Bri btr r
3) 9h
,^^ich dgz g . iOtt ätle .tt -ste ••«Ts
9{nonunttien
X'"S K»- lt,|t' ®ie »• W N * [ llefltn mußtr. i »1* *» ^staunen der Sg- ^er erkannten, z. 'ho die Maschine 'k""gm erlitten. » ' käme, entgegnele l'eben oder acht $ ° b°a «achen ivolll i® ^°ch dir Vch mrhMns 9tnoDT
uthmaßliche MSrd ^aufgefundemkie- 1 abermaligen ftt
us LiebeSkur l bie ISjShrige ge Katharina G-
seltene Unterfnr genchtS.
Körperverlep?'. i 'mutig bei ÄngM'.. ■r SBtifi auf bin in ei'ngchauen morben
M tomdr», Wi )Wi \M n dn nnte. Da m M inßte Vertagung ein-
Abend 7 Uhr grrirli ischen Abtheilung k Zeuer nahm zimlit find geboten. ?
hat fich der 19jL';. lergiftet, Bf ie NDige /- u heirathen.
Tod M J'
>nin^MM-
S/ne un^nniji i ersordrrtr, =■ Der Arbeiter ) Mmtrn für at selben ,m Schlafen P,IJ -gen verbrachte- w Ittofem ;t tüo er bereit». ieistWMt^ irsonen an *v
acht Jahm ZB- w an den Ms ", 6- k» "* eI®orjen|i“»h'’ n8e« St“1 “ -» SBff« •* .
rfe >»**..• nifthee und ”K* 5S&?*:
'«***5* ja nur e*nt
♦ Prinz Heinrich auf de« Lande. Prinz Heinrich befand iirf) kürzlich mit seinem Hofmarschall auf der Jagd in der Aähe eines Dorfes bei Kiel. Beim Absuchen eines AckerS krschien plötzlich ein Bauer und verwehrte den beiden ihm anbekannten Herren das Betreten seines AckerS. Nach langem fjin« und Herreden beschwichtigte endlich der Prinz den alten Mann und nahm ihn mit in den nahe gelegenen Krug, um ihm ein GlaS Bier zu spendiren. Als der Bauer getrunken hatte, fragte er den Prinzen: „Na, nu seggen Sei mol, wer sünd sei denn eigentlich?" „Ich", sagte der Prinz, „bin Prinz Heinrich und dieser ist mein Hosmarschall." „Wat," sagte der Bauer, „Prinz Heinrich? Dann geb' ick ok noch eenen ut!" d. h. er wollte nun auch ein Glas spendiren. — Bei einer Spazierfahrt in der Umgebung von Kiel nahm Prinz Heinrich mit seinem Begleiter in einer Dorsschenke !en Kaffee ein. Gleich nach seiner Abfahrt kam eine Bauers« srau in die Schenke gestürzt und sagte zu der Wirthin: Weißt Du denn auch, wer die Herren waren?" „Nein," sagte die Wirthin, „wer denn?" „Na, Prinz Heinrich und sein Adjutant!" „Was?" erwiderte die Wirthin, „hält' ich tas doch eher gewußt, dann hätt ich zwei Mark für den ft aff« verlangt!"
