Ausgabe 
3.12.1893 Drittes Blatt
 
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1893

Sonntag den 3. Derember

Nr. 285 Drittes Blatt

Amts- unb Attzeigeblatt für den "Kreis dficfoen.

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der Praxis im Gartenbau

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Die Gießener

Waten bcm >n»eiger ü»ßch«ttttch brtimel belegt.

4 Wie wichtig z. B. ist für den Obstzüchter, für den Ziergärtner die Kenntnttz der Organtsirung der verschiedenen Knospenanlaqen an den jetzt kahlen Zweigen seiner Pfleglinge. Wie Wenige sind mit dieser hochinteressanten Materie vertraut und welch unge­heueren Schaden verursacht daS Nichtwissen jährlich in den deutschen Gärten!

Vanen sagen, das, selbst in reich angelegten Parks uno Wien on gerade ber entzückendste Flor der schönsten frühiabrlichen Blüthen- sträucher durch diesen Umstand zu nickte gemacht wird, daß landauf, landab, Jahr für Jabr, ganze Berge röstltcherFruchtebefonders der Spaliere, In ihren Urketmen dahtnsmken, weil eS beim Beschnitt an der unbedingt nöthtgen Knospenkenntnlß fehlte!

Ein Leer von lebensfreudigen Knospen bedeckt letzt die kahlen Zweige und Kronen der Bäume und Stläucher und jebe davon ist das traulichste Stübchen, das wir uns denken können, das, warm gepolstert, zart tapezirt, mit vielen Zwischenräumen versehen, trotz seiner Enge so viele Dinge enthält, daß wir darüber staunen muffen. So gleichgestaltet uns alle Knospen oder Augen am winterlichen Baume auch dünken mögen, so verschiedenartig ist ihre Bednitung und innere Anlage. Sie zu erklären, gebricht es mir hier an Raum. Ich will nur erwähnen, daß der Kenner hier von Gipfel- oder Terminalknospen, Seiten- oder Achselknospen und von Adventiv­knospen spricht. Die einfachen BlatlknoSpen sind eine wettere Art. Und nun gar die Blülbenkospen! Sind diese nicht Wunderdinge deS winterlichen Gartens? Bei unseren Fruchtbäumen häung am sogen. Frucht- oder Qutrlholz stehend, sind sie. für uns wohl.diem- teressamesten Knospengebilde. Sie unterscheiden sich von den Blatt, knospen schon durch ihr größeies Volumen, durch ihre rundliche breite Form. Der geschulte Blick des Gartenfreundes erkennt sie o- fort, aus ihrem zahlreichen Vorhandensein vermag er schon im ets- starrenden Wtnt-r sichere Schlüsse auf kommende reiche Bluthen- tage, und ungefähr auf Obstaussichten eines nachfolgenden Herbstes

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kedaction, und Druckerei:

Kernsprecher 5L

wieder einmal bewiesen, wie vortrefflich sie es, Dank der Einigkeit unter sämmtlichen Corporationen und der umsich­tigen Thätigkeit des Studentenausschusses versteht, größere studentische Feste zu veranstalten. Freilich fehlten diesmal die sonst zahlreich erschienenen Damen, doch that dies dem Verlauf nicht allzuviel Eintrag. Der Eröffnungssalamander galt natürlich dem Großherzoge, ihm folgten dann noch Huldigungen für den deutschen Kaiser, die Lehrer der Hoch­schule u. s. w., bis dieFidulität" begann, welche die Thetl- nehmer noch bis zur frühen Morgenstunde in dem geschmackvoll ausgeschmückten Saale beisammen hielt. Unsere Studentenschaft ist auf dem besten Wege sich immer mehr Ansehen in der Bürgerschaft zu erwerben und auch ihre Stellung in der Gesellschaft immer mehr zu festigen und zu heben. Solange die Technische Hochschule noch wenig Studierende zählte, war von den academischen Bürgern nickt sehr viel wahrzunehmen, jetzt dagegen, wo sie fast 700 Besucher aufweisen kann und also, was die Frequenz anlangt, mit mancher Universität wett­eifern kann, ist das bedeutend beffer geworden, und ist nur erst einmal der mächtige Neubau unserer Technischen Hochschule im Herrengarten vollendet, so werden wir es wohl auch in kurzer Zeit biö auf 1000 Besucher bringen, denn bis jetzt sind es nur die sehr beschränkten räumlichen Verhältnisse in dem alten Bau, der noch viele Studierende sernhält. Freilich ist dieser großartige Aufschwung auch erst in den letzten Jahren eingetreten, war es früher doch einmal nahe daran, daß die Hochschule, damals noch Gewerbeschule genannt, ganz aufgehoben werden sollte.

