«ÄS"*
MlQi
unter (Garantie m Ajesier M luswahImTt,sse„ [605» ;t$' Neuenkeg 7.
'ch
X^Bad-Nwhelö 5 ausge- Leicht- Bade. lc^terc w nnt Wit
- lst stütz vorrätkic lsten Preisen w bejieben iann tarl Biei0r n Gießen.
inen- und Bergamt •Neuheini.
Uier.
iWtietom
(fr. Ohr. Pietach)
7. Schutetraese 7.
mit
liefert die
Briefpapier und Couverts
Feraepreeber 51.
jgefuplten Da»!-
-rnde Familie ssinger.
$ in meinet globk tzen
indselB
*t l891'
Vo».««4t
tf. **■
Dienstag dm 22. September (Siebener Anzeiger. Beilage zu Rr. 220. -1891
Lerrillston.
Die Dame in Meergrün.
Eine Scizze aus der Gesellschaft.
(Fortsetzung.)
Jetzt zeigte sich auch der Baron wieder.
„Der Generalconsul konnte mir keine Auskunft geben, gnädigste Frau," sagte er. .
„Ich wills bald erfahren," sagte Ellen. „Seit zehn Minuten plaudert sie mit dem Doctor von Rappart- den werde ich fragen."
Die junge Dame hüpfte davon.
Der Doctor v. Rappart lehnte an einem der Pilaster des großen Salons und lachte vergnügt zu den Bemerkungen, mit denen zwei andere junge Herren ihn tractirten. Ellens scharfes Ohr fing einige derselben aus.
„Das Mißverständniß war ihm Nebensache, haha! Würde mir auch Nebensache gewesen sein. Ein großartig schönes Weib!"
„Sagt ihm aus den Kops zu, ihn in Nizza gesehen zu haben, und dabei ist Rappart noch niemals über das Weichbild von Berlin hinausgekommen."
„Oho, bis Dresden war ich doch schon einmal!" entgegnete der junge Doctor. Dabei fiel sein Blick aus Ellen.
Im Nu war er an des Mädchens Seite.
„Dars ich Sie um den ersten Tanz bitten, gnädiges Fräulein!" bat er leise.
„Davon später," versetzte Ellen. „Zunächst möchte ich Sre um eine Auskunft ersuchen. Wer ist die Dame, mit der Sie sich vorhin so angelegentlich unterhielten?"
Der Doctor fing an zu lachen.
„Worüber lachen Sie?" fragte Ellen streng.
„O, ganz einfach, weil es zum Lachen ist. Diese beiden Herren haben mich schon genug damit ausgezogen. Sie meinen die schöne Dame mit dem sammetblonden Haar, nicht wahr?"
„Ja."
„Nun, ich stehe vorhin in der Nähe derselben und denke
an nichts Arges, da kommt sie plötzlich auf mich los, reicht mir die Hand und sagte: „Sie sind der Herr Doctor von Rappart, wenn ich mich nicht täusche." Ich kanns natürlich nicht leugnen, da freut sie sich wie ein Schneekönig und bedauert, mich so unendlich lange nicht gesehen zu haben - elbstverständlich widerspreche ich nicht und sage, daß allerdings eine sehr lange Zeit inzwischen vergangen wäre, und sehen Sie, so kamen wir ins Gespräch."
„Und Sie wissen nicht, wer die Dame ist?"
„Keine Spur! Hab sie vorher im ganzen Leben noch nicht gesehen? Wer ist sie denn?"
„Und wo sollte dieselbe Sie schon einmal getroffen haben?" forschte Ellen weiter, ohne aus des Doctors Frage zu achten. z
„Darauf kam die Rede erst ganz zuletzt. Sie meinte, daß sie mich vor zwei Jahren in Nizza gesehen und gesprochen haben müsse, und ich war schon so ins Flunkern gekommen, um der schönen Frau in ihren Reminiscenzen möglichst zu begegnen und sie nicht zu enttäuschen, daß mir die Courage zu dem Geständniß fehlte, niemals in Nizza gewesen zu sein. Sie hat mich für einen ganz Anderen gehalten, das merkte ich gleich nach den ersten Worten. Aber sehen Sie, gnädigstes Fräulein, ich hatte mich bereits in ein solches Lügengewebe eingesponnen, daß ich beim besten Willen nicht mehr heraus konnte - jene beiden Gottlosen behaupteten sogar, daß ich gar nicht heraus wollte."
