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Der französische Flottenbesuch in Kronstadt.
Die französischen und russischen Zeitungen berichten alle in begeisterten Artikeln über den glänzenden Empfang der französischen Flotte in Kronstadt durch den russischen Großadmiral Alexis und zahlreiche Vertreter der russischen Marine, sowie durch ein nach vielen Tausenden zählendes Publikum aus Kronstadt, Petersburg und anderen russischen Städten. Es kann auch nicht dem geringsten Zweifel unterliegen, daß der Empfang der französischen Gäste in Rußland thatsächlich ein außerordentlich glänzender und freundschaftlicher war, das beweisen nicht nur die Zeitungsartikel, sondern das geht auch aus den Festlichkeiten hervor, welche zu Ehren der französischen Gäste veranstaltet wurden und auch noch mehr veranstaltet werden. Doch die Salutschüsse, Fahnenhissungen, Fest- coneerte und Festmahle können uns allein keinen Maßstab dafür abgeben, ob der französische Besuch in Kronstadt und Petersburg wirklich von bedeutsamen politischen Folgen begleitet ist, und ob damit wirklich die französisch-russische Waffenbrüderschaft besiegelt wurde- und was nun gar die Kundgebungen der französischen und russischen Zeitungen bei diesem Anlaß anbetrifft, so kommen dieselben über ein schönes Phrasengeklingel und geschraubte Redensarten nicht hinaus. Was soll es zum Beispiel heißen, wenn Pariser und Petersburger Blätter melden, daß es ein erhebender Augenblick gewesen sei, als sich im Hafen von Kronstadt Rußland und Frankreich durch den Donner der Kanonen begrüßt hätten und daß die französische Flotte durch die Größe ihrer Schlachtschiffe, die Sicherheit ihrer Bewegungen und die Tadellosigkeit ihres Aussehens die Bewunderung aller Zuschauer erregt hätte, wenn gleichzeitig in Frankreich unter dem Vorsitze des Kammerpräsidenten Brisson eine Commission feststellt, daß in der französischen Flotte eine wahre Verwirrung in Bezug auf Schiffsbauten und Organisation herrsche und daß Frankreich kein Opfer scheuen dürfe, um die französische Flotte aus die Höhe der Zeit zu bringen.
Ganz genau wollen auch die Pariser Blätter wissen, daß Rußland durch den glänzenden Empfang der französischen Flotte die richtige Antwort auf den Empfang des deutschen Kaisers in England und auf die Verlängerung des Dreibundes geben wolle. Frankreich stehe nun nicht mehr einsam da und an dem Abschlüsse der französisch-russischen Alliance könne man nicht mehr zweifeln. Dadurch würde das Bündniß Deutschlands, Oesterreichs und Italiens das nöthige Gegengewicht erhalten und der Friede würde für absehbare Zeit gesichert sein.
Wenn die Alliance Frankreichs mit Rußland nichts weiter erstrebt, als mit aller Macht den europäischen Frieden gegen den Dreibund zu sichern, so kann man sich nur in ganz Europa aus eine ungetrübte Friedensdauer freuen, denn der Dreibund ist ja erwiesenermaßen auch von friedlichen Bestrebungen beseelt. An die Ausrichtigkeit der französischen Friedensliebe glaubt indessen ein Kenner der französischen Reigungen nicht so leicht, denn man weiß, welche Absichten Frankreich in Bezug auf Elsaß-Lothringen hegt. Aber immerhin ist es erfreulich, daß man in Frankreich wie auch in Rußland dem französischen Flottenbesuche nur friedliche Absichten beimischt. Daß aber auch keine anderen bedenklichen Demonstrationen bei der Anwesenheit der französischen Gäste in Petersburg und Kronstadt stattfinden, hat der Kaiser Alexander befohlen, daß bei allen officiellen Festlichkeiten zu Ehren der französischen Gäste nur vier Toaste ausgebracht werden dürsen, nämlich aus den Kaiser von Rußland, auf den Präsidenten Carnot und auf die französische und russische Flotte. Das wird den redseligen Panslavisten und Revanchepolitikern schlecht in den Kram passen.________
wo die Königin ihren Aufenthalt nehme.
