Ausgabe 
27.11.1891
 
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Freitag den 27. November Gietzener Anzeiger. »w^.-wi

Gas-Cokes

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daraus nicht eine günstige Rückwirkung für Industrie und Handel in Europa erfolgen und dadurch eine allgemeine Handelskrisis vermieden werden, denn großes Getreidegeschäft n Amerika hat immer den amerikanischen Bedarf an euro- läischen Jndustrieprodueten erhöht.

vier oder fünf Reihen so zusammengebunden, daß das Floß vorn etwa acht, hinten achtzehn Schläuche breit ist- darüber wird etwas Laub, dann eine Matte und Teppiche gebreitet, und so fährt man gemächlich den Fluß hinab." In Rußland )at man schon länger diese Floßschläuche in Gebrauch ge­nommen und nun bei uns gut gelungene Versuche damit gemacht.

* Berliner Haudwerkerleben. Bei der Subhastation des bekannten Grand-Hotels Alexanderplatz, die vor einigen Tagen stattgefunden hat, sind nicht weniger als drei Millionen Mark verloren gegangen. Nach derBaugew.-Zeitung" sind im Wesentlichen die kleinen Handwerker und Lieferanten die Leidtragenden. Denn diese haben vielsach die Actien in Zahlung nehmen müssen. Etwa zehn Jahre ist das Hotel alt. Ein in Berliner Baukreisen bekannter Bauunternehmer hat es erbaut- dieser verstand es, die Handwerker heran­zuziehen, welche nun wohl mit geringer Ausnahme einen erheblichen Theil ihrer Forderungen verloren.

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Albach-Burkhardsfelden

Die Lage auf dem internationalen Getreide­markte.

Enorm wichtig für alle Wirthschaftskreise ist die künf­tige Gestaltung des Getreidemarktes und der Brodversorgung des Volkes, deßhalb muß die öffentliche Meinung in dieser ernsten Frage über den derzeitigen Stand des Getreidemarktes aufgeklärt werden. Sehr auffällig ist da zunächst die Er­scheinung, daß in Folge der großen Ernteüberschüsse in Amerika und auch wegen der Marktzufuhr der einheimischen Ernteerträge das Angebot an Getreide, zumal an Weizen, ganz bedeutend in de« letzten Wochen gewachsen ist und daß trotzdem die Preise eher noch in die Höhe gegangen sind. Das ist ein Widerspruch, der seine Erklärung schließlich wohl nur noch durch forcirte Haussespeculationen finden kann. Merkwürdiger Weise sind sogar auf den amerikanischen Märkten, wie z. B. in Newyork, die Weizenpreise seit vier­zehn Tagen um 3 pCt. gestiegen. Es darf dieser auffallenden Beobachtung gegenüber aber gewiß nicht nur von gewinn­süchtigen Haussespeculationen auf dem Getreidemarkte ge­sprochen werden, sondern es ist auch anzunehmen, daß man in den Kreisen der Getreidehändler und Landwirthe noch viele Monate hinaus mit hohen Preisen rechnen zu müssen glaubt, zumal es bezüglich der russischen Getreideausfuhr auch schon dahin gekommen ist, daß Rußland auch ein Getreideaussuhr- verbot erlassen hat. Der Nothstand und selbst Hungersnoth ist in den östlichen und nordöstlichen Gouvernements Ruß­lands im Wachsen begriffen und der russische Kriegsminister soll sogar schon Vorstellungen wegen der gehörigen Brod­versorgung des Heeres bei dem Czaren gemacht haben- man kann sich daher denken, welche Maßregeln bezüglich der Aus. fuhrverbote in Rußland noch zu erwarten sind und ist unter keinen Umständen an eine baldige Aushebung des russischen Roggenaussuhrverbotes zu denken. Viel Weizen, zumal über die südlichen Hafenstädte, hat aber Rußland in letzter Zeit doch ausgesührt, weil die russischen Landwirthe und Händler das Weizenausfuhrverbot und damit ein Sinken der inländischen Weizenausfuhr befürchten.

