schuldig für die Sorge, welche sie immerdar unserem städtischen Schulwesen gewidmet, für die vielfältige Rücksichtnahme aus die darin geäußerten Wünsche des Schulvorstandes, wie für das heute wieder durch ihr Erscheinen bethätigte Interesse.
Gleichen Dank schulden wir den Herren Vertretern anderer Behörden, der höheren Lehranstalten und der Geistlichkeit, welche bisheran schon berufen waren oder für die Folge es noch sein werden, diesem Schulwesen die Unterstützung und die Theilnahme ihrer Amtsthätigkeit zuzuwenden.
Als Bürgermeister aber muß ich ganz besonders auch danken dem Schulvorstand wie der Stadtverordneten-Versammlung für die Einmüthigkeit und für die Opferwilligkeit, mit welcher beide Körperschaften diesen Bau beschlossen und in allen Theilen gefördert haben: am 5. October 1887 hat der Schulvorstand beantragt, dem Neubau einer Stadtknabenschule näher zu treten und am 11. Mai 1888 hat die Stadt- perordneten-Versammlu'ng im Princip genehmigt die Erbauung eines Ende 1891 zu beziehenden Schulbaues- im Januar 1889 wurde der Ankauf des Bauplatzes beschlossen, im Juni Programm und Plan und im November 1889 der zu 252000 Mk. berechnete Gesammtvoranschlag genehmigt- im Frühjahr 1890 wurde der Rohbau begonnen und heute ist es — ungeachtet des Brandunglückes, das diese Halle betroffen — uns vergönnt, das Ganze eiuzuweihen für den demnächstigen Bezug.
Daß solche Einhaltung des vor Jahren gestellten Voll- endungstermines ermöglicht worden, daß die neue Schule eine Zierde unserer Stadt, aber wohl auch ein Muster zweckmäßiger Einrichtung geworden, das haben wir ausschließlich zu danken den beiden Herren Baumeistern und unseren Bauhandwerkern.
Die reiche künstlerische Begabung des Herrn Architecten Has ist in dem Plan des Ganzen zu seinem Vortheil ebenso zur Geltung gekommen, wie die langjährige Erfahrung, die gewissenhafte Sorgfalt des Herrn Architect Blattner in der weiteren Ausführung und Einrichtung des Baues - beider Herren sei auch an dieser Stelle mit wohlverdienter Anerkennung gedacht.
Ein Gleiches gilt all' den Handwerkern und Lieferanten, welche an diesem Bau mitgewirkt, wie ich wohl sagen darf, ihr Bestes dafür gethan. Durch ihunliche Rücksichtnahme aus die Interessen der hiesigen Handwerker, wie insbesondere durch die Wahl des neuen, den berechtigten Anforderungen des Gewerbes entsprechenden Angebotverfahrens nach Einheitspreisen hat die Stadt sich bemüht, auch als Bauherr den höheren Ausgaben eines Gemeinwesens gerecht zu werden, und sie könnte sich nur freuen, wenn dabei unsere Bauleute noch etwas mehr als blos die innere Befriedigung gefunden haben.
Und so stehen wir denn heute an der Schwelle des neuen Schulhauses- für die Werthschätzung, welche unsere Stadt der Schule, und zwar mit gleicher Liebe der Volksschule wie den höheren Lehranstalten, entgegenbringt, sprechen — so glaube ich — beredter als alle Worte die Opfer, welche unser Gemeinwesen allezeit sür die Schule gebracht, auch in diesem Bau wieder aufgewendet hat.
Möge die Zukunft unsere Hoffnungen verwirklichen, mögen Lehrer und Schüler wohl sich fühlen in den neuen Räumen und mit verdoppeltem Segen zusammen arbeiten darin!
Mit diesem Wunsch, Herr Oberlehrer, übergebe ich diese Schule Ihrer ferneren Obhut und heiße ich im Namen von Schul- und Stadtvorstand Lehrer und Kinder an dieser Stelle von Herzen willkommen!
