'S Berlin, 1. Juni. Das Herrenhaus nahm in seiner heutigen Sitzung zunächst die Mittheilung der Regierung entgegen, daß den Städten Wiesbaden, Duisburg, Liegnitz, Bielefeld das Recht zur Präsentation von Herrenhausmitgliedern verliehen sei. Der Gesetzentwurf, betreffend das Dienst- einkommen nichtstaatlicher Lehrer, wurde daraus der Commission überwiesen, die Vorlage betreffend die Einführung der Landgemeindeordnung in Schleswig-Holstein, mit 37 Stimmen gegen 33 angenommen. Ferner wurde der Gesetzentwurf, betreffend die Feststellung eines Nachtrags zum Staatshaus- halts'Etat für 1892/93 der Budgetcommission überwiesen. Damit schloß die Sitzung. Das Haus tritt in die Pfingst- serien ein und wird seine Sitzungen wahrscheinlich am 14. Juni fortsetzen.
Berlin, 1. Juni. Das „Deutsche Colonialblatt" meldet: Zum Curator der schwarzen Arbeiter in Kamerun wurde ein besonderer Beamter bestellt, welchem es obliegt, die Beschwerden über ungerechte Behandlung entgegenzunehmen, dieselben zu untersuchen und der Regierung mit- zutheilen.
Potsdam, 1. Juni. Der Kaiser hielt Vormittags eine Parade der Potsdamer Garnison ab. Die Kaiserin, die Königin Wilhelmine, die Königin-Regentin wohnten ihr in offenen Vierspännern bei. Der Kaiser commandirte. Der Kronprinz und die Söhne des Prinzen Albrecht standen im Gliede. Die Präsentation erfolgte unter der holländischen Nationalhymne. Bei dem zweimaligen Vorbeimarsch führte der Kaiser persönlich das Garde-du-Corps-Regiment vor.
Potsdam, 1. Juni. Bei dem Zapfenstreich des ganzen Gardecorps auf dem Vorplatze des „Neuen Palais" erstrahlten die Gebäude roth-weiß-blau in bengalischem Feuer. Der Kaiser, die Kaiserin, die Königin-Regentin und die junge Königin der Niederlande hörten auf dem Mittelbalkon die holländische Nattonalhymne an. Nachmittags war große Kindergesellschaft.
Kassel, 1. Juni. Die hiesige Kriegsschule feiert heute das Fest ihres fünfundzwanzigjährigen Bestehens. Nachdem bereits gestern Abend zur Vorfeier ein Reiterfest veranstaltet war, fand heute Vormittag ein festlicher Appell statt, bei welchem der Director der Kriegsschule, Major von Kaltenborn, eine Ansprache hielt und das Hoch aus den Kaiser ausbrachte. Mittags vereinigte ein Festmahl die Kriegsschüler in den Räumen der Schule, die Offiziere und deren Gäste im Hotel „König von Preußen".
Rostock, 1. Jnni. Die mecklenburgische Landesgewerbeausstellung wurde heute Nachmittag 2 Uhr lüerselbst in Anwesenheit des Großherzogs von Mecklenburg- Schwerin feierlich eröffnet.
Metz, 1. Juni. Der Statthalter ist auf der Reise nach Lothringen in Forbach eingetroffen. Er wurde von der Bevölkerung lebhaft begrüßt. Die Stadt ist festlich in den deutschen Farben geschmückt.
Prag, 1. Juni. Authentisch wird gemeldet: Bei dem Grubenbrande im Mariaschachte in Birkenberg wurden im Laufe der Nacht sieben Aerzte requirirt. Bis 4 Uhr Morgens wurden 12 Arbeiter todt, 20 lebend heraus- I befördert, sodann wurden die Arbeiten sistirt, weil die Rettungsmannschaft durch die Gasentwickelung betäubt war. Heute Vormittag wurden die Rettungsarbeiten wieder ausgenommen. Der Brand scheint völlig erloschen zu sein- seine Entstehungsursache ist unbekannt. Sachverständige muthmaßen eine Entzündung des Holzgebälkes durch eine Petroleumlampe zur Zeit des Arbeitswechsels. Die Zahl der Vermißten ist noch nicht sestzustellen.
