finden, dem im Herbste regelmäßig wiederkehrenden Mangel an Eisenbahnwagen zu begegnen, als rasche Abfuhr und Rückkehr der Wagen von und nach den Zechen und Einschiebung von Sonderzügen.
Reisse, 24. Juli. In Folge Hochwassers mußten mehrere gewerbliche Etablissements ihren Betrieb einstellen.
Oberglogau, 24. Juli. Sämmtliche Wiesen, Aecker, Häuser und Straßen derHotzenplotzer Niederung sind überschwemmt. Ueber der Verbindungschaussee Oberglogau- Rasselwitz-Zülz steht das Waffer 80 Zentimeter hoch. Es ist dies der höchste Wasserstand in diesem Jahrhundert.
Olmütz, 24. Juli. Die letzten Wolkenbrüche und andauernder Gußregen bewirkten ein Austreten der March. Die Niederungen bei Czermovier, Hatschein, Laska und Neustift sind überschwemmt. Die Gegend gleicht einem großen See. Die Ernte ist total vernichtet, das Wasser ist noch im Steigen begriffen.
Localer unö provinzielles.
Gießen, 25. Juli.
— Die hier in Umlaus gewesene Eingabe der vor dem 1. April d. I. penfionirten hessischen Staatsdiener an die Großh. Regierung um Gleichstellung mit' den nach dem 1. April unter Bewilligung der Teuerungszulage in Ruhestand getretenen Beamten ist am 24. Juli in die Hände des Darmstädter Comites gelangt. Unterzeichnet haben 33 hier wohnende, also sämmtliche in Betracht kommende (mit einer einzigen Ausnahme) Pensionäre, 2 aus Lich, je 1 aus Grünberg und Laubach, zusammen 37. Die Eingabe konnte Herrn Landtagsabgeordneten Metz zur Kenntnißnahme vorgelegt werden, während Herr Dr. Gutfleisch, der gegenwärtig in der Schweiz weilt, nicht erreichbar war.
— Sommerfest der Rudergesellschaft. Wie aus dem Jnseratentheil ersichtlich, wird morgen Sonntag Vormittag 11 Uhr die Einweihung des neuen Boothauses der Rudergesellschaft stattfinden,- nach Erledigung des offieiellen Theils des Programms und Besichtigung des Boothauses vereinigen sich die geladenen Gäste mit dem Vorstand zu einem kleinen Gabelfrühstück im Saale des Boothauses, während am Bootplatz von lP/2 bis 12^ Uhr die hiesige Regiments- Capelle concertiren wird, wozu die Passiven und andere Mitglieder zum Frühschoppen geladen sind. — Nachmittags 4V2 Uhr findet wie alljährlich das Sommersest statt, und werden Bootrennen, Wasserspiele, Auffahrten, Coneert u. s. w. zur Unterhaltung des Publikums beitragen. — Der Meisterruderer des Rheins, Herr Rübs amen, wird auch in seinem Renn- seiff an den Start gehen. — Bei günstiger Witterung wird bei einbrechender Dunkelheit ein Feuerwerk abgebrannt, und die Ufer der Lahn in bengalischem Lichte erstrahlen, ein schon öfters gebotener, aber immer wieder herrlicher Anblick.
— Tiemanus Mechanisches Theater. Nachdem das seit längerer Zeit hier auf Oswalds Garten weilende Mechanische Theater durch seine in hohem Grade unterhaltenden Vorstellungen sich die Zufriedenheit seiner Besucher erworben', hat sich die Direetton entschlossen, vor der Abreise noch vier große Vorstellungen zu geben. Die erste derselben findet heute Samstag Abend 8i/2 Uhr statt, die übrigen drei morgen Sonntag und zwar je um 4, 6 und 8i/2 Uhr. Wer bisher noch nicht die Gelegenheit sand, diesem Theater einen Besuch abzustatten, versäume die ihm heute und morgen gebotene nicht. (S. Inserat).
— Ein „schwerer" Diebstahl. In der Nacht vom 7. auf den 8. d. Mts. wurde in den Maschinenraum der außer Betrieb gesetzten Grube „Margarethe" bei Laisa (Kr. Biedenkopf) eingebrochen und von Maschine und Kesselwerk Eisen- und Gußtheile im Gesammtgewicht von 1890 Pfund abgeschraubt und am selben Tage einer hiesigen Firma als altes Eisen 2c. verkauft. 1105 Pfund des gestohlenen Guts sind gestern durch Gendarm Simon zu Krofdorf, welcher die Ermittelung bewirkte, und durch die hiesige Polizei bei der betr. Firma beschlagnahmt und in polizeiliche Verwahrung genommen worden. Die Thäter sind in einer herumziehenden Korbmachertruppe ermittelt und zur Anzeige gebracht.
