Ausgabe 
21.7.1893 Erstes Blatt
 
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Thermometer:

srath in Karlsruhe iten Hrilkette, wrlche ' von tintr Londoner any-Londoo W. C." Kette soll gegen aller jut fein, ift aber in )tt daher 8 Mk. für

zige Spur der Erscheinung.

A Mainz, 19. Juli. In Folge der fortgesetzten Nieder­schläge ist der Rhein in den letzten Tagen beträchtlich gestiegen, so daß sich für die Schifffahrt bie Verhältnisse wieder einige^ maßen günstig gestalten. Die Wendung zum Besseren laßt sich an der Zunahme des Schiffsverkehrs deutlich erkennen. Das hier circulirende Gerücht, daß Capellmeister Kern vom 118. Jnf.-Regim. wegen der qu. Majestätsbeleidigung von dem Militärgerichte bereits zu einer längeren Freiheitsstrafe und zur Degredation verurtheilt worden sei, wird in der hiesigen Lokalpresse heute Abend mit dem Hinweise dementirt, daß die Voruntersuchung noch nicht abgeschlossen sei. Die g^ sammle hiesige Presse drückt die Hoffnung und den Wunsch aus, daß die gegen Capellmeister Kern erhobene Denuncration sich bei der Untersuchung als grundlos erweisen möge. In einem hiesigen Hotel ist gestern Abend ein angeblicher Pferdehändler aus Brüssel verhaftet worden, der verschiedentlich Versuche gemacht haben soll, falsches und außer Curs gesetztes werthloses amerikanisches Papiergeld zu ver­ausgaben. In mehreren rheinischen Städten sollen dem Ver­hafteten die Versuche gelungen sein.

Laubenheim, 18. Juli. Unser verstorbener Herr Pfarrer Stein deck er hat fast sein ganzes Vermögen im Betrage von 30,000 Mark zu wohlthängen Zwecken bestimmt und zwar bleibt das Vermögen größtentheils im Orte selbst.

Aus Rheinhessen, 19. Juli. Bei der für die Reben andauernd günstigen Witterung ist der Stand der Wein­berge in der diesseitigen Provinz im Allgemeinen em ganz vorzüglicher. Die Trauben schreiten in der Entwickelung sehr rasch vorwärts, so daß die Aussichten auf einen frühen und guten Herbst immer greifbarere Gestalt annehmen. Die Reben sind überall gesund, kräftig und frei von Krankheiten.

Vermißtes»

Frankfurt, 19. Juli. Nach demFinanzherold" hat der Magistrat in einer weiteren Sitzung am Dienstag doch den Commissionsantrag angenommen, der die Uebertragung des städtischen Electric itätswerkes an die Schweizer Firma Brown, Boveri & Co. vorschlägt.

Marburg, 19. Juli. Heute Nacht gegen 12 Uhr stürzte der Jäger Christian Gieß vom hiesigen Jägerbataillon aus einem im 2. Stockwerk gelegenen Fenster der Caserne und blieb sofort tobt.

Marburg, 19. Juli. Der Geheime Regierungsrath Schmibt aus bem Cultusministerium ist nach zweitägigem Aufenhalt wieber von hier abgereift, ohne die beabsichtigte Beilegung des Streites zwischen Professor Külz und der Studentenschaft erreicht zu haben. In der Bürgerschaft be­fürchtet man, daß mit Schluß des Semesters etwa 300 Studenten unsere Hochschule verlassen werden.

* Manuheim, 19. Juli. In dem Odenwaldort Zwingen­berg wurde der Metzgerbursche Adolf Frey von Eberbach von zwei Zwingenberger Burschen überfallen und erschlagen.

$otn Rhein, 17. Juli. Heute sank bei Mülheim der mit 5 000 Sack Mehl beladene DampferAlexander

Rösing, Duisburg", der bergischen Actien-Mühlengesellschaft. Ein großer Theil der Ladung liegt im Wasser.

