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Athe». 23. Juni. Die Polizei beschlagnahmte alle in den hiesigen Buchhandlungen vorgefundenen Exemplare einer anüsemitischen Broschüre.__

. < Cocakä «nd provinzielles.

Gießen, 24. Juni.

Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten am Freitag den 2 6. Juni 1891, Nachmittags 4 Uhr: 1. Gesuch des Bernhard Schmidt um Ertheilung der Con- cession zum Wirthschastsbetrieb. 2. Gesuch des I. Heck um Ertheilung der Concession zum Branntweinverkaus über die Straße. 3. Baugesuch des Hermann Schäfer in den Eich­gärten. 4. Bauveränderungsgesuch des Emil Harms. 5. Die Einfriedigung an dem Garten des Zentners Louis Bersch, Alicestraße 22. 6. Gesuch des Redacteurs A. Scheyda, die Ueberschreibung einer Parcelle betr. 7. Erbauung des Hardt- weges. 8. Gesuch der Garnisonverwaltung Gießen um pacht­weise Ueberlassung von städtischem Gelände. 9. Decretur von Kostenrechnungen. 10. Der Entwurf eines Gesetzes über das Telegraphenwesen des Deutschen Reichs.

TrupPM'Jufpection. Se. Excellenz der commandirende General des 11. Armeecorps, v. Grolman, trafen gestern Abend zur Besichtigung des 116. Regiments hier ein.

Theater. Wie wir hören, gedenkt Director Wid­mann vom Curtheater zu Bad Nauheim uns morgen, Donnerstag den 25. Juni, mit einer Aufführung von Jacques Offenbachs brillanter Operette£)ie schöne Helena" zu er­freuen. Die Partie des Paris liegt in den Händen des hiesigen Ortes von letzter Ensemblevorstellung noch in bestem Angedenken stehenden Operettentenors Carl Bank, dem in Offenbachs Operette eine Entfaltung seiner ganzen, wahrhaft glänzenden Stimmmittel ermöglicht wird. Die Titelpartie wird durch Frl. Margarethe Sina vertreten sein, während Frl. Brede, deren Ganymed in SuppesSchöner Gala- thea" in letzter hiesiger Vorstellung von so schönem Erfolge begleitet war, die Rolle des jungen Orestes spielen wird. Die Costüme hat Director Widmann für die genannte Ope­rette neu anfertigen lassen und sehen wir daher einem hochinteressanten Abend entgegen. Die Vorstellung beginnt um 8 Uhr.

Feriea-Sonderzug nach Frankfurt a. M. und Basel. Wir verweisen aus die in vorliegender Nummer enthaltene Bekanntmachung der König!. Eisenbahn-Direction Hannover, nach welcher am 4. Juli ein Sonderzug mit 50 pCt. Fahr­preis-Ermäßigung von Hamburg nach Frankfurt a. M. und Basel über Cassel-Gießen, bezw. Heidelberg-Freiburg, beför­dert wird. Es gelangen u. A. auf der Station Gießen Fahrkarten erster, zweiter und dritter Klasse mit 45tägiger Giltigkeitsdauer zur Ausgabe.

Zimmerbrand. In der vorletzten Nachtzwischen 12 und 1 Uhr entstand in der Wohnung eines hiesigen Kutschers ein Zimmerbrand, während der Bewohner schla­fend sich in dem Zimmer befand. Glücklicherweise wurde das Feuer von zwei zufällig vorübergehenden Schutzleuten be­merkt und so ein größeres Unglück verhindert. Vermutlich ist das Feuer dadurch entstanden, daß ein aus dem Tisch stehendes Stearinlicht umfiel.

Selbstmord. Ein Cigarrenarbeiter, aus dem Neuen­wege wohnhaft, machte seinem Leben durch Erhängen ein Ende.

Aus Anlaß einzelner Fälle der Zuwiderhandlung schärft das Großh. Oberconsistorium in einem Ausschreiben an die evang. Pfarrämter die bestehende Vorschrift ein, daß bei Vornahme der Taufe den Kindern keine anderen und weiteren Vornamen gegeben und in die Kirchenbücher ein­getragen werden dürfen, als in den Geburtsregistern von den Standesbeamten nach Anzeige der zur Namengebung berech­tigten Personen eingetragen worden sind.

