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Mittlvoch dm 23. September
Anzergev.
Beilage zu Br. 221. -1891
Feuilleton
Große Preise.
Große Preise.
Große Preise.
Große Preise.
Große Preise.
dann werden die Pflanzen noch elender, denn der Acker ist gesuppt", wie man mit einem populären Worte in vielen Dörfern zu sagen pflegt. Ein anderes Beispiel Hilst in der Regel auch das Verständniß über Düngung und Pflanzenernährung erleichtern und zwar folgendes: In einem Bauernhause gibt es verschiedenartige Thiere. Warum füttert der Bauer die Pferde, Kühe und Schafe nicht mit Fleisch? Mit einer solchen Frage wird man ausgelacht. Warum gibt man dm Schweinen, Gänsen und Hühnern kein Heu? Ei nun, sie treffen es nicht, wird lachend geantwortet.
So geht es auch mit dm Pflanzen! Die einen wollm Diese« nicht, die anderen Jmes nicht. Wieder andere nehmen ihre Nahrung aus dm verschiedmartigsten Stoffen; ähnlich ist es bet vielen Thieren. Schweine, Enten, Hunde und Hühner verzehren die sonderbarstm Dinge und gedeihen dabet. Erhalten sie aber diejenigm Nahrungsmittel, welche ihnen am meisten zusagen, dann gedeihm sie am schönsten und das ist doch immer der hauptsächlichste Zweck. So etwas sieht der Bauer ohne Schwierigkeit ein. Wir knüpfm daran an. Die Pflanzen draußen im Felde gedeihen auch am Besten, wenn ihnen der Standort, das ist der Acker, sorgfältig tn die Reihe gemacht wird. Darunter versteht man: dm Pflanzm muß auch der Tisch richtig gedeckt werden, damit sie tüchtig verzehrm können. Das Ungeziefer und das Unkraut muß fortbleiben, dann wird eS schon gehen.
Für diesmal mag es genug sein; wir sind bereits mittm in der Sache drinnen. Das gibt zu denken. Darum: auf Wiedersehm in acht Tagen!
Mittwoch den 23. September: Excelsior. Außer Abonnemmt.
Donnerstag den 24. September: Walküre.
Freitag den 25. September: Excelsior.
Außer Abonnemmt.
Samstag den 26. September: Excelstoir. Außer Abonnement.
Locale» unfc provinzielles.
Gießen, 22. September.
— Sitzung des Schwurgerichts der Provinz Oberheffen am 21. September 1891. Unter Vorsitz des Großherzogl. Landgenchtsraths Dr. Linkenheld wurden heute die Schwurgerichtssitzungen für das III. Quartal 1891 eröffnet. Zur Verhandlung kam die Strafsache gegen Wilhelm Schäfer Ehefrau von Bruchenbrücken wegen Meineids. Die Anklage vertrat der Großh. Staatsanwalt Theobald, die Vertheidigung führte Rechtsanwalt Lauer- als Geschworene wurden aus- geloost die Herren: Profeffor^vr. Kattenbusch, Heinrich Ernst Eifer, Karl Zöckler II, August Pröscher, Georg Conrad Kromm, Johann Heinrich Scharch, Gustav Adolf Otto Heisermann, Theodor Geilfus (Daniel Wirths Nachfolger), Wilhelm Balser IV, Heinrich Walz, Gustav Schmitt II, Heinrich Feldmann. — Wilhelm Schäfer Ehefrau ist angeklagt, daß sie am 11. November 1890 zu Friedberg vor Großherzogl. Schöffengericht Friedberg den vor ihrer Vernehmung in der Privatklagesache des Heinrich Michel von Bruchenbrücken und der Sophie Rössel daselbst gegen Philipp Best III. von da wegen Beleidigung geleisteten Eid wissentlich durch ein falsches Zeugniß verletzt habe. Die Verhandlung sand auf Antrag der Staatsanwaltschaft unter Ausschluß der Oeffentlichkeit statt. Wegen Ausbleibens eines Zeugen sand eine Vertagung der Verhandlung bis Mittwoch den 23. l. M. statt und werden wir das Resultat derselben hiernach mittheilen.
flöte. Große Preise.
