bl. eingesehen.

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Suppen­würze

Zu haben [4048

abzugeben.

Gießen, den 27. April 1893.

vergeben werden.

Die Bedingungen liegen an den

offen.

Offerten, versiegelt und mit ent­sprechender Aufschrift versehen, sind, bis zum 6. Mai d. I., Mittags 12 Uhr, auf dem erwähnten Bureau!

Carl Lchwaab, Hoflief., Seltersweg. Leere Fläschchen werden billigst nachgefüllt.

in der Wohnung des Rechners Hch. Ad. Lindenftruth III. Tagesordnung:

Submission.

Für die chirurgisch-ophthalmologische Univ.-Klinik soll die Lieferung von circa 2400 Ctr. Anthracitkohlen und ,, 2000 ,, melirten Kohlen auf dem öffentlichen Submifsionsmege

Bekanntmachung.

Die Holzversteigerung vom 25. lfd. M. in der Freiherr!. Ober­försterei Rabenau ist genehmigt. Die Abfuhrscheine können vom 4. Mai ab auf Freiherr!. Rentei zu Londorf

Uampfziegdei C. Zule iier ck Co., (Mei, empfiehlt Sandsteine, Maschinensteine, Zorm- steine, Ialyiegei etc.

em^ehtt billig

Großh. Verwaltungsdirection der chirurg.-ophthalm. Univ.-Klinik.

Bose. Vofsius. [4046

in Empfang genommen werden.

----- v > Ueberweisung Freitag den 5. Mai.

Wochentagen Nachmittags von 3 bis i Papiermühle, 27. April 1893. 5 Uhr auf dem Verwaltungsbureau Freiherrliche Oberförsterei Rabenau.

Schlotterer. 4047

Vorlage und Abhör der Rechnung für 1892.

Der Vorstand:

Wilh. Otto II., Director. Hch. Ad. Lindenstruth III., Rechner.

Bekanntmachung.

Vom 1. Mai d. I. gelangt auf dem hiesigen Main-Weser-Bahnhofe die Bahnsteigsperre zur Einführung. Das Betreten der Bahnsteige ist nur gegen Vorzeigung von Fahrkarten oder Bahnsteigkarten gestattet. Zuwider­handlungen werden nach §§ 55 und 62 der Betriebsordnung bestraft. Die Bahnsteigkarten find einem in der Vorhalle des Empfangsg^bäudes aufgesteltten Automaten gegen Einwurf eines 10-Pf^nnigstückes zu entnehmen.

Den Dienstmännern, Droschkenkutschern und Hoteldienern ist das Betreten der Bahnsteige im Allgemeinen untersagt; die näheren Bestim­mungen hierüber sind aus tön im Bahnhofsgebäude zum Aushang gebrachten Bekanntmachungen zu ersehen. ' [4054

König!. Eisenbahn-Betriebs.Amt (M.-W.-B.)

Nochmalige Generalversammlung des Spar- und Vor­schußvereins Beuern II. E G. mit unbeschrankter Haft­pflicht zu Beuern, Äontag den 8. Mai 1893, MiMgs 1 Uhr,

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