Ausgabe 
6.8.1893 Erstes Blatt
 
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Neueste Nachrichten.

Depeschen dcS BureauHerold-.

Berlin, 4. August. Nach der vom preußischen Kriegs« Ministerium ertheilten Auskunft sollen im Laufe des nächsten Jahres auch die Mannschaften der Armee graue Mäntel erhalten,

Berlin, 4. August. Hinsichtlich der Einverleibung der Vororte Berlins versichert dieNordd. Allg. Ztg.", daß eine Entscheidung weder bisher getroffen, noch in Kürze zu erwarten steht.

Berlin, 4. August. Die Nachricht eines süddeutschen Fachblatteö, daß die Tabakfabrtkatsteuer für tausend Cigarren 10 Mk. betragen solle, ist denBerl. Pol. Nachr." zufolge falsch. Es dürfte kaum beabsichtigt sein, die billigen Cigarren gleich den hohen zu versteuern.

Berlin, 4. August. DerKreuzzeitung" zufolge ist gestern in Posen ein Ziegelarbeiter unter cholera­verdächtigen Symptomen gestorben.

Kiel, 4. August. Von den Verwundeten bei der Explosion auf derBaden" ist bis jetzt keiner gestorben. Die Verunglückten werden Samstag beerdigt. Für die Auf­findung der Leiche des Lieutenants Oelsner sind 500 Mk. Belohnung ausgesetzt.

Loudon, 4. August. Mehrere größere Fabriken und Gießereien in NordwaleS zeigen die Einstellung ihr!er Arbeit wegen Kohlen mangel an. In Yorkshire ist ein beträchtlicher Stock Kohlen vorhanden, es fehlen jedoch vollständig Arbeiter zum Verladen.

London, 4. August. Aus Bangkok wird gemeldet, die Blök ade sei von Admiral Homann verstärkt, an­statt aufgehoben worden. Die öffentliche Meinung in Saigon billige das Vorgehen des Admirals. Große Bestürzung sei durch die Truppenentfaltung in Kohsichang hervorgerufen worden.

Preßburg, 4. August. Seitens der Sanitätsbehörden werden umfaffende Vorsichtsmaßregeln getroffen, da in einem nahen Orte mehrmals auffallende Todesfälle vorge- kommen sind und der Verdacht nahe liegt, daß man eS mit asiatischer Cholera zu thun habe.

Warschau, 4, August. Nach eingezogenen amtlichen Be« richten fällt die Kornernte in Congreßpolen glänzend aus. Auch die übriger» Getreidearten versprechen ein gutes Resultat. Die Preise von Heu und Klee steigen weiter.

Pari!, 4. August. DaS internationale Comitä der Bergarbeiter, bet welchem die englischen, franzö­sischen, deutschen, österreichischen und belgischen Bergleute vertreten sind, beschloß, mit allen Mitteln die Ausfuhr von Kohlen nach England zu verhindern.

Gotha, 5. August. Der Herzog wurde am 1. August Abends von einem leichten Schlag anfall betroffen. Die Kranlheitüerscheinungen sind in Besserung begriffen, so daß vollständige Genesung zu erwarten ist.

totale» unö provinzielle»,

Gießen, 5. August 1893.

* Berichtigung. In dem gestriges Bericht Uber die Aufführung des Evang. Kirchengesangvereins wolle man auf der 39. Zeile anstatt SolostimmenSolostimme" und auf der 41. Zeile anstatt merklichewirkliche" lesen.

* DieSechste boncert-Soiree" des Kruse'sch en Streichquartetts hatte gestern Abend ein äußerst zahl­reiche-, gewähltes Auditorium imConcerthauS Lahnstein" versammelt. Diese Concert-Soireen zählen nunmehr durch das Bekanntsein der vortrefflichen Leistungen der Herren Kruse aus dem Gebiete der Wiedergabe des befferen Musikalischen zu den intereffantesten, gediegensten und deßhalb stet» gut besuchten unserer Stadt. Das Programm bot als Nr. 1 Tannhäuser - Fantasie" von R. Wagner, welche, abgesehen von einigen kleinen, da- Ganze jedoch nicht beeinträchtigenden UebergangS-Schwankungen, sehr wirkungsvoll für die Hörer war. ES folgten: violin - VortragLegende" von Wyniawski, Kol Nidrei* von M. Bruch, .Andante cantabile* für Quartettsatz von TschaikoffSky. Die Herren Gebrüder Kruse leisteten in reproductivrr Kraft da- künstlerisch Vollendete,