— Ernennung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 18. Juli den Probator bei der zweiten Justtfieatur-Abtheilung der Ober-Rechnungs- tammer Philipp Landzettel zum Revisor bei der genannten Behörde zu ernennen.
— Hessen - Abende in Berlin. Wir erhielten folgende Zuschrift. Der gestern im „Brandenburger Haus" versammelte „Hessen-Abend" der Studierenden an der K. Universität verlies in echt studentischer Weise und erfreute sich einer recht zahlreichen Betheiligung. Ein an Se. Kgl. Hoheit den Großherzog von Hessen abgesendetes Huldigungstelegramm wurde von dem Landesherrn allergnädigst in folgender Weise erwidert: „Für die ausgesprochenen Gesinnungen Ihrer Commilitonen besten Dank. Ludwig." Der kaum ins Leben getretene Hessen-Abend kann nicht wenig stolz sein aus die Anerkennung seiner Bestrebungen.
— Der Fischereiverein für das Großherzogthum Hessen hat beschlossen, in verschiedenen Gegenden des Großherzog- thums Karpsenzuchtteiche anzulegen.
-r. Ruppertsburg, 25. Juli. Ein hiesiger 13 Jahre alter Junge wurde unter dem dringenden Verdacht der Verübung eines Verbrechens gegen die Sittlichkeit in gerichtliche Untersuchung gezogen.
-d. Schotten, 23. Juli. Der landwirthschaftliche Bezirksverein Schotten veranstaltet auch in diesem Jahr wieder, wie dies schon seit einer Reihe von Jahren der Fall gewesen ist, an Sonntag-Nachmittagen in einzelnen Gemeinden des Kreises landwirthschaftliche Vorträge, in welchen die verschiedensten Thematen zur Erörterung gelangen, wie Obstbau, Halm-, Hack- und Knollengewächsebau, Wiesencultur, Anwendung künstlichen und natürlichen Düngers, Viehzucht u. s. w. Der bedeutende Werth dieser Vorträge ist nicht
zu verkennem, denn nur auf diesem Wege ist es möglich, auch den beschränktesten Landwirth auf die groben Fehler aufmerksam zu machen, die er vielleicht in seiner Wirthschaft bisher begangen haben mag. Viele unserer Landwirthe hätten sich wohl noch lange nicht mit der Anwendung künstlichen Düngers befaßt, wäre ihnen nicht von Seiten des genannten Vereins dieser bedeutende Fortschritt der Landwirth- schaft durch Wort und That deutlich veranschaulicht worden. Auch auf allen sonstigen Gebieten der Landwirthschaft hat sich ein ganz bedeutender Aufschwung geltend gemacht, der fast ausschließlich durch das energische Vorgehen des land- wirthschaftlichen Bezirksvereins begründet wird. — Der Besuch der landwirthschaftlichen Vorträge ist für Jedermann unentgeltlich, da der Verein die Kosten für dieselben trägt und es sich ohnedies noch angelegen sein läßt, daß dieselben von allen Seiten zahlreich besucht werden.
§ Aus dem Kreise Schotten, 24. Juli. Wenn eine Waare und namentlich ein Lebensmittel eine Verteuerung erfährt und wenn dabei auch ihre Qualität eine nicht bessere wird, aber doch auf dem alten Stande bleibt, so geht das noch an, wenn aber neben der Verteuerung auch noch die Qualität eine schlechtere wird, so sind die darüber entstehenden Klagen umso gerechtfertigter. Und das ist beim Brod gegenwärtig der Fall. Es liegt das allerdings nicht an den Bäckern, sondern an dem zum Backen verwendeten Mehl. Hoffentlich schlägt auch bei uns auf dem Lande das Brod bald ab, wie bereits von den Städten gemeldet wird, so von Wiesbaden ein Abschlag um 4 Pfg. pro Laib.
