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mehrere ungarische Emgewanderte hätten sich hierher begeben, um das Attentat auszusühren.

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Deutf^er rrei^stag.

108. Plenarsitzung. Samstag, 25. April 1891.

Auf dem Platze des Grafen Moltke liegt ein großer Lorbeer- kraoz.

Präsident o. Lev etzow eröffnet die Sitzung um 1 Uhr 15 Min. mit folgender Ansprache:

Meine Herren! Ganz unerwartet und tief schmerzlich für uns und für das Vaterland hat Gott einem Leben ein Ende gemacht so reich an Ruhm, an Ehren, an Erfolgen, aber zugleich auch an Liebe, an Verehrung und an Vertrauen, wie selten einem Sterblichen bis in das höchste Greisenalter es zu führen vergönnt war. Unser greises Mitglied, der Feldmarschall Graf v. Moltke, ist gestern Abend 98/< Uhr ohne vorheriges Unwohlsein an einem Herzschläge sanft verschieden, nachdem er noch vor zwei Tagen unseren Sitzungen und gestern bis zum Nachmittage wenige Stunden vor seinem Tode einer Sitzung des Herrenhauses mit der bekannten freudigen Thetlnahme betgewobnt. Mitglied des Reichs­tags von Anfang an, stets gewählt im 1. Wahlkreise Königsberg, Hal der Heimgegangene diesem Hause angehort und seit 1881 zu Anfang jeder Legislaturperiode das Alterspräsidium geführt. Meine Herren, uns Allen ist bekannt, mit welcher Gewissenhaftig­keit er unseren Verhandlungen folgte und wohl kaum habe ich das Haus so aufmerksam gesehen als dann, wenn er hier das Wort nahm. Seine letzte jugendfrische Rede, die er am 16. März hier gehalten, die Rede eines Neunzigjährigen, wird uns In steter Er­innerung bleiben. Meine Herren, ich kann es nicht unternehmen, von dieser Stelle aus zu rühmen, was der Heimgegangene für Kaiser und Reich geleistet; er selbst machte niemals Wesens davon und wohl niemals so viel Bescheidenheit zu so viel bewunderten Erfolgen sich gesellt: die Geschichte unseres Landes und die Welt­geschichte wird es mit goldenen Lettern verzeichnen und unsere Nachkommen werden stolz sein auf diesen Landsmann, wie wir stolz sind, ihn persönlich gekannt und als unser Mitglied unter uns gehabt zu haben. Meine Herren, ein Mann, ein Held, ein gelehrter Denker, aber auch zugleich ein Vorbild menschlicher und bürgerlicher Tugenden, ist von uns gegangen; seine Werke folgen ihm nach. Sein Andenken, zu dessen Ehren Sie sich erhoben haben, wird stets gesegnet sein und bleiben ewig.

Von verschiedenen Setten ist angeregt worden, daß wir unter dem Eindruck drr Trauer um den Heimgegangenen in unsere Tages­ordnung nicht ehüteten. Ich verstehe dies und schlage vor, die nächste Sitzung abzuhalten am Montag 12 Uhr mit der Tagesordnung: Zweite Beralhung der Zuckersteuer.

Neueste Nachvichte«.

WolffS telegraphisches Tovcespoudcnz-Burca

Berlin, 26. April. Die Trauerfeier für den ver­ewigten Feldmarschall findet am Dienstag den 28. d. Mts., Dormittags 11 Uhr, im Generalstabsgebäude statt, von da wird sich der feierliche Leichenconduet nach dem Lehrter Bahnhof bewegen.