Ellen lachte.
„Die Dame ist sehr schön," sagte sie, „ich habe jedoch die Empfindung, als wäre sie nicht ganz — wie soll ich mich ausdrücken — nicht ganz good style.“
„Sie bewilligen mir also den ersten Tanz, Fräulein Ellen?" flehte der Doctor.
„Weiß ich noch nicht".
„Wenn ich wüßte, wie die semmelblonde Dame heißt, so würde ich diese um den ersten Tanz bitten," sagte der junge Mann neckisch. „Ich werde den Namen derselben aber von der gnädigen Frau Mama ersahren."
„Das werden Sie nicht," versetzte Ellen, sich mit einem Lächeln entfernend, welches ihm nicht ganz verständlich war.
Aus dem Wege zur Mutter gewahrte sie die schöne Unbekannte im Gespräch mit dem Eisenbahndirector.
„Daß sie in dem Angenblicke auch gerade den Fächer sallen lassen mußte," sagte die Generalconsulin zu dem Baron, als die Tochter hereintrat. „Nun, Ellen, was hast Du von Herrn von Rappart ersahren?"
„Nichts, Mama," antwortete die junge Dame. „Das Gebeimniß wird immer unheimlicher. Denke Dir nur, sie hat ihn für einen ganz Anderen gehalten."
„Sie hat vorhin die Frau Geheimerath L. gegrüßt, wenn ich nicht irre. Da kommt die Frau Geheimerath gerade- ich werde sie fragen."
Die Hausherrin ging auf die Dame zu.
„Mich?" sagte diese. „Mich soll sie gegrüßt haben? Ich weiß davon nichts. Ich kenne sie ja auch gar nicht."
Die Generalconsulin erklärte der Geheimräthin nunmehr den Sachverhalt.
„Wissen Sie was, meine Liebe," sagte die letztere, als sie alles erfahren hatte, „ich an Ihrer Stelle ginge hin und fragte Sie persönlich."
„Sie haben Recht, weiter bleibt mir wohl auch nichts übrig."
Damit machte sich die Hausherrin auf den Weg zu der Unbekannten.
„Verzeihen Sie mir," redete sie dieselbe an, „ich habe vorhin Ihren Namen nicht verstanden, auch ist mein Ge- dächtniß neuerdings recht schwach. Ich erinnere mich nicht, schon früher Ihre Bekanntschaft gemacht zu haben."
„Mein Name ist Fontheim, Clara Fontheim, Wittwe des Rittergutsbesitzers Curt Fontheim," versetzte die Dame. „Es hat mir so leid gethan, Ihren freundlichen Besuch am vergangenen Montag nicht eher erwidern zu können. Es war so liebenswürdig von Ihnen, mich so bald aufzusuchen."
„Fontheim . . . meinen Besuch vom Montag —"
Die Generalconsulin schaute die andere rath- und ver- ständnißlos an. Eine leichte Verlegenheit schien sich der meergrünen Dame zu bemächtigen.
(Schluß folgt.)
Die gegenwärtige Klee-Ernte von einigen Grundstücken neben den Klinikbauten und die Gras-Ernte im ehemals Schmidt'schen Garten an der Südanlage soll Dienstag den 22. ds. Mts., Nachmittags 5 Uhr, versteigert werden.
Anfang im Schmidt'schen Garten. Gießen, den 19. September 1891. Großh. Bürgermeisterei Gießen.
I. V. 8352 Keller, Beigeordneter.
Bekanntmachung.
Für das Großh. Provinzial-Arrest- haus dahier soll die Lieferung von ca. 10- bis 12000 Kilo guter Speisekartoffeln im Wege des öffentlichen Ausgebots vergeben werden.