zur Beseitigung deS 10-Pfennig-PortoS füreinfache" Briefe schreiten! Ueberhaupt bewegt sich aber diese Anregung auf verkehrter Grundlage, ne geht geradezu von der Ansicht auS, die Reichspostverwaltung fei vor Allem dazu berufen, durch ihre Einnahmen das ReichSfäckel füllen zu helfen, während doch bis jetzt die allgemeine Annahme dahin ging, die Reichs- post habe zunächst den Jntereffev deS öffentlichen Verkehrs und des Publikums zu dienen.

Berlin, 4. August. Ueber den Aufenthalt des Kaisers in England meldet dieDost". Ztg.": In Folge des heftigen Windes und des bewegten Meeres betheiligte sich derMeteor" nicht an der gestrigen Wettfahrt um den von der Stadt CoweS ausgesetzten Preis, aber der Kaiser wohnte mit dem Prinzen von Wales der Wettfahrt an Bord der YachtWalkyrie", die als zweite am Ziele anlangte, bei. Die Offiziere derHohenzollern", besuchten Nachmittags OSborne, von wo sie in den königlichen Wagen einen Ausflug nach Totland Bai machten. Abends gab der Kaiser an Bord derHohenzollern" ein Mahl von 50 Gedecken, dem der Prinz und die Prinzessin von Wales mit ihren Töchtern, der Herzog und die Herzogin von York und die übrigen in OSborne weilenden Mitglieder der königlichen Familie bei­wohnten. DieHohenzollern" war festlich beflaggt und prangte in elektrischer Beleuchtung. Später fand ein Feuer­werk statt. Falls die Witterung günstig ist, nimmt heute die Königin den Thee beim Kaiser auf derHohenzollern" ein. Abends findet Familientafel beim Prinzen von Wales statt. Am Sonnabend Abend giebt die Königin ein Abschiedsmahl zu Ehren des Kaisers, der Sonntag Abend oder Montag früh die Rückreise nach Deutschland antritt.

reichster Beifall für die brillante Ausführung deS Programms lohnte die Künstler, welche in dankenswerther Weife mit einigen Einlagen die Anwesenden erfreuten. In dem gestern Abend mitwirkenden Baritonisten Herrn Fr. Meister lernten wir einen Sänger von Talent und klangreicher schöner Stimme kennen. Herr Meister verbindet bei einer Tadellosigkeit der GesangStechnik, welche die berühmte Stockhausen'fche Schule bekundet, eine bestrickende Klangschönheit in allen Lagen, eine vorzügliche Beherrschung des Tonmaterials, welche sich ganz besonders in den Forte- und Pianissimo-Stellen zu er­hebender Gesammtwirkung kundgab. DaS Programm deS Herrn Meister bot:Erster Gesang auSTannhäuser" von H. Wagner,Tom der Reimer" Ballade von Löwe, Der letzte Gruß" von Levi,Wie bist du meine Königin" von BrahmS und die ArieAn deS Rheines grünen Ufern" auS LortzingSUndine." Intonation, sowie Aussprache, Ausdruck und Nüancirung waren ausgezeichnet. Der stürmische Applaus bewog den Sänger zu einigen sehr gefälligen Zu­gaben, sowie der Wiederholung der Arie aus Undine. Hoch- befriedigt verließen die Besucher den Concertsaal, welcher sich gestern als zu klein erwies.

* Gestern Vormittag fand in der Gemarkung Heuchel­heim zwischen zwei Gießener Studenten eine schwere Säbel- menfur statt, wobei der Eine, ein Herr K. aus Wetzlar, lebensgefährlich am Kopfe verletzt wurde und in die hiesige Klinik verbracht werden mußte. Gerichtliche Untersuchung ist eingeleitet.

