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Gesammtchor.
Harmonie Giessen.
Liedertafel Marburg.
Herr Langenhagei
Bauer'scher Gesangverein.
Gesammtchor.
Männergesangverein Wetzlar
Bauer'scher Gesangverein.
Gesamotchor.
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Zweites Blatt Mittwoch ocu 8. März
Siebener Anzeiger
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Requiescat.
Erzählung von G. von Berlepsch.
(2. Fortsetzung.)
Bevor sie trit dem Tobten Heimkommen, weiß es das ganze Dorf schon, daß der Christel Martin abgestürzt ist, denn das Ziegenglöckel läutet fort und fort. Es war das Erste, woran die Loisl dachte, Jemand zum Pfarrer zu schicken, als sie es erfuhr.
Während sie ihn in die Stube tragen und vorläufig, bis der Doctor kommt, auf die Ofenbank legen, berichtet der Knecht draußen, wie sie ihn gefundene zuerst den Hut und hundert Schritt weiter oberhalb den Martin selber, „wie schlafender", das Gesicht gegen den Boden gekehrt. Der Hut I)ct mit auf dem Wägelchen gelegen. Die Magd griff zuerst danach, als die Unglücksfuhre kam und hing ihn an seinen gewohnten Platz, als möcht ihn der Bauer gleich wieder brauchen.
Die Stube füllt sich mit Leuten; sie wollen den Martin sehen und lösen die Tücher auseinander — noch ein Büschel frisches Gras hat er in der geschlossenen Faust.
Da kommt der Doctor und treibt sie bis auf den Krämer und den Gensdarm alle hinaus. Er zieht die Vorhänge an den niedrigen Fensterchen zu und schließt sogar die Hausthnr.
Jetzt geht es an ein Hin und Her zwischen des Christel« Martin und des Krämers Haus. Alle Ehren soll der Todte haben. Der Krämer will es zeigen, daß er nicht nur aufs Erben aus ist. Heute wollte er Getreid einführen — morgen ist Maria Himmelfahrt — aber das bleibt nun draußen, weil es hier viel Laufereien giebt, bis „Alles beisamm" ist.
Sobald der Doctor seine Anordnungen getroffen und den Todtenschein geschrieben hat, kommt die Krämerin schon mit Cruzifix, Leuchtern, Kerzen und weißen Blumen — als hätte sie all diese Sachen so im Vorrath. Sie wirthschaftet
Keines daheim, das nicht muß. Weiber und Kinder haben riesige Blumensträuße zum Weihen mit, um sie als Wetterschutz dann unterm Dach aufzuhängen. Das Mannsvolk, alt und jung, trägt seinen Nelkenbuschen auf dem Hut. Es ist, als wäre alles, was blüht, der Gottesmutter zu Ehren heute gepflückt worden. So zieht, was gehen und beten kann, jetzt mit der Prozession über die Felder, dieweil das Dorf wie schlafend im Sonnenschein liegt.
Des Martins Hüterin ist allein im Haus. Sie hat brav in ihrem Betbüchel gelesen,- jetzt legt sie es aufs Fenste^ brett und geht ein wenig hinaus vor die Hausthür, um nach dem Umgang zu schauen,- gerade sieht sie über das Gärtlein weg, wo die Sonnenblumen mannshoch stehen, den rothseidenen Himmel mit dem Herrn Pfarrer d'runter- die Mutter Gottes schwankt, von vier Jungfrauen getragen, vor ihm her, und dazu schmettert der Marsch lustig herüber, den sie blasen. Die Alte legt unterm Hut noch die Hand über die Augen, um besser zu sehen, — wohl fein ists, wenn es so recht tönt und glänzt, und unsere liebe Frau schaut auf alles so freundlich herunter! , . ,, . .
Wie sie in dem Anblick ganz versunken und geblendet steht, hört sie sich anrufen in der Stille. Fast meinte sie, es komme von drinnen und erschrak. Die dünne Stimme gehört aber einem Weiblein, das sie wohl kennt, der alten Moidl, der Näherin. Kommt die gar den weiten Weg daher. Und jetzt zur Kirchzeit.
„Magst wohl eini?"
„Freilich, drum bin ich da." ,
Und sie gehen durch den dämmerigen Gang in die Stube, wo der Kuckuck just die Stunde ruft. Der ganze Raum ist voll Licht, trotz der zugezogenen Vorhängchen, hinter denen die Zweige des Birnspaliers ihr Schattenspiel treiben. Rechts und links vom Sarg stehen etliche Geranium« stücke mit ihren rothen Blüthen - die brennen förmlich in der gedämpften Helle.
(Schluß folgt.)
herum, faßte überall an und die Magd sagt nur etwas I dazu, wenn sie gefragt wird- sie weiß, jetzt hat diese da zu befehlen.