Schriftliche Angebote sind verschlossen mit Proben bis längstens
Mittwoch den 30. ds. Mts., Vormittags 10 Uhr, in welchem Termine die Vergebung stattfinden wird, auf der Kanzlei Großh. Staatsanwaltschaft — Justizgebäude Zimmer Nr. 43 — woselbst auch die Bedingungen eingesehen werden können, niederzulegen.
Gießen, den 18. September 1891. Der Großh. Erste Staatsanwalt.
Jöckel. 8361
Montag den 5. Moder,
Vormittags 10 Uhr,
soll auf dem hiesigen Ortsgericht das dem Kaufmann Otto Schaum in Hamburg an nachstehenden in der Gemarkung Gießen gelegenen Immobilien zustehende ideelle Dritttheil:
Flur 17 Nr. 1493/10 - 132 Meter Grabgarten in den Schepvecken,
Flur 17 Nr. 149a’/10 - 463 Meter Hof- raithe daselbst,
Flur 17 Nr. 149a»/10 — »/io Meter Hofraum daselbst,
Flur 17 Nr. 149*/10 — 28 Meter Grabgarten daselbst
öffentlich meistbietend versteigert werden- Gießen, 24. August 1891.
Großh. Ortsgericht Gießen- ____I- A.: Bogt. 7577
Montag den 19. Moder,
Nachmittags 2Vz Uhr, soll auf dem hiesigen Ortsgericht das der Ehefrau des Ferdinand Sturm, Hermine-geb. Petri, in Gießen zustehende ideelle Viertheil an nachbenannter Hoft raithe:
Flur I Nr. 28 — 106 Meter in der Neustadt
öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 7. September 1891.
Großh- OrtSgericht Gießen.
I. A-: Bogt. 8010
Verdingung. :
Zur Erweiterung des Empfangsgebäudes auf Bahnhof Wetzlar sollen unter Zugrundelegung der im deutschen Reichs- und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger Nr. 61 vom 11. März 1891 veröffentlichten Bedingungen:
a) die Ausführung der Erd-, Maurer-, Asphalt-und Staaker- Arbeiten,
b) die Lieferung von 64000 Stück Ziegelsteinen
vergeben werden. Verdingungsunterlagen können bei unterzeichneter Dienststelle eingesehen, auch mit Ausnahme der Zeichnungen gegen Erstattung von 1,50 Jl. für Loos a und 0,50 für Loos b von dort bezogen werden. Mit entsprechender Aufschrift versehene Angebote sind bis Donnerstag den 8. October 1891, Vormittags 10 Uhr, einzureichen.
Zuschlagsfrist vier Wochen. [8366 Wetzlar, den 18. September 1891. König!. Eisenbahn-Bau-Jnspection HI. Frankfurt am Main-Mer-
hesfischer Güterverkehr.
Am 1. October d- I. gelangt der Nachtrag II zum Gütertarif für den vorbezeichneten Verkehr zur Änführung.
Die Güterabferttgungsstellen ertheilen über dessen Inhalt Auskunft.
Gießen, den 17. September 1891. [8364 Großh. Direktion der Oberhessischen Eisenbahnen.
AeilgeöoKnes.
flnffigt ßtotirefnttai.
Mit den „flüssigen Broncen" aus der Adler-Drogerie zu Halle a/S-, welche in allen Farben hergestellt werden, kann man alle nur denkbaren Gegenstände, als: Gypsfiguren, Körbchen, Kinderwagen, Bilderrahmen u- s. w., schon und dauerhaft bronciren. Zu haben in Gießen nur allein bei Drebes & ^Valie» leis in Fl. K 25 und 50 [7028
Schweizer Stickereien in großer Auswahl, sowie eine Partie Reste bedeutend unter Preis empf.
Geschw. Heerz,
6990 ___Neuenweg 7._______
8053] Ein ganz wenig gebrauchtes, fast neues Deloeiped (Opel, Blitz) ist zu verkaufen.
