Ausgabe 
6.8.1893 Erstes Blatt
 
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r Industrie Nutzen ihen des Landes. r den derzeitigen i Großherzogthuni , n9a und 120 rn Regierungsralh rend Herr Lehrer schichte der W -elschul-Com-niM bwHtaWota» Mkbli-r-» 1» I

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dritte Bataillon des 87. Regiments den 1. October nach Hanau verlegt werden. Dagegen kommen die neu zu formirenden Bataillone des Regiments Nr. 117 und 118 nach Kastel, dessen Außenforts nach einer neueren Mittheilung wesentlich verrückt werden sollen und zwar in der Art, daß in Kastel selbst eine größere Bauerleichterung eintreten kann. Neuerdings bürgert sich hier bei Strafprozessen ein ganz eigenthümlicheS Bertheidigungsmittel ein, nämlich bei Anklagen, die zweifellos zu Berurtheilungen führen würden, tretten in vielen Fällen die Bertheidiger jetzt fast immer mit Anträgen auf, die Angeklagten auf ihren Geistes­zustand prüfen zu lassen, beziehungsweise dieselben als unzurechnungsfähig zu erklären. Innerhalb nicht sehr langer Zeit hat dieses Bertheidigungssystem hier den Erfolg gehabt, daß zwei Angeklagte freigesprochen wurden, wovon der eine, ein mehrfacher Millionär, nach seinem eignen Ge- ständniß einen wissentlichen Meineid geleistet hatte. Mit einem ganz ähnlichen Fall hat sich das nächste Schwurgericht hier zu befassen, vor welchem der gleichfalls als Millionär geltende Weinhändler Arens von hier wegen Betrugs und Meineids als Angeklagter erscheinen wird und dessen Ver- theidiger jetzt die Frage der Zurechnungsfähigkeit in den Vordergrund gestellt hat. Der großen Masse des Volkes will ein derartiges Bertheidigungsmittel durchaus nicht ein- leuchten.

Mainz, 4. August. Verflossene Nacht ist ein hier unterhalb der Straßenbrücke im freien Strom vor Anker liegendes großes hölzernes Schleppschiff, dem Schiffer Wagner von Rheindürkheim gehörend, gesunken. Das Wasser drang so rasch in das zum größten Theil mit Back­steinen befrachtete Schiff, daß die im tiefen Schlaf liegende Mannschaft nur mit knapper Noth das nackte Leben retten konnte. Schiff und Ladung sind versichert.

Oppenheim, 3. August. Das reisende Publikum ist ver­schiedener Ansicht über den besten Platz zur Auf­bewahrung seiner Fahrkarte. Einer steckt die Karte in die Billettasche, der Zweite in die Westentasche, der Dritte ins Portemonnaie, der Ausflügler an den Hut und der Soldat zwischen die Pattenknöpfe. Mancher steckt die Karte so gut weg, daß er sie im Augenblick des Gebrauches über­haupt nicht findet. Das practischste Depot zum Ntederlegen ihrer Karten haben jedenfalls die Marktfrauen von Gimbs­heim, welche Mittwochs und Samstags auf dem hiesigen Markte ihre Maaren feilbieten. Der Fremde wird erstaunt sehen, wie Frauen im Wartesaale ihre Röcke etwas heben, das Bein betasten und plötzlich mit zwei Fingern hinter das Strumpfband fahren, um das Fahrbillet hervorzuholen. Das originelle, aus Menschenhaut und Baumwolle zusammen­gesetzte Portemonnaie geht niemals verloren, es müßte denn daS ganze Bein verloren gehen.

Nierstein, 2. August. Als ein Dachdeckergeselle am vorigen Sonntag zu seinem Arbeitgeber kam, um mit dem­selben zu rechnen, entspann sich zwischen Beiden Wort­wechsel und als der Geselle auf seiner nach des Meisters Meinung etwas hohen Rechnung beharrte, holte dieser aus der Küche den Kartoffelstößer und bearbeitete derart seinen Gesellen, daß sich derselbe in ärztliche Behandlung begeben mußte.

* Wetzlar, 4. August. In Betreff der Wieder­erlangung einer Garnison ist von Seiten unterer Stadtverwaltung ein Bittgesuch an den Kaiser gerichtet worden. Die Stadt Wetzlar erbietet sich u. A., das im Jahre 1863 mit einem Kostenaufwand von 45 OOO Mk. von der Stadt für das Rhein. Jäger-Bataillon erbaute Wacht- gebäude unentgeltlich herzugeben, auch sonst zu Opfern bereit zu fein, und, wenn es verlangt würde, einen Bauplatz für eine neue Kaserne herzugeben.

