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4.1.1893 Erstes Blatt
 
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Wt. Am 2. December rdinand Stein in Mainz dgericht der Provinz Ober- vurde der Gerichtsassessor >dt zur Rechtsanwaltschaft Starkenburg zugelassen.

Das neue Jahr hat mit len in Trauer versetzt, zel Diphrheritis wieder vier i alle vier gegenwärtig aus samilie verlor zwei Kinder, den Jahren. Wir warnen -gefahr dieser schlimmsten r noch nicht die genügende

muar. Mit einer sehr t neue Jahr begMu Ja

Thermometer nenn Grad in ihrem vieren nnr zugesroren. Die Fenster- i auch am Tage nicht eisfrei l ist es für die Wintersaat, lte durch eine gleichmätzige

ttauriger Ansang des neuen 1E durch den bodenlos leicht­nehmender Weise namentlich n" genannten Feuerwerks- t worden. Einem Sohne slossenen Rächt beim Mo- hen Spielzeuges kleiner und . und verletzte dasselbe der. peinlich sür immer verloren , damit sür Lebenszeit un-

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Bekanntmachung.

In Gemäßheit Beschluffes der Stadtverordneten-Versammlung vom 15. Juni 1879, wonach zur dauernden Erinnerung an die goldene Hoch­zeit des Deutschen Kaiserpaares, Seiner Majestät des Kaiser Wilhelm I. und Ihrer Majestät der Kaiserin Augusta, von der Stadt Gießen eine Stiftung zu Gunsten bedürftiger Ehepaare, welche hier ihr goldenes Ehe­jubiläum erleben, errichtet worden ist, fordern wir Alle Diejenigen, welche im lausenden Jahre ein solches Fest zu begehen haben und Anspruch auf Zuwendung, der zu 150 bemessenen, Stiftungsgabe erheben wollen, auf, sich bei uns zu melden.

Gießen, den 2. Januar 1893.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

__________________________Gnauth._________________________222

Bekanntmachung.

Durch das Krankenversicherungsgesetz vom 15. Juni 1883, in der Fassung der Novelle vom 10. April 1892 ist der Versicherungszwang vom 1. Januar 1893 ab ausgedehnt worden auf die gegen Gehalt oder Lohn im Handelsgewerbe, in dem Geschäftsbetriebe der An­wälte und Gerichtsvollzieher, der Krankenkassen, Berufs- genossenschasten und Versicherungs-Anstalten beschäftigten Personen, sofern deren Arbeitsverdienst an Lohn oder Gehalt einschließlich von Naturalbezügen, Tantiemen, Gratificationen G2/3 Mk. pro Tag, oder 2000 Mk. pro Jahr nicht übersteigt.

Handlungsgehülfen und -Lehrlinge unterliegen der Bersicherungspflicht nub, sofern durch Vertrag der ihnen nach Art. 60 des Deutschen Handelsgesetzbuches zuftehende Anspruch auf Gehalt und Unterhalt für die Dauer von 6 Wochen im Falle einer Erkrankung aufgehoben oder be­schränkt ist.

Die Arbeitgeber sind nach § 49 des Reichsgesetzes vom 10. April 1892 verpflichtet, jede von ihnen beschäftigte versicherungspflichtige Person, welche weder einer Betriebs- (Fabrik-) Krankenkasse angehört, noch in Folge Zugehörig­keit zu einer den Anforderungen des §75 des genannten Gesetzes entsprechenden freien Hülfskasie von der Verpflichtung zuin Beitritt zu einer Ortskranken­kaffe befreit ist, spätestens am dritten Tage nach Beginn der Beschäftigung bezw. alsbald nach Inkrafttreten des genannten Gesetzes anzumelden und spätestens am dritten Tage nach Beendigung des Arbeitsverhältniffes wieder abzumelden.

Wir fordern hiernach die betheiligten Arbeitgeber auf, die von ihnen beschäftigten versicherungspflichtigen Personen ohne Verzug und bei Meldung der in § 81 des genannten Gesetzes angedrohten Geldstrase bis zu 20 Mk. bei dem Rechnungsführer der Ortskrankenkasse Gießen anzumelden..

Gießen, den 2. Januar 1893.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

Gnauth. 225

Mein Ausverkauf

dauert nur bis 15. Februar.

Pfeifen jeder Art, Spazierftöeke, Geldbörfen, Schmuck­sachen und Cigarrenspitzen in nur prima Waare spottbillig.

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Holzversteigerung

im Gietzener Stadtwalde.

Montag den 9. Januar 1893, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwalde in den Districten Neuheege und Hain nach­verzeichnetes Holz versteigert werden:

A Bau-, Werk- und Nutzholz.