TchsrrsbielhatrS.
Mittwoch dm 23. September: Der arme Jonathan. Gewöhnliche Preise. (Vandergold: Herr Bauer.)
Donnerstag den 24. September: Zur hundertjährigen Geburtstagsfeier Theodor Körners (Abonnements-Dorstellung für einen ausgefallenen Mittwoch): Neu einstudtrt: Zriny. Gewöhnliche Preise.
Freitag den 25. September: Das letzte Wort. Gewöhnliche Preise:
Samstag den 26. September: Der Zigeunerbaron. (Barinkay: Herr Bauer als Gast.) Gewöhnliche Preise.
Sonntag den 27.September: Sodoms Ende. Gewöhnliche Preise.
Montag den 28. September: Das letzte Wort. Gewöhnliche Preise.
Spielpla« der vereinigten frankfurter Ltadttheater.
Opernhaus.
Dross-Seife mitdcrKatzc ist in jeder Beziehung mindestens ebenso vorzüglich wie Dörings Seife. Preis: I Stück 30 Pfg., 12 Stück 3 Mark. [8214
„Dars ich Sie um den Namen der Dame bitten, die soeben hier hinausgegangen ist?" sagte er.
„Vor zehn Minuten noch hätte ich dieselbe Frage viel* leicht an Sie gerichtet, Herr Capitän. Sie ist eine Frau Fontheim, Wittwe des in Ostpreußen verstorbenen Rittergutsbesitzers Fontheim. Sie hätte sich in der Adresse geirrt und die Victoriastraße mit der Thiergartenstraße, den General- consul Mettenbach mit dem Generalconsul Orlovius ver- wechselt." ,
„Weiter wissen Sie nichts von ihr?/
„Weiter nichts."
„Dann entschuldigen Sie mich gütigst."
Der Capitän eilte hinaus und die Treppe hinunter.
Frau Fontheim öffnete soeben die schwere Hausthür.
„Sie gestatten mir wohl, Sie nach Ihrem Hotel zu geleiten, Mademoiselle Leroy, alias Nellida Patoff," sagte ” Dame fuhr zurück, dann aber lächelte sie und verneigte sich leicht.
„Monsieur est bien aimable“, versetzte sie.
Er führte sie zu einer in der Nähe haltenden Droschke und half ihr einsteigen.
„Fahren Sie in mäßigem Schritt dem Potsdamer Thore zu," befahl er dem Kutscher.
Dann wendete er sich an seine Gefährtin.
„Hier also treffen wir uns wieder, Mademoiselle?
„Oui, Monsieur!“
„Haben Sie schon viel Bekannte in Berlm?
„Non, Monsieur, nicht viel."
„Die Generalconsulin Mettenbach wäre eine willkommene Empfehlung für Sie gewesen, nicht wahr? Denken Sie nur, wo Ihnen dieser Name überall Einführung verschafft hätte. Ja, ja, das würde Ihnen wohl gefallen haben."
„Monsieur beliebt zu scherzen."
„Wollen Sie nun die Güte haben, mir zu sagen, was Sie in Ihrer Tasche haben?"
„Mein Taschentuch, Monsieur."
„Und was noch?"
„Eine magere Börse."
„Was sonst noch?"
„Das ist alles."
„O! Besinnen Sie sich, Mademoiselle!"
„Das ist alles, ma foi!"
Der Mann dorr unter der Laterne, der mit oem
Sonntag den 27. September: Lohengrin.
Montag den 28. September: Cavalleria rusticana.
Hierauf: Mikado. Große Preise. Außer Abonnemmt.
Dienstag den 29. September: Zur Erinnerung an die erste Aufführung der „Zauberflöte" vor 100 Jahrm. Die Zauber
blanken Helm — sehen Sie ihn? Das ist ein Berliner Schutzmann. Was haben Sie sonst noch in der Tasche, Mademoiselle?"
