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Paris, 23. September.

Die Erklärung des russischen

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I orten mit über 5000 Seelen die hauptsächlichsten v^schristem beschränkt find.

Wir beschließen hiermit unfern flüchtigen Ueberklick, der jedoch das im Eingänge dieser Betrachtung Gesagte vollauf bestätigen dürste. Freilich find verschiedene bedeutsame gesetz» geberische Versuche auf dem abgelauienen Tage ergcbnßlo» geblieben: die Novelle zum Einkommensteuergeehe, mit der obligatorischen Eelbstdeclaration und Erhödun; der Progression, sowie weiterer Entlastung MinderleistungSfäuger, wie fie von der Zweiten Kammer angenommen worden find, j scheiterte leider an dem Widerspruch der Ersten Kamner. - Die sogen. DerwaltungSgesetze konnten, wenn sich tuch in einzelnen Fragen, wieder Beibehaltung der direet'n Bürgermeifterwahl in den Landgemeinden, gegn. I über der Vorlage der Regierung eine erfreuliche Uebereir. * stimmung zeigte, schon in der Zweiten Kammer keine Med» heit erlangen. Die von der natiooalliberalen Partei stett betonte Nothweudigkeit einer besseren Ausgestaltung unseres directen StcuerwesenS, namentlich durch Einführung der obligatorischen Selbsteinschätzung bei den Einkommensteuer» pflichtigen I. Abtheilung, durch eine nach unten entlastende und nach oben stärker eingreifende Progression wird fich immer mehr geltend machen.

Mögen dte Wähler des Hessenlandes chrerseits dafür sorgen, daß bei der bevorstehenden Ergänzung tüchtige, erprobte Männer in die Zweite Kammer entsendet werden, die unab» hängig nach oben, aber auch nach unten, daS allgemeine Wohl höher schätzen, als eine wohlfeile Popularität, die ihre Aus. gäbe nicht im Schassen und Verschärfen, sondern im Mildern bestehender Gegensätze erblicken und die bereit find, ihr Bestes einzusetzen für die Wohlfahrt deS Volkes, für eine friedliche, gesunde Weiterentwickelung unseres öffentlichen Lebens!

Darmst. Tagt. Anz.

der Ausstellung von Gesundheitsscheinen durch die Kreisveterinärärzte bei Ausbruch der Maul» und Klauen» s e uch e und hinsichtlich der Uebernahme der hierdurch bedingten Taggelder und Transportkosten auf die Staatskaffe gefaßt worden find, anzuführen fein.

Die Neuregelung des Landarmenwesens, nach welcher die Staatskasse neben den einzelnen Landarmenver­bänden mit gewissen Paufchsummen an den hierdurch verur­sachten Kosten Theil nimmt, wird dazu dienen, die Gemeinden in ihren Beiträgen zur Kreiskasse zu entlasten. Dem gleichen Streben nach Entlastung der Gemeinden entspringt ein von der Zweiten Kammer beschlossenes Ersuchen an die Großh. Regierung, dte Uebernahme der Bau- und Unterhal­tungskosten von Realschulgebäuden, bezw. die Leistung einer Miethentschädigung für derartige, bereits von Gemeinden errichtete Gebäude für den künftigen Hauptvor- anschlag in Erwägung zu ziehen.

DaS Gesetz wegen Beaufsichtigung der Mieth» Wohnungen und Schlafstellen erscheint, nachdem die von der Kammer erhobenen Bedenken durch Einvernehmen mit der Regierung erledigt worden sind, in seiner endgiltigen Fassung wohl geeignet, auf diesem für die ärmere und ärmste Bevölkerung hochwichtigen Gebiete Besserung zu schassen, ganz besonders in den Stäbfen, auf welche neben den Land»