Herr Oberlehrer Hahn, dem das neue Schulhaus zur Obhut übergeben wurde, hielt sodann eine Ansprache, in welcher er sagte:
Hochverehrte Anwesenden, verehrte Collegen, liebe Schüler!
Mit dem Gefühle herzlichster Freude sind wir Lehrer und Schüler hierhergekommen, um das neue Stadtknabenschulhaus zu übernehmen, welches fortan die Stätte unserer gemeinsamen Arbeit sein soll.
Ja, meine Verehrten, wer in die Schwierigkeiten des Unterrichts während der letzten Jahre hineingeblickt hat, wo wir in fünf von einander entfernten Häusern unseren Unterricht zu ertheilen und an Mißständen nicht weniges zu ertragen hatten, der kann die Freude ermessen, welche wir Lehrer heute haben, wo wir in einem Hause vereint sind, wo ohne Zeitverlust Lehrer und Schüler von einer Unterrichtsstunde zur anderen übergehen können, wo Licht und Luft vortrefflich sind. Dahinter liegt die drückende Enge, und über uns wölbt sich das Dach des stattlichen Baues, verlassen sind die mitunter düsteren und unfreundlichen Räume, hell und mächtig strömt das Himmelslicht in unsere Arbeitsstätte.
Drum lobe den Herrn meine Seele und vergiß nicht, was er dir Guts gethan hat? Laß dir wohlgefallen den Dank unseres Herzens, das Lob unseres Mundes, laß unseren Eingang gesegnet sein! Wenn wir Lehrer heute mit inniger Herzensfreude die schöne Gabe übernehmen, welche die Stadt Gießen uns darbietet, so wissen wir aber auch nicht genug tiefempfundenen Dank auszusprechen Denjenigen, die die Erbauung dieses Schulhauses anregten und mit Energie und Ausdauer für die würdige Ausführung besorgt eintraten. Deshalb herzlichen Dank dem Schul- und Stadtvorstande, welche zunächst dem Grundsätze gemäß handelten: „Für die Jugend ist das Beste gut genug", und welche sich mit diesem Prachtgebäude, das eine Zierde der Stadt ist und zu einem Vorbilde anderen Städten dienen kann, in den Herzen der Jugend ein unvergeßliches Denkmal des Edelsinns, der Opfer- sreudigkeit und der Werthschätzung der Jugend gesetzt haben.
Herzlichen Dank dem Herrn Oberbürgermeister, der gestützt auf seine reiche Erfahrung bei diesem Bau und seiner inneren Ausstattung nur dem Besten und Zweckentsprechendsten feine Fürsorge zuwandte!
Herzlichen Dank der Hohen und Höchsten Schulbehörde, die den Plan gut hieß und, sich mit den Lehrern freuend, das Unternehmen freudig begrüßte.
Verehrte Collegen, geleitet aber von dem Bewußtsein, daß dieser Bau, so schön er ist, doch nur eine Schale ohne Kern ist, ein Gesäß prächtig anzusehen, aber ungefüllt, geleitet von dem Bewußtsein, daß das, was wir in diesem Hause Gutes thun werden, erst demselben den rechten Werth verleiht, gelobe ich in unserer Namen vor der hier anwesenden hohen Behörde, dem Schul- und Stadtvorstande, ja der ganzen Gemeinde: Wir. wollen, von der rechten Berufstreue geführt, an den uns anvertrauten jungen Seelen arbeiten, damit sie die Treue mitnehmen ins Leben- die Treue zu Gott und dem Nebenmenschen, die Treue zu unserem Fürstenhause, die Treue zu unserm Kaiser und dem Deutschen Reiche! Wir wollen in Geduld und Liebe auch den schwächsten Schülern nachgehen, nie müde und verzagt werden, wenn die treueste Arbeit an einem Schüler vergeblich gewesen ist.
