Ausgabe 
21.10.1893 Zweites Blatt
 
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Feuilleton

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letztere.

Der gnädige Herr war mehrere Male hier- als die gnädige Frau aber aufwachten, entfernte er sich schnell, um nach den Rettungsarbeiten zu sehen. Das Feuer ist gottlob vollständig gelöscht. Ohne den Herrn Gemahl wäre die gnädige Frau verloren gewesen, denn kein Anderer hätte sich in dieses Feuer gewagt. ES ist überhaupt fast ein Wunder, daß ihm die Rettung gelang."

Die kleine Frau antwortete nichts. Ein Schauder durch­bebte ihren ganzen Körper. Dann aber sagte sie plötzlich in entschloßenem Tone:

Suchen Sie sofort meinen Mann aus und sagen Sie ihm, ich ließe ihn bitten, hören Sie, ich ließe ihn bitten, doch einen Augenblick zu mir zu kommen."

Dann ließ sie sich gegen die Lehne des Sessels zurück­fallen und blickte mit gespannter, fast ängstlicher Erwartung nach der Thüre.

Es dauerte auch nicht lange, so öffnete sich dieselbe und der Gerufene erschien auf der Schwelle. Aber wie sah der letztere aus? Das Gesicht war von Rauch geschwärzt und der schöne Vollbart an mehreren Stellen total ver­brannt, aus diesem verunstalteten Gesicht indessen schienen die großen, ehrlichen Augen noch wohlwollender und liebe­voller als gewöhnlich auf sie herabzublicken.

Du hast mich rufen laßen, Elise," sprach er lächelnd, und daher bin ich Deinem Befehle auf der Stelle gefolgt, obwohl ich befürchten muß, Dir in meinem jetzigen Zustande noch weniger zu gefallen, als vor zwei Stunden. Sonst aber geht es Dir doch gut, Elise?"

Die kleine Frau war so bewegt, daß es eine ge-

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Eigensinn.

Von G. ©trüber.

(Schluß.)

Herunterspringen konnte sie von diese* Höhe nicht, der Sprung auf den harten Boden hätte ihren sicheren Tod 1! deutet, und doch gab es keinen anderen Ausweg. Schon inliigK sich der Rauch zwischen den Fugen der Thüre hin­durch in das Zimmer, die kleinen Wölkchen ballten sich zu« laarnim und wurden immer dichter, das Athmen wurde ihr 'Heer, sie hatte ein Gefühl, als ob sie ersticken müßte. Datei ließ sich aber das unheimliche Knillern immer näher >: eniebimen, es war kein Zweifel, die Thüre war bereits in '8war gerathen.

«Allmächtiger Gott," rief sie, aus dieKniee sinkend und > zitternden Hände emporstreckend, aus,wenn es denn > iinma'. dein Wille ist, daß ich hier untergehen soll, so ver- ,i«i|c mir wenigstens alles, was ich gegen deine Gebote in! besonders gegen meinen armen Mann verbrochen habe .ilid lvsse meinen Tod eine Sühne für meine Fehler sein.

An diesem Augenblicke wurde die Thur aufgerissen und 'Mitten des sich in das Zimmer wälzenden Qualmes er- atkn die Gestalt eines großen, starken Mannes mit einem na-chy-schwärzten Gesichte. In einem Nu hatte er die kleine §rau auf seinen Arm genommen und dann stürmte er mit Ür in weiten Sätzen die Treppe herab. Der Rauch erstickte it iaht, eine Lohe schlug an ihre Augen, so daß sie dieselben itirolÜtUrlid) zuschloß, mit einem Male aber war es ihr, als Mb ein sri'cher Lustzug ihre Wangen berührte und gleich i) drauf verließ sie daS Bewußtsein.

Stunde, die mir heilig ist.

und dann will ich Dir etwas mittheilen

Sowie er neben ihr Platz genommen, erhob sie sich

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Karl," erwiderte sie endlich, kaum im Stande, die Thränen zurückzuhalten,ich bitte Dich, spotte nicht in dieser Setze Dich hierher neben mich.

Federweißer

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plötzlich und warf sich schluchzend an seine Brust.

Mein lieber, theurer, edelmiithiger Karl," stammelte sie,willst Du mir noch einmal mein Benehmen von vorhin verzeihen, wenn ich Dir fest und heilig gelobe, Dich nie mehr durch meine Launen ärgern zu wollen und Dir von jetzt an stets eine folgsame kleine Frau zu sein?"

Ich habe Dir schon längst verziehen, Elise," erwiderte er gerührt, indem er sie zärtlich an sich preßte.Du weißt ja doch, wie gern ich Dich nun einmal habe, die wahre Liebe aber ist stets gern zum Verzeihen bereit."

Ja, ich weiß es, hast Du doch sogar Dem Leben daran gewagt, um Diejenige zu retten, welche Dich vorher so schwer beleidigt hatte. Willst Du aber auch, um zu be­weisen, daß Du mir vollständig verziehen hast, mich nicht mehr Elise, sondern wie früher Lieschen nennen?"

Von Herzen gern, mein liebes Lieschen 1" sagte er lachend, indem er einen herzlichen Kuß auf den kleinen, sich ihm entgegenstreckenden Mund preßte,doch mußt Du mir jetzt auch gestehen, weßhalb Du mir mit einem Male keine Elise, sondern wieder ein einfaches Lieschen sein willst?"

Weil ich," entgegnete sie erröthend,inzwischen Er­fahrungen gemacht haben, die mir beweisen, daß wir beide nur dann recht glücklich miteinander werden, wenn ich Dir ganz allein gehöre und in Allem nur Deinem Willen folge. Das verspreche ich Dir hiermit nochmals feierlich und daS sei ein Theil meiner Buße für meinen Eigensinn und meine ; frühere Unzufriedenheit.

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Hetzen, den 16. October 1893.

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