* Aschersleben, 18. Juli. Anfang Februar d. I. fand Hierselbst ein Maskenball statt, auf dem durch eme Aufführung die Abendmahlsfeier beschimpft wurde. Es sind deßhalb der Kesselwärter Hecht, der als Prediger, und 8 Frauen, die als Abendmahlgäste auftraten, angeklagt und von der ersten Strafkammer des Landgerichts zu Halberstadt verurtheüt, und zwar Hecht zu 6 Monaten, die Frauen zu je 3 Monaten

»^Würzburg, 15. Juli. Das Militärbezirks- gericht verurtheilte heute die Sergeanten Karl Klotz und Adam Rohrbach, sowie den Unteroffizier Paul Klober, sammt- lich im 5. Cheveauxleger-Regiment in Saargemund, wegen fortgesetzter Unterschlagung zum Nachtheil des Militarfiscus zu je 6 Monaten Gesängniß und Degradation. Die Ver- urtheilten trieben in ihrer Eigenschaft als Aufsichtsführer über die Remontepferde resp. als Futtermeister mit dem für die Pferde zugemessenen Hafer einen einträglichen Handel mit Privaten, wobei sie nach Annahme der Anklage einen Gewinn von insgesammt gegen 600 Mark erzielten. Die Pferde kamen bei der Sache natürlich schlecht weg- ihnen wurden täglich nahezu 3 Pfund Hafer von der festgesetzten Ration (11 Pfund) abgezogen. Den alsoeingesparten Hafer bewahrte man unter den Augen des Hafermagazlnvorarbeiters Klein und des Magazinaussehers Hesse im Hafermagazm auf, füllte ihn später in fiscalische Säcke um und fuhr ihn auf Militärfuhrwerk oder auf Privatfuhrwerk zu den v^rschledenen Abnehmern. Soldaten mußten dabei öfter noch behülflich fein. Man sieht, es lag System und Raffinement in dem Vorgehen. Ein vierter Angeklagter, der Unteroffizier Gg. Töpfer,

wurde freigesprochen.

* Ludwigshafen, 16. Juli. Wenn manPech" hat. Von seiner angeblichen Taubheit wurde dieser Tage ein Ge­stellungspflichtiger in der Generalmusterung rasch geheilt. Der Militärarzt scheint seineDrückeberger" wohl zu kennen, denn unter Zuhilfenahme eines Spiegels wurde in der Ohrenhöhle eine Dosis Pech entdeckt und bald mit der Sonde an's Tageslicht befördert. Die Taubheit war sofortgeheilt , indessen zur Befreiung von der Militärpflicht hat das Pech nicht im Mindesten beigetragen. Das nennt man doppelt Pech. , ,

* Düsseldorf, 17. Juli. Der kürzlich hier verstorbene Rentner E. v. Bouvero t hat dem Marienhospital 500000 Mk. vermacht. n,rr,, , . .

* Münster, 17. Juli. Einen traurigen Abschluß sand der Ausflug, den der hiesige Rechtsanwaltsverein am Samstag Mittag veranstaltet hatte. Ein Boot, in dem drei Damen und drei jüngere Juristen saßen, bekam durch Auslaufen auf einen Pfahl ein faustgroßes Leck. Die Herren und zwei Damen retteten sich, während die 23jahrige Tochter des Justizraths Coppenrath untersank und ertrank. Erst nach einer Stunde angestrengter Arbeit seitens der Mit- glieder des Akademischen Schwimm- und Rudervereins konnte die Leiche geborgen werden.

* Wittenberg, 16. Juli. Auf dem Schießplatz bei Jüterbog wurden am Donnerstag Abend ein Unteroffizier und ein Kanonier des Feld-Artillerie-Regiments Nr. 4 infolge eigenen Verschuldens durch eine crepirende Granate gelobtet. Wie das Unglück entstanden ist, läßt sich, da die einzigen Zeugen tobt sinb, nur nach bem Befunb verrnuthen. Hiernach hat ber Unteroffizier eine blinb gegangene Granate gefunben. Statt von bem Funb, wie es vorgeschrieben ist, Meldung zu machen, ging er am Abenb mit einem Kanonier, dem Batterieschlosser, wieber hinaus, um bas Geschoß zu entladen. Hierbei hat ber Unteroffizier augenscheinlich bas Geschoß zwischen bie Beine genommen, währenb ber Kanonler ben Zünber burch Hammerschläge zu entfernen versuchte. Hierbei ist bie Granate explobirt. Dem zehn Schritte wett toegge- schleuberten Unteroffizier ging ber abgesprengte Zünder burch ben Leib unb riß einen Theil bes Rückgrats mit heraus. Außerbem sind ihm ber Kopf, beibe Arme unb derbe Beine abgerissen worden. Der zerrissene Rumpf war mit 43 eisernen Sprengstücken gespickt. Dem Kanonier ist die Brust- und Bauchhöhle aufgerissen worden- er lag an der Stelle der Explosion.^ s^fl^epflnb in Deutschland ist in 10 Jahren um mehr als 5^ Millionen, auf 12 796 000, zurückgegangen, in Schlesien unb Posen etwa um bie Hälfte. Die meisten Schafe im Verhältniß haben Mecklenburg unb Pommern.