Berlin, 26. April. Das Armeeverordnungsblatt ver­öffentlicht eine Cabinetsord re an den Kriegsminister vom Gestrigen, betreffend die Trauer um Moltke. Sie lautet: Nach Gottes unersorschlichem Räthschluß ist am gestrigen Tage Generalfeldmarschall Moltke aus dem Leben abberufen worden. Tieferschüttert sehe ich den greisen Helden, meinen Irenen Freund und Berather von meiner Seite gerissen. Ich betrauere auf das Schmerzlichste den unersetzlichen Verlust, ben mit mir meine Armee, wie das ganze deutsche Vaterland erlitten. Hohe Ehre sei seinem Angedenken, welches für alle Zeiten unauslöschlich in den Blättern der Weltgeschichte sort- leben und späteren Geschlechtern das Bild eines tiefen Denkers und großen Feldherrn lebendig erhalten wird. Bis zum letzten Athemzuge hat der Verewigte in bescheidener Einfachheit, selbstloser Pflichterfüllung und unwandelbarer Treue meinen erlauchten Vorfahren wie mir gedient und durch seine hervor­ragenden Gaben, seine glänzenden Leistungen in siegreichen Kriegen wie im stillen Wirken des Friedens sich mraussprech- «liche Verdienste erworben um den Ruhm der Armee und das Wohl des Vaterlandes, dessen Dankbarkeit nie verlöschen wird. Ilm dem Schmerz und der tiefen Trauer, welche mit mir die ganze Armee für den von ihr so hoch verehrten General­feldmarschall empfindet, sichtbaren Ausdruck zu verleihen, bestimme ich: Sämmtliche Offiziere der Armee legen vom Tage des Eingangs dieser Ordre acht Tage hindurch einen Trauerflor um den linken Unterarm. Bei dem Colberg'schen GrenadierregimentGneisenau", dessen Ches der Verewigte fast 25 Jahre gewesen ist, dauert die Trauer 12 Tage, bei den Offizieren des Generalstabes, welch letzterer seinem Reorganisator und langjährigen Ches seine ruhmvolle Stellung verdankt, 14 Tage. Ich beauftrage Sie, das Erforderliche bekannt zu machen. Wilhelm."

Berlin, 26. April. Die Leiche Moltkes ist von heute früh ab im großen, schwarz drapirten Saale des General­stabsgebäudes aus von Kandelabern mit brennenden Lichtern umgebenen Katasalk aufgebahrt. Die Straßen ringsum find von einer Menschenmenge angesüllt, aus welcher immer je 30, welche dem großen Todten ihre letzte Huldigung -erweisen wollen, zum Katafalk zugelassen werden.

Esten, 26. April. In der heute in Bochum abgehalteuen allgemeinen Delegirtenversammlung der Bergleute deS nieder- rheinisch westfälischen Kohlenreviers, in welcher 166 Schächte durch 274 Delegirte, darunter auch solche aus dem Saar­brückener und Wurm-Revier, vertreten waren, wurde, wie die Rheinisch-Westfälische Zeitung" meldet, beschlossen, daß morgen (Montag) die Arbeit nicht wieder ausgenommen werden soll. Die Frage des Vorsitzenden Bauer, ob die Delegirten gewillt feien, das; morgen wieder gearbeitet werde, wurde einstimmig mitNein" beantwortet. Die Versammlung wählte sodann eine aus 21 Mitgliedern bestehende Lohneommission, welche mit dem Vorstand des bergbaulichen Vereins über die An­erkennung der Bochumer Forderungen betreffend die Ein­führung der achtstündigen Schicht einschließlich der Ein- und Ausfahrt und betreffend die Lohnerhöhung verhandeln soll. Die Verhandlungen wurden mit dem Rusees lebe die inter­nationale Vereinigung!" geschlossen.

Wien, 26. April. Sämmtliche Blätter bringen anläßlich des Hinscheidens Moltkes warme, sympathische Nachrufe. DasFremdenblatt" betont, Moltkes Genius werde neidlos von Allen gewürdigt; auch Oesterreich habe ihn achten und

bewundern gelernt. Moltke war als siegreicher Feldherr einzig- er zog und bildete ein Heer zum Siegen, genoß das Glück im patriarchalischen Alter die Früchte der militärischen Arbeit und die Segnungen des durch dieselbe gesicherten Friedens zu sehen; er hinterläßt eine in seinem Geiste erzogene und gesittete Armee. DiePresse" hebt besonders die un­wandelbare Treue für Kaiser und Vaterland, die imponirende Pflichterfüllung, sowie die Bescheidenheit und sittliche Reinheit des Hingeschiedenen hervor. DieNeue Freie Presse" be­zeichnet Moltke als den Stolz und die Freude der ganzen Menschheit- ihn liebten die ©einigen, die Besiegten haßten ihn nicht- er sei nur vergleichbar mit Mark Aurel, der ein Kriegsheld, Menschenfreund und Philosoph gewesen- alsdann hebt das Blatt die weise Selbstbeschränkung Moltkes und den Mangel an leidenschaftlicher Begierde nach Macht hervor- sein Tod erwecke in der ganzen Welt Trauer. DieDeutsche Zeitung" nennt Moltke den Lehrmeister des deutschen Volkes und mittelbar den Lehrmeister aller Nationen, in denen die Armee nicht blos als Werkzeug des Krieges, sondern als Schule der Völker anzusehen ist. DasNeue Wiener Tag­blatt" bezeichnet die Kriegstüchtigkeit der deutschen Nation als Vermüchtniß Moltkes.

