Anker steht. Bei fünf Kilometer Entfernung ist die Der« stLndtgung noch sicher, nimmt jedoch bei acht Kilometer schon bedeutend ab und mit zehn Kilometer dürste die äußerste Grenze deS TelegraphirenS ohne Draht erreicht fein.
* Sine künstliche Znfluen-a'Epidemie haben kürzlich die Zöglinge eines Schullehrer-LeminarS in Schwaben ins Werk gesetzt und damit auch eine zeitweise Schließung der Anstalt erreicht. Die genialen Jünglinge hatten Seisenwasier getrunken, um krank zu erscheinen. Durch eine Postkarte, welche den „Sieg" meldete, kam die Sache heraus und so sind diese Ferien den Seminaristen theuer zu stehen gekommen.
• Aus der Schule. Der Lehrer führt aus, daß Höf» lichkeit eine große Zierde der Jugend sei; habe man sich auS Versehen unangenehm gemacht, so müsse man eS durch Entschuldigungen und doppelte Höflichkeit gut machen. „WaS thust Du, August, wenn Du zum Beispiel Jemanden, meinetwegen mir, auf den Fuß trittst?" — „Dann thu ich änS htnner die Ohren kriegen!"
* AuS der ZuftructionSstuude. Unteroffizier „AuS wie viel Thetlen besteht das Gewehr, Füsilier Hoffmann?" — Hoffmann: „AuS drei Thetlen: Lauf, Schaft und Schloß." — Unteroffizier: „Na also, — wat iS in dem Lauf drin?" — Hoffmann: „Die Seele." — Unteroffizier: „Ooch jut, — wat iS aber in der Seele? So! Deß weeß also Keener von Such Millionenhunden, denn werd ich Euch, wie deß vorgeschrieben iS, durch geschickt gestellte Fragen mit de Nase drufstoßen! Füsilier Hoffmann, wat iS Ihr Vater?" — Hoffmann: „Bauer." — Unteroffizier: „Hat er eenen Stall?" — Hoffmann: „Ja." — Unteroffizier: „Wat iS in den Stall drin?" — Hoffmann: „Drei Pferde und vier
Kühe." — Unteroffizier: „Na also — des lhutS aber nid).
Füsilier Schultze, hat Ihre Olle ooch 'n Stall?" — Schultze:
„Ja." — Unteroffizier: „Wat iS da drin?" — Schultze:
„Zwei Kühe und drei Schweine." — Unteroffizier: „Det thutS ooch noch nid). Füsilier Piesele, Sie olles RhinoceroS, haben Sie auch 'n Stall zu Hause?" — Pieseke: „Ja." — Unteroffizier: „WaS iS drin?" — Pieseke: „Bier Ziegen." — Unteroffizier: „Na also — da habt JhrS, muß Euch det der Quadrat-Ochse Pieseke sagen, — vier Züge sind ooch in der Seele!"
Sas Vorkommen von Niehseuchen in Hessen
während des Monats Februar 1893.
Milzbrand wurde festgestellt in Viernheim, Kreis Heppenheim, am 10. und in Hattenrod, Krei« Gießen, am 19. Februar, jedeSmal bei einem creptrten Rinde.
Notz (Lungenrotz) wurde am 27. Februar in der Pferde- schlächterei zu Worms bet einem geschlachteten Pferde auS Herrnsheim, Kreis WormS, festgestellt. Daselbst stehen zwei Pferde deS
betrefrenbcn Gehöftes wegen Verdacht, der Lmeckmrg unter polizeilicher Beobachtung. ,
Die Maul- und Klauenseuche ist erloschen in Darmstadt und Ober-Namstadt, Kreis Darmstadt, in BenSheim, in Semd, Kreis Dieburg, in König, Krei» Erbach, In Berkach, Gernsheim und Geinsheim, Kreis Groß Gerau, in Seligenstadt und Offenthal, Krei, Offenbach, in Gießen, Mufchenheim und Friedelhou'cn, Krei, Gießen, in ErbeS-Büdtshtim, Kreid Alzey, in Büdesheim, KreiS Bingen, in SchwabSburg, Kreis Oppenheim, und in Worms.
