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Der Mtzeuer JU|d8<t wtcheml täglich, «6t Ausnahme bei Montags.
Die Kietz euer WgWitiesßktttsr Serben dem Anzeiger '»ächrntlich dreimal -eigelegt.
1891.
Erstes Blatt.
Gießener Anzeiger
Kemrat-Mnzeiger.
Sonntag den 25. Januar
Rebaction, @^eb*ttoe und Druckerei:
-chntstra-e As.S-
Kerujprecher 5L
viertellShriger e«t tretet
2 Mark 20 Pfg. aA Bcingerloha.
Durch die Post bezog»
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Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gieren.
Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für de» fslfenbt» Lag erscheinendm Nummer bis Sonn. 10 Uhr. M»»»«»»SSSSMSSSSSSSSSMS«SW
^chraL^öeikage: Gießener Kamikienökätter
Alle AnnoMen-Sureaux des In- und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen.
Amtlicher Theil»
Gefunden: 1 Holzschlägel, 1 Metermaß, 1 Haarpseil, 2 Messer, 2 Taschentücher, 1 Kinderschlitten, 1 gold. Medaillon.
Gießen, am 24. Januar 1891.
Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius.
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An
Mein 4. Infanterie-Regiment (Prinz Karl) Nr. 118.
Kages-Aefeht.
Aus Milizbataillonen, deren Ursprung bis zur Zeit des spanischen Erbsolgekrieges hinaufreicht, formierte Mein in Gott ruhender Herr Urgroßvater des Großherzogs Ludewig I. königliche Hoheit nun vor 100 Jahren die zwei ersten Bataillone Eures Regiments. Ernste kriegerische Zeiten brachen -an, sofort nach der Ausstellung. So viele Jahre, fast eben -so viele Feldzüge- auf allen Schlachtfeldern Europas focht das Regiment Groß- und Erbprinz, in den Niederlanden und am Rhein in den 90er Jahren, 1806 und 1807 in Preußen 4in5 Pommern, in Spanien von 1808—1812, 1815 bei Straßburg unter einem heldenmüthigen Prinzen Meines Hauses. — Die Glanzperiode in der Jugcndgeschichte Eures Regimentes spielte sich ab fern von der Heimath aus der spanischen Halbinsel. Entsagung und Ausdauer, Aufopferung rind Heldenmut!) während vier langer Jahre hat Euer Regiment unter seinem alten Namen aus den wasserlosen Hochebenen Eastiliens und den unwegsamen baskischen Gebirgsschluchten gegen einen tapferen unerbittlichen Gegner auf das Glänzendste bewiesen, ewig vorbildlich für jeden echten Soldaten! — Lange Jahre des Friedens folgten, doch das Regiment strebte stets sich zu vervollkommnen und erwarb sich so zu jeder Zeit die Anerkennung Meiner Hohen Ahnherrn Ludwig II. und Ludwig III. — Eine besondere Auszeichnung wurde dem Regiment im Jahre 1836 zu Theil, als Mein Hochseliger Herr Vater die Jnhaberstelle übernahm und über 40 Jahre mit treuer Sorgfalt und Wohlwollen für Sein Regiment führte.
In dieser langen Periode zeigte das Regiment musterhafte Haltung auch in den unruhigen Jahren 1848 und 1849 nnd ließ in tapferer Gegenwehr im Feldzuge 1866 seinen braven treuen Kommandeur auf dem blutigen Schlachtfelde.
