Erkrankungen und drei Todesfälle, im gleichen Zeiträume in Hamburg 17 Erkrankungen und sechs Todesfälle erfolgt.
Berlin, 3. Januar. Dem Bundesrathe ist ein Gesetzentwurf, betreffend das Pfandrecht für die von Boden- Eredit-Gesellschaften ausgegebenen Schuldverschreibungen von Elsaß-Lothringen, zugegangen.
Berlin, 3. Januar. Der „Vorwärts" sagt über Reichensperger, er war ein Politiker der fast ausgestorbenen Art, bei denen persönliche Ehrenhaftigkeit den Kern bildet.
Altona, 2. Januar. Die Frau des Millionärs Hamdorf ist ander Cholera gestorben, außerdem wurde heute ein zweiter Erkrankungssall constatirt.
BreSlau, 2. Januar. Rechtsanwalt Hertwig hat die Candidatur in Liegnitz definitiv angenommen. Paasch ist zurückgetreten.
Köln, 2. Januar. Der „Köln. Volkszeitung" zufolge dämpfte die fast 4000 Mann beschäftigende Narrow Steel Company sämmtliche elf Hochöfen wegen Lohnstreitig- f eiten.
• Lübeck, 2. Januar. Wegen des in der „Eisenbahnzcitung" veröffentlichten Artikels über Soldatenmißhandlungen fanden in Schwerin Verhaftungen von betheiligten Unteroffizieren statt, welche vor das Kriegsgericht gestellt werden sollen.
Wien, 2. Januar. Anton v. Schmerling, welcher im Jahre 1848 Reichsminister, später österreichischer Cabi- netschef und der Schöpfer der Februarverfaffung war, liegt im Sterben.
Paris, 2. Januar. Bei dem Neujahrsempfang erklärte Präsident Carnot, er habe Vertrauen in die Einsicht und den klaren Blick des Landes, welches die Ehre, das Recht und die Wahrheit hochhalten werde. Die Regierung könne mit Ruhe in die Zukunft blicken. — Das revolutionäre (So mite hat täglich geheime Zusammenkünfte in verschiedenen Localen. Dasselbe erließ in vergangener Nacht einen Aufruf, worin große Ereignisse bei der Eröffnung der Kammer an- gekündigt werden, welche das Ende des Parlamentarismus herbeiführen werden. Ein Mitglied des Comües wurde heute Nacht verhaftet.
Paris, 2. Januar. Delahaye erklärte, er und seine Freunde würden ein geplantes Ersticken der Panama-Affaire verhindern und sorgen, daß mindestens hundert Abgeordnete strafrechtlich verfolgt werden.
Amsterdam, 3. Januar. Ernste Unruhen der Arbeitslosen werden aus den Provinzen Friesland und Oberyssel gemeldet. In Wartslous zertrümmerten die Arbeitslosen die Fensterscheiben der wohlhabenderen Einwohner und bewarfen die Polizisten mit Steinen, worauf diese von Ihren Revolvern Gebrauch machten. Ein Arbeiter wurde ge- tödtet, viele wurden verwundet. Eine große Anzahl Verhaftungen wurde vorgenommen. In Fokel feuerten die Arbeitslosen auf die Polizisten.
Brüffel, 3. Januar. Die liberale, radicale und socialistische Presse weist die Vorschläge der Regierung zur Revision der Verfassung zurück und fordert eine rückhaltslose, sehr energische Wiederaufnahme der Agitation zu Gunsten des allgemeinen Stimmrechts.
Aus dem Verwaltungsberichtc der Grotzh. Bürgermeisterei Gießen.
(Fortsetzung).