Prag, 1. Juni. Die Gesammtzahl der bei dem Brande im Birkenberger Mariaschachte als vermißt Ange- meldeten beträgt 200. Bisher sind 25 Todte herausbesör- dert, durchweg erstickt, 25 Betäubte wurden ins Spital verbracht. Bei den Rettungsarbeiten sind drei erstickt. Die Ursache des Feuers ist anscheinend fahrlässiges Umgehen mit der Lampe oder Böswilligkeit. Für die im Schacht zurückgebliebenen Arbeiter wird das Schlimmste befürchtet. Bei den Schächten spielen sich herzzerreißende Scenen ab. Weiber und Kinder umstehen weinend, händeringend die Unglücksstätte. Der Ackerbauminister trifft morgen ein.
Kopenhagen, 1. Juni. Dem Vernehmen nach findet am 7. Juni die Begegnung des Czaren mit Kaiser Wilhelm in Kiel statt. Ersterer wird von da nach Kopenhagen zurückkehren.
Petersburg, 1. Juni. Dem „Grashdanin" zufolge ist die Erledigung des neuen Jud enge setz es aus die Herbstsession des Reichsraths verschoben worden. — Wie die Blätter melden, wird der Reichsrath dieser Tage Gesetzentwürfe be- rathen, welche die Regierungscontrole über die Synoden der evangelischen Geistlichkeit und eine „Reorganisation" der Verwaltung der Pfründengüter dieser Geistlichkeit in den baltischen Gouvernements, sowie eine „Reorganisation" der Verwaltung der katholischen Kirchen Rußlands betreffen. — In der nächsten Samstag stattfindenden Sitzung der Abasa'schen Getreide-Commission werden über weitere Aushebungen der Ausfuhrverbote, besonders von Weizen, Be- schlüffe gefaßt werden.
Depeschen des Bureau „Herold".
Berlin, 1. Juni. In Hofkreisen verlautet, morgen finde die Verlobung der Töchter des Herzogs von Edinburg mit dem Thronfolger von Rumänien und dem Herzog Ernst Günther, dem Bruder der Kaiserin, statt.
Berlin, 2. Juni. Nach den „Berl. Pol. Nachr." soll die staatliche Genehmigung städtischer Anleihen fortan nur dann erfolgen, wenn dadurch die Steuerkrast der Einwohner nicht übermäßig belastet werde, Anleihen für Unternehmungen gemeinwirthschastlicher Natur insbesondere nur dann, wenn auch die Hauptinteressenten rechtsverbindlich zu Gegenleistungen herangezogen werden.
Berlin, 2. Juni. Wie die „Conservative Corr." meldet, ist Graf Hohenthal aus der conservativen Fraction des Herrenhauses ausgetreten.
Opladen, 2. Juni. Ein Theil der hiesigen Dynamit- sabrik ist infolge einer Explosion in die Luft geflogen. Verletzt wurde Niemand.
Hamburg, 1. Juni. Der vorgestern entlassene Director Kuntze von der Actienbrauerei Teufelsbrück wurde heute nach Entdeckung eines Fehlbetrages von 60000 Mark verhaftet.
München, l.Juni. Die alte große Bankfirma Guggen- heimer & Co. tritt infolge des Wunsches des Eigenthümers aus Zurückziehung ins Privatleben in Liquidation. Die Geschäfte gehen an die Bayerische Vereinsbank über.
München, 1. Juni. Heute Mittag eröffnete der Prinzregent in Anwesenheit des Hofes und sämmtlicher hier accreditirter Gesandten, der Minister, der Generalität, der Staatsbeamten und einer großen Zahl Osfiziere, umgeben von sämmlichen gegenwärtig anwesenden Gliedern des Königshauses, die sechste internationale Kunstausstellung.
Rom, 1. Juni. Heute sind zahlreiche Vereine, darunter auch die Irredentisten, nach Caprera gefahren, um bei dem morgigen Gedenksest des Todes Garibaldis theil- zunehmen.
' Turin, 1. Juni. Im Marktflecken Camagna wurde das Haus des früheren Bürgermeisters Scagliotti durch eine Dynamitexplosion vollständig zerstört.
Petersburg, 1. Juni. Die „Nowoje Wremja" bringt einen Leitartikel gegen eine angeblich bevorstehende Aus- fuhrlicenz, da solche verfrüht sei. Die Kornpreise seien wiederum im Steigen begriffen und die Verproviantirung der Bevölkerung noch nicht vollständig gesichert.