• EhrlichkettS-Maschtueu. Immer mehr wird in Amerika die Muskelkraft des Arbeiters durch die derArbeitS« maschine ersetzt. Das weiß man schon längst. Aber auch die moralische Kraft des Geschäftsmenschen wird immer mehr iurd) eigens dafür erfundene — man möchte sie nennen: — ShrlichkeitSmaschinen überflüssig gemacht. In der In« r^striehalle auf der Chicagoer Weltausstellung sind derartige Maschinen aufgestellt. Am auffälligsten ist das Cash-Re- e ister. In jeder Bar (Schänke), in jedem Cigarrenladen, in jedem Droguen- und Spezereigeschäft, kurz in jedem Ver- kiufSgeschäft kleineren Stils sieht man diesen sonderbaren Apparat. ES ist eine blankweiße, glänzende, vernickelte Blech- caffette von der Größe einer Nahmaschinencassette. Davor befindet sich eine Claviatur mit Tasten bezw. Knöpfen, ähnlich denen bei der Schreibmaschine. Wir kaufen einen Gegenstand für 25 Cents und geben dem Commis dafür ein Fünfzig« 6-ents-Stück hin. Der Commis geht an den hinter ihm stehenden Apparat, drückt auf einen der Knöpfe, in diesem Moment ertönt ein schrilles Glockenzeichen. Selbst der Kunde, der noch nie diesen Apparat gesehen hatte, oder gerade andere Sorgen im Kopfe hat, wird jetzt aus ihn aufmerksam und blickt neugierig hin. Eine unter der Claviatur befindliche Lade mit Fächern, in denen Geldstücke und Banknoten forlirt liegen, springt automatisch auf, der Commis wirft in d-»S 50-Cents Fach unsere Münze hinein und nimmt aus dem 25-Cents-Fach eine 25-Cents-Münze heraus, schiebt dann die Ände zu und giebt uns unseren Rest. Gleichzeitig mit der Stabe springt oben auS der Blechcassette, wie die Figur einer Schießscheibe,^ eine Karte heraus, auf der deutlich, weithin sichtbar, „25" gedruckt steht. Haben wir vergessen, wie viel nufere Rechnung ausgemacht hat, so erinnert uns die Karte daran. Denn über der Karte, den Apparat krönend, ist eine s»rbige Blechtafel angebracht, deren Inschrift, gewissermaßen amf die unterhalb herausgesprungene Zahl hinweisend, lautet: ,Dies zeigt den Betrag Ihrer Einkäuse an." Wäre statt fl25" die Zahl „15" herausgesprungen, so hätten wir zweifellos ten Commis darauf aufmerksam gemacht, daß unsere Rech- vvng nur 15 Cents ausmacht, wir daher 35 Cents und nicht 215 alö Rest herauszubekommen haben. Man sieht also, das Cash-Register stellt den Commis unter die öffentliche Con« trole deS Publikums. Wenn Publikus — und das ist Jeder, der kauft — nicht mitschwindelt, so kann auch der Commis niicht schwindeln und Publikus, der anonyme Consument, schwindelt nie, nach der unumstößlichen Ansicht des amerika- niischen Kaufmannes.
* Unschuldig verurtheiltk Ein interessantes Wieder« Aufnahme-Verfahren ist, so schreiben Berliner Blätter, beim Landgericht I Berlin im Gange.^. Vor einigen Monaten wurde ebne Bande von Schlächtergesellen abgeurtheilt, die sich zu d<em Zwecke verbunden hatten, beladene Schlächterwagen von der Centralmarkthalle wegzustehlen, das Fleisch zu „verschärfen" umb das Fuhrwerk alsdann irgendwo stehen zu laffen. Der Schlächter Zittwitz wurde zu 12 Jahren, Schlächter Saalseldt zu 8 Jahren, Schlächter Ketzsch zu 51/2 Jahren und Schlächtermeister Wiese wegen gewerbs« und gewohnheitsmäßiger Hehlerei zu 3 Jahren Zuchthaus verurtheilt. Wiese hat stets seine Unschuld betheuert, er bestritt beharrlich, mit den Angeklagten jemals in Verbindung gestanden zu haben, der Angeklagte Ketzsch bezichtigte dagegen den Wiese mit vollster Bestimmtheit als den ständigen Abnehmer des gestohlenen Fleisches, so daß der Gerichtshof die Unschuldsbetheuerungen des Wiese für freches leugnen ansehen mußte. Schon bei der Abführung nach dem Untersuchungsgcfängniß — unmittelbar nach der Verurtheilung haben Zittwitz und Saalseldt dem Ketzsch den Vorwurf gemacht, daß er „einen Unschuldigen hineingelegt habe." Ketzsch hat aber damals erwidert: „Einen muhte ich doch angeben und da werde ich doch nicht so dumm sein, meinen Abnehmer zu vcrrathen." Die Verurtheilten sind sämmtlich im Zuchthause zu Sonnenburg internirt worden. Dort hat Wiese — wenn er den Ketzsch beim Spazierengehen in der Freistunde traf — Letzterem stets Vorwürfe darüber gemacht, daß er ihn unschuldig in das Zuchthaus gebracht habe. Auch Zittwitz und Saalseldt hielten mit ihren Vorwürfen nicht zurück und so such sich denn Ketzsch eines Tages bewogen, einzugestehen, daß er den Wiese fälschlich bezichtigt habe und der eigentliche Abnehmer der Schlächtermeister R. im Ostens Berlins sei. Wiese hat nun aus dem Zuchthaufe heraus Anzeige gegen R. erstattet und zugleich Wiederaufnahme des Verfahrens beantragt. Die eingeleiteten Recherchen haben bereits zu der Verhaftung deS R. geführt. Derselbe sitzt im Moabiter Untersuchungs« g cfängniß.