Was die geschlossene Armenpflege anlangt, so waren im städtischen Hospital 15 männliche und 20 weibliche Personen mit zusammen 8311 Pflegetagen untergebracht, davon 11 Männer und 16 Frauen ständig. Die Verhandlungen über den Neubau eines städtischen Hospitals wurden eingeleitet durch Beauftragung der durch die Herren Geheimer Medieinalrath Prof. Dr. Riegel und Pfarrer Schlosser ver- stärkten Baudeputation mit Erstattung von Vorschlägen über Programm und Baustelle für den fraglichen Neubau. — Nach vorläufigem Beschluß der Armendeputation hätte der Neubau jedenfalls Fürsorge zu treffen für die Unterbringung nachstehender Kategorien von Hülfsbedürftigen: 1. Anderweit pfleglose Sieche und chronisch Kranke. 2. Gutartige Blödsinnige. 3. Vorübergehend Obdachlose. 4. Kinder, welche in Ermangelung von Familienpflege vorübergehend oder vor Uebersührung in Besserungsanstalten geeigneter Unterkunft entbehren. 5. Kranke, welche in den Kliniken keine Aufnahme finden. 6. Genesende. 7. Pfründner und Pensionäre. Das neue Hospital hätte zugleich der 'offenen Armenpflege — wenn thunlich — als Ausgabestelle für Naturalien (Brod, Kohlen, Kleidungsstücken rc.) zu dienen. Der Bauplatz und die ganze Anordnung wäre so zu wählen, daß für genügende Beschäftigung der HoSpitaliten, insbesondere in der eigenen -Ökonomie der Anstalt Gelegenheit geboten wäre. — Die Üeberhäufung deS Stadtbauamtes mit anderen, bereits genehmigten Ausführungen und Projecten hat von Zusammentritt und Arbeitsbeginn obiger Specialcommission bisher absehen laffen. Ganz oder zum größeren Theil auf Kosten der Armenkasse waren im Landeshospital zu Hofheim 10, in der Landesirrenanstalt zu Heppenheim 5 Personen untergebracht - des Weiteren 4 Personen in der Anstalt für Epileptische zu Bethel, 1 Knabe im Reichswaisenhaus zu Lahr. In Er- ziehungs- und Besserungsanstalten werden erzogen 26 Kinder, darunter 20 aus Grund des Gesetzes über die Zwangserziehung vom 11. Juni 1887 (gegenüber 20 bezw. 15 des Vorjahres).
Die mit dem städtischen Hospital verbundene Plock'sche Stiftung hat im abgelaufenen Rechnungsjahr 11 Pfründner gegen einen täglichen Satz von 1.20 Mark im Hospital untergebracht gehabt. Das Capitalvermöqen der Stiftung hat sich insbesondere durch Verkauf von Grundstücken von 105 595.71 Mark um 4314.29 Mark auf 109910 Mark erhöht.
An neuen Stiftungen und sonstigen Zuwendungen für hiesige Arme sind tm Berichtsjahr zugegangen: 1) die
Stiftung der verstorbenen Ludwig Theodor Felsing Eheleute im Betrage von 5142.85 Mark, aus deren Zinsen alljährlich am Einsegnungstage der Stifter, dem 7. Januar, */« an zehn in Gießen geborene, würdige Arme, und 76 an fünf würdige Wittwen, nach Auswahl des OrtS- vorstandes, auf dem Rathhause zu gleichen Theilen vergeben werden sollen- 2) die Stiftung des verstorbenen Herz Schulhof im Betrage von 770 Mark für die Armen der Stadt Gießen; die Zinsen dieser Stiftung sollen nach Beschluß der Stadtverordneten-Versammlungalljährlich demDispositions- fonb der Armendeputation überwiesen werden.
Eine wesentliche und dankbar anerkannte Unterstützung in der Armen- und Krankenpflege hat die städtische Verwaltung auch in diesem Jahre Seitens der beiden in unserer Stadt für freiwillige private Armenpflege bestehenden Vereine erfahren. Der Allgemeine Verein für Armen- und Krankenpflege hat — was die Armenpflege anlangt — 175 Personen und Familien in 832 Fallen mit im Ganzen 5197.92 Mark unterstützt. In der Krankenpflege waren beschäftigt 7 Schwestern, die in 302 Familien zusammen 330 ganze Tagespflegen, 7012 Pflegbesuche (d. h. Besuche bis zur Dauer eines halben Tages) und 709 Nachtwachen leisteten. Außerdem wurde — zum Theil mit Beihilfe der Armenkaffe — 18 Kindern eine Badekur im Elisabethhause zu Bad- Nauheim gewährt. Die Shrippe war im Ganzen an 277 Tagen geöffnet und zählte 4426 Kinderpflegetage, somit einen durchschnittlichen Besuch von 16 bis 17 Kindern. Die Ausdehnung des Miethpatronates auf das ehemals Volp'sche Haus in der Lindengaffe hat sich — nachdem zum Umbau desselben 4556.76 Mark verwandt waren — vollzogen, desgleichen ist vom Stadtvorstand zu gleichem Zweck beschloffen die Ueber- weisung der entsprechend auszubauenden ehemaligen Stall- meisterhosraithe auf dem Brand an den Allgemeinen Verein gegen eine jährliche Miethvergütung von rund 600 Mark.