Beauvais, 24. September. Der Präsident Carnot nahm, begleitet von dem Kriegsminister Loiztllon, heute Vormittag die Parade über das 2. und 3. Armeecorps ab. Der Präsident traf um 9 Uhr früh in einem Landauer auf dem Paradefeld ein und fuhr die Front der Truppen ab. Hierauf verließ er den Wagen und wandte sich zu den fremdländischen Offizieren, welche zur Begrüßung von den Pferden stiegen. Der Präsident reichte den Offizieren die Hand und nahm alsdann auf einer Tribüne Platz, um dem Vorbeimarsch der Truppen betzuwohnen. Präsident Carnot, der sich deS besten Wohlbefindens erfreute, wurde von einer zahlreichen Menschen» menge, welche aus der Umgegend und selbst auS Paris herbei­geströmt war, lebhaft begrüßt. Nach Beendigung der Revue beauftragte der Präsident den Kriegsminister in einem Schreiben, dem General Billot, welcher dte Oberleitung der Manöver gehabt hatte, feine Glückwünsche wegen der guten Haltung der Truppen zu übermitteln. Nach der Truppen- besichtlguug gab Präsident Carnot der Generalität und den fremdländischen Offizieren ein Dejeuner zu 160 Gedecken. Hierbei hielt derselbe eine Rede, in der er NamenS der Regierung die Armee beglückwünschte, welche Frankreich Ver­trauen in seine Stärke gebe und ihm Ruhe und Kaltblütigkeit verleihe. Der Präsident fügte hinzu, Frankreich, treu seinen Freundschaften, die eS glücklich sei, zu feiern, und treu seinen Ueberlicfcrungen der Höflichkeit, könne erhobenen Haupte« seine wahre Friedensliebe verkündigen, in der Ucberjeugung, daß die Zukunft der Klugheit und Redlichkeit gehöre. AIS- dann belobte der Präsident die Armee. Sie sei eine Schule patriotischer Pflichterfüllung und kenne keine verderblichen Lehren, welche bestrebt wären, die Nation zu spalten und fie dem Vaterlandsbegriffe abwendig zu machen. Carnot schloß mit einem Toast auf die französische Armee. Hierauf dankte der Kriegsminister Loizillon, indem er hervorhob, Frankreich

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I erlassenen Gesetze in einer, allerdings nur allmähliche AuS- I führung zulassenden Weise angebahnt Haden, ist durch sehr erhebliche Nachbewilligungen für einzelne Linien sichergeftellt worden, weitere Ergänzungen dieses Netzes sind entweder, wie die Linien OffenbachHeusenstamm und Bickenbach JugenheimSeeheim, mit Berücksichtigung von Alsbach, gesetzlich feftgestellt oder doch, wie diejenigen von Darmstadt über Roßdorf nach Groß-Zimmern oder durch den sogen. Bachgau nach Aschaffenburg, sowie von GernSheim nach Pfungstadt, der Großh. Regierung zur Bearbeitung und ent»

I sprechenden Vorlage von der Kammer empfohlen worden.

Abgesehen von diesen, mehr die einzelnen LandeStheile als solche interessirenden Maßnahmen, war die Fürsorge der Kammer den verschiedenen Bedürfnissen einzelner Klassen der Bevölkerung zugewendet. Was zunächst den Beamten st and betrifft, so ist zwar die von der Großh. Regierung vor» geschlagene allgemeine Einführung eines WohnungSgeldzuschusseS nicht genehmigt worden, dafür aber wurde eine allgemeine procentuale Gehaltsaufbesserung von 10 und. für die Gehaltötheile über 2000 Mk. von 5 Procent beschlossen, welche mit dem Beginn der laufenden Finanzperiode in Kraft getreten ist, und überdies von der Großh. Regierung die Zusage eines umfassenden BeamtenbesoldungSgesetzeS erwirkt. Auch in der Anregung und demnächstigen Genehmigung der festen Anstellung verschiedener Kategorien von Bediensteten, die einer solchen biß dahin entbehrten, wie der Hülfsgerichts» schreiber, der Steuercommiffariatsgehülfen, in der Anregung einer Vergütung an die Steueraufseher für deren auswärtige Dienstgeschäfte, ist die Fürsorge für die unteren Beamten- klaffen zum deutlichen Ausdruck gekommen. Endlich soll die Erhöhung der Pensionen derjenigen Civildiener-Wittwen und -Waisen, deren Bezüge noch nach den älteren, weniger günstigen Gesetzen geregelt waren, hier nicht unerwähnt bleiben.

