nach 1*/i vornehmen zu können. Hier wird Beharren aus dem früheren Beschlüsse mit 20 gegen 13 Stimmen beschlossen.
Auch bei noch weiteren Reeomunicationen aus erster Kammer beschließt das Haus, auf den früheren Beschlüssen zu beharren.
Hiernach wird noch über die Vorlage der Großherzogl. Negierung berathen, welche die Höhe des Zinsfußes für Darlehen aus der Landescreditkaffe aus 4 pCr. festgesetzt sehen will.
Der Ausschuß beantragt, den Zinsfuß aus 33/4 für 1891—94 zu bestimmen und zwar insoweit, als die auszugebenden 3^/,procentigen Staatsschuldverschreibungen mindestens zum Paricourse ausgegeben werden können, andernfalls 4 pCt.
Abg. Vogt hält es für nöthig, daß man der Negierung einen Spielraum lasse. Dies erfolge bei dem Ausschuß- Antrag nicht.
Ministerialrath Jaup erklärt sich mit dem Ausschußantrag einverstanden; derselbe wird einstimmig angenommen und wird die Sitzung hiermit geschlossen.
Morgen früh Fortsetzung der Berathungen.
Ne«efte Nachrichten.
Wolfis telegraphisches Torrespoudenz-Bureau.
Berlin, 19. März. Der „Reichsanzeiger" erklärt, die Gerüchte von einem bevorstehenden Rücktritt des Ministers Bo etlicher entbehrten jeder Begründung. — Der „Reichsanzeiger" meldet ferner: Reichscommissar Wißmann hat am 1.März das Pulver- und Waffeiwn0nopol für Deutsch- Ostafrika eingeführt.
Berlin, 19. März. Der Bundesrath überwies heute den Entwurf eines Handelsvertrags mit Marokko den Ausschüssen und stimmte dem Uebereinkommen mit Belgien zum Schutze verkuppelter weiblicher Personen, sowie dem Entwurf einer Verordnung, betreffend Einführung von Reichsgesetzen in Helogland, zu.
Berlin, 19. März. Der Bericht der Petitionscom- mission des Reichstages über die Petitionen, betreffend die gesetzliche Regelung der Wein frage, ist jetzt erschienen. Die Commission beantragt, die Petitionen dem Reichskanzler als Material für die zukünftige Gesetzgebung zu überweisen. Der Vertreter der verbündeten Regierungen, Geheimrath Dr. Hops, hatte die Erklärung abgegeben, von der Reichsverwaltung feien inzwischen weitere Erörterungen über die Angelegenheit eingeleitet worden,- es unterliege der Erwägung, ob ein neuer Gesetzentwurf, welcher neben den einschlagenden fanitätspolizeilichen Fragen auch die wirthschast- lichen Momente umfasse, ausgestellt werden solle. Die Verhandlungen sind indessen noch nicht abgeschlossen. — Bekanntlich wird zu der gegenwärtig dem Reichstage vorliegenden Novelle zum Krankenkassengesetz seitens des deutschen Aerztevereinsbundes ein Zusatz verlangt, dahingehend, daß nur approbirte Aerzte zur Behandlung im Sinne des Krankenkaffengesetzes zugelassen werden sollen. Die Anhänger der arzneilosen Heilweise (Naturheilkunde), welche, wie sie erklärten, in Deutschland nach Hunderttausenden zählen, haben eine Gegenpetition eingereicht, in welcher sie bitten, jeder Aenderung des Krankenkaffengesetzes die Zustimmung zu versagen, welche daraus hinausläuft, die nichtapprobirten Naturheilkundigen von der Behandlung im Sinne des Krankenkaffengesetzes auszuschließen.
Berlin, 19. März. Der „Reichsanzeiger" macht das Ergebniß der amtlichen Untersuchung über die Explosion auf der Zeche „Hibernia" bekannt. Die Explosion wurde durch einen Hauer herbeigesührt, der entgegen dem bestehenden Verbot und trotz der Warnungen der Kameraden selbstständig einen Sprengschuß weg that. Der bedauerliche Umfang der Explosion beweise, daß die getroffenen Einrichtungen noch immer nicht ausreichten, um im Falle einer Uebertretung der bestehenden Vorschriften größeres Unglück abzuwenden. Die königliche Bergbehörde habe Maßregeln in Erwägung genommen, wodurch bei künftigen Fällen der Fahrlässigkeit eines Arbeiters die Gefahr der Explosion möglichst beseitigt werde.
