Ausgabe 
5.1.1893 Erstes Blatt
 
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Unter den für die künftige bauliche Entwicke­lung unserer Stadt wichtigen Maßnahmen verdient an erster Stelle hervorgehoben zu werden der bedingungslose zum Preise von 90000 Mark erfolgte Ankauf der ehemals Schüler'schen Besitzung an Südanlage, Neuenbäuen und Neuenweg, womit einerseits der Zerstückelung dieses schönen Anwesens vorgebeugt und anderseits dasselbe mit Rücksicht auf seine centrale Lage und seinen Zusammenhang mit der städtischen Südanlage zu späterer Verwendung im öffentlichen Interesse, sei es als Stadtgarten oder bergt, gesichert werden wollte. Die Stellung der zweiten evangelischen Kirche ent­lang der Südanlage bezw. der neuen Verbindungsstraße zwischen dieser und dem Seltersweg, sowie die nach Ueber- Wölbung des Stadtringgrabens zu vollziehende Gestaltung des dortigen Platzes wurden im Einvernehmen mit dem Kirchen- vorstand geregelt- desgl. die Herstellung einer, vorzugsweise für den Fußgängerverkehr und den Zugang zur Stadtknaben- schule bestimmten Verbindungsstraße vom Kirchenplatz durch den Pfarrgarten nach der verlängerten Wetzsteingasse bezw. dem OswaldSgarten. Die Verhandlungen über den weiteren Ausbau der Löberstraße und damit zusammenhängend über den der Goethestraße zu gebenden Character haben zu dem Beschluß geführt, daß späterhin die Wieseck auch im Zuge der Goethestraße durch eine fahrbare Brücke überschritten, den Bedenken wegen allzu empfindlicher Störung der Aula und der dortigen Universitätsinstltute danach aber begegnet werden soll durch das Verbot des Befahrens der anstoßenden Strecken der Ludwigs-, Goethe- und Stephanstraße mit durchgehendem Lastenfuhrwerk. Der Ausbau der Schottstraße, sowie die Durchführung der Stetnstraße von der Schott- bis zur Schillerstraße wurden in Angriff genommen- desgl. der Ausbau der Liebigstraße von der Ludwig- bis zur Stephanstraße durch Einleitung des erforderlichen Enteignungsverfahrens vorbereitet. Die bisheran als Privatstraße geltende sogen. Wodestraße wurde nach Ausführung einer massiven Brücke auf die Ostanlage und nach auf Kosten der Interessenten erfolgtem Ausbau als Diezstraße von der Stadt über­nommen.

Der Umbau des hiesigen Bahnhofes und die damit verbundene Verlegung des gesammten Güterverkehrs auf die Westseite der Bahn haben nach Abschluß des unterm 10. April 1891 durch den König!. Preußischen Minister der öffentlichen Arbeiten genehmigten Abkommens im Berichtsjahre keinen weiteren Fortgang genommen, wohl aber ist die Stadt- verordneten-Versammlung auf Anregung Großh. Handels­kammer in die Verhandlungen eingetreten wegen eventueller Anlage von öffentlichen Lagerplätzen bezw. Lagerhäusern im Anschluß an den zu verlegenden Güterbahnhof. Der überaus schleppende Gang jener ebenso für unsere Handelswelt wie für die Entwicklung ganzer städtischer Gebiete so wichtigen Angelegenheit sei auch an dieser Stelle aufs Lebhafteste be­klagt.

Die Verbindung des neuen Stadttheiles am oberen Seltersberg, insbesondere auch der neuen Kliniken, mit den Bahnhöfen durch einen städtischerseits direct über den Bahnhof der Oberhessischen Eisenbahnen zu führenden Fußgänger- st e g konnte im Berichtsjahre nicht zu dem gewünschten Ziele geführt werden, weil einerseits der Erwerb des dazu von Justus Lenz benöthigten Geländes die Einleitung eines (in­zwischen durch Vergleich erledigten) Enteignungsverfahrens nöthig machte, und weil anderseits eine wiederholte Sub­mission für Lieferung des eisernen Brückensieges, unter Ver­breiterung seiner Lichtweite auf 2,5 Meter, als rathsam erschien, alber deren Ergebniß vor dem Dienstantritt des neuen Stadtbaumeisters eine Entschließung nicht wohl zu treffen war.

