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Abfahrt.
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1893
Ur. lt AwetteS Blatt.
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Amts- und Anzeig-blatt für den Areir Gietzen.
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Die Mama schickt Dir hier I jener dunklen Augen, die unausgesetzt auf Ihr ruhten, b-gann . . v ’ ri„ Ikvn fthnfiitinnen iinh OP-lütlQ tt)t. die UlOlC/ tDelu)e IQIC
Feuilleton
ahrt.
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Wie im Traume stieg Bella zu Pferde, ünterm Banne
eS ihr lächelnd hin.
— 225 Meter Acker
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Kölner Dombau
Gnauth.
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- 325 Meter
— 262 Meter
Flur Flur Flur Flur
Acker
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Acker
Freitag den 13. Januar
- Ms unb ftacko. Oahrgang
Aeikgeöotenes.
Walthers
sie ihre Evolutionen und es gelang ihr, die Rose, weiche ihre beiden Gefährtinnen ihr von der Schulter reisen wollten, zu behalten, so daß sie, als das Zeichen zum Schluß der Plöce gegeben wurde, dieselbe hoch emporhaltend, aus der Manege
Anmeldungen verpflichtet.
Ferner wird bemerkt, daß Gesuche um Zurückstellung von Militär- v-slichtigen auf Grund des § 32, pos. 2. Lit. a. b. c. d. e. f. u. g. der Deutschen Wehrordnung rechtzeitig bei der Bürgermeisterei dahier vorzu- b ringen sind, da verspätete Gesuche keine Berücksichtigung finden.
Gießen, den 10. Januar 1893.
Der Oberbürgermeister:
daselbst, Nr. H8V10 daselbst,
BttTteU^vigtr >le**t*exUpr<toi 2 M-rk 20 Pfg. e* Bringerlohn.
Durch die Post bq»t* 2 Mark 50 Pf^
Rebortien, LrprlM« tmb Druckerei:
«erulprecher 61.
daselbst, Nr. 118 — 869 Meter
Kopf bis zu Fuß. t „
„Darf ich die Herren bitten, dort Platz zu nehmen, bemerkte Volkert, sehr verbindlich sich nähernd, „das Rosen- , ich muß meine Tochter dazu
zur Probe zurecht.
Dort lag bereits der Festschmuck für heute Abend. Bitter lächelnd wandte sie sich von dem goldbrokatnen Cüraß und dem weißen Seidengewande- es waren ja nur Flitter -für sie, das Herz schlug noch immer einsam und sehnsüchtig noch Liebe.
Gestern, als sie bei Gerson gewesen, um eine Rechnung zu zahlen, hatte sie eine eigenthümliche Begegnung gehabt - eh Brautpaar stand vor einer Musterkarte von Teppichen unb während die reichgekleidete Dame eifrig betrachtete und auswählte, lehnte der Bräutigam, ein hochgewachsener Cürassier- osfizier, daneben, augenscheinlich gelangweilt. Bella blickte schärfer hin, es war Gräfin Hertha Rhonau und der Herr neben ihr jedenfalls Prinz Arloff.
Doch auch der letztere hatte die blonde Dame bemerkt, einen Moment begegneten sich ihre Augen — dann nahm letztere ihr Packet und ging hinaus. Aber dennoch mußte sie jetzt wieder an jene dunklen, ernsten Männeraugen denken, nach nie hatte sie ähnliche gesehen, noch nie über solche nachgedacht. Und Herta Rhonau, die hochmüthige ehemalige Pensionsgefährtin, sollte seine Gemahlin werden!
Immer noch sinnend, nahm sie Hut und Handschuhe, einen weiten Radmantel über das Reitkleid und begab sich
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Freitag den 10. Februarl893, Nachmittags 21/» Uhr, sollen auf dem hiesigen Orlsgericht die den Peter Jmmel Eheleuten in Gießen gehörigen Immobilien:
96'4» 90.90 9130 5590
19 bO 380.00 195 $>0 132.40 102 50 109»'
5800
Irrwege.
Novelle von F. von Pückler.
(9. Fortsetzung.)
Flur 35 Nr. H86/10 daselbst,
35 Nr. 116 — 869 Meter Acker auf die Tanne,
35 Nr. 117 — 869 Meter Acker
tut , 374
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„Bist Du Donna Bella? ‘ diese Blumen, denn sie sieht Dich so gerne reiten und meint nur, Du sähest immer sehr traurig aus."
Tief bewegt kniete das junge Mädchen neben dem Kinde nieder, liebkoscte es und gab ihm Zuckerplätzchen, die sie meist für die Pferde mitnahm.
gone Seiner Mama vielen Dank," Werte sie herz, sich, .^siehst Du, ich stecke mir Deine Blumen gleich an und Du sollst auch zusehen, wie ich reite. Willst Du, mein kleiner
Gießener Anzeiger
Kenerat-Mzeiger.
^fseemM'
Abends 8 Uhr:
ÜWlli bchW bis |to
Ruhmeshallen-Loose
empfiehlt Heinrich Wallach.
Bekanntmachung.