175 Nadelstämme mit 74,39 Festm.

76 Nadelderbstangen mit 4,59 Festm.

B. Brennholz.

Echeilh. Knüppelh. Stockh Reish.

Rmtr Rmtr. Rmtr. Wellen

Eichen 16 400

Nadel 174,5 165 60 4280

Die Zusammenkunft ist am alten Anneröder Weg, 1. Schneise.

Gießen, am 3. Januar 1893.

Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen.

Gnauth. [217

Mittwoch, 15. Februar,

Nachmittags 2^2 Uhr, sollen auf dem biestgen Ortsgericht die den Erben des Commtssionärs Blitz in Gießen gehörigen Immobilien:

Flur 22 Nr 182 975 Meter Acker auf den 20 Morgen,

Flur 25 Nr. 20M/w 1218 Meter Acker in den Rodtgärten auf der Rod- bohl,

Flur 25 Nr. 204Vio 888 Meter Acker daselbst

öffentlich meistbietend öerftdgert werden.

Gießen, 3. Januar 189;.

Großh- Ortsgericht Gießen.

____________I. A.: Bogt.________[216

Donnerstag, 5. Jannar,

Nachmittags 2 Uhr, zu Gießen in der Bieker'schen Hofraithe sollen gegen Baar öffentlich versteigert werden:

1 Pianino, 1 Garnitur Polstermöbel, 1 Posten Cigarren, 1 Cassaschrank, 1 Secretär, 2 Verticows, 2 Sophas u. s. w

Versteigerung vorauss. theilw. bestimmt.

Engel.

221 Gerichtsvoll,ieher.

Bbcrhessisch - Pfälzischer Güterverkehr.

Mit dem heutigen Tage tritt der Nach­trag IV zum Taris für den vorbezeichne­ten Güterverkebr in Kraft.

Nähere Auskunft über dessen Inhalt erthetlen die Güterabfertigungen-

Gießen, den 1. Jam ar 1893.

Großh Dtrection [208 der Oberhessischen Eisenbahnen.

Wer von Zinsen lebt.

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nung. Seit Bestehen der Colonie sind ausgenommen worden im Ganzen 2146 Mann, dagegen abgegangen im Ganzen 2026, bleibt Bestand am 1. Januar 1893 120 Mann. Abgewiesen wurden im Monat December 46 Mann.

Offenbach, 29. December. Gestern trieb hier eine große Eisscholle vorüber, auf welcher sich sechs Gänse in Gesell­schaft eines Hundes befanden. In Frankfurt, zwischen der Obermain- und der alten Brücke, gelang es die Thiere zu landen.

Vom Main, 1. Januar. In der Kl ai b er'schon Stein­mühle bei Lichtenau wurde vorgestern ein Müllerbursche beim Schmieren des Mühlrades von letzterem erfaßt und zer­malmt. Der Unglückliche hielt noch das unzerbrochene Ge­fäß in der Hand. Das Mühlrad blieb plötzlich stehen, wo­durch man erst auf das Unglück aufmerksam wurde.

Mainz, 1. Januar. Gestern wurde im Regierungsge­bäude unter dem Vorsitze des Herrn Kreisschulinspectors und unter der Betheiligung der älteren Lehrer des Kreises ein Unterstützungsverein für hilfsbedürftigeSchul- tinber «ber Lanborte des Kreises gebildet. Dank der opferwilligen Thätigkeit des Lehrerpersonals gingen für diesen edlen Zweck innerhalb weniger Wochen nahezu 3000 Mk. ein.

Worms, 2. Januar. Wegen starken Eisganges ist heute der Gütertraject eingestellt. Der Güterverkehr geht über Mainz.

Mannheim, 30. December. Zeugen eines grauen­erregenden Schauspiels wurden heute Nachmittag gegen 4 Uhr die Paffanten des Weges am Kosackenstall. Zwei Artilleriepferde jagten, scheu geworden, in vollem Galopp daher, einen halbbeladenen Heuwagen nach sich ziehend. In den Zugsträngen hing ein Kanonier, der sich mit den Sporen verfangen hatte und mitgeschleift wurde. Am Ausgange zum Schloßgarten gerieth der Bedauernswerthe unter die Räder, die ihm über Brust und Hals gmgen. Nun erst konnten die Pferde angehalten werden. Der Schwerverletzte wurde nach dem Lazareth verbracht; es ist ein im dritten Jahre dienender Mann.

Stuttgart, 2. Januar. Nach hier eingegangener Nach­richt ist in Pforzheim in der Nacht zum 1. Januar durch Schießen mit scharfgeladenen Revolvern grober Unfug verübt worden. Ein Goldarbeiter wurde in die Stirn getroffen und blieb tobt, der Polizeimeister Haas erhielt einen Schuß in den Schenkel.