Nicht wenige der zum Staate in einem ständigen Dienstverhältniß stehenden, nach dem Alters- und Jnvalidit'äts- Verficherungsgesetz versicherungspflichlige Personen beziehen ein höheres Jahreseinkommen vom Staate, als der nach § 22 dieses Gesetzes für sie in Anschlag zu bringende Jahresarbeits­verdienst beträgt, welcher für die Einreihung in die Lshnklasse maßgebend ist. Nach dem Gesetz ist aber eine Höherversiche­rung bei Einverständniß des Arbeitgebers und Versicherten hierüber zulässig. Der Arbeitgeber hat in diesem Falle die Hälfte des Mehrbetrages der Beiträge in höherer Lohnklasse zu übernehmen. Da es in nicht seltenen Fällen billig erscheint, von dieser Besugniß Gebrauch zu machen und nachdem durch eine von den Ständen genehmigte Vorlage die Möglichkeit hierzu gegeben ist, so hat, wie demFranks. Jl." mitgetheilt wird, das Ministerium des Innern und der Justiz sämmtliche ihm unterstehende Behörden beauftragt, den in ihrem Dienstzweig beschäftigten versicherungspflichtigen Personen, bei welchen obige Voraussetzungen vorliegen, die Bereitwillig­keit des Staates zur Versicherung in der höheren Lohnklasse und zur Uebemahme der Hälfte der dadurch bedingten Be­träge zu erkennen zu geben. Wenn besondere Billigkeits­gründe dafür sprechen, die Versicherung in einer noch über den tatsächlichen Verdienst hinausgehenden Lohnklasse vor­zunehmen, so wird auch hier die Ermächtigung ertheilt, darau einzugehen.

A Bisses, 23. Juni. Am letzten Freitag brach in dem Wohnhause des Wilhelm Greis dahier ein Brand aus, der jedoch alsbald gelöscht wurde und größeren Schaden nicht anrichtete.

*** Uffenheim, 22. Juni. Der Dien st knecht Anton Pfeffer von Heldenbergen verunglückte am letzten Mittwoch dadurch, daß aus hiesiger Ortsstraße seine Pferde durchgingen, er von dem Wagen fiel und von beiden Rädern überfahren wurde. Der Tod des Bedauernswerthen trat alsbald ein.

vermischtes

* Frankfurt a. M., 23. Juni. Selbstmord im Zoologischen Garten. Als heute Nacht zwischen 12

