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Nr. 49 Drittes Blatt. Sonntag den 26 Februar 1893
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Gießener Anzeiger
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Feuilleton.
Wochendriefe au» der Residenz.
(Originalbertcht für den „Gießener Anzeiger".)
Darmstadt, 24. Februar 1893.
AuS dem kirchlichen Leben. — Ein Preisausschreiben. — Vom Hofe. — Allerlei.
lieber daö kirchliche Leben in der Residenz soll unser heutiger Brief seine Leser in aller Kürze informieren. Auch auf diesem Gebiete gibt es von einer mächtigen Entwickelung zu berichten, die sich in den letzten Jahren vollzogen hat. Vor allem ist dies der neuen Gemeindeeintheilung zu danken, nach der jeder Stadttheil einen besonderen kirchlichen Bezirk bildet, der für sich seinen eigenen Pfarrherrn besitzt. Im Ganzen besitzt Darmstadt-Bessungen jetzt — die Hofkirche und das Elisabethenstift eingerechnet — sechs evangelische Gotteshäuser, zu denen noch im Lause dieses Jahres ein siebentes, die im nordwestlichen Stadttheil gelegene Johanniskirche kommen soll. Diese letztere verdankt ihre Entstehung ausschließlich dem regen Sammeleifer der evangelischen Gemeinde. Ein besonderer „Frauenverein" hat sich gebildet, um das nölhtge Bau- capital anzusammeln, und dem bewährten Wohlthätigkeitssinne unserer Residenz ist es viel, viel schneller, als man Anfangs hoffte, gelungen an S Ziel zu kommen. Jetzt ragen die Mauern der Johanniskirche schon hoch empor und die eigentliche Ein- weihungsseier des bald vollendeten Baues wird wohl in nicht allzuserner Zeil begangen werden können.
Auch 'die katholische Gemeinde Darmstadts denkt daran, sich ein neues Gotteshaus zu bauen, die ungemein rasch vorschreitende Entwickelung unserer Stadt har die Errichtung eines solchen nöthig gemachl. Die bis jetzt hier bestehende katholische Kirche ist wegen ihrer architektonischen Eigenart ja berühmt, sie ist bekanntlich dem „Pantheon" nachgebildet und namentlich das Innere macht einen ganz eigenartigen Eindruck. Kirchliche Vereine bestehen in allen Gemeinden in großer Anzahl, sie wirken einträchtig neben einander, wie denn überhaupt Frieden unter den verschiedenen Consessionen in unserer Stadt bis jetzt immer auss schönste bewahrt worden ist, zum großen Vortheil für das wahre kirchliche Leben. Vor Kurzem hielt auch ein Jrvingianer hier eine Reihe von Vorträgen,
ja sogar die Heilsarmee hat sich in diesem Winter einmal zu uns verirrt und in einer sehr stürmisch verlaufenen Sitzung für ihre Lehre Propaganda zu machen versucht. Es ist ihr allerdings kein großer Erfolg beschieden gewesen und ihre „Soldaien" haben sich denn auch nicht mehr in Darmstadt sehen lassen.
Die Faschingsfreuden sind indessen verrauscht, im Geheimen wurde zwar auch noch in dieser Woche flott getanzt, noch manches Maskenkränzchen ist jetzt, nach Schluß der eigentlichen närrischen Zeit abgehalten worden. Der rührige Vorstand unserer „Narrhalla" denkt schon jetzt an die Vorbereitungen für den kommenden Carneval, wo es hier wieder einmal ganz besonders hoch hergehen soll. Dieser Tage ist bereits ein dreifaches närrisches Preisausschreiben ergangen, das vielleicht auch im freundlichen Gießen einen Bewerber findet, denn nicht Jeder, der den Preis bekommen will, muß mit Woogwasser getauft fein. Also erstens handelt es sich um die Beschaffung einer neuen Fastnachtsposse in echt Darmstädter „Deitsch". Ein besonderes Preisrichtereollegium wird die einlaufenden dramatischen „Werke" prüfen und dem besten und vor allem fidelsten die Summe von 1)1 Mark 11 Pfennigen in Goldwährung auszahlen. Die betreffende Posse wird für dieses Honorar Eigenthum der „Narrhalla" und soll von der bewährten „Hofbühne" des Prinzen Carneval gleich der „iwer- sterzten Dalowung", die übrigens auch in dieser Woche sehr gefallen hat, im Saalbautheater aufgeführt werden. Dann gilt es noch zwei andere schwierige künstlerische Aufgaben zu lösen. Einmal soll eine „närrische Saaldeeoration" entworfen werden, für diese giebt es einen Preis von 55 Mark 55 Pfennige, dann eine recht carnevalistisch-humorvolle Zugßgruppe für den im nächsten Jahr zu veranstaltenden Faschingszug. 44 Mark 44 Pfennig sollen den Glücklichen lohnen, der dieses große Problem zu Gefallen des löblichen Narrhallesenvorstandes löst.
Am Großherzoglichen Hof ist's noch immer recht still. Seine Kgl. Hoheit der Großherzog mußte mit seiner hohen Schwester, der Prinzessin Alix, seinen Berliner Besuch infolge einer Erkrankung der Prinzessin länger ausdehnen, als anfänglich beabsichtigt war. Erst am Freitag ist der hohe Herr hierher zurückgekehrt, um nunmehr längere Zeit in seiner Residenzstadt zu verweilen.
An Vorträgen und Coneerten war in der vergangenen
Woche kein Mangel. Besonderes Interesse erweckte der in Gießen wohlbekannte Herr L. Kofler mit einem Bericht über seine Thätigkeit bei der Bloslegung des Pfahlgrabens. Herr Kofler ist ja als eifriger Förderer der Limesforschung in Hessen wohlbekannt und seine in der letzten Sitzung des historischen Vereins gegebenen Ausführungen, besonders die eingehende Schilderung des Butzbacher Castells, fanden die volle Aufmerksamkeit unb den lebhaftesten Beifall feiner Hörer. Im Soncert hatte Herr Max Pauer, der noch von namhaften auswärtigen Solisten 'unterstützt wurde, einen vollen und wohlverdienten Erfolg und das will in unserer Stadt, die gerade auf musikalischem Gebiet an Darbietungen nur wirklich gediegener Art gewöhnt ist, etwas besagen. Auch der stets rührige „Jnstrumentalverein" hat mit seinem Con- certe am Mittwoch einen recht erfreulichen Beweis seines Könnens abgelegt und von Neuem bewiesen, daß auch dilettantische Kräfte künstlerische Leistungen bieten können, die über das gewöhnliche Maß hinausgehen. Am nächsten Montag steht uns ein besonderer Genuß bevor, das letzte große Sym- phonieeoneert unserer vorzüglichen Hofmusik im Großherzog- lichen Hoftheater. Von auswärtigen Künstlern haben Herr- Prof. Hartmann aus Kopenhagen und der gefeierte Kammer länger Carl Perron aus Dresden ihre Mitwirkung zuge sagt, (^in künstlerisches Hauptereigniß wird bann sicherlich die Premiere von Leoneavallos Oper „Pagliazzi" werden, die hier unter dem Titel „Der Bajazzo" aufgeführt werden soll. Ich werde Ihren Lesern womöglich über den Erfolg im nächsten Briefe berichten.
Sonst bleibt für diesmal wenig mehr zu erwähnen. Für die Festhalle zu dem jüngst erwähnten mittelrheinischen Turnfest sind schon verschiedene Entwürfe eingelaufen, die in dieser Woche der allgemeinen Besichtigung zugänglich gemacht waren. Dann dürfte es die Gießener, die ja auch in ihren Mauern einen Zweigverein des allgemeinen hessischen Kunstvereins haben, vielleicht interessieren, daß die Regierung dem genannten Vereine die Veranstaltung einer Lotterie gestattet hat, von deren Erträgniß die Ausstellungshalle in der Rheinftraße einem Umbau unterzogen werden soll. Vor Allem wird eS gelten, die eigentlichen Ausstellungsräume durch einen zweckentsprechenden Anbau zu vergrößern. Z.
Bekanntmachung.
Da- sechste Ziel Gemeindesteuer sür 1892/93 ist binnen acht Tagen bei Meldung des Beitreibungsverfahrens zur hiesigen Stadt- kaffe zu bezahlen.
Zahltage: Dienstag. Donnerstag und Samstag.
Gießen, den 24. Februar 1893.
Der Stadtrechner:
Doepfer. [1799
Holzverfteigerung
in Gräflicher Oberförflerei Saubach.
Freitag den 3. März d. I. 1) im Heinzenberg (zunächst der Schottener Staatsstraße): 88 rm Buchen-Scheiter. 536 rm -Stammprügel, 135 rm -Reiserprügel, 12 Buchenstangen (Langwieden); 2) in Struth (unvorgezeigt): 14 rm Lärchen-Nutzprügel (4 m lang), 80 rm Buchen-Neiferprügel; 3) in Forstwiese (unvorgezeigt): 54 rm Buchen- Stöcke, 50 rm .Reiferprügel; 4) in obengenannten Distrikten: Kohlreifer und Lesholz abtheilungsweise.
Zusammenkunft: Vormittags 10 Uhr auf der Laubach - Schottener Staatsstraße an der „dürren Heegbrücke". [1798
Laubach, den 22. Februar 1893.
Gräfliche Obersörsterei.
Die Stelle eines KreisstraßenwartL i mit dem Sitz in Rüddingshausen oder einem der nächst gelegenen Orte soll demnächst anderweit besetzt werden. Bewerber haben ihre Meldungen bis zum 11. März ds. Js. bei dem Bezirksbauauffeher Maringer in' Grünberg schriftlich zu erstatten, wobei das Alter unb die seitherige Beschäftigung dcS Bewerbers unter Beifügung etwaiger Zeugnisse über frühere Arbeitsleistungen ähnlicher Art anzugeben sind.
Gießen, am 23. Februar 1893. Der Kreisausschuß des Kreises Gießen.
v. (Sagern. 1805
Holzversteigerung
in den Waldungen der Stadl Allendors a. d. Lda.
Es kommen zur Versteigerung:
1) Mittwoch den 1. März l.J., Vormittags 9 Uhr ansan- gend, in dem Distrikte Lehmgrube re.:
A. An Bau- und Nutzholz.
Ca. 271 Nadel-Stämme mit 93,27 sm Inhalt,
B. An Brennholz: Ca. 58 rm Nadel-Scheitholz, 1 „ 140 „ „ -Knüppel,
| H 52 V2 Hdt. Wellen Nadel-Reisholz. i2) Donnerstag den 2. März l. I., Vormittags 9 Uhr ansangend, in den Distrikten Langebruch und Kauls- köppel:
A. An Bau- und Nutzholz. Ca. 78 Eichen-Stämme mit 37,80 fm
Inhalt,
„ 2 Buchen-Stämme m. 3,00 fm
Inhalt,
„ 53 Nadel-Stämme mit 32,76 fm Inhalt,
„ 5 Eichen-Derbstangen m. 0,39
fm Inhalt,
„ 11 Eichen-Derbstangen m. 0,86 fm Inhalt.
B. An Brennholz. Ca. 337 rm Buchen-Scheithotz, „ 49 „ Eichen- „ 17 „ Nadel- „ „ 48 „ Eichen-Knüppel, „ 63 „ Nadel- „ 60 Hdt. Wellen Nadel-Reisholz, „ 83 rm Buchen-Stöcke, „ 19 „ Eichen- „ „ 8 „ Nadel- „
Die Zusammenkunft findet statt am 1. Tage am District Lehmgrube und am 2. Tage im District Langebruch bei Brennholz Nr. 192.
Allendorf a.d.Lda., 24. Febr. 1893. Gr. BürgermeistereiAllendorfa. d.Lda.
Rein. 1797
Holzversteigerung.
Donnerstag den 2. März 1893, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Anneröder Gemeindewald in den Abthellungen 4 Pfingstweide und 8 Gänsweide nachverzeichnetes Holz versteigert werden:
A. Bau und Werkholz.
5 Eichen-Stämme, 17 bis 23 cm Durchmesser, 6 bis 8 m Länge, 1,02 fm haltend,
171 Kiefern- und Fichten-Stämme, 15 bis 38 cm Durchmesser, 5 bis 17 m Länge, 67,46 fm haltend,
2 Eichen-Derbstangen, 0,15 fm haltend,
304 Nadel-Derbstangen, 20,66 fm haltend,
72 Nadel - Reisslängen, 1,57 fm haltend.
B. Brennholz.
12 rm Birken-Scheitholz,
10 „ Nadel- „
13 „ Birken-Knüvpelholz,
63 „ Nadel- „
40 „ Birken- u. Nadel-Stockholz, 100 Buchen-Wellen,
1350 Eichen- und Birken-Wellen, 5700 Nadel-Wellen.
Die Zusammenkunft ist auf ber > Grünbergerstraße am Müllerweg.
Annerob, 24. Februar 1893.
Großh. Bürgermeisterei Annerod.
Engelhardt. 1791
Kartoffeln
la. vollsaft. Schweizerkäse
163 91abeb$)etbflangen mit 11,91 IfllrWIrthe und Wiederverkäufe, billiger.' empfiehlt ftoftfrelee Staate fm Inhalt. 11704] Gustav Walter, Mäusb. 13, > 1570 I. Hantel, Schloßgasse 6. I
Concursvkchhren.
Das Concnrsverfahren über dos Vermögen des Kaufmanns Fritz Flimm in Gießen wird auf Grund rechtskräftig bestätigten ZwangSver- gleichs hierdurch aufgehoben.
Gießen, 23. Februar 1893.
Das Großherzogliche Amtsgericht.
Gebhardt. 1803
Holz -Versteigerung im Lollarer Gemeindewald. Donnerstag den 2. März er., von Vormittags 9 Uhr an, kommen in den Tistricten Dreispitz, Pfaffenstrauch unb Boben zur Versteigerung :
47 Eichen-Stämme bis zu 43 cm Durchm., 11 m Länge unb 18,5 fm Inhalt,
82 Nabel-Stämme bis zu 38 cm Durchm., 15 m Länge unb 39,82 fm Inhalt,
26 Nabel-Stangen mit 1,01 fm Inhalt,
220 rm Eichen- u. Nabel-Scheitholz, 141 „ „ „ „ Knüppelholz,
48,7 „ „ „ „ Stockholz,
4195 Wellen,, „ „ Reisholz.
Der Anfang ist im District Dreispitz an ber Hangelsteiner Straße.
Lollar, ben 23. Februar 1893. Großherzogl. Bürgermeisterei Lollar.
C. Geißler. 1794
Aeikgeöotenes.
Wasserdichte Wagen- und Waggondecken
zu Fabrikpreisen. (1796
SouiS Wittich II., Sattler


