Ausgabe 
12.11.1893 Drittes Blatt
 
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1893

und Anzeigeblutt für den ICräj Gieren.

Hratiskeilage: chießener Jamilienölätter

FemsprectianecWuei Nr. 51.

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Iimohme von Lnzrigen zu brr Nachmittag« für btn iljtnbm Lag trschtinmdtn Nummer bi« Norm. 10 Ubr.

frmrbmfe Danksagungskarten Visitkarteu mit Trauerrand nebst dazu passenden Couverts.

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«scheint täglich, , pt Nu«nahme be«

Montag«.

Die eßener ^mUleetrittei ürtbm dem Anzeiger *mthd) breimal bügele,t.

zu ziehenden Grundstücke dem Gesuchsteller nicht gehören. Auf die Bemerkung des Herrn Wallenfels, daS Gesuch auf Widerruf zu befürworten, erwiderte Herr Oberbürger­meister Gnauth, daß dieser Widerruf sehr bald erfolgen müßte, weil die Bebauuug der Bleichstraße in raschem Fort- chreiten begriffen sei. , ,r ...

Für die Senckenberg st raße war eine provisorische Gasleitung beschlossen und dafür 1565 Mk. bewilligt worden. Inzwischen hat sich die Auffüllung dieser Straße so gesetzt, daß die definitiioe Leitung gelegt werden kann. Nach Bericht der Direction des Gas- und Wasserwerks steht auch der Einsührung der Wafferleitung in jener Straße nichts mehr entgegen und ist beantragt worden, den nach Annahme des Schmick'schen Wafferleitungsprojectes (Queckbörner Quellen) für diese Straße bestimmten Hauptstrang gleichzeitig mit der Gasleitung zu legen. Demnach hat die Deputation für das Gas- und Wasserwerk beantragt, den flir die provisorische Gasleitung eröffneten Credit von 1565 Mk. auf 2600 Mk. für eine definitive Leitung zu erhöhen und die Kosten für die Wasserleitung im Voranschläge von 3795 Mark zu bewilligen. Die Anträge der Deputation wurden genehmigt.

Infolge Zunahme des Personen- und Fuhrwerk-Verkehrs vom Schiffenbergerweg über den Riege lpfad nach der Stadt hat die Deputation für das Gas- und Wasserwerk beantragt, durch provisorische GaSrohrleitung und Ausstellung von drei Candelabern eine dem Bedürfniß einigermaßen Rechnung tragende Beleuchtung deS Riegelpsads einzuführen. Der Antrag wird unter Bewilligung der auf 785 Mark veranschlagten Kosten angenommen.

Herr Montanus hier hat um Anschluß seines in der Wagengaffe belegenen Hauseszum Postkeller" an die Wafferleitung nachgesucht. Es war beantragt, die Zuleitung von der Schulstraße aus durch ein 100 mm weites guß­eisernes Rohr bis in die Mitte der Wagengasse herzustellen und durch einen Hyranten abzuschließen. Es wird dem Antrag gemäß beschlossen und die Kosten im Voranschlags- betrage von 340 Mark bewilligt.

Auf Grund früheren Beschlusses der Stadtverordneten- Versammlung war die Errichtung eines Lehrsaales für natur­wissenschaftlichen Unterricht im Gebäude der höheren und erweiterten Mädchenschule vorgesehen, sobald die dazu erforderlichen, bisher als Schuldienerwohnung benutzten Räume zur Verfügung stehen. Das die Schuldienerwohnung ent­haltende Haus ist soweit fertig gestellt, daß es demnächst be­zogen werden kann. Für Errichtung des Lehrsaales waren 1700 Mk. vorgesehen, welcher Betrag sich indeß auf 2600 Mk. erhöht hat, weil für den Schuldiener im Hauptgebäude selbst noch ein Wartezimmer eingerichtet werden muß. Zu einem

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Rebflttion, debitier intb Druckerei:

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Fernsprecher 51.

(Hin Kanalisation-plan aus dem Jahre 1679.

Gerade in jüngster Zeit ist die Kanalisation unserer glatt lebhaft erörtert worden. Ein zweihundert Jahre alter der eine ähnliche Frage behandelt, wird daher für »mchen unserer Leser nicht ohne Jmereffe sein.