Hamburg, 19. März. In Betreff eines von den Zeitungen erwähnten Gerüchts, daß die Vertretung der russischen Interessen in Bulgarien demnächst von dem deutschen diplomatischen Agenten in Bulgarien aus den französischen übergehen solle, wird dem „Hamburger Correspondenten" gemeldet, daß in unterrichteten Berliner Kreisen davon nichts bekannt sei.
Graz, 19. März. Die Wanderversammlung des Wiener deutschen Volksvereins, die hier unter dem Vorsitz Schönerers tagen wollte, wurde behördlich geschlossen, weil unter den 500 Teilnehmern nur fünf Vereinsmitglieder waren. Schönerer kündigte schreiend an, daß er gegen das Verbot gesetzliche Mittel anwenden werde.
Paris, 19. März. Die Nachricht der Blätter, die 1890 verurtheilten Nihilisten seien verschwunden und an Rußland ausgeliefert, wird von gut unterrichteter Seite als vollkommen unbegründet erklärt. Die Verurtheilten wurden vielmehr vor einem Monat aus dem hiesigen Ge- fänguiß in das Gefängniß in Angers übergeführl.
— Der Deputirtenkammer sind weitere mit etwa 15 000 Unterschriften versehene Petitionen von Industriellen der Tüll- und Spitzenbranche von Calais zugegangen, worin gegen die von der Zollcommission beschlossenen Zölle pro- teftirt wird.
Paris, 19. März. Aus Südsrankreich werden große Überschwemmungen gemeldet. Bei Montluel verursachte die Seraine, indem sie die Eisenbahn überschwemmte, große Schäden. Die Rhone, deren Nebenflüsse stark angeschwollen sind, ist um 3 Meter gestiegen.
London, 19. März. Jrn Oberhaus beantragt Knuts- sord in der ersten Lesung eine Bill zur Erneuerung der früheren Befugniffe der Krone, den Marineoffizieren Weisungen
zugehen zu laffen, welche die Ausführung der England bindenden Verträge sichern. Dieser Schritt sei durch die Haltung Neufundlands geboten, das die Annahme eines Schiedsgerichts in der Fischereifrage ablehnt, falls sich Frankreich nicht von der Küste zurückzieht und auch einen modus vivendi nicht anerkennen will. ,
London, 19. März. Die Morgenblätter drücken Genug- thuung über die Herstellung des T e l e p h 0 n s Paris-London aus und meinen, daffelbe sei als ein neues Bindemittel zwischen den beiden Nationen anzusehen.
Rom, 19. März. Die Leiche des Prinzen Napoleon ist Nachmittags 5 Uhr von hier abgegangen und trifft morgen früh in Turin ein. Die Prinzessinnen Clothilde und Lätitia, die Prinzen Vietor und Roland begleiten den Sarg. Bei Abfahrt des Zuges waren der König, die Königin und die Minister anwesend.
Konstantinopel, 19. März. Die „Agence de Constan- tinople" wird von autorisirter Seite ersucht, die Nachricht der französischen Blätter als unbegründet zu bezeichnen, daß Rußland mit der angeblichen Absicht der Pforte, in regelmäßige Beziehungen zur bulgarischen Regierung zu treten, unzufrieden sei und deßhalb in Kairo und Konstantinopel Vorbehalte betreffs der Vasallenverhältniffe Egyptens zur Türkei mache.
Newyork, 19. März. Telegramme aus Santiago (Chile) melden, daß nur Jquique und Pisagua sich in den Händen der Insurgenten befänden und die Lage der Regierung sich täglich beffere.
Newyork, 19. März. Wie die „Times" berichtet, habe sich der Landwirthschaftssecretär Rusk dahin ausgesprochen, daß das neue Fleischschaugesetz Deutschland, Frankreich und England befriedigen und eine große Zunahme der Ausfuhr von Schweinefleischproducten herbeiführen werde,- hoffentlich werde Deutschland jetzt seine Einwendungen gegen die Einfuhr amerikanischen Schweinefleisches fallen lassen.