Auf Grund des Beschlusses vom 19. Februar 1891, dahin zu wirken, daß an Stelle der genehmigten Neben­bahn Londorf-Lollar eine solche von Londorf nach Gießen, die Orte Alten Buseck und Wieseck berührend, mit Haltestelle im Nordende von Gießen erbaut werde", wurde nachdem Großh. Ministerium der Finanzen die Aus­arbeitung eines derartigen Projectes durch die Staatstechniker abgelehnt der Großh. Sächsische Baurath Hostmann in Hannober mit Aufnahme und Bearbeitung eines generellen Projectes für die gewünschte Linie betraut. Die auf Er­bauung einer Nebenbahn Gladenbach-Gießen ge­richteten Bemühungen dortiger Jntereffenten, bezw. die Fort­führung einer von Erda-Königsberg nach Kinzenbach geplanten Nebenbahn bis Bahnhof Gießen wurden durch Eingaben an die zuständigen preußischen und hessischen Behörden unterstützt, bis jetzt ohne Erfolg.

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Cocoles unö provinzielles.

Gießen, 4. Januar 1893.

Denkmal für ltzroßherzog Ludwig IV. Bei dem Schatzmeister des Landesausschuffes für das Denkmal weiland Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs Ludwig IV. gingen gestern zweitaufendvierhundertdreizehn Mark 97 Pfg. als gesammelter Beitrag der Offiziere, Sanitätsoffiziere, Beamten, Unteroffiziere und Mannschaften der Großherzoglich Hessischen (25. Division ein.

Militärisches. Am 15. Februar d. I. sind es 25 Jahre, feit im Großherzogthum Hessen die Landwehrbehörden organisirt resp. die Bezirks-Commandos errichtet wurden. Durch Allerhöchste Verordnung vom 15. Februar 1868 wurde die Eintheilung deS Großherzogthums in die Landwehr-Bataillons- Bezirke (Bezirks-Commandos) Gießen, Friedberg, Darmstadt I, Darmstadt II, Mainz besohlen. Bei der anderweitigen Ein­theilung der Verwaltungs-Bezirke im Jahre 1874 wurde auch eine Aenderung der Territorialgrenzen vorgenannter Land­wehr-Bataillons-Bezirke vorgenommen und die Bezirks Com- mandoS Erbach i. O. und Worms neu errichtet.

Neues Theater.Die Goldfische", Lustspiel in 4 Acten von Franz von Schönthan und Gustav Kadelburg. Das Stück hat drei Liebespaare aufzuweisen, die sich nach

mannigfachen Verwicklungen auch glücklich verloben. Die Ver- fctffcr haben diese einfachen Geschichten zu einem der feinsten und schönsten unserer modernen Lustspiele ausgearbeitet. Ein Premierlieutenant, Erich von Felsen, spielt dir Hauptrolle. Ein geistig überlegener, witziger Kopf, ein ehrenhafter, tüchtiger und kühner Offizier. Wie ein Wirbelwind weiß er sich in aller Herzen zu schmeicheln. Er ist die Zierde des Regiments, der Liebling der Damen. Eine junge Wittwe, Josephine von Pöchlaar, versteht es, sein Herz zu feffeln. Sie ist eine Dame von Hoheit und Würde, Geist und Anmuth. Ihre Sprache ist witzig und ihre Pointen treffend. Das Paar ist sich geistig ebenbürtig. Es ist eine Lust, den beiden im Anfänge des Stückes in ihrer Conversation zu lauschen. Wie zwei gewandte Fechter stehen sie sich gegenüber- jeder sucht eine Blöße des Gegners zu erschauen, und dann frffch dreinzuhauen - aber die Hiebe werden parirt, ober, wenn nicht, so folgt als Antwort ein noch wichtigerer Schlag. Auch bie übrigen Personen sinb scharf characterisirt, die Sprache mit viel feinem Humor behanbelt- bie Hanblung selbst gut motivirt bis in ihre Details unb lebhaft burch- geführt. Freilich finben wir keine jener brastischen Witze ober Kalauer, bie wahre Lachsalven erregen; Einzel­feuer wirb eröffnet. Es ist ein feiner geistreicher Witz, ber nur ein Lächeln hervorruft. Herrn Hacker sahen wir zum ersten Male in biefer Saison in einem Lustspiel austreten. Er spielte bie Rolle bes Erich von Felsen, währenb Frl. Brünner als Josephine von Pöchlaar auftrat. Die Dame erlebigte ihre schwierige Rolle mit viel Geschick. Herr Hacker war in seinem Auftreten,- seiner vornehmen Haltung, in allen seinen Bewegungen bis auf bas Drehen bes Schnurr­barts und bas überlegene Lächeln ber Garbelieutenant comme il faut. Seine ritterliche Figur vereinigte sich mit seiner schauspielerischen Tüchtigkeit, um ben Erfolg bes Abenbs zu gewinnen. Die übrigen Rollen hatten eine verhältniß- mäßig gute Besetzung gefunden. Die Darsteller wußten ihre Aufgaben mehr oder minder glücklich zu lösen. Reicher Beifall lohnte. -eh.

