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SieSen, 9. Juni 1893.

38 b Provinz VKW, wS °.mml b,e Sttafsachr Hm wegen MnMtz. 9- Staatsanwalt Lirwrui von Rechtsanwalt Vt.tzuft' zeloost die Herren: Greb, Wilhelm Sltto. lch Was^erlchleben, EKM ll, Heinrich Hofmann M, fr GroS, Johannes Sali H Schiemer Heinrich Pch dm klage, daß er m 1. Mrz Strafsache gegen F^lHeimch :n Betrugs an dem Aioßh. seiner Bernehmung als Zeuge i ein fällig Zeugniß verletzt /en, wurde die Verhandlung tätigt nnb am Vonntrltag hmung von zwei Entlastung

bie Geschworenen (Obmann: Vorgesetzte aus Meineid ge- die aus sahrläsßgen Faliteid oejaht halten, vemtheili der in eine Gesangnißstrafe du m einem Monat Untersuchung^

tKasernen-JnspectorMorgcn erwaltung ist zur SarmsonS- :felde, und der Kasernrn-Jn- ;chulg von Wtbtrg nai

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Mainz, der MeW-

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Erledigte Lehrerstelle». Erledigt find: Eine mit einem tu. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der gemeinsamen Schule zu Storndorf, mit einem jährlichen Gehalte von 900 bis 1000 Mk. Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. Eine mit einem kath. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Viernheim, mit einem jährlichen Gehalte von 1000 bis 1400 Mk.

Hessische Hypothekenbank. Das Großh. Ministerium hat, wie dieWorms. Ztg." erfährt, die Genehmigung zur Errichtung einer ^Hessischen Hypothekenbank mit dem Sitze in Worms" nicht ertheilt. Ebenso wurden anderseitige Ge- suche um Errichtung einer derartigen Bank abgelehnt, da an maßgebender Stelle das Bedürfniß zur Errichtung einer Hypothekenbank im Großherzogthum zur Zeit verneint wird.

Watzenborn» Steinberg, 8. Juni. Gestern Abend fand Hierselbst im Saale deS Herrn Gastwirth Sommer eine von dem freisinnnigen Wahlcomitv für den I. hessischen ReichStagS- wahlkreis einberufene allgemeine Wählerversammlung statt. Herr RechtSanwalt Dr. Jung von Gießen trat als Redner auf und empfahl der Versammlung warm die Candidatur deS Herrn Landrichter Dove von Frankfurt a. M. Nach dem etwa eine Stunde dauernden Vortrage, welchem die Versammlung mit Ruhe und Aufmerksamkeit zuhörte, entspann sich noch eine Discussion zwischen dem socialdemokratischen Redner Schmidt von Gießen und Herrn RechtSanwalt Dr. Jung über den socialdemokratischen Zukunftsstaat. Die sachlich geführte Discussion hat bei allen in der Ver sammlung anwesendcn einsichtigen Leuten den Eindruck hinter- laffen, daß die socialdemokratischen Ideen sich absolut nicht verwirklichen lassen und daß diejenige Partei, welche, wie die freisinnige, nach politisch erreichbaren Zielen strebt, dem Volke mehr nutzt, als eine Partei, welche, wie die socialdemokratische, dem Volke Versprechungen macht, welche sie niemals erfüllen kann.

Friedberg, 7. Jun^. Die Anhänger der christlich-socialen Partei beabsichtigten ursprünglich, in der Person eines Pre­digers Werner einen Zählcandidaten aufzustellen, dieselben werden aber nunmehr auf den Wunsch ihrer Parteigenoffen im Wahlkreise Hanau, woselbst die Nationalliberalen auf Auf­stellung eines eigenen Candidaten zu Gunsten des conserva- tiven verzichtet haben, für den nationalltberalen Grafen Oriola stimmen. t