* * Zur Militarvermehrung. Unter den zahlreichen kleinen Städten, welche sich nach Annahme der Militärvorlagc um Errichtung einer Garnison bewarben, befinden sich in Hessen die Städte Babenhausen und Groß-Gerau.

* Die in diesem Jahre zur Erfatzreserve ausgehobenen Mannschaften werden, wie derPos. Ztg." von amtlicher Seite mitgetheilr wird, nicht mehr zu Uebungen herangezogen. Da bei der diesjährigen Aushebung der Rekrutenbedarf für das stehende Heer auch trotz der erheblichen Verstärkung vollständig gedeckt ist, so werden die Ersatzreserven in Friedens­zeiten jedenfalls verschont bleiben. Ueber die spätere Ver­wendung oder Zutheilung zur Landwehr II. Aufgebots oder Landsturm sollen demnächst nähere Bestimmungen erlassen werden.

* Starker Sternschnuppenfall. Wie alljährlich, wird auch Heuer um den 10. August herum ein starker Stern­schnuppenfall zu erwarten sein, der sog. Perseiden. Dieser Name ist deßhalb gewählt worden, weil die einzelnen Sternschnuppen aus dem Sternbilde des Perseus hervorzu­schießen scheinen.

** Wichtig für unsere Zagerwelt, indessen noch keines­wegs überall bekannt, ist die Thatsache, daß die Jagdherren oder deren verantwortliche Beamte verpflichtet sind, die als Treiber dienenden Personen in der Alters- und Invaliditäts- Versicherung zu versichern und daß die Unterlassung dieser Verpflichtung nach § 143 deS Gesetzes Geldstrafe bis zu dreihundert Mark zur Folge haben kann.

* Adreffirung der Manover-Postsendungea. Aus Anlaß des bevorstehenden Beginns der militärischen Herbstübungen wird darauf aufmerksam gemacht, daß auf eine sichere, unver­zögerte Beförderung der an die Offiziere, Beamten und Mann­schaften der manöverirenden Truppen gerichteten Postsendungen nur dann zu rechnen ist, wenn dieselben eine genaue und deutliche Aufschrift tragen. Zur genauen Aufschrift gehört außer der Angabe deS Namens und des Dienstgrades deS Empfängers die Bezeichnung des TruppentheilS, Regiments, Bataillons, der Compagnie, Batterie, Colonne u. s. w. und, was besonders wichtig ist, die Angabe des ständigen Garnisonsortes des Empfängers. Nur wenn der letztere auf den Sendungen verzeichnet »st, vermögen die Postanstalten die Zuführung der Sendungen an den Empfänger ohne Zeit- Verlust zu bewirken.

** Der Getreidemarkt. Die steigende Tendenz, welche sich im deutschen Getteidegeschäft infolge der Kunde von dem unvermeidlichen Ausbruche des Zollkrieges zwischen Deutschland und Rußland zunächst zeigt, hat inzwischen trotz des nun zur Thatsache gewordenen wirthschastlichen Kampfes zwischen beiden Ländern wieder etwas verloren. Die Ursache dieses Rück­ganges liegt hauptsächlich in den Meldungen vom amerikanischen Getreidemarkte, die einen konsequenten Preisrückgang erkennen lassen, dessen Wirkungen sich auch der deutsche Getreidemarkt nicht zu entziehen vermochte. Die einheimischen Ernteberichte haben auf seine Haltung noch keinen einschneidenderen Einfluß zu äußern vermocht, doch würde bei längerer Andauer der in den letzten Tagen vorherrschend gewesenen regnerischen und kühlen Witterung vermuthlich ein Wiederanziehen der Getreidepreise Platz greifen. Außerdem wird auch der Fort­gang des deutsch-russischen Zollkrieges und die hierdurch be­dingte Fernhaltung des russischen Getteides vom deutschen Markt seinen belebenden Eindruck auf letzteren nicht verfehlen. Berliner Notirungen: Weizen (per 1000 Kilogramm) von 154 bis 166 Mk., Roggen von 140 bis 148 Mk., Gerste von 125 bis 170 Mk., Hafer von 173 bis 190 Mk.