Bis Abend ist schon alles in Ordnung, die Stube sauber ausgefegt, der bereits geschlossene Sarg weiß zugedeckt und aufgeschmückt mit Heiligenbildern, Blumen und Kreuz. Und die Todtenhüterin Agnes sitzt, den Rosenkranz um die Hand gewickelt, auch schon da, in ihrem schwarzen Gewand, mit den Bauschärmeln und dem breitrandigen Hut über den altersmüden Augen. Bei Jedem, der hereintritt, steht sie auf und wartet, bis er sein Gebet gethan- dann beim Gehen spricht sie: „Ich sag Dank, daß Du den Christel-Martin noch einmal heimg'sucht hast. Dergelt's Gott -'tausendmal in Himmel ausfi!"
Mit einbrechender Dunkelheit kommen ganze Haushaltungen mit Kind, Knecht und Magd, um laut zu beten. Die Lichter werden angezündet- eine Gruppe löst die andere ab, bis in die Nacht. Manchmal treffen so viele zusammen, daß die Stube übervoll ist.
Auch der Gaißer-Hansl ist dabei, ganz an der Thür, im Dunkeln hinter den Männern, die alle baarhaupt dastehen, die ernsten Gesicher vom kurzen Licht schwach beleuchtet. Er hält das Hütel in Händen und betet laut mit. Sein Horn hängt ihm an der Seite- er hat nicht hineingeblasen, als er heute des Martin Ziegen vollzählig heimbrachte.
♦ * *
Die ganze Luft voll Klang und Schall der Himmelskönigin zu Ehren! Drüben im Steinbruch krachen die Böllerschüsse und die Berge werfen sich donnernd vier-, fünffach das Echo zu. Alle Glocken der Pfarrkirche läuten, auch die zwei droben im Schloß fallen mit ihren Stimmen ein, — die kleine Annerl und einer ihrer Brüder ziehen an den Seilen, daß ihnen die Backen glühen, und dabei schauen sie durch die Mauerluken hinab auf die Wiesen, wo eben in Glanz und Gefunkel die Prozession zieht mit wehenden Fahnen, Musik und kranzelgeschmückten Mädchen. Ja, großer Frauentag. Und so ein Wetter dazu. Da bleibt in der fernsten Hütte
Verdingung
Zur Anlage einer Alotzlandestelle im Kafleler Loch soll die Lieferung von rd. 6 Cbm Basaltlava zu Treppentritten und Wangen öffentlich vergeben werden.
Bedingungen und Zeichnungen liegen in unseren Diensträumen zur Einsicht offen und können erstere gegen Einsendung oen 0,80 Mk. von uns bezogen werden.
Angebote sind verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum Eroffnungstermin: Samstag den 18. März, Bormittags 10 Uhr, bei uns eänzureichen.
Zuschlagssrift 3 Wochen.
Mainz, den 3. März 1893.
Großh. Waffcrbauamt Mainz.
I. E.: Schmitt. 2110
Vergebung
jur Versteigerung.
»der 8) 60 rni Buchen-Scheitholz, oder A Bau-, Werk- u. Nutzholz.
51 Eichenstämme von 20—52 cm
38
340
B. Brennholz.
2042
Bornemann.
46
16.
Buche Birke Eiche Nadel
Stock rm 42
Samstag den 11. März 1898, Vormittags 117« Uhr, sollen die folgenden Lieferungen für 1893/94 abermals vergeben werden:
Ungefähr: 1) 1600 kg Schweinefleisch, 2) 75 kg roh. Speck, 3) 200 kg geräuch. Lpeck, 4) 1800 kg Schweineschmalz (auS- fldafb deutsches), 5) 100 kg Butler, 6) 2500 Eier, 7) 60 rm Buchen-Prügelholz,
Die Zusammenkunft ist jedesmal aus dem Vicinalwege Albach—Hattenrod am Eingang des Waldes, und zwar kommt am ersten Tage das Brennholz, am zweiten Tage das Bau- und Werk- Holz zur Versteigerung.
Albach, am 5. März 1893.
Großh. Bürgermeisterei Albach.
Balser. [2105
Durchmesser, 5—12 m Länge, enthaltend 30,27 fm, Fichtenstämme von 14—28 cm Durchmesser, 10—21 m Länge, enthaltend 12,38 fm, Fichtenderbstangen oon 8—12 cm Durchmesser, 10—15 m Länge, enthaltend 22,71 fm.
Holz-Versteigerung
im Aibscher Gemcindewald
Donnerstag den S und Freitag den IO. d. M., Vormittags 9 Uhr anfangend, kommen in dem hiesigen Gemeindewald District Kreuzholz folgende Holzsortimente
9) 60 rm Tannen-Scheitholz, 10) 100 m S-Usenet (grau und schwarz) 11) 300 m Strohsackleinen, sog. Segeltuch, 12) 100 m Baumwolltuch, 13) 600 m Boy und 14) 14000 Ltr. Petroleum (amerikanisches).