Mexiko, 19. März. Zufolge einem Telegramme aus Lima ist dort ein Agent der chilenischen Regierung eingetroffen, um Schiffe zum Kriegsdienst auszurüsten.
Cocete» wnb pMHnjkfte».
Gieße«, 20. März.
— Durch Entschließung vom 7. März dss. Js. haben Seine Königliche Hoheit der Großherzog Allergnädigst geruht, auf Bitte des Rectors und Senats der Landesuniversität Gießen, Allerhöchstsich die Würde eines Rector Magni- ficentissimus der Ludoviciana beizulegen.
— Aus dem Landtags-Wahlbezirk Butzbach, 19. März. Wie der „Wett. Bote" von zwei Seiten vernimmt, ist nachstehende Zuschrift, gleichlautend, verschiedenen Bürgermeistern des Bezirkes — wahrscheinlich allen — zugegangen: „Butzbach, den 27. Februar. Sehr geehrter Herr Bürgermeister! Der Landtag hat in seiner gestrigen Sitzung mich als Vertreter hiesigen Bezirkes bestätigt. Der meiner Wiederwahl vorausgegangene heftige Wahlkamps drängt mich zu folgender Mittheilung an Sie. Soweit mir bekannt, sind auch die Wähler Ihrer Gemeinde zu Theil Gegner meiner Wahl gewesen. Ich hoffe trotzdem, daß hierdurch das langjährige freundschaftliche Verhältniß zwischen Ihnen, Ihrer Gemeinde und mir nicht verändert wird. Obgleich an sich selbstverständlich, gebe ich Ihnen hiermit die seste Versicherung, daß Sie sich in allen Angelegenheiten, welche das Wohl Ihrer Gemeinde im Landtage zu vertreten verlangt, nur vertrauensvoll an mich wenden dürfen. Wie seither, werde ich es als meine erste Aufgabe betrachten, Ihre landwirth- schastlichen Interessen nach bestem Können zu vertreten. Ich bitte Sie, davon Ihrem vcrehrlichen Gemeinderath und den Wahlmälmem gütigst Kenntniß geben zu wollen und begrüße Sie hochachtungsvoll als Ihr ergebener Dr. Vogt."
— Bad Nauheim, 18. März. Nach dem soeben aus- gegebenen Jahresbericht der Kinderheilanstalt Elisabeth- Haus wurden in der verflossenen Saison 263 Kinder darin ausgenommen, von denen zwei starben. Diaconissinnen aus dem Elisabethenstist in Darmstadt versahen den Pflegedienst. Einnahmen und Ausgaben des verflossenen Verwaltungsjahres balanciren auf rund 14000 Mk. Die Anstalt wird vergrößert, die Anbauten stehen bereits unter Dach.
— r. Echzell, 19. März. Im vergangenen Winter wurden aus unserem Friedhöfe bei der Anlage von Gräbern wiederholt starke Mauern, Scherben römischer Gesäße und Ziegelsteine mit Jnschristen angetroffen. Herr Lehrer Simon berichtete dies Herrn Friedr. Kofler in Darmstadt, der sofort hier eintraf, und im Auftrage des histor. Vereins für Hessen die Oertlichkeit untersuchte. Bei dieser Gelegenheit wurden, soweit es der beschränkte Raum im Friedhof gestattete, die Heizvorrichtungen eines römischen Gebäudes freigelegt. Es zeigte sich als unterste Schicht ein starker Beton, auf welchem reihenweise runde und viereckige Backftein- Pseilerchen standen, ans welchen ein Estrichboden ruhte. Frühere Grabanlagen hatten den letzteren stark beschädigt und theilweise zerstört, doch konnte man sich immerhin noch ein deutliches Bild der Heizeinrichtungen machen. Die Pseilerchen bestanden etwa aus 10 Backstcinplättchen, welche genau auseinander gelegt und durch eine dünne Lehmschicht miteinander verbunden waren. Die viereckigen trugen sämmtlich den Stempel der 22. Legion, LEG. XXII. PR. P. F. (primigenia, pia, fidelis), die runden zeigten keinerlei Stempel. Etwa 200 Schritt davon entfernt, in dem Garten des Herrn Schmidt, fand Herr Kofler die Vollschicht einer 3.80 m breiten Mauer, die möglicherweise die Ostseite des von ihm schon längst in und bei Echzell vermutheten größeren Castelles sein kann. Da eine Untersuchung Echzells durch die Limes Commission in Aussicht steht, so wurde von einer Verfolgung der gemachten Funde Abstand genommen.