Paris, 26. April. DasJournal des Debats" schreibt über den Tod Moltkes:Eine der berühmtesten Gestalten ist vom Schauplatz abgetreten. Die Erinnerung au das, was Moltke gethan, wird uns nicht hindern, den seltenen Talenten, der unermüdlichen Thätigkeit, Schlichtheit und Bescheidenheit dieses großen Feindes unseres Landes eine unparteiische Huldigung darzubringen."

Petersburg, 26. April. Ein kaiserliches Manifest gibt den gestern erfolgten Tod des Großfürsten Nikolai Nikolajewitsch bekannt und ordnet anläßlich desselben eine dreimonatige Trauer für die Garde und die übrige Armee an. Prinz Albert von Sachsen-Altenburg hat gestern Abend die Heimreise nach Deutschland angetreten. Der Neichsrath hat die Berathung eines Gesetzent- wurses, betreffend die Versorgung der Arbeiter und ihrer Familien, in Fällen, wo die Arbeiter bei der Arbeit ver­unglücken, begonnen.

Petersburg, 26. April. DasJournal de St. Peters­burg" veröffentlicht einen sehr sympathischen Nachruf an den verstorbenen Generalfeldmarschall Grafen v. Moltke, in dem es sagt:Der Feldmarschall starb überschüttet von den Zeugnissen der Dankbarkeit seitens seiner Souveräne und um­geben von der erkenntlichen Verehrung des deutschen Volkes; die deutsche Armee insbesondere wird Trauer tragen um ihren großen Strategen, denSchlachtendenker", dessen Genie so sehr dazu beitrug, sie von Sieg zu Sieg zu führen. Auch alle anderen Zeitungen enthalten von Achtung erfüllte Nach­rufe an den verewigten Generalfeldmarschall.

Athen, 26. April. Die hiesigen Journale feiern fast allesarnmt den verstorbenen Generalfeldmarschall Grafen v. Moltke in sympathischen Nachrufen.

Locales und Krovnrzielles.

Gießen, 27. April.

Kunstverein. Die Ausstellung im ehemaligen Hosgerichts- gebäude, welche während des Aushebungsgeschäftes eine Unterbrechung erfahren mußte, ist nach Eintreffen weiterer Gemälde feit gestern wieder eröffnet und kennzeichnet sich nach Zahl wie nach Bedeutung der ausgestellten Bilder wohl als die schönste unserer seitherigen Ausstellungen. Von den gegen 60 Oelgemälden und Aquarellen heben wir besonders die nachstehenden, neuausgestellten Werke hervor: A. G e i g e x- Thuning (München)Nach dem Wolkenbruch in den Tauern" - Waldemar Knoll (Frankfurt a. M.)Landschaft"- Toni Schulz (Berlin)Heraldisches Stillleben"- Gust. Bartsch (Dresden)Die Rast des alten Kriegers"- Carl Büttger (Holzminden)Hünengrab", Bertha Aussin - Orth (Flens­burg)Hunde" ; Ad. Müller-Gr antzow (Berlin)Strand- vogts Heim". Die Aquarelle von Lauter (Frankfurt a. M.), welche hier schon eingehende Besprechung erfahren haben, bleiben gleichfalls noch kurze Zeit ausgestellt. Daß die Bestrebungen des Kunstvereins allmählich auch in weiteren Kreisen An­erkennung finden, beweist neben der von der Stadtverordneteu- Versammlung neuerdings verwilligteu Unterstützung aus städtischen Mitteln insbesondere der im letzten Vierteljahr erfolgte Beitritt von nahezu dreißig neuen Mitgliedern.

Die Nr. 10 des im Auftrage des Evang. Pfarr- vereins im Großherzogthurn Hessen von Herrn Pfarrer Dr. Naumann hier herausgegebenenHessischen Kirchenblattes" hat folgenden Inhalt: 1. Die Auferstehung Christi das Fundament unseres Glaubens. 2. Pfarrverein und Geistliche Wittweukasse. 3. Heimliche Randbemerkung zur Frage der kirchlichen Vermögensverwaltung. 4. Ein Wort zu den Aus­lassungen 'be§ Herrn Dr. G. in Nr. 9 des Kirchenblatts. 5. Schulsachen. 6. Ev. Psarrverein für Nassau. 7. Ev. Psarrvereine in aubcrcu deutschen Landen. 8. Bischossamt. 9. Kirchliche Uebersicht. 10. Mitglieder des Psarrvereins. 11. Berichtigung.

