Studirende.
Hospitanten. Summe.
Weltausstellung.
Ab»
Die
Verrutschtes.
4)
5)
6)
48
61
80
38
19
28
10
8
15
23
14
170
58
66
95
56
1) Bauschule
2) Ingenieurschule
3) Maschtnenbauschule
Darmstadt, 17. Mai. Seine Königliche Hoheit der Großherzog und die Prinzessin Alix reisen im nächsten Monat zu mehrwöchigem Aufenthalt nach Schwalbach.
Danzig, 17. Mai. Das Festmahl der Provinz begann Abends um 7 Uhr mit 300 Theilnehmern. Während des Mahles brachte der Provinziallandtagsvorsitzende das Hoch auf den Kaiser aus. Der Kaiser dankte für den jubelnden Empfang,- er werde stets das Wohlergehen der Provinz fördern, mögen die Söhne dieses Landes geduldig sich darin ergeben, waS der Himmel schickt, und vertrauend erwarten, was im Lause arbeitsamer Jahre zu thun ihm gelinge. Der Kaiser trank aus die Provinz.
Warschau, 16. Mai. In Sosnowice wurde ein alter Handelsmann verhaftet, welcher in einem Sack mit alten Kleidern 40 Pfund Dynamit einzuschmuggeln versuchte.
+ Sich, 16. Mai. Eine Anzahl hiesiger Jungfrauen haben sich die Ausgabe gestellt, dem Turnverein dahier eine neue Fahne zu stiften. Eine für diesen Zweck in Eirculation gesetzte Sammelliste hat ein recht günstiges Resultat ergeben.
Grünberg, 15. Mai. Ein wjähriger Falschmünzer, K. C. aus Ruppertenrad, wurde gestern Abend gefänglich hier eingebracht. Er hat 1-Mark- und 20-Psennigstücke uach- gemacht und auch zur Verausgabung gebracht.
RübdingShauseu, 15. Mai. Ein Maurer au» dem benachbarten Höingen wurde dieser Tage in einem Steinbruche bei Büßseld derart durch eine rutschende Steinmafse über- schüttet, daß er Tags darauf an den erlittenen inneren
Alzey, 15. Mai. Unter den diesjährigen Conscriptions- pflichtigen befand sich ein junger Man« aus Pleitersheim, der nur 64 Psund wog. .......■
Darmstadt, 16. Mai. Dem Vernehmen nach soll die gegenwärtig aus einer Concertreise in Hamburg befindliche Capelle des 1. Großh. Hess. Jnf.-(Leibgarde-) Rgts. Nr. 115 unter höchst vorteilhaften Bedingungen für die im nächsten
• in Chicago stattfindende Weltausstellung
Triest, 16. Mai. Die Polizei übernahm den mit dem Llohddampser aus Alexandrien angekommenen Kassirer Jäger und beförderte denselben nach Frankfurt weiter.
dariS, 16. Mat. In der Nähe von Lens wurden 49 Dynamitcartouchen gesunden.
Petersburg, 16. Mat. DaS allerhöchste NothstandS- comite beschloß, ab l.Juni die Sammlungen in den Kirchen und die Abzüge der Gehälter zu sistiren. Die „Nowoje Wremja" begrüßt freudig die Beendigung der Folgen der Mißernte und spricht die Ansicht aus, die bevorstehenden Revisionen der Senatoren würden die Ursachen deS Nothstandes ergründen.
Chemisch-technische Schule Mathematisch-naturwissenschaftliche Schule Elektrotechnische Schule
Cecales «n- provinzielles.
Gießen, 17. Mai 1892.
— Auszeichnung. Dem Director der medicinischen Klinik Herrn Geh. Med.-Rath Pros.vr. Riegel ist von Sr. Königl. Hoheit dem Herzog von Sachsen-Coburg-Gotha das Comthur- kreuz 11. Klasse des Herzoglich Sachsen Ernestinischen Haus- orden« verliehen worden.
Kassel, 17. Mai. Vom 6. bis 8. Juni d. I. wird in Räthselhast J unserer durch landwirthschaftliche Schönheit, sowie durch
Wien, 16. Mai. Die österreichischen Socialisten beabsichtigen die Einberufung eines Parteitages für
bleibt, daß die Verhafteten keinen Grund für ihr frevelhafte« Beginnen anzugeben vermögen.
— Wie man zu der Brandasfaire weiter erfährt, hat einer der beiden Verhafteten auch bereits zugegeben, den ersten Brand bei Herrn Hcyligenstaedt und den bei dem Gendarmen JioDer (am Charfreitag ausgebrochen) selbst angelegt zu haben. Hoffentlich besinnt sich der Brandstifter noch weiter und gesteht die That bezüglich der weiteren Brände ebenfalls noch ein.
