Ausgabe 
16.12.1893 Erstes Blatt
 
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' December 1893.

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Dirigent und erste Lehrer an der höheren Bürgerschule zu Gernsheim, Sebastian Jost zum Dirigenten und ersten Lehrer an dieser Schule, unter Verleihung der Rechte eines definitiv angestellten Volksschullehrers, ernannt; am 1. Dec. wurde dem Schullehrer Karl Friedrich Franz zu Hainhausen eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Bürgel, Kr. Offenbach, übertragen.

** Die Stärkeverhältoisie in der Zweiten Kammer haben sich gegen früher wesentlich verändert. Es stehen 31 National- li b ernten, darunter die sich formell noch keiner Partei ange­schlossen, gegenüber: 7 Deutsch-Freisinnige, 5 Centrum und 5 Socialdemokraten, sowie 2 deutsche Reform- par teil er.

* Den Postagenten auf dem Laude wird es angenehm sein, zu hören, daß der Reichshaushalt den vorhandenen 7400 Postagenten eine durchschnittliche Erhöhung ihrer Ver­gütung um 75 M. zugedacht hat.

* Der Verkauf von Bier unter einer falschen Bezeichnung enthält nach einem reichpgerichtlichen Erkenntniß den Bestellern der echten Waare gegenüber die Vorspiegelung einer unwahren Thatsache über die Qualität der Waare. Belanglos bleibt dabei, ob der Preis der gelieferten unechten Waare entsprach, ober ob einzelne der getäuschten Abnehmer mit der Sendung zufrieden waren. Der Zusatz von Biereouleur zur Färbung des bayerischen Bieres ist als eine Verfälschung dieses Nahrungs­mittels anzusehen.

* Ergebnisse der Bierbesteuerung im Großherzogthum Hessen im Rechnungsjahr 1892/93. Die Menge des im Rech­nungsjahr 1892/93 int Großherzogthum Hessen hergestellten Biers betrug 1,055,851 Hectoliter, gegen 1 007,230 Hecto- liter im Vorjahre, oder 48,621 Hectoliter mehr. Dieser Mehrproduction entsprechend sind 847,389 Kilogramm Ge­treide und 38,237 Kilogramm Malzsurrogate, insbesondere Reis, mehr verwendet worden. Die Brutto-Einnahme an Brousteuer ist von 923,555 Mk. im Vorjahr auf 959,120 Mk. im Jahr 1892/93, ober um 35,565 Mk. gestiegen. Von ben verbrauchten Rohmaterialien hatte bayerischer unb böhmischer Hopfen einen Durchschnittspreis von 350480 Mk., hessischer, babischer unb württembergischer von 180350 Mk. für 100 Kilogramm, ber Preis ber Gerste war bemjenigen im Vorjahre gleich. Wie in ben vorhergehenden Jahren würbe auch im Jahre 1892/93 fast nur untergähriges Bier gebraut. Aus 100 Kilogramm Gerstenmalzschrot (event. auch Reis) würben 3,6 bis 5,4, burchschnittlich 4,2 Hektoliter Bier her- gestellt. Das erzielte Bier würbe größtcntheils unter ber Bezeichnung Jung-, Lager- unb Exportbier zum Verkauf ge­bracht; feinere Biersorteu kamen unter bem Namen Kaiser­bräu, Bock-Ale 2C. in ben Verkehr. Die Durchschnittspreise waren für einzelne Biersorten im Berichtsjahr bei faßweiser Abgabe aus ben Brauereien zum Theil etwas niebriger als im Vorjahr. Sie betrugen für ein Hectoliter: Jung- und Lagerbier (gewöhnliches Schankbier) 1518 Mk., Exportbier, Kaiserbräu, Bock-Ale rc. 1724 Mk., obergähriges Bier 10

en wird denN. H. igen und auswärtigen lieb sein zu erfahren, annte und beliebt ge- ichsische Kammersänger je« Oper gewonnen t letzten Samstag bei : deSGeorge Brown" austem mit so Direction dem jugend- stes Engagement an, Gießen tritt mit bem Meter Hosbühne.