An Concerten und ähnlichen Unterhattungen hat uns die vergangene Woche mancherlei bescheert. In den nächsten Tagen beginnt Herr William Büller, der auch bet Ihnen wohl bekannt ist, ein größeres Gastspiel an unserem Hoftheater, dann wird es freilich bis nach Weihnachten in den Concett- sälen etwas stiller werden und erst der Beginn der Faschings­zeit wird wieder gesellige und künstlerische Vergnügungen in größerer Zahl bringen. Welche Vorbereitungen die Carnevals- vereine für die närrische Zeil planen, ist noch nicht verraihen worden, auch der Schleier dieses Geheimniffes wird aber wohl bald fallen. Z"

i dreiste Voarlmiere und Qucckengräfer, die selbst unter der Schnee- ! decke weiter wuckern, sondern ganze elegante Pflanzengmtcken hoch- oben auf den kahlen Aesten und Stämmen der Baume, glercksam wie wenn sie die winterttcke Blöße derselben mit freundlichem Grün und zartem Silb rgrau bedecken wollten. Die Moose und Flechten meine ich, die, obzwar wir sie auf den Bäum«' nicht dulden wollen keineswegs Schmarotzer, wie z. B. die Mistel, sind. Wer hat das

Fenilleton.

Wochendriefe aus der Residenz.

(Ortgtnalbericht für denGießener Anzeiger".)

Darmstadt, 1. December 1893.

D>te Feier von Großherzogs Geburtstag. - Schüleraufführuug. Festcommers. Verschiedeues.

Ueber den Verlauf des Geburtstagsfestes unseres all» verehrten Landesherrn soll der heutige Brief seinen Lesern in größerem Umfange berichten, als es in dem redactionellen Theile dieses Blattes möglich gewesen wäre. Im vorigen Jahre war die Feier etwas still verlaufen, da das Trauerjahr für Ludwig IV. noch nicht verstrichen war und der junge Großherzog daher noch nicht an einer größeren fesllichen Ver­anstaltung theilnehmen konnte. Anders diesmal - die Stadt hatte ein reiches Festgewand angelegt, alle öffentlichen Gebäude und eine Unzahl von Privathäusern prangten im schönsten Flaggen- schmucke. Früh morgens wurden auf dem Stadtkirckthurme Choralweisen geblasen, daran schloß sich eine große, von sämmtlichen Regimentßcapellen ausgesührte Reveille. In den Schulen fanden die üblichen Festacte statt und in der Stadt- und katholischen Kirche vereinigte ein gemeinsamer Gottesdienst die Civil- und Militärgemeinde. Für das schaulustige Pub­likum, das trotz des sehr wenig festlichen Schneegestöbers in großer Menge durch die Hauptstraßen promenirte, gab's bei der großen Paroleausgabe aus dem Paradeplatz gegen 12 Uhr ein buntes 'militärisches Schauspiel zu bewundern. Em großes Festmahl fand , im Saalbau statt, wobei Se. Excellenz Herr Staatsminifter Finger den Toast auf den Großherzog aus­brachte, der selbstredend mit Jubel ausgenommen wurde. Der Abend brachte dann noch festliche Veranstaltungen der ver­schiedensten Art. Im Hostheater fand große Festvorstellung statt. Dazu waren sämmtliche Besucher in großer Toilette erschienen, so daß das strahlend hrll erleuchtete, dichtgesüllte Haus einen ganz prächtigen Anblick bot. Seine Kgl. Hoheit der Großherzog erschien mit seiner hohen Schwester, Prinzessin Alix, von den Anwesenden mit lautem Vivatrufe empfangen,