Frankfurt a. M., 2. Juni. Gestern Nachmittag ist die Frau des Defraudanten Jäger ebenfalls verhaftet worden und zwar auf belastende Aussagen der bereits verhafteten Gerloffs.
CocaUs unb provinzielles.
Gießen, 2. Juni 1892.
— Schon in der letzten Festsitzung des Oberhesfischeu Geschichtsvereius wurde mitgetheilt, daß Sonntag den 12. Juni ein Vereinsausflug nach Laubach stattfinden soll. Es ist geplant: Abfahrt Morgens 6 Uhr 43 Min. nach Grünberg, Gang theilweise durch den Wald über die Bingmühle nach Laubach, Erholung daselbst 91/2 Uhr im Casino, 11 Uhr: Vortrag von Herrn Gymn.-Lehrer Dr. Röschen, Ueberblick über die Geschichte der Grafschaft und der Stadt Laub ach, dann von Herrn cand. Ebel über die Geschichte von Kloster Arnsburg. Um 1 Uhr: Gemeinschaftliches Mittagessen im Gasthaus „zur Traube". 2 Uhr: Spaziergang auf den Ramsberg, 10 Min. weit- prachtvoller Blick aus den Vogelsberg, Taunus und die Vorhöhen des Westerwaldes. 3 Uhr: Besichtigung des Schlosses, des Gräfl. Archivs und der Leihbibliothek. Rückfahrt nach Hungen: 5 Uhr 25 Min. oder besser 7 Uhr 40 Min. und von da nach Gießen 10 Uhr 33 Min. Die Mitglieder und Freunde des Vereins werden gebeten, einige Tage vor dem 12. Juni dem Vereinsschriftsührer Dr. Buchner ihre Theilnahme anzuzeigen, damit wegen Preisermäßigung der Rundreisesahrkarten die nöthigen Schritte eingeleitet werden können. — Aus Pfingsten und am Sonntag darauf bleibt das Museum geschlossen.
— Ausstellung. Aus die im Erker des Herrn Wilhelm Reiber aus dem Seltersweg ausgestellte Fahne machen wir unsere Leser besonders aufmerksam. Dieselbe zeigt bei kunstvollem Entwürfe eine vorzügliche Ausführung und ist dazu bestimmt, der hiesigen Burschenschaft Alemannia an ihrem 30jährigen Stiftungsfeste, das am 5., 6., 7. und 8. Juli d. I. hier stattfinden soll, von den Damen der alten Herren überreicht zu werden.
— Ertrunken. Gestern Abend ertrank wieder ein Soldat- es waren in feldmarschmäßiger Bepackung Schwimmübungen abgehalten worden.
— Im Anschlüsse an den zu Pfingsten in Halle stattfindenden Deutschen Lehrertag findet eine Versammlung von Lehrern und Freunden der Deutschen Fortbildungsschule statt. Die Verhandlungen beginnen am 8. Juni, Nachmittags 3 Uhr in den „Kaiser-Sälen" zu Halle a. d. S. Aus der Tagesordnung stehen: 1. Begrüßung und Constituirung. 2. Vortrag des Herrn Dr. Kamp-Frankfurt a. M.: „Wie sind die der Jugend nöthigen Unterrichtsgegenstände aus Volksschule und Fortbildungschule zu vertheilen?" 3. Vortrag des Herrn Schuldirector Oscar Pache-Leipzig: „Die erzieherischeu Aufgaben der deutschen Fortbildungsschule."
