Ausgabe 
29.1.1893 Erstes Blatt
 
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Glückwünsche seiner nächsten Umgebung entgegen; darauf stattete die Kaiserin und die kaiserlichen Prinzen ihre Glück­wünsche ab. Gegen 10 Uhr brachten die Allerhöchsten und Höchsten Herrschaften ihre Glückwünsche dar, worauf die fremden fürstlichen Gäste nebst Gefolge erschienen. Nach dem in der Schloßcapelle abgehaltenen Gottesdienste fand große Gratulationscour statt und hierauf große Paroleausgabe.

Berlin, 27. Januar. Der Kaiser begab sich heute mit den königlichen Prinzen zur Paroleausgabe nach dem Zeughaus. Abends 8 Uhr war im Silberfaale Familien- täfel und Marschalltafel. Im Opernhause war Gala-Oper, welcher der Kaiser, die Kaiserin und die Fürstlichkeiten bei­wohnten.

Berlin, 27. Januar. Generallieutenant v. Seebeck wurde zum Commandirenden des 10. Corps ernannt. Die Generallieutenants Sallbach, v. Werder, v. Fischer, Kriegsminister v. Kaltenborn, Crbgroßherzog von Sachsen, v. Blume und v. Blomberg wurden zu Gene­rälen der Infanterie, bezw. der Cavallerie ernannt. Dem Commandanten von Berlin, General o. Schlieffen, wurde der Abschied bewilligt- mit dem Character eines Generals der Cavallerie verbleibt er in der Stellung eines Generals ä la suite des Kaisers; er wurde ferner zum Vorsitzenden des Heroldsamtes ernannt.

Berlin, 27. Januar. Wie dieNordd. Allg. Ztg." ver­nimmt, verschob der Großfürst-Thronfolger seine Ab­reise bis morgen Abend.

Gran, 27. Januar. Im Tohoder Kohlenschacht des Erzcapitels wüthet ein Gasbrand. Zweihundert zur Nacht­arbeit eingefahrene Arbeiter verunglückten. Bisher sind 19 Tobte heraufgezogen. Fünf Arbeiter flohen durch ein Bohrloch. Bei den Namensaufrufen wurden von den 200 nur 60 gemeldet. Alle Uebrigen besinden sich in den brennenden Stollen. Sie dürften nach fachmännischem Urtheil verloren sein.

Kopenhagen, 27. Januar. Der König sprach heute dem deutschen Gesandten auf der deutschen Gesandtschaft persönlich die Glückwünsche zum Geburtstage des Deutschen Kaisers aus. Aus demselben Anlaß besuchte der Kronprinz wie die anderen Prinzen den deutschen Gesandten.

Petersburg, 27. Januar. Zur Feier des Geburts­tages Kaiser Wilhelms fand bei dem Czaren ein Familienfrühstück statt, wozu der deutsche Botschafter Werder geladen war. Kaiser Alexander brachte die Gesundheit Kaiser Wilhelms aus.

Depeschen deS BureauHerold".

Berlin, 27. Januar. Die Stadt ist zu Kaisers Ge­burtstag festlich geschmückt. Die Illumination verspricht großartig zu werden.

Berlin, 27. Januar. In der gestrigen Abendsitzung der Milttärcommission des Reichstags wendete sich zu­nächst der Abg. Stumm (Reichspartei) gegen die neulichen Ausführungen verschiedener Abgeordneten. Er sei bereit, für fünf Jahre oder kürzere Zeit, während der Dauer der ver­langten Compensationen, die zweijährige Dienstzeit gesetzlich festzulegen, aber nicht länger. Hierauf spricht der Abgeord­nete Richter (dfr.) in längerer Rede gegen die zuletzt ge­haltene Rede des Reichskanzlers. Bis jetzt habe sich die französische Mehraushebung nicht bewährt. Die zweijährige Dienstzeit innerhalb der jetzigen Präsenz sei keineswegs als ein Angebot, sondern, entsprechend der Verdy'schen Darlegung, als Schlußstein der Organisation zu erachten. Reichskanzler Caprivi sucht die Ausführungen Richters zu inrerpretiren. Abg. Buhl (natl.) legt den Standpunkt der nationalliberalen Partei dar und spricht sich im Allgemeinen für die Vorlage * aus. Er schließt mit der Mahnung, einen Conflict zu ver­meiden, besonders wegen des Eindruckes auf das Ausland. Die Fortsetzung der Generaldebatte erfolgt morgen.

