Ausgabe 
26.5.1893 Zweites Blatt
 
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Freitag den 26. Mai

1893

Der Siebener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme des MontagS.

Die Gießener Aamilien b kälter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigclegt.

Gießener Anzeiger

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VermifchLes.

* Von der Chicagoer Weltausstellung. Die Welt­ausstellung in Chicago ist kaum eröffnet, und schon ertönen laute Klagen über dieAusschlachtung" der Ausstellungsgäste. Die Preise in den AuSstellungsrestaurants sollen durchgängig eine Höhe aufweisen, welche selbst für amerikanische Verhältnisse als ganz abnorm gelten. Aber selbst die vielen Gasthäuser der Stadt Chicago nehmen geradezu riesige Preise, und dazu beabsichtigen die Hoteliers vom Juni ab noch eine weitere Preis st eigerung ein­treten zu laffen. Der Besuch der Weltausstellung ist bis jetzt im Verhältnisse zur aufgewendeten Reclame noch ziemlich mäßig. Zwar war sie am Eröffnungstage von 50,000 wirk­liche zahlenden Personen besucht, an den vier nächstfolgenden Tagen sanken indessen diese Ziffern auf resp. 19,524, 46,837, 23,000 und 35,000.

* Statistisches aus den Berliner Volksküchen, Der Be­richt über die fünfzehn Volksküchen und die Frauen­küche der Stadt Berlin für das Jahr 1892 ist kürzlich er­schienen- er enthält manches auch für weitere Kreise In­teressantes. Es wurden aus diesen Anstalten im genannten Jahre im Ganzen 2,509,683 Portionen verabreicht, die Ein­nahme betrug 341,934 Mk., die Ausgaben dagegen beliefen sich auf 356,930 Mk., demnach ergäbe sich ein Betriebs­verlust von 14,985 Mk. In den Küchen wurden verbraucht: 1394 Centner Fleisch, 32,433 Paar Würstchen, 50 Gentner Fische verschiedener Art, außerdem 75 Tonnen Heringe, 279 Centner Fett, 12,348 Centner Kartoffeln, 315 Centner Mehl, 3703 Centner Hülsenfrüchte, 111 Centner Nudeln, 1215 Centner frisches Gemüse, 486 Schock Kohlrabi, 403 Scheffel Spinat und Grünkohl, 565 Centner Sauerkraut, 72 Scheffel frisches Obst, 98 Centner Backobst, 141 Centner Zwiebeln, 387 Centner Salz, 7480 Liter Essig, 141 Centner Zucker und 41 Centner Kaffee.

* Verbot einer devoten Amtssprache. Der Oberstaats­anwalt am Oberlandesgericht zu Jena hat unterm 7. Januar d. I. folgende Verfügung erlassen: Die Wahrnehmung, daß seit einiger Zeit mehrere, namentlich neu eingetretene Amts­anwälte wieder geglaubt haben, ihre pflichttreue und freund­liche Gesinnung in erstatteten Berichten durch Ausdrücke der Devotion, wiegehorsamst",ganz gehorsamst",Hochwohl­geboren",ich beehre mich" auchergebens!" oberganz ergebens!" :c. besonders höflich ausdrücken zu sollen, veran­laßt mich zu der wiederholten Mittheilung, daß ich solche unnothigen Wortformeln, mich auch ohne solche der guten Gesinnung der Herren Amtsanwälte versichert haltend, nicht wünsche und zur Begründung auf mein General-Reskript vom 10. Februar 1887 verweise.

Der Regenwurmhandel hat in Berlin neuerdings einen ungeahntenAufschwung" genommen. Die Berliner Angler, eine hochachtbare Zunft, verbrauchen nämlich bei ihrem Sport so viele Würmer, daß der Bedarf kaum gedeckt werden kann. Als ergiebigeJagdgründe" gelten die Wiesen bei Charlotten- bürg, die Ufer an den Treptower Anlagen und alle größeren grasbedeckten Flächen- auch das Tempelhofer Feld ist ein ertragreiches Jagdfeld. Der Regenwurm wird nur des Nachts erbeutet, dieSucher" rüsten sich mit kleinen Blend­laternen aus, um den Boden abzuleuchten; zum Erfolg der nächtlichen Streifereien gehört eine genaue Kenntniß der Lebensweise desWildes". Der Regenwurm unternimmt nämlich gegen Mitternacht große Wanderungen, überrascht man ihn auf einer solchen, so ist es leicht, ihn zu ergreifen. Schwerer ist es, solche Würmer zu fassen, welche erst theil- weise ihre Erdwohnung verlassen haben, denn derPieresel", so behaupten die Fänger, hat feine Ohren und verschwindet bet dem geringsten Geräusch, es gilt deshalb, sich heranzu- pürschen und ihn zu beschleichen. Die Regenwurmjagd ernährt eine große Anzahl von Menschen, viele haben ihre festen Kunden, die Berliner Angler und das Aquarium kaufen den nur schockweise in den Handel gebrachten Wurm in großen Mengen.