und 1 Uhr der Wächter des Zoologischen Gartens auf einem einer Rundgänge in die Nähe des Bärenzwingers kam, hörte er Geschrei und fand eine nackte Frauensperson im Eis­bärenkäfig sitzen. Der Bär stand vor ihr, ohne ihr jedoch etwas zu Leid gethan zu haben. Die Frage des Wächters, wie sie denn da hineingekommen sei, beantwortete das Frauen­zimmer mit der Aufforderung, sie zu retten oder sie in Ruhe zu lassen. Es stellte sich dann heraus, daß die Person sich oben entkleidet, ihre Kleider sorgfältig zusammengelegt und ich an einem Strick hinunter in den Käfig gelaffen hatte. Der Wächter holte sofort den Wärter. Als die Beiden in größter Hast dem Garten wieder zueilten, bot sich ihnen ein grauenerregender Anblick dar. Der Bär hatte, angelockt durch den Geruch des Fleisches, zunächst seine Tatze in die Haare der Unglücklich-Wahnsinnigen geschlagen und ihr die Zöpfe fammt der Hinterhaut des Schädels durch einen Hieb voll­ständig abgerissen und sie gewissermaßen scalpirt. Im nächsten Augenblick zerfleischte auch schon ein Hieb den rechten Arm, und als nun das Blut herausspritzte, leckte das Thier dasselbe gierig auf. Mittlerweile versuchte nun der Wärter, nachdem der Wächter die Polizei und den Director Haack e des Gartens benachrichtigt, durch wuchtige Hiebe mittelst eines Eisenstabes auf den Schädel des Thieres dasselbe vom Ablassen seines Opfers zu bringen. Trotzdem Schläge jedoch so kräftig aus- gesührt wurden, daß man hätte meinen sollen, der Bär müsse verenden, ließ das Thier jedoch nun, nachdem es einmal Blut geleckt hatte, nicht ab. Die Unglückliche rief dann auf wieder­holtes Fragen den inzwischen Herbeigeeilten zu, man möge sie entweder erschießen, oder und dann folgte eine cynifche Redensart. Gleichzeitig hotte sie auch angegeben, daß ein Strick herab!,änge, an dem sie sich heruntergelassen habe, je­doch in der Dunkelheit konnte derselbe nicht gleich erblickt werden und ehe noch das Gewehr aus dem Gesellschafts­gebäude des Gartens zum Erschießen des Bären zur Stelle gebracht werden konnte, hatte der Bär durch einen neuen Tatzenhieb den Unterleib ausgerissen und fraß die hervor­quellenden Eingeweide seines unglücklichen Opfers. Der Tod trat bann selbstverständlich ganz kurze Zeit darnach ein und es blieb nun nichts Anderes übrig, als den zerfetzten Körper der Irrsinnigen dem Rachen des Bären zu entreißen. Mittelst Feuerhaken wurde der Leichnam an das Gitter gezogen, das gierige Raubthier durch Wasser und Eisenstangen davon ab­zuhalten gesucht, und nun sollte der Leib des Cadavers durch einen zweiten Strick angeknüpst werden, mit dem ersten nun gefundenen und herausgezogenen Seil verbunden und so der ganze Körper in die Höhe gezogen werden. Das Raubthier, welches die Absicht merkte, vereitelte jedoch das erste Mal das Unternehmen. Es faßte den Körper in den Weichen und trug ihn ans den Felsen, hieb dann noch die rechte Brust herab, bis es bann den verzweifelten Anstrengungen gelang, den Bären soweit von der Leiche zu entfernen, daß endlich der Körper wieder vorgezogen, angeknüpft und nun rasch in die Höhe gezogen werden konnte. Wüthend hob sich der Eisbär auf feine Hinterpranken und versuchte nochmals seine Beute zu erhaschen, doch diesmal gelang es, dieselbe aus dem Bereich feiner blutigen Tatzen zu entfernen. Die Leiche wurde zunächst in das Heilig-Geist-Hofpital gebracht. Vor 3/4l Uhr schon war der Polizei-Commiffar des dortigen Bezirkes erschienen. Sein mitgebrachter Revolver konnte auch nicht mehr in Action treten. Das ganze gräßliche Drama spielte sich innerhalb weniger Minuten ab. Oben auf der Brüstung des Zwingers sand man die fein säuberlich zusammengelegten Kleider der offenbar Irrsinnigen. Ein bayerisches Steuerquittungsbuch wies die­selbe als eine Karoline Wolfs, von Kleinlangheim in Bayern gebürtig, aus. Sie lebte früher als Privatere und der Wärter des Bärenzwingers, welcher ebenfalls aus bortiger Gegend stammt, kannte die Unglückliche persönlich. Seitens des Personals des Zoologischen Gartens ist bei der furcht­baren Scene unter Aufbietung aller Kräfte alles denkbar Mögliche geschehen, um einen Rettungsversuch zu veranstalten. Das wahnsinnige Weib jedoch faßte nicht einmal nach dem Strick, an dem sie sich herabgelassen hatte. Auch sind die Sicherheitsvorrichtungen über dem oben offenen Käfig der­artig, daß absolut nichts vorkommen kann, wenn es eben nicht mit vollster Ueberlegung und Absichtlichkeit geschieht, und da würden selbst haushohe Gitter nicht davor schützen können. Die Direction des Zoologischen Gartens und die Beamten desselben trifft somit keine Schuld. Die Zerfleischte hatte in ihrem geistesgestörten Zustand noch soviel Scham­gefühl, ihre Blöße mit einem hintengeknüpften Tafchentuche zu bedecken. Das Taschentuch fand man zerfetzt am Boden des Zwingers liegen. Wir wollen dabei nicht unerwähnt lassen, zum Beweise, daß man es hier mit einer vollständig Irrsinnigen zu thun hatte, daß dieselbe Person bereits im vorigen Jahre den Versuch gemacht hatte, in einen Löwen­käfig des Gartens einzubringen.

* Mainz, 23. Juni. Der in das vor mehreren Monaten vorgekommene blutige Rencontre mehrerer Osfiziere verwickelte Architect Heyl von hier mußte sich in Folge der bei dem Vorfall erlittenen Verwundungen letzter Tage einer erneuten ärztlichen Operation unterziehen. Die Verwundungen haben sich nachträglich als bedenklicher gezeigt als man anfänglich glaubte und wird bis zur vollen Genesung des Verletzten jedenfalls noch einige Zeit vergehen.