nn. Darmstadt, 8. Juni. Ein bedauerlicher Unglücks- fall hat sich gestern Nachmittag auf dem Griesheimer Schieß­platz dahier zugetragen. Ein Kanonier der 2. Batterie des 11. Feld-Artillerie-Regiments hatte gelegentlich des Absuchens des Schießfeldes einen sog.Blindgänger" gefunden. Ohne die nothwendigen Sicherheitsmaßregeln zu treffen und ohne dem Platzoffizier Mittheilung davon zu machen, versuchte er das Geschoß zu entladen. Dabei crepirte dasselbe, riß ihm eine Hand hinweg, verletzte den anderen Arm schwer und zerschmetterte ihm die Brust und das Gesicht in der fürchter­lichsten Weise. In einem hoffnungslosen Zustand wurde der Schwerverletzte in einem Krankenwagen in daS hiesige Gar- nison-Lazareth verbracht, woselbst er seinen Verletzungen er­legen sein soll.

Groß Gerau, 7. Juni. Ein hiesiger Schütze war gestern Abend mit dem Putzen seiner Schießwaffen beschäftigt. Ein Gewehr war nicht entladen, plötzlich krachte ein Schutz und der Mann stürzte, durch die Brust geschossen, tobt zusammen.

Offenbach, 7. Juni. Am SamStag Abend wurde in der Bahnhofstraße dahier in Lumpen gewickelt ein neugebore­nes Kind, welches lebte, aufgefunden. Die unnatür­liche Mutter dieses Kindes ist nunmehr in der Person einer 34 Jahre alten, hier wohnhaften Wittwe ermittelt und zur Haft gebracht worden. Dieselbe war gestern auf die Polizei bestellt gewesen, hatte jedoch vor Angst die Flucht ergriffen und sich nach ihrem Geburtsort Froschhaufen begeben. Den per Delociped sie verfolgenden Schutzleuten Burkholder und Carle gelang es, die Frau dort zu ermitteln und zu ver­haften. Die Verhaftete, welche feit zwei Jahren Wittwe und Mutter von vier Kindern ist, wurde heute Nacht per Wagen in daS hiesige AmtSgerichtsgefängniß eingeliefert.

Vermischtes.

* Frankfurt a. M., 8. Juni. An der Wilhelmsbrücke sprang gestern ein etwa 30 Jahre alter gutgekleideter Mann in den Main und versank. Die Leiche ist noch nicht ge­funden. Heute Morgen stürzte sich am Eisernen Steg eine gutgekleidete weibliche Person in den Main. In der Nähe beschäftigte Schiffer zogen sie als Leiche heraus. Gestern Abend stürzte ein Dachdecker vom Dache eines Neubaues in der Fellnerstraße und erlitt schwere innere Verletzungen.

* Braunschweig, 8. Juni. Im Städtchen Hasselfelde im Oberharz, das 2600 Einwohner zählt und 378 Häuser aafweist, entstand an drei Stellen Feuer. 83 Häuser, darunter das Postamt und die Schule, sind niedergebrannt. Menschenleben sind nicht zu beklagen. Viel Vieh ist ver­brannt^___________________________________________________________

Itniverfitäts - Nachrichten.

Rostock zählt 405 Studtrende (51 Theologen, 80 Juristen, 111 Medtciner, 163 Philosophen). Erlangen chat die noch nicht dagewesene Ziffer von 1121 Studtrenden erreicht, zu welchen noch 20 tzörer kommen. Bonn weist die bisher unerreichte Zahl von 1507 Studtrenden auf (evanaelische Theologen 101, katholische Theo­logen 205, 358 Juristen, 322 Medtciner, 521 Philosophen), hierzu kommen 30 Hörer.____________________________________________

Schiffsnachrichten.

Der PostdampferWoorblanb" betReb Star Line" in Ant­werpen ist laut Telegramm am 6. Juni wohlbehalten in Newyork angekommen.

kirchliche Anzeigen der Statt Gießen.

Evangelische Gemeinde.

Gottesdienst-

2. Sonntag nach Trinitatis, den 11. Juni: In der Stadtkirche:

Vormittags 9'/» Uhr: Pfarrer Dr. Naumann.

Vormittags 11 Uhr: Milttärgottesdienst. Pfarrer Dingeldey.

Vormittags 8 Uhr: Kinderkirche. Pfarrverwalter vr.Grein.