Der Verein für Krankenpflege hat im Jahre 1891/92 7 Schwestern beschäftigt und für deren Unterhaltung, Miethe rc. 3039.82 Mark aufgewendet.
Für die Ausführung des Gesetzes über die Krankenversicherung kommt in unserer Stadt zunächst die Ortskrankenkasse in Betracht, neben welcher dahier noch 14Fabrik- krankenkassen bestehen. Die Ortskrankenkasse hat im Jahre 1891 durchschnittlich 1760 männliche und 115 weibliche Mitglieder gezählt mit 10281 Krankheitstagcn der männlichen und 1355 der weiblichen Mitglieder. Im Laufe des Jahres sind verstorben 10 männliche und ein weibliches Mitglied. Die Kasse hat an Einnahmen aufzuweisen 32118.56 Mark, an Ausgaben 30539.44 Mark, sonach baarerRest 1579.12Mark. Das Capitalvermögen der Kasse betrug Ende 1891 10827.89 Mark gegen 9853.04 Mark im Vorjahre.
Die mit Durchführung des Gesetzes bet. die Invali - ditäts- und Altersversicherung für die Bürgermeisterei erwachsenden Arbeiten haben im Lause des Berichtsjahres in Folge des zahlreichen Wechsels unter den Versicherten und ihren Arbeitgebern und nach dem erstmaligen Kartenaustausch, wie wegen der aus Gründen der Controlle für unerläßlich erachteten Verwendung zweier Beamten bei Führung derselben erfordert, daß neben dem Controlleur der dafür vorzugsweise berufene Gehilfe Brod fast ausschließlich mit den Geschäften dieser Versicherung befaßt war. Es sind dabei der Bürgermeisterei alle diejenigen Versicherungspflichtigen zugetheilt, welche nicht der Ortskrankenkaffe oder einer der hiesigen Betriebs- oder Fabrikkrankenkassen angehören; die Gesammtzahl derselben betrug am Schluß des Berichtsjahres 3266 bei 1136 Arbeitgebern - an Marken wurden verwendet im Jahre 1891 ein Betrag von 20 736.06 Mark. Die vierwöchentliche, auf Kosten der Stadt erfolgende Erhebung der Beiträge in den Wohnungen der Arbeitgeber hat sich bewährt, immerhin aber einen Aufwand erfordert von 493.20 Mark. Außer Verhältniß dazu, sowie zu dem Gehalt der beiden Beamten steht die der Stadt dafür gewährte drei- procentige Vergütung von 708.47 Mark. Altersrente beziehen 17 Versicherte und zwar: I. Klasse (106.80 Mark) 10, II. Klasse (135 Mark) 4, III. Klaffe (162.80 Mark) —, IV. Klasse (191.40 Mark) 3.
(Fortsetzung folgt.)
Locales unb provinzielles,
Gießen, 3. Januar 1893.
— Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten Donnerstag den 5. Januar 18 9 2, Nachmittags 4 Uhr: 1. Einführung und Verpflichtung der neugewählten Mitglieder der Stadtverordneten-Versammlung. 2. Die Durchführung des Reichsgesetzes über die Gewerbegerichte - hier: Erlaß eines Ortsstatuts. 3. Den Nachlaß der verstorbenen Lehrerin Karoline Henry. 4. Die anderweite Verpachtung der bisher von Heinrich Schürz innegehabten Bleiche.
— Aus der Garnison. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, dem Zahlmeister a. D. Kronbauer, in Anerkennung seiner langjährigen treugeleisteten Dienste, die Krone zum Ritterkreuz 2. Klaffe des Verdienstordens Philipps des Großmüthigen zu verleihen. — Der Regiments Commandeur Herr Oberst Perthes hat sich nach Berlin begeben, um Seiner Majestät dem Kaiser die Glückwünsche Allerhöchstseines Infanterie-Regiments Kaiser Wilhelm zum Jahreswechsel persönlich darzubringen.