-c.- Londorf, 4. August. Bei der heute dahier abge­haltenen Bürgermeisterwahl entfielen aus den bisherigen Bürgermeister Au mann 64 Stimmen, auf den OrtSgerichtS- Vorsteher Braun dahier 61 Stimmen. Der Letztere wäre unstreitig als Sieger aus der Wahlurne hervorgegangen, wenn nicht sechs Anhänger desselben in der Wählerliste gefehlt hätten.

Butzbach, 3. August. Heule früh verließen die zwei hier garnisonirenden Dragoner-ESkadronS auf längere Zeit unsere Stadt. Dieselben begeben sich zunächst in daS Barackenlager nach Griesheim bei Darmstadt, um auf dem dortigen UebungSplatze an den Regiments- und Brigade- erercitien Theil zu nehmen. Nach denselben begiebt sich am 21. August daS ganze Leib-Dragoner-Regiment Nr. 24 zu den Kaisermanövern nach Trier. Nach deren Beendigung kehrt daS Regiment nach seinen Garnisonsorten Darmstadt

und Butzbach zurück. In Butzbach treffen die Escadrons am 23. September wieder ein.

nn. Darmstadt, 4. August. Die Generalversamm­lung für die Mitglieder deS LandeSgewerb' Vereins für 1893 fand gestern unter zahlreicher Sei bei* ligung der Gewerbvereine zu Langen statt. Zu Ehren der anwesenden Gewerbtreibenden waren viele Häuser beflaggt und mit Guirlanden geschmückt und am Eingang der Haupt- straße waren Ehrenpforten ausgestellt. Vormittag 9Vi Uhr fand eine Besichtigung der Ausstellung der Zeichnungen und Schularbeiten der Handwerker- rc. Schulen der Provinz Starkenburg, sowie der LandeSbaugewerkschule statt, welche in der Halle der Anthe'S Liegenschaft, sowie im Schulbau» an der Frankfurter Straße untergebracht ist. Mit der größten Gcnugihuung muß constatirt werden, daß auch bei dieser AuS« stellung, auf welcher sich die gesammte Thätigkeit unserer Handwcrkerschulen wiedcrspiegelt, wahrhafte Musterleistungen zu verzeichnen sind. Besonders die Kunstgewerbeschule zu Offenbach a. M., die Baugeweikschule zu Darmstadt, sowie die Fachschule zu Erbach i. O. haben hervorragende Kunst« leistungen aufzuweifen, welche Zeugniß davon geben, mit welchem Ernst und Fleiß die jungen Gewerbtreibenden ihre Ausgabe erfaßt haben, um etwas Tüchtiges zu leisten. Auch die Handwerkerschulen zu BenSheim, Darmstadt und Langen tc. können sich in ihren Leistungen ebenbürtig den vorhin ge­nannten anschließen. Sowohl Lehrer wie Schüler können mit Stolz und Befriedigung auf solche Arbeiten zurückblicken. Unter dem Vorsitze deS Herrn Reg.-Rath Dr. Hesse sand um 12 Uhr bei außerordentlich zahlreicher Betheiligung der Mitglieder in dem aufS Schönste decorinen Stadthaus- faal die Generalversammlung statt, wozu sich als Vertreter Großh. Regierung die Herren Ministerialrath Emmerling sowie KreiSrath HaaS von Offenbach eingefunden hatten. Zunächst begrüßte Herr Bürgermeister Drell die Erschienenen und gab seiner Freude Ausdruck, daß so viele Gewerbetreibende sich zur Versammlung eingefunden hätten. Langen zeichne sich zwar nicht durch landschaftliche Schönheit auS, aber eS besitze ein warmes Herz für Volksbildung und Volks- Wohlfahrt- das beweise die Einrichtung seiner Schulen, der Handwerkerschule mit über 250 Schülern, sowie her HauS« Haltungsschule für Mädchen. Er schloß mit dem Wunsche, daß die heutigen Beratungen unserem Lande, sowie dem Ge­werbe zum Wohle und zum Segen gereichen möchten. Auch der Vorsitzende deS GewerbvereinS, Fabrikant Otto, hieß die Versammlung Namens deS Vereins herzlich willkommen und sprach der Commission für die Wahl von Langen als Ott der Generalversammlung feinen Dank auß. Herr Reg.