Neues Theater. Herr Hofschauspieler Hacker, welcher gestern als Erich von Felsen in dem LustspielGoldfische" einen ausgezeichneten Erfolg errang, tritt am Freitag zum letzten Male als Erbprinz von Baireuth in dem historischen LustspielZopf und Schwert" auf. Wir machen auf diesen Abend besonders aufmerksam.

Naturalverpflegungsstation. Im Monat December 1892 haben 653 durchreisende Handwerksburschen die Ver­pflegung erhalten. 5722 Stationsgästen wurde im ver­flossenen Jahre Verpflegung, bestehend in Nachtessen, Nacht­lager und Frühstück zu Theil. Die Kosten hierfür beliefen sich auf 3517.16 Mk.

Erledigte Lehrerstelle. Die Lehrerstelle an der katho­lischen Schule zu Gimbsheim mit einem jährlichen Gehalte von 1000 Mk. Mit der Stelle ist Organistendienst ver­bunden.

Schuldienst-Nachrichten. Am 23. December wurde der von dem Herrn Fürsten zu Jsenburg-Birstein auf bie erste Lehrerstelle an ber Gemeinbeschule zu Wenings präsen- tirte Schulamtsaspirant Heinrich Peter baselbst für biefe Stelle bestätigt.

Das Jahr 1893 ist ein gemeines Jahr von 365 Tagen ober von 52 Wochen unb 1 Tag, unb bas 6606. ber julia­nischen Periode. Jahresregent ist der Merkur. Am 16. April findet eine bei uns sichtbare totale Sonnenfinsterniß statt, während die ringförmige Sonnenfinsterniß am 9. und 10. October hier nicht sichtbar sein wird. Mondesfinsterniffe finden im Jahre 1893 keine statt. Der astronomische Frühling beginnt am 20. März, der Sommer am 21. Juni, der Herbst am 22. September, der Winter am 21. December. Von ben beweglichen christlichen Festen fällt Ostersonntag auf den 2. April, Pfingstsonntag auf den 21. Mai. Da der Ascher­mittwoch auf den 15. Februar fällt, wird der Fasching nur 39 Tage dauern. Falb prophezeit für 1893 insgesammt 25 kritische Tage unb zwar 8 erster, 11 zweiter und 6 britter Orbnung. Der allerkritischste Tag bes Jahres soll auf den 16. April (Neumonb) fallen.

Lauterbach, 1. Januar. Vorgestern starb nach langem schweren Leiben im besten Mannesalter ber hiesige Großh. Kreisarzt Herr Dr. Theob or Ziesing.

Vom Vogelsberg, 3. Januar. Der Versanbt von Neujahrskarten hat hier in ben meisten Orten gegen früher nachweislich entschieden nachgelassen. Seinen Höhe­punkt hatte dieser Versandt vor drei bis vier Jahren erreicht. Namentlich hat man das Verschicken der Witz- und Spott­karten vielfach eingestellt. Letzteres ist mit Freuden zu be­grüßen, da hierbei öfters Unfug von unberufenen Händen verübt wurde. Nachdrücklich hatte man seitens vieler Pfarrer von der Kanzel gegen diese Unsitte Front gemacht.