* Soest, 3. August. In dem benachbarten Orte Ardey war auf einem Hofe keine Laterne vorhanden, so daß die Dienstboten mit offenen Lampen in die Ställe gingen. Ein Knecht kaufte fchließlich von dem der Dienstherrschaft ge­hörenden Gelde eine Laterne, die Herrschaft billigte solches jedoch nicht und zog dem Knecht den Betrag vom Lohn ab. Der Knecht nahm die Laterne an sich und betrachtete sie als fein Eigenthum. Die Dienstherrschaft empfing bald nachher ihren Lohn für ihre Sparsamkeit, eine Magd hing die offene Lampe im Stalle so auf, daß die Flamme einen Strohhalm erfaßte, in Folge dessen der ganze Hof abbrannte. Die Magd stand jetzt vor der Strafkammer in Dortmund wegen fahrlässiger Brandstiftung. Das Mädchen wurde je­doch sreigesprochen, da nicht dieses, sondern die Dienstherr­schaft fahrlässig gehandelt habe.

* ®etlin, 3. August. Bei den diesjährigen Manövern werden die Radfahrer eine Rolle spielen. Nicht nur haben sich zwei Radfahrer zur Uebernahme des Stafettendienstes freiwillig bei einem hiesigen Garderegiment gemeldet, sondern der als Kunstsahrer bekannte Maschinenfabrikant Robert Quosdorf, Louisenstraße 5, ifr vom 28. August bis zum 17. September nach Wittenberg zum 20. Infanterieregiment durch bte Militärbehörde als Radfahrer einberufen worden. Er bezieht als solcher die Competenzen eines Sekondelieutenants und für seine Maschine 25 Mark. Er wird mit Schuhen,

Drillichhose, Waffenrock und Mütze bekleidet und kann nach Art der Fahrer die Strümpfe über die Knie hinauf tragen. Soldatengepäck führt er nicht mit sich und wird dem Stabs­quartier zugesellt. Weitere Einberufungen von Radfahrern finden, soweit bis jetzt bekannt, bei der 12. Jnfanteriebrigade des 3. Armeecorps statt. Zum Taubenwcttflug Berlin-Wien wird mitgetheilt, daß heute Morgen um 7 Uhr 40 Minuten die erste Taube in dem Schlage des -Bleichröder'schen Maschinisten Schmidt angelangt ist. Ihre

Condition" ließ Alles zu wünschen übrig; die Taube ist völlig ermattet und sitzt ganz theilnahmlos mit geschlossenen

Augen da. Dies bestätigt die Ansicht, daß die Berliner Tauben

verschlagen worden sind. Im städtischen Obdach befanden sich am 1. Juli d. I. 76 Familien mit 243 Personen, darunter 21 Säuglinge. Am 1. August war der Bestand 68 Familien mit 239 Personen, darunter 19 Säuglinge. Das Asyl für nächtliche Obdachlose daselbst benutzten im Laufe des Monats Juli 12,819 Personen, und zwar 11,983 Männer, 836 Frauen. Don diesen Personen wurden 16 dem Kranken­hause Friedrichsdain, 55 dem Krankenhause Moabit und 22 der Charite überwiesen, 315 (302 Männer, 13 Frauen) der Polizei vorgeführt.

Berlin, 3. August. Brot mit socialdemo­kratischer Controllmarke ist jetzt hier wirklich am 1. August zur Einführung gelangt, aber bis jetzt haben sich erst acht Bäcker in Berlin und einer in Friedrichsberg gefunden, die Brot mit Controllmarke führen.

Wien, 4. August. In Nevesinje (Herzegowina) schlug der Blitz während einer Exercierübung in eine Gruppe von Offizieren des 84. Regiments. Der dem Gene­ralstabe zugetheilte Oberstlieutenant Kratochwill wurde sofort getöbtet; Generalmajor Weißmann, Oberst Stingel, Oberst­lieutenant Rohn und Hauptmann Auer wurden leicht gestreift.

llnivcrfitäts - Nachrichten.

DaS 75jährige Jubiläum der Bonner Untverfität wurde am Dienstag Abend durch einen von 1200 Studenten dem Rector Professor misch dargebrachten Fackelzug etngeleitet. Am Mittwoch fand ein großer Commers in der Beethovenhalle, am Donnerstag ein Festactus in der Aula statt.

Geborene.