Wir wollen in Frieden und einmüthigem Geiste-unser Werk treiben- denn es ist für die Kinder ein Segen, wenn sie unter dem Sonnenschein des Friedens unterrichtet und erzogen werden. Wir wollen uns bestreben, in diesem Hause Knaben zu erziehen, die einst als Jünglinge, als Männer wissen, worauf es ankommt im Leben, die ein edles Herz und den guten Willen in sich tragen, etwas Tüchtiges zu leisten und würdige Glieder der menschlichen Gesellschaft zu sein!
Ja, der Hoffnung gehört dies Haus, Euch lieben Kindern, Euch gehört es, die in immer neuen und fröhlichen Schaaren hier einziehen und dem Leben entgegenreifen sollen. Es soll Euch ein zweites Vaterhaus sein, in das Euch Eure besten Erinnerungen zurückführen sollen. Hier soll der Grund gelegt werden, auf den Euer Leben sich ausbaut. Darum so gehorchet Euren Lehrern und folget ihnen, denn sie wachen über Eure Seelen. Und wenn Ihr die geweihten, schönen und tadellosen Räume dieses Hauses betretet, so haltet alles von Euch fern, was gemein ist und diese Stätte entheiligt. Und so wollen wir denn alle, Lehrer und Schüler, dahin wirken und arbeiten, daß aus diesem Hause ein reicher Strom des Segens wieder zurückfließe aus unsere Gemeinde! Ja, das walte Gott!
Nach Beendigung dieser Ansprachen sang der Lehrer- Sängerchor das Lied „Mit dem Herrn fang alles an". Hieraus fand unter Führung des Herrn Oberbürgermeisters und der Herren Architecten eine Besichtigung des Hauses statt. Wir gedenken in einer der nächsten Nummern aus die Einrichtung desselben zurückzukommen, verfehlen aber heute nicht, unsere Leser auf den Besuch desselben am morgenden Tage aufmerksam zu machen. An die Kinder, welche für die Folge in den hellen, luftigen und freundlichen Räumen unterrichtet werden, wurden zur Feier des Tages Bretzeln vertheilt.
Locales und provinzielles.
Gießen, 19. December 1891.
— Das am 17. December ausgegebene Großherzogliche Regierungsblatt (Beilage Nr. 32) enthält u. A: Bekanntmachung Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz, die Arznei-Taxe für die Apotheken des Großherzogthums betreffend.
— Ein neues Gewehr? Der „Lauterb. Anz." schreibt: Ein junger Zimmermann vom benachbarten Angersbach hat die Zeichnung emes von ihm erfundenen Repetirgewehres bei der hessischen Regierung eingereicht. Das Gewehr soll wie seither eine Blechkapsel mit 11 Patronen aufnehmen und durch einen Druck mit dem Daumen, ohne Abfetzen des Gewehres, die neue Patrone vorgeschoben werden. Das Absetzen nach jedem Schuß, Auf- und Zumachen der Kammer und Ausspringen der Patronenhülse soll vermieden werden. Nach 11 Schuß wird die Blechkapsel mit den Hülsen durch eine andere ergänzt. Die Idee ist gut- bezüglich der practischen Verwerthung müssen wir das Gutachten der Techniker abwarten.
Berstadt, 15. December. Von befreundeter Seite wird dem „Büd. Anz." mitgetheilt: Aus unserer Gegend sind in letzter Zeit vielfach Nachrichten von „Ueberfällen" verbreitet worden, die zu der Annahme führen könnten, als sei man hier seines Lebens nicht mehr sicher. Dem gegenüber möchten wir darauf. Hinweisen, daß bei keinem dieser sogen. „Ueberfälle" auch nur irgend Jemand zu Schaden gekommen ist, weder ein „Ueberfallener" noch ein „Stromer". Einzelne dieser Fälle, wie z. B. mit dem überfallenen Knaben und dem seines Geldes beraubten Manne sind überhaupt nur der Einbildung entsprungen. Bei dem Ueberfälle der Post, von dem allein der betreffende Postillon etwas zu erzählen weiß, sowie dem des Rechners Wolf wird nur erzählt, daß die betreffenden „Stromer" hätten mitfahren wollen. — Die Thätigkeit der Gendarmerie sowie der Ortspolizei ist hier eine so emsige, daß man zuversichtlich sagen kann, es kann hier Jedermann, sowohl bei Tag, wie bei der Nacht, ungefährdet seines Weges gehen.