* Ein lustiger Krieg zwischen zwei feindlichen Gemüse­krämern, deren Verkaufskeller in einer Straße Berlins ein­ander gegenüberliegen, entspann sich dieser Tage um den Artikel: Maltakartoffeln. Der eine Budiker steckte ein Täfelchen heraus, worauf der Preis für zwei Pfund neuer Maltakartoffeln mit 25 Pfg. angegeben war, worauf fein Concurrent sie den Vorübergehenden mit 20 Pfg. anbot. Das ärgerte den anderen, unb er setzte ben Preis aus 18 Pfg. herab, was zur Folge hatte, daß sein Nachbar 13 Pfg. auf das Täfelchen schrieb. Dieser Preis lockte nach wenigen Minuten einen Käufer an, der dem billigen Händler den ganzen Vorrath abkaufte. Kaum hatte sich der Kunde entfernt, als auf dem Täfelchen

gegenüber die Zahl 25 wieder auftauchte und zugleich das lachende Gesicht des Concurrenten, denn dieser war es gewesen, der dem Gegner die Waare hatte abkaufen lassen, um ihn unschädlich zu machen.

* Die Feststellung der höchsten Fahrgeschwindigkeit eines Eisenbahnzuges innerhalb der Grenzen eines gesicherten Be­triebes ist nach derDeutschen Verkehrsztg." kürzlich von der preußischen Eisenbahnverwaltung versucht worden. Zu diesem Zwecke wurde unter Betheiligung einer größeren Zahl höherer Eisenbahnbeamten ein aus sieben dreiachsigen und zwei zweiachsigen Personenwagen bestehender Sonderzug von Grünewald bei Berlin nach Schneidemühl abgelaffen. Er wurde durch eine Schnellzug-Locomotive neuester Construction befördert. Der Zug fuhr 7 Uhr 6 Minuten früh ab und traf in Schneidemühl 11 Uhr 52 Minuten ein. Die Ent­fernung zwischen Anfangs- und Endpunkt der Fahrt beträgt 346 Kilometer- wenn man 51 Minuten für den Aufenthalt auf den Stationen abrechnet, wurden in der Stunde 87,30 Kilometer durchfahren, die schnellste Fahrzeit, welche auf deutschen Bahnen bisher erreicht worden ist.

* Aus der Pfalz Es sind nunmehr 200 Jahre ver­flossen, seit die damalige Pfalz, unter dem Befehl des fran­zösischen Generals Melac auf Anordnung des Königs Ludwig XIV. in Schutt und Asche sank. Nach Häußers Geschichte der rheinischen Pfalz wurden am 28. Januar 1693 die Ortschaften Wiesloch, Nußloch, Leimen, Rohrbach, Bruch­hausen, Sandhausen, Kirchheim, Eppelheim, Wieblingen, Edingen, Neckarhausen durch Feuer zerstört. Am 5. März wurde Mannheim und die Ortschaften Schloß und Dorf Schwetzingen, Hockenheim, Ketsch, Brühl, Seckenheim, Neckarau, Ladenburg, Ilvesheim, Freudenheim, Käferthal, Wallstadt, Heddesheim, Sandhofen und der Scharrhof durch die Mord­brenner vernichtet. Schloß und Stadt Heidelberg fiel am 22. Mai unter dieser ruchlosen Horde. Im Ganzen sind 1200 Ortschaften vernichtet und über 400000 Einwohner ihrer Habe beraubt worden.

* Eine Riefenschuhfabrik ist jüngst in Pirmasens ge­gründet worden. 61 dortige Schuhfabriken haben sich in Gestalt einer Aktiengesellschaft zu einer einzigen Schuhfabrik (kooperativ^ Schuhfabriken) vereinigt, die 8723 Arbeiter be­schäftigt. Das Actiencapital beträgt 17*/z Millionen Mark. Die Arbeit wird unter den einzelnen Fabriken so vertheilt, daß die einen blos Herren-, die anderen blos Damen- und die dritten blos Kinderschuhe anfertigen; ferner wird auch eine Theilung des zu verarbeitenden Materials getroffflt An Stelle der jetzigen 321 angestellten Reisenden sollen künftighin nur 12 derselben die Vertretung besorgen und außerdem an einigen ausländischen Hauptplätzen Agenten an­gestellt worden. Die daherige Jahresersparniß soll eine Million betragen. Die jährliche Productenmenge soll eine Million Dutzend Paar Schuhe und Stiefel betragen, welche einen Verkaufswerth von 30 Millionen Mark repräsentiren.