Zahlreichen Mühlenbesitzern wird das Gesetz, welches die Ablösung deS auf ihren Mühlen ruhenden Wasserfall- zinfeS zum zehnfachen Jahresbetrag gestattet, eine will- kommene Handhabe bieten, sich auf verhältnißmäßig recht günstige Weife von einer dauernden Belastung zu befreien. Der Landwirthschaft treibenden Bevölkerung dürften die Mittel, welche zu umfangreicheren Versuchen von Torf streu be­willigt worden sind, demnächst zu erheblichem Vortheil ge­reichen. Nicht minder werden die Befchlüsse, welche hinsichtlich

der russischen Offiziere votirte, verwahrten die Socia- listen fich gegen eine solche Creditforderung und stellten den Antrag, daß der genannte Betrag für die aus­ständigen Grubenarbeiter oder die Armen verwendet werde.

Paris, 23. September. DaS Amtsblatt veröffentlicht einen ministeriellen Beschluß, nach welchem alle öffentlichen Verwaltungen die Annahme fremder Münzen zu ver­weigern haben. Diese Maßregel richtet sich hauptsächlich gegen Italien.

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könne im Vertrauen auf den Patriotismus seiner Armee mit Ruhe allen Ereignissen der Zukunft entgegensehen, und schloß mit einem Toast auf den Präsidenten Carnot.

Tepeschen des Bureau .Herold'.

Neuß, 25. September Auf einem an der Erftmündung bei Herdt liegenden Schiffe erkrankte unter choleraver­dächtigen Umständen ein Junge.

totales rrrid provinzielles.

Gieße,. 25. September 1893.

Sitzung des Schwurgerichts der Provinz Cbetbtflt» | vom 25. September 1893. Heute wurden unter Vorsitz bei I Großh. LandgerichtSrathS Kullmaun U. die Schwurgericht-, Atzungen für daS dritte Quartal eröffnet. Zur Verhandlung kam die Straffache gegen den Taglöhner Jacob Sadon, I Don Laubach bei Usingen wegen Verbrechens gegen die Sitt» I lichkeit. Die Anklage vertrat der Großh. Erste Staatsanwalt Jöckel, vertheidigt wurde der Angeklagte von Rechtsanwalt I Kraft, als Geschworene wurden auögelooft die Herren I Johannes Becker VI., Georg Haas II., Hermann Karl Schmidt, Wilhelm Bloch, Johann Heinrich Müller II., Wilhelm Zieh Heinrich Wilhelm Alles, Gustav Vogt, Friedrich

I Fenchel II., Rudolf Nöggerath, Friedrich Katz II. und Ludwig. I Horst- Die Verhandlung gegen det^ schon öfter vorbestraften I Angeklagten sand auf Antrag der Staatsanwaltschaft unter Ausschluß der Oeffentlichkeit statt und endete, nachdem die Geschworenen (Obmann Herr Rudolf Nöggerakh) dosSchuldig" unter Ausschluß der mildernden Umstände ausgesprochen, mit der Berurtheilung des Angeklagten in eine Zuchthausstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten unter Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von fünf Jahren.

