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brechende Gebühr zu entrichten, sowie 10 Mk. für Kosten ler DeSinfeclion der benutzten Wagen, die in jedem einzelnen ^alle erfolgen muh, zu hinterlegen.
** Von hessischen Behörden werden steckbrieflich verfolgt: sandarbeiter August Burkart auS Mörsch in Baden rom Amtsgericht Worms- Zimmermann Adolf Krämer ton Meckmühl bei Neckarsulm von demselben- Schreiner khristian Eisinger von Darmstadt vom Polizeiamt Darmstadt wegen Diebstahls- Metalldrucker Friedrich Gohl lo,i Neckar - Weidlingen vom Amtsgericht Offenbach wegen ketrugS- Schweinehändler Peter Hilbert von Niedernhausen pon der Staatsanwaltschaft Darmstadt wegen Unterschlagung, tu. Untreue, Glaser Oswald König von Leipzig von derselben wegen Körperverletzung - Taglöhner Valentin ^Oberr von Vöchelsbach bei Ettlingen von derselben wegen Diebstahls- Schulverwalter Georg Beller in Ockenheim 'im Kreise Bingen, früher in Ober-Mörlen, von der Staats- * omoaltschast in Mainz wegen Sittlichkeitsverbreche» - Schlosser tüilhclm Vonderschmidt aus Bessungen vom Amtsanwalt in Offenbach wegen Diebstahls.
§ Ober Ohmen, 20. November. An einem Abend der vorigen Woche gegen 9 Uhr bemerkte man im Schiff der h^sigeck Kirche den Schein eines Lichtes. Anfangs war man M der Meinung, der Pfarrer sei wohl darin, um irgend etwas »zu besorgen. Als man sich aber vom Gegentheil dieser An- »ahme überzeugt, meldete man den Vorfall dem Pfarrer. Dieser begab sich mit einigen Männern nach der Kirche und ^schloß das Thor auf. Beim Oeffnen desselben sah man, wie eine dunkle Gestalt aus der Kanzelstube flüchtete und durch den Thurm, besten Thür wegen der Glocken offen steht, das Weite suchte. Zurückgelassene Spuren deuten darauf hin, daß ter absonderliche Gast hier in der Pfarrstube in nächtlich sirisanier Kirchenhalle geschrieben hatte. Was aber und warum on solchem Ort? Die Fama geht, es sei ein liebedurstiger sttingling gewesen, der hier seiner Geliebten, von der seine Eltern nichts wisten wollen, einen Brief geschrieben. Das muß denn doch ein absonderlicher Verliebter sein.
A Aus dem Ohmthal, 20. November. Nachdem die Skvppen des Vogelsbergs bereits weiß ins Thal gesehen, ist seit heute Nacht der erste Schneefall im ganzen Gebirg riagetreten. Die Schneedecke hatte über x/2 Fuß Höhe. Htrrschendes Thauwetter dürste sie bald wieder beseitigen.
Betzenrod, 19. November. Herr Bürgermeister Rahn zu Betzenrod wurde mit 39 gegen 21 Stimmen wiedergewählt.
Eichelhain, 19. November. In der Nacht vom Dienstag auf Mittwoch brannten hier acht Gebäude nieder.
W. Weckesheim, 20. November. Die Zahl der an D ip h ther itis Erkrankten ist auf 31 gestiegen, wovon drei Kinder gestorben sind. Der Procentsatz an Todesfällen ist also ein sehr mäßiger. Unter den in Behandlung sich befindenden Fällen ist noch ein complicirter, der einen operativen Eingriff erheischen wird, bei den übrigen Erkrankten verläuft die Seuche ziemlich normal.
N. Nidda, 20. November. In der hiesigen Oberförsterei hat kürzlich auch eine Streulaubversteigerung, sowie die Vergebung von Nutzreisig stattgefunden. Die Leute waren auS Wallernhausen, Oberlais, Fauerbach, Michelnau, Bors- dorf und vielen anderen Orten erschienen und boten gute Preise. Es wurde mehr als das Doppelte des Tarispreises erzielt. Die Steigerer erhalten ein ganzes Jahr Zahlungsfrist. Diejenigen Gemeinden, welche eigene Waldungen haben, lassen ebenfalls Laub rechen und durch die Nothstanbscommiff sionen gegen billigen Preis an die Bürger abgeben.