* Die Findigkeit der Post. Das Loblied von derFin­digkeit" der Post wird bekanntlich in den Blättern gar so gern gesungen. Andrerseits fehlt es aber auch nicht an Leuten, die an der Hand von Thatsachen immer wieder darauf Hinweisen, wie wenig berechtigt vielfach diese Loblieder sind. Ein neues Beispiel möge zeigen, wie sich die Postbeamten manchmal mit Spielereien befassen. Am 10. April wurde bei der Bahnpost 27 im Zuge 106 von Würzburg nach Mannheim ein Brief eingeliefert, dessen Adresse in einem Bilderäthsel bestand. Der in der Bahnpost beschäftigte Be­amte, Postpraktikant P., entzifferte das Rebus und vermerkte auf der Sendung die Aufschrift mit Blaustift, während er die Rückseite mit folgendem poetischen Erguß versah:Das Räthel ist fürwahr sehr schön, Allein ich muß es eingcstehn, Geeignet sehr um aufzuhalten Die viel bedrängten Postanstalten. Drum die Moral von der Geschicht: Adressen schreib in Bil­dern nicht. Kaiserliche Bahnpost 27." Der nach Grünsfeld bestimmte Brief wurde noch an demselben Tage dem Empfänger ausgehändigt, bemerkt ein Fachblatt rriumphirend zu dem Unfug. Der Postbeamte hätte korrekter gehandelt, wenn er die Sendung als unbestellbar hätte zurückgehen laffen, anstatt durch die Bemerkungen seinerseits zu ähnlichenHeldenthaten" förmlich herauszufordern.

Citeratur unb Kunft.

Die Verlagshandlung des Bibliographischen In­stituts in Leipzig und Wien, welche den Büchermarkt bereits mit so vielen hervorragenden Erzeugnissen deutscher Geistesarbeit beschickte, hat jetzt die Genugthuung, auf die glückliche Vollendung der dritten Auflage von »vrehmS Xtiietlebett* zurückblicken zu können. Das hervorragende Musterwerk populär wissenschaftlicher Thierschilderung findet einen würdigen Abschluß in dem foeben er­schienenen zehnten Band, mit der Abhandlung über die Gruppe der