Juli: 24. Dem Maurer Christoph Wagner III. ein Sohn, Johann Friedrich 25. Dem Brieflräzer Eberhard Ruhl ein todt- geborenes Kind männlichen Geschlechts. 25. Dem Taglöhner Ludwig Mandler eine Tochter, Marie. 25. Dem Wirth Konrad Schomber eine Tochter. 26. Dem Diener Johannes Ludwig Scharmann eine Tochter, Ottilie Luise Emma Auguste Lina. 26. Dem Maurer Heinrich Schneider XI. eine Tochter, Katharina. 27. Dem Fabrikant Wilhelm Emil Hornberger ein Sohn, Rudolf Martin. 31. Dem Brandver- stcherungs-Jnspector Friedrich Zimmer eine Tochter. 31. Dem Großh. Realgymnasiallehrer und Privatdocenten Dr. Joses Collin ein Sohn, Johann Wolfgang. 31. Dem Schneider Johann Friedrich Bosold ein Sohn, Johann Friedrich. August: 1. Dem Bremser bei den Oberhessifchcn Eisenbahnen Jobs. Sehrt eine Tochter, Johanna Katharine Margarethe. 2. Dem Kaufmann Wilhelm Noll IV. eine Tochter. 3. Dem Universitäts-Professor Dr. Eugen Netto eine Tochter. 3. Dem Fuhrknecht Heinrich Roh eine Tochter, Therese.

Gestorbene.

Juli: 28. OScar Walldorf, 3 Monate alt, Sohn von Handels­mann Isaac Walldorf dahier. 29. Anna Bob, 6 Jahre alt, Tochter von Wirth Philipp Bob dahier. 30. Johann Friedrich Langsdorf, 2 Monate alt, Sohn von Installateur Carl Langsdorf dahier. 31. Katharine Dörr, geb. Orth, 58 Jahre alt, Ehefrau von Schriftsetzer Emil Dörr dahier. August: 1. Wilhelmine Oberländer, 7 Monate alt, Tochter von Wirth Reinhold Oberländer dahier. 2. Auguste Luise Katharine Staffel, 1 Jahr alt, Tochter von Zimmer­mann Christian Staffel dahier. 2. Elise Feuster, 3 Jahre alt, Tochter von Cigarrenmacher Jacob Feuster zu Garbenteich. 3. Eduard Philipp Sack, Rentner dahier. 3. Albert Alsleben, 19 Jahre alt, Schreiner von Neuendorf. 3. Marie Katharine Emilie Sepp, 2 Jahre alt, Tochter von Kappenmacher Max Sepp dahier. 3. Karoline Sack, geb. Reh, 47 Jahre alt, Ehestau von Postillon Heinrich Sack dahier.

Der Auszug aus den Kirchenbücher« folgt in nächster «r.

Schiff-nachrichten.

Hamburg-Amerikanische Packetfahrt-Actien-Gesellschaft.

PostdampferCalifornia" ist am 1. August, 7 Uhr Abends, von Hamburg und Antwerpen in Montreal angekommen. Post­dampferSlavonia" ist am 2. August, 4 Uhr Morgens, von Montreal nach Hamburg abgegangen. PostdampferDania" ist am 3. August, 6 Uhr Morgens, von Hamburg in Newyork angekommen. Doppelschrauben-SchnelldampferFürst Bismarck", von Newyork kommend, ist am 3. August, 1 Uhr 40 Minuten Nachmittags, in Southampton angekommen und hat nach Landung von Post und Passagieren um 3 Uhr 15 Minuten Nachmittags die Reise nach Hamburg fortgesetzt.

Der PostdampferBelgenland" derRed Star Line" in Ant- roerpen ist laut Telegramm am 1. August wohlbehalten in Newyork angekommen.

WttSMg <ms den Stand

der Stadt Vietze«.

Anfgebote.

Juli: 29. Ludwig Weiffenbach, Conditor dahier, mit Anna Elisabeth Christiane Henriette Keßler Hierselbst. 31. Johannes Peter Rosenbecker, Taglöhner dahier, mit Marie Sack Hierselbst. 31. Heinrich Dechert, Taglöhner zu Alten-Buseck, mit Christine Scherer dahier. August: 2. Friedrich Peter Selzer, .Eisengießer dahier, mit Marie Margarethe Schneider Hierselbst. 2. Dr. Wilhelm Philipp Georg Reeb, Gymnasiallehrer zu Mainz, mit Wilhelmine Auguste Therese Biebrich dahier. 4. WUHelm Gelzenleuchter, Taglöhner dahier, mit Elisabeth Dietz Hierselbst. 4. Daniel Berger, Backer.dahier, mit Katharine Hofmann Hierselbst. 4. Heinrich Rupvel, Gerichtsschreiber- Aspirant dahier, mit Katharine Elise Auguste Ploch zu Alsfeld.