zu flehen. freudelosen Decembergarten, liegen in diesen aus- gereisten Blüthenknospen schon die Blüthen in winzigen Mtniatur- sormen vorgearbettet und, wie bet unteren Aepfel- und Birn­bäumen rc., auch ganze Blüthenbusckel. als Bedeckuni, des ichlafenden Blüthenautrls. So groß ein matfrtsch entfalteter solcher Blüthen- quirl ist - ein förmlicher Blumenstrauß - so iand er dock in der kleinen Blülhenwiege der Knospe seinen R-um unb hat da Eis und Stürme des Winters, sorgfältig mütterltck beschützt und verwahrt durchlebt! Wer an seinen Bäumchen aus Uickenntniß anstatt der unnöthtgen Triebe die Zweigchen mit solchen Knospen wegschne'det, schneidet sich zugleich die Hoffnung auf Bluthe und HuchtuMe da­mit ab, denn neue Blüthenknospen entstehen bis zum Frühling rncht mehr Es thut also Roth, sich einige Knospenkenntmß anzuetgnen. Nähere Anleitung gibt jede practtsche GartenzeUung dazu.

Während diese Welt der Knospen ihren stillen Schlaf vollsuhrt, fristen andere pflanzliche Kletnwelten im winterlichen Garten ein lustiges lebendiges Dasein, ja feiern sogar, wenn der Frostpanzer ihre zarten Glieder nicht zu iehr umstarrt, srohltche Blüthen- und Frucktfeste! Ich meine damit noch nicht einmal die frechen, mit

trübe Zett zu schreiten. m ,

Aber stehen auch an der Gartenpforte tjetzt die Worte Winter, Nacht, Nord geschrieben und schreiten und tanzen in launischem Wechsel über die kahlen oder nur spärlich bestellten Beete Nebel, Regen, Sturm, Scknee und EiS, so bleiben doch für den liebevollen Freund seines Gärtchens eine Menge schüchterner, ja selbst freudiger Lebensregungen im scheinbar erstorbenen Reiche zurück, die ihm detz- halb doppelt anziehend erscheinen müssen. Ja, ick geljejogar noch weiter, indem ich den L ser versichere vaß unser winterlicher Garten für ben Freund der Natur betontere In seiner verborgenen Welt, eine solche Fülle von Interessantem in sich birgt, was alles zu be­trachten, ergründen und zu zergliedern selbst die lange Reihe der Winter tage nicht ausreichen würde. Und dabet sind sehr viele dieser Dinge nicht blos Unterhaltunasobjekte für den Wißbegierigen, son­dern werthvolle Lehrmittel für ben Gartenfreund zur Forderung

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beobachtet? Gewiß Wenige. Und es ist doch sohochmtcressan. und giedt uns Aufschluß, auf welche Weife sich diese eigenthumlicken Pflanzenwesen vermehren. Das iLebermoos stellt in seinen Arcke- gonten ober Fruchtträgern die winzigen Batterien, welche zur^Freude des ganzen Gartens von ihren hoben Sitzen herab das Umkehren der Königin Sonne am Tage des Wtntersolstittums, daneben diesmal auck den Weihnachtsoollmor.d, unb zwar mit scharfen Salutschüffm - Freudenkartätfchen - begrüßen sollm! Ich kann bür leid« nicht naher auf die wundersame Schleudereinrichtung dieser Pflänzchen, welche bte Keimkörperchen (Sporen) in die winterliche Luft hinaus- wtrst, eingehen, auch nickt auf den beiläufigen kleinen Schreck, der dadurch dem Freund Schneefloh (Degeeria nivalis), bem Haupt- bevölkerer des ausgestorbenen Decembergartens, wohl etngeiagt wttv. Ich muß es wir versagen, die liebenswürdigen Lflerinnev. durch die allerliebste Weibnachtsausstellungen der rttzenden Tauibecken. Frucht- schalen, Tellerchen, Töpfe, Näpfe und Mokkatäßchen der Flecht^ weit zu führen, beim Rus des Käuzchens einen w"tern^tlichen Gang mit dem mutbigen L-ser durch die abenteuerlichen Wolssschluchten unb Moidoerstecke der reich bewohnten alten Baumrindeni zu unter­nehmen! Ja, so schwer es mir wirb, muß ich die Geheimnisse der Sckneewolke, die sich über unserem Garten bildet, verschweigen und die Mysterien der wunderbaren herabkreiselnden Schneesternchen un- gepflückt am Wege blühen lassen. _ . . -