t Laudwirthschaftliche Wiuterschule zu Büdingen in Ober- Hessen. Der siebente Winter-Cursus (1890/91) dieser Anstalt begann Montag den 3. November vorigen Jahres. In die
I. (obere Fach-) Klaffe traten 14 Schüler aus dem Winter» Cursus 1889/90, während in die II. (untere Vorbereitungs-) Klaffe 15 neue Schüler ausgenommen worden sind- darunter befanden sich 4 aus dem Kreis Gießen. Das Lehrer- Collegium war das gleiche wie im Vorjahr und bestand aus acht Herren: Landwirthschastslehrer Dr. UH mann, Anstalts- dirigent, Landwirthschastslehrer Andrä, Amtmann Dr. G öttelmann, Hofapotheker Kraußer jun., Veterinärarzt Gerhard, Lehrer Diehl I. in Bleichcnbach, Lehrer t P. Freimann, Lehrer Ruth. Die Bibliothek und die Lehrmittelsammlung erfuhren eine wesentliche Bereicherung. Zahlreiche Excursionen auf Felder und Wiesen, in größere und kleinere Gutswirthschasten und Baumschulen, In gewerbliche Etablissements (wie Brennerei, Zuckerfabrik, electrifche Fabrik, Molkerei) sanden statt. Der Schulbesuch und Gesundheitszustand war ein befriedigender- nur ein Schüler hat in Folge eines älteren Leidens längere Zeit dem Unterricht nicht beiwohnen können. Das (Kuratorium der Anstalt, bestehend aus den Herren: Kreisrath Klietsch zu Büdingen, Vorsitzender, Gymnasiallehrer Dr. Oßwald und Bürgermeister Knas zu Büdingen, Bürgermeister Mäfer zu Büches, Bürgermeister Nos zu Wolf und Landwirthschastslehrer Dr. Ullmann, wurde in der Generalversammlung des landwirthschastlichen Bezirksvereins-Büdingen am 20. November zu Nidda per Acclamation wieder gewählt. Am 18. März ist der Winter- Cursus 1890/91 durch eine öffentliche Prüfung geschloffen worden (in Gegenwart des Herrn Oeconomierath Müller von Darmstadt, als Vertreter der Großherzogl. Oberen land- wirthschaftlichen Behörde).
*△ Mainz, 19. März. Die oft erwähnte Unter- schleissgeschichte bei dem hiesigen Artillericdepot, in welcher schon vor Monaten die beteiligten Militärpersonen von dem Militärgericht zu beträchtlichen Freiheitsstrafen ver- urtheilt worden sind, wird nächster Tage auch vor den hiesigen Civilgerichten ihren Austrag finden. Die Voruntersuchung gegen die Lieferanten, welche aus den Unterschleifen den Hauptvortheil gezogen haben, ist nämlich geschlossen und hat deren Verweisung vor die Strafkammer des Mainzer Landgerichts stattgesunden. Hauptsächlich belastet sind zwei Lieferanten, von denen der eine von hier nach Bruchsal über- gesiedelt ist. Außer Betrug wird denselben auch Beamtenbestechung zur Last gelegt.