— Wohlthätigkeits-Concert. Auf das am 8. d. MtS., Abends 7 Uhr, im Clubsaale stattfindende Wohlthätig- keits-Concert wollen wir hiermit nochmals besonders Hinweisen. Ganz abgesehen von dem edlen Zweck, der Bestrebungen unterstützen soll, die zu fördern immer dringlicher wird, so bietet daö Concert auch vom musikalischen Standpunkte aus soviel Hervorragendes, daß ein Besuch desselben durchaus lohnend ist. Bei der Ausstellung deS Programms ist jedem Geschmacke Rechnung getragen, Klassisches und Modernes ist in geschicktester Weise vertheilt und wenn auch ein großer Theil der Nummern von Nichtzünfligen zu Gehör '
gebracht werden wird, so ist auf einen ungetrübten musikalischen Genuß sicher zu zählen. Wir verfügen hier in Gießen über eine Anzahl von Kunstfreunden, deren Können sich weit über das Niveau des Dilettantismus erhebt- eS ist das Verdienst der geschätzten Veranstalterin deS Eoncertes, diese Kräfte neben den beiden Berufskünstlerinnen gewonnen zu haben, wodurch ein Ensemble geschaffen, welches auch ohne Unter-- stützung des Localpatriotismus als ein vorzügliches zu bezeichnen ist. So sind denn alle Voraussetzungen zu einem Wohlgelingen vorhanden und laffen hoffen, da ja auch die Vormerkungen auf Sperrsitze fleißig benutzt wurden, daß den freundlichst bereitwilligen Mitwlrkenden ein volles HauS und dem edlen Zweck eine reiche Spende zu Theil werden wird.
— Der Ausgang ;um hölzernen Steg auf der Göthe- straße ist ein so schmaler, steiler, daß sein Passiren bei Glatteis und Schnee und auch sonst nicht unbedenklich. ES wäre zu wünschen, daß derselbe entweder verbreitert oder auf beiden Seiten mit Schutz-Geländer versehen würde.
— Zur befferen Orientirung des reisenden Publikums- sei hier darauf aufmerksam gemacht, daß die von den Eisenbahnverwaltungen zum Aushang bestimmten Fahrplane für die Stationen des eigenen Bahngebietes auf hellgelbem und für Stationen anderer Bahnbezirke auf weißem Papier gedruckt sind. Die von der Antrittsstation abgehenden Züge sind mithin allemal auf den gelben Fahrplänen zu suchen.
— Wenn wir schon oft den ausgestellten Serien im Panorama Bahnhofstraße 23 unsere Bewunderung zollten, so übertrifft dieser Cyclus die Königsschlöffer von Herren- Chiemsee und Neuschwanstein doch alles bei weitem in der prachtvollen künstlerischen Farbenbeleuchtung. Die Prachtbauten von Herren-Chiemsee und Neu Schwanstein sind vom Könige selbst erdacht und geschaffen worden. Der König selbst hat die reizenden Bauten ins Leben gerufen. Und darum sind sie eben, ergreifender, packender; wie man sagt, er hat der Herrlichkeit nicht nachgeeifert, seine Einrichtungen find kein Plagiat von Versailles, er hat nur die Ideen der Künstler des großen Königs anerkannt, gewürdigt und mitverherrlicht.
— Zulassung zur Rechtsanwaltschaft. Am 2. December wurde der GerichtSaffeffor Dr. Ferdinand Stein in Mainz zur Rechtsanwaltschaft bei dem Landgericht der Provinz Oberhessen , — am 20. December wurde der GerichtSaffeffor Dr. Heinrich Fulda in Darmstadt zur Rechtsanwaltschaft bei dem Landgericht der Provinz Starkenburg zugelaffen.