f f Kassel, 23.Juni. Hochwasser im Hochsomm'er. In Folge der in den letzten Wochen und Tagen unaufhör­lichen, geradezu melancholisch stimmenden Regengüsse erlebten wir das seltene Schauspiel, daß jetzt in den längsten und sonst gewöhnlich trockensten Sommertagen die Fulda und ihre Nebenflüsse eine Höhe erreicht haben, als ob wir uns in der Zeit der Hochwafferperiode, November oder März, befänden. Hier in der Nähe von Kaffel ist die Fulda seit gestern zwei bis drei Fuß gestiegen und droht aus den Usern zu treten, stellenweise ist dieses schon geschehen und sind die Niederungen überfluthet. Daß das Erdreich in Wald und Feld mehr als I genug mit Feuchtigkeit gesättigt ist, geht aus der Thatsache eclatant hervor, daß die hier einmündenden kleinen Neben­bäche, die sonst in dieser Zeit halb versiegt sind, feit gestern

Abend derart angeschwollen und über die Ufer getreten sind, wie kaum je schlimmer zuvor. Die Wiesen, Gärten rc. an der Straße nach Waldau und Bettenhausen sind fußhoch vom Waffer überschwemmt. Dir Leipzigrrstraße steht eine ganze Strecke lang fußhoch unter Wasser, so daß der Fußgänger­verkehr aufgehört hat. Das Wasser geht bis über die Perrons der Pferdebahnwagen. Die Pferdebahn kann nur mühsam den Betrieb ausrechterhalten. Heute trat endlich trockenes Wetter ein.

* Ulm, 20. Juni. DasUlmer Tageblatt" berichtet: Bei einer gestern Vormittag auf dem Lerchenfelde vorge­nommenen Gefechtsübung ereignete sich ein Unfall, indem eine Batterie des Feld-Artillerie-Regiments Nr. 13 aus zu naher Entfernung auf eine sie attackirende Eseadron des Dragoner-Regiments Nr. 26 mit Manöverkartuschen Feuer gab, wodurch fünf Mann verletzt wurden. Jedoch nur bei bei einem Manne war die Aufnahme in das Lazareth not­wendig und derselbe wird in ganz kurzer Zeit auch wieder dienstfähig fein; die übrigen Leute versehen bereits heute wieder ihren Dienst.

* Ein dankbarer Patient. In einem Berliner Kranken­hause befand sich längere Zeit ein schwerkranker älterer Herr, bis der Tod seinem Leiden ein Ende machte. Der Kranke hatte, wie dieAllg. Fleischer-Ztg." mittheilt, zu dem ihn behandelnden Arzte, Dr. A., der, wie allgemein gerühmt wird, sich stets durch besonderes liebenswürdiges Wesen und große Gewiffenhaftigkeit auszeichnet, eine so herzliche Zu­neigung gefaßt, daß er, der kinderlos war, ihn aboptirte. Der Verstorbene hat ein Vermögen von anderthalb Millionen zurückgelassen, das einst nach dem Tode seiner Wittwe dem adoptirten Arzte zufallen wird.

* Landsberg a. d. W., 20. Juni. Am 16. d. Mts. verhandelte das hiesige Schwurgericht gegen den Gemeinde­einnehmer Schülke aus Bernstein, der von ben Jahren 1887 bis 1890 zum Nachtheil der Stadt Bernstein über 3000 Mk., die er amtlich empfangen hatte, unter Fälschung der Bücher unterschlagen und für sich verbraucht, sowie 400 bezw. 385 Mk. als Agent derGermania" undBerlinischen Feuerversicherungs-Gesellschaft" unterschlagen hat. Der An­geklagte will dadurch zum Verbrecher geworden sein, daß er verleitet wurde, an Glücksspielen theilzunehmen, welche von den Magistratsmitgliedern häufig des Mitt­wochs im Anschluß an die Magistratssitzungen veranstaltet wurden. Der Bürgermeister mußte als Zeuge selber eidlich zugeben, daß er bei dem SpielLustige Sieben" oderGottes Segen bei Cohn" an einem Tage 10, 15, 20, 25 und 30 Mk. verloren habe. Der Angeklagte meinte freilich, daß es oft viel höhere Beträge gewesen seien. Unter Annahme mildernder Umstände wurde Schälke zu 21/3 Jahren Gesängniß verurtheilt.

* 44 Damen in Berlin, bürgerliche, adelige und gräf­liche, haben einenVerein zur Bekämpfung des Modefrevels" gegründet. Männer werden alsFreunde" in den Bund aufgenommen. Vorn 15. Juli ab gibt der Bund ein eigenes Blatt,Der Flügel", heraus.

Das Vorkommen von Viehseuchen in Hessen

wahrend des Monats April 1891.