In der FriedboftzcapeHe:

Vormittags 8>/, Ubr: FrübgotteSdienst. Pfarrer Dingeldey.

Nachmittags 21/» Uhr: Gottesdienst mit Christenlehre für die Neuconstrmirten aus der JohanneSgemeinde. Pfarrer Dr. Nau­mann.

Katholische Gemeinde.

Sonntag den 11. Juni, 3. Sonnta g na ch Pfingsten:

SamStag: Nachmittags um 4/i Uhr und Abends um 8 Uhr Gelegenheit zur hl- Beichte.

Sonntag: Vormittags von 6 Ubr an Gelegenheit zur hl. Beichte; um 6'/, Uhr erste hl. Messe: um 7/i Uhr AuStheilung der 6L Communion; um 81/« Uhr zweite hl. Messe; um 10 Uhr Hochamt mit Predigt; Nachmittags um 2 Uhr Christenlehre; darauf Herz-Jefu-Andacht mit Segen.

Gottesdienst in der Synagoge.

SamStag den 10. Juni:

Vorabend 7" Ubr, Morgen« 8* Uhr, Nachmittag- 4* Uhr, Eabbathausgang 9» Ubr.

(LebenSverficheruug.) Die Allgemeine VersorgungS- Anflalt -« Karlsruhe hat nach dem jüngst ausgegebenen Nechen- fchastsbertcht für 1892 wieder sehr günstige GeschästSergebnisse. Durch einen reinen Zuwachs von 4323 Bersicherungen über 18,511,848 M. stellte sich der Gesammtbestand Ende 1892 auf 71,410 Lebensver­sicherungen über 293,894,804 M. Kapital. Die Sterblichkeit gestaltete sich hervorragend grünsttg, insofern sie um 30% hinter der Erwar­tung zurückblieb. Der Uebcrfchuß erreichte den Betrag von 2,667,941 M. (gegen 2,262,009 M. in 1891) und gestattete: den Versicherten wieder eine Dividende von 4% des DeckungSkapttals zu gewähren und da­neben den KriegsversicherungSfond wieder um 100,000 Mk. und die Reserve um den ansehnlichen Betrag von 652.019 M. zu verstärken. Die zahlreichen Mitglieder der stetig fortschreitenden Karlsruher An­stalt werden diese hervorragend günstigen Ergebnisse mit Befriedigung vernehmen.

Am 11« Juni er», Nachmittags 3 Uhr

Grosse Hindernissrennen zu Frankfurt am Main auf der Rennbahn am Forsthau-.

6 Rennen mit 94 Meldungen, darunter: Großes Hürdenrennen Preis Mark 4000. Große Frankfurter Subfcriptions-Tteeple Chafe Mark 11500.

1. Tribüne Mark 6, Damenkarte Mark 4, 2. Tribüne Mark 1.60, Stehplatz 50 Pfg., Wagenkarten Mark 6. (5113

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nach Reaumur gemesien am 9. Juni, Mittag? zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 16, Luft 20 Grab.

Rübsamen'sche Badeanstalt.

in der ILrfllichen Oberförstern Hungen

5155

Stephan.

Versteigerung.

Dienstag den 13. Juni l. I., von Morgens 8% Uhr an, soll in der Wohnung des verstorbenen Ger-1 Hardt Schön II. dahier dessen j Nachlaß, bestehend in 3 Kühen,1 11 Stück Hühnern, 7 Stück Gänsen, i 2 Wagen, 1 Pflug, 2 Eggen, 1 Futter­

schneidmaschine, 1 Fruchtmühle, I 1 Dreschmaschine mit Göpelwerk, ca., 12 rm Buchenholz, ca. 240 Liter Branntwein verschiedener Sorten,

eine große Parthie kl. Ziegel, Dachfenster, Dachlatten,Zinkkandeln, große Parthie Fenster und Zimmerthüren von mittlerer Größe, Sandsteinplatten, Treppen, mehrere Dielen und Bretter, Oefen, Brenn- und Werkholz.

Abbruch-Versteigerung.

