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spräche war die französische gewählt worden, da der französische Gendarm nur dieser Sprache mächtig war. Als sie ihre diplomatische Mission erfüllt hatten, marschirten die vier Vertreter des Weltfriedens zu einem Photographen, um der staunenden Welt in einem gemeinsamen Bilde ad oculos zu demonstriren, wie einträchtig die vier Mächte nebeneinander leben könnten.
* Algier, 13. Mai. Das Kriegsgericht in Oran hat drei Soldaten der Fremdenlegion deutscher Nationalität zum Tode verurtheilt, weil sie versucht hatten, das Militär» gefängniß in Oran anzuzünden.
Verkehr, Land« und VolkswieLH?chaft.
--- Zu den größten Feinden unserer landwirthschaftlichen Culturpflanzen gehören auch die Engerlinge. Wie im verflossenen Jahre, so findet man auch jetzt wtever beim Umackern der Felder dieselben massenhaft vor und welchen Schaden dieselben vorzugsweise in den Rüben- und Kartoffelfeldern anrichten können, ist allenthalben bekannt. Im verflossenen Jahre ließ Schreiber dieses beim Ackern
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Bremen, 19. Mai. [Per transatlantischen Telegraph.] Der Schnelldampfer Fulda, Capitän R. Ringk, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 6. Mai von Bremen und am 7. Mat von Southampton abgegangen war, ist am 16. Mai 5 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen.
Bremen, 19. Mat. [Per transatlantischen Telegraph.] Der Schnelldampfer Saale, Capttan H. Richter, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 9. Mai von Bremen und am 10. Mai von Southampton abgegangen war, ist heute 3 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen.
Sonne nahm Veranlassung, den jungen Gesellen ans Herz zu legen, nicht still zu stehen auf dem nun einmal betretenen Wege, sondern freudig und mit offenen Augen den Kampf aufzunehmen, den friedlichen Kamps auf dem Gebiete des Handwerks, aus welchem der Beste als Sieger hervorgehe. Der Vorsitzende des Ortsgewerbevereins vr. Schröder sprach den Prüsungsmeistern, sowie der Gesellenprüfungs-Commission und deren Vorsitzenden, der Stadtverwaltung, sowie Allen, welche mitgewirkt zum Gelingen der,Prüfung, den herzlichsten Dank des Gewerbvereins aus. Nach Uebergabe der Gesellenbriefe an die jungen Gesellen war die erhebende Feier beendet. Nachmittags versammelte man sich zu gemüthlichem Zusammensein im Saalbau.
*△ Mainz, 19. Mai. Der Frankfurt-Hessische und Mittelrheinische Gauverband des Unterstützungsvereins deutscher Buchdrucker hielt während der zwei Pfingsttage hier einen allgemeinen Buchdruckertag ab, der von etwa 800—900 Gehülfen besucht war. Den Hauptgegenstand der Bcrathung bildete die Herbeiführung einer Verkürzung der Arbeitszeit, zu welcher Frage schließlich folgende Resolution angenommen wurde: „In Erwägung, daß die Arbeitslosigkeit im Buchdruckergewerbe einen solchen Grad erreicht hat, daß nur die Verkürzung der Arbeitszeit Abhülfe bringen kann- in weiterer Erwägung, daß nach Ausweis der Statistik die Anforderungen an die physische Kraft als zu hoch befunden worden sind, beschließt der Buchdruckertag, mit allen gesetzlichen Mitteln für eine Verkürzung der Arbeitszeit auf neun Stunden zu wirken und diese Verkürzung bei der nächsten Tarisrevision zu beantragen und durchzusühren." An die geschäftlichen Verhandlungen, während welchen ein Sympathietelegramm an die strikenden Wiener Buchdrucker abgesandt wurde, reihte sich in entsprechender Weise die Feier des 25jährigen Bestehens des Unterstützungsvereins.
*A Bingen, 18. Mai. Die Feier der Grundsteinlegung zur neuen Rochuscapelle hat heute Mittag stattgefunden. Trotz der wenig günstigen Witterung hat die Feier einen großen Zuzug von Fremden verursacht, besonders waren die Bewohner des Rheingaues, des Moselthals und der benachbarten Orte zahlreich vertreten. In feierlicher Procession zogen die Gläubigen durch das festlich geschmückte Bingen auf den Rochusberg, wo Bischof Haffner von Mainz die Grundsteinlegung mit der üblichen Weihe vornahm. Hieran schloß sich die Festpredigt des Bischofs Korum von Trierdas Aushissen einer Flagge und lebhafte Böllerschüsse verkündeten die Vollendung des Weiheactes, was die^Glocken der umliegenden Orte mit ihrem erzenen Munde hierauf weitertrugen.
* Echternach, 19. Mai. Heute früh hat die berühmte Echternacher Springprocession wieder stattgefunden. Trotz des ungünstigen, regnerischen Wetters nahmen etwa 8000 Pilger an der Procession theil. Das Springen begann um 9 Uhr Vormittags. Erst um 1 Uhr hatten die letzten Pilger die 1225 Schritte von der Echternacher Brücke zur Pfarrkirche zurückgelegt. Bekanntlich werden bei dieser Wallfahrt zu Ehren des heiligen Willibrod immer zwei Schritte vorwärts und dann einer zurückgesprungen.
* Trier, 13. Mai. Ein reizendes Bild des Weltfriedens bot dieser Tage eine Gerichtsverhandlung vor dem Luxemburger Assisenhof. Zu der Verhandlung waren Sicherheitsmänner aus vier Herren Länder als Zeugen geladen, nämlich Brigadier Clären aus Rödingen und Gendarm Wiltius aus Esch a. A. (Luxemburg), Gendarm Pierson aus Longwy (Frankreich), Gendarm Kammacher aus Deutsch-Oth (Deutschland) und Polizei-Adjunct Wildschütz aus Arlon (Belgien). Die Vertreter der vier europäischen Kriegsmächte verkehrten in der liebenswürdigsten Weise miteinander. Als Umgangs-
Summs: 9 (4) 5 (3) 1 3 (1)
Anrn. Die in Klammern gesetzten Zistern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenben Krankheit auf von Auswärts nach Gieß, gebrachte Kranke kommen.
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die Engerlinge auslesen und erzielte damit, daß seine Kartoffeln nicht gefressen waren, während diejenigen der Nachbargrundstücke durch die Engerlinge großen Schaden erlitten hatten. Das Auslesen der Engerlinge ist also zu empfehlen, es ist eine Arbeit, welche auch von Kindern ausgeführt werden kann und gewiß rentabel ist.
— Für Musierkoffer der Geschäftsreisenden ist auf den österreichischen und ungarischen Bahnen den Reisenden einheimischer Hauser eine Ermäßigung der Gepäcksracht um 50 pEt. zugestanden worden. Das Berliner Aeltesten-Eollegium hat auf Anregung einiger Tapetenfabriken beschlossen, eine ähnliche Einrichtung auf den deutschen Bahnen zu beantragen.
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