Die Seuche herrscht fort in BlödeShetrn und Bechtheim, Kreis WormS.
Die Seuche wurde im Monat Februar festgeftellt und war am Schlüsse destelben wieder erloschen in Hüttenfeld, Krei» Ben-Heim, in Groß-Umstadt, Kreid Dieburg, in Bischofsheim, Krei, Groß- Gerau, in Heppenhelm, in Main, und Laubenheim, Kiei, Main,, in WelgeSheiw, Kreis Alzey, und in Rieder-Ingelheim, KreiS Bingen.
Die Seuche wurde im Monat Februar festgestellt und herrschte am Schluffe desielben noch fort in Hähnlein, KreiS B-nshetm, in Ueberau, Kreis Dieburg, in Groß-Gerau und Leeheim, KreiS Groß- Gerau, in Löhrbach, Waldmichelbach, Kocherbach und Birkenau, Krei» Hcppenbeim, in Sprendlingen, Klein-Steinheim und Dudenhofen, Krei« Offmbvch, in EckartShausen und Marienborn, KreiS Büdingen, in Vilbel und Bad Nauheim, KreiS Friedberg, und in Nieder-Olm, Krei« Main,. „ v .
t Die Räude gilt als vorhanden unter den Schalen in Stangenrod, kreid'Gteßen, in LernSfeld, KreiS AlSleld, tu Lißberg, Bingenheim und Dudenrod, KreiS Büdingen, und in Lad Nauheim, KreiS Friedberg. ______________________________________
CUeratur unb 2<nnft.
— Für da« Haus und die Familie hat die DerlagShandlung des Bibliographischen Instituts in Leip,ig und Wien eine der willkommensten und inhaltlich werthoollsten Gaben vorbereitet. Wir meinen die neue, zweite Austage der wohlfeilen Volks« und Schul» ansgade von Vrehms rhierleven. Dieselbe ist bereit« bi« ,ur Vollendung de« zweiten und vorletzten Bandes vorgeschritten. Zweifellos erscheint ed und, daß Mete« Buch den Büchermarkt auf lange Zeit hinau« vorwiegend beherrschen wird: cs kann sich eben mit ihm, außer dem Hauptwerk selbst, so leicht kein anderes mtifen, das so sicher und fest in der VolkSgunst stände wie diese veriüngte Ausgabe deS Brehm'schen LebenSwerkeS. Zu dem bahnbrechenden Einfluß, welchen das letztere unoerkennbar auf die Popularisirung der Thterkunde ausgeübt, hat nicht zum wenigsten die au« dem Schooße de« Hauptwerke« hervorgegangene wohlfeile Volk«» und Schulausgabe beigetragen. Mit glänzenden, bisher unerreichten Erfolgen trug sie Brehms klasstsche Thierfchtlderung in die weitesten Krei e unb erhob dadurch da« Werk zum Gemeingut der gesammtm gebildeten Wett. Kein Wunder nun, daß eine neue Auflage diese« kostbaren HauS- und Familienbuches überall, wo Freunde und Anhänger Brehms wohnen, mit ungetheilter Freude begrüßt und besonder« von jenen willkommen geheißen wird, welchen di- große Ausgabe nach Umfanfl und Preis zu weit angelegt ist. Denn Thellnabme und Mittel stehen bei gar Vielen nicht im entsprechenden Derhältniß, und Tausenden mußte der Besitz des werthvollen zehnbändigen Werkes infolge des hohen Preise« vorenthaltm bleiben, bi« die DerlagShandlung dasselbe in einem AuSzug als Volk«- und Schulausgabe In drei Bänd en selbst der Allgemeinheit zugänglich machen tonnte. Der in dem Hauptwerk gerühmten sorgfältigen Sichtung, Erweiterung und Neubearbeitung ist auch hier, soweit e« der Umfang de« Werkes