Bad-Nauheim, 23. Juli. S. H. der Herzog von Sachsen-Altenburg hat vor dem Scheiden seiner Gemahlin von hier verschiedenen Beamten der Badeverwaltung Auszeichnungen verliehen. Es erhielten der Badeeom- missär Major a. D. Freiherr v. Rotsmann und der behandelnde Arzt Geh. Medicinalrath Dr. W. Bode II. das Com- thurkreuz 2. Klasse, der Vorsitzende der Badedireetion Bergrath Weiß das Ritterkreuz 2. Klasse, Bürgermeister Wörner das Verdienstkreuz 2. Klasse, Bademeister Meister und Stationseommandant Jöckel die silberne Verdienstmedaille des Sachsen-Ernesttnischen Hausordens.
Darmstadt, 24. Juli. Gestern wurde hier unter zahlreicher Betheiligung der Nestor der hessischen Lehrerschaft zu Grabe getragen. Es war dies der 91 Jahre alte Lehrer i. P. Bayer, früher Lehrer in Biebesheim. Gesund, geistig und.körperlich rüstig war er während seines ganzen Lebens- er entschlief sanft an Altersschwäche.
Heppenheim a. d. B., 23. Juli. Heute passirte dem hiesigen Jagdpächter A. das Unglück, daß er auf einem Weg im Walde eine Person, mit der er im Gespräch war, erschoß. Die Flinte war an einem Gebüsch hängen geblieben und entlud sich unversehens.
vermischtes.
* tt Kassel, 24. Juli. Im südlichen Theile Kurhessens haben nach den hier eingelaufenen Nachrichten gestern und vorgestern Nacht verheerende Unwetter getobt, welche mit starken Niederschlägen, Sturm und Blitzeinschlägen verbunden waren und in Stadt und Land vielfachen Schaden angerichtet haben. Besonders arg haben die Gewitter am Vogelsberg und in den Rhöngebieten gehaust. Mehrere Stück Vieh sind auf dem Felde erschlagen. Das Dors Reulbach, mitten in der Rhön liegend, wurde von einem schweren Unglück betroffen. Der Blitz schlug bei dem heftigen Gewitter ein und nicht weniger denn sechs Häuser und zwei Scheunen sind eingeäschert. — Ferner hat in der vergangenen Nacht das Dors Heringen (Kreis Hersfeld) bei Perka a. W. ein schweres Brandunglück heimgesucht. In dem Küchenmeister'schen Gehöft entstand um Mitternacht Feuer und brannten ein Wohnhaus, zwei Scheunen und fünf Nebengebäude ab. Auch Vieh kam um. Der Schaden ist sehr groß.
* Frankfurt a. M., 25. Juli. Gestern waren es fünfundzwanzig Jahre, daß der letzte Bürgermeister der ehemals freien Stadt Frankfurt, Herr Senator Carl Constanz Victor Fellner, geboren am 24. Juli 1807, an dem Tage feines Geburtstages verstarb. Gestern Morgen fand sich am Grabe des letzten Bürgermeisters eine Anzahl Altfrankfurter zusammen und verrichteten ein stilles Gebet.
* Die Bibel ist nunmehr in 300 Sprachen gedruckt, nachdem die Britische und Ausländische Bibelgesellschaft zsie im vergangenen Jahre wieder in sechs neuen Sprachen hat übersetzen lassen.
* Hineingesallev. Man schreibt aus Thüringen: Eine Anzahl von Bauern im Kreise F. stand unter der Anklage der Wilddieberei zur Aburtheilung vor der Strafkammer, wobei die Jagdgewehre, welche sie im Walde angesichts der sie verfolgenden Forstbeamten weggeworfen hatten, als stumme und dennoch beredte Belastungszeugen auf dem Präsidententische lagen. Die pfiffigen Bauern leugneten, gestützt darauf, daß sie nicht gerade bei der That ertappt worden waren, jede Schuld und bestritten insbesondere auch mit der unschuldigsten Miene ihr Eigenthumsrecht an den vorliegenden Gewehren, so daß schließlich Freisprechung erfolgen mußte. Der Präsident verkündigte ihnen letztere unter kurzer Begründung, die er in gleichgiltigem Tone mit den Worten schloß: „So, jetzt kann Jeder sein Gewehr nehmen und wieder he im geh en." Flugs hatte jeder der Bauern sein Gewehr ergriffen, um sich damit zu entfernen! Nicht minder schnell war aber der Staatsanwalt bei der Hand, der denn nun auch besseren Erfolg mit feinem erneuten Strafantrag hatte!