0. Aus Oberheffen, 20. November. Seit etwa einem halben Jahre oder noch etwas länger zeigt sich die Thatsache, daß die sogen. „Kronen", d. h. die goldenen Zehnmarkstücke, aus dem Verkehr verschwinden. Der Vorrath bei der Reichsbank und der Reichshauptkaffe an Zehnmarkstücken ist zurllckgegangen. Vor einiger Zeit meldete Ihre Zeitung, daß eine Münzzählung bei be t öffentlichen Kassen, besonders auch bei den Postkaffen, ftattsand. In Folge davon, daß so wenige Zehnmarkstücke vorhanden sind, wurde angeordnet, daß die öffentlichen Kaffen mittheilen mußten, wie der Bestand an Kronen bet ihnen sei und ob der Münzverkehr genügende Mengen von dieser Münzsorte aufwiese, das heißt, damit gesättigt sei ober nicht. Da sich in ber That weniger Zehnmarkstücke ober Kronen als Zwanzigmarkstücke oder Doppelkronnen zeigen, wird die Ausprägung von ersterer Münzsorte demnächst zu erwarten sein.
WormS, 20. November. Gestern Nachmittag vecstarb der älteste Einwohner unserer Stadt, Herr Levi. Derselbe hätte im März des nächsten Jahres seinen 100. Geburtstag gefeiert. _____________
Verkehr, Land- und VoLk»wirthschaft^
— Vorsicht beim Dreschen der Braugerste. Daß die Landwtrthe, natürlich ohne es zu beabsichtigtn, oft die zum Verkauf an Brauereien bestimmte Gerste beim Dreschen falsch behandeln und die Preise schädigen, gebt aus folgenden Nachrichten hervor. Stach einer Mittheilung des Ausschusses des Deutschen Brauerdundes zu Frankfurt a. M. wird seil einer Reihe von Jahren in stets zunehmendem Matze die Gerste beim Dreschen mit Maschinen durch Zerschlagen vieler Körner ganz hervorragend in ihrer Qualität geschädigt. Dieser Umstand hat den genannten Ausschutz veranlaßt, sich direct an die Landwtrthe zu wenden, um h er Abhülfe zu schaffen. Beim Dreschen der Blaugeiste ist in erster Linie darauf zu achten, daß die Dreschmaschinen nicht zu enge gestellt werden; Hot doch ein durch Anhaften eines Theiles der Granne längeres Korn für den Mälzer nicht den geringsten Nachlhell. Mit Recht betont „die Fundgr.", daß jedes zerschlagene oder nur beschädigte Korn nicht nur seine Keimfähigkeit verliert, sondern auch durch Schimmelansay auf der Malzlenne die gesunden Keime ansteckt, beziehungsweise den Schimmel auf dieselben überträgt.
Spitlplan -er vereinigten Frankfurter Ltadttheater.
Opernhaus.
Mittwoch den 22 November geschlossen Donnerstag den 23. November: Die Willis. Das Versprechen htnterm Heerd. Freitag den 24 November: Orpheus in der Unterwelt. Samstag den 25. November: Rigolctto. Sonntag den 26.November, Nachmittags 3V, Uhr: Da? verwunschene Schloß. Abends 7 Uhr: Figaros Hochzeit. Montag den 27. November: Die Willis. Das Versprechen htnterm Heerd
Lchauspielhaus.
Mittwoch den 22. November geschlossen. Donnerstag den 23. November: Eharleys Tante. Vorher: Millionär a. D. Freitag den 24. November: Rache. Hierauf: Mt l ttärsrourw. Samstag den 25. November: Charleys Tante. Vorher: Millionär a. D. Sonntag den 26. November, Nachmittags 3>/, Uhr: Mauerblümchen. Abends 7 Uhr: EharleyS Tante. Vorher: Millionär a. D. Montag den 27. November: Der Sohn der Wildniß.