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Wirkung

bis 12 Mk. Mit bem Anspruch auf Steuerrückvergütung würben im abgelaufenen Jahr 15,000 Hectoliter Bier aus­geführt, zum größten Theil nach ber bayerischen Rheinpfalz, nach Elsaß-Lothringen unb Baben, etwa 1900 Hectoliter gingen nach Süd-Amerika. Nicht unbeträchtliche Mengen Bier wurden aus den benachbarten Städten Frankfurt a. M. und Hanau in das Großherzogthum eingeführt. Die Einfuhr von Bier aus nicht zur Brausteuergemeinschast gehörenden deutschen Staaten war um nahezu 8000 Hectoliter höher als im Vorjahr.

* Freiwillige Mitgliedschaft bei Krankeokaffen. Nach § 4 Abs. 2 deS K.V.G. in der neuen Fassung des Gesetzes vom 10. April 1892 ist Voraussetzung des freiwilligen Bei­trittsrechts zu einer Krankenkasse ein jährliches Gesammt- einkommen von nicht über 2000 Mark. Personen jedoch, welche auf Grund des alten K.V.G. vom 15. Juni 1883 freiwillige Mitglieder einer Gemeinde-Krankenversicherung ober Krankenkasse geworben, sind als berechtigt zu betrachten, bie freiwillige Versicherung auch nach bem 1. Januar 1893 auch dann fortzusetzen, wenn ihr jährliches Gesammteinkommen die Summe von 2000 Mark übersteigt. (Bescheide des Reichs­kanzlers, der preußischen Ministerien des Innern, für Handel und Gewerbe und ber öffentlichen Arbeiten, bes sächsischen Ministeriums beS Innern unb bes hessischen Ministeriums bes Innern unb ber Justiz inArbeiter-Versorgung" 1893 S. 82, 191 unb 502.)

* G. O. C. Zur Geschichte des Weihuachtsbaumes. Die Zeit ist wieder erschienen, wo ber schönste Schmuck bes beutschen Christfestes, seit Monaten vorher bie Sehnsucht ber seligen Kinberschaar, ber grüne Tannenbaum, mit ben ver­goldeten Aepfeln und Nüffen, Zuckerpuppen, bunten Papier­netzen unb ben vielen brennenben Lichtern prangen wirb. Dieser traute Brauch bünkt uns so eng mit bem beutschen Empfinden verbunden, daß wir geneigt sind, ihn als eine alte Überlieferung zu betrachten. Und doch ist dem nicht so. Der Tannenbaum als Weihnachtsschmuck ist vielmehr recht jungen Datums. Noch zu Anfang unseres Jahrhunderts war er erst wenigen Deutschen bekannt. Am längsten hegt ihn das nordwestliche Deutschland in seinen Städten, so soll er nach Oldenburg bereits am Ende des 18. Jahrhunderts gekommen sein. Dem niederdeutschen Bauer dagegen in Mecklenburg, in den Provinzen Preußen und Pommern war er noch in den ersten Jahrzehnten des laufenden Jahrhunderts fast unbekannt. Schleiermacher in seiner 1805 zuerst er­schienenenWeihnachtsfeier" unb Tiek in seiner Novelle Weihnachtsabenbe" erwähnen ihn noch nicht als Beftanbtheil der Festfeier in Berlin. In Mittelbeutschlanb war er schon mehr verbreitet. Im Jahre 1807 wurde er bereits auf dem "Christmarkt zu Dresden mit dem glitzernden Rauschgold, bunten Papierschnitzeln unb golbenn Früchten verkauft. Nach Danzig brachten ben Weihnachtsbaum nach bem Jahre 1815 die preußischen Offiziere unb Beamten und gleichzeitig gewann tr im Münsterland durch den Zuzug, der mit ber preußischen

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Herrschaft ins Laub kam, an Ausbreitung. Heute begleitet er als ein Zeichen beutscher Abstammung und Gesinnung unsere Volksgenoffen über Gebirge und Meere und zeugt im Auslände von deutschem Gemüth. So brachte ihn der Prinz Albert, der verstorbene Gemahl der Königin Victoria, nach England und die Herzogin Helene von Orleans verschaffte ihm unter Louis Philipp in Frankreich Eingang. Immer mehr Anhänger findet er in Amerika und selbst in Australien beginnt sich unser sinniger Brauch einzubürgecn, wenn auch statt der Tanne meist ein einheimischer Baum ge­setzt wird.