• Bei dem durch seine Derbheit bekannten Laudrath ». M. hatte sich das Obervormundschaftsgericht nach dem Schicksal von — neun Ferkeln erkundigt, welche in einer Machweisung über das Vermögen eines Mündels des LandrathS micht ausgefunden werden konnten. „Die Sau hat die Fer
keln gefreffen," gab der Landrath zur Antwort. DaS Obervormundschaftsgericht beruhigte sich aber bei dieser Antwort nicht, sondern fragte weiter: „Warum hat die Sau die Ferkel gefreffen?" Das ging dem Landrath über den Spaß und er antwortete: „Weil sie nicht wollte, daß die Ferkel unter Vormundschaft kommen und durch unnütze Schreibereien gequält werden sollten." Ende vom Liede: fünf Thaler Ordnungsstrafe, die der Landrath lächelnd bezahlte mit den Worten: „Das schadet nichts; ich habe die Kerle für mindestens zehn Thaler geärgert."
* Wie soll der Mensch effeu? Unter diesem Titel veröffentlichte vor Kurzem Herr Dr. I. Cs. . . in Budapest eine Abhandlung, deren wesentlichsten Inhalt wir in Folgendem wiedergeben und welche die eingehendste Beachtung und allgemeine Verbreitung verdient. Es giebt gewiß für den Menschen nichts Wichtigeres, als die Erhaltung feiner Kraft und feiner Gesundheit. Hierzu ist in erster Reihe die Pflege der Mundhöhle nothwendig, die — „ein wahres Cabinetstück der Schöpfung" — eine mit vielen, für die spätere Verdauung höchst wichtigen Organen ausgestattete Werkstätte ist, in welcher die eingenommene Nahrung bereits weitgehenden Veränderungen unterworfen wird, wobei die wichtigste Rolle die Zähne spielen. Ueber deren Zweck sind die Meinungen verschieden. Damen, welche schöne weiße Zähne besitzen, glauben wohl, dieselben seien nur dazu da, um sie aller Welt zu zeigen. Eines aber ist sicher, daß sie die eminent wichtige Ausgabe zu erfüllen haben, den Bissen zu verkleinern und seine Consistenz zu erweichen, damit die Verdauungssäfte denselben durchbringen, ihn zur Aufnahme in ben Magen, zur nothwenbigen Umwanblung behufs Aussaugung burch die Verdauungsorgane vorbereiten können. Die sorgfältige Pflege des Mundes und der Zähne ist deßhalb eine hygienische Maßregel von größter Bedeutung für Jedermann, sie sollte schon von Kindesbeinen an mit größter Peinlichkeit geübt werden. Wir wissen heute, daß alle Gährungs- und Fäulniß- prozesse,, somit alle Erkrankungen, nur durch Bakterien heroor- gerufen werden. Und wo wäre ein günstigerer Boden für deren Entstehung und Vermehrung, als in der feuchten, warmen Mundhöhle? Es ist das Verdienst eines deutschen Gelehrten, Proseffor Miller in Berlin, nachgewiesen zu haben, welche Unzahl von Bakterien in derselben gedeihen. Man denke nur an die Speisereste, welche zwischen und oft in den schadhaften Zähnen verbleiben, bei vielen durch 24 Stunden, und man wird begreifen, zu welcher Zersetzung und Fäulniß es da kommen muß. Deßhalb genügt es auch nicht, den Mund nur einmal des Tages zu reinigen, sondern baS muß rninbe st ens zweimal, des Morgens und des Abends, geschehen. Jedenfalls aber des Abends, da ja gerade während des Schlafes die Zersetzung der in der Mundhöhle verbliebenen Speisereste in ungestörter Weise vor sich geht. Also Acht geben! Die Reinigung des Mundes mit weicher Zahnbürste und einem bewährten Zahnputzmittel (wie es das von C. Sarg 1887 erfundene „Sargs Kalodont" darstellt, welches stets mit besonderer Sorgfalt von dieser Weltfirma erzeugt wird) muß täglich zweimal, Früh und Abends geschehen. Wenn cs also wichtig ist, wie der Mensch ißt, nämlich bedächtig und langsam, stets nur kleine Bissen und gut kauen, die Speisen nicht zu heiß und das Getränke nicht zu kalt, so ist eine rationelle Mundpflege ebenso wichtig für eine richtige Verdauung. Denn nur bei dieser „wirst du lange leben auf Erden".