GHefchlietznngen.

August: 2. Robert Oscar Emil Gärtner, Schneider dahier, mit Johanna Elisabeth Benner Hierselbst. 2. Julius Reifenberg, Kaufmann zu Berlin, mit Anna Homberger Hierselbst. 2. Gottlieb Christoph Andreas Starke, Kellner von Trais-Horloff, mit Anna Meister dahier.

Verkehr, Land- nnd VolkswirLhjchaft.

Sietze«, 5. August. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. X 1,151,25, Hühnereier per Stück 6- H, 2 Stück 11 H, Käse pr. St. 5-8 A, Kasematte pr. St. 3 A, Erbsen vr. Liter 18 H, Linsen pr. Liter 28 A, Tauben pr. Paar X 0,600,80, Hühner pr. Stück X 0,901,50, Hahnen pr. ©t X 0,601,00, Enten pr. St. X 1,80 bis 2,00, Ochsenfleisch pr. Pfd 5664,$, Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 3646 Schweine­fleisch pr. Pfd. 60-70 A, Kalbfleisch pr. Md. 4650 A, Hammel­fleisch pr. Md. 40 - 68 A, Kartoffeln pr. 100 Kilo 5,0010,00 X, Weißkraut pr Stück512 $, Zwiebeln pr- Centner 5,0010,00 X, Milch pr. Liter 16 20 A, Enteneier pr. St. 6 A, Gänseeier 1112 A-

Gießen, 5. August. Aus dem am 1. und 2. d. Mts. dahier abgehaltenen Vieh markt waren auf getrieben: 1038 Stück Rindvieh und 510 Schweine. Infolge der eingetretenen nassen Witterung und der günstigen Aussichten auf eine Futterernte war der Handel lebhaft und die Preise bei sammtlichem Vieh höher wie bei den vorhergehenden Märkten. Nächster Markt am 15. d. M.

Für den Verkauf in Detailgeschäften haben sich in den letzten Jahren die Italiener Weine der Art eingeführt, daß es uns unsere Leser wohl Dank wissen werden, wenn wir sie mit so einer hervor­ragenden Bezugsquelle dieses Artikels bekannt machen. Die Kgl. Holl. Hofweinhandlung von Joh. Schlitz in Mainz führt Italiener Weine als Specialität und genießt für solche einen bedeutenden Ruf. Bereits zu den früheren hohen Zollsätzen hat das genannte HauS sich mit dem Import aus Italien befaßt und heute nach der eingetretenen Zollermäßigung bilden die Italiener Weine bereits einen Haupttheil seines Verschleißes. Dadurch, daß die Firma Schlitz im Herbste bedeutende Quantitäten von Trauben aus Italien einführt, welche zu sehr niederem Zollsatz Eingang finden, in Mainz gekeltert und zu Wein bereitet werden, ist es möglicy, diese Weine in Qualitäten und zu Preisen abzusetzen, wie dies seither absolut unmöglich war. Die FirmaJoh. Schlitz" wird bei der Mitte August in Mainz statt­findenden Internationalen Ausstellung für Bäckerei, Conditorei und verwandte Gewerbe mit einer reichhaltigen Mustercollection vertreten sein, worauf wir Diejenigen aufmerksam gemacht haben möchten, welche sich für den Artikel intereffircn. 6439

Brod als Ersatz für Hafer und He«. Die Fulternoth ist in einer großen Zahl Departements Frankreichs noch größer wie in einzelnen Kreisen Deutschlands. Der Preis des Hafers steht seit langer Zeit höher als der des Weizens, und Heu ist noch theurer. Um nun namentlich die Pferde billig und gut durchzufüttern, backen die Franzosen nach dem FachblattDeutscher Müller" aus Schwarz- mehlen und Kleien Brod als Ersatz für Hafer und Heu. 3 kg Brod ersetzen 3 kg Hafer und 2Vs kg Heu. Die Thiere nehmen das Brod bei der verringerten Hafer- und Heuration sehr gern unb erhalten ein besseres Aussehen, als wenn nur die theuren Futtermittel Hafer und Heu verabreicht würden, der Gesundheitszustand soll bei Brod- füttcrung ein noch günstigerer als sonst sein. Da die Schwarzmehle im Verhältniß zum Hafer recht billig sind, weil ihre Verwendung eine ziemlich eng begrenzte ist, auch Vorräthe genug in den Mühlen vorhanden sind, so kommen die Pferdebesitzer mit der theilweism Brodfütterung noch ganz annehmbar billig über die anhaltende Noth weg. Der Versuch in Deutschland würde ebenso gut lohnen.