* Die Ersatzrnannschaften der südwestafrikauischen Schutz, truppe, bereu Zahl sich burch Eintreffen einer zweiten Colonne auf 136 Mann erhöhte, haben am Montag Abenb Berlin ver­lasen, um bie Fahrt nach ber Walfischbai anzutreten. Der Lehrter Bahnhof, woselbst bie Truppe in drei Wagen des sahrplanmäßigen Nachtzuges nach Hamburg untergebracht worden, war polizeilich abgesperrt. Auf dem Perron hatten sich die nächsten Angehörigen der Mannschaften, sowie eine größere Anzahl höherer Offiziere eingefunden. Unter Hurrah- rufen setzte sich der Zug in Bewegung. Die Ersatzmannschaften haben sich verpflichtet, bis zum 31. Marz 1896 im Colontal­dienst zu bleiben- die Zurückkehrenden erhalten dann den Clvilv-rsorgungssch-in.

* Ein luftiger hulureuftreich omüftrt noch heute die Herren vom Civil und ärgert die schönen Damen der Garn,- kn-stadt Maria-Theresiopel in Ungarn, ein Scherz, der den Zweck hatte, einer absonderlichen Mode em Ende zu machen und der denselben auch erreichte. In der genannten Stadt wuchs sich während der letzten Wochen der Brauch heraus, dak die das Theater besuchenden Damen nicht allzu kleine und nicht allzu niedliche Säckchen aus P-luch- mit flchsuhrten, in denen sie ihr ganzes Rüstzeug als Theat-rgla-, Bonbons Taschentücher, Flacons und noch Anderes bewahrten. Diese b-sackte Weiblichkeit bot einen drolligen Anblick dar, besonders reizend sah es aus, wie diese verschiedensarb,gen dickbauchigen Dinger aus den Logen h-rabbaumel.-n und der Brüstung eine nicht- weniger als geschmackvolle Decoration gaben; das

, Difirtz Thema be­ll Blätter", der Maler r drucken nachstehend ben unser Gießen, ls Mufterstadt gelten ize leere, öde, nichts- , brückt sich in diesen Dir krumme Linie ist antasie, bie yuto ist düng. Nicht malerische angehen, sondern ba» jaus die abwechselungs- das MenscheWschlecht tberoefen fänden die

A,, sie mürben bie« äg organifirtes Thier, mehr für Wohnstätten dem Fuhrmann ver- ade, tzsatte «W ^sichtlich in Windungen igen geraden Straßen irtmal sagen - warum rattisch und scheuM; prackisch und M , unserem Jahrhundkr omanen liestman do -S'