Friedberg, 3. Januar. Der größte Theil ber hiesigen Geschäftsinhaber, welche offene Läben besitzen, hat sich bahin geeinigt, baß sie vom 1. Januar 1893 ab ihre Ge­schäfte Abends 9 Uhr schließen werden. Nur an Samstagen, sowie vier Wochen vor Weihnachten, acht Tage vor Ostern unb Pfingsten werben biefelben bis 10 Uhr geöffnet fein.

Bad Nauheim, 3. Januar. Dem Vernehmen nach wird sich mit Beginn ber nächsten Babefaisan ein weiterer Arzt, ber 13. am hiesigen Platze, nieberlaffen unb hat ber- fetbc bereits einen Bauplatz hier erworben.

K. Nieder Weisel, 3. Januar. Die Sitte, bas neue Jahr anzuschießen, besteht auch hier. Leiber ging es biesmal nicht ohne Unfall ab, ba ein junger Mann burch einen sogenannten explodirenben Frosch am Auge verletzt würbe, infolge besten er in bie Gießener Klinik gebracht würbe. Da burch biefe Frösche Personen in Schrecken ver­setzt werden, ist es einmal Zeit, baß mit biefer Unsitte, bie schon so manches Unglück hcrbeigesührt hat, gebrochen würbe. Die Holzver st eigerungen haben vorige Woche im hiesigen Walb ihren Anfang genommen unb würben ziemlich hohe Preise erzielt.

K. Steiufurt bei Bab Nauheim, 3. Januar. Arn ver­flossenen Donnerstag fand hier bie Wahl eines Bei- geordneten statt. Herr Landwirth Alles wurde mit 73 Stimmen gewählt, sein Gegencandidat Herr Huber, der auch Bürgermeiftercandibat war, erhielt 70 Stimmen.

Stammheim, 3. Januar. Nachbem vor einiger Zeit bie hiesige Gemeinbe bas von Rabenau sche Gut für 305,000Mark gekauft hatte, hat sie sich, wie bieD- Z-" melbet, am 31. December mit bem beseitigen Pächter, besten Pachtzeir noch vier Jahre zu dauern hatte, bahin geeinigt, baß berselbe gegen eine Abfindungssumme von 24,000 Mark bas Gut alsbalb verläßt. Mit bem Verkauf bes ca. 110 Hectar großen Gutes wird nunmehr sofort be­gonnen werben.

Darmstadt, 3. Januar. Buchstäblich tobt geschr icen soll sich in ber Neujahrsnacht ein breiviertel Jahr altes Kind in ber Frankfurterstraße haben, besten Eltern ausgegangen waren unb bas Kleine sich bie ganze Nacht allein überlasten hatten.

Darmstadt, 3. Januar. Gestern Abend ereignete sich in der Nähe ber Station Kranichstein bei einem Güterzuge ein fürchterliches Unglück. Es löste sich nämlich in Folge Bruchs bes Kuppelungsnagels ber vorberc Theil ber Loco- motive von bem Tenber unb stürzte in Folge bes starken Rucks ber Lokomotivführer Steitz auf bie Schienen, wo er von ben Stübern bes nachrollenben Zuges vollstänbig zermalmt würbe. Der Verunglückte, welcher ein sehr braver Mann unb gewissenhafter Beamter war, hinterläßt eine Wittwe mit neun unmünbigen Kinbern.

Bickenbach, 2. Januar. Eine förmliche Concurrenz herrschte am verflostenen Samstag um ben hiesigen Nacht- wächterdienst, so baß sich ber Gemeinbevorstanb veranlaßt sah, ben Dienst öffentlich zu versteigern. Demzufolge würbe ber jährliche Gehalt, welcher seither 110 Mark für einen Poften betrug, aus 77 resp. 85 Mk. burch baS Abgebot rebuziert. Da ber Dienst abwechselnb geschieht, so beträgt ber nächtliche Gehalt ganze 42 resp. 46 Psg. Gewiß ein hübscher Nebenverdienst.