in drei Binden erlaubte, Rechnung getragen worden. Bei bet Charakteristik der bekannteren und wichtigeren Thiere sind stet« die Haupt,üge de« Lebensbildes, wie dasselbe sich nach den neuesten Erfahrungen darstellt, in erster Linie berücksichtigt, und nur die fpedeflen Ein,elbeobachtungen mußten wegfallen oder bloß im AuSzua mitge getheilt werden. Wenig bekannte und seltene rhierformen, die vorwiegend fachmännische« Jnteresie haben, wurden in Gunsten der wichtigeren Arten übergangen, und ebenso find alle für den Gebrauch an Schulen und am Familien tisch nicht geeigneten Einzelheiten und Schllderungen in ent'prechender Weife gekürzt oder in Wegfall gekommen. Der erste Band der von Rich. Schmidtlein neude« arbeiteten wohlfeilen Volk«- und Schulausgabe von Br ebm« Thierleben umfaßt Me Abhandlung über die ganze Gruppe der Säugethiere: der zweite Band beschäftigt sich mit der Vogel« welt. Von dem reichen BUderschmuck der neuen großen Ausgabe hat in diesen beiden Bänden ein Scha, bildlicher Darstellungen von den berühmtesten Thierzeichnem Platz gefunden, so daß auch in illustrativer Hinsicht daS Buch al« ein neues bezeichnet werden darf. Damit ist von der Verlag-Handlung da« Möglichste geleistet, und sie bietet für billigen Preis Geber Band in Halbfranz gebunden kostet 10 Mark) ein Werk, da« den Ruf besitzt, bisher in der einschlägigen Literatur unerreicht dazustehen, und daS, wie vordem, auch in seiner neuen Austage in Hau« und Familie, bei Alt und Jung die Kunde deS ThierreichS belehrend und unterhaltend in die weitesten Kreise trägt und diese« selbst dem menschlichen Herzen in edelster Form näher bringt.
Diejenigen, welche die Sch mLAung sichligen, säen auf das tirabsteln-tieschfllt, oerbun den mit Bildhauerei, de« Herrn Emil Kalbfleisch, Licherstrahe 1, aufmerksam gemacht, welche« wohl al« da« gtößte dieser Branche am hiesigen Platze genannt werden kann. In ihrem Berkauf«locale, sowie in einem weitere» Lagerräume dringt gen. Firma nahezu 800 feTti«« »rad-Monumente. «raF kreuze, Grabsteine u. f. w. in allen Eteinarten ,ur Ausstellung, welche in ihrer Ausführung al« künstlerisch zu bezeichnen find, und durch die reichhaltige Auswahl kann sowohl den bescheidensten, al« auch ben weitgehendsten Anforderungen Rechnung aetrogen werden Auch in Orab- einfaffungen befindet fich daselbst ein große« Lager. Wir können deshalb allen Fnlcr.-'nilcn eine Bcstchtiaung dieser Aus
stellung besten« empfehlen. Sehr schon auSgeführte Gatwstrfe liegen ebenfalls zur gefälligen Ansicht auf und werden etwaige Aufträge in kürzester Zeit auSgeführt bei billigster Preisberechnung. 2.ÄS
33»
Vogelfreunde. DaS rühmlichst bekannte Voß sch« Vogelfutt^, futter für Kanarienvögel, Waldvögel, Unioerfalfutter für Drosseln, Staate sowie für alle in- und ausländische Vöael (nur echt in Packeten mit der Unterschrift .Gustav Voß, Hoflieferant/ ) erhält man hier nur bei Emil Fischbach, SelterSweg 24. Der arofo“— der Pogelhandl. Voß, Köln, ist daselbst einzusehen über Vogelpstege umsonst.
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