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tiei den Postanslalten an Sonn- und Feiertagen sich in der Mehrzahl für Offenhalten der Postschalter von 11 bis 1 Uhr ausgesprochen haben, wogegen dann das Offenhalten Nach­mittags von 5 bis 7 Uhr fortfallen könne.

* Der siebente Berufsgenoflenschaftstag findet am 27. Juni d. IS. in Stuttgart statt.

Auszeichnung. Seine Königliche Hoheit der Groß» ; Herzog haben Allergnädigst geruht: am 6. April dem Be- ' dienten Johann Wailgony und dem Hausknecht Ludwig s Bro hm, beide in Diensten Seiner Erlaucht des Herrn I Grafen zu Erbach-Fürstenau, die Rettungsmedaille, am 12. April dem Bürgermeister Konrad Wolf von Appenrod das all- * gemeine Ehrenzeichen mit der Inschriftfür langjährige treue Dienste" zu verleihen.

n. Alteu Buseck. 19. April. Heute Nachmittag entstand im AlteN'Busecker Wald ein Brand, der bald solche Aus­dehnung annahm, daß die Feuerwehr in Alten-Buseck alarmirt werden mußte. DaS Feuer konnte bald auf seinen Herd beschränkt werden.

Ober Mörlen, 19. April. Die durch den neulichen Waldbrand verheerte Fläche, etwa 40 Morgen 6jähriger eichener Stockschlag, muß ab geholzt werden. Da die Loh­rinde natürlich verloren ist, so dürfte der Gemeinde, der Eigenthümerin des Areals, ein recht empfindlicher (mit 1200 Mark kaum zu hoch bemessener) Schaden erwachsen.

Steinfurth, 20. April. Vorige Woche wurde die älteste Bewohnerin unseres Ortes, die Wittwe des Peter Schneider zu Grabe getragen. Dieselbe erreichte das hohe Alter von 9 3 Jahren. Eine zahlreiche Nachkommenschaft war ihr Geschieden, waS die 87 Enkel und Urenkel, wovon noch 64 unter den Lebenden weilen, zeugen. Als jüngster Sprosse ihrer Familie ist ein Ururenkel zu verzeichnen.

Dermifditcs»

* Frankfurt, 19. April. Ueber das Vermögen des früheren Rechtsanwalts Barth, Verlegers desF a n k f u r t e r I o u r- n a l", wurde gestern Nachmittag Concurs erkannt und der RcchtSanwalt Dr. Hassel zum Concursverwalter ernannt. Heute Vormittag sollte die gesummte Druckerei-Einrichtung

desFrankfurter Journal" zwangsweise versteigert werden- diese Versteigerung mußte aber in Folge der ConcurSerklär- ung unterbleiben. Es wird beabsichtigt, das Blatt auf Kosten der Concursmasse vorläufig noch weiter erscheinen zu lassen, um zu sehen, ob sich ein Käufer dafür findet. Nach einem Mitte März versandten Rundschreiben an die Gläubiger be­laufen sich die Schulden des Verlegers auf 8090000 Mk. Herr Barth hat überdies sein ganzes nicht unbeträchtliches Vermögen für das Unternehmen geopfert. N. H. Volksbl.

* Trier, 19. April. Durch ein zusammenstürzendes Gerüst beim Kirchenbau in Sien, Regierungsbezirk Trier, wurden drei Arbeiter getödtet und fünf verwundet.

London. 20. April. In der Wohnung des Directors

, der englifchen Bank wurden für 50000 FrcS. Juwelen j gestohlen.

Chicago, 20. April. Bei dem Abstürzen eines Ballons fiel der Luftschiffer Steringer aus einer Höhe von 40 Fuß herab und verletzte sich lebensgefährlich.

kirchliche Anzeige« der Stadt Gietzen.

Evangelische Gemeinde. Gottesdienst.

Samstag den 22. April:

Nachmittags 2 Uhr: Beichte. Pfarrer Dingeldey.

Sonntag den 23. April, Jubilate:

Vormittags 9'/, Uhr: Pfarrer Dingeldey.

Conflimation der Kinder aus der LukaSgemeinde. Feier des heiligen Abendmahls.

Collecte für die Armen.

Abends 6 Uhr: Pfarrverwalter Dr. Grein-

Kinderkirche Vormittags SV, Uhr in der Friedhofscaptlle: Pfarrer Schloff er.

Sonntag den 30. April, Nachmittags 2 Uhr, findet Vor­stellung und Prüfung der Confirmanden aus der Markusgemetnde statt.

Katholische Gemeinde.

Sonntag den 23. April, 3. Sonntag nach Ostern.

Samstag: Nachmittags um 4*/e Uhr und Abends um 8 Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte.

Sonntag: Vormittags von 6 Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; um v'/, Uhr erste hl. Messe; um 71/, Uhr AuStheilung der bl. Communion; um 81/, Uhr zweite hl. Messe; um 10 Uhr Hochamt mit Predigt; Nachmittags um 2 Uhr Christenlehre, darauf Andacht.

Eingesandt.

»teste«, 20. April 1893.

Nachdem die Aussaat längst beendet und die FrühjahrSsaaten, ttotz der anhaltenden Trockenheit, bereits aufgegangen find, erscheint in Nr. 88 Ihres geschätzten BlaiteS eine Bekanntmachung der Groh- herioglichen Bürgermeisterei dahier, welche sämmtltche Taubenbefitzer aufforbert, ihre Taubenwährend der Saatzeit vom 15. April bis 15. Mat" in den Schlägen einzusperren.

Da nach dem Urthetl erfahrener Landwirthe die Tauben auf richtig bestelltem Felde einen Schaden überhaupt nicht anrichten können, so dürfte es wohl an der Zett sein, daß dieses Verbot aufgehoben, und der durch dasselbe bedingten Thterquäleret eine Ende bereitet würde.

Es dürfte der verehrl. Theater - Dtrection empfohlen werden, die Imitation der Harfen durch ein verstimmtes Klavier in Zukunft zu Unterlasten, da ein alt verstimmtes Klavier das Ohr gerade so unangenehm berührt wie eine alte verstimmte Harfe.

Briefkasten.

Dr. * hier. Sie wollen das HauS bezeichnet wtsten, In welchem Dr. Büchner die in vor. Nr. erzählte Austreibung der Kamtsöler auSführte. Wir können Ihnen nach Erkundigung bei unserem Ge­währsmann« mitthetlen, daß der Streich in dem früher Schreiner Marguth'schen (später Kirchendiener Knoll'schen, jetzt von der Stadt angekausten) Hause auSgeführt wurde^

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