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Slaufsichtigung der unter das Gesetz fallenden Miethwohnungen mb Schlafstellen in ihren Bezirken demnächst zu übernehmen, lud) die zum Zwecke der Ausführung des Gesetzes zu veran- iaCtenben Erhebungen und insbesondere die Entwürfe von nhebungsbogen für Miethwohnungen und Schlafstellen - r urden besprochen. Ebenso wurden eine Reihe von Fragen, welche die Verbesserung der Wohnungsoerhältnisie der unbemittelten Bevölkerung betreffen, erörtert.
* Darmstadt, 13. November. Die älteste Verkäuferin auf dem hiesigen Wochenmarkt, die Obsthändlerin Marie Weber, ist in den letzten Tagen, 85 Jahre alt, im Elisabethen- ; tift gestorben. Sie hat tue Darmstädter Wochenmärkte über Itin halbes Jahrhundert lang beständig bezogen. Ende August d.J. loffte sie damit aushören.
/\ Maiaz, 13. November. Die zur Berathung des Deinfteuergesetzentwurfs heute Morgen auf Veran- stasfung der Mainzer, Coblenzer und Wiesbadener Handels« IfcDttner hier eingeladene Versammlung der deutschen Handels« .'cmmern und landwirthschaftlichen Genoffenschaften war von I «mähernd 150 Delegirten besucht. Von Regierungsvertretern I' iwaren nur die Obersteuerräthe Engisch und Deisler von iTa.rmstadt erschienen. Von Minister Miquel ist kurz vor :3eßinn der Versammlung eine Depesche eingelaufen, des Jn- »MttS, daß mit Rücksicht auf eine nochmalige Weinenquete die ' tbrabsichtigte Entsendung eines Regierungsvcrtreters unmöglich gttoorden. Handelskammerpräsident C. St. Michel und Ober- biicgermeister Oechsner begrüßten die Stadtvertreter, ersterer ju einem Hoch auf den Deutschen Kaiser, Bundesfürsten und Bürgermeister der freien Städte auffordernd. Bet der hierauf 'folgenden Constituirung der Versammlung wurden auf Vor« Phd'liag des Reichsraths Dr. Buhl«DeideSheim die Präsidenten - si>tr zur Zusammenkunft einladenden Handelskammern, die Herren CoMmerzienrath Michel-Mainz, Wegeler-Coblenz und Köppe-Wiesbaden, als Vorsitzende bestimmt. Gemäß der Tagesordnung erstatteten hiernach die Herren ReichSrath pr. Buhl Deidesheim (über die Wirkung der Reichsweinsteuer '«us den Weinbau, Correferent Dr. Deinhard-Deidesheim), Commerzienrath Wegeler-Coblenz (Uber die Wirkungen der M chsweinsteuer auf den Weinhandel), Herr Fr. Kupferberg- , Äc inz (über die Wirkungen der Reichsweinsteuer auf die Sckaumweinindustrie) uirb Bürgermeister Hommel-Rappolts- Mlller (über die Wirkungen der Reichsweinsteuer auf die 'Lardessteuern) eingehende fachmännische Referate, die sämmt- lidi daraus hinausliefen, daß nach Annahme des neuen Suuerentwurss Weinproduction wie Wetnhandel total verrichtet würden. Nach sehr eingehenden Erörterungen Über tlc vielen Schattenseiten des Gesetzentwurfs und ausnahms> lasnr Derurtheilung desselben durch zahlreiche Delegirte nord« uni süddeutscher Handelskammern und landwirihschaftlicher Akvkinigungen wurden schließlich die Anträge der Bericht- tntatter einstimmig und unverändert angenommen.
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* Aus ElsatzLothringen, 12. November. Aus Nancy ttvtrd berichtet, daß daselbst fünf Deserteure des in Dieuze ^arrüsonirenden Infanterie.Regiments Nr. 136 angekommen fnb- Die Deserteure sollen beabsichtigen, in die Fremdenlegion einzutreten.
