Ausgabe 
23.7.1891
 
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(Siebener Anzeiger. Beilage

Donnerstag den 23. Juli

zu Nr. 168. - 1891

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die freundliche, aber bestimmte Antwort des Stiefsohnes,die blendende Helligkeit all dieser Lampen bildet einen grellen Contrast zu dem dunklen Lebenswege des armen Mädchens, dem wir zu Dank verpflichtet sind."

Die Hausfrau zuckte halb bedauernd die Schultern und meinte gutmüthig, daß man der Fremden zu Neujahr ein recht anständiges Geschenk zu machen verpflichtet wäre.

Eines Morgens, bevor Mr. Anthony wie gewöhnlich nach seiner Office fuhr, trat Mrs. Clark, zum Ausgange gerüstet, noch einmal in des Stiefsohnes Privatzimmer und sagte in mütterlich herzlicher Weise:

Bitte, thue mir den großen Gefallen, Anthony, und trage die Bücher, welche ich mir gestern Abend aus der Biblio­thek holte, wieder an den alten Platz. Du weißt, ich liebe die Ordnung sie liegen aus meinem Schreibtisch.

Da das Verhältniß zwischen dem Sohne und der zweiten Frau des verstorbenen Mrs. Clark ein selten inniges war, so entgegnete er ebenso freundlich und zuvorkommend:

O gewiß, gern, liebe Mutter, aber . . ."

Den Schluß seiner Rede hörte die Dame nicht mehr, weil sie Eile zu haben schien und das Zimmer bereits ver­lassen hatte.

Zögernd und mit einer ihm selbst unerklärlichen Befangen­heit stand Anthony Clark nach einigen Minuten vor der Thür des Zimmers, das von der Fremden zu ihrem prosaischen Geschäft benutzt wurde. Er wußte es selbst nicht, warum er gerade diesen Weg nach der Bibliothek eingeschlagen hatte. Einerseits scheute er eine Begegnung mit dem jungen Mädchen, andererseits trieb eine innere Gewalt ihn vorwärts. War er denn nicht der Hausherr hier, der überallhin kommen und gehen konnte, wie es ihm beliebte? Mit dieser Schluß­folgerung trat er endlich ein.

Ja, da stand sie wieder, die so eigenthümlich imponirende und doch so mädchenhaft schüchterne Gestalt. Ein leichtes Roth war ihm nun in die Stirn gestiegen, weil er sich be­wußt war, oft vielleicht sehr oft sich dieses seltsame Bild vor die Seele gezaubert zu haben.

Recht auffällig sichtbar nahm er nun den mitgebrachten Bücherstoß in seinen linken Arm und grüßte höflich mit den

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(4. Fortsetzung.)

Etwa vier Wochen mochten vergangen sein, während welcher die junge Fremde alltäglich um die zehnte Morgen­stunde bei Mrs. Clark erschien, um sämmtliche im Haushalt gebrauchten Lampen in Ordnung und Stand zu setzen. Nach Vereinbarung wurde ihr regelmäßig durch die Lady selbst ein Dollar für ihre Arbeit verabreicht, den sie auch mit ruhiger Würde, man hätte fast sagen können, mit vornehmer Herab­lassung, entgegennahm, als ob sie selbst dem Hause einen großen Dienst geleistet hätte und nicht die Empfängerin eines unverhältnißmäßig hohen Arbeitslohnes sei. Mrs. Clark, eine obwohl stolze, doch zugleich äußerst gutherzige Frau, hatte das junge Mädchen, dessen schönes Antlitz sie oft nach­denklich musterte, gelegentlich auch einmal gefragt, ob es auf die imHerald" erlassene Annonce noch mehr Arbeit und Verdienst erhalten habe, worauf ihr die in kühlem Tone ge­gebene Antwort wurde, daß sie bereits fünfzehn der feinsten Familien Newyorks zu ihren Kunden zähle und mit der Zeit noch bekannter zu werden hoffe.

Mr. Anthony Clark, ein Mann von durchaus ehren­haften, edlen Gesinnungen, hatte es nicht mehr gewagt, die Unbekannte in ihrer mehr oder weniger demüthigenden Be­schäftigung durch seine Gegenwart zu belästigen, und mied das Zimmer, in welchem sie ihre Arbeit stets pflichttreu ver­richtete. Allein der Zufall wollte es, daß er ihr öfters in der großen Halle oder auf der Treppe begegnete. Alsdann lüftete er jedesmal in ausgesuchtester Höflichkeit den Hut, wobei er es jedoch nicht unterlassen konnte, einen raschen Blick in das reizende, stets so ernste Mädchengesicht zu thun.

Nun, freust Du Dich nicht über meine Acquisition, Anthony?" fragte Mrs. Clark eines Abends, als man einige Freunde zum Diner erwartete und nun bei den prächtig und tadellos brennenden Lampen saß."

Die Freude ist eine problematische, Mutter," lautete

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Worten:Verzeihung, mein Fräulein, daß ich Sie störe, allein ich muß hinüber nach der Bibliothek!"

Dabei war aber Anthony keineswegs weitergeschritten. sondern etwa sechs Schritte von dem jungen Mädchen stehen geblieben. Verwundert und, wie es ihm vorkam, mit leisem Lächeln, begegnete sie seinem leuchtenden Blicke.

Es steht mir kein Recht zu, dieses Zimmer für mich allein beanspruchen zu wollen, Mr. Clark," entgegnete sie mit volltönender, überaus sympathischer Stimme. Also wußte die Fremde darum, daß er der Hausherr war.

Rasch erwiderte er:O doch, Miß, Miß" augen­scheinlich verlangte es ihn, ihren Namen zu erfahren.

Northland!" klang es sehr leise zurück.

O doch, Sie haben ein Recht, hier ganz ungestört zu sein, Miß Northland. Sie sind ja die Wohlthäterin für das ganze Haus, ich meine: seit Sie zuerst hier eingetreten, ist es Licht geworden."

Der schöne Mädchenkopf senkte sich tiefer auf die Brust herab.

Man ist zu gütig gegen mich," flüsterte sie bescheiden.

Vielleicht ist es sehr anmaßend von mir, Ihnen ein plumpes Lob zu spenden, aber ich kann es doch nicht unter­lassen, Ihnen zu gestehen, daß ich Ihren Muth, Ihre Willens­stärke und Selbstverleugnung bewundere," sagte Anthony nun eigenthümlich erregt.

Das Wörtleinmuß" ist ein strenger Lehrmeister, Mr. Clark, welcher mit eiserner Hand alle rebellischen Oppositions­gelüste herabzudrücken versteht. Aber dennoch gibt es noch etwas Mächtigeres als diesen moralischen Zwang, und diesem Mächtigeren bringt man gerne Hochmuth, thörichte Eitelkeit und thörichte Eigenliebe zum Opfer," versetzte das schöne Mädchen, indem ihre große Augen freudig aufleuchteten.

Sie haben Eltern, Miß Northland, eine Mutter, sür die Sie sorgen?" forschte er, nähertretend.

Jawohl, um meiner Mutter willen stehe ich hier an diesem Platze, und das Bewußtsein, für sie, die mir aus Erden das Theuerste ist, meine Kindespflicht zu erfüllen, hat den Gedanken an Demüthigung und Erniedrigung noch nie- mals in mir aufkommen lassen." (Fortsetzung folgt.)

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