Vermischtes.

* Berlin, 30. December. Prinz Friedrich Karl von Hessen, der Verlobte der Prinzessin Margarethe von Preußen, gehört zu den reichsten Fürstlichkeiten in Deutschland. Sein Besitz soll die Summe von 125 Millionen Mark Über­steigen. Der zukünftige Schwager des beutfeben Kaisers ist dem Hohenzollernhause bereits durch seine Geburt verwandt, denn seine Mutter, bie Lanbgräfin Anna von Hessen, war eine Schwester bes Prinzen Friebrich Karl. Die einzige Schwester ber Landgräfin Anna, Prinzessin Louise von Preußen, vermählte sich im Jahre 1854 mit dem Landgrafen Alexis von Hessen-Philippsthal Barchfeld- diese Ehe wurde bereits im Jahre 1861 wieder geschieden. Seitdem lebte die Prin­zessin Louise in Wiesbaden in strengster Zurückgezogenheit und erschien nur selten am Berliner Hose. Ihr nahes Ver- wandtschaflsverhältniß zu dem sürstlichen Bräutigam hat bie Prinzessin jebcch veranlaßt, bie Einlabung des Kaisers anzu­nehmen, sie wirb ben bevorstehenben DermählungSseierlich- keiten beiwohnen.

* Heidelberg, 2. Januar. Der verstorbene Rentner Steinmüller vermachte ber Stabt Karlsruhe zu wohlthätigen Zwecken 227000 Mk.

* Bei ber Weihnachtsbescheerung starb in Liegnitz plötz­lich eine 70 Jahre alte Frau. Dieselbe hatte eben bie Ge­schenke an bie Ihrigen venheilt unb zurechtgelegt und sich dann auf einen Stuhl gesetzt. Hier senkte sie plötzlich ben Kopf zur Seite unb verschied lautloö. Ein schöner Tob jebensalls!

* In Woritten bei Dietrichswalbe lebt noch ein Veteran aus ben Befreiungskriegen, Namens Casimir Koza. Er erhielt zu Weihnachten von bem Bezirkscornmando zu Allenstein ein Geldgeschenk von 70 Mark.

* Wien, 3. Januar. Wie aus Monte Carlo einge- troffene Nachrichten melben, hat bort ber Galizische Petroleum­grubenbesitzer Victor von Klobassa, eine in Wiener Gesellschaftskreisen bekannte Persönlichkeit, wegen großer Spielverluste bort einen Selbstmorbvcrsuch unter­nommen. Der Bruber bes Herrn von Klobaffa ist nach Monte Carlo abgereift.

Nniversitäts - Nachrichten.

Halle a. d. Saale, 1. Januar. DieSaale-Zeitung" er­fahrt, der Gehelmrath Hitzig von hier fei in erster Linie zumNch- solger deS verstorbenen Psychiaters Meynert in Wien au-erfehen.

Wien, 2. Januar. Der Juristen,eitung zufolge ist Proseffor Philippa vtch auS Freiburg für die erledigte Lehrkanzel derRattonal- Sconomte nach Wim berufen. Profestor Erner In Wien hat einm ehrmvollen Ruf, an Stelle WindscheidS nach Berlin zu gehm, abgelehnt. __________________________________________

Wöchentliche Ueberfichl der TodeSsälle in Gießen.

52. Woche. Vom 25. December bis 31. December 1892.

Einwohnerzahl: angenommen zu 21500 (inet. 1600 Mann Militär.) SterblichkeitSziffer: 7,39°/« bezw. 4,92 nach AuSfchl. der OrtSfremdm

Kinder

ES ft ar ben an: Zusammen: Erwachsene: im. vom

1.Lebensjahr: 2.15 Jahr:

Gelmktuberculose 1 (1) 1 (1) -

Tuberkulose d.Gehtrns

und seiner Häute 1 1

Krämpfen 1 1

Summa: 3 (1) 1 (1) 1 1

91 nm. Die in Klammern gesetztm Z sfern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffmdm Krankheit auf von auswärts nach (Hießen gebrachte Kranke kommm.

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