Niederen Thiere. Der Neubearbeitung dieser Thiergruppe hat sich mit Geschick und trefflicher Lösung seiner Aufgabe der weithin als feinsinniger Forscher bekannte Gelehrte Professor Dr. W. Marshall an Stelle deS verstorbenen Professors Oskar Schmidt unterzogen. In keinem Gebiet der Thierkunde sind seit dem Erscheinen der letzten Auflage von Brehms Thierleben so umsassmde Fortfchritte gemacht, so viel neue Thatsachen entdeckt und frühere Ansichten berechtigt worden wie in der Naturgeschichte der niederen Thierwelt. Die Tiessee-Expeditionen der Amerikaner, Franzosen, Scandinavier und allen voran der Engländer, haben die Zahl der bekannten Thiersormen aus den Tiefen der Meere ganz ungemein vermehrt, und auf sie hat der Bearbeiter der neuen Auflage ganz besondere Rücksicht genommen. Weiter wurde den Resultaten moderner Untersuchungen über niedere Krebse, besonders in der Entwickelungsgeschichte derselben, dann denen über Räderthiere, Regen- und Schmarotzerwürmer, MooSthiere, Schwämme und Urthiere Rechnung getragen. Zum erstenmal er­scheinen in der gegenwärtigen Auflage die seltsamen Binnenathmer oder Enteropneusten und die von F. E. Schütze entdeckte Trichoplace adhaerens. Die Schlangensterne sind als besondere Klasie von den eigentlichen Seesternen getrennt. Außerdem verdanken wir der von außerordentlicher Gründlichkeit zeugenden neuen Bearbeitung die Aufnahme neuer Ordnungen und zahlreicher neuer Familien der niederen Thierwelt. Auch die Eintheilung und systematische Gliederung jener Thiergruppe hat nach Marshall eine wesentliche Veränderung erfahren. Der reichlichen Vermehrung des hochinteressanten Textes entspricht die vorzügliche illustrative Ausstattung des vorliegenden Bandes vonBrehms Thierleben". Dieselbe weist eine Vermehrung von 72 Text-Abbildungen, drei Sondertafeln In Schwarzdruck und 4 Sondertafeln in Farbendruck auf. Unter den neuen Bunttaseln finden sich Blätter, wie die Seeblase und die Seeanemone darstellend, von Merculiano in Neapel und die Rippenquallen und GlaSschwamme von Dr. Franz Etzold in Leipzig, in meisterhaster Zeichnung und Druckausführung. Diese künstlerischen Leistungen gehören unbedingt mit zu dem Besten, was auf diesem Gebiete vorhanden ist. Im Ganzen setzt sich der Bilderschmuck des zehnten Bandes zusammen aus 496 Abbildungen im Text, 16 Sondertafeln in Farben- und Schwarzdruck und einer Karte, welche in großen Zügen die Verbreitung der wichtigem niederen Land- und Wasserthiere veranschaulicht. Prof. Dr. Rudolf Blasius in Braunfchweig, Präsident des inter­nationalen permanenten ornithologischen EornltsS, schrieb der Verlags- Handlung einmal: . . . Mein hochverehrter Freund Alfred Brehm würde, wenn er diese Auflage noch erlebt hatte, gesagt haben: ,DaS ist ausgezeichnet geworden." Und in der That geziemt es sich wohl bei Vollendung der neuen Auflage vonBrehms Thierleben"- ) jener Gelehrten und Forscher ehrend zu gedenken, die sich mit unermüd­lichem Fleiß und voller Hingabe dem monumentalen Werke gewidmet haben. Ihrem ernsten Wirken verdankt die deutsche Ration die Er­haltung und Fortführung des unübertroffenen Brehm'schen Lebens­werkes, und der verdienstvollen Verlagshandlung gebührt die Aner­kennung für die Auswahl solcher Mitarbeiter und für die glanzende Ausstattung des monumentalen Unternehmens, dem eine werthvolle Bereicherung in einem Ergänzungsband,Die Schöpfung der Thier­welt", von Dr. Haacke, in nächster Aussicht steht.

*) Brehms Thierleben. Dritte, neubearbeitete Auflage, von Prof. Dr. Pechuel-Lolche, Dr. W. Haacke, Prof. Dr. O. Boettger, Prof. Dr. E. L. Taschenberg und Prof. Dr. W. Marshall. Gr. 8°. Mit 1900 Abbildungen, 12 Karten und 179 Tafeln in Holzschnitt und Farbendruck. 10 Bande in Halbfranz gebunden zu je 15 Mark ober in 130 Lieferungen zu je 1 Mark. Leipzig und Wien, Bibliographisches Jnstttut, 1893.

Aufruf

zur Hilfe für die Brandbeschädigten zu Zell bei Alsfeld (Oberhefsen).

Ein gewaltiger Brand verwandelte am 5. Mai l. Js. einen großen Theil unserer Gemeinde in einen Schutt- und Trümmerhaufen. Nicht weniger als 42 Hofraithen (unge­fähr 130 Gebäude) sind von den Flammen verzehrt worden. Namenloses Elend ist bei uns eingezogen. Viele Familien sind obdachlos und haben ihr ganzes Eigenthum verloren. Von diesen sind einige gar nicht, viele nur schlecht versichert. Wir bedürfen daher der schleunigsten Hilfe und fordern Ihre Nächstenliebe auf, der armen, so schwer heimgesuchten Ge­meinde Zell freundlichst beistehen zu wollen.

Gaben aller Art, wie Nahrungsmittel, Kleidungsstücke, Wäsche, Hausgeräthe und dergl., insbesondere auch Geldgaben werden mit herzlichem Dank von Großherzoglicher Bürgermeisterei Zell in Empfang genommen; ebenso ist das unterzeichnete Hilfscomitö zur Empfangnahme von Gaben gerne bereit. Auch die Expedition desGießener Anzeiger" ist bereit, Geldspenden für die Abgebrannten in Empfang zu nehmen und darüber in diesem Blatte zu quittieren.

Zell, 7. Mai 1893.

Das Hilfscomits:

D ip p e ll, Bürgermeister in Zell, Simon, Gastwirth in Zell, Lepper, Landwirth in Zell, Andr. Kohler, Landwirth in Zell, Konr. Krausmüller, Landwirth in Zell, Konr. Bambey, Landwirth in Zell, Bausch, Lehrer in Zell, C a r r a, Lehrer in Zell, Jäger, Pfarrer zu Billertshausen.

NB. Um Weiterverbreitung dieses Ansruses in anderen Zeitungen wird gebeten.