— Für die Dauer des vom 2. bis 4. Juli in Grünberg stattfindenden Gauturnfeftes wurde die Festwirthschaft dem hiesigen Restaurateur Herrn Wilh. Kaufmann (zum Felsenkeller) übertragen.
r, ~ Die Frequenz der Großh. Technischen Hochschule hat sich auch im Studienjahre 1891/92 wesentlich gehoben. Sie betragt gegenwärtig 506 Studirende und Hospitanten. Aus die einzelnen Fachabtheilungen »ertheilt sich diese Zahl solgendermaßen:
Sien, 17. Mai. Wie aus das Bestimmteste verlautet, erfährt der Besuch des italienischen Königspaares in Berlin nicht de« geringsten Aufschub. Auf der Rückfahrt wird König Humbert mehrere Stunden in Frankfurt a. M. verweilen.
Rostock, 17. Mai. Der neunzehnte deutsche Gast- wirthstag wurde heute eröffnet.
Thorn, 17. Mai. Aus der Königl. Domäne Papau Feter sind 9 große Wirthschastsgebäude mit 4000 Scheffel Weizen verbrannt. Der Brand würbe durch die Unvorsichtigkeit eines blödsinnigen Mädchens verursacht. — Im Königl Forst Argenau wurden durch einen Waldbrand 600 Morgen vernichtet. 3
Danzig, 16. Mai. Zum Empfange de« Kaisers waren ferner anwesend der Kriegsminister Kaltenborn und der Ministerpräsident Gras Eulenburg. Der Kaiser trug die Uniform der Danziger Leibhusaren. Der goldene Pokal, in welchem der Oberbürgermeister den Ehrentrunk darreichte, diente schon Friedrich Wilhelm IV., Kaiser Wilhelm I. und Kaiser Friedrich. Sodann besuchte der Kaiser dc.s Rathhaus und die Marienkirche. — Beim Besuche der Marienkirche thellte der Kaiser der Geistlichkeit mit, er beabsichtige, diesen stattlichen Domj gleich Friedrich Wilhelm IV. durch ein farbige« Glassenster zu schmücken. Sodann fuhr der Kaiser zur Kaserne der Leibhusaren, wo er ein Gabelfrühstück bei dem Offiziercorps einnahm. Jubelnde Mengen füllten die Straßen- das Wetter war bisher schön, jetzt droht Regen. Aus der Provinz ist lebhafter Zuzug.
Danzig, 16. Mai. Beim Frühstück in der Kaserne der Leibhusaren brachte der Commandeur des Regiments das Hoch auf den Kaiser aus. Der Kaffer dankte und verlieh, bie »Danziger Zeitung* meldet, dem Regiment die
Zusammen 406 100
®««jig, 16. Mai. Der Kaiser verließ 10 Uhr Bor- mittag« die „Hohenzollern* und fuhr unter Glockengeläute , ucuvpu^iucn ute ® auf dem feftltd) gefämMten Regierungsdampfer .Gotthilf I Pfingsten nach Wien. Hagen auf reichbestaggtcr Wafferstraße in die Stadt, wo er ' bo« den Spitzen der Civil- und Militärbehörden empfangen wurde. Der Oberbürgermeister Baumbach begrüßte den Kaiser mit einer kurzen Ansprache und credenzte ihm den Ehrentrunk, welchen der Kaiser auf das Wohlergehen Danzig« trank.
Berlin, 16. Mai. Gegenüber einer neuerdings veröffentlichten Meldung der „Agence Havas" in Betreff der Betheiligungdeutscher Kaufleute und Dampferlinien an dem Sclavenhandel in Dahome weist die „Nordd. Allg. Ztg." nach, daß es sich offenbar um regelmäßige Anwerbungen eingeborener Arbeiter für die Expeditionen oder die Congo-Eisenbahn handelt. Die Arbeiter werden als freie Leute engagirt. Von Mai 1889 bis November 1891 wurden °u« Dahome verschifft ungefähr 1065 Mann, welche durch ihre Einschiffung dem Schicksale entzogen wurden, vom Könige von Dahome als Fetischopser abgeschlachtet zu werden.
Würzburg, 16. Mai. Auf der 30. Wander-Versammlung bayerischer Landwirthe nahm heute Nachmittag Prinz Ludwig die PreiSvertheilung vor.
«er«, 16. Mai. Die polizeilichen Nachforschungen betreffs der nach der Schweiz geflüchteten ausländischen Anarchisten ergaben, daß zu Ausweisungen kein Anlaß vorliegt.
Rewyork, 16. Mai. Reuter - Meldung. In Butte (Montana) wurden durch einen Erdsturz im Kupferbergwerk „Anaconda" zwölf Arbeiter verschüttet: neun der- selben sind tobt.