□ Ruppertenrod, 2. Januar. Das neue Jahr hat mit seinem Anfang drei hiesige Familien in Trauer versetzt. Seit vorgestern sind dem Würgengel Diphtheritis wieder vier Kinder zum Opfer gefallen, welche alle vier gegenwärtig aus der Todtenstreu liegen. Eine Familie verlor zwei SHnber, worunter eine Schülerin von sieben Jahren. Wir warnen nachdrücklich vor der Ansteckungsgefahr dieser schlimmsten aller Kinderkrankheiten, die immer noch nicht die genügende Beachtung findet.
§ Ans dem Ohmthal, 2. Januar. Mit einer sehr strengen Kälte hat und das neue Jahr begrüßt. In der verflossenen Nacht sank das Thermometer neun Grad unter 0 R. Die Ohm, welche in ihrem oberen Lauf nur Quellwasfer führt, ist gänzlich zugefroren. Die Fensterscheiben in den Wohnzimmern sind auch am Tage nicht eisfrei zu halten. Von großen Vortheil ist es für die Wintersaat^ daß sie vor dieser strengen Kälte durch eine gleichmäßige Schneedecke vollständig geschützt ist.
Grünberg, 1. Januar. Ein trauriger Anfang des neuen Jahres ist einer hiesigen Familie durch den bodenlos leichtfertigen Unfug, der in überhand nehmender Weise namentlich zu Neujahr mit den „Fröschen" genannten Feuerwerks- körpern getrieben wird, bereitet worden. Einem Sohne dieser Familie sprang in der verfloffenen Nacht beim Explo- diren eines derartigen gefährlichen Spielzeuges kleiner und großer Buben dieses in ein Auge und verletzte dasselbe dergestalt, daß seine Sehkraft wahrscheinlich für immer verloren und der dedauernswerlhe Junge damit für Lebenszeit unglücklich gemacht ist.
Friedberg, 1. Januar. Am 30. December waren eS 25 Jahre, daß Medieinalrath Dr. Lorenz als Kreisarzt hierher versetzt wurde. Aus diesem Anlasse wurden dem verehrten Manne, Arzte und Künstler die innigsten Glückwünsche seiner Freunde entgegengebracht. Möge ei noch lange unserer Stadt und unserem Kreise erhalten bleiben.
-r. Neu - Ulrichstein, 1. Januar. Monatsbericht der Arbeiter-Colonie pro December 1892. Ende December 1892 sind in der Kolonie stellen-, resp. arbeitslos 120 Mann. Dieselben verthellen sich auf das Groß- herzogthum Hessen 32, Regierungsbezirk Kassel 20, Regierung"S- bezirk Wiesbaden 14. Königreich Preußen: Provinz Rheinlande 5, Provinz Hannover 1, Provinz Westfalen 1, Provinz Sachsen 2, Provinz Brandenburg und Berlin 3, Provinz Schlesien 3, Provinz Posen 1, Provinz Pommern 3, Provinz Ost- und Westpreußen 3, Provinz Schleswig-Holstein 1. Königreich Bayern 8, Königreich Sachsen 5, Königreich Württemberg 5. Großherzogthum Baden 3 - thüringische Staaten 5. Fürstenthum Lippe-Detmold 1, Fürstenthum Waldeck 1. Ausland : Schweiz 2, Oesterreich 1. Hiervon waren: Arbeiter 56, Anstreicher 2, Bäcker 3, Bergleute 1 , Buchbinder 1, Buchdrucker 2, (Sartonagearbeitcr 1, Commis 1, Conditor 2, Drechsler 1, Färber 3, Former 1, Gärtner 2, Glaser 1, Goldarbeiter 1, Handschuhmacher 1, Heizer 1, Kaufleute 4, Kellner 1, Landwirthe 1, Masseur 1, Maurer 3, Müller 1, Papiermacher 1 , Polsterer 1 , Sattler 1 , Schlosser 2, Schmiede 3, Schneider 6, Schreiber 2, Schreiner 2, Schriftsetzer 2, Schuhmacher 3, Seiler 1, Tüncher 1, Weber 2, Zimmerleute 1, Zinngießer 1. Im Monat December wurden entlasten 16 Mann, und zwar in die Familie 1, auf eigenen Wunsch 11, zum Militär 2, wegen Arbeitsscheue 2. Verpflegungstage im December 1892: 3837. Gearbeitet wurde an 3218 Tagen, hierunter 3027z Tage für fremde Rech-