Berlin, 27. Januar. DemBerliner Tageblatt" wird aus Hamburg gemeldet, daß auf dem norwegischen Dampfer < Dore", der von Gothenburg eingetroffen ist, sich ein Cholerakranker befunden habe.

Berlin, 27. Januar. Der Keller der Centralmarkihalle steht in seiner ganzen Ausdehnung in Flammen. Die Feuerwehr kann selbst mit ihren Rauchhelmcn nicht Vor­dringen. Zehn Rohre sind in Betrieb. Der Keller muß wahrscheinlich unter Wasser gesetzt werden.

Berlin, 28. Januar. Das Feuer in den Kellereien der Centralhalle richtete unter den darin lagernden Vorräthen großen Schaden an. Die Centralhalle bleibt für einige Tage geschloffen.

Berlin, 28. Januar. Am 15. und 16. Februar finden hier Sitzungen der ständigen Eisenbahn-Tarif-Commission statt. Am 14. Februar tritt der Ausschuß der Verkehrs- Interessenten zur Vorberathung der Tagesordnung zusammen.

Augsburg, 27. Januar. Die Negierung lehnte das Gesuch der schwäbischen Gewerbetreibenden wegen ver­längerter Verkaufszeit an Sonntagen ab.

Nietleben, 27. Januar. Neuerdings fanden zwei Er­krankungen statt, jedoch kein Todesfall. Bis jetzt sind vorgekommen 111 Erkrankungen und 38 Todesfälle. Die Erkrankungen in Trotha und Morl sind nicht Cholera.

Hamburg, 28. Januar. Der Senat hat eine Auf­sehen erregende Maßregel angeordnet, wonach sämmtliche in Altona wohnenden Hamburger Staatsbeamten, ungefähr 1500, Altona verlassen und in Hamburg ihr Domizil nehmen sollen. Gründe für die Maßregeln sind nicht angegeben.

, Wien, 27. Januar. Infolge des HerabsturzeS von Schneelawinen wurden in Steiermark, im Mürz- und Mur- thale fünf Holzknechte und fünf Pferde getödtet.

Manchester, 27. Januar. Die Unterhandlungen zum Zwecke des Ausgleichs deS AusstandeS sind gescheitert. DaS Elend ist groß.

Paris, 28. Januar. Im Elyfee werden Schritte zu Gunsten RouvierS gethan. Rouvier erklärt ganz offen, falls er endgiltig vor die Geschworenen verwiesen würde, werde er Enthüllungen machen, welche sämmtliche leiten­

den Persönlichkeiten der Republik, besonders den Präsidenten Carnot, compromittiren. Carnot antwortete, das sei um so schlimmer für die Schuldigen. Andererseits will der Justiz- min'ster eine Bereinigung der Anklagekammer mit der Apell- kammer verfügen, welche gemeinsam endgültig über die Ver­weisung vor die Geschworenen entscheiden sollen. Diese Maßregel wird als günstig für Rouvier ausgelegt. Es wird eine Interpellation angekündigt über die Geheimhaltung der Berichte, welche ungünstig für Panama lauten, erstattet vom Admiral Cuverville, welcher im Jahre 1891 nach Co­lumbien zur Berichterstattung gesandt wurde. Der Marine­minister hat den Bericht Niemandem mitgctheilt. Crovost, Lanney und Delahaye kündigen die Veröffentlichung des Scandals in Sachen Dossiers über die Bank von Frankreich, den Credit fonciers, die Dynamitgesellschaft, das Comptoir descompte, der Societe des depots et des Comptes courents an.

Rewyork, 27. Januar. Staatssecretär Blaine ist heute Morgen gestorben.