Die Gegenstände unter Ord -Nr. 1—3 und 5 und 6 werden zusammen vergeben und sind von denjenigen unter Ord -Nr. 10 bis 13 Muster vorzulegen-
Die Bedingungen liegen in der Geschäftsstube der unterzeichneten Behörde am 6., 7. und 8 l. Mts, Vormittags zwischen 11 und 12 Uhr und Nachmittags zwischen 3 und 4 Uhr zur Einsicht offen; auch können Abschriften derselben gegen Einsendung von 60 H bezogen werden.
Die Angebote sind kostenfrei und versehen mit der Aufschrift: „Angebot betr- Fleischlieferung u. s w " einzureichen und bleiben diejenigen unberücksichtigt, welche diesen Bedingungen nicht entsprechen-
Marienschloß, den 3. März 1893.
Großberzogliche
Direction des Landeszuchthauses.
Mittwoch den 22. März,
Nachmittags 2</, Uhr,
soll auf dem hiesigen Ortsgericht die der Philipp Sreiling Wittwe (GambrinuS) gehörige ideelle Halste an nachbezeichneter Hoftaithe:
Flur I Nr. 106287/ioo — 475 Meter hinter dem Stockhause
öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 7. Februar 1893.
Großh- Ortsgericht Gießen.
I. A.: Bogt. 1190
Scheit
Knüppel
Reisig
rm
rm
Wellen
112
70
1600
44
16
—
24
58
1500
—
2
550
Air verkaufen
1 Sopha, 1 Schrank, 1 Tisch, einige Stühle und 1 Spiegel. [2072 Frankfurterstraße 69, 2. St.
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Blitzableiteranlagen
und Prüfungen.
1802] Meiner w- Kundschaft, Behörden und Privaten zur pefl. Nachricht, daß mit dem Prüfe« der Anlagen begonnen habe. Dasselbe geschieht mit neuestem Apparat, Widerstandsmesser und Controlbuch, wonach jeder Laie im Stande ist, sich selbst von der Güte seiner Leitung zu überzeugen — Mache hauptsächlich aus ältere Eisenleitungen aufmerksam-
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Holz-Versteigerung.
Donnerstag den 9. März, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Grüninger Gemeinde- und Markwald folgendes Holz versteigert werden:
5 fm Eichen-Stämme bis zu 56 em Durchmesser,
4 „ Kiefern - Schnittholz bis zu 40 cm Durchmesser,
34 „ Kiefern- u. FichtenBauholz,
11 „ Kiefern- und Fichten - Derbstangen,
12 „ Kiefern-Grubenholz,
24 rm Nadel-Nutzknüppel, 3 IN lg.,
100 „ Buchen-Scheitholz,
50 „ Buchen- und Nadelknüppel, 100 „ Buchen- und Nadelstöcke.
Der Anfang ist am Fußpfad von Grüningen nach Garbenteich. Das Bauholz kommt zuerst zur Versteigerung.
Grüningen, 6. März 1893.
Großh. Bürgermeisterei Grüningen.-
Gilbert. 2148
Im Gemeindewald Ettingshausen kommen zur Versteigerung:
36 Stück Fichtenstämme 11,74 fm,
443 „ Fichtenderbstangen 33 fm, zu Sparren geeignet,
14800 Stück Fichtenreisstangen 117km, zu Spalier- und Bohnenstangen geeignet,
20 Stück Buchenstämme 15 fm von 35—55 cm Durchmesser, 6 m Länge.
83 rm Buchen-Scheitholz,
40 „ „ -Knüppel,
34 „ „ -Stöcke,
864 „ „ -Durchforstungsrerser,
154 ,, ,, -Astreisig,
200 „ Nadel-Stöcke, t2107 1000 „ „ -Astreisig,
Freitag den 10. und Samstag den 11. März. Bemerkt wird, daß >as Bau- und Stangenholz am ersten Tag — der Anfang ist auf der Kreisstraße von Ettingshausen nach Oberbessingen an der Grenze —, Buchen- Stämme und Brennholz am zweiten Tag — der Anfang ist auf Gabriels Zimmerplatz — jedes nach 9 Uhr Vor- mittags zur Versteigerung kommt. | Ettingshausen, am 5. März 1893.
Görnert, Bürgermeister.
Holzversteigerung.
Freitag den 10. März l. I., Vormittags 9 Uhr anfangend, soll im Leihgesterner Gemeindewald nachverzeichnetes Holz versteigert werden:
30 rm Eichen-Scheit,
282 „ Eichen-Knüppel, unter welchen 52 rm von 2 und 3 m Sänge,
3970 Eichen-Wellen,
120 rm Eichen-Stöcke,
29 Eichen-Stämme von 20—35 cm Durchmesser, bis 8 m Länge — 9,25 fm.
Zusammenkunft Vormittags 9 Uhr am Schindanger.
Leihgestern, 6. März 1893.
Großh. Bürgermeisterei Leihgestern. ____________Heß.________2153
Abbruch- 1
Versteigerung.
Mittwoch den 8. März, Vormittags 10 Uhr, wird eine Parthie gut erhaltener Fenster , Thüren, Dachziegeln, Brennholz u.s.w. gegen Baarzahlung öffentlich meistbietend Sonnenstraste 20 versteigert.
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