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beobachtet werben kann- eben beöhalb ift über bas Wesen der Kugelblitze noch sehr wenig bekannt. Möglicher Weise hängen biete so geheirnnißvollen Kugelblitze mit de" elektri­schen Rückschlag zusammen. Auch scheint es, baß tiefe Blitze bei ihrer Bewegung von ben Blitzableitern keinerlei Nouz nehmen. Dr. Häpke gebentt eines Kugelblitzes, von bem ein Beobachter in Bremen versichert, baß er währenb eines Ge­witters an einem Hause mit hohem Giebel sich herabbewegte, die Krönung zerschmetterte, über bie Straße luhr unb erst an ben Schienen ber Pferbebahn verschwanb. Da bie Existenz ber Kugelblitze noch von Manchen nicht als genugenb ver­bürgt betrachtet wirb, so mögen hier zwei Fälle aus jüngerer unb jüngster Zeit mitgetheilt werben. Den ersten Fall be­richtet ein Herr SophusTrombolb. Am 24. Juli 1877 werten in ganz Dänemark heftige Gewitter, theilweise mit tätlichen Blitzschlägen, auf. Auf bem Hofe Oesterbammen, etwa eine Meile südlich von Hjörring in Jütlanb, ereignete sich dabei FolgenbeS: Am Morgen vernahm man ein heftiges, aber fernes Gewitter, bas sich allmählich näherte, aber boch zu keinerlei Befürchtungen Anlaß ab. Um Mittag saß bet Be­sitzer bes Hofes mit ben ©einigen bei Tische, als Alle zu ihrem Schrecken eine feurige Kugel gewahrten, von ber Größe unb Gestalt eines Menschenkopses, röthlich gelb, wie ber Mond bei niebrlgem Stanbe, boch Heller als bieser. Diese Kugel verbreitete in ihrer Umgebung einen starken Schein unb kam aus einer geöffneten Thür heraus, bie etwa 15 Ellen von bem Fenster bes Speisezimmers entfernt war. Bei ihrer Weiterbewegung berührte sie bas Pflaster unb explobirte mit furchtbarem Krachen. Gleichzeitig bemerkte man einen bichten bläulichen Rauch, ber aus ber Thür unb bem dahinter be- finblichen Feuerheerde kam. Wahrscheinlich hatte bie Kugel burch letzteren ihren Weg ins Haus genommen, denn man sand am Boden des unten offenen Schornsteins, sowie auf bem steinernen Fußboben eine Menge Asche unb Ruß, bie ber Luftstrom mit sich geführt hatte. Den anberen Fall berichtet Professor Caballero unterm 2. Januar 1890 an bas Madrider Observatorium. Dieser Kugelblitz würbe zu Pontevebra be­obachtet. Um VJ0 Uhr Abenbs fiel heute bet klarem Himmel ein Feuerball von ber Größe einer Orange auf bie Leitungsdrähte unserer electrischen Anstalt. Man kann nicht sagen, wie er fiel und woher er kam. Die Drähte entlang wanderte er ziemlich langsam zur Centrale, hob ben Strom­unterbrecher aus unb schlug in bie Dynamomaschine, welche im Gange war. Vor ben Augen bes Mechanikers unb ber erschreckten Arbeiter sprang ber Ball zweimal von bem Dynamo auf die Leitung unb wieber zurück, bann fiel er unb zerplatzte in viele Stücke, ohne einen Unfall zu bewirken. Während seiner Wanderung flackerten bie electrischen Lichter, schließlich bilbeten aber geschmolzene unb geschweißte Stellen an ben dicken Kupferplatten ber Stromunterbrechung bie ein-

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Temperatur der Lahn und Luft

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Literatur und Aunft.

_ Die Distanz-Radfahrt Wien-Berlin, welche das Interesse unserer stammten Bevölkerung in so hohem Mage w Anspruch genommen hat, wird uns in allen ihr en EinzelheUen ausführlich in der neuesten Nummer deS Stahlrad" Leipzig, Mockenstr- 13) g - schildert. Besonders ausmerksam machen wollen Ar auf die für alle Sportsfreunde hochintereffanten Tabellen, welche die Ankunft sämm - lieber Fahrer an dm einzelnen Stationen vor Augen fuhren, sowie auf die Tafel der Preisträger, auf welcher auch die einzelnen Preise rc. eingezeichnet sind. Die vorliegende Nummer desSttrhlkad gibt un8 wieber einen herrlichen Beweis, wie Verlag und Redaction eifrigst bemüht sind, ihren Lesern etwas Gediegenes zu bieten- Wir pninfeblpn desbalb Das Stahlrad", dessen Abonnenten gleichzeitig in der Höhe von 2500 Mk. gegen Unfall mit täglicher Entschädigung versichert sind, allen Sportssreunden auf das Angelegentlichste. Zum Preist von 5 pro Halbjahr nimmt jede Post°nstalt unter Nr ^26 Abonnements entgegen. Die Postquittung dient als Ausweis für die Versicherungs-Gesellschaft.

.Der Stet« der Weisen" ei öffnet sein diesmaliges Heft (das 14.) mit einer fesselnden Abhandlung über ^WIEdungm, der einige sehr hübsche Abbildungen aus der Adelsberger Grotte beiaeaeben sind. Hieran schließt ein illustrirter Äufsatz über Neue electtffche Wafferstands-Fernmelder, weiter eine P^udereiüberden Reaenwurm mit einem Dollbilde, das den australischen Riesev- reaenwurm 'darstellt, ein höchst merkwürdiges Geschöpf. Die anderen größeren Abbandlungm sind der Kunstverglasung, dem Formen und ®n61n b« ®t"ingutf«brllati, ben Be.'-hungm MM»« her Temveratur zu den Gewittern, sowie einem Abschnitte der @e- fcbiditc der Astronomie gewidmet. Alle diese Beiträge sind mit interessanten Abbildungen versehen. Des Weiteren wird in demi vor- liegmden Hefte überTransparentglas", eine »MaÜinefur Eisenbahn- SB«*ttftf M» »Ä MMMt Ä«Wb« SU bebanbelnben Themm. .