-r. Reu. Ulrichstein, 1. Juni. Monatsbericht der Arbeiter-Colonie pro Mai 1892. Ende Mai 1892 sind in der Colonie stellen-, resp. arbeitslos 62 Mann. Dieselben vertheilen sich auf das Groß- herzogthum Hessen 14. Regierungsbezirk Kassel 9, Regierungsbezirk Wiesbaden 7. Provinz Rheinlande 5, Provinz Westfalen 2, Provinz Hannover 2, Provinz Sachsen 2, Provinz Brandenburg 2, Provinz Berlin 1, Provinz Schlesien 1. Königreich Bayern 3, Königreich Sachsen 3 - Königreich Württemberg 1. Großherzogthum Baden 1 - thüringische Staaten 5. Ausland: Oesterreich 2, Schweiz 2. Hiervon waren: Arbeiter 27, Bäcker 2, Buchbinder 2, Brauer 2, Cigarrenmacher 1, Dreher 1, Färber 2, Flößer 1, Former 1, Gerber 1, Geometergehilfe 1, Heizer 1, Kaufleute 2, Kellner 1, Lederarbeiter 1, Maschinenschlosser 2, Maurer 1, Metzger 2, Sattler 1, Schmiede 2, Schuhmacher 2, Schneider 2, Tuchmacher 2, Weber 1, Zimmerleute 1. Im Monat Mai wurden entlassen 15 Mann, und zwar auf eigenen Wunsch 13, in Arbeit durch die Colonie 1, aus Requisition der Militärbehörde 1. Verpflegungstage im Mai 1892: 1878. Gearbeitet wurde im Mai an 1559 Tagen, hierunter 223 Tage für sremde Rechnung. Seit Bestehen der Colonie sind ausgenommen worden im Ganzen 1956 Mann, dagegen abgegangen im Ganzen 1894- bleibt Bestand 62 Mann.
+ Rohrbach bei Büdingen, 1. Juni. Die seit Jahren von ihrem abwesenden Manne getrennt lebende Ehefrau de» August I. von hier wurde heute unter dem Verdachte des Kindesmords gefänglich eingezogen.
vermischtes.
* Braunfels, 1. Juni. Wie verlautet, wird Herr Pfarrer Kneip p von Wörrishofen im nächsten Monat hierhin kommen, um die hiesige durch Se. Durchlaucht den Prinzen Albrecht ins Dasein gerufene Wasserheilanstalt in Augenschein zu nehmen. Allem Vermuthen nach wird der berühmte Freund der kranken Menschheit an den hiesigen Bade- und Begießungs- einrichtungen Wohlgefallen und Freude finden.
* Kaiserslautern, 1. Juni. In Kleinkarlbach (Rheinpfalz) richtete ein gestern Abend niedergegangener Wolkenbruch große Verwüstungen an, indem große Wassermassen infolge eines Dammbruches viele Häuser und Brücken wegrtffen. Mehrere Fabriken sind eingestürzt.
* Loudon, 1. Juni. Ein über Chicago gegen Nordwesten ziehender Wirbelsturm hat das Städtchen Olney beinahe gänzlich verwüstet.
* Agram, 2. Juni. Der nach Brood fahrende Postzug wurde vorgestern Nacht im Bahnhof von Novska von einem cyclonartigen Orkan erfaßt, die Waggons auseinander geschleudert, zwei Wagen 1. und 2. Klasse in die Luft gehoben und in den Graben geschleudert- die anderen wurden total zertrümmert. 22 Reisende sind verwundet, mehrere lebensgefährlich. Die Drahtleitungen sind zerstört.
* Lemberg, 1. Juni. In Ulanow sind 102 Häuser abgebrannt. Zwei Personen verbrannten.
* Brüssel, 29. Mai. Trotz aller Bemühungen ist es bis jetzt nicht gelungen, das Feuer in der Grube von Anderlues zu löschen, und man hat jede Hoffnung aufgegeben, die Leichen der in der Grube gebliebenen Arbeiter ans Licht zu fördern. Es sind jetzt über drei Monate seit der Katastrophe her und der Brand hat seitdem nicht ausgehört. Alle Mittel, die angewandt wurden, um das Feuer zu ersticken, haben sich als gänzlich erfolglos erwiesen. Verschiedene Versuche wurden angestellt, um in die unteren Schichten, wo der Brand vermutlich ausgebrochen ist, zu dringen, aber vergeblich- tiefer als 260 Meter gelang es den Ingenieuren nicht vorzudringen. Bei diesen Versuchen haben sich kühne Forscher mehrmals der Lebensgefahr ausgesetzt. Gestern endlich sind während einer Forschungssahrt fünf Personen, darunter Herr Mascart, Director der Arbeiten, ziemlich gefährlich durch eine neue Grubenfeuerexplosion verletzt worden. Während dieselben in der Schicht von 260 Meter forschten, erlöschten plötzlich dre Sicherheitslampen und kurz darauf wurden sämmtliche Ingenieure und Arbeiter durch eine Stickstoff-Explosion umgeworfen. Es ist einem reinen Zufall zuzuschreiben, daß die fünf Personen sich retten konnten - sie waren nämlich in der Nähe des Luftschachts und da man von oben den Knall der Explosion gehört hatte, konnte ihnen sofort Luft zugesührt werden. Heute Morgen haben neue Explosionen in der brennenden Grube Nr. 3 stattgefunden. In Folge der Erschütterung ist eine alte, 800 Meter von der Grube entfernte Kirche halb eingestürzt. Ganz unglaublich erscheint es, daß bis jetzt die zur Staatsverwaltung gehörige Behörde des Grubenraths nicht die völlige Schließung dieser so gesährlichen Grube angeordnet hat.