Zu Amerika und England wirb häufig barüber geklagt, daß einzelne Advocaten durch Kreuzverhöre Zeugen der Gegenpartei in Verwirrung zu bringen ober durch Grobheiten einzuschüchtern versuchen. Zahlreiche An ec boten, wie in solchen Scenen bie Advocaten ben Kürzeren gezogen haben, sinb im Umlauf. Zwei der neuesten dieser Art sind recht lustig. In einem englischen Gerichtshof fragte ein Anwalt den Zeugen: „Sind Sie gewiß, daß der Vorfall sich am 17. d. M. ereignet hat?" — „Vollkommen." — „Bedenken Sie Ihren Eid? Woher sind Sie gewiß, daß es der 17. mar?" — „Weil am Tage vorher ..." — Bedenken Sie wohl, was Sie sagen. Nun?" — Weil am Tage vorher der 16. und am Tage nachher der 18. war." — Ein amerikanischer Anwalt hatte die Gewohnheit, die Zeugen dadurch verwirrt zu macken, daß er sie wiederholt aufforderte, lauter zu reden. Ein stämmiger Farmer beschloß, diese Aufforderung nicht abzuwarten, und er beantwortete die erste Frage nach seinem Namen so laut, daß die Wände dröhnten: „John Brown, Sirrr!" — „Mir scheint, Sie haben heute früh etwas getrunken", rtei der Anwalt erzürnt. — „Ja, Herrrr!" brüllte der Zeuge, als wenn er einem zwei Meilen entfernten Nachbar etwas zuriese. — „Das habe ick mir gedacht", triumphirte der Anwalt. — „Was haben Sie denn getrunken?" — „Kaffee, Herrrr!" gröhlte John Brown zum höchsten Ergötzen des ganzen Gerichtshofes. — Der Advocat gerieth etwas in Verwirrung, ermannte sich aber bald und fragte weiter: „Haben Sie nicht etwas in Ihrem Kaffee gehabt?" — „Ja, Herrrr!" — „Aha, jetzt kommen wir dahinter", sagte der Anwalt vergnügt, der Jury zublinzelnd. „Nun, mein guter Mann, genieren Sie sich nicht und sagen Sie uns gerade heraus, was in dem Kaffee war." — Der Zeuge holte Äthern zu einer mächtigen Anstrengung und bornierte: „Ein Löf—fell, Herrrr!" — Der Gerichtshof, die Abvocaten, die Zuhörer brachen in schallenbes Gelächter aus unb ber überschlaue Anwalt verlor seinen Proceß.