Im hiesigen Stadtarchiv befindet sich ein Plan zur Ab- Äung des Gewässers auf dem Neuenweg. DaS erste Blatt m3 Foliobogens enthält den Text, das angebogene zweite teil dazu gehörige Farbenskizze. Der Text ist darin Nisi 24. October 1679 und unterzeichnet von Christoph Mirich Müller, vermuthlich dem städtischen Baumeister oder, ar: man nach Ausweis der Inschrift eines PorträtS m der Zucdhofscapelle damals sagte,der Stadt Gießen verordnetem Nwherrn". Ein anderer Plan war dem vorliegenden bereits M:ausgegangen; ob dieser nun der letzte geblieben und zur 8.rfuhrung gelangt ist, vermögen wir nicht anzugeben. Der List ist ohne Weiteres verständlich, so daß wir auf jede Qilimterung verzichten können. Dir Skizze ist gleichzeitig pir die ältere Topographie der Stadt interessant. Neuen Q);ue, Neuenweg, Kreuz und KaplanSgasie, welch letztere bet ffi ennmünoet, haben ihre Namen behalten, das Gäßchen, tu meben dem Reatz'schen Hause von den Neuen Bäuen nach bra Neuenweg führt, hat den seinem gewechselt. Kleine Arggasse klingt auch ein wenig großartig für dies Winkelchen. Zm Bolsmunde heißt eines der Eckhäuser dieser Gasse heute öod)die Kracheburg", sollte das vielleich eine Erinnerung qd d'M alten Namen sein?

Im Folgenden geben wir unter Beibehaltung der Ortho- giaHie des Originals Text und Skizze des Planes wieder.

Anfertigung

In lETlxzestex Frist zu mässigen Preisen in der Brühlsthen Druekerei Schulatraase 7.

«llc Ännoncen-Vureaux be« In- unb «u«lanbe« nehm« Knieigen für braGießener Anzeiger- entgegen.

H 267 Drittes Blatt. Sonnlag den 12. November

Gichener Anzeiger

Kenerat-Mzeiger.

Sitzung öct Stadtverordneten

am 10. November 1893.

Anwesend: Herr Oberbürgermeister Gnauth, die Herren SBtißoorbneten Georgi und Grüneberg, von Seiten der Stadt- torochneten die Herren Adami, Emmelius, Faber, Flett, $abeild)t, Heyligenstacdt, Hornberger, Jughardt, Keller, Löber, «ibij., Petri, Dr. Ploch, Dr. Schäser, Scheel, Schiele, Simon, cZchnrrll, Dr. Thaer, Vogt und Wallenfels.

Die Rechnung des Realgymnasiums und der Neaschule für 1892/93 hat der Stadtverordneten-Ver- fjmnt ung bereits am 27. Juli d. I. Vorgelegen. Ihre später erfolgte Prüfung hat keine Bemerkungen ergeben. Dieselbe gltid)! sich aus in Einnahme und Ausgabe mit 80243 Mk., mobti 27 848 Mk. städtischer Zuschuß erforderlich ist. Die Wtbkiriahme uneinbringlicher Ausstände im Gesammtbetragc wm -8 Mk. auf die Stadtkasse wird genehmigt.

Lieber den diesjährigen Grenzrundgang sind Ge- Mm im Betrage von 65 Mk. hquibirt worden, deren Vcnetzmigung erfolgt.

Die Bestellung von Taxatoren in Wild- ßtadiensangelegenheiten auf Grund des Gesetzes vom <i. Kiguft 1810 und deS Reglements vom 14. Juli 1854 Mr., tritt die Versammlung dem Vorschläge auf Ernennung Ms Herrn Stadtv. Flett, an Stelle des verstorbenen Herrn Kh, zum Taxator-Stellvertreter für die Grundbesitzer bei.

Das Gesuch deS Herrn H. Becker II. um Erlaubniß ginn Bauen in der Katharinengaffe wird ausnahmsweise be» färtro rtet. Gesuchsteller beabsichtigte vor einiger Zeit, ein gmus Gebäude an seinem in der Löwengasse belegenen Mohr Hause, mit Eingang von der Katharinengasse, zu errichten. AaS »Gesuch mußte in Rücksicht darauf, daß an dem fraglichen 3l)til der Katharinengaffe über das nach der genehmigten Auf. uchtlinie zum Bebauen bleibende Gelände städtischerseits nod) micht verfügt werden konnte, auch die Gasse an dieser a$ullE noch mehr verengert worden wäre, abgelehnt werden. 2tcni nunmehr befürworteten Gesuche lag die Errichtung eines Mir men, eine größere Straßenbreite zulassenden Gebäudes zu (Gründe.