Unb nun noch eine Umschau im oben Men, Garten, desim letzte Winterastern selbst dahingewelkt sind; in dem die Arbeiten, falls die früher angegebenen alle beendet sind, fast S°nz ruben. Wärm die Wintervögelchen nicht, wie uns^e tr aultchen fltnknMelSchen. denen wir ein neues niedlickes, vor Katzen beschütztes Futterhäuschen als Dank des Gartens errichteten, alles fröhliche bewegliche Leben erschiene erstorben. Es ist wohl nickts mehr da, was uns anzoge. Eitel Prosa: gedeckte schlummernde Pflanzen, aufgebrachte Kompost­massen, Laubbecken; selbst das GartenhäuSchen an bem ber apantfd)e Hopfen erfroren, hat müde feine Liber geschlossen unb träumt.

Aber aus einem stillen Winkel bes Gartens, ba timten vor ber dunklen Fichtengruppe, aus ben fast schwarzen Blattern des' Epbeu^ heraus bringt ein Glorienschein eigener Art, ber seine Weihe über ganzen erstorbenen Garten ausstrahlt:

.... Geschmiegt ins Tannenbunkel Ein halbes Wunbcr, bas sich nie erklärt, Erblüht im Schnee unb im Krystallgefunkel Ehristblume, bie der Geist ber Liebe nährt.

^a, sie blüht jetzt in ben beurschen Gärten in voller Schönheit, unb müßten wir erst bie demuthsvollen großen Blüthenstcrne unter ber Schneebecke ausgraben! Wie viele Jahrhunberte die imntge, bie Gewalten bes Winters besiegende Blume un eren Gärten schon heimfick, geht daraus hervor, daß schon die heilige Hildeaarb, die als 99jährige Greisin unb Aebtissin des Klosters auf dem Rupperts- berge bei Bingen 1197 das Zeitliche segnete, ihre geliebteEhristwurz im Klostergärtchen pflanzte und in Christnachtszeiten bewunderte.

Ich hole mir ein Sträußchen davon heraus unter meinen

Ch"stb°um! 6eln,l6 Sch.lltng.

Siebener Anzeiger

Kenemt-Mnzeiger.

Unser Garten im December.

.Welche fatale Idee, jetzt vom Garten plaudern zu wollen! Lohnt sich denn das? Der Decembergarten, die Stätte der Trauer und Verwesung - in dem selbst Helle, warme letzte Decembertage, nach Jean Paul, uns zu einer Schwecmuth aufweichen, m ber vier oder fünf bittere Tropfen mehr sind, als in der Schwermuth eines Nachsommers! Wissen Sie das wirklich nicht?"