Eine neue, bessere, größere Zeit bricht an. Die vereinten Deutschen Stämme, allen früher» Haders auf immer vergessend, schaaren sich unter des heldenmüthigen Kaisers Wilhelm I. Führung. — Auch Meiner Division und nicht am wenigsten dem Regiment Prinz Karl war es vergönnt, Theilnchmer an den Großthaten des ewig denkwürdigen Feldzuges von 1870/71 zu sein. Auf allen Schlachtfeldern bei Metz und an der Loire bewahrte das Regiment seinen alten Waffenruhm. Ein ritterlicher Commandeur fiel unter Meinen Augen am 18. August am Bois de la Cusse. — Im Winter- feldzuge in den Gefechten um Orleans und an beiden Ufern der Loire war Euer Regiment stets auf seinem Platze. Bei Montlivault am 9. December hat es im Verein mit Meinem Leib-Regiment gegen vielfache feindliche Uebermacht das Feld behauptet und zur gleichen Stunde erstürmte eine kleine Schaar der Euren unter einem kühnen, begabten Führer das alte Schloß Chambord, das Symbol des frühern Herrschergeschlechts Frankreichs.
Von den Niederlanden nach Spanien bis zu den blutgetränkten Gefilden der Loire, welch' lange Zeit, wie verschieden in Kriegsmikteln und Kriegszielen und doch in Einem und dem Vornehmsten immer gleich: „Der unerschütterlichen Treue und Hingebung Meines Regiments Prinz Karl!" —
So soll es auch bleiben für die Zukunft!
Eingedenk der großen glorreichen Vergangenheit Eures Regimentes, gelobe sich am heutigen Tage jeder, wenn Seine Majestät der Kaiser unser Allergnädigster Kriegsherr rufen sollte, cs gleich zu thun den Vätern, den Helden in Spanien und an der Loire, stets vor Augen den alten Hessischen Waht- spruch Eurer ruhmreichen Fahnen:
„Gott, Ehre, Vaterland!"
Gegeben Darmstadt, den 23. Januar 1891.
Ludwig.
Um Meinem 4. Infanterie-Regiment (Prinz Carl) Nr. 118 an dem heutigen Tage seines hundertjährigen Bestehens für die von ihm jederzeit bewiesene musterhafte Haltung und Führung einen besonderen Beweis Meines Wohlwollens zu Theil werden zu lassen, bestimme Ich Folgendes:
1) Ich verleihe den Fahnen des 1. und 2. Bataillons des Regiments Säcular-Fahnenbänder.
2) Ich verleihe im Regiment:
dem Oberst und Regiments-Commandeur Kuchenbecker und
„ Oberst ä la suite Freiherr v. Brackel, Präses der Gewehr-Prüfungscommission,
das Comthurkreuz 2. Klasse-
„ Hauptmann R o e ch l i n g
das Ritterkreuz 1. Klasse -
„ Premier-Lieutenant Gutbier und
„ „ v. Wachter I.
das Ritterkreuz 2. Klasse-
„ Viceseldwebel König
die Krone zum Silbernen Kreuz-
„ Feldwebel Siegmund,
„ /, Coß,
„ „ Scholz,
„ „ Jacoby,
„ „ Dunges,
„ Stabshoboist Kern,
„ Vicefeldwebel Henning,
„ Hoboist Röll,
„ Bataillons-Büchsenmacher Thomas
das Silberne Kreuz
Meines Verdienstordens Philipps des Großmüthigen.
