rem.
ir SMtetas. ds 7y2 Uhr präcis, i.
hlten.
jene B^ornaon.
E*unke.
ailleron.
it Challier (Rudolphe
L. Parquet Mk. 3.50, . GallerieMk. 1—.
1069
‘Öffnung einn
lUt -heselbei
'er Ar, ♦tote ®to«e und Bruch
LAul-gr?;
* Repuraturc«
1“ «eilte Nie
I Solms, [5°T
*er und Installateur,
m 1. SW rofrb fn btt »froheim (fr- H^btrg) äfttfc Dacant. @töh1<n9 unb pract. Ausbildung
«6) to*
, Dlelbuneinnl"1”1*“ [iia
um5ä6ß ,6itt<* US S&SSS
yW"««
d«-
Zuweilen d b.JBL,
Lt ba^KDWinnS »Ä-** ;«Äw «** * '.V^iSi^S sgS;£> »6"-£?X
bete*}-—.—
'llligsbank.
ilteften und größten pstehlt sich zur Per- et sich zu jeder ge- ß
^obet^vafo Äll.
em Zuverlässiges lUbted Hausmädchen Kürz. luti Prof. Lpengc!, tanloflc 38,11___
1893
Dienstag den 7. Februar
Rr. 32. Zweite« Blatt
Amts- unb Anzeigeblatt für den Ureis Gietzen.
=
chratisöeikage: Hießener Aamikienötätter
Feuilleton
Lllr ItmoecauBureauF des Fu- und lullenbe« nehm« lejcigew fflr bnt .Gießener «»»eiger" mtgrgm.
gesellenleben noch nie so verwkrflich vorgekommen, wie an diesem Herbstabend. Die Wirthin sann hin und her. Sie war sich keiner Schuld bewußt, durch welche sich das ungewöhnliche Verhalten ihres sonst so höflichen und offenen Zimmerherrn erklären ließ. Da sie von Liebe und Verliebt- sem seit dem vierzigsten Jahre ihres jungfräulichen Daseins grundsätzlich nichts mehr wissen wollte, so kam sie auf den Gedanken, den Herrn Doctor müsse irgend etwas auf dem Gewissen drücken.
Am folgenden Abend war Dr. Rothfeder womöglich noch zerstreuter und wortkarger. Es war auch kein Wunder. In der Nacht hatte er von der hübschen Verkäuferin geträumt, wie sie auf einer großen Leiter vor ihm immer höher kletterte und alle feine Bitten, ihm doch wenigstens ihren Namen zu nennen, mit der grausamen Aufforderung zurückwies, erst daS Geheimniß der Columbus-Jubiläums-Hosenträger zu ergründen. Den Morgen über hatte er in der Schule während der Schluß« Prüfungen, die an diesem Tage stattfanden, unablässig an die junge Dame denken müssen und in Folge dessen eine Unaufmerksamkeit an den Tag gelegt, welche dje seiner faulsten Schüler in den Schatten stellte und von dem Herrn Schulrath mißliebig bemerkt wurde. Sein verstörtes und aufgeregtes Wesen mußte der neugierigen Frau Wirthin auffallen. Auf ihre lebhafte Erzählung von einem Einbrüche, der in der vergangenen Nacht bei einer im Nebenhause wohnenden alten Gehnmeraths-Wittwe verübt worden war, hatte er nur ganz kopslose und verwirrte Antworten. Schließ« lich faßte er sich ein Herz und fragte die aufs Höchste erstaunte Frau, ob sie in dem und dem Lnden eine sehr hübsche Ver-- Käuferin kenne. Leider wußte die Wirthin, die sonst daS lebendige Adreßbuch vorstellte, nur den Rufnamen der Unvergleichlichen : Gretchen. An ihre ziemlich knappe Auskunft schloß sie eine Menge sondirender Bemerkungen, welche den Doctor nur noch mehr verwirrten und zu überaus ungeschickten Fragen veranlaßten, z. B. ob die junge Dame redlichen GemÜthes sei. Die Antwort der Wirthin, sie glaube nicht, daß das Mädchen schon etwas gestohlen habe, ließ ihn vor Zorn heftig erröthen. Die Wirthin dachte nach und kam auf ganz seltsame Gedanken, in welchen sie durch die LectÜre eines spannenden Criminalromans, frisch aus der Leihbibliothek, noch bestärkt wurde.