♦ In Neudorf (Bayern) erwarteten kürzlich die Kinder em-S Seilers, zwei Mädchen im Alter von 8 und 10 Jahren, b c Heimkehr des Vaters. Es war 7 Uhr Abends, da sagte bie ältere zur jüngeren Schwester: „Komm, wir verstecken linfl jetzt; wenn dann der Papa nach Hause kommt, so findet tr uns nicht." Damit krochen beide in eine Kiste, die zum jtufbewahren von Spänen diente. Unglücklicherweise fiel der ted’el zu, das Schloß schnappte ein, und die beiden Kleinen baren eingesperrt. Da sich Niemand in der Nähe befand, purden ihre Hilferufe nicht gehört. Als die ahnungslosen gltern beim Feuerwachen an bie Spänekiste kamen, sahen sie jn ihrem Schrecken, was vorgefallen war. Da lagen ihre Men Kinder, fest umklammert, aber regungslos da. Das «ältere Mädchen war bereits erstickt- das jüngere, bewußtlos, fim erst nach einigen Stunden wieder zu sich.
* Etwas vom Pfarrer Kneipp. Wie gewöhnlich, so jtrelbt bie „Stobt. Volksztg.", saß am 25. October Mittags Sr. lwchwürbige Herr Pfarrer S e b. Kneipp im Refectorium tc. Dominikanerinnen-Klosters zu Tische, umgeben von ben Lcnfratres, bie augenblicklich hier der Wasserkur obliegen, als eine Schwester melbete, es sei eine Deputation öq, um bem Hcrrn Pfarrer zu gratuliren. In seiner bekannten gemüth- Efctn Weise antwortete er: „I Han nix dagege." Nunmehr traten sämmtliche zur Zeit hier roeitenben französischen Priester bin und brachten ihre Glückwünsche dar zu der hohen Aus- Mihnung, die ihm von Rom aus zu Theil geworden sei. Äk ganze Tischgesellschaft, darunter ein Bischof aus Galizien, au- auf's Höchste erstaunt und fragte verwundert: „Was ist ttj, Herr Pfarrer?" Er entgegnete: „I weiß nit; mer hat ar vor Tisch an Brief gebe, aber i han ihn nit aufgemacht!" Drauf legte er den Brief, der durch ein großes Siegel gihlossen war, auf den Tisch. Der Herr Bischof öffnete u|n; er enthielt in lateinischer Sprache bie Benachrichtigung tx.i ber Ernennung zum päpstlichen Geheimkämmerer. In bischer Sprache lautete er: „Seine Heiligkeit, Unser Herr, fyt bie Gnabe gehabt, ben Herrn Seb. Kneipp, Pfarrer von Drishosen in Bayern, seinen Geheimkämmerern beizuzählen. 2rr unterzeichnete Majorbomuö Sr. Heiligkeit beehrt sich, üt Ertheilung bieser Auszeichnung ergebenst mitzutheilen. 8om, den 17. October 1893. Francisco bella Volpe." (Zugleich schloß sich ber Herr Bischof im Namen aller An« tiiietiben den Glückwünschen ber Deputation an. Nach dem Awideffen brachten auch bie Dominikanerinnen ihre Glück- Llmjfche bar. Ein kleines weißgekleidetes Mädchen sollte ein Haschen sagen. Feierlich begann es: „Monsignore!" — »Machst be Dich fort!" erwiderte ber Angerebete. Das Sind, erschrak unb brachte kaum ein Berschen zu Stande. Den n-'.ue:-l feierlichen Titel war ber schlichte Pfarrer noch nicht ognvLhNt.