3) An früher im Regiment gestandene Offiziere rc. verleihe Ich:
dem Oberstlieutenant a. D. Friedrich v. Wachter das Comthurkreuz 2. Klasse,
• „ Oberstlieutenant Graf v. 5.. Schulenburg- Wolfsburg, etatsmäßiger Stabsoffizier im 3. Großh. Infanterie-Regiment (Leib-Regiment) Nr. 117, die Krone zum Ritterkreuz 1. Klasse,
„ Oberstlieutenant a. D. Daudistel
das Ritterkreuz 1. Klasse mit der Krone
Meines Verdienstordens Philipps des Großmüthigen - dem Major und Bataillons-Commandeur Keim im Infanterie-Regiment Nr. 136
das Ritterkreuz 2. Klasse Meines Ludewigsorhens- dem Major und Bataillons-Commandeur Fel sing tm 6. Brandenburgischen Infanterie-Regiment Nr. 52,
„ Hauptmann v. Wachter im 3. Garde-Grenadier- Regiment Königin Elisabeth, Adjutant des 6. Armeecorps,
„ Hauptmann und Compagniechef Thomas im Infanterie-Regiment Herzog Karl von Mecklen- burg-Strelitz (6. Ostpreußisches) Nr. 43 und
„ Hauptmann a. D. Maurer
das Ritterkreuz 1. Klasse -
„ Premier-Lieutenant Aw enger im Infanterie- Regiment Herzog Friedrich Wilhelm von Braunschweig (Ostfriesisches) Nr. 78,
„ Premier-Lieutent a. D. Seipp und
„ Premier-Lieutenant a. D. Freiherr Röder v. Diersburg
das Ritterkreuz 2. Klaffe- sodann
„ Bezirksfeldwebel Gruhn beim Bezirkscommando II. Darmstadt
das Silberne Kreuz
Meines Verdienstordens Philipps des Großmüthigen.
Netteste Nachrichten.
WolfsS telegraphisches Torrespondenz-Bureau.
Berlin, 23. Januar. Der „Reichsanzeiger" ist gegenüber den Mittheilungen der „Saale-Zeitung" über ein angebliches Gespräch, das bei dem vom Kaiser besuchten Mittagsmahl im Finanzministerium über die Ab rüst ungs frage geführt worden sei, zn der Erklärung ermächtigt, daß im ganzen Verlaufe des Festmahls die Abrüstungsfrage mit keinem Worte berührt worden und alles in dem Artikel darüber Gesagte, insbesondere die dem Kaiser in den Mund gelegten Aeußerungen vollständig erfunden seien.
Berlin, 23. Januar. Die „Kreuz-Ztg." erfährt, der commandirende General des 9. Armeecorps, Lesczynski, werde bestimmt am 1. April seinen Abschied nehmen.
Berlin, 23. Januar. Der Magistrat beschloß in seiner heutigen Sitzung, aus Anregung des Magistrats zu Magdeburg, die Einsetzung einer Untercommission behufs Borberathung etwaiger Maßregeln, welche im Interesse der Realgymnasien zu treffen seien, nachdem die Absichten über die fernere Gestaltung des höheren Schulwesens bekannt geworden sind.
Esten a. d. R., 23. Januar. Aus der Zeche „Hibernia" bei Gelsenkirchen fand heute Nachmittag ein großesGruben- Unglück durch schlagende Wetter statt. Die Rettungsarbeiten sind noch im Gange und die Gesammtzahl der Todten und Verletzten konnte noch nicht festgestellt werden. Abends 7 Uhr waren bereits 15 Todte und 22 Verwundete aus der achten Sohle, wo das Unglück geschah, herausgeschafft. Vierzig Bergleute werden noch vermißt. Im Ganzen sind etwa 100 Mann zur Zeit der Explosion auf der achten Sohle beschäftigt gewesen.
Bern, 23. Januar. Das Bundesgesetz, betreffend den Schutz der Fabrik- und Handelsmarken, soll am 1. Juli in Kraft treten.
Wien, 23. Januar. Sämmtliche Strecken der Oester- reichischen Nordwestbahn und der Süd-Norddeutschen Verbindungsbahn sind wieder in regelmäßigem Betrieb.
Paris, 23. Januar. Anläßlich der anarchistischen Kundgebung auf der Place de l'Opera kamen etwa 50 Arnarchisten, unter dem Rufe: „Es lebe die Arnarchie!" — „Brod!" von der Vorstadt Lavillctte her. Der Haufe wurde von der Polizei zerstreut, die insgesammt etwa vierhundert Verhaftungen vorgenommen hat. Mehrere Verhaftete erklärten, sie hätten Geld von anarchistischen Zeitungen erhalten. Bei Anderen wurden Waffen gesunden. Bis auf 50 Personen, die sich für obdachlos erklärten, und 7 anarchistische Führer, die wegen Führung von Waffen gerichtlich verfolgt werden, entließ die Polizei alle Verhafteten wieder.