(Fortsetzung folgt.)
vierteljähriger AAo»«eme«tspret» i 2 Mark 20 Pfg. c* vringerlohn.
Durch die Post btjoge 2 Mark 50 W
Rtbadion, fcptbitiee unb Druckerei:
yt.le Fernsprecher 61.
Der •Ufaur Jb*|dg« erscheint täglich, ett Ausnahme des Montag».
Die Gießener
waten dem Anzeig-r wöchentlich dreimal Ltifldegi.
Die Verkäuferin, an welche Herr Dr. Rothfeder sich | gewandt hatte, eilte sogleich, das Gewünschte herbeizuholen. Dabei bemerkte er, daß die junge Dame ungemein hübsch gewachsen war, was zu ihrer ihm sehr angenehm klingenden Stimme vorzüglich paßte. Theüs um von dieser Stimme noch mehr zu hören, theils weil ihm die Constructton der Wunder-Hosenträger wirklich ein vollkommenes Räthsel war, bat er sie etwas verlegen um eine mündliche Gebrauchs Anweisung. Sie begann diese auch ohne Ziererei zu ertheilen. Dabei mußte sich aber der kurzsichtige Philologe so tief über daS Verkaufsobject — und über die hübsche weiße Hand, die es hielt — beugen, daß die junge Dame vorschlug, Licht an- zuzünden. Dabei hielt er jhr das Leiterchen, und als nun das Gas zischend aufblmftt; sah er gerade vor sich ihr Gesichtchen, welches ihm das lieblichste Mädchengesicht schien, das er je gesehen hatte.
Unter solchen Umständen ist es erklärlich, daß der Herr Doctor von der Gebrauchs-Anweisung nur äußerst wenig behielt. Diese Versäumniß rächte sich alsbald bitter. Denn als er, zu Hause angelangt, sogleich Rock und Weste ab- geworfen und sich anschickte, die sorgsam und zierlich zusammengelegten Hosenträger in ihren Dienst einzusühren, gerieth er nur immer tiefer in ein Gewirr von Riemen, Riemchen, Schnallen, Oesen und Klammern, aus welchem sich viel eher der gordische Knoten als ein Paar Hosenträger machen ließ. Er wurde zornig und zerrte bald hier, bald da; dadurch wurde das Ding nur noch schlimmer. Zuletzt verfiel er in eine solche Wuth, daß er den ganzen Knäuel zum Fenster hinaus in den Garten warf, mit einem Kernfluche, dessen die hübsche junge Verkäuferin einen so gebildet und höflich auftretenden Herrn gewiß nicht für fähig gehalten hätte.
Mit dem freiwilligen Opfer der „nichtsnutzigen Bandage" hatte sich der Zorn des Doctors wieder etwas besänftigt. Auf einem Abendspaziergang durch die halb entblätterten Gänge des Stadtgartens vergaß er die Dinger alsbald ganz, dafür aber ärgerte er sich über die Maßen, der jungen Dame weder feinen Namen genannt zu haben, noch den ihrigen zu wissen, auch war es ihm unerfindlich, wie er den letzteren erfahren sollte, da er sich vor Erkundigungen bei spottsüchtigen verheirateten Collegen fast eben so sehr scheute, wie vor solchen bei seiner neugierigen Frau Wirthin. Er blieb den ganzen Abend in einer zerstreuten und einsilbigen Stimmung, was natürlich der Wirthin lebhaft ausfiel. Jedenfalls hatte ihm der Thee mit Aufschnitt in seiner einschichtigen Wohnung noch nie so reizlos geschmeckt unb war ihm überhaupt das Jung-
Gießener Anzeiger
Seneral-Unzeiger.
-^,'■1 ■ — - .. ..
leeelmt eoe «a,eigen |u der Nachmittag, für ba , kg enden tag -rscheinenden Nummer bis Bem. 10 lU?t-
Die wunderbaren Hosenträger.
Novellette von Eethegus.
(Nachdruck verboten.)
Es läßt sich gar nicht sagen, von welch sicherer Wirkung eme Anzeige in der Zeitung ist, wenn sie nur oft genug . wiederholt wird. So eine Anzeige, die der Leser jeden ! zweiten ober brüten Tag an berselben Stelle in seinem Leib- | blatte finbet, wirkt zuletzt wie ber berühmte stete Tropfen, I ber einen Stein aushöhlt, ober, um einen weniger poetischen I Vergleich zu gebrauchen, wie ein bestänbiges Kitzeln an einer bestimmten Körperstelle — schließlich fährt man mit ber Hanb hin, man mag wollen ober nicht.