Rom, 28. Januar. Der Director im Handels­ministerium, Manzilli, wurde gestern Abend ver­haftet- nach hiesiger Blättermeldung sind 30 Personen vor den Untersuchungsrichter geladen, um in der Bankaffaire vernommen zu werden.

Localer und provinzieller.

Gießen, 28. Januar 1893.

Mit Bezugnahme auf die von derFrankfurter Zeitung" über den Brand des chemischen Laberatorums ge­brachte Notiz, daß das an dem Gebäude vorüberführende Hauptrohr zugefroren gewesen sei, hat die hiesige Bürger­meisterei genannter Zeitung mitgetheilt, daß das Hauptrohr der .Wasserleitung nichtunbegreiflicher Weise noch eingefroren" gewesen 'ist. Es habe vielmehr aus jenem niemals eingefrorenen Strang der nächste Hydrant (wie andere) reichlich Wasser abgegeben, während allerdings ein zwei Tage vorher letztmals aufgethauter Hydrant wieder eingefroren war.

Immer andere Städte und Länder lernen wir im Kaiser Panorama kennen. Von heute an sieht man die alte Stadt Rom. Diese Serie bietet deshalb für Jedermann großes Interesse. Unter den vielen prachtvollen Darstellungen, die vorgeführt werden, erwähnen wir besonders die alt- römischen Bauten, den Quirinal, den Vatikan, die Peterskirche, in welcher der Papst dem Volke den Ostersegen spendet und Papst Leo XIII. im Garten des Vatikans.

Verunglückte Schlittenfahrt. Der Versuch eines hiesigen Kaufmannes, seinen drei Söhnen am gestrigen Nachmittag ein Vergnügen zu bereiten, indem er mit ihnen im eigenen einspännigen Schlittchen (selbst kutschirend) auf's Land fahren wollte, fand gleich anfangs des Wiefecker Weges insofern seinen ersten Abschluß, als hier das durch­gegangene Pferd mit dem leeren Schlitten aufgehalten wurde, nachdem die Insassen vorher einer nach dem anderen auf die Straße geschleudert worden waren, ohne indessen Schaden genommen zu haben. Ein zufällig des Weges kommender Bekannter wollte nun, wie es scheint, feststellen, wer Schuld habe ob Kutscher oder Pferd und machte in Be­gleitung des unterdessen herbeigerufenen Fahrburschen des Besitzers einen zweiten Versuch bergauf nach dem Galgenberg. Soweit ging's auch gut, dann aber, auf der Höhe angelangt, wider Erwarten rasch. Er lag rechts, der Johann links auf der Straße und das Pferd mit dem umgestülpten Schlittenrest wurde auch bald hinter der Marienhöhe mitten im Felde unter einem Aepfelbaume gefunden. Schaden hat glücklicher­weise nur das Schlittchen genommen.

Der Getreidemarkt. Die im Getreidegeschäft in den beiden ersten Januarwochen bemerkbar gewordene Preis­steigerung scheint für die zweite Hälfte des Monats nicht Stich halten zu wollen. Wenigstens zeigten die Roggen- und Weizen­preise während der abgelaufenen Berichtswoche an den meisten Plätzen eine Abschwächung, wobei die bedeutend matter klingenden Meldungen von den ausländischen Getreidcmärkten vielleicht ebenso einwirkten, als die eingetretene Abspannung der Kauflust auf dem inländischen Markte. Inzwischen ist zwar in Amerika wieder eine kleine Erholung des Getreidemarktes eingetreten, ihre Wirkungen wollten sich aber im deutschen Weizcngeschäft noch nicht zeigen, dasselbe bleibt vorerst noch flau, auch in Roggen herrscht überwiegend noch Stille. In Hafer können ebenfalls nur wenige Umsätze verzeichnet werden, dagegen be­hauptet sich dieser Artikel entschieden in seiner bisherigen Höhe. Es notirten am Berliner Platze: Weizen von 147 bis 160 Mk. pra 1000 Kilogramm, Roggen von 131 bis 137 Mk., Hafer von 135 bis 155 Mk., Gerste von 155 bis 165 Mk.