DaS Gesuch des Herrn PH. Hohmeyer um Erlaubniß zur Aufführung eines Gerätheschuppens wird auf Antrag der Aoul-eputation beanstandet. Fraglicher Schuppen würde in« Merm mihständig sein, als er weder parallel zur Bleichstraße, nod) zu der alS Ringstraße gedachten Straße entlang der Ldciihessischen Bahn zu stehen käme, auch deffen Verdeckung vmh Vorderhäuser in den genannten Straßen vom Gesuch- stllcr nicht gefordert werden kann, da die hierbei in Betracht

Actum Gießen den 24. 8bris anno 1679.

Auff nochmahlige genauere Besichtigung des UrgangS, Abfluß und FortschuffeS alles GewäfferS auf dem neuen Weg, befindet sich, daß zwar der, den 22. 7bris gethane Vorschlag werckstellig zu machen, allein 1.) mit großer Beschwerung beyderseits Hosreyd und Wohnungen, 2.) schwehren Unkosten unb 3.) vielfältiger Zeit, Mühe, Materialien und Arbeit: Gleichwohl aber desiderierte Intention mitt befferem Vortheil zu erreichen, kann geschehen, wann 1.) das Pflaster einen schuch oder von der neuen Weger Pforte B anzusangen erheischender Nothurfft nach, etwa umbj 1 f/2 schuch erhöhet, dem Wasser der Hang nach K gemacht, 2.) Ebenmäßig durch die Straße bei PQ das Pflaster der gestalt hochgemacht, damit die Helfft sothanes Gewässers von 8 nach K und forderst bet) D in den gemeinen Fluthgraben, die andere Helfft von 8 nach R durch die Caplans gaffe, und alßo ferner in die gemeine Stattbach geführet werden. Dann, in Absehen die Reyß von B biß nach dem Kreutz A zu lang, und durch sothane Erhöhung das Thor versperrt würde, als muß die Linie gebrochen und der Ablauf getheilet werden- ist leichter zu thun, erfordert weniger Spesen und erreichet ebenmäßige Intention. Der Anfang nun solcher, dem allgemeinen Meßen zu Nutzen gereichende Arbeit, muß gemacht werden bey H, allwo der Fluthgraben in die Bach fällt, selbigen Graben in gebührende perfection zu stellen nach G unb F biß in D, damitt den Arbeitern das Waffer ablaufen und auf dieße Weiß das gantze Merck gehoben werden, wiedriges Falls und in Verbleibung dießes Anfangs werden alle angewende schwere Kosten nicht allein vergebens und umbsonst, sondern auch auß übel ärger gemacht werden - nach dießem in baulicher Ordnung zu verbleiben, muffen die Plaster sowohl in der kleinen Burggassen, als auf der offenen neuen Weger Straße, Stückweiß aufgebrochen der schnür nach, mitt Sand außgefüllet, erhöhet, verplastert und zu endlicher perfection gebracht werden. Signatum ut supra.

Christoph Helfric Müller m. p.

solchen sollte nach Antrag der Baudeputation der vordere, nach der Schillerstraße zu gelegene Theil des Hauseingangs umgebaut werden- derselbe wurde, weil nur bei außergewöhn- lichen Gelegenheiten benutzt, für entbehrlich erachtet. Von Herrn Schwall geäußerte, von den Herren Georgi und Scheel getheilte Bedenken wegen der Schwierigkeit, im Falle einer Gefahr das Gebäude entleeren zu können, ließen eS indeß für angezeigt erscheinen, den für Einrichtung eines Diener» Wartezimmers in fragt. HauSeingang geforderten Betrag ab- zufetzen und ermitteln zu lassen, auf welche Weise ein der- artiges Zimmer anderweitig zu beschaffen sei. Es wird in diesem Sinne beschlossen und vorerst nur die Mittel bewilligt, die zum Umbau zweier Räume in einen Saal und zur Er­richtung deS dritten zur Schuldienerwohnung bisher gehörenden Zimmers in einen Ausbewahrungsraum für physikalische In­strumente erforderlich sind. Die der Verbesserung in Bezug auf Licht und Luft für bedürftig erachteten Abortanlagen in genannter Schule sollen den gestellten Anträgen gemäß um­gebaut werden und wird die Voranschlagssumme von 540 Mk. hierfür bewilligt.

Herr Heinrich Hahn hat um Concefsion zum Bräunt- weinausschank im Hause Bismarckstraße 8 nachgesucht. Die Bedürfnißfrage wird bejaht mit Rücksicht darauf, daß in be- zeichnetem Haufe bisher schon Branntwein-Ausschank betrieben wurde.

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