— Nach dem „Reichsanzeiger" glitt der Kaiser am Juli auf dem Fußboden des „Hohenzollern" aus und sich eine leichte Verletzung des rechten Knies In Folge dessen unterbleiben in der nächsten Zeit die
bäckerei brach heute früh gegen vier Uhr ein Schadenfeuer aus, das durch das schnelle Eingreifen der Garni- sons- und der städtischen Feuerwehr um sechs Uhr bewältigt wurde. Der Dachstuhl ist abgebrannt.
„Hohenzollern" den Hasen von Skjeraö und traf am Samstag in Skaarö ein. Das Wetter war in diesem Theile Norwegens in den letzten Tagen vielsach regnerisch. Die Nord- landssahrt des Kaisers wird noch ungefähr acht Tage dauern, worauf sich der Kaiser nach England begeben und mit der Kaiserin und den Prinzen nach Deutschland zurückkehren wird.
— In der inneren deutschen Politik ist mehr und mehr eine Ruhepause eingetreten. In leider recht bedauerlicher Weise wird aber zur Zeit das öffentliche Interesse durch wirthschastliche Sorgen in Anspruch genommen. Es kann nicht weggeleugnet werden, daß die geschäftliche Stille in vielen Erwerbszweigen, ferner die hohen Brod- und Fleischpreise und die noch zweifelhaften Ernteaussichten in Verbindung mit andauernd ungünstiger Witterung in vielen Kreisen der Bevölkerung große Sorgen verursachen. Einen kleinen Lichtblick bietet in dieser sorgenvollen Zeit zunächst nur der Umstand dar, daß die Ernte schließlich doch besser zu werden verspricht, als man bisher annahm. Den Beweis dasür glaubt man darin zu erblicken, daß das Angebot von noch vorräthigem Weizen und Roggen an den letzten Getreidebörsen ziemlich bedeutend gewesen ist.
— Bei prachtvollem Wetter sand am 23. Juli in Schleswig die Einweihung des Denkmals für den Grafen Reventlow und Wilhelm Beseler statt, welche vom Herbste 1849 ab bis Anfang 1851 die Statthalterschaft der Herzogthümer führten. Der Oberpräsident v. Steinmann, die Spitzen der Behörden und eine äußerst zahlreiche Festversammlung wohnten der Feier bei. Die Festreden hielten Dompastor Schnittger, der Probst des adeligen Convents zu St. Johannis, Freiherr v. Liliencron und der Bürgermeister Heilberg. Mit kirchlichen und patriotischen Gesängen begann und schloß die Feier. Nachmittags sand ein Festmahl statt.
Berlin, 25. Juli. Dem „Reichsanzeiger" zufolge ist in Betreff des Berechtigungswesens an den höheren Schulen in den Verhandlungen des Staatsministeriums nunmehr eine Verständigung dahin erzielt, daß die Abiturienten der Ober - Realschulen Preußens Zugang zum Baufach, Maschinenbau, Bergfach, Forstsach und zum Studium der Mathematik und der Naturwissenschaften mit Aussicht auf Anstellung an allen realistischen Lehranstalten erhalten, ebenso auch im Dienstbereiche des Reiches sür das Post- und Telegraphenwesen, den Marineschiffsbau und Marinemaschinenbau. Die Ober-Realschulen werden also den Realgymnasien im Wesentlichen gleichgestellt. Das Reifezeugniß höherer Bürgerschulen berechtigt künftig zu dem gesummten Subalterndienst, nicht blos, wie bisher, zu dem Justizsubalterndienst. Der bisherige Vorzug bei den neunjährigen, sowie den siebenjährigen Anstalten, daß die Befähigung zum einjährig-freiwilligen Dienst durch Versetzung nach Ober - Secunda ohne Prüfung erreicht wird, hört auf. An allen Anstalten findet nach Abschluß des sechsjährigen Cursus eine Prüfung unter Vorsitz eines Staatscommissars statt. Von dem Bestehen dieser Prüfung hängt die Ertheilung des Berechtigungsscheines für den einjährigen Dienst ab.