„Nur noch diese Kleinigkeit," sagte Frau Fontheim, die Wittwe des ostpreußischen Rittergutsbesitzers, indem sie dem Capitän eine kleine brillantensunkelnde Brosche einhändigte.
„Weiter nichts."
„Weiter nichts, Monsieur. Ich habe heute kein Glück gehabt."
„Sind Sie fest überzeugt, daß Sie sonst nichts m der Tasche haben? Ich brauche den Schutzmann nur zu rufen und —"
„Sparen Sie die Mühe. Ich habe wahrhaftig werter nichts." ,
„Gut. Ich will Ihnen glauben und Sie m Frieden ziehen lassen — um der alten Erinnerungen willen. Gute Nacht, Mademoiselle."
„Gute Nacht, Monsieur."
Der Capitän verließ den Wagen und ging zur Victoria- straße zurück. f
„Ich habe mich geirrt," sagte er zu der Generalconfulm.
„Ich glaubte in der Dame eine alte Bekannte aus Wiesbaden wiederzusehen; es war aber eine Täuschung. Da," fügte er hinzu, ihr die Brosche in die Hand legend, „das habe ich soeben im Vorsaale gesunden. Sie wissen vielleicht, wem das Ding gehört."
„Die Verliererin wird sich sicherlich bald bei mir melden."
Einige Tage darauf trafen sich die beiden Generalcon- sulinnen, Frau Mettenbach uud Frau Orlivius, einander auf der Straße. ,
„Hat Frau Fontheim Ihnen erzählt, tote sie neulich «einen Gesellschastsabend mit dem Ihrigen verwechselte?" fragte Frau Mettenbach.
„Die Frau Fontheim? Die war doch aber auf meinem „rout“, zwei Tage vor dem Ihren! Der Kutscher hatte sie vor die falsche Thür gefahren, denn sie wollte zu Ihnen.
Frau Mettenbach öffnete die Augen starr und wett.
„Wann ist das gewesen?" fragte sie.
„Am Mittwoch. Den Tag vergesse ich in meinem Lebe« nicht! Denken Sie nur, in dem Trubel habe ich mem Brillantenarmband verloren." o- M.
LanSwirthschafiliche Winke und Rathschläge.
△ ArrS Oberhesserr, Mitte September.
Zur Bestellung -er Herbstsaaten. „Gut gesät ist halb geerntet !" sagt eine goldene Bauernregel — und wir meinen, diese fünf Worte sagen recht. Aber inhaltschwer sind sie, denn gut säen das will gethan, gelernt und gemacht sein. Ein Stück Arbeit ist es, viel größer als sich mancher Bürger, Handwerker, Geschäftsmann oder Beamte träumen läßt.
Dieweil das nun ein solch wichtig Stück Arbeit ist, kann es nicht schaden, wenn einer, der ein Bischen Theorie und Praxis ein- gesammelt, sich in populärer Weise über die Sache ausspricht und wenn sich Der oder Jener etwas daraus abntmmt, wird sich der Schreiber herzlich darüber freuen.
Ehe er aber zu diesem Punkte übergeht, muß et seiner wohl- berechtigten Urende über die Gründung und Ausbreitung des Oberhefstschen Obstbauvereins, über die Aufstellung eines Obstdörrapparates neuester Constructton, sowie über den Erlaß eines Regulatives gegen das zu frühe Einernten des Obstes in Nr. 212 tiefer Zeitung vom 12. September Ausdruck verleihen. Das sind in der ersten Hälfte des Septembers drei Fortschritte. Alle Hochachtung! Vivant Sequentes! Dazu kommt, daß in Frankfurt ein Obstmarkt abgehalten werden soll. Mit dieser Einrichtung entsteht ein geregelter Geschäftsverkehr zwischen Producent und Con- fument, es können nicht mehr Dinge vorkommen, wie wir sie in 9lr. 181 dieser Zeitung vom 7. August I. I. schilderten. Der Bauer empfängt einen richtigen Marktpreis für seine Erzeugniffe und der Eonsument kann sich besser nach diesen Preisen einrichten. Das Geschäft gewinnt also nach beiden Seiten hst, an Sicherheit und Reellität. So muß es sein! Durch den Handel sollen beide Thetle gewinnen, während es sonst Sitte war, daß der Tine den Anderen übern Löffel zu barbieren suche. Eanz ist diese Absicht mit dem Obstmarkte auch nicht aus der Welt geschafft, aber es sind solide Grundlagen gewonnen, auf die weiter gebaut werden kann.