Mit Bezugnahme auf die Bestimmungen in § 25 der deutschen Wehr- 1 tubnung werden alle im Jahr 1873 geborenen Militärpflichtigen, sowie die in früheren Jahren geborenen, welche sich noch nicht zur Musterung gestellt oder welche hinsichtlich ihrer Verpflichtung zum Eintritt oder ihrer Befreiung vom Militärdienste noch keine definitive Entscheidung erhalten und entweder in Gießen ihren gesetzlichen Wohnort haben, oder als Studenten, Gymnasiasten und Zöglinge anderer Lehranstalten, oder als Haus- und Wirth- schaftöbeamte, Handlungsgehilfen, Lehrlinge, Handwerksgesellen, Dienstboten, Fabrikarbeiter oder in ähnlicher Eigenschaft sich dahier aufhalten, hiermit aufgefordert, sich behufs Eintragung ihrer Namen in die Recruttrungs- I. stammrolle in der Zeit vom 15. Januar bis 1 Februar dieses Jahres bei der Bürgermeisterei dahier, Zimmer Nr. 13, zu melden, und dabei, wenn sie dahier nicht geboren sind, ihren Geburtsschein und wenn sie bereits bei einer früheren Musterung concurrirt haben, ihren tzoosuugsschein vorzulegen. . . . f,
Zugleich wird darauf aufmerksam gemacht, daß Diejenigen, welche die Anmeldung Unterlasten, sich zu gewärtigen haben, daß sie mit einer Geldstrafe bis zu 30 Mk. oder mit Haft bis zu drei Tagen belegt, von der Theilnahme an der Loosung ausgeschlossen und ihrer etwaigen Ansprüche auf Zurückstellung u. s. w. für verlustig erklärt werden.
Bezüglich der zur Zeit der Meldefrist abwesenden Militärpflichtigen find deren Eltern, Vormünder, Lehr-, Brod, oder Fabrikherrn zu diesen
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Er nickte glänzenden Auges und Bella führte ihn an einen Platz im Circus, von wo aus er alles mit ansehen °ntl „Sieh da, Bella," lachte Volkert gut gelaunt, „was hast Du da mitgebracht? Ein Kind?" „
Ja, Vater, der Kleine brachte mir diese Blumen lächelnd wies sie auf das Bouquet an ihrer Brust — „und zur Belohnung soll er zusehen."
„Das glückliche Kind," schnarrte em junger Offizier mit eingeklemmtem Augenglas dicht neben dem Director, //andere ehrfurchtsvolle Aufmerksamkeiten finden vor Donna Bellas Augen keine Gnade."
Nein," gab sie kalt, über die Schulter sprechend, zurück", „ich dächte, das hätte ich mit klaren Worten aus- gesprochen." ,, _,
Erlaube, liebes Kind, daß ich Dir hier Durchlaucht Prinz Arloff vorstelle," fiel der Director hastig ein, „und dann ist es Zeit, zu Pferde zu steigen."
Bei Nennung dieses Namens ward Donna Bella sehr bleich- sie sah beinahe unwillkürlich empor und wieder in die | schönen, ernsten Augen.
„Ah, mein Fräulein," rief der Prinz überrascht, „ich glaube, Ihnen bereits einmal von Weitem begegnet zu sein — gestern bei Gerson."
„Allerdings, Durchlaucht, ich erinnere mich, und zwar erkannte ich Ihre Begleiterin, Gräfin Rhonau, mit der ich im Institut zusammen war."
Ah _ meine Braut hat es mir gar nicht erzählt.
„Das glaube ich," meinte Bella bitter, „sie hat mir schon damals wenig Fr-undlichkeiten erwiesen und wird die einstige Bekanntschaft mit einer — Kunstreiterin sicher ver- I gesten wollen." .
Der Prinz sah voll ernster Theilnahme in dies schöne, schwermüthige Mädchenantlitz- weßhalb mochte sie diesen I dornenvollen Lebensberus gewählt haben, sie war Dame von
Freitag den 10. Februar 1893
Nachmittags 2 Uhr,
soll auf dem hiesigen Ortsgericht die den
Karl Möser zweiter Eheleuten in
Gießen gehörige Hofraithe:
Flur 40 Nr. 40a«/ioo — 303 Meter links der Chaussee
öffentlich meistbietend versteigert werden- Gießen, 29. December 1892.
Großh. Ortsgericht Gießen.
I. A.: Bogt. 491
Sätteln
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’!*"»« Saal.
Kirin.
Flur 35 Nr. 1188/10 daselbst,
Flur 50—71 Nr. V/m - 608 Meter Hof- raitbe, die Liebigshöbe,
Flur 50-71 Nr. 1«/,° - 35074 Meter Acker daselbst,
Flur 50-71 Nr. IVio — 80 Meter Halle daselbst .
öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 29. December 1892.
Großh. Ortsgericht Gießen.
J.A.: Vogt. 490
Freudestrahlenden Gesichtes eilte sie davon, um Wald- fmns Brief zu lesen; Volkert sah ihr häßlich lächelnd nach.