Depeschen des , Bureau Herold*.
Berlin, 16. Mai. Das Abgeordnetenhaus nahm heute in dritter Lesung den Gesetzentwurf betreffend Einführung der Landgemeindeordnung in Schleswig-Holstein an und genehmigte sodann ebenfalls in dritter Lesung ohne besondere Erörterung den Gesetzentwurf betreffend die Ablösung der Steuerfreiheit der ehemals Reichsunmittelbaren. Abg. Ricken hatte nochmals die Ablehnung jeder Entschädigung beantragt. Hieraus folgten Petitionen. Nächste Sitzung Donnerstag 11 Uhr. Antrag der Freisinnigen betr. die Einteilung der Wahlkreise.
-Die Commission des Abgeordnetenhauses beneth über das Diensteinkommen der nichtstaatlichen Lehrer und erledigte die zweite Lesung durch Annahme der Beschlüsse erster Lesung. Nur in einigen wenig wesentlichen Punkten wurden redactionelle Verbesserungen angenommen. Der Antrag Nadbyl, welcher den Fall, daß eine Gemeinde eine vor dem 1. April bestehende höhere Lehranstalt ausheben oder in solche mit minderen Berechtigungen umwandeln will, betrifft, wurde abgelehnt.
Betlie, 16. Mai. Der Präsident des Abgeordneten- Hauses, v. Köller, erhielt den Rothe« Adlerorden erster Klaffe mit Stern.
33 198 506
Berlin, 16. Mai. Die „National-Ztg.» färeibf Börsenenquete-Commission erledigte bisher die Ver- nehmung von Kopetzky und Benary. Heute werden vernommen die Bankiers Julius Alexander und Sigismund Samuel aus Berlin, Wolde aus Bremen, sowie die Bankdirectoren Kempf Ruffel, O. Siemens, Winterfeld, und Kammergerichtsrath Keytzner. Es werden zur Eommission noch zugezogen Mar Guaita aus Frankfurt a. M., Rudolf Krammon aus Mullerose für die Mühlenindustrie, Geheimer Justizratb von Wilmvwski, die Justizräthe v. Simson und Leffe, sowie ein Kammergerichtsrath und ein Landgerichtsrath. — Wie die „Nat.-Ztg." meldet, begibt sich der Präsident der Reichsbank nach Frankfurt a. M. zur Conferenz der süddeutschen Bankdirectoren.
Soweit es sich überblicken läßt, wird der Finanzausschuß ,T,. r . .v, - „ - o----। den Ständen die Genehmigung der anaesonnenen
v hi um ble eincß ^aumcß ä" Offnen, in I Mehrforderung Vorschlägen. Ein definitiver Beschluß
h sRrnnh»^? i9 °Uwerden. Es wurde nach I hierüber wurde jedoch heute noch nicht gefaßt.
dem Brande vom 13. aus 14. Mm ermittelt, daß Luh in der 1 - ~ B
fraglichen Nacht nicht zu Hause war. Bei dem mit ihm vorgenommenen scharfen Verhör gestand Luh zwar nichts, verwickelte sich aber nebst Leib in solche Widersprüche, daß die i unrer u fK l bcibcr folgte. Sie hatten nach dem nunmehr I Jahre in , abgelegten Geständniß gemeinschaftlich den Brand in der engagirt sein.
Modellschreinerei angelegt, hierauf einen Hausen Reisigwellen 1 bet der Kennel'schen Hosraithe, in der Absicht, diese in Brand zu stecken. Wie es scheint, haben sich bei dem älteren, übrigens nicht in schlechten Verhältnissen lebenden Leib Ge- wlssensbiffe eingestellt, denn er trennte sich von Luh und ging nach Hause, während letzterer noch den Schmall'schen Eisschuppen und das Müller'sche Häuschen in Brand setzte, um von der Nähe aus sein Werk zu betrachten.
,7" 3ur Fleischbeschau in Heften. Wie der „Frkf. Ztg." gemeldet wird, werden eben im Schoße des Grobherzoglichen Ministeriums Berathungen über eine Abänderung der seither tm Großherzogthum bestehenden Bestimmungen über die Verwendung von tuberkulösem Fleisch gepflogen- es heißt, daß die neueren preußischen Bestimmungen zu Grunde gelegt werden. — Für die Landgemeinden des Kreises Offenbach tritt am l.Juni eine Schlacht- und Fleischverkaufsordnung in Kraft, welche auf Grund der bisherigen Bestimmungen auch den Verkauf nicht ladenreinen Fleisches regelt.