Nun aber zur Bestellung der ©Uten zurückZwei Punkte I tnb es, die hierbei in Bettacht kommen: 1) Beschaffenheit und I Kulturzustand des Bodens; 2) Herrichtung und Verwendung von I möglichst vollkommenem Saatgut.
Besprechen wir den Acker und die richtige Vorbereitung des- I eiben. In dieser Beziehung ist fett zwei Jahrzehnten Hervorragendes I geleistet worden. Die großen Oeconomm richten diejenigen Grund- I tücke, welche bestellt werden sollen, nach allen Regeln der Wffsenschaft I und Erfahrung her und die Erträge sind daher stets im Wachsen I begriffen. Wenn das Land durch entnommene Ernten arm an I diesem oder jenem Pflanzennährstoffe geworden ist, so bringen sie I den fehlenden Stoff in leicht löslicher Form auf und der Erfolg ist I icher, wenn die Witterung nur einigermaßen mithilft. Sie pflügen I den Boden tief und bringen ben unteren sonst nicht benutzten Grund I an die Oberfläche, wodurch er nutzbar wird. Sie zerkleinern den I Boden mit Hülfe der besten Gerätschaften und Maschinen, wodurch I der Acker ein so schönes Aussehen erhält und so wirksam werden I kann, wie der Gartenboden.
Von vielen Dingen dieser Art wissen Hunderte von kleinen I Landwirthen, für die sich unsere Zeitung in erster Linie intereffirt, I nichts oder haben nur dunkele Vorstellungen vom Hörensagen her; I manche wollen gar nichts hören und halten sich für klüger als zehn I Professoren der Landwirtschaft. Anderen wird es ungemüthltch, I wenn sie von Stickstoff, Ammoniak, Phosphor- und Kohlensäure, I Ehilisalpeter, Thomasmehl oder Peruguano hören und meinen, sie I müßten sich nun ein chemisches Laboratorium anlegen. Daß man I verhältnißrnäßig nur wenige Stoffe, wie Phosphorsäure, Stickstoff, I Kali und Kalk nöthig hat, mit denen man auf billige und nachhaltige I Weise größere Ernten und bessere Früchte erzielen kann, halten sie I für falsche Vorspiegelungen. Hintennach kommt doch nichts Gescheites I heraus und man hat sein gutes Geld verplempert, meinen sie. Wieder I Andere sagen: „Was ? wir kommen so nicht ordentlich hemm und I sollen auch noch Geld für künstlichen Dünger ausgeben'. Mehr als Pfuhl und Mist im Acker wirken, leisten auch diese Apothekersachen nicht und da lasse ich mich nicht drankriegen."
Bei solchen vorgefaßten Meinungen ist schwer anzukommen und oft hat Einsender schon die Ansicht aussprechen Sören: Man muß diese Leute laufen lassen. Wer nicht hören will, mag fühlen; die nachfolgende Generation wird sich schon besser mit den Fortschritten zu stellen wissen. Das ist wohl richtig. Aber der Einsender | weiß, daß durch kleine Zufälle aus einem Saulus ein Paulus ge- 1 worben, welch' Letzterer bann nachträglich recht Gutes leistete. Damm bars man nicht mübe werden, immer wieder auf die schadhaften Stellen hinzuweifen und auf bas Gute aufmerksam zu machen.