» Die Braudstiflaugeu durch Kinder haben auch in diesem Jahre wieder bedeutenden Feuerschaden verursacht und eine Anzahl jugendlicher Brandstifter hat bei solchen betrübenden Vorkommnissen das Leben eingebüßt. DaS preußische CultuSministerium hat schon früher angeordnet, daß in den Schulen eine Anzahl Lesestücke eingehend behandelt werden sollen, welche die Jugend über die Gefährlichkeit des Spielens mit Feuer und Licht belehren. In Ostpreußen haben Feuer- sozietäten 20 000 Stück der Schrift: „Kind hüte dich vor Feuer und Licht!" herausgegeben vom kgl. Rath L. Jung in München, Vorsitzender des bayerischen Feuerwehrausschuffes, durch Vermittlung der kgl. Regierungen unter die Lehrer
der Landgemeinden vertheilen laffen, um ben Inhalt bet Schrift alljährlich in geeigneter Weise zur Kenntniß ber Kinber zu bringen. NeuerbingS läßt auch ber dcutscke Schul- Verein in Wien 5000 Stück beS nützlichen Büchleins an seine Schulen vertheilen, wie basselbe schon früher für die Kinder in Südtirol auch inS Italienische übersetzt worden ist. Das Schristchen kann vom Verlag der Zeitung für Feuerlöschwesen in München, Auenftraße 22, zu 5 Psg., in größeren Parthien wesentlich billiger, bezogen werden.
* Der Besuch der Chicago-Ausstellung hat sich während deS September in aufsteigenden Zahlen bewegt; e5 wurden 4 658902 Besucher während dieser Zeit gezählt. Die Directoren hoffen mit einer Besucherzahl von zwanzig Millionen abschließen zu können.
Schiff-nachrichten.
Der Postdampfer „Friesland" der „Red Star Line" In Antwerpen ist laut Telegramm am 9. October wohlbehalten in 91 cö: york angekommen.
Verkehr, £anO» rin- Volkrwirthschaft.
Limburg, 11. October. Fruchtmarkt. Rother Wetzen Jt 13.10, weißer Weizen JL RornX 10.60, Gerste jl Hafer JL 810.
Aufruf und Bitte.
Die Gesittung ber Menschen unb die wahre Religiosität erweist sich stets auch durch eine barmherzige Behandlung der Thiere. Das Jnslebentreten der Thierschutz «Vereine hangt innig zusammen mit allen anderen Bestrebungen unserer Zeit.
Diese Vereine haben schon seit Jahren die öffentliche Aufmerksamkeit auf eine Massenthierquälerei gelenkt, welche sich leider bis heute im größten Thetle Deutschlands erhalten hat und die jeden nicht gemüthSrohm Menschen mit tiefem Mitleid erfüllen muß.
ES handelt sich nm die gam unnöthtgen Marter«, welche im Deutsche« Reiche beim TSdte« vo« über 100 000 Schlachtthtere« täglich verübt werde«.
Diese Martern können leicht vermieden werden durch die Betäubung der kleinen wie der großen Schlachtthtere mittelst Betlschlag, Schlachtmaske ober anderer zweckmäßiger BetäubungStnstrumente.
Selbst wenn wir absehen von dem Erbarmen für die gequälten Thiere, so müssen wir schon aus Rücksicht auf die Sitten der Menschen ein humaneres Schlachtversahren anstreben; besteht doch ein unläug- barer Zusammenhang zwischen ber Grausamkeit gegen Thiere und ben Rohheitsoergehen unb Verbrechen gegen Menschen.
Alle Schritte ber beutschen Thterschutz-Vereine um eine gesetzliche Anordnung der — von verschiedenen Schlachthäusern und Dielen rationellen Schlächtern bereits eingeführten — Betäubung auch der kleineren Schlachtthtere sind bts jetzt vergeblich gewesen.
ES muß deshalb das Volksgewissen geweckt werden, damit daS unnöthige Todtmarteln unserer Schlachtthtere allgemein als ein Unrecht erkannt werde, obgleich es bis jetzt nicht durch daS Gesetz verboten ist. Es muß besonders dahin gewirkt werden, daß möglichst viele Gemeinde- unb BeziikSbehörden mit ber ihnen zustehenben Polizeigewalt bie Betäubung ber Schlachtthiere anordnen.
Wir sind überzeugt, daß das Gefühl aller guten gesitteten Menschen verletzt wird durch bie Msssenthierfolter, wie sie heule noch bei unserem Schlachtbetrieb stattfindet, unb wir bitten sie, bie Bestrebungen der Thierschutzoerelne zur Beseitigung dieser ganz un- nöthigen Thierquälereien in jeder ihnen möglichen Weise zu unterstützen. Besonders richten wir diese an die Bezirks- und Gemeindeverwaltungen, an bie Geistlichen, Lehrer, Schriftsteller und ZettungS- Redacteure.