* Dortmund, 1. Januar. DaS alte Jahr schloß hiermit

zwei scheußlichen Blutthaten. In der neuen Radstraße stach am Sylvesterabend ein Pole einen andern ohne irgend welche Veranlassung nieder. Der Gestochene vermochte noch zur Polizei zu gehen, wo er sterbend zusammenbrach. Ein anderer junger Mensch wurde, halbentkleidet, auf der Straße mit einer schweren Kopfwunde aufgesunden. Polizeibeamte sorgten für die Ueberführung des Verletzten ins Krankenhaus, wo er, ohne die Besinnung wieder erlangt zu haben, gestorben ist.

* Cottbus, 31. December. Ein entsetzlicher Act spielte sich heute Vormittag 11 Uhr aufshiesigem Bahnhofe ab. In großer Aufregung erschien, nur leicht bekleidet, der Eisenbahnwagenmeister Lehmann auf dem Bahnhofe und warf sich vor die Maschine eines eben einlaufenden Rangir- zuges. Er wurde furchtbar zermalmt und auf der Stelle getödtet. Bald danach erschienen die Kinder Lehmanns, nach ihrem Vater schreiend, und gaben an, er habe daheim die Mutter nach einem vorausgegangenen Streite erstochen. Der Mann war kurz vorher vom Nachtdienst nach Hause gekommen.

* Das Gold der Kehle. Demnächst soll in der Pariser Großen Oper die 100. Aufführung von GounodsRomeo und Julie" stattfinden. Es war beabsichtigt, Adelina Patti zur Mitwirkung zn engagiren. Die Unterhandlungen haben sich jedoch bei Aufwerfung der Geldfrage zerschlagen. Man bietet der Sängerin für den Abend hier nur 5000 Fr., und sie hält es unter ihrer Würde, für diesen Preis zu singen, da ihr in Amerika 25,000 und in Brasilien sogar 30,000 Fr. geboten werden.

Uiriversitäts - Nachrichten.

Erlangen, 31. December. Der Professor der Theologie See berg erhielt einen Ruf nach Berlin.

»pirlplan der vereinigten frankfurter Stadttheatrr.

OprruhauO.

Mittwoch den 4. Januar: Viertes Abonnements-Concert, unter Leitung des Herrn Dr. Franz Wüllner aus Köln. Donnerstag den 5. Januar, Nachmittags 3*/2 Uhr: Sneewittchen. Abends 7 Uhr: Grtngotre. Hierauf: Ballet. Zum Schluß: Cavalleria rusticana. Freitag den 6. Januar, Nachmittags 3tz, Uhr: Snee­wittchen. Abends 7 Uhr: Bettelstudent. Samstag den 7. Januar, Nachmittags 3Vr Uhr: Sneewittchen. Abends 7 Uhr: Grtngoire. Ballet. Cavalleria ruaticana. Sonntag dm 8. Januar, Nachmittags 31/2 Uhr: Sneewittchen. Abends 7 Uhr: Norma. Montag den 9. Januar, Nachmittags 3>/a Uhr: Snee­wittchen.

Mittwoch den 4. Januar: Zum ersten Male: Der Comödian t. Donnerstag den 5. Januar: Ortentreise. Freitag den 6. Januar:

Was Ihr wollt. Samstag den 7.«Januar: Der Comödiant. Sonntag den 8. Januar, Nachmittags 3tz, Uhr: Der alte Bürger- capitain. Die Jungfern Köchinnen. Abends 7 Uhr: Alt- Frankfurt.

Verkehr, Land- rrnd Volkswiriyschaft.

«Uten, 3 Januar. Marktbericht. Auf dem heutigen «ochenmarkt kostete: Butter pr- Md. X 1,CO1,12, Hübnereier per Stück 7-8 2 Stück - Käse pr. St. 58 X Käsematte

pr. St. 3 X Erbsen vr. Ater 20 X Ansen pr. Ater 32 X Tauben vr. Paar X 0.601,00, Hühner pr. Stück A 0,851.00, Hahnen pr. St X 1/0-1,30, Enten pr. St. X 1,50 bis 1,70, Ochsenfleisch pr. Pfd. 6872 H Kuh- und Rindfleisch pr. Md. 50-56 H, Schweine, fleisch pr. Pfd. 60-70 H, Kalbstetich pr. Pfd. 40-50 X Hammel­fleisch pr. Pfd. 40 70 4, Kartoffeln pr. 100 Kilo 4/00,00 X, Weißkraut pr. Stück 5-12 -V Zwiebel'- pr. Centner 8,008.50 X. Milch dt. Ater 12-18 X Gänse pr. Pfd. 5668 A.

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