Auszug aus den Staudesau.isreg»fterw
-er Stadt Greheu.
Aufgebote.
December: 15. Heinricb Maximilian Jobann Jacob Loh. Bäcker za Niedergirmes, mit Wilhelmine Befort >u Gießen. 16. Heinrich Lerch, Kutscher dahier, mit Elilabethe Rosenbecker dahier.
Eheschließungen.
December: 16. Johannes Ludwig Scharmann, Geschäfts- Reisender dahier, mit Marie Grasenftadt bierselbst. 16. Philipp Knoch, Oberkellner dahier, mit Marie Elisabeth Amalie Sonntag dahier.
Geborene.
December: 7. Dem Metzgermeister Heinrich Kiefer ein Sohn. 8. Dem Zimmermann Johs. Kuba ein Sohu. 8. Dem Kaufmann Friedrich Wilhelm Heimer eine Tochter, Emmy Anna Luise. 9 Dem Metzger Christian Seum eine Tochter. 10. Dem Lokomotivführer Jobann Manns eine Tochter. 12. Dem Schuhmacher Heinrich Sckomber II. ein Sohn, Heinrich Johann Max. 12. Dem Vicefeldwebel Johann Philipp Berntheusel Zwillinge, eine Tochter
und ein Sohn. 12. Dem Regimentsschuhmacher Karl Kräußlich eine Tochter. 13. Dem Schlosier Marcellus Galtnskt eine Tochter, Ottilie. 13. Dem Bahnarbetter Wilhelm Ude eine Tochter, Elise Katharine Jacobtne Karoline. 15. Dem Universitäts-Professor Dr. Konstantin Höhlbaum ein Sohn, Goswin Heinrich Max. 16. Dem Kaufmann Robert Ruff ein Sohn, Gustav Peter Robert.
Gestorbene.
December: 11. Henriette Münch, geb. Löll, 61 Jahre alt, dahier, Wtttwe von Oberförster Carl Münch. 14. Marte Katharine Flett, geb. Dietz, 43 Jahre alt, Ehefrau von Gastwirth Karl Emil Ludwig Flett dahier. 14. Ein Kind männlichen Geschlechts, 1 Tag alt, Sohn von Vicefeldwebel Philipp Berntheusel dahier. 14. Friedrich Jughard, 2 Jahre alt, Sohn von Fuhrmann Karl Jughard II. dahier. 15. Katharine Hansmann, 2 Monate alt, Tochter von Rangtrer Wilhelm Hansmann dahier.
Auszug aus Öen Uirchenbücheru
-er Stadt Gießen.
Evangelische Gemeinde.
«etrante.
Am 12. December. Georg Appel, Spenglermetster zu Gießen, und Johannette Marte Moll, Tochter des verstorbenen Spengler- metsters Heinrich Moll zu Gießen.
Am 16. December. Johannes Ludwig Scharmann, Geschäfts- Reisender zu Gießen, und Marie Grafenstadt, Tochter des Schuhmachermeisters Konrad Grasensladt zu Fretenseen.
Getaufte.
Am 13. December. Dem Schreiner Georg Beck eine Tochter, Frieda Georgine, geb. am 10. September.
Dens. Dem Rangirer Wilhelm Hansmann eine Tochter, Katharine, geb. am 18. October.
Am 17. December. Dem Taglöhner Johannes Kuba ein Sohn, Konrad Wilhelm, geb. am 8. December.
Beerdigte.
Am 13. December. Henriette Münch, geb. Löll, Wittwe deS verstorbenen Oberförsters Karl Münch zu Hohensolms, alt 61 Jahre, starb am 11. December.