* „Italien in Berlin". Dem „B. B. C." zufolge soll eine große italienische Ausstellung im nächsten Sommer für Berlin enbgillig gesichert sein. „Italien in Berlin" wirb sich dicht an ber Station „Zoologischer Garten" auf einem Platze von 30 240 Quabrat Metern ctablircn. Dort sollen solgenbe Baulichkeiten entstehen: Ein Theil von Venebig, ein Theil von Neapel, Rom, Florenz, Calabria unb Pompeji. In jcber Stabt werden bie betreffenben Nationaltrachten getragen, bie National- Jnbustrien ausgestellt, sowie bie National-Gerichte unb National- Getränke bargeboten. In Venebig werben Gondeln mit „echten Gondolieren" auf einem dazu angelegten Canale unter der Rialto-Brücke hindurch am St. Markusplatze vorbei ben Verkehr vermitteln, in Neapel werden angesichts des Hafens und des Vesuvs besonders bie ambulanten Nationalmusiker und Verkäufer intereffiren; in die naturgetreu imitirtc Grotte von Capri wird man zu Wasser gelangen. In der Calabria-Abtheilung werden Drangen, Mandarinen, Bergamotten , vierzig Sorten Citronen, Weintrauben an ben Fruchtbaumen prangen. In Pompeji soll man bie Erinnerungen an bie alte Stabt, Skulpturen rc. zu Kauf bekommen.
* Soest, 10. November. In Folge ber Bahnhofsperre kam es am Sonntag Abenb in ben Wärtesälen unb auf ben Fluren beS Bahnhofgebäubes zu einer regelrechten Keilerei, bei ber Blut floß. Die Beamten wollten bas Publikum nur gegen Vorzeigung einer Bahnsteigkarte in bie Wartesäle ein» kaffen. Das Publikum griff barauf bie bienstthuenben Beamten an unb mißhanbelte sie. Der Streit nahm solche Ausbehnung an, baß ber Schalter geschloffen werben mußte. Nachbem bie herbeigeholte Polizei 10 bis 12 Personen verhaftet hatte, konnte ber Schalterbienst weiter fortgesiihrt werden. Der 8,39 von hier abführende Zug konnte erst um 9,10 abgelaffen werden.
♦ Seit wann ist Helgoland bewohnt? Jedenfalls seit der mittleren Steinzeit, das ist vor Kurzem bewiesen worden. Man fand aus Anlaß ber Befestigungsarbeiten zwei regelmäßig gearbeitete unb polirte Feuersteinbeile von 20 unb 13 Zentimeter Länge, baS eine in ber Mitte bes Oberlandes, das andere an ber Norbspitze, jebes 1 Meter tief im Sanbe. Beibe zeigen bie gleiche Art, wie bie in Schleswig-Holstein unb in Hannover in großer Masse gefunbenen. Man will auch Spuren einer Werkstätte gefunben haben, roh geschlagene Mesier, Abfallsplitter u. a., welche zusammen mit ben zwei Beilen bem Museum für Völkerkunbe in Berlin überwiesen würben.
* Die in Chicago ausgestellt gewesenen Ehrengeschenke (Widmungen an Kaiser Wilhelm I., Kaiser Friebrtch, Kaiser Wilhelm II. und ben Prinzen Heinrich von Preußen, Ehrengaben für ben Fürsten Bismarck unb ben Grasen Moltke rc.) trafen in 47 Kisten am Montag mittelst bes Schuellbampfers „Saale" toieber in Bremerhaven ein. Bei bem hohen Werth ber ©egenftänbe sinb befonbere Vorsichtsmaßregeln für ben ganzen Transport getroffen gewesen.
* Wer hat Lust? Eine zweibeutige Offerte ist in Frankfurt a. M. am Fenster einer Materialwaarenhandlung zu lesen: „Hier kann man Wichse bekommen!" Die Sache erinnert an ben Sachsenhäuser Wirth, ber im Jahre 1866 einem preußischen Offizier auf bie Anfrage: „Kann man hier Rum kriegen?" geantwortet haben soll: „Hier werb net rum- gekroche, hier setzt mer sich hien unb trinkt soin Aeppelwoin."
* Liebenswürdiges Anerbieten. Vater (schreibt): „Wenn mein Junge roieber faul unb nachlässig ist, so bitte ich Sie, Herr Lehrer, ihn tüchtig burchzuhauen! Zn Gegenbiensten jeber Zeit gern bereit!"