London, 23. Januar. Die aus Mexiko durch Reuter-»- Bureau verbreiteten Gerüchte über Veränderungen im Cab in et und die angebliche Absicht des Präsidenten Diaz, die Präsidentschaft niederzulegen, ist vollkommen unbegründet.
Southampton, 23. Januar. Die „Augusta Victoria" ist bei nebligem Wetter und mäßigen Winde hier Abends sechs Uhr eingetroffen. An Bord alles wohl.
Brnffel, 23. Januar. Prinz Balduin, der präsumtive Thronfolger, ist heute Nacht plötzlich au einer Lungenentzündung gestorben. Prinz Balduin hat mehrere Nächte bei der kranken Schwester gewacht. Es scheint eine innere Blutung der Lungen eingetreten zu sein, die den Prinzen so unerwartet dahinrafste.
Brüste!, 23. Januar. Das Hinscheiden des Prinzen Balduin erfolgte ganz plötzlich. Der „Moniteur" publicirte noch heute Morgen ein Bulletin, wonach der Prinz sich vor einigen Tagen erkältet habe und das Bert hüte- sein Zustand habe sich aber gestern verschlimmert. Die Nachricht von der um 2 Uhr des Morgens erfolgten Katastrophe verbreitete in der ganzen Stadt Bestürzung- überall bekundete sich die größte Theitnahme. Um das Kvnigspalais halten Polizeiwachen die tiefste Ruhe aufrecht, um dasEreiguiß der Prinzessin Henriette zu verbergen, welche selbst kaum genesen ist. Prinz Balduin starb an einer Lungencongestion, welche er, wie man glaubt, durch eine Erkältung bei der Nachtwache am Krankenbette seiner Schwester sich zugezogen hat. Der König war von Mitternacht bis nach 1 Uhr bei seinem Neffen. Der Prinz ist in großer Uniform ausgebahrt.
Gent, 23. Januar. Das Journal „Flandre liberale" glaubt, Prinz Balduin sei an einer Nierenblutung gestorben. Schon seit längerer Zeit seien bei dem Prinzen Symptome eines ernsten Nierenleidens beobachtet worden. Gestern habe der zufällig im Palais anwesende Arzt Nomme- lace den kritischen Zustand festgestellt und gerathen, einen Priester zu rufen.
Stockholm, 23. Januar. Die heutigen Ausschuß- Wahlen des Reichstages fielen in der oberen Kammer ziemlich unverändert protektionistisch aus- die untere Kammer wählte durchgängig Freihändler.
Rom, 23. Januar. König Humbert drückte dem König von Belgien telegraphisch sein wärmstes Beileid über das Hinscheiden des Prinzen Balduin aus, ebenso eondolirte Crispi der belgischen Regierung. Ein auf den 2. Februar angesetzter Hofball wurde aus gleichem Anlaß verschoben.
Rom, 23. Januar. In der Dep utir tenkammer interpellirte der radicale Abgeordnete für Ferrara, Luigi, den Ministerpräsidenten Crispi: welche Auslegung die Regierung anläßlich der Erneuerung des Allianzvertrages zwischen Italien und den Centralmächten Europas dem Artikel 5 des Statuts gebe.
Nom, 23.Januar. Infolge von Schneeverwehungen ist der Eisenbahnverkehr zwischen Rom und Neapel unterbrochen. In der vorletzten Nacht sind außer den gemeldeten beiden Schiffen noch acht kleinere italienische Handelssahrzeuge an der tyrrhenischen Küste gestrandet.
Madrid, 23. Januar. Ein amtliches Bulletin besagt: Die Königin-Regentin leidet seit einigen Tagen öil