* Untrüglich. Eine Newyorker Firma annoncirt in Landzeitungen: „Wir theilen gegen Einsendung von fünfzig Cents ein Mittel zur Abgewöhnung des Fluchens mit", und erhält täglich eine Menge von Briefen von frommen Farmern, die das gedachte Laster gern los werden möchten. Für die fast immer in Briefmarken beiliegenden 50 Cents wird der Rath ertheilt: „Halt Dein Maul!"
* Der kleine Beppi, als er zum ersten Male das Bild des Struwwelpeters sieht: „Ach wenn man doch auch so aus- schauen könnte!"
* Moderner Lebenslaus. Den Grund zu der jetzt grassirenden Selbstmordssucht glossirt folgendes kleine Gedicht im „Ulk", das viel Wahres enthält:
Schule: flüchtig, Bummeln: tüchtig, Wesen: schneidig, arbeitsrneidig, Lackschuh, Loge, Meine — Deine, Schulden, Wechsel, Ehrenscheine, Vater gänzlich ruiniren, Schauderös sich ennuyren, Rennbahn, Wetten, Gaul, Sect, Mädel. Ende: Kugel vor den Schädel!
* Daß man Frauen gegenüber mit dem Ausdruck „Alt" vorsichtig sein muß, wird der Studiosus W. von dem badischen Orte S. jetzt beurtheilen können. Er hatte zum Geburtstag einer reichen Verwandten derselben ein hübsches Glückwunschschreiben übermacht und dasselbe an die 47jährige Jungfrau mit „Liebe alte Tante!" überschrieben. Verflossene Woche wurde er zur Eröffnung des Testamentes der eben Verstorbenen, das solche auf dem Sterbebette gemacht, nach S. berufen. Er war mit einem Legat von 10000 Mk. bedacht, das ihm aber nach den Bestimmungen der Erblasserin erst im Jahre 1924, als an dem Tage, wo sie 80 Jahre alt würde, ausbezahlt werden soll, die Zinsen des Capitals habe bis dahin die Gemeinde zu beziehen. Als Grund der Bestimmung war angeführt, daß an jenem Tage sich der Ausdruck „Liebe alte Tante" rechtfertige!
Auszug aus den Standesamtsvegksteriw
der Stadt Gretzerr.
Aufgebote»
Juli: 21. Johann Heinrich Ludwig Kaufmann, Privatier zu Gießen, mit Anna Margarethe Lindner zu Frankfurt a. M. 21. Wilhelm Kreß, Glaser zu Friedberg, mit Elisabethe Schäfer zu Muschenheim. 21. Johannes Peter Pfeiffer, Bäckermeister dahier, mit Auguste Katharine Roth zu Gießen. 13. Emil Albert Köchermann, Kaufmann zu Hohndorf, mit Linda Fanghänel zu Zschocken. 23. Albert Emil Georg Christian Eise, Schreiner dahier, mit Anna Elise Reiser zu Frankfurt a. M. 23. Peter Wilhelm Krestmann, Küfer dahier, mit Anna Komp zu Laubach. 24. Ludwig Aff, Schlosser dahier, mit Helene Becker Hierselbst.
Eheschlietzrmgeir.
Juli: 22. Friedrich Wilhelm Simon, Friseur dahier, mit Mathilde Louise Pfeffer Hierselbst. 24. Heinrich Müller, Schneider dahier, mit Christine Roßbach Hierselbst.
Geborene.
Juli: 16. Dem Taglöhner Heinrich Schneider XI. ein Sohn, Georg Wilhelm. 17. Dem Bürstenmacher Johann Heinrich Schneider eine Tochter. 17. Dem Bäckermeister Wilhelm Stoßtnger ein todt- geborenes Kind weiblichen Geschlechts. 18. Dem Ausläufer Wilhelm Klappert eine Tochter, Katharine. 18. Dem Schmied Jakob Wald- schmidt ein Sohn, Jacob Louis. 19. Dem Hilfs-Telegraphisten Julius Wenzel eine Tochter. 20. Dem Handschuhmacher Friedrich Groos eine Tochter. 20. Dem Eisendreher Johannes Lemp ein Sohn, Heinrich Wilhelm. 20. Dem Jnstitutsoorsteher Dr. Franz Kübel eine Tochter, Therese Karolina Luise. 21. Dem Heizer Caspar Römer ein Sohn, Johann Heinrich. 21. Dem Glasermeister Heinrich Arnold eine Tochter. 21. Dem Wiesenwärter Wilhelm Bellos III. ein Sohn. 23. Dem Weißbinder Ludwig Feuster ein Sohn. 23. Dem Wirth Karl Eugen Bez eine Tochter. 23. Dem Fuhrmann Justus Benner ein todtgeborenes Kind männlichen Geschlechts. 24. Dem Schreiner- meister Ferdinand Wiedmeyer ein Sohn.