„Das Armband werde ich schon behalten und zwar so- fl(eid) verkaufen. Ich weiß nicht, wie es kommt, daß einem das Geld so durch die Finger rollt, ich habe schon wieder nichts, trotz der jetzigen brillanten Einnahme."
Isa, nunmehr von ihrem Vater Bella genannt, war nach WaldsteinS Briefe sehr erfrischt und heiter- er schrieb, daß er wahrscheinlich nächstens in die Residenz reisen müsse unb sie dabei wiederzusehen hoffe. Fräulein Sophie war in ihr Stist gegangen und ließ es noch fraglich, ob sie überhaupt zum Brüder zurückkehren werde- so war er denn allein, der arme Onkel, und sehnsüchtig dachte das schöne Mädchen daran, wie prächtig sie nun mit ihm würde leben können. Aber es sollte nun einmal nicht sein. Energisch schüttelte sie die schwermüthigen Gedanken ab und machte sich
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A. Kröll, Seltersweg.
Praktische Neuheit! >
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P ° Bravo. vorzüglich!" riefen enthusiastische Stimmen hinter ihr drein; nur Arloff regte keine Hand, er saß wie »elähmt. Beim Hinaussprengen hatte ein blitzartiger Blick der schönen Reiterin ihn gestreift. Aber er erhob sich nun mit den anderen Herren, um in die Ställe zu gehen und als er jene Rose draußen achtlos liegen sah, dieDonna Bella so kühn vertheidigt hatte, langte er danach — Niemand hatte es bemerkt.
Und doch! Bella lehnte gedankenlos im Ankleidezimmer, sie sollte noch das Schulpferd für heute Abend reiten, deßhalb konnte sie nicht sogleich fort- ihre Gedanken schweiften ab, ihre Blicke fielen just in dem Moment auf die herannahende Herrengruppe, als der Prinz die Blume an sich nahm.
Heiße Blutwellen stiegen in ihre Wangen- zum ersten Male regte sich in der Brust ein sonderbares Empfinden, halb jauchzend, halb schmerzlich, just als auch Arloff sie "^Sogleich stand er neben ihr und sagte verbindlich: ..Erlauben Sie mir, mein Fräulein, Ihnen diese Blume zurückzugeben, an der ich mich, als an herrenlosem Besitz, fast vergriffen hätte." .
„Nicht doch, mein Prinz, Sie waren in Ihrem Recht, eine bei Seite geworfene Blüthe zu nehmen."
„Aber eine solche, um die ebenso anmuthig als vorzüglich gestritten wurde."
„Ich danke Ihnen, Durchlaucht, für diese Anerkennung. Bon einem Cavalleristen ist sie viel werth, besonders da ich von Ihnen nicht denken kann, daß Sie nur fade Komplimente sagen wollen." „ t r .
Er hatte die Blume ruhig in der Hand behalten, bet ihren Worten lächelte et unwillkürlich.
„Nein, Fräulein Volkert, das rhue ich allerdings nicht. Darf ich Sie jetzt einmal durch die Ställe begleiten?"
Mr. Prince, jener Jongleur, der um die Directorstochter geworben, stand unweit davon, mit unterschlagenen Armen und finsterer Mione. „
„Also da scheint der Hase im Pfeffer zu liegen, murmelte er finster, „eine Fürstenkrone müßte sich allerdings gut ausnehmen in diesem schönen Blondhaar, aber gemach, Donna Bella! So rasch geht es nicht, eme solche zu erringen. Wenn Sie auch den schlichten Jongleur nicht „lieben" können, so wird er Ihnen doch eines Tages noch recht unbequem werden können."
! Fortsetzung folgt.)
Der «scheioi ti-lich, -nck lulnaljim M Montag».
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tu die nahe Manege. Arn Eingänge derselben stand ein Dienstmädchen, einen kleinen, etwa fünfjährigen Knaben an der Hand- als derselbe die blonde Dame kommen sah, langte spiel wird gleich beginnen er ein Blumensträußchen hinter dem Rücken hervor und hielt abholen.
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Freitag den 10. Februar1893,
Nachmittags 21/» Uhr,
sollen auf dem hiesigen Orlsgericht die den Gustav Mook Eheleuten in Gießen gehörigen Immobilien:
Flur 1 Nr 689e23/1Oo — 53 Meter Grabgarten in den Neuen Bäuen,
Flur 1 Nr. 689e«/lfiO - 307 Meter Hofraithe daselbst
öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 29. December 1892.
Großh- Ortsgericht Gießen.
___________I. A.: Vogt.________488 Freitag den 10. Februar1893, Nachmittags 3 Uhr,
sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die den Gustav Mook Eheleuten in Gießen gehörigen Immobilien:
Flur 1 Nr. 689e*3/100 — 53 Meter Grabgarten in den Neuen Bäuen,
Flur 1 Nr. 689e«/ioo — 307 Meter Hofraithe daselbst
öffentlich meistbietend versteigert werden Gießen, 29. December 1892.
Großh. Ortsgericht Gießen.
I. A-: Vogt. 489