Durch Abbruch des Hofgerichts-Gebäudes, Brand-

District Landheege.

Dienstag den 13. d. Mts., Vormittags 10 Uhr:

6,10 fm Eichen Lohstangen | 4825 Eichen-Lohwellen. Zusammenkunft bei Nr. 1, Weg Gambach-Langgöns.

Hungen, den 7. Juni 1893.

Ziegler-Stege, Oberförster.

Versteigerung

«ontag de« 12. d. Nachmittags 3 Uhr, versteigere ich im Pfandlocal, Seltersweg Nr. 11, gegen Baarzahlung: 2 Pferde, 1 Kuh, Soptas, Commode, Kleiderschränke, Küchenschränke, 1 Regula- teur und 1 noch gut erhalt. Schretbsecretar-

Gießen, den 5. Juni 1893.

5076 Mulch, Pfandmeister.

Arbeitsvergebung.

Die behufs Herstellung der Kirche

zu Langsdorf nöthigen Weißbinder- j arbeiten, veranschlagt zu 216,50 Mk., __________________________________________________

BbSSss Niddaer Herbstmarkt.

liches Angebot vergeben werden. Vor-, Gelegentlich des diesjähren Niddaer Herbstmarktes, welcher mit Ge- anschlag und Bedingungen liegen zur ^^hmigunq Großherzoglichen Ministeriums vom 11. September auf den Einsicht der Interessenten an genannter September verlegt wurde, soll eine

°°i:D7.:SLL^.!Verloosmg von Vieh und land- wirthschaftlichen Geräthen

verbunden mit einer

Prämiirimg von Kalbinnen und Bullen letztere im Alter bis zu zwei Jahren, wovon jedoch Gemeindebullen aus- geschloffen sind, stattfinden. [5189

Bei Ausgabe von 8000 Stück Loosen bestehen die Hauptgewinne in 12 Stück Bieh, welches auf dem Markte angekauft wird.

1 Kleiderschrank, 1 Bett und sonstiges Mobiliargegenstände, Haus-, Küchen-^ und WirthschaftsgeräthschastG meist- platz, kommen blXÄm,6b3um 1893. | Wag den 12. d. Vormittags 9 Uhr, Großh. Ortsgericht Staufenberg, nachstehende Utensilien zur Versteigerung und zwar: 5197

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Ieikgeöolenes.

5190] «rotze Sendung Schellfische, «Mia« und Vackfische treffen heilte zyrettag Nachmittag ein bei EmU Sommerlad, Grünbergerstr. 47.

Loos 50 Pfg. 240 Treffer. Loos 50 Pfg.

Loose find zu haben bei den Herren I. Fischer, C. Grölz, F. Jost, W. Moll, G. Roth, Gg. Susmann und I. Trebes dahier.

Nidda. Das Markt-Comiti.

ML Wchthaus.

Freibank. [5124

Heute und morgen: Ochsenfleisch, nicht labenrein, per Pfd. 45 Pfg.

Von morgen ab: Stiersleisch, nicht ladenrein, per Pfd. 35 Pfg. CondTtorei Kettler.

Täglich frisch in nur bester Qualität Caffee- und Theegebäck, Tor­ten re., sowie Gefrorenes in verschiedenen Sorten bekannter Güte stets vorräthig._________________[4413

6156] «rotze frische Schellfische und Eadltau auf Eis zu bill. Preisen eingetroffen__________im »RedftoS*.

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5192] Di«rmilch bei »art Euler, Hammstraße 5._______________________

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«ein Mittel ist besser, die schmutzige Wäsche nicht nur blendend weiß zu machen, sondern ihr auch eine« an­genehmen Geruch zu ver­leihen alS «iothb Leig- seife znm «ochen der Wäsche Wer die Seife einmal ge­habt hat. namentlich zur «inderwäsche, tauft sie wegen ihrer guten Wirkung und Billigkeit (per Pfund 20 Pfg.), stets wieder und kann nicht oft genug zu einem versuch aufgefordert werde«. Zu habe« in jedem LeifengeschLft und grStzeren Colonialwaaren- Handlungen. [16

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