Es ist nun wirklich schwer, ben kleinen Lanbwirthen in populärer Weise vorzutragen: wie bie Pflanzen gebüngt unb ernährt werben müssen, auf baß sie so schön unb groß wie nur möglich werben unb am meisten Stroh unb Körner einbringen. Wir hoffen, biefe Schwierigkeiten aber boch größtenteils überrotnben zu können unb barum fni-men wir an bie Herbstsaatbestellung an. Der Acker ist im Herbste, jagen wir im September geräumt; er wirb vielleicht schon flach um geackert sein, bamit bie Untrautfamen zum Keimen fommen^ wir am besten auf ben Acker? fragt ber Sohn den Vater. Mir fcheint, die Sachen sind in ben letzten Jahren nicht fo schon gewesen, wie früher; wir zuckern, eggen unb walzen fleißig, wir lassen es an Mist unb Pfuhl nicht fehlen unb boch sieht man an ben Aeckern ber Hofbauern, bie bas Düngersalz auf ihre Sieder streuen, viel schönere Sach' als bei uns. — Das kommt eben daher, daß jene Leute ihre Pflanzen tWhiiget nühren. als die Heinen Landwirthe. Wie manchmal ist der Schreiber dieser Zeilen schon ausgelacht worden, wenn er mit kleinen Landwirthen über bie Ernährung ber Pflanzen sprach. Kinder ernährt man, sagen sie; auch das Vieh wird ernährt; aber Pflanzen! Nein, bie wachsen schon D°n ^Allerdings thun sie bas; sie haben auch keine so großen Mäuler wie bie Thiere, sonbern nur ganz feine, bünne Säugwurzelchen, mit denen sie die'. Nahrung auffuchen und aufnehmen. Wenn sie die passende Nahrung nicht finden, dann werden die Pflanzen elend. Bringt man im nächsten Jahre dieselbe Frucht auf denselben Acker,
Die Dame in Meergrün.
Eine Scizze aus der Gesellschaft.
(Schluß.)
Sollte hier ein Mißverständniß obwalten?" sagte sie. Ich "fenne Sie nicht persönlich, da ich ja nicht zu Hause war, als Sie mir die Ehre Ihres Besuches schenken wollten. In der Familie des Herrn von Linden, der mir und wohl auch Ihnen befreundet ist, hörte ich, daß Sie bei mir gewesen seien, um mich zu Ihrem heutigen Abend zu bitten,"
Die Hausherrin wußte nicht, was sie sagen sollte.
„Sie sind doch die Generalconsulin Orlovius, die Stiefschwester meines seligen Mannes?" fuhr die andere fort.
, Hier waltet thatsächlich ein Mißverständniß," entgegnete die Dame des Hauses. „Mein Mann ist ber Generalconsul Mettenbach."
Frau Fontheim erhob sich schnell.
Dann bitte ich tausendmal um Entschuldigung!" rief Tte. «Ich bin fremd in Berlin, erst vor vierzehn Tagen aus Ostpreußen hier eingetroffen. Ich war an Frau Orlovius empfohlen, die ich jedoch ebenfalls nicht persönlich kenne. Daher der Jrrthum. Herr von Linden brachte mich in seinem Wagen hierher. Er wird die Adreffen verwechselt haben."
Frau Mettenbach lächelte.
„Das ist sehr leicht möglich," sagte sie. „Der General- eonsul Orlovius wohnt in der Thiergartenstraße, an der Ecke ,ber Victoriastraße." .
„Ganz recht, das war die Adresse," mckte Frau Fontheim.
„Und dies ist die Victoriastraße."
^Jch bin außer mir, daß ich mich so irren mußte!"
„Aber ich bitte Sie, beruhigen Sie sich. Sie haben hier Bekannte genug gefunden, wie ich gesehen habe, und mir persönlich ist es ein angenehmes Vergnügen, Sie kennen ge-
Frau Fontheim drückte noch einmal aus das Lebhafteste ihr Bedauern aus, dann empfahl sie sich schnell und verlieg bie gastlichen Räume. .,
Gin Herr, der ihr aus der Treppe begegnete, sah ihr scharf in daS Gesicht und suchte bann eilig die General- eonsulin aus.
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