Diesen Aufruf haben 12 katholische Erzbischöfe und Bischöfe, sowie 25 der ersten Würdenträger der protestantischen Kirche, viele Männer in höchsten Staatsämtern, die hervorragendsten Wissenschaftsleute u. s. w. unterzeichnet. Wie könnten sich auch jene Männer ausschlteßen, wenn es gllt, ein humanitäres Werk von foicher Bedeutung für das sittliche unb religiöse Leben des Volkes zu förbernl
Mit hoher Gmuglhuung müssen wir constattren, daß die geistlichen Ktrchmsütstm der Frage bie volle Würdigung entgegenbrachten, bie ihrem Berufe als oberste Seelenhirten entspricht. Als Zeugniß deß, unb um ber Verdächtigung, als feien bie Unterschriften der hoben Herren gefälscht, entgegenzutreten, bringen wir nachstehend »wet Briese oer hochwürdigsten Herren Erzbischof von München unb Bischof von Trier.
Briefe sowohl wie die Unterschriften deS Aufrufs Hegen im Original bei den Acten deS Berliner Thierschutz-Vereins.
Passau, ben 27. Januar 1890. Ew. Hochwohlgeboren!
Ich bitte vor Allem um gütige Entschuldigung, daß ich bis heute Ihr geehrtes Schreiben vom 15. d. MtS. noch nicht beantwortet habe. In Folge meiner Versetzung von hier nach München mußte ich im Lause letzterer Wochen verschtebene Reisen unternehmen, welche meine Correspondenzen mehr oder weniger hemmten.
Auf Ew. Hochwohlgeboren gefällige Zuschrift vom 23./27. d. Mts. beehre ich mich nun, ganz ergebens! zu errotebern, daß ich einverstanden bin mit Ihrem sehr geehrten Vorschläge, meine Unterschrift für den betr. Aufruf zu geben und Ew. Hochwohlgeboren hiermit ermächtige, daS Wettere gütigst veranlassen zu wollen.
In ausgezeichneter Hochachtung
Ew. Hochwohlgeborm ergebenster f Antonius, praecontsirter Erzbischof von München-Freising.
An Trier, dm 27. Januar 1890.
ben Vorsitzenden des Berliner Thterschutz-Vereins Berlin.
Ew. Hochwohlgeboren beehre ich mich für bie gefällige Zusmbung der Schriftstücke in Sachen des Berliner Thterschuh-Vereins meinen verbindlichsten Dank auszusprechen und zugleich daS beifolgmde Circular, welches bereits von mehreren meinet hochwürdigsten Amtsbrüder unterzeichnet ist, auch mit meiner Unterschrift verfehm, ganz ergebenft wieder zuzustellen.
BiSthum Trier. Der Bischof von Trier.
f M. Felix Korum.
Gottesdienst in der Synagoge.
Samstag den 14. October:
Borabmd 5W Uhr, Morgens 83° Uhr, Nachmittags 3” Uhr, Sabbalhausgang 6" Uhr-
CotttebiraR 6er israelitischen Religion,geselischast.
Freitag Abmd 510 Uhr, SamStag Vormittag 8*3 Uhr, SamStag
Nachmittag 3” Uhr, SamStag Abmd 6" Uhr-
Cheviot unb Loben ä Mk. 1.75 per Meter
Belonr u. Kammgarn ä „ 2.35 per Meter nadelfertig ca. 140 c« breit, versenden in einzelnen Metern direct an Jedermann
Erste» deutsches THOhvemedtgesohäft Oettinger & Ce.» Frankfurt a. M., Fabrlk-Depät.
Muster bereitwilligst sranco inS Haus. [6696
BOgelsreuude, füttert nur voß'sches Bogelsutter mit der Schwalbe, es ist daS anerkannt beste und billigste. Niederlage bei Emll Fischbach, Seltersweg 14. P.ospecte umsonst [5251