Ca. 2000 Stück Foulard-Seide Mk. 1.35 bis 8.88 p M. — bedruckt mit den neuesten Dessins und Farben — sowie schwarze, weiße und farbige Seidenstoffe von 75 Pf. bis Mk. 18.68 p- Met. — glatt, gestreift, carrirt, gemustert, Damaste rc (ca. 240 versch. Qual, und 20t 0 versch. Farben, DessinS rc) ■er Porto- und steuerfrei ins Hau»!! Catalog und Muster umgehend. [8282
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Samstag, 30. December,
Nachmittags 2>/r Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die dem Oeconomen Balthaser MatkomesiuS in Gießen gehörigen Immobilien:
Flur 1 Nr. 30 — 125 qm Hofraithe in der Neustadt,
Flur 1 Nr. 30a — 625 qm Grabgarten daselbst,
Flur 3 Nr. 60 — 1450 qm Acker am Schwalbachischer Acker undKrof» dorferweg,
Flur 3 Nr. 168,8 — 1160 qm Acker am Fluihgraben andemFabrieischen Acker,
Flur 3 Nr. 169,z — 906 qm Acker das., Flur 7 Nr. 195,5 — 562 qm Acker auf den Fluihgraben, jenseits des Grasweg,
Flur 7 Nr. 195u®/io — 562 qm Acker daselbst,
Flur 7 Nr- 1965/io — 581 qm Acker daselbst,
Flur 23 Nr- 142 — 3944 qm Acker auf den Aulweg hinter dem Weiher,
Flur 24 Nr. 49,5 - 1194 qm Acker am Barresgraben links des Schütz- gesbrunner Wegs,
Flur 25 Nr. 21,6 — 1350 qm Acker am Cchlangenzahl, zieht durch den Schützgesbrunner Weg,
Flur 25 Nr. 23, z — 613 qm Acker das., Flur 25 Nr. 24,6 — 612 qm Acker das., Flur 25 Nr. 39 — 1450 qm Acker am Aulweg rechts,
Flur 26 Nr. 254a — 188 qm Acker am untersten Riegelpfad,
Flur 28 Nr. 151 — 1150 qm Acker auf dem Sandkauterweg und Heegstrauch,
Flur 31 Nr. 132 — 4000 qm Acker am Erdkauterweg,
Flur 31 Nr- 133 - 4013 qm Acker das., Flur 31 Nr- 134 — 2956 qm Acker das, Flur 32 Nr. 47 — 1094 qm Wiese am Heegstrauch bei der Schwalbachi- schen Wiese am Pfad,
Flur 32 Nr. 48 — 1100 qm Wiese das-, Flur 32 Nr. 111 — 2287 qm Wiese am Heegftrauch bei der Schwalbachi- schen Wiese,
Flur 41 Nr. 91 — 1812 qm Acker vor der Wart auf die Marburger Chaussee,
Flur 43 Nr- 95 — 1350 qm Acker links am Steinkauter Weg,
Flur 44 Nr. 40 und 41,e — 1350 qm Acker auf den Fluthgraben,
Flur 28 Nr. t8 — 1600 qm Wiese am Heegftrauch bei der Schwalbacht, schen Wiese,
Flur 46 Nr- 62 — 2200 qm Acker links am Badenburger Fußpfad om Fluthgraben,
Flur 32 Nr. 102,6 - 3169 qm Wiese am Heegstrauch bei der Schwalbachi- schen Wiese,
Flur 45 Nr. 98 — 1725 qm Acker an der Marburgerstraße,
Flur 45 Nr. 99 - 1737 qm Acker das, Flur 45 Nr 100 — 1731 qm Acker daselbst
öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen. 20. November 1893.
Grotzh Ortsgericht Gießen.
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9689 Nr. 1 Frankfurterstraße Nr. 1.
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Kreuzplatz 14 und Bahnhofstrasse 23.
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9683
9676
Görnert.
9671
Jeikgeöotenes
Emil Fischbach.
uns
Großherzogliche Bürgermeisterei Albach. Balser.
Der Voranschlag der Gemeinde (Ettingshausen pro 1894/95 liegt vom 23. d. M- bis einschließlich 30. d. M. auf unserem Bureau zur Einsicht der Betheiligten offen.
Ettingshausen, den 20. November 1893.
Großherzogliche Bürgermeisterei Ettingshausen.
In Glessen vorrätbig bei:
E. Leo, Colonialw.-Geschäft.
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Das zur Schmückung erforderliche Fichtenreis wird auf Anmeldung bei der Lllraermetsteret, Zimmer Nr. 15, auS den städtischen Waldungen unentgeltlich zur Verfügung gestellt werden.
Bekanntmachung.
Der Voranschlag der Gemeinde Albach für 1894/95 liegt vom 22. d. MtS. an acht Tage lang auf dem Bürgermeisterei-Bureau dahier zur Einsicht eines jeden Betheiliglen offen.
Albach, den 20. November 1893.
Aufruf.
Anläßlich der Einweihung der neuen evangelischen Kirche wird Leine Königliche Hoheit der Großherzog Ernst Ludwig m 30. d. Mts. unsere Stadt mit Seinem Besuche beehren.
Der Einwohnerschaft Gießens ist dabei Gelegenheit gegeben, den LandeSherrn zum ersten Mal als solchen in der Provinzialhauptstadt Ober- helfens feierlich zu begrüßen.
Ueberzeugt, daß alle Kreise unserer Bevölkerung bei diesem Anlaß wetteifern werden, dem Allerhöchsten Besuch einen herzlichen Willkommen fti bereiten, gestatte ich mir — im Einvernehmen mit der Stadtverordnetenversammlung — schon jetzt die Bewohner unserer Stadt aufzufordern, zum äirßeren Zeichen ihrer Gesinnung auf den 30. d. Mts. eine allgemeine Schmückung der Häuser mit Flaggen und Grün vorzubereiten.
Gießen, den 21. November 1893.
Der Oberbürgermeister:
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MAGGI5