Unterhaltungen zu Bad-Nauheim

von Sonntag den 6. August bis Freitag ben 11. August.

Die Kurcapelle spielt täglich Morgens von 78 Uhr an der Kurquelle, Nachmittags und Abends stehe unten. Bei weniger als 10° R. Wärme spielt sie im großen Speisesaale des Kurhauses. Sonntags und an den Feiertagen Nachmittags werden 30 Pfg. Eintrittsgeld für den Besuch der Terrasse gegen Abgabe einer Karte erhoben. Nur die Besitzer von Kur- oder Tageskarten haben gegen Vorzeigen derselben freien Zutritt.

Sonntag den 6. August, yiad)tnittag8 von 4 bis 9 Uhr: Concert der Kurcapelle zum Besten ihres Leiters, Großh. MustkdirectorS Machts (seit 25 Jahren Capellmeister). Eintritt für Jedermann 1 Mk., Kinder 50 Pfg. Abends 8 Uhr im Saale: Theatervorstellung. Vorletztes Gastspiel des Kgl. Hofschauspielers Herrn Emil Richard vom Hoftheater in Stuttgart. Einer muß heirathen. Eine vollkommene Frau. Jochen Päsel. Montag den 7. August, Nachmittags von 5 bis 6Vs und von 8 bis 10 Uhr: Concert der Kurcapelle auf der Terrasse. Abends 8 Uhr im Saale: Theatervorstellung. Letztes Gastspiel des Hofschauspielers Herrn Emil Richard. Ut de Franzosentid. Dienstag den 8. August, Nachmittags von 4'/, bis 6Vr Uhr: Concert der Kurcapelle auf der Terrasse. Nachmittags 4 Uhr im Saale: Kindervorstellung. Aschenbrödel, ober: Der gläserne Pantoffel. Zum Schluß: Große Pantomime: Der Zauberer Zemperpolo- wirsolomizitibitilikowsky. Abenbs 8 Uhr im Saale: Concert ber Signora Teresa Tosti aus Paris unb bes Claviervirtuosen Herrn Rubolf Panzer unter Mitwirkung ber Kurcapelle. Mittwoch ben 9. August, Nachmittags von 4 bis 9 Uhr auf ber Terrasse. Doppel- Concert von ber Capelle bes Felbartillerie-Regiments Nr. 31 aus Hagenau unb ber Kurcapelle. Eintritt 1 Mk., Kinber 50 Pfg. Gelbe Kurkarten frei, Tageskarten 50 Pfg. Nachzahlung. Abenbs 8 Uhr im Saale: Theatervorstellung zum Besten des Regisseurs Herrn Robert Fuchs unter Mitwirkung ber Kurcapelle. Die Ent­wicklung des beutschen Theaters und deutscher Musik durch vier Jahrhunderte. Donnerstag ben 10. August, Nachmittag? von 5 bis 6Vs Uhr: Concert ber Kurcapelle auf ber Terrasse. Abends 8 Uhr im Saale: Tanz. Abenbs 8 Uhr bei gutem Wetter auf ber Terrasse: Theatervorstellung. Freitag ben 11. August, Nachmittags von 5 bis 6V2 unb von 8 bis 10 Uhr: Concert ber Kurcapelle auf ber Terrasse. Abenbs 8 Uhr im Saale: Theatervorstellung. Heimath.

Jährlich rirra 1200 Illustrationen aus allen Gebieten des Wissens.

Jährlich 24 Hefte. Fünfter Jahrgang.

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Mittlerer Barometerstanb bei 0° R. = 744,7 mm.

4. August, Mitt. 12 Uhr

5. August, Mora, b Udr

Barometer: Thermometer: Hygrometerstand:

min.747 mm,max.748mm +140 R. +20Vs°R. Neigung f. trock. Wett.

min. 745 mm, max. 746 mm + 90R. + 13»B. Feucht. Veränderlich

Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemessen am 5. August, Mittags zwischen 11 unb 12 Uhr: Wasser 15. Lust 15 Grad.

Rübsamen'sche Badeanstalt.