Rückkehr aus de» Mauöoeru. Da« Jnfanterie-Regi mentKaiser Wilhelm" ist gestern Vormittag wieder hier eingetroffen. Die Bataillone wurden von der Regiments- musik von der Frankfurter Straße au» durch die Stadt geleitet, desgleichen die Fahnencompagnie, welche die Fahnen nach demHotel Einhorn" brachte. Wie immer, so vollzog fich auch diesmal der Einzug des Regiment» angesichts einer großen Zuschauermenge, welcher der gestrige Sonntag übrigens eine Menge Leute vom Lande zugeführt hatte. Die Reser- visten wurden heute entlassen. Unter Vorantritt der Regiments- musik marschirten sie heute Vormittag nach 11 Uhr über die Südanlage zum Bahnhose, und die um diese Zeit dort ab- gehenden Züge entführten sie nach allen Richtungen. Für das Regiment beginnt nun eine kurze Reihe ruhigerer Tage, bis nach dem in diesem Jahre um volle drei Wochen früher erfolgenden Eintritte der Rekruten und der Neuformatios eines weiteren (4.) Bataillons der anstrengende Dienst wieder beginnt.

-L Eäugerlag. Gestern Nachmittag wurde imVen<f4en Felsenkeller" Hierselbst der Sängertag deS'Lahakhal» Sängerbundes abgehalten. Vertreten waren die Orte Butzbach, Dillenburg, Gießen, Grünberg, Lich, Marburg, Weilburg und Wetzlar. Vor Eintritt in die Tagesordnung stellte Herr Schmidt-Weilburg den Antrag:Bei den Bundesfesten ist eine Werthung der Gesänge vorzunehmen und den einzelnen Vereinen da» Resultat derselben mit^u» theilen in ähnlicher Weise, wie dies bereits bei dem Sänger- fest deSMittelrheinischen Sängerbundes" in Bockenheim ge handhabt worden." Der Antrag wurde, da nicht statutengem eingebracht, bis zum nächstjährigen Sängertag zurückgestellt, j Aus den weiteren Verhandlungen entnehmen wir Folgendes: I Das nächste DundeSfest findet 1894 in Butzbach statt. Für dasselbe wurden nachstehende Chöre bestimmt: 1)Frau Musika" von Weinwurm, 2)Rausch' Deine Flügel" von Schneider, 3)Lobpreiset laut", Hymne von Herzog Ernst, 4)Brüder, reichet Herz und Hand" von Abt und 5)Zu« BundeSfeft" von Schmidt,- erstere drei ä capella. Aus dem Bund geschieden ist der VereinLiederkranz"-Biedenkopf. Da dieser On Sitz de» Bundespräsidenten war, wurde eine Neuwahl desselben erforderlich, aus welcher Herr Schmidt- Wetzlar hervorginA Die Bundeskasse weist einen Bestand von 300 Mk. auf. Zum BundeSorgan wurde dieSanger- Halle" bestimmt, in welcher von Vorkommnissen innerhalb des Bundes berichtet werden soll. Vor Schluß der Verhandlnugen theiltc Herr Schneider-Marburg mit, daß der dortige VereinLiedertafel" am 4. November d. I. daS 30 jährige Stiftungsfest begehe und lud die Vorstände der Vereine nrt dem Bemerken ein, daß für Freiauartier binreichend sorge getragen würde. Zu Ehren der Delegirten hatten sich die

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Barcelona, 24. September. Während der Truppenschau _ . , _ u wurden zwei mit Dynamit gesülle Bomben gegen den Marschall

Botschafters, Baron Mohrenheim, daß mehrere von den Martinez Campos geworfen- der Marschall wurde an

städtischen Behörden angeordnete Festlichkeiten nicht stattfinden I der rechten Schulter und am Schenkel verwundet, außerdem

könnten, bat hier große Aufregung hervorgerufen. I der Flügeladjutant und zwei Polizisten. Auch General

Brußel, 23. September. Die hiesigen Blätter fordern MoliuS wurde verwundet, ein vorübergehender Gendarm und

den Minister des Aeußern auf, bei der deutschen und ein Spaziergänger gelobtet. Nach vorgenommenem Verband

englischen Regierung vorstellig zu werden, um den Verkauf wohnte Martinez Campos der Eröffnung deS artistisch

von Waffen und Munition durch deutsche und englische I literarischen CongreffeS bei. DaS Kriegsgericht wird den

Häuser in Afrika zu verhindern. I Attentäter, welcher Arbeiter ist, abunheilen.