Sehr in Betracht kommt bei dec Beurteilung des internationalen Getreidemarktes die Frage, ob wir uns in Bezug aus Industrie und Handel einer großen Krisis nähern oder ob wir es nur mit einer Periode vorübergehender Cala- mitäten zu thun haben. Tritt die große Handelskrisis wirk­lich ein, so sind alle Berechnungen in Bezugs aus Preis­bildungen trügerisch und der große Krach und die Geschästs- stockungen beherrschen das Feld. Einen Hoffnungsstrahl gewähren solchen trüben Befürchtungen gegenüber die glän­zenden Geschäfte, welche in diesem Jahre die Nordamerikaner mit ihrer großen Getreideernte machen. Die Vereinigten Staaten von Nordamerika haben in den letzten beiden Mo­naten durchschnittlich in jedem Monat für 100 Millionen Mk. Getreide und Mehl nach Europa verkauft und dieses glän­zende Geschäft dürfte noch mehrere Monate andauern. Sollte

Arbeilsvergebung.

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Vermischtes

* Bei den Pionierubuugen, die kürzlich in dem Rhein­arm zwischen der Petersaue bei Mainz und dem Casteler User vorgenommen wurden, wendete man als Pontons aus­geblasene Ochsen- oder Kuhhäute an. Es geschah hier nichts anders, als was schon Lenophon in dem berühmten Rückzüge der 10,000 Griechen erzählt und was Moltke in seinen Briesen über Zustände und Begebenheiten in der Türkei ebenso aus eigener Erfahrung berichtet. Die Griechen stehen, so erzählt Tenophon, muthlos am Tigris- sie wissen nicht, wie sie über den großen Fluß hinüberkommen sollen, hinter ihnen drängen die Feinde. Da naht den beratschlagenden Anführern ein pfiffiger Rhodier und erbietet sich, die Truppen überzusetzen, wenn man ihm das nöthige Material verschaffen wolle. Als die Führer ihn nun verwundert nach der Art und Weise fragen, wie er das bewirken wolle, sagte er: Ich brauche zweitausend Schläuche. In Eurem Heere sind viele Schafe, Ziegen, Rinder und Esel, deren abgezogene und aufgeblasene Häute den Uebergang möglich machen würden. Mit den Riemen, die Ihr beim Zugvieh braucht, werde ich dann diese aufgeblasenen Schläuche aneinanderfügen und jedem Schlauche dadurch, daß ich Steine daran binde und diese wie Anker ins Wasser senke, eine feste Lage geben, dann die Schläuche über den Fluß führen und an beiden Ufern fest­binden und zuletzt Strauchwerk und Erde auftragen." Das schien damals den griechischen Führern zwar sehr sinnreich, aber doch recht gefährlich und unausführbar zu fein, obwohl schon, wie Xenophon an einer anderen Stelle berichtet, die Landeseinwohner auf solchen Flößen über den Fluß hinüb er­setzen. Sie gingen auf den Vorschlag des schlauen Rhodiers nicht ein. Und Moltke erzählt über eine Fahrt aus dem Tigris im Jahre 1838:Am 15. April setzten v. M. und ich uns mit zwei wohlbewaffneten Agas des Paschas, unseren Dragomans und Bedienten auf ein Fahrzeug, welches so con- ftruirt war, wie man es schon zu Cprus Zeiten verstand, auf ein Floß, nämlich von aufgeblasenen Hammelhäuten. Die Türken halten die Jagd für unrecht, verschmähen das Wild und verachten Rindfleisch, dagegen verzehren sie eine große Menge von Schafen und Ziegen- die Häute dieser Thiere werden so wenig wie möglich vorn an der Brust zer­schnitten und sorgfältig abgezogen, dann zusammengenäht und die Extremitäten zusammengebunden. Wird nun der Schlauch aufgeblasen, was schnell und ohne den Mund unmittelbar daranzubringen geschieht, so hat er eine große Tragfähigkeit und kann fast nicht zu Grunde gehen- vierzig bis sechsztg werden bann unter ein leichtes Gerüst von Baumzweigen von

Infolge Stadtverordneten-Beschlusses vom 23. October 1891 festgesetzte Preise:

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Größe Nr I., etwas größer als Anthracit .