Milzbrand wurde festgestellt in den Orten des Kreises Fried­berg: Groß-Karben am 3., Nieder-Roßbach am 21. und Maibach am 27.; in Lanzenhain, Kreis Lauterbach, am 2. in Dauernheim, Kreis Bübingen, am 4. April, jedesmal bei einem crepirten Rinde; in Echzell, Kreis Büdingen, am 3. April bet einem crepirten Pferde und im Schlachthause zu Offenbach am 13. April bei einem ge­schlachteten Ochsen.

Rotz. In Mümling - Grumbach, Kreis Erbach, wurde ein Pferd als der Seuche verdächtig erkannt und unter Stallsperre ge­stellt, drei weitere Pferde desselben Besitzers stehen als der Ansteckung verdächtig unter polizeilicher Beobachtung.

Die Maul- und Klauenseuche ist erloschen in Darmstadt, Eberstadt und Pfungstadt, Kreis Darmstadt; in Bickenbach, Kreis Bensheim; in den Orten des Kreises Erbach: Hainstadt i. O., Beer­felden, Hinterbach und Unter - Sensbach; in Rimbach und Unter- Schönmattenwag, Kreis Heppenheim; in den Otten des Kreises Gießen: Annerod, Trohe und Allendorf a. d. Lahn; in den Orten des Kreises Friedberg: Ockstadt, Büdesheim und Bad Nauheim; in Maar und Angersbach, Kreis Lauterbach; in den Orten des Kreises Alzey: Flomborn, Hackenheim, Bornheim, Tiefenthal, Wöll­stein , Pleitersheim und Zotzenheim; in den Orten des Kreises Oppenheim: Eichloch, Wallertheim, Nierstein, Hillesheim, Parten­heim, Ober-Saulheim und Eimsheim, und in Hamm im Kreise Worms.

Die Seuche herrscht fort in Leusel und Arnshain, Kreis Als­feld; in den Orten des Kreises Alzey: Obernheim, Flonheim und Fürfeld; in den Otten des Kreises Bingen: Gau-Algesheim, Sauer- Schwabenheim und Gensingen, und in Gimbsheim, Kreis Worms.

Die Seuche wurde im Monat April festgestellt und war am Schluffe desselben wieder erloschen in Eschollbrücken, Kreis Darm­stadt; in Habitzheim, Kreis Dieburg, in Neckarsteinach, Kreis Heppen­heim; in den Orten des Kreises Alzey: Pfaffen-Schwabenheim, St. Johann, Sprendlingen, Welgesheim und Framersheim; in den Orten des Krttses Oppmheim: Ober-Hilbersheim, Bechtolsheim, Oppenheim, Dalheim, Schimsheim, Gau-Weinheim, Dolgesheim, Wolfsheim; in den Orten des Kreises Worms: Westhofen, Eich und Leiselheim; Ausbrüche der Seuche wurden noch festgestellt einmal auf dem Viehhofe in Darmstadt und zweimal auf dem Vtehhofe

Die Seuche wurde im Monat April festgestellt und herrschte am Schluffe desselben noch fort: in Hahn, Kreis DNrmstadt;Zn Lindenfels und Biblis, Kreis Bensheim; in Birklar, Kreis Gießen; in den Orten des Kreises Alsfeld: Otterbach, Ohmes, Ober-Bretden- bach, Appenrod; in den Orten des Kreises Mainz: Essenheim, Nieder- Olm und Stadecken; in den Orten des Kreises Alzey: Erbes-Büdes­heim, Volxheim, Bermersheim.und Bosenheim; in Groß-Winternheim, Kreis Bingen, in Spiesheim und Friesenheim, Kreis Oppmheim, und in Pfeddersheim, Kreis Worms.

Der Bläschenausschlag unter dem Rindvieh ist erloschen in Hüttenthal, Kreis Erbach, in Albach, Kreis Gteßm, in Blofeld, Kreis Büdingen, in Ossmheim, Kreis Friedberg, in Weiterfeld, Kreis Schotten, und in Hahnheim, Kreis Oppmheim. In Liederbach, Kreis Alsfeld, herrscht die Seuche fort.

Festgestellt wurde dieselbe unter Rindvieh in Ohmes, Kreis Alsfeld, am 3., in Heppenheim a. d. W., Kreis Worms, am 6., in Maibach, Kreis Friedberg, am 9., in Darmstadt am 21., in Gau- Bischofsheim, Kreis Mainz, am 22., in Münster, Kreis Dieburg, om 29. und in Dauemheim, Kreis Büdingen, am 30. April; ferner bei einem Landbeschäler in Schlitz, Kreis Lauterbach, und bei je einer Stute in Maar, Uetzhausen und Hartershausen, in demselben Kreise, am 11. April.