Wegen schwerer Mißhandlung eines fünf Jahre alten Kindes (Armbruch und sonstige erhebliche Verletzungen) wurde dessen zukünftiger Stiefvater, ein Dieustknecht, verhaftet und zur Anzeige gebracht.

Ein junger Mensch, welcher in einem Hause 5 Mk. entwendete, wurde abgefaßt und an gezeigt. Ferner wurden einige Verhaftungen wegen Trunkenheit, Obdachlosigkeit und Ruhestörung vorgeuommen.

r. Lich, 26. April. Die hiesige altehrwürdige Stifts­kirche, ein herrliches Denkmal christlicher Baukunst, ist um eine Zierde reicher geworden. Zum Gedächtnisse der jüngst Heimgegangenen Brüder, des Herrn Stiftsdechanten Dr. (Stemm dahier und des Herrn Fabrikanten Clemm-Lenning in Heidelberg hat die Familie Clemm für diese Kirche zwei gemalte Fenster gestiftet, welche sowohl in Folge der tech­

nischen Ausführung als auch wegen des wohlthuenden, meu harmonischen Farbenreflexes allgemeine Bewunderung erregen.

Nidda, 26. April. Heute morgen war aus unserem Bahn- hose ein sehr reger Verkehr und es fand eine sehr rührende Abschiedsseene statt. Es reiften ungefähr 30 Personen, dieselben waren von hier und zwei Nachbarsorten, nach Bremen ab, um ihr Glück über dem fernen Ccean zu suchen. Das Reiseziel derselben ist die durch das Unglück zweimal heim- gesuchte Stadt Jongslon.

vermischtes.

Kassel, 24. April. Congreß. Stipendium für Maler und Bildhaner. Laut Beschluß der Heff. Barbier- und Friseur-Innungen wird der Congreß Deutscher Barbiere im nächsten Jahre in Kassel tagen. Der Bezirks­tag der Innungen findet bereits im lausenden Jahre, vor­aussichtlich im Juni, hier statt. Das von der Frau Gräfin Bose, geborene Gräfin von Reichenbach-Lefsonitz, gestiftete Stipendium für talentvolle Maler und Bildhauer soll für das Jahr 189192 im Betrage von 2060 Mk. vergeben werden. Bewerbungsgefuche müssen bis zum 15. August an Herrn Oberbürgermeister Weife in Kassel cingefanbt werden.

f's- Kassel, 26. April. Cong resse. Hessischer Städte­tag. Auch in diesem Jahre wird wiederum inKassel, der Stadt der Künste und (Songreffe", eine Reihe von großen all- meinen Versammlungen tagen. So hat der Ceutralvorstand desEvangelischen Bundes zur Wahrung der beut) ch-p rotestantischenIntere ssen" beschlossen, daß der diesjährige Congreß des Bundes vom 28. bis 30. Sep­tember hier in Kassel tagen wird. Es ist dieses der fünfte Congreß, die vier vorhergehenden haben in Frankfurt a. M., Duisburg, Eisenach und Stuttgart stattgefunden. Mehrere hundert Theilnehmer aus allen Theilen Deutschlands werden erwartet. Ferner tagt in unserer Stadt am 1. und 2. Juni der Hessische St übte tag, welcher sich auf Anregung des Herrn Oberbürgermeisters Westerburg in Hanau im vorigen Jahre conftituirte und in Fulda seine eiste Versammlung ab>- hielt. Inzwischen hat der Verein sich in günftiger Weise ent­wickelt und sind demselben fast alle Städte des ehemaligen Kurhessens, jetzigen Regierungsbezirks Kassel beigetreten.

* Aus den Controlversammlungen, die in Düsseldorf stattfanden, nahm der die Versammlung abhaltende Major eine Untersuchung der Civilanzüge vor und ließ jeden, dem auch nur ein Knopf fehlte, zum Nachappell ausschreiben.

Universität» > Ncrchr:.d cen.