* Loudon, 1. Juni. Der Strike der Durhamer Bergleute ist nach zwölfwöchiger Dauer beendet. Die Grubenbesitzer ermäßigen die Forderung einer Lohnreduction von 131/y auf 10 pCt. Die Arbeit wird sofort wieder beginnen.
Citeratur unb ICnnft.
— Preisausschreiben. Die Architecten und Baumeister Deutschlands werden zur dankbaren Lösung einer hochbedeutenden Aufgabe von der Königlich sächsischen Staatseisenbahn ausgefordert. Es handelt sich um die practische und schöne Gestaltung der Gebäude des neuen Personenhauptbahnhofes in Dresden-Altstadt. Es ist dankend zu begrüßen, daß für eine solche Lösung der weiteste Kreis berufener Kräfte mobil gemacht wird, und diese Eoncurrenz wird auch sicherlich ihre guten Früchte tragen. Aus den Bedingungen für diese Preisbewerbung, welche nebst Bauprogramm und Zeichnungen vom Hauptbureau der Königl. sächsischen StaatSeisenbahnen in Dresden bezogen werden können, heben wir Folgendes hervor: Für den besten, den Bestimmungen des Programms und den Bedingungen am meisten entsprechenden Entwurf wird ein erster Preis von 10 000 Mk. ausgesetzt. Für die nächstbesten Entwürfe werden ein zweiter Preis von 5000 Mk. und fünf dritte Preise von je 1000 Mk. bestimmt. Die Entwürfe sind mit einem Kennworte oder Kennzeichen, aber nicht mit dem Namen deS Verfassers, versehen biS zum 1. September 1892, Mittags 12 Uhr, versiegelt an die Königliche Generaldirection der sächsischen Staatseisenbahnen in Dresden abzugeben.
Verkehr, Land« nnd Volkiwirthschaft.
- Frankfurt a. M., 1. Juni. Am Bebraer Bahnhofe wurde gestern ein Jungschweinemarkt abgehalten mit einer Zufuhr von 220 Stück 10—18 Wochen alter Thiere. Preise derselben 22—35 X per Stück. — Die Zufuhr von fetten Schweinen im Viehbofe bezifferte sich in der vorigen Woche auf 1430 Stück.
Limburg, 1. Juni. Fruchtmarkt. Rother Weizen X 17.70, weißer Weizen X 17.30, Korn X 15.00, Gerste X 9.90, Hafer X 6.40, Erbsen X
Seidenstoffe (schwarze,weißeu.sarbige) v. 65 Pfg. | bis 18 65 p. M. — glatt, gestreift, karritt u. gemustert (ca 380 j versch Qual.) u 2500 versch Farben — vers. roben- u. stückw. porto- u.zollfrei G.Henneberg, Seidenfabrikant (K. u- K- Hofltef.) Zürich. Muster umgeh. Dopp. Briefporto nach d. Schweiz. 48 Seidene Fährtenhund Steppdeckenstoffe, 125 Ctm. breit.
Rach Wie vor wird der HollLnd. Tabak von V. Becker in Seesen a H. allen ähnlichen Fabrikaten vorgezogen. 10 Pfd. lose in Beutel fco-K Mk.
Temperatur der Lahn und Luft
gemeffen nach Reaumur am 2. Juni, zwischm 11 und 12 Uhr: Wasser 19 Grad, Luft 19 Grad im Schatten.
Rübsamen'sche Badeanstalt.