Witterungs aussichten

Wetterhäuschen, Südanlage.

angekommen. ____________

Hamburg-Amerikanische Packetsahrt-Actien-Gesellschastt ginftbamDfer Markomannia , von Hamburg und Havre nacy Westindien und Mexiko bestimmt, ist am 15. Juli in ^cmel an- gekommen" SßoftbampferHufir«»«" ift «m lo. A» in T-Mpfto angekommen. PostdampserPolynesta" ist am 17. Juli, d uyr Morgens, von Hamburg in Boston angekommen. Postdampfn , Dalesia", von Hamburg nach Westindien unterwegs, ist am 18. ^u , 1 Uhr Nachmittags, von Havre weitergegangen. ____________

Verkehr, Land- und Vslk-wirthschast.

IQ Ofuit Fruchtmarkt. Roth er Weizm x 14,oÄ'^en^ -.-. ftorn X 11.85, neues JL 11.35, Gerste JL 10.00, Hafer JL 9.45, Erbsen JC

««r Steuer der Sfutteruoth im deutschen

viele Äindwirthe und Pferdebefitzer in diesem Jahre sich genöthigt bLmrhSX eriu&fn, so fei darauf aufmerksam gemacht, daß in Russisch-Polen, sowie in ben Gegenden der Warthe Heu und

'Nen Fmcht «iielen^ton6bT^SuttecnS®iwi'0611^6Sieicbe f Aeirit auch Mecklenburg - Strelitz am wenigsten betroffen )U sein, °nS bem voewlegenb L-nbwie,h!«aft betreibenben 8anb» ijeljffi «WW lanae ^üae von Heu und Stroh südwärts und zwar nach Thüringen, Mau unb Äs Sachsen. Die Auskänser z-dl-n an Ort unb SS ArLi»war immer noch, boch ist von einem vorläufigen ft'« ES tohn, sich baber vielleicht auch in Mecklenburg Futterkäufe zu machen.____________

ewige Hantiren mit ben Dingern, in denen fast immer mehr ober minder kleine Händchen steckten, war auch nicht geeignet, bie Aufmerksamkeit für bie Vorgänge auf ber Bühne zu er­höhen. Die Damen trieben ihr Spiel so lange, bis ber Wellenschlag bieser etwas absurden Mode seine Kreise durch )ie ganze weibliche Bevölkerung gezogen hatte, bis auchdie Hand, die Samstags ihren Besen führt", am Sonntag mit ihrem Säckchen neben dem Soldaten ihres Herzens im Olymp . Heute ist in Maria - Theresiopel die Beutelmode tobt. Inb bas kam so: Die bärtigen Husarenoffiziere mietheten durch mehrere Tage ber letzten Woche sämmtliche Logen bes Theaters unb erschienen in benselben, am Arme einen ganz gewöhnlichen Futtersack en miniature, ben sie gleich ben Damen über bie Logenbrüstung baumeln ließen. Der Spaß erregte große Heiterkeit unb wahre Lachstürme tönten durch bas Haus, wenn bie Offiziere Lorgnon, Monocle, Bonbons unb Taschentuch, manche gar eine Schnupftabakdose ihrem Säckchen entnahmen. Seither sinb bie Peluche-Säckchen ber Maria - Theresiopeler Damenwelt von ber Bilbfläche ver- schwunben. _________ _____

Schift-nachrichten.

(Mitgetheilt durch den Agenten deS Norddeutschm Lloyd, Herrn Carl Loos in Gießen).

Bremen, 19. Juli. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Schnelldampfer Kaiser Wilhelm II., Capt. L. Stornier, vom Nordd. Lloyd in Bremen, welcher am 8. Juli von Bremen und am 9. Juli von Southampton abgegangen war, ist gestern 11 uyr Vormittags wohlbehalten in Newyork angekommen.

Bremen, 19. Juli. (Per transatlantischen Tele^aph.j Der Postdampser Dresden, Capitän H. Supmer, vom Norddeutschen Llond in Bremen, welcher am 6. Juli von Bremen abgegangen war, ist gestern, 2 Uhr Nachmittags, wohlbehalten in Newyork