Näheres in der Exped. d- Bl-
la. Karlstadter Portland-Cement,
anerkannt vorzügliche» Fabrikat, empfiehlt
4295 I- Happel, Neustadt 56.
Saatweizen
(Square head) haben preiswerth abzugeben:
Bank für Sprit-« Produeteuhandel Oschersleben._________
Federhaltung
gestreckt
steil
Auswahl
Dicke Schrift
Dünne Schrift
Dünne
Schrift
Mittelstarke | Dicke
Schrift I Schrift
Mittelstarke Schrift
Auswahl
Soennedcen’sScfirett)federn
Welche Feder palst für meine Hand am besten?
Nr 1 | Nr 2 | Nr 3
Nr 4 | Nr 5 | Nr 6
1 Auswahl 30 Pf. — In jeder Handlung vorrätig.
Berlin ♦ F. SOENNECKEN’b VERLAG ♦ BONN * Leipzig
7750
Große Auswahl achter 8chweizer Stickereien ohne Appret, in Stucken von 4,20 Met. zu Fabrikpreisen bei
CT6 J. Kaan jun., Krenzplatz 10.
FchnKM-IMstneGlißeiiliniien-Kikßkii
Inhaber: Carl Haas jr.
Großer Ringosen-Betneb. Täglicher Versandt in Marmor-, Weiß- und hydraul. Stückkalk. Einzelne Fuhren ab Kalkwerk nur gegen baar zu den billigsten Tagespreisen.
4746 Carl Haas Jr.
Loose der Frankl Electr. Ausstellung, i/i = 5.20, ^2 Anth. = 2.80, i/4 Anth. = 1.50 Mk. Frankfurter Pferdelotterie ä 3 Mk.
Darmstädter ,, a 2 „
Loose von Grossgerau (2. Zieh.), 1 n Stü k
Lahr, Nürnberg, Frankfurt fKunstgew.) Kiedrich, Strass- l bürg, Weimar (2. Zieh.) ä 1 Mk. j Bestellungen auf Colonial-Loose werden angenommen.
7721 Heinrich Wallach.
Frische Eier,
schwere Waare,
1 Stück..... 6 Pfg.
100 , ..... 5,50 Mk.
bei Heinrich Arnold II
5807 Schloßgasse 5.
8348J Zwei Morgen Wiesen und zwei Morgen ' Ackerland am Laun- spacher Steeg auf mehrere Jahre zu verpachten durch
R.chtsanwalt Labroisse, Ostanlage 36.
Eine Kaute Mist
zu verkaufen. [8374] Sonnenstraße 2.
Aachener Badeöfen
für G-as,
Liefern sofort heisses Wasser.
Ueberrasche,id schnelle Erwärmung eines Badet be> 0.7 cbm. Gasconsum,
Regenerativ-Gasheizöten
6 goldene und silb.Medaillen.
nit Abführung der Heizgase, für Salons, Wohn-, ■ehlaf- und Krankenzimmer, grosse Säle, Kirchen
6000 Francs Prämie von der Stadt Brüssel tiir besten Gasofen.
J. G. Houben Sohn Carl, Aachen.
Referenz: Jede Gasanstalt.
I Der neue Iahrnanf, det .Illustrirten Welt' Q zeichnet sich durch eint- ganz bedeutende Vermehrung deä belletristischen Teils aus. Der- selbe wird eröffnet durch die beiden hochinteressanten, wannenden Roinane.
Die Dell-es Zcheiils. I *Aique-Aß.
Don Don
Ä. von der C-Kc, Ä. A-rtü-r», denen sich dann in unerreichter ffüsst und Mannigfaltigkeit UnierhnlrungS- und Btldungchtofs mit herrlichem Bilverschmmk anreibt.
Tie „Jllustrirte Welt' ift so reckt ein Familien-Iournal ' z im besten Sinne des Wortes.
Alle It Tage erscheint ein Heft.
5 — Preis pro Heft nur 30 Pfennig. ----- Abonnements
0 in allen Buchhandlung, u. Zei»uns?.Expeditionen j (diese liefern ein Probeheft auf Verlangen zur 3 Ansicht in« Haus), sowie bei allen Postanstalten.