-Rath Dr. Hesse begrüßte nunmehr die Herren Regierungsvertreter, sowie die Versammlung und gedachte zunächst derjenigen Mit­glieder, denen es leider nicht mehr vergönnt sei, der Ver­sammlung beizuwohnen, welche dem Verein durch den Tod entrissen seien. Besonders des Herrn Geh. Baurath Busch gedachte der Vorsitzende in warmen Worten und ersuchte die Versammlung, zum Andenken an den Verstorbenen sich von den Sitzen zu erheben. In eingehender Weife erstattete nun­mehr Reg.-Rath Dr. Hesse Bericht über die Thätigkeit der Großherzoglichen Centralstelle für die Gewerbe im ab­gelaufenen Jahre. Aus demselben geht hervoc, daß der Mit­gliederstand deS LandeSgewerbveremS abermals eine Zu­nahme erfahren hat, so daß jetzt 55 Gewerbvereine mit 5188 Mitgliedern demselben angehören. Auch auf socialpoliiischem Gebiete waren eine ganze Reihe von Fragen zur Erledigung zu bringen ober harren noch derselben. Dank der Unter­stützung Großh. Staatsregierung, sowie der Stände deS Landes und Verwilligung größerer Mittel war eS möglich ge­worden, Wünsche, welche auf eine Verbesserung deS Schulwesens und LehrwefenS hinzielten in Erfüllung zu bringen. Für all' diese Fürsorge sprach er Großh. Regierung besten Dank aus. Auch auf dem gewerbl. Gebiete hat die Centralstelle eine rege Thätigkeit" entfaltet, insbesondere zur Ausschließung neuer Erwerbsquellen für Industrie und Gewerbe die nöthige Initiative ergriffen. Der Vorsitzende schloß mit dem Wunsche, daß diese Thätigkeit dem Handwerk und der Industrie "Nutzen bringen möge zum Gedeihen und Blühen deS Landes. Hierauf folgte Berichterstattung über den derzeitigen Stand der Frage der Gewerbckammern im Großherzogthum Hessen, sowie Erhebungen bezüglich der §§ 119 a und 120 der Reichs - Gewerbe - Ordnung durch Herrn RegierungSrath Dr. Hesse und Herrn Dr. Schröder, während Herr Lehrer Keller einen kurzen Abriß über die Geschichte der Stadt Langen gab. AuS dem Bericht der Handwerkerschul Commission geht hervor, daß die Leistungen der Handwerkerschuleu des Landes hinter denen im Vorjahre nicht zurückgeblieben sind. Bei der nun folgenden Wahl von 23 Mitgliedern au» der Provinz Starkenburg für den weiteren Ausschuß konnte das Resultat nicht mehr verkündigt werden, da der Wahl« Vorschlag von Darmstadt eine Zersplitterung erfuhr. Al» Ort für die nächste Generalversammlung wurde Mainz bestimmt, woselbst wieder eine GesammtauSstellung der Schüler­arbeiten des Landes stattfinden soll. Um 7,3 Uhr erreichten die Verhandlungen ihr Ende.

Hierauf fand ein gemeinsames Mittagessen statt, an welchem ca. 150 Personen Theil nahmen. Nach demselben war Concert in der AntheS'schen Liegenschaft, welche» auch von den Bewohnern von Langen zahlreich besucht wurde.

Darmstadt, 4. August. Siner Anregung auS Inte­ressentenkreisen folgend, hat daS Ministerium deS Innern und der Justiz nunmehr -zugelassen, daß der Verkauf von Fleischwa ar en in den Metzgerläden und die Beschäftigung von Gehilfen, Lehrlingen und Arbeitern im Metzgergewerbe für die Zeit vom 1. April bis 1. October an Sonn- und Feiertagen anstatt während der Stunden von 51 Uhr und von 68 Uhr Nachmittag» von jetzt an während der Stunden von 4 Uhr früh bi» 1 Uhr Nachmittag» statt­finden kann.

A Mainz, 4. August. Wie nunmehr officiell bekannt gemacht wurde, wird da» seither in Kastel garnifonirenbe

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