* Empfehlung. Frau (bei Ausnahme ber neuen Köchin): „Sie haben auch einen Geliebten?,, — Köchin: „Ja, aber er hat sehr wenig Appetit."
♦ Universität — angenehme Zugabe! Der Pebell einer Universität brachte bei seiner Wohnung zu ebener Erbe solgenbe Ankünbigung an: „Nehme Herren Stubenten in Kost unb Wohnung auf. Universität im Hause."
♦ Ans ber Schule. Lehrer (bespricht bie Brechung ber Lichtstrahlen im Wasser unb sieht, baß ber Schüler Meier unaufmerksam ist): „Meier, wovon sprachen wir eben ?" — Meier: „Vom Licht, wenn es ins Wasser fällt . . ." — „Nun, was geschieht bann?" — Meier: „Es . . . geht aus."
Schifssnachvichten.
Hamburg, 10. November. Der Hamburger Doppelschrauben- Schnelldampfer '„Fürst Bismarck", CapttLn Albers, der Hamburg- Amerikanischen Packetfahrt-Aclten-Gesellschaft, welcher am 3. Novbr. von Southampton abgegangeu, ist am 9. November, 11 Uhr Abends, wohlbehalten in Newyork angekommen. Reisedauer von Hamburg bis Newyork 7 Tage 14 Stunden 45 Mtn. Oceansahtt von Southampton 6 Tage 14 Stunden 50 Mtn., von Queenstown aus gerechnet pur 5 Tage 23 Stunden 50 Mtn. SÄ SÄ
Hamburg, 10. November. Der Hamburger Dampfer „Cali- fornta", Capitän Dempwolf, von der Hamburg-Amerikantschen Packet- fahrt-Actim-Gesellschaft, tst am 9. November, 5 Uhr Nachmittags, von Hamburg und Antwerpm wohlbehalten in Montreal angekommen.
Verkehr, Land- nnd VoLkrwirthschaft.
ÄUftttt# 14. November. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter vr. Dst>. X 1.00-1,10, Hühnereier per Stück 7—8 A. 2 Stück — 4, Mfe pr. St. 4—8 4, Käsematte pr. St. 3 X Erbsen vr. Liter 17 H, Linsen vr. Liter 28 4, Tauben pr. Baar x 0.69—0,70, Hühner pr. Stück X 0,90—1,00, Hahnen pr. ®t X 0,60—1,00, Enten pr. ©t X 1,40 bis 1,60, Ochseufleisch vr. Md 62—68 Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 50—56 Schweine, fleisch pr. Pfd. 60-70 H, Kalbfleisch pr. Pfd. 50—56 A, Hammelfleisch pr. Pfd. 40—60 4, Kartoffeln pr. 100 Kilo 3,50—4,50 X. Weißkraut vr. Stück 4-10-Ä. Zwiebeln pr. Centner 7,00—8,00 X, Milch pr. 8tter 16-20 X Gänse pr. Pfd. 42—54 A
Srürrberg, 13. November. Der am d er floffenen Donnerstag dahier abgehaltene zweite GalluSmarkt nahm bei dem jetzig schönen Herbstwetter einen recht guten Verlaus. Der Viehmarkt war mit Rindvieh unb Schweinen sehr stark befahren. Der Handel zeigte beim Rindvich Fluß und die Preise müssen für gute Exemplare als gut bezeichnet werden. Allerdings waren auch schlechte Stücke vorhanden, für die geringe Preise bezahlt wurden. Auf dem Schweinemarkt zeigte sich ein sehr bewegter Handel bei starkem Angebot und
eben solcher Nachfrage. Bezahlt wurden hohe Preise, für da- Paar Ferkel geringerer Art 30 bis 40 Mk. im Durchschnitt, für bessere Sorte 60 bis 70 Mk. Das Paar Läufer wurde mit 80 bi8 90 und 90 bis 100 Mk. bezahlt. Ter Markt war überhaupt stark und gut besucht und konnten die Krämer, namentlich bU mit Winterwaaren, mit ihrem Absatz zufrieden sein.