Berlin, 25. Juli. Die „Nationalzeitung" meldet: Der Generaladjutant des Sultans, Ri stow Pascha, ist gestern in Stettin in Folge eines Sturzes aus dem Wagen
Ausland.
Wien, 25. Juli. Gegenüber den Vermuthungen verschiedener Blätter über die Ursache der Reise Taafses
Bergparthien. Das Allgemeinbefinden ist gut.
Straßburg i. Els., 25. Juli. In der hiesigen Garnisons-
Deutsehes Reich.
Darmstadt, 25. Juli. Das gestern ausgegebene Groß- herzogliche Regierungsblatt Nr. 23 enthält: 1. Gesetz, betreffend Ergänzung des Gesetzes wegen Revision der Bestimmungen über Versetzung der Civilbeamten in den Ruhestand vom 27. November 1874. 2. Bekanntmachung Großh. Staatsministeriums, die Abänderung der Polizeiordnung für die Schifffahrt und Flößerei auf dem Neckar betreffend.
Berlin, 26. Juli. Von der Nordlandsfahrt des Kaisers Wilhelm sind neue Nachrichten von Bedeutung in den letzten Tagen nicht eingegangen, man weiß nur, daß sich der Kaiser auf der Rückfahrt von Hammerfest nach den norwegischen Fjords befindet. Am Freirage passirte die Yacht
an das Hoslager nach Ischl coustatirt das „Fremdenblatt"^- eS sei constitutionelle Uebung, daß der Cabinetschef am Schlüsse der Session über deren Ergebnisse dem Monarche berichte, was nicht ausschließe, daß auch die jüngsten Vorkommnisse in Prag zur Sprache kamen.
Wien, 25. Juli. Rudini beauftragte den Botschafter Nigra, der österreichischen Regierung für die tactvolle, feinfühlige Art der Feier des Gedenktages der Schlacht bei L i s s a und für die sympatifche Anerkennung der italienischen Marine den Dank der Regierung auszudrücken. Nigra reist morgen zu einem kurzen Besuche Taaffes nach Schloß Elischau.
Prag, 25. Juli. Am 1. September wird hier der börsenmäßigeZucker handel eingeführt. Der Secretär der hiesigen Börse reist nach Hamburg und Magdeburg, um die dortigen Einrichtungen für den börsenmäßigen Zuckerhandel kennen zu lernen.
Murren (in der Schweiz), 25. Juli. Der Asrikaforscher Stanley brach heute früh aus der Promenade den linken Unterschenkel.
Paris, 25. Juli. Ueber das versuchte Attentat gegen Constans, Etienne und Treille wird berichtet, daß am Donnerstag Vormittag Constans aus seinem Bureau einen Brief aus einem Buche liegend vorsand, Constans erkannte auf der Adresse die Handschrift seiner Großnichte - das Buch: war ein Gebetbuch. Der Minister sandte Alles an seine Gemahlin, welche den Goldschnitt des Bandes vergeblich zu öffnen suchte. In der Meinung, das Buch enthalte Verdächtiges, wie es wiederholt bei Sendungen an Regierungsmitglieder vorgekommen war, wurde das Buch dem Hausmeister übersandt. Als dieser versuchte, das Buch mit einem Meißel zu öffnen, bemerkte der Kammerdiener eine Lunte. Der Band wurde sofort zur Untersuchung an das städtische Laboratorium gesandt. Der Director des Laboratoriums con- statirte, daß das Buch eine Sardinenbüchse mit 200 Gramm Explosivstoff, 20 bis 22 Revolverkugeln und etwa 30 Kapseln enthielt. Der des Attentats verdächtige Touloner Marinearzt soll sich vorgestern in Toulon entleibt haben.