*** Hungen, 15. Mai. Hier und in der Umgegend kommen die Maikäfer massenhaft vor und verursachen an den Bäumen nicht geringen Schaden. An allen Orten ist man deshalb mit dem Einsammeln und der Vertilgung dieser schädlichen Jnsecten beschäftigt.
,^'..^Eurg, 16. Mai. Daß unsere reizend gelegene altehrwürdige Klosterabtei noch immer ihre volle Zugkraft als Ausflugsort besitzt, hat der gestrige Sonntag bewiesen, indem viele Hunderte von Touristen wieder ihr Wanderziel hierher verlegten. Außer dem Städtchen Lich und vielen anderen Nachbarorten hat ganz besonders Gießen ein großes Kontingent gestellt, von wo außer verschiedenen Korporationen öon Studenten auch die Mitglieder des Sängerkranzes mit ihren Familien, einem Musikchor an der Spitze, gekommen waren. —
®e^n' Mai. Wie die „Allg. Reichscorr." erfährt, Ut die Schaffung einer neuen Stellung eines Chefs der Militärgerichtsbarkeit beabsichtigt. Hierzu soll kein Jurist, sondern ein General ausersehen sein und zwar aus der Zahl derjenigen Divisions-Commandeure, welche ein schiedsgesuch eingereicht haben.
Lodz, 17. Mai. Die Behörde verbot den Fabrikanten, den Arbeitern eine Lohnerhöhung zu gewähren. Viele Verhaftete des letzten Krawalls wurden in die Citadelle nach
non 2500 Mk. für den Garantiesonds der Berliner I — ■
des Großh. Staatsministeriums über die den Landständen
miwttbesten B^^ dem^ R aus. Diese Mchrfvrdcrung wird durch die Erhöhung de?
l ™ a Brande eines Schuppens m der Gehalte des Großh. Dienstes und der Schloßbeamten, sowie
am 19. Februar betheiligte sich l durch di- Unterstützung des Großh. Hoflheaiers mot virr.
der mltverhaftete Luh eifrig an den Löschungsarbeiten. U. A. ~ ' --- - -
nahm er den etwas ungewöhnlichen Weg durch ein Gitterfenster
— Die Brände der vorigen Woche xftben uns Veranlassung, hier eine kleine Rückschau über die seit Beginn des Jahres 1891 ausgebrochenen Schadenfeuer zu halten. Es wird Aufgabe der mit der Untersuchung gegen die beiden verhafteten Brandstifter beschäftigten Behörde fein, sestzustellen, welche Söranbe unter ben nachstehend ausgeführten die Verhafteten außer ben bereits eingestanbenen noch verschulbet haben. Es brannte im Jahre 1891 am 14. Januar bei Zimmermann Fenster (Liebigstraße), am 14. März, 2 Uhr Nachts bei Gibb (Leihgesterner Weg), am 26. März, Abends 7V2 Uhr, bei E. Wallenfels (Zozelsgasse), am 14. Juni, Nachmittags 4 Uhr, in der Turnhalle der Stadtknabenschule, am 29. Juni, 12 Uhr ■ ,
Nachts, bei Löwenstein (Schloßgasse), am 26. Juli, Nachts I Verletzungen starb. i b" Siesel (Burggraben), am 17. September, Nachts ! x Stumpertenrod, 16. Mai. Die hiesige Volksschule 8 V/tt! CIm ?t°r^haufen an der Schönen Aussicht, am I mußte bis auf Weiteres geschlossen werden, da die Mehrzahl
iß cin Strohhaufen von Atzbach, am I der Schulkinder an den Masern erkrankt ist. Auch in der
Abends 8^ Uhr, bei Oeconom Rinn in der I Nachbargemeinde K ö d d i n g e n trat die Krankheit in so starkem
hlgasse, 1892. am 19. Februar, Abends 10% Uhr, in I Maße auf, daß die Schule dort geschlossen werden mußte.
12>/^UhrNackts ^iL I § Obbornhofen, 15. Mai. Das Jahressest des So lms-
Nachts 2 llbr. hpt Ppcnnnm QrtttiHits «w. I . der Gustav-Ad olph-Stiftung
*enftaeöt & (Jo., das Wohnhanschen der l geordneten erwählt.
.^d(Icr .^_^ch^nbergerweg und em Reisighaufen I nn Darmstadt, 15. Mai. Der Finanz-Ausschuß der einer uns^vorli/ ?^o"omen Kennel am Riegelpfad. Nach I zweiten Kammer der Stände, welcher am Samstag seine Feuerwehr seit ih?er Neu^ünduug°"am ”ÄsTmtbe । w'-d-r aufnahm, verhandelte zunächst im Beisein
die Feuerwehr atarmirt: 1882 einmal, 1883 sechsmal, 1884 sechsmal, 1885 dreimal,