Herborn (an ber Köln-Gießener Eifendahn), 13. November. Aus ben heutigen hiesigen Markt wurden gebiactzt: 848 Ochsen, Kühe unb Rinder und 662 Schweine. Der nächste Markt ist am 4. December I. I.
Citeratar unö Ivnnft
— Meisterwerke der Holzschneidekunst au8 dem Gebiete ber Architectur, Sculptur unb Malerei. Sechzehnter Band. Erste Lieferung. Preis 1 Mk. Verlaß von I. I. Weber in Leipzig. Fünfzehn Jahre sind bis auf den heutigen Tag dahingegangen, feit bie „Meisterwerke ber Holzschneidekunst" ihren Weg burch bie kunstsinnige Welt eingeschlagen unb ihrerseits nach Möglichkeit dazu betgetragen haben, die Freude an den Werken der bildenden Künste in ben Kreisen zu pflegen unb zu verbreiten, wo trotz ber Eoncurrenz der photographischen Veroielsältigungsartkn der Holzschnitt noch fein Anfehen von ehemals genießt unb als eine geschätzte unb gern gesehene Kunst Freunde hat und sich erhält. Und diese große Anzahl von Freunden und die weite Verbreitung, die den Meisterwerken in allen Ländern zu Theil geworden ist, diese Thatsachcn sind eS gerade, die bie Verlagshandlung mit dem Beginne eines jeden neuen Jahrganges bie Versicherung ausfprechen lassen, daß ber Bllberschmuck der „Meisterwerke" noch wie vor dem 9lamen dieser Ehre machen und ihren Rus nach Kräften verbreiten soll. Das erste Heft deS 16. Bandes enthält außer einer Abhandlung über Kronprinz Ludwig von Bayern in Rom folgende Abbildungen: Kronprinz Ludwig von Bayern im Künstlerkreise zu Rom am 27. Februar 1824. Nach bem Gemälde von Franz Catel. — Ein neues Bilderbuch. Nach bem Gemälde von Hermann Kaulbach. — Christus und ber reiche Jüngling. Nach bem Gemälbe von E. von Gebharbt. — Der Erstgeborene. Stach bem Gemälbe von E. Lanzerotto. — Und trotzbem Könta! Nach bem Gemälde von G. Wertheimer. — Zum Feste geschmückt. Nach bem Gemälbe von L. Fortundkt. — Prozession in Gastein. Nach bem Gemälbe von A. Menzel. — Der Albulapaß in Graubünden. Nach dem Gemälde von E. Ludwig. — Ein Odeonsconcert in München. Ortgtnalzetchnung von R. Neinicke. — Der gefangene Fischer. Gruppe von A. Marinas-Garcia.
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— Wie dleGlocke, wenn sie einenRlß bekommen hat, klanglos wirb, so wirkt bie leichteste Erkrankung auf bas Gemüth des Menschen ein. Namentlich die kleinen Hauterkrankungen sind es, die sich, da die Haut zu ben inneren Organen, bie sie btbeeft, in ber innigsten Beziehung steht, leicht bem ganzen Körper mittheilen. WaS ist natürlicher, als baß man bie Haut hegt unb pflegt unb ihr beswegen bie größte Sorgfalt zuwenbet. Dies spricht sich auch darin aus, daß in jedem geordneten Haushalte Salben vorräthig sind, die bezwecken, bei kleinen Affectionen der Haut angewendet zu werden. Alle bisher hierzu verwenbeten Mittel sind -jetzt überholt durch das schnell populär geworbene in fast allen Apotheken unb Droguerien in Zinntuben unb Blechdosen zu billigen Preisen käufliche Lanolln-Toilette-Eream-Lanoli«, bas sich leicht in bie Haut einreibt, ihr bie natürliche Geschmeibigkeit wleber- fliebt unb bei kleinen Branb- unb Schnittwunden, sowie bei allen Hautunreinheiten, wie Pickel, Flechten, Ausschläge, Wundseln bei Kindern rote bei Erwachsenen, ein sicheres, schnell wirkendes Mittel ist. — Auch bei Kinderkrankheiten, wie Windpocken, Scharlach, Masern, Rötheln, wird das Lanolin-Toiletle-Cream-Lanolin neuerdings als vorzügliches Mittel zur Beseitigung des so lästigen Juckreizes — bei Kinderkrankheiten als einzig vorzügliches Mittel dieser Art — ärztlicherseits empfohlen. Außerdem wird das „Lanolin- Toilette - Cream - Lanolin" als das beste Mittel zur Erzielung unb Erhaltung eine? schönen Teints ganz allgemein empfohlen._________
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Bekanntmachung.