Gestorbene.
Juli: 18. Ernst Drescher, 1 Jahr alt, Sohn von Schreiner Conrad Drescher dahier. 19. Katharine Klös, geb. Keil, 79 Jahre alt, Ehefrau des Hospitaliten Johannes Klös dahier. 19. Oskar Fritsche, 55 Jahre alt, Streckenarbeiter von Bad-Nauheim. 21. Carl Wilhelm Müller, 10 Monate alt, Sohn von Lehrer Friedrich Müller in Wieseck. 21. Margarethe Wolff, geb. Merkel, 67 Jahre alt, dahier, Wittwe von Gendarmerie-Wachtmeister Johann Georg Wolff.
Auszug aus den Kirchenbüchern
der Stadt Gietzen.
Evangelische Gemeinde.
Getränte.
Am 19. Juli. Christoph Wagner, Taglöhner zu Gießen, und Margarethe Friederike Franz, Tochter des Ackersmanns Jakob Franz zu Bischoffen.
Am 22. Juli. Friedrich Wilhelm Simon, Friseur zu Gießen, und Mathilde Luise Pfeffer, Tochter des Wagenrevisors Gottfried Pfeffer zu Gießen.
Am 24. Juli. Heinrich Müller, Schneider zu Gießen, und Christine Roßbach, Tochter des Leinwebers Johann Georg Roßbach zu Mommenheim.
Getaufte.
Am 19. Juli. Dem Weißbinder Wilhelm Heberer ein Sohn, Adolf, geb. am 25. Juni.
Dens. Dem Wagnermeister Carl Lindenstruth ein Sohn, Carl Wilhelm, geb. am 6. Juni.
Dens. Dem Schuhmacher Gustav Laichinger eine Tochter, Minna Kätha Christine, geb. am 1. Juni.
Dens. Dem Schneider Clemens Narz ein Sohn, Heinrich Wllhelm, geb. am 17. Juni.
Dens. Dem Schneider Carl Schnell eine Tochter, Elisabethe Margarethe Helene, geb. am 9. Juni.
Dens. Dem Wirth Justus Emil Lenz ein Sohn, Carl EmU, geb. am 23. Mai.
Dens. Dem Gärtner Wilhelm Gerhard ein Sohn, Christian Ernst, geb. am 22. Mai.
Denselben. Dem Schlosser Martin Fischer eine Tochter, Johanna Henriette Sophie, geb. am 26. Mai.
Dens. Eine außereheliche Tochter, Marie Elisabeth, geb. am 16. Juni.
Dens. Eine außereheliche Tochter, Elisabeth Anna, geb. am 21. Juni.
Am 20. Juli. Ein außerehelicher Sohn, Ernst Johann, geb. am 21. Juni.
Am 21. Juli. Dem Schaffner Heinrich Johann Adam Bender eine Tochter, Johanna, geb. am 5. Juni.
Am 23. Juli. Dem Buchhändler Oskar Zack eine Tochter, Erna Bernhardtne Martha Ella Margarethe, geb. am 10. Juli.
Dens. Dem Geschäftsführer Carl Bauer ein Sohn, Johann Christoph, geb. am 13. Juli.
Dens. Dem Wirth Peter König ein Sohn, Heinrich Peter, geb. am 8. Juli.
Beerdigte.
Am 20. Juli. Katharine Klös, geb. Keil, Ehefrau des Johannes Klös, Pfründnerin im Hospital, alt 79 Jahre, starb am 19. Juli.
Am 21. Juli. Oskar Fritsche, Bahnarbeiter zu Bad-Nauheim, alt 56 Jahre, starb zu Gießen am 19. Juli.
Am 23. Juli. Margarethe Wolff, geb. Merkel, Wittwe des Gendarmerie-Wachtmeisters Johann Georg Wolff, alt 67 Jahre, starb am 21. Juli.