Kopenhagen, 23. September. Alle gegebenenfalls noch- Sau Francisco, 24. September. Anläßlich eines Streite» wendigen Maßregeln zur Verhinderung der Einschleppung zwischen den dem Syndicat Angehörigen und den demselben nicht d e r C h o l e r a über die schleswigsche LandeSgrenze sind I angehörenden Seeleuten brachten erstere eine Dhnamitbombe getroffen, lieber die militärische Absperrung verlautet noch vor dem Hause zur Explosion, daS von Nichtsyndicats-See- ntd)l6- _ leuten bewohnt ist,- sechs der letzteren wurden zerrissen, außer-

Warschau, 23. September. In neuerer Zeit wurden | dem zwei getöbtet, mehrere schwer verwundet, hier wieder mehrere Studenten wegen nihilistischer Umtriebe verhaftet.

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Ei» Rückblick auf die Thätigkeit des Neueste Nachvichte,^ I Landtages in den letzten drei

Jahren.

Wolffs telegraphische» Korrespondenz - Bureau. I

S" «ä-ääwä Ä 2 »Ä'S.ÄZ.-rs (fh#mnib 9A e. rrv ,rr, I Unterrichtswesen, für die Landwirthschaft und da» Gewerbe,

föchfifchkMufchtn.u. für Herstellung öffentlicher Bauten jeder Art, für G° fchiif «jabre ein» 37^-!W d-rflaffenen Förderung de« Schifffahrt-Verkehr-, fowie für 6a5

im Coriabn Straßen, und ganz b-fvuder- da- Ei f-nbahubauw- f - n

NS "«T " s ÄS £ SÜSS, !?"K. ÄÄSS 82 Äf. «tfXXn'S :X"iUW*Unh I Netzes uan Nebenbahnen, wie sie di. früheren hierüber

Karlsruhe, 24. September. Heute Vormittag wurde hier daS in den Anlagen der KriegSstraße errichtete Denkmal für den Freiherrn Drais, den Erfinder des Fahrrades, feierlich enthüllt, wobei Gewerbefchuldirector Catian die Fest­rede hielt. Der Oberbürgermeister Lauter übernahm das Denkmal in den Schutz der Stadt. Der Festplatz und ein großer Theil der Stadt waren festlich beflaggt.

Wien, 24. September. Se. Majestät der Kaiser Wilhelm hat dem Erzherzog Friedrich das 48. preußische Infanterie-Regiment verliehen.

Pari», 24. September. DerStrike der Bergleute tm nördlichen Frankreich beginnt bedenkliche revolu- tionäre Züge aufzuweifen, wie au6 zahlreichen Meldungen über den sich verschärfenden Character des AuöstandcS erhellt. Anerkannt muß werden, daß die französische Regierung diese kritische Wendung der Dinge vorauSgesehen hat, denn es wurden gleich von Beginn der Strikebewegung an Truppen nach den Mittelpunkten des Strikes entsandt. Dieselben sind aber offenbar nicht stark genug, um die Ausschreitungen der feiernden Bergleute zu unterdrücken, und die Entsendung von Truppenverstärkungen nach dem Strikegebiet erscheint um so dringender geboten, als die ftritenben Grubenarbeiter von Leus Miene machen, nach Anzin zu ziehen und die dort befindlichen 8000 Bergleute zur Theilnahme an dem Aus­stande zu zwingen. Auch wird bereits die Befürchtung laut, der Strike der nordfranzösischen Bergleute könne zum Ausgangs­punkte eines allgemeinen Strikes in allen übrigen Gewerken | Frankreichs werden. Characteristisch für die Lage der Truppen im Strikegebiet ist die Meldung, der KricgSminister Loizillon habe demselben im Hinblick daraus, daß ihnen von der Be- DÖlferung Unterkunft und Unterhalt verweigert wird, das Recht zu Requisitionen ertheilt.

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