Aufschrift der Postsendungen.
Zur Sicherung schneller Beförderung und Bestellung der Postsendungen müssen ans denselben Empfänger und Bestimmungsort so genau bezeichnet sein, daß jeder Ungewißheit vorgebeugt wird. Dabei find namentlich folgende Punkte zu beachtm:
1. Bei Postsendungen nach größeren Orlen ist in der Aufschrift die Wohnung des Empfängers möglichst genau anzugeben. Auch ist es von Wichtigkeit, daß die WohnungSangabe stets an derselben Stelle der Ausschrist, nämlich unten rechts, unmittelbar unter der Angabe des Bestimmungsortes, erfolge.
2. Auf ben nach Berlin bestimmten Senbungen Ist, außer der Wohnung deS Empfängers, der Postbezirk (0., NO. k.), in welchem die Wohnung fich befindet, hinter der Ottsbe- zeichnung „Berlin" zu vermerkm.
3. Gibt eS mit dem Bestimmungsorte gleich ober ähnlich lautende Postorte, so ist dem OttSnamm eine zusätzliche Bezeichnung beizufügen. Welche Zusätze für die Ortsnamen im Postverkehr als maßgebend anzusehen find, ergibt sich auS bem „Verzeichniß gleichnamiger ober ähnlich lautenber Post- orte", das jum Preise von 10 Pf. durch Vermittlung jeder ReichS-Postanstalt bezogen roerben kann.
4. Wenn ber im Reichs Postgebiet belegene Bestimmungsort zwar mit einer Postanstalt versehen, dessenungeachtet aber nicht als allgemein bekannt anzunehmen ist, so empfiehlt es sich, die Lage des OrtS in ber Aufschrift ber Senbung noch deS NSHeren zu bezeichnen. Zu derartigen Bezeichnungen eignet fich die Angabe deS Staates unb bei größeren Staaten des politischen Bezirks (Provinz, Regierungsbezirk u. s. w.), in welchem der Bestimmungsort belegen ist, ober auch die Angabe von größeren Flüssen [(Oder), (Elbe), (Rhein), (Main) rc.), ober von Gebirgen [(Harz), (Riesengebftge) rc.) Nicht mtnbä finb zusätzliche Bezeichnungen, wie [(Thüringen), (Altmark), (Lausitz) ic.) für ben Zweck geeignet.
5. Auf Postsendungen nach Ortschaften ohne Postanstalt ist außer bem eigentlichen Bestimmungsorte noch biejenige Post- anstalt anzugeben, von welcher aus bie Bestellung ber Senbung an ben Empfänger bewirkt werben bez. bie Abholung erfolgen soll.
6. Wenn ber Bestimmungsort einer Senbung in einem fr em ben Postgebiete belegen unb zu ben weniger bekannten Otten »u rechnen ist, so ist außer dem Ortsnamen noch ba8 betreffende ßanb bez. der LandeStheil auf ber Senbung anzugeben.
Die Beachtung dieser Punkte rotrb zur Herbeiführung einet schleunigen Ueberlunft ber Senbungen an den Empfänger wesentlich beitragen, und eS liegt daher im eigenen Interesse ber Absender, die Aufschriften der Sendungen hiernach genau anjufertigen.