So erging es bem Herrn Gymnasial-Oberlehrer Dr. Frieb- rich Rothfeder mit der Anzeige der „unübertrefflichen amerikanischen Patent-Columbus-Jubiläums-Hosenträger". Als er diese wunderbaren Hosenträger zum ersten Male in ber Zeitung angezeigt- fanb, ble er jeben Mittag im Gasthause zum Nachtisch geistig zu genießen pflegte, las er einfach darüber weg, unb so noch einige Male. Dann fing er an, sich über ben Mißbrauch bes Namens Columbus, wie er eS nannte, zu ärgern. Durch ben Aerger wuchs sein Interesse so weit, baß er beim achten Male bie Beschreibung ber wunderbaren Hosenträger und ihrer hygienischen Vortheile laS. Er lachte darüber. Aber beim zwölften Male konnte er nicht umhin, über die Stelle in der Anzeige: „Jeder Herr von Geschmack trägt nur diese," nachzudenken, und fand, daß seine altfränkischen deutschen Hosenträger wirklich sehr altfränkisch feien; und nachdem er die Anzeige zum fünfzehnten Male gelesen, ging er Nachmittags von ber Schule nicht sogleich nach Hause, sonbern in einen Kurzwaarenlaben unb verlangte mit etwas wegwerfender Betonung ein Paar Colum- bus-Judiläums Hosenträger.
Der Herr Gymnasial Oberlehrer galt in gewissen Kreisen als ein wenig pedantisch und ungeschickt, und in der That hatte Beruf und hartnäckiges Junggefellenthum fein Wesen etwas ernst und würdevoll gestaltet. Es stand ihm aber gar nicht schlecht. Im Ganzen war er eine stattliche, echt männliche Erscheinung mit hübschen, offenen Zügen; Kleidung unb Ausdrucksweife verriethen einen Mann von guten Verhältnissen und gediegener Herkunft, unb wie er fo im Dämmer dcS frühen Herbstabends vor dem Ladentische stand, machte er einen entschieden soliden Eindruck.
Holzversteigerung.
Donnerstag den 9. Februar 1893, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Lang-Gönser Gemeinbewald „Haibe" nachverzeichnetes Holz versteigert werden:
2 Eichenstamme mit 1,08 fm, 110 Kiefernstämme von 20—35 cm
Durchmesser, unb 6—14 m Länge mit 64,34 fm,
70 Fichtenstämme von 13—25 cm Durchmesser unb 8—14 m Länge mit 21 fm,
67 Fichtenderbstangen mit 4,51 fm, 91 rm 2,5 und 3 m lange Nabelknüppel.
Die Zusammenkunft ist im District Gaubersloch am Eingang in den Wald.
Lang-Göns, 3. Februar 1893. Großh. Bürgermeisterei Lang-GönS.
Brückel. 1088
Jagdverpachtung.
Freitag den 10. Februar 1. I., Vormittags 10 Uhr, soll die der Gemeinde Harbach zustehende Feld- und Waldjagd auf dem Bureau der unterzeichneten Bürgermeisterei unter ben vor ber Verpachtung bekannt gemacht werbenden Bedingungen auf weitere sechs Jahre verpachtet werden.
Harbach, den 28. Januar 1893.
Großh. Bürgermeisterei Harbach.
Münch. 939
Holz-Versteigerung.!
Mittwoch den 8. Februar l. I.,
Vormittags 9 Uhr, soll im Leihgesterner Gemeindewald nachverzeichnetes Holz versteigert werden:
33 Nadelstämme, 3—10 m lang, 7 fm,
40 rm Eichen-Scheitholz,
36 „ Nadel- „
164 „ Eichen-Knüppel, 13 „ Hainbuche-Knüppel, 80 „ Nadel - Knüppel, unter
welchen 24 rm von 3 m Länge, 51 rm Eichen-Stöcke, 24 „ Nadel- „
2250 Eichen-Wellen, 1810 Nadel- „
Zusammenkunft in der Abtheilung Lache.