Am 16. December. Anna Marie Flett, geb. Dietz, Ehefrau des Gastwirths Flett, alt 43 Jahre, starb am 14. December.
Schiffsnachrichten,
Der Postdampfer „Friesland" der „Red Star Line" in Antwerpen ist laut Telegramm am 17. December wohlbehalten in Newyork angekommen.
Verkehr, Land« und VolksuUrthschaft.
Gieße«, 19. December. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochermrartt kostete: Butter pr. Pfd. X 1,10—1,20, Hühnereier 1 St. —, 2 St. 15—17 A, Enteneier 1 St.--A, 2 St. — A
Käse pr. St. 7—9 A, Käsematte pr. St. 3 A, Erbsen pr. Liter 20 Linsen pr. Liter 30 H, Tauben pr. Paar X 0,60—0,00, Hühner pr. Stück X 0,85—1 00, Hahnen pr. St- X 0,70—1,20, Enten pr. Stück X 1,50-1,70, Ochsenfleisch pr. Pfd. 70-76 A, Kuh- und Rindfleisch 62—66 H, Schweinefleisch 60—70 A, Hammelfleisch 50—70 A, Kalbfleisch 54—60 A, Kartoffeln pr. 100 Kilo X 7,50—8,50, Weißkraut pr St- 4—10 A, Zwiebeln ver Centner X 6,50—7,50, Milch per Liter 12-18 A, Gänse 50-60 A.
Brodpreise
vom 2V. December 1891 bis 3. Januar 1892.
1 Kgr. (2 Pfd.
2
1
2
1
2
3
8 (4 (2 (4 (6
Bei den Bäckern. a
Tafelbrod.............
Tafelbrod ........ . 66
Weißbrod
Weißbrod
Schwarzbrot» 29
Schwarzbrot»
Schwarzbrot)
bei K. Haas, L. Kell, I. Lein 87
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Bei de« BrodverkLnferrt. A
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bei K- Heuser, I. Thomas 87
Gießen, den 19. December 1891. Großh. Polizeiamt Gießen.
Fresenius.
Lingesaudt.
Gieße«, 18. December.
Es dürfte vielen Gliedern unserer evangelischen Gemeinde willkommen sein zu hören, daß der Kirchenvorstand Nachbildungen der neuen evangelischen Kirche in photographischem Lichtdruck in Cabtnetformat bat anfertigen lassen. Ein Probebild ist im Erker der Ferber'ichen Unioersitätsbuchhandlung ausgestellt, die Bilder selbst kommen anfangs nächster Woche zur Ausgabe. Die Ferber'swe Unioersitätsbuchhandlung nimmt jetzt schon Bestellungen dafür entgegen, auch werden sie noch vor Weihnachten in den Häusern angeboten werden. Die Bilder sind sehr sauber und fein ausgeführt, und eignen sich daher sehr zu Weihnachtsgeschenken. Da auch der Preis sehr billig gestellt ist (50 Pfg.) und der ganze Erlös zum Besten der inneren Ausschmückung der neuen Kirche verwandt werden soll, so darf wohl eine Bitte, den guten Zweck durch den Ankauf dieser Bilder zu unterstützen, auf eine gute Aufnahme rechnen. 8.
SIBittt fiühoi dre reichhaltigste Auswahl der gedie- gensten, modernsten Herren- und Knabenkleider, sowie vorzügliche Stoffe zur Anfertigung nach Maass und zum Verkauf nach Meter zu sehr mäßigen Preisen bei Gebrüder Stamm, Markt und Schulstraßerr-Ecke.
Havelocs und Joppen aus wasserdichtem bayrischen Loden, sowie Schuwaloffs und Schlafröcke sind zu allen Prosen oonä'btfl und werden nach Maaß angefertigt. 7978
Verfälschte schwarze Seide.
Man verbrenne ein Müsterchen des Stoffes, von dem man kaufen will, und die etwaige Verfälschung tritt sofort zu Tage: Aechte, rein gefärