Ausgabe 
24.12.1893 Erstes Blatt
 
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Karl Rühl

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von E. WasserNehleben, Bankgeschäft. n,m,rJ??ffl,te(5Crarn«a6en^ber ^extaw 6«t die ohnehin schon sehr empfindlich a'notö »ugenommen. Der Verkehr war in der abgelaufenen °r*n und beschränkte sich zum größten Thetl auf Ope-

die Glattstellimg schwebender Engagements bedingt wurden.

Ä? tr6I,e u°bezu jebe Anregung, welche ein Eingreifen der Spcculation r serechtfertigt hätte. Die größte Aufmerksamketl erfordern n0o ble JteaniWtai Vorgänge in Griechenland und Italien. Es TOHf, beTJAf eren £a.nb doch nicht so leicht zu gelingen, seine Gläubiger In frivolster 0clk rotc e8, uach der schnellen Erledigung des Arrangements-Ver­trags seitens der Kammer zu urthetlen, im Willen der Negierung und des Volkes 9Ith?nnn?A,n 'f ^ukreich und England haben durch ihre Vertreter in

nnh hh 8 2 ^fe beifpUaofeJBergeroani0un0 der Monopolanlethe Protest eingelegt Irr-U?H8 aure,ber Erklärung gezwungen, daß die vorhandenen sowohl bkiben^na ^nopolgefellschaft als deren Eigenthum

tr merbe SnÄlHAmmbcn der Anleihe nähere Vereinbarungen k.tJLen e' Augenscheinlich ist von dem Zugestandntß sehr wenig zu hallen baFVr^1nü?h ^^Eechenland nur In Versprechungen groß und jedenfalls hat der Nachlaß nur den Zweck, der Monopolanlethe die verbrieften Rechte xu oer- fürjen. Der Eindruck auf dte Börse war deshalb auch etn relasto mäßiger und «rrabnaem<5taQh?fLd,a,tad,t a.1^it6ten' roeld)e Über dte Etnzelheften des

Wannt würben. ®ie Einlösung des Januar-Coupons soll mit staat- mNerfolgen, welches infolge des bei Aufnahme der funbtrten Anleihe Ser^nfMH ^kommens, aus dem Verkehr gezogen worden ist, das

ahfirrthSfiu*S"*Finanzministerium aufbewahrt wurde, .daraktertsttsch für die Gewissenlosigkeit, mit der das Kabtnet Trikupis vorgeht, .^^^b92er Goldanlethe, welche sich zum überwiegenden Thetle lunere«* AnÄb,» ^i der grftchischen Nationalbank befindet und der verschiedenen Me i °or ihre vollen Zinsen erhalten sollen, und daß

«E ^uSzahlung in Papier statt in Gold vorgesehen ist. Eine solch rücksichtslose h i!?. ! 0 beJ auswärtigen Gläubiger muß natürlich die größte Erbitterung m7r*.r" «kx fann bejbalb leicht begreifen, daß überall Rufe laut werden, a.u^or^e[n< unter Umständen nicht bet erhobenem 8 MSn«* pudern das bedrohte Eigenthum ihrer Unterthanen in berftbi-n^«"^rerWeisezu schützen. Auch von Italien ist wenig Erfreuliches zu

Ä Woche herrsch e dort noch große Ungewißheit, ob das neue

Bankgesetz mit Jahresschluß in Kraft treten würde. Zweifellos hatten sich Be- r ^bU'Segengesetzter Richtung geltend gemacht, durch welche dte dortigen hir hi, LiM°^ Erregung verseht wurden. Aber auch späterhin, als der Termin $7 "buen Bancad Italia endgilttg aus den 1. Januar 1894 hJaem? maI' bessere Strömung zum Durchbruch. Die Auslassungen

?r 8p beiAr Kammer-Eröffnung haben nur wenig befriedigt, r #en Tn der Ankündigung neuer Steuervorlagen eine