Leihgestern, am 3. Februar 1893. Großh. Bürgermeisterei Leihgestern. ___Heß._______RIO Holz-Versteigerung« Freitag den IO. Februar l. I.,
Vormittags von 9 Uhr an, sollen im Gemeindewald zu Reiskirchen , District Walbersberg, ver- ■ steigert werden: 135 Eichenstämme von 5—11 m lang, 15—32 cm Durchmesser, 38,71 fm haltend, 223 Nadelstämme von 8—16 m lang, 15—36 cm Durchmesser, 143,76 fm haltend, i
2 Buchenstämme, 1,94 fm haltend, 7 Eichen-Derbstangen, 0,37 fm haltend.
Montag den 13. d. Mts.:
109 rm Buchen-Scheitholz,
6 „ Eichen- „
14 „ Buchen-Knüppel,
108 „ Eichen- „
168 „ Nadel-
20 „ Buchen-Stöcke,
29 „ Eichen- „
50 „ Nadel- „
17,50 rm Buchen-Reiserwellen,
16,50 „ Eichen- „
25,50 „ Nadel- „
Die Zusammenkunft ist jedesmal
des Morgens von 9 Uhr an am
Bersröder Weg beim Eingang in den Wald.
Reiskirchen, den 3. Februar 1893. Großh. Bürgermeisterei Reiskirchen.
Wagner. 1097
Versteigerungs-Anzeige.
Die Gemeinde Lich beabsichtigt, Mittwoch den 8. Februar l. I., Mittags 1 Uhr, einen dienstuntauglich gewordenen Faselochsen öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung im Hofe des hiesigen Ochsenstalls zu verkaufen unb werden Lusttragende hierzu eingeladen.
Lich, am 3. Februar 1893.
Großh. Bürgermeisterei Lich.
Walz. 1089
Holzversteigerung im Steinbacher Gemeindewald Freitag den IO. Februar, von Morgens 9 Uhr an, soll im Steinbacher Gemeindewald, District Ameisekopf und Heegheck, nachverzeichnetes Holz versteigert werden:
550 Kiefern- und Fichtenstämme von 15—33 cm Durchmesser und 6—16 m Länge, 215 fm Inhalt.
Der Anfang ist Morgens um die bestimmte Stunde im Ameisekopf an der Gießener Grenze.
Steinbach, am 1. Februar 1893. Großh. Bürgermeisterei Steinbach. _________Krämer.______1096
Jagdverpachtung.
Donnerstag den 9. Februar l. I., Vormittags 10 Uhr, soll die der Gemeinde Bersrod zustehende Feld- und Waldjagd, enthaltend 1715,4 Gr. Hess. Morgen, auf dem Bureau des Unterzeichneten öffentlich meistbietend auf weitere sechs Jahre verpachtet werden.
Bemerkt wird, daß das Jagdgebiet ein günstiges ist und an die Ge- markungsgrenze ber Bahnstation Reiskirchen anfchließt.
Bersrod, 3. Februar 1893.
Großh. Bürgermeisterei Bersrod.
Bücher. 1099
Holz -Versteigerung
im Gemeinbewald Hausen.
Freitag den 10. d. M.,
Vormittags 10 Uhr anfangend, soll im District Bruch und BeckerS- roalb folgendes Holz versteigert werden:
12 Eichenstämme mit 3,20 fm,
137 Nadelstämme mit 61,85 fm, von 12—34 cm Durchmesser und von 10—20 m Länge,
7 Nadel-Derbstangen mit 0,75 fm,
15 rm Eichen-Knüppel,
150 Eichen-Wellen,
6,8 rm Eichen-Stöcke,
92 „ Nadel-Knüppel,
1130 Nadel-Wellen,
29,2 rm Nadel-Stöcke.
Das Brennholz kommt zuerst zur Versteigerung um 10 Uhr, das Bau- und Nutzholz von Nachmittags 1 Uhr an zum Ausgebot.
Zusammenkunft im District Bruch beim Wegweiser an der Staatsstraße.
Hausen, den 3. Februar 1893.
Großh. Bürgermeisterei Hausen.
Schmandt. 1095
925] Zehn Waggon fertige
Eichenpark etfriese
11. «lasse, 22 mm stark, in diverse« Dimensionen, werden waggonweise billigst abgegeben.
Georg Wrede & Co.,
Parketfabrik, Regensburg. [92>