** Zur Ausdehnung der Sonntagsruhe auf das Gast- wirths-Gewerbe, welche einer späteren gesetzlichen Regelung Vorbehalten ist, will ein Berliner Blait erfahren haben, daß nach ber Absicht ber Regierung bie Schließung ber Geschäfte von Samstags Nachts 12 Uhr bis Sonntags Mittags 12 Uhr eintreten soll. Destillationen bleiben von Samstags Abenbs 8 Uhr bis Montags früh 8 Uhr gänzlich geschlossen. Hotels unb Logierhänser, soweit sie bem Fremdenverkehr bienen, bleiben von biefen Bestimmungen unberührt.

St. (O.-C.) Ein Kohleuverbot. Wenn wir plötzlich ber Kohlen, deren Werth wir ja in den Wintertagen besonders zu schätzen wissen, beraubt würden, würde eine Umwälzung im modernen (Kulturleben vor sich gehen, deren Tragweite unabsehbar ist. Aber auch abgesehen von den schwerwiegenden Folgen für Industrie, Technik unb Verkehr würbe jeher Einzelne in bie ärgste Bebrängniß geraden, wenn ihm das Material fehlte, um den Ofen, diesen warmen Freund im wahrsten Sinne des Wortes, zu speisen. Und doch hat es eine Zeit gegeben, wo der Mensch sich gegen die Verwendung der Kohlen wehren zu müssen glaubte. England, das noch jetzt kohlenreichste Land der Erde, darf sich dieser Thatsache rühmen. Als nämlich zu Anfang des 14. Jahrhunderts bie Brauer unb Schmiede ber Lonboner City den Entschluß faßten, statt des theueren Holzes Kohlen in ihrem Gewerbe zu verwenden, erhob sich sofort ein Schrei der Entrüstung unter den Citybewohnern. Man petitionirte an den König und setzte ein Gesetz durch, durch das bie Verwenbung ber Kohlen verboten wurde. Allein bie Brauer unb Schmiede hatten das Vortheilhafre der Kohlenfeuerung erkannt und gebrauchten im Geheimen das neue Brennmaterial weiter. Das hatte bann zur Folge, baß bie Regierung gegen diesen unerträglichen Mißbrauch ein zweites Gesetz bekannt gab, in dem ein Jeder mit der Todesstrafe bedroht wurde, der inner­halb Londons Kohlen als Brennmaterial zu verwenden sich erkühnte. Wirklich wurde denn auch an mehreren Personen die Todesstrafe vollzogen. Erst nach einem harten Kampfe wurde das Gesetz später wieder aufgehoben. Aber damit waren die Widersacher der Kohlenfeuerung noch nicht aus der Welt geschaft. Namentlich waren es die lieben Hausfrauen, die noch lange gegen dieselbe eiferten. Sie glaubten nämlich, daß bie Kohlenfeuerung im Haushalte ihrer Gesundheit schade. Um sich dieses kostbare Gut zu enthalten, lehnte daher die große Mehrzahl derselben alle Einladungen in solchen Familien ab, die Kohlen brannten, und berührte auch keine Speisen, die auf Kohlenfeuer zubereitet worden waren. Wie anders heute! Heute ziehen die sorgenden Lebensgefährtinnen der Männer nicht sowohl gegen das unentbehrliche Brenn­material zu Felde, als erheben vielmehr die lauteste Klage, wenn der Preis des Centners Kohle um wenige Pfennige steigt.

4- Bersrod, 14. December. In diesen Tagen schlachtete Herr Gastwirth Hofmann em Schwein, welches das respectable Schlachtgewicht von 488 Pfund hatte.

Dieheubach, 13. December. Heute fuhr der Landwirth Georg Philipp Steinheimer mit einem Faß Pfuhl durch die hiesige Ortsstraße. Als er an bem Schulhause vorüber­fuhr, sprangen zwei Kinber heraus gerade in bas Fuhrwerk hinein. Das eine, ein Kinb von 4 Jahren, würbe sofort gelobtet, bas anbere, 7 Jahre alte, würbe so schwer verletzt, baß an seinem Aufkommen gezweifelt wirb.