Tie Zeit der kürzesten Tage ist vorüber und die Sonne bleibt nach und nach wieder länger über unserem Gesichtskreise, zu Ende dieses Monats neun Stunden. Der erste Lichtschimmer früh am Osthimmel zeigt sich gegen 6 Uhr, die letzten Spuren der Abenddämmerung am Westhimmel ver­schwinden 6*/< Uhr.

Warnung vor dem Genuß gefrorener Aepfel. Es dürfte wenig bekannt sein, daß gefrorene Aepfel bald nach dem Genuffc gesundheitsschädlich wirken. So ist erst jüngst wieder ein Fall in Kannath vorgekommen, der Be­achtung verdient und zur Vorsicht mahnt. Ein elfjähriges Mädchen hatte sich mehrere Aepfel von dem auf dem Boden lagernden Vorrath geholt und dieselben sofort gegessen. Schon einige Zeit darauf fiel daS Kind in Starrkrampf und man hielt es für tobt. Als die Kleine wieder erwachte, hatten Nachbarn und Schulfreundinnen bereits Kränze zum Sargschmuck geschickt. Der Starrkrampf hatte zwei Tage angehalten.

Lauterbach, 27. Januar. Gestern Abend gegen 10 Uhr ließ sich bei Großenlüder die aus Hartershausen stammende

geisteskranke Ehefrau des JohS. Obenhack von demnach Fulda gehenden Zuge überfahren, wobei ihr der Kopf vom Rumpfe getrennt wurde.

Selters, 24. Januar. Bei der heute stattgehabten Bei­geordnetenwahl wurde der seitherige Beigeordnete Philipp Spahn HI. von hiesiger Gemeinde einstimmig wiedergewählt.

Aus dem Großherzogthum Heften, 23. Januar. Eine, gelungenen Bcitrog zu der bisweilen etwas komischen AuS- drucksweise ländlicher Bürgermeister lieferte vorgestern in einer Gerichtsverhandlung der Bericht einer hessischen Bürgermeisterei. Es hieß in diesem Schriftstück u. A: L . . . ist schon lange Zeit gestorben, ohne bis jetzt hoher Behörde hiervon Kenntniß zu geben." DaS ist allerdings wenig respektvoll von dem Manne.

A Maio;, 27. Januar. Die Vorgänge in der letzten Sitzung der hiesigen Stadtverordnetenversammlung, in welcher sich, wie mitgetheilt, die Mitglieder der CentrumS- partei und die Demokraten wegen ihrer Majorisirung durch die verbündeten Socialdemokraten, Nationalliberalen und Deutschfreisinnigen nicht an den CommissionSwahlen betheiligten und auch jede Wahl in irgend eine Commission ablehnten, haben bereits die Folge gezeigt, daß die Mehrzahl der Commissionen nicht mehr beschlußfähig und hierdurch unser städtischer Verwaltungsapparat in'S Stocken gerathen ist. In der Bürgerschaft, wie in der hiesigen Localpresse findet daS Vorgehen der Majorität eine sehr abfällige Kritik. ES mag dahin gestellt bleiben, wer Recht in diesem Streite hat, so viel steht aber fest, daß für unser städtisches Gemeindewcsen das seitherige einträchtige Zusammenwirken aller Parteien ersprießlicher ist, als die häßlichen Parteistreitigkeiten, die Ende der siebenziger Jahre in unserem Stadthause an der Tagesordnung waren.

Kastel, 27. Januar. Dem Commando deS Pionier­bataillons ist wegen dem bevorstehenden Eisaufbruch die Ordre zugegangen, von jeder Compagnie 40 Mann, 4 Unteroffiziere, 2 Offiziere bereit zu halten, damit sie jeden Augenblick an gefährdete Stellen abrücken können, um Eis- Sprengungen vorzunehmen.

Singen, 26. Januar. Heute Nachmittag versuchte ein Müllerknecht trotz des eingetretenen ThauwetterS zwischen Bretzenheim und Laubenheim mit seinem Fuhrwerk über die Eisdecke der Nahe zu fahren. DaS Eis brach und Pferde und Wagen versanken. Eines der Pferde ertrank, daS andere verletzte sich so schwer, daß eS getödtet werden mußte. Der Knecht rettete sich.