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Die Anfuhr an das Hans erfolgt von dem Gaswerk aus bei Abnahme von mindestens 5 Gentner und werden für dieselbe 5 Pfg. für den Centner berechnet; von Herrn Emil Pistor werden auch geringere Mengen als 5 Centner zugeschickt.

Bei Entnahme von Wagenladungen von mmdestens 35 Centner, welche einige Tage vor dem Bezug zu bestellen sind, tritt bei allen Sorten eine Preisermäßigung von 5 Pfg. für den Centner ein.

Bei Bezug von 200 Centner aus einmal tritt eine Preisermäßigung üon 10 Pfg. für den Centner ein und empfiehlt es sich, diesbezügliche Be­stellungen zeitig bei uns vormerken zu lasten. 9501

Städtisches Cas- und Wasserwerk Giessen,

Decksteinlieferung Chaussirungsarbeiten Pflasterarbeilen

Der Voranschlag

Unterzeichneten, sowie bei Großh. Bürgermeisterei Albach zur Einsicht

Erdarbeiten 00

Pflasterarbeiten 594 ,, 2U

Der Voranschlag liegt bei dem Unterzeichneten und bei Großh. Bürgermeisterei Heuchelheim zur Crn-

Citerotur un6 Kunft

Römisches Stratzenleben. Die originellen Seiten des römischen Straßenlebens leben in der Erinnerung eines jeden Jtalien- fahrers fort und mit Vergnügen erinnert man sich noch der Kampfe, die man mit den allzu freundlichen BlumenverkLuferimten, den Kutschern, den Zeitungsjungen und Bettlern zu bestehen hatte. In dem neuesten Heste v der .Modernen Lärmst? (Berlin W 57, Rich. Bong) behandelt B. Cirmeni dieses Straßenlebm in ebenso fesselnder als eingehender Weise und die Schilderung wird durch tresfliche Illustrationen unterstützt.Straßenleben auf dem Corso , Auf der Piazza Colonna",Vor dem Parlamentsgebaude u. a. m. sind allerliebste Darstellungen, die zum Tbell durch die farbige Aquarell-Reproduction eine sehr pittoreske Wirkung at^übm. Ein anderer reich illustrirter Artikel schildert den deutschen Schriftsteller- Congreß und bietet interessante Bilder mit vielen Porträts. Die Kunstbetlagen dieses Heftes sind wieder großartige Leistungen des Holzschnittes: eineMadonna" von Fontana,Thais räth Alexandn Persepolts in Brand zu stecken" nach dem auch in Deutschland aus­gestellt gewesenen Colossalgemälde Simonis sind hochinteressante, effectvolle Silber. In Vorbereitung ist jetzt die diesjährige Weih­nachts-Nummer derModernen Kunst", welche neben einem reichen farbig illustrirten Text sechs schwarze Kunstbeilagen und eine doppelseitige buntfarbige Extra-Kunstbeilage enthält und den Abon­nenten zum Preise von 1 Mk. geliefert wird, während der Einzelpreis 3 Mk. beträgt.

Die neu erschienenen Nummern 45 und 46 der laude" bringen zwei interessante Aufsätze; in Nr. 45 behandelt Eduard Schultedas Verschwinden des Lord Bathurst in Perleberg im Jahre 1809" und sucht das geheimnißvolle Dunkel zu lichten, daS trotz aller Nachsorschungen über dem Ende des englischen Diplomaten liegt, welcher auf der Reise von Wien nach Berlin spurlos verschwand und vielfach als ein Opfer französischer von Napoleon I. gedungmer Mörder angesehen wurde. In Nr. 46 erzählt Rudolf v. Gottschall seine Studentenerinnerungen aus Breslau unter dem Titel:Aus vormärzlicher Zeit". Gottschall hatte in Breslau Gelegenheit, mit einer Reihe nachher berühmter Männer zu verkehren, so unter I Anderem mit Lassalle und Gustav Freytag. Bemerkenswerth ist die Schilderung des Eindrucks, welchen Freytag damals auf die Kreise I der Studenten machte.

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