Verbrachtes.

* Hoheusolms, 14. December. Walbarbeiter, welche im Scheuernwalb schafften, fanden gestern Morgen daselbst die beiden Postpackete mit Kleidungsstücken, welche der ehemalige Revierförster R i e t s ch zu Verdeckung des Diebstahls eines Bücherpackets bei seinem Einbruch in das hiesige Postlocal mitgenommen hatte. Die Sachen waren noch gut erhalten.

* Stockhausen, 15. December. Am verflossenen Sonntag Abend ist unser sonst so friedlicher Ort der Schauplatz einer schweren Ausschreitung gewesen. Eine Anzahl hiesiger Burschen erwartete mehrere mit ber Bahn anfommenbe Burschen aus dem benachbarten Bissenberg und fiel dieselben in ber Finsterniß unweit des Bahnhofs mit Messern usw. an. Es entspann sich in der Dunkelheit ein wüthender Kampf, bei welchem 5 Personen so erhebliche Verletzungen davon trugen, daß sie das Bett hüten müffen. Zwei, von denen einer einen Stich in die Lunge erhalten hat, während dem anderen der Hals fürchterlich zersäbelt ist, liegen auf Leben unb Tob in ber Gießener Klinik barnicber. Von ben Verwunbeten sind 3 Bissenberger unb 2 Stockhäuser. Bereits im Sommer haben Prügeleien zwischen hiesigen unb Bissenberger Burschen ftattgefunben, bie nun aus biete furchtbare Weise erneuert worben sind. Mehrere Verhaftungen haben bereits ftattgefunben. Hoffentlich wirb ben Messerhelden und namentlich den Anstisiern ber Metzelei eine strenge Strafe zu Theil.

* Trier, 14. December. Ans ber (Station Karthaus wurde ber Stationsafsistent van einer Rangiermaschine ersaßt unb war sofort tobt.

* Breslau, 14. December. Beim Einreißen eines alten Mauerwerks in Klein-Gandau wurde eine, Anzahl Ar­

beiter verschüttet. Zwei davon sind tobt, drei töbtlidj verletzt.

* Aus Nizza wirb geschrieben: Die Saison ist bereits in vollem Zuge mit allen ihren Freuben und Leiden. Zu letzteren gehören die zahlreichen Selbstmorde in Folge von Spielverlusten,' welche hier, im Eldorado der Roulettespieler, auf ber Tagesordnung stehen. Besonders viel beiprochcn wurde der Selbstmord eines jungen Mädchens, welches sich in dem kleinen, alle zwanzig Minuten zwischen Cannes und Mentone verkehrenden Train, dem sogenanntenSpielzuge", erschoß und als Leiche bie Strecke zweimal hin- unb zurück­fuhr, ohne von Jemanden bemerkt zu werben. Die Unglück­liche muß lange gelitten haben, denn verschiedene Stellen bes Closets, in weichem sie saß, wiesen Blutspuren aus. Sie hinierließ einen Zettel mit ber Bitte, sie weder zu entkleiden, noch ihr die Schmucksachen, Ringe und Armbänder abzunehmen. Ein Fingerring trug die Gravirung Anna Fournier. Ein auf dreien Namen lautender Koffer wurde auch bereits auf bem hiesigen Bahnhofe mit Beschlag belegt, boch sanb man in bemfelben keinerlei Papiere ober Documente, blos eine Eintrittskarte in ben Spielsaal, für einen Tag giltig.

Citeratar nnd ICunft.