* Frankfurt, 18. März. Man schreibt der „Kl. Pr.": Wie 'die stets zunehmende Concurrenz im Geschäftsleben die Arbeitslöhne herunterdrückt und wie sauer ferner sich manche Leute ihr Brod verdienen müssen, zeigte sich mir vor einigen Tagen bei einem meiner Armen- und Krankenbesuche. In der Familie, von der ich rede, war der Mann krank und arbeitslos, in Folge dessen blieb der Fran nichts Anderes übrig, als daß sie selbst den nöthigen Unterhalt zu verdienen suchte. Sie bat daher in einem hiesigen Wäschegeschäft um Arbeit, die sie auch erhielt. Die Frau durfte Kinder Hemden an- fertigen, aber — man höre und staune — zu welchem Preise: 50 Pfennig für das Dutzend solcher Hemden, das sollte ihr Lohn fein! Wie die betreffende Frau mir sagte, geht ihr 3/4 vom Tage daraus, um ein Dutzend Kinder- hemdchen herzustellen. Hier ist doch gewiß die Frage am Platze: Ist es wirklich möglich, daß eine Arbeit so schlecht bezahlt wird oder sollte man hier die Nothlage der Betreffenden, die unter allen Umständen Arbeit haben wollte, benutzt haben, um einen solchen Hungerlohn zu geben?
* Kaiser Wilhelm wird nun auch als Schriftsteller vor die Oesfentlichkeit treten. Nach einer Meldung der Hamburger „Reform" hat der Monarch ein Werk „Die Geschichte Kaiser Wilhelms I." vollendet, das aus zwei Bänden besteht. Das Werk, welches nur in 200 Exemplaren erscheinen soll, ist ausschließlich für die regierenden Fürsten Europas und die königlichen Familienmitglieder bestimmt. Außerdem werden die deutschen Staatsbibliotheken je ein Exemplar erhalten. Der Kaiser habe den Text unter Geheimrath Hinzpeters Beihilfe fertiggestellt und vielfach handschriftliches Material des Fürsten Bismarck zu Grunde gelegt.
* Neue Postwerthzeichen von Luxemburg. Für das Groß- herzogthum Luxemburg werden in nächster Zeit neue Post- werthzeichen verausgabt werden. Sie werden das Brustbild des Grvßherzogs Adolf von Nassau in österreichischer Uniform tragen und sollen noch vor dem feierlichen Einzüge des Großherzogs in feine Hauptstadt Luxemburg, welcher Ende Mai stattfinden wird, zur Verausgabung gelangen. Die einzelnen Werthe dieser Postwerthzeichen entsprechen genau der Ausgabe vom Jahre 1882.
£iteratur Hnnft
— Willkommen wird unfern Lesern die Mittheilung sein, daß von »MeyerS Volksbüchern* (Verlag des Bibliographischen Instituts in Leipzig und Wien) wiederum eine weitere Folge erschienen ist! Diese Sammlung des Besten aus allen Literaturen hat damit bereits die stattliche Zahl von 840 Nummern und eine erfreuliche Bereicherung in nachstehenden Bändchen erfahren:
Nr. 801-804 „Marlin Luthers Tischreden." V. und VI. Theil. „Deutscher Humor", Schwänke und Erzählungen aus älterer Zeit, herausgegeben von H. Merkens, findet sich in Bändchen 805—806. Hieran schließt mit einem besonders zeitgemäßen und intereffanten Inhalt Nr. 807—810: „Fürst Bismarcks Reden", ausgewäblt und erläutert von Fr. Purlitz. Bändchen 811-816 enthält „Schillers Geschichte des Dreißigjährigen Kriegs". Die beliebten französischen Romanciers Erckmann-Chatrian sind in Bändchen 817—819 mit den „Erlebnissen eines Rekruten von 1813", Erzählung aus dem Französischen von K. Schade, vertreten. „Schillers Leben" von Karoltne von Wolzogen bringt Bändchen 820- 824. E. M. Arndt ist in Nr. 825—826 mit seinen „Gedichten" und in Nr. 827—829 mit: „Meine Wanderungen und Wandelungen mit dem Reichsfretherrn v. Stein" gebührend gewürdigt. Hochinteressant ist das Bändchen Nr. 830—833 mit dem Inhalt: Edward Bellamy, „Ein Rückblick. 2000—1887". Aus dem Englischen von Joh. Hoops. Bändchen Nr. 834—849 enthält: Alexander von Humboldt, „Ansichten der Natur (mit wissenschaftlichen Erläuterungen). Bändchen 840 beschließt die neue Folge: Archenholz, „Gemälde der preußische Armee vor und in dem Siebenjährigen Kriege". Bearbeitet von Joh. Wagner. — Jedes dieser Bändchen ist gleich den früheren Eischeinungen zum.