O ja, dock, ich weiß es, und gerade deßhalb sollen uns aus dem modernden Laube jetzt die Worte des merkwürdigen Mannes heraustonen, die er in feinemSiebenkäs" obigem Ausspruche einst folgen liefe:An solchen Decembertagen beklemmt uns bie falbe stockende Welt von starren blutlosen Gewächsen um uns, und bte unter sie niebergefallenen, mit Erbe bebeckten Jnsektencabinete unb das Sparrwerk bloßer, runzeliger, verdorrter Baume. Die Decembersonne, die am Mittag so tief berabhängt als die Juntus- sonne Abends, breitet, wie angejünbttcr Spiritus, einen gelben Todtenschein über bie welken, bleichen Augen aus, unb überall schlafen unb ziehen, wie an einem Abende ber Natur unb beS Jahres, lange riefenhafte Schatten, gleichsam als nachgeblicdcne Trümmer unb Aschenhausen ber ebenso langen Nächte. Hingegen ber leuchtende Schnee überzieht nur, wie ein um einige Schuh hoher, weißer Nebel, den blühenden Boden unter uns, ber blaue Dorbergrund des Früh­lings, ber reine dunkle Himmel liegt übet uns weit hinein unb bte weiße Erbe scheint un6 ein weißer Mond zu sein, dessen Manie Eis­felder, sobald wir näher antreten, in dunkle wallende Blumenfeldn -erfließen." Es sind graue Lichter, die Johann Paul Friedrich Richter in das Decemberbild setzte, aber er, der Freund der Blüthen- lage, ber Blumen und Gärten, ist es gerade, der hinter dem kalten Graus das Frohlocken eines kommenden Erwachens ahnt! Wie schön ist cS, in diesem Gefühle mit ihm Hand in Hand durch die

in der Fürstenloge, ebenso war Prinz Wilhelm von Hessen in großer Uniform anwesend. Als Festvorstellung hatte man Richard Wagners unsterbliches WerkDie Götterdämmerung ' gewählt, die von jeher eine vollendete Wiedergabe an unserer Bühne gesunden. Besonderen Glanz verlieh der Aufführung die Mitwirkung ber gefeierten Wagnerinterpretin, Frau Ende^Andrießen. Dann sei noch der sehr gelungenen Feier im Krtegerverein gedacht, die Ihr Referent noch zu später Stunde besuchte. Im großen Saale desSchützenhofes' hatten sich viele Offiziere, Beamte und ehemalige Soldaten zu einer geselligen, von vaterländischem Geist durchwehten Feier zusammengefunden, wobei es an patriotischen Ansprachen und Toasten so wenig fehlte, wie an künstlerischen Vorträgen verschiedensten Art. Diese Feier dürfte wohl am längsten von allen am gleichen Tage veranstalteten gewährt haben, denn noch bis zum srühen Morgen wurde flott getanzt. Eine ganz besondere Besprechung verdienen dann die Aufführung von Uhlands SchauspielHerzog Ernst von Schwaben" durch Schüler des Ludwig'Georg-Gymnasiums am Donnerstag und der große Festcommers der Darmstädter Studentenschaft am Freitag Abend. Auch diese beiden Veranstaltungen sollten zur Verherrlichung des Allerhöchsten Geburtstagsfestes dienen.

Ein -anz eigenartiges Jntereffe durfte vor Allem^ das Wagniß der Dilettanten-Aufführung desHerzog Ernst be­anspruchen, die auf der Bühne des Reiuers'fchen Sommer- tbeaters im städtischen Saalbau vor sich ging. Dank der auf die Einstudirung offenbar verwandten großen Sorgfalt und Mühe und der Begabung, sowie dem Fleiß der jugend­lichen Darsteller, die thetlweise recht schwierige Aufgaben zu bewältigen hatten mußte doch ein Schüler eine Frauen­rolle: die Kaiserin G'.sela verkörpern sand das Unter­nehmen allgemeine Anerkennung und freundlichen Betfall in ber Presse und im Publikum. Auch die mit der Aufführung bes Dramas verbundenen musikalischen Darbietungen einer Schüler Capelle wurden mit großem Beifall gelohnt.

Endlich bleibt noch ein kurzer Ueberblick über den Ver­lauf des großen Feslcommerses vom Freitag Abend zu geben.

! Unsere Darmstädter Studentenschaft hat mit dieser Feier

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