Beschönigung der finanziellen Situation des Landes nicht ftattfinden werde. Im Grunde genommen ist es nur anzuerkennen, daß Crispt, nachdem er die Schwierig­st" Sjjjt 6al' dies auch offen ausspricht und nicht in das Vertuschungssystem ÄE 8t£8 ®er!?at Verstimmend wirkt nur dle referoirte Haltung, mit ft die Volksvertretung das Programm aufnahm, woraus sich schließen läßt, 5er Reformen auf starke Hindernisse stoßen wird. Einen großen gehler hat aber das neue Cabinet dadurch begangen, daß es auf der Vor- zetgung der Titel und der Beibringung eines Affidavits bet Einlösung der Coupons diese erschwerenden Maßregeln fallen gelassen worden, würde sich Listen des Auslandes warme Freunde erworben haben. Ein beträchtlicher Thetl von Inhabern italienischer Staatsanleihen wird erst jetzt aus jene Weitläufigkeiten aufmerksam gemacht und darunter wird mancher vorziehen, feinen Besitz zu veräußern, ehe er sich den Plackereien unterwirft. Dieser Umstand Äi T 1° rolii!un1täD1oIlleJ aus die zukünftige Coursgestaltung, als gerade diese festen Haade dem Werth eines Papiers einen stabileren Charakter verleihen. In Wien und Pest herrscht Geldknappheit und außerdem wurde die Aufmerksamkeit der dortigen Börsen durch die in Klausenburg ausgebrochene Krisis in Anspruch genommen. Mögen auch die über die Prolongattonsschmtertgkeiten verbreiteten Gerüchte über-, .en fein, so macht sich doch ledenfalls an den beiden hauptstädtischen Plätzen Realisattonslust geltend, und im Zusammenhang damit sind dte Course der Gold- und Kronenrenten jener Länder eine Kleinigkeit schwächer. Von den übrigen auswärtigen Renten waren namentlich Monopol Griechen aus Anlaß der er­örterten Maßnahmen den lebhaftesten Schwankungen unterworfen. Infolge des von den drei Großmächten eingelegten Protestes schnellte der CourS um 4 Procent in die Höhe, gab dann die Hälfte ab, weil sich die auswärtigen Notirungen unter Frankfurter Parität hielten und holte zum Schluß wieder einen Thetl davon ein; die Etsenbahnobligattonen schlossen sich in der ersten Hälfte der Bewegung an, haben aber von der Erholung nicht mehr profitirt. Italiener verloren aus den er­wähnten Gründen über 1 Procent. Portugiesen waren vernachlässigt, Rumänier sind behauptet und Serben haben neuerdings wieder mehr oder weniger große Ein­bußen zu verzeichnen, indem einzelne Zeitungen fortfahren, die Finanzlage so un­günstig als möglich zu schildern. Die Wirkung wurde einigermaßen ausgeglichen durch die officielle Ankündigung der Einlösung des Januar-Coupons. Für türkische Werthe stimultrten Pariser Käufe und Egypter wurden den Londoner Coursen zu­folge besser bezahlt; Mexikaner hatten Mühe ihren Stand zu bebalten. Der Verkehr in deutschen Fonds war gering bei fester Courstendenz. Unter den sonstigen Anlagepapieren sind die italienischen Eisenbahnobligationen niedriger angeboten. Amerikanische Eisenbahnbonds lagen in Uebereinstimmung mit dem Cours­rückgang der Shares in Newyork matt. Kansas und Union-Pacific-Bonds büßten trotz der bekanntgewordenen Einlösung ihrer November Coupons Bruchtheile ein.

I 4o/o Eisenbahn-Rentenb.-- I

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Ähinir0frtfn 0emannCn ba0Cßen ^rch die prompte Zinszahlung am 1. Januar eine Zufluß schwacher Wiener Notirungen eröffnete der Verkehr in unilr h ajZo-nla0 auf ermäßigtem Niveau und bewegte sich die ganze Woche über unter dem vorwochentlichen Stand, ohne daß jedoch die Einbußen größere Aus- d/hnung angenommen haben. Gegen Berliner Handelsgesellschaft wurdendie der^ e^eut^Änmeis und auf Dresdener Bank-Actten drückte

Qeif Q81. f b.c Hamburger Lagerhaus-Affaire; es wäre endlich an der

ber^^ ßa^rba?«-fflÄ! ü?tr^re Bethetligung an dem Concurs

hen aussprechen wurde, damit den Baissiers der Bodm zu

l^rocent h^her. ®n0t nm cntjO0en roitb- ßan9uc Ottomane schließen etwa der Transportwerthe machte geringe Veränderungen durch. In H fanden nehezu keine Umsätze statt und die österreichischen er-

ium riej2e Preisreductionen, entsprechend den von Wien etnlaufenben miarmH8Ch' ?trt Oweizerische Eisenbahnactien zeigte bas Heimathland Begehr fflnH^lhänbC/r ea8fnben Zunahmen im November aus dem Güterverkehr ^der Gottha^tbahn im Zusammenhang steht. Italienische Bahnen sind abgeschwächt. h,r Montanmarkt legte recht feste Haltung an den Tag. Zu Gunsten wurde die Vermehrung der englischen Flotte und der vom nord- nirtPt!hCn deabsichtigte Bau neuer Salondampfer angeführt. Man macht brina?n'de*, 1^3fHnrau8 ermanen Aufträge den heimischen Eisenwerken nutz- bringende Beschäftigung bringen wurde und daß die britische Concurrenz durch die S$^flL«r9?er8i?5Ht^^UL.cxlni0e 3ett vom Mitbewerb ferngehalten sei. Zudem sind nach Angabe rheinischer Blätter einzelne Zweige der Eisenbahn-Industrie wieder bester beschäftig^ weshalb auch die weitere Entwickelung günstiger beurtheilt wttd. Bochumer Gußstahl-Actien schließen mit drei, Dortmunder Union mit zwei ^ocent Gewinn. Für Kohlenactien bildete der November-Ausweis der Harpener Bergbau-Gesellschaft das Stimmungsmittel, doch muß hierbei berückstchtigt werden, daß der November für die Kohlenzechen regelmäßig günstig ist. Außerdem sprach

Ma" ^""Preiserhöhung seitens des Kohlensyndicats, worüber die B^ stattgung bis jetzt allerdings noch aussteht.

Der Gold st and hat sich durch die Nahe des Ultimo etwas versteift.

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100.15

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100.35

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