DieThierbSrse- Berlin versteht es, ihren großen Leser­kreis, ber sich jetzt über ganz Deutschland und bas Ausland aus­dehnt, immer mehr an sich zu fesseln. Außer dem Hauptblatt er- balten die Abonnenten jede Woche noch 7 Blätter gratis: 1. die Kaninchenzeituna, 2. die internationale Pflanzen börse, 3. die Naturalien- und Lehrmittelbörse, 4. den lavdwirlhschafllichen und industriellen Centralanzeiger, 5. das illustrirte Unterhaltungsblatt, 6. alle 14 Tage die Allgemeine Mittheilungen für Haus- und Landwirthschaft und neuerdings jeden Monat noch einen Bogen (16 Setten) eines Werkes aus dem Gebiet des Thier- und Pflanzenreichs von fachkundiger Feder. So erscheint jetzt das Bienen buch, dem sich nach dessen Fertig­stellung das Kaninchenbuch, das Buch der Hunde, Taubenbuch u. s. w. anschlietzen. Und das Alles für nur 90 Pfg. vierteljährlich frei In die Wohnung. Kein Wunder, daß sich die Thierbörfe in leb er deutschen Familie einbürgert. Man abonntrt auf die Thier-Börse nur bei ber nächsten Postanstalt, wo man wohnt.

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Evangelische Gemeinde.

Gottesdienst

Sonntag den 17. December, 3. Advent:

In der Stadtkirche:

Vormittags 9Va Uhr: Pfarrverwalter Dr. Grein.

Vormittags 11 Uhr: KInderkirche. Pfarrer Schlosser.

Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Schlosser.

Im Abendgottesdienst findet eine besondere Abendmahls- feiet für die Matthäusgemeinde statt, wozu unter anderen auch die in diesem Jahre Neuconfirmirten aus der Matthäus­gemeinde eingeladen werden- Anmeldungen dazu werden Sams­tag den 16. December, Vormittags zwischen 11 und 1 Ubr im Pfarrhause (Kirchstr. 1), und vor ber Abendmahlsfeier selbst von 4Vr Uhr an in der Sacrlstel entgegengenommen

Bibelstunde im Turnsaale der Stadtknabenschule (Kirchstr.): Donnerstag den 21. Decbr-, Abends 8 Ubr: Pfarrer Schlosser. (Bilder aus dem Leben Jesu. Jesu erstes Wirken).

In der Johanneskirche:

Vormittags 9'/r Uhr: Pfarrer Dingeldey.

Nachmittags 5 Ubr: Pfarrer Dr. Naumann

Beichte und heiliges Abendmahl im Abendgottes­dienst für bie Johannesgemelnde.

Bibelstunde am Montag den 18. December, Abends 8 Uhr, im Confirmandensaale der Johanneskirche: Markus Cap. 9, von Vers 30 an: Leidentzfinn und Kindessinn zur Weihnachtsfeier. Pfarrer Dr. Naumann-

Am 4. Adventssonntag fällt der Nachmittagsgottes­dienst aus.

Am 1. Weihnachtsfeiertag wird nach den Gottesdiensten eine Collecte erhoben für die Kleinkinder-Bewahranstalt, am 2. Weihnachtsfeiertag desgleichen für die Armen der Ge­meinde

Katholische Gemeinde.

Sonntag ben 17. December, 3. Aboents-Sonntag:

Samstag: Nachmittags um 4>/, Uhr unb Abenbs um 8 Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte.

Sonntag: Vormittags von 6«/, Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; um 6'/, Uhr erste hl. Messe; um 7/2 Uhr Austheilung ber hl. Communion; um 8 Uhr zweite hl. Messe; Militärgottesbienst mit Prebigt; um 9', Uhr Hochamt mit Predigt unb"Ts Deum. Abends um 5/g Uhr Christenlehre; daraus sacramentalische Bruder­schaftsandacht

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Die armen Fallsüchtigen

mit ihren vielen Leidens- unb Freudengefährten ber Zins- gemeinbe zu Bi elefelb, darunter viele Waisen aus allen Theilen Deutschlands unb ber ganzen Erbe, deren sonst Niemand gedenkt, blicken wieder hoffnungsvoll unb freudevoll auf das nahe Weihnachtsfest und bitten ihre alten und neuen Freunde:

Vergeßt uns auch diesmal mit Eurer treuen Liebe nicht \"

Es bittet mit ihnen und bietet sich als Vermittler auch der kleinsten Gabe in Geld oder natura für die ca. 4000 Zugehörigen der Anstalten Bethel, Sarepta, Nazareth, Wilhelmsdorf, die zur Zinsgemeinde in Bielefeld gehören, unb benen unsererseits eine Weihnachtsfreude bereitet werden soll.

Bielefeld, 6. December 1893.

v. Bodelschwing, Pastor..