Aus Leipzig wird berichtet: Der uornulfle Minister bei Innern v. Nosttz-Wallwitz ist anläßlich seines Uebcitrittö in den Ruhestand von Selten der theologischen Facultät unserer Universität zum Doctor theologiae honoris causa ernannt worden. Innerhalb der philosophischen Facultät hat sich vor einigen Tagen der Dr. jur. et phil. Gerhart v. Schulze-Gaevernitz für das Fach der Volks- wirthschastslehre habilitirt. Die Habilitationsschrift behandelt das englische Genossenschaftswesen und die Antrittsvorlesung bezog sich auf den Entwurf eines Heimstättengesetzes.

Aus Jena wird gemeldet: Dr. Erhardt aus Jena und Dr. Seitzmann aus Magdeburg habilitiren sich in den nächsten Tagen an der hiesigen Universität mit Probevorlesungen über die menschliche Willensfreiheit und über Georg Forster, ein Bild aus dem Geistesleben des 18. Jahrhunderts.

Die medicinische Facultät der Unioersilät Würzburg hat dem Medtcinalrath Bach in Zeulenroda anläßlich des 50jähUgen Doctorjubiläums das Diplom erneuert.

Der Privatdocent sür Geographie, Dr. Ludwig Neumann in Freiburg i. B. wurde zum Professor an der dortigen Univer­sität ernannt.

Verkehr, Cattfc* und Volkswirtschaft

S Dauernheim, 25. April. Auf dem gestern hier abgehaltcmn Vieh markt waren ca. 80 Stück Schweine aufgetrieben. Der Handel war sehr schwach, doch wurden einige Verkäufe abgeschlossen. Rindvieh war nicht aufgetrieben. Im Ganzen fehlte es an Ver­käufern wie Käufern. Der Grund hierfür liegt darin, daß jetzt die Landwirthe mit ihrer Feldbestellung zu stark beschäftigt sind.

Butzbach, 25. April. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund JL 1,050,00, Käse per Pfund 4546 Eier zwei Stück 11 H.

Ganz seid. GedruckteL'ttnIarUsMk.l.SO bis 7.25 pr. Met. (ca. 450 versch. Disposit ) oers. roben- und stückweise porto- und zollfrei in's Haus das Fabrik-DäM G. Henneberg (K. u. K. Hoflies.) Zürich. Muster um­gehend. Doppeltes Briefporto nach der Schweiz. 1741 !

Kaufleute, Magazinier, Verkäufer, überhaupt alle, deren Beschäftigung ein älteres Waschen der Hände u. s. m. erfordert, schützen sich am sichersten gegen die NachtheUe, die der Wechsel von Nässe und Kälte bedingt, wenn sie sich beim Waschen einer gänzlich schärsesreien Seife bedienen, wie z. B. der vorzüglichem Doerings Seife. Diese reinigt sehr, greift die Haut nicht an, entzieht iyr nicht das Fett und verhindert somit das Austprmgeu und Röthen der selben. Diese Vorsicht ist um so dringender an- zurathen, als einerseits aufgesprungene Haut der fruchtbare Boden zu Jnfectionskrarckbeiten und andererseits Doerings Seife, obschon die beste Seife der Welt, nur 40 Pfg. kostet. Es würde der tägliche Verbrauch nicht einmal 1 Pfennig betragen. Zu haben in Giesser» bet Gebrüder Adami, F. C. Conrad, Eberh. Dort, Drebes & Wallenfels, Fritz Egly, Emil Fisch­bach, Ad. Geisse, Gustav Gerhardt, L. Kalkhof, Gg. Kinkel, Ludwig; JLoth, Eberhardt Metzger, P. J. Mobs, Paul Möser, H. F. Nassauer, Aug. Noll II., Otto Schaaf, J.M. Schulhof, P.F. Thomas, Aug. Voigt, Mch. Wallach, in Wieseck bet Heine. Volzel II in Lich bet J. Häuser, C. Vogt II.,zur Nose", in Schotten bet Gg. Böhm. Enqros-Verkauf:

Doering & Co., Frankfurt a. M. und Benner & Krumm. Droguen-, Material- u. Fsrdenwaaren-Grotzhaudlung, Giessen. 13300

Bei Gebrüder Stamm (Markt- und Schulstraßen- Ecke I. und II. Stock) findet man die größte Auswahl der schönsten Herren« und Knubenkteider zu be­deutend ermäßigten Preisen. [3396

Bremen, 24. April. [Per transatlantischen Telegraph.^ Der Schnelldampfer Saale, Capitän R. Richter, vom Norddeulschen Lloyd in Bremen, welcher am 13. April von Bremen und am 14. April von Soutöampton abgegan-ren war, ist gestern 2 Nhr Morzens wohlbehalten in Newyork angekommen.