Toulon, 25. Juli. Der chilenische Kreuzer „Presidente Pinto" gerieth bei der Abfahrt nach Genua, wo er Kanonen und Pulver laden wollten, noch auf der Rhede auf eine Untiefe. Bis jetzt es nicht gelungen, das Schiff wieder flott zu machen. An Bord befand sich kein Franzose.
Falmouth, 25. Juli. Der Capitän des österreichischen Dampfers „Sz ap ar y", in Fahrt von Newport nach Triest, berichtete heute hier, daß im Kohlenraum des Dampfers zwei Explosionen sich ereignet haben, wodurch ein Mann getödtet und mehrere schwer verwundet wurden. __
Kiew, 25. Juli. Der König Alexander von Serbien ist hier im Kaiserpalais eingetroffen und abgestiegen.
Washington, 25. Juli. Der Generalpostmeister Wana- maker theilte dem Chef der Post von Neuseeland mit, er beabsichtige, zweimal monatlich statlfindende Fahrten von schnellen Postdampfern zwischen San Francisco und Australien einzurichten unter abwechselndem Anlaufen von Wellington und Auckland.
Cairo, 25. Juli. Die Cholera in Mekka forderte in ten letzten Tagen 1600 Todte.
undzwanzig Kriegsschiffe, auf welchen die weißrothe Flagge Oesterreichs flattert, aber was für Nußschalen find darunter, zumal im Vergleiche mit den Italienern, die mit dem Curs Nord-Nord-Ost daherdampften, eine schwimmende Erzburg neben der anderen und in ihrer Mitte, alle anderen an Größe überragend, der „Re d'Jtalia" mit seiner dreifachen Reihe offener Gefchützpforten, aus denen die feuerbereiten Erzmäuler der Armstrongriesen drohend hervorstarren. Und ihm zunächst gewahrt das Auge eine schwimmende Citadelle neben der andern, den „Re di Portogallo" und die „Ancona", den „Castelsedardo", den „Caregnano", die „Maria Pia" und den „Palestro", den „San Martino", „Varese", „Terribile" und, wie sie alle heißen, im Hintertreffen Persano auf feinem neuen Admiralsschiff und hinter jenen Panzercolossen zeigt sich, so weit das Auge reicht, der Mastenwald von Albinis Holz- slotte. Wie gering mußte den Unfern gegenüber solcher furchtbarer Armada die eigene Flotte erscheinen. Dem blonden kleinen Manne mit der gewaltigen Denkerstirne und dem vom buschigen Seemannsbart umrahmten Antlitz, der da aus der Commandobrücke des Admiralsschiffes steht, allerdings nicht- er signalisirt den Seinen den kühnsten Flottenbefehl, den je ein Admiral erlassen: „Muß Sieg bei Lissa werden!" Kaum ist mehr Zeit, dieses vorbereitete Signal auszusühren, da blitzte es schon auf aus der Batterie des „Caregnano", der „Portogallo" secundirt, der „Ferdinand Max" antwortet.
(Schluß folgt.)
mächtigen Wellenbergen emporgepeitfcht wird, so daß die schweren Schlachtschiffe schlingern und rollen und die Stück- pforten geschlossen werden müssen. Schweren Herzens versteht sich der italienische Admiral dazu, von Lissa abzulassen, er läßt seine Schiffe wenden und Curs auf den Gegner nehmen. Vor Allem jedoch verläßt Persano das Admiralschiff, den „Re d'Jtalia", und begibt sich in den Eisenschacht der Thürme des besser gepanzerten „Affondatore" und mit solcher Eilfertigkeit vollzieht Angesichts des mit voller Dampf- traft anbrausenden Gegners Gras Persano seine Umsiedelung, die man auf dem Großtop des „Re d'Jtalia" einfach ver- gefsen hatte, so daß die italienischen Commandanten, von denen nur Wenige eine Ahnung vom plötzlichen Umzuge ihres Führers hatten, vergebens nach Befehlssignalen Auslug hielten und die. durch die Flaggensprache signalisirten Ordres des „Affondatore" gar nicht beachteten.
Um 10 Uhr Vormittags sind sich beide Flotten gegenüber. An der Spitze der österreichischen schwimmt der mächtige, mit steirischem Eisen umgürtete Panzerrecke „Ferdinand Max", der Wilhelm Tegetthoff und sein Glück trägt. Ihm folgen sechs andere, kleinere Panzer, der „Don Juan", „Eugen", „Kaiser Max", die „Habsburg", der „Drache" und der „Salamander"; in ihrer Kielwasserlmie dampft die zweite Division, die der Holzschiffe, heran mit dem alten Linienschiff „Kaiser", von dessen Commodorestander die Flagge des tapferen Petz niederweht, und die Arriöregarde bilden zehn Kanonenboote und Schooner. Im Ganzen sind es sieben-
gestorben.
Berlin, 25. Juli. Die „Post" erfährt aus Paris, die Königin von England habe den Wunsch ausgedrückt, das von Kronstadt zurückkehrende französische Geschwader zu empfangen. Die Segelordre sei in Folge dessen abgeändert das Geschwader treffe am 20. August in Portsmouth
Neueste Nachrichten.
Wolfis telegraphisches Torrespondenz-Bureau.
Gastein, 26. Juli. Fürst Ferdinand von Bulgarien ist nach beendigter Cur heute Vormittag über München nach Coburg abgereist, um der zehnjährigen Trauer- seier anläßlich des Todes seines Vaters beizuwohnen. In Gastein hatte der Fürst eine längere Unterredung mit Sir William White, dem britischen Botschafter in Konstantinopel.
Paris, 26. Juli. Eine gestern Abend von etwa 4000 Personen abgehaltene, meist aus Anhängern Boulangers bestehende Versammlung verlief äußerst stürmisch. Unter Anderen wurden von Deroulöte und Laur Lobesreden auf Boulanger gehalten, die jedoch zahlreiche Protestrufe hervorriefen. Später kam es zu Thätlichkeiten. Schließlich wurde eine Tagesordnung angenommen, welche verlangte, daß den in Frankreich lebenden Deutschen dieselbe Behandlung zu Theil werden solle, wie sie die Franzosen in Elsaß-Lothringen feit 1888 Seitens ter Deutschen genössen.
Petersburg, 26. Juli. Das Communicationsministerium arbeitet im Verein mit dem Finanzministerium an einer Reform d es Personentarifs auf den russischen Eisenbahnen. Ein modificirter Zonentarif ist bereits ausgearbeitet, der gleich nach dem Zusammentritte des Reichs- rathes demselben unterbreitet werden soll.
Cincinnati, 26. Juli. Gestern Abend erfolgte bei Middletown, einer Station der Cincinnati-Hamilton- Dayton Eisenbahn, ein Zusammenstoß zwischen einem Güterzug und einem Vergnügungszug, in dem sich meist junge Leute aus Dayton befanden. Drei Wagen des letzteren wurden umgestürzt und hierbei 7 Personen getödtet und gegen 20 verletzt, darunter mehrere tödtlich.
Paris, 27. Juli. Bei Saint Mands, Linie Vincennes- Paris, fuhr gestern ein Ergänzungszug auf den vor ihm ab° gegangenen Hauptzug. Der Gepäckwagen und drei mit Reisende« gefüllte Wagen stürzten um, ein Wagen gerieth in Brand. 49 Todte, 100 Verwundete, von letzteren find inzwischen sechs I gestorben.
Paris, 27. Juli. Die meisten der bei Saint-Mauds getödttten Reisenden sind verkohlt. Die Verwundungen sind meist schwerer Natur- es sind ganze Familien ums Leben gekommen. Die Verunglückten sind größtentheils von einer Vergnügungsfahrt zurückkehrende Arbeiter und Handlungs- diener. Das Geleise ist wieder frei. Wer die Schuld an diesem Unglück trägt, ist noch nicht festgestellt.
Maalsnäh, 27. Juli. Der Deutsche Kaiser traf gestern Nachmittag 2 Uhr ein. In Transö nimmt der Kaiser einen zweitägigen Aufenthalt.