DermiMyfts.

* Koblenz, 27. Januar. Das Moseleis stand in Folge Stopfung bei Berncastel still. Seit 6 Uhr Vormittags ist wieder starker Eisgang der Obermosel. Der Rhein ist hier 1,50 Meter gestiegen.

* Berncastel, 27. Januar. Gestern Abend erfolgte eine Überschwemmung deS unteren StadttheilS, das Eis drang in die Straßen ein, acht Häuser und mehrere Schiffe wurden zertrümmert.

* Köln, 27. Januar. Der Rhein ist mit EiS be­deckt. Die Staatsfähre von Neuwied ist zwischen das Ei- eingeklemmt und trieb um 11 Uhr hier vorbei. Dieselbe wurde durch zwei Schraubendampsor aufgegriffen und in den Hafen geschleppt. Das Rheineis von Unkel aufwärts treibt vorbei, das Moseleis wird zwischen 56 Uhr erwartet. Die Rheinhöhe ist auf 2,14 gestiegen, gestern Abend war der Stand 1,22.

* Erfurt, 26. Januar. Unserer Polizeiverwaltung ist eine höchst ärgerliche Geschichte passirt, welche den ohnehin sehr zahlreichen Beamten unseres gegenwärtigen Poli­zeidienstes noch mehr Wasser auf bic Mühlen letten wird. Gestern wurde nämlich hier ein gefährlicher Einbrecher fest­genommen , der längere Zeit hier als Polizeisergeant Nachtdienste that. Wie sich jetzt herauSgeftellt hat, benutzte der Wackere seine Stellung zum Deckmantel einer Reihe verwegener Diebereien. An 40 Diebstähle sind dem Manne schon jetzt nachzuwetsen und eine Menge gestohlener Sachen wurden in seiner Wohnung gefunden.

* Burgdorf (Kreis Celle), 25. Januar. Hier ist eine Engelmacherin verhaftet worden, die feit 1885 den Tod von 21 Pflegekindern veranlaßt haben soll.

Abkühlung auf der Eisbahn.Na warte, Juugeken, Dir werde ich den Zimmt besorgen!" Mit bteien Worten stürzte sich am Mittwoch Nachmittag eine ältliche robuste Frau auf berVictoria-Eisbahn" in Berlin auf einen jungen Mann, ber eben int Begriff war, seinerDame" bic Schlittschuhe anzuschnallen. Ehe ber fnieenbe Cavalier von seinem Erstaunen sich zu erholen unb aufzurichten ver­mochte, hatte er ein paar so wohlgezielteTachteln" weg, baß ihm ber Hut im weiten Bogen vom Kopfe flog. Die Scene lockte natürlich Zuschauer herbei, unb während ber Gemißhanbelte, seine Kopsbebeckung im Stiche lassenb, fliehen wollte, klammerte sich bic Frau an ihn an unb sagte:Jleich ziehste bie Winterpelle von unfern meblirten Herrn aus, ober ick lass' Dir burch'n Schutzmann als Dieb arretieren." Aber, Mutter, Du wirst mir doch hier nicht vor die Leute nicht so dlamiren," meinte, seine Verfolgerin abschüttelnd, der Jüngling- doch kaum hatte der mit einem schweren Pelz Bekleidete sich wieder befreit, da fand er sich von einigen kräftigen Fäusten gepackt unb seiner schützenben Hülle beraubt. Laßt ihn man loofen! nu kann er hinjehn, wo ber Pfeffer wächst - an bie Pflanze iS boch nischt verloren," rief nun unter bem Gelächter ber Umstehenben daS resolute Weib, nahm ben roieber eroberten Pelz über ben Arm unb schritt triumphirenb bem Ausgange zu, während ber, bes fremden Schmucks beraubte Sohn sich nunmehr zum allgemeinen Gaudium der Eiösportler in einer vielfach audgebefferten simplen Strickjacke präsentirte unb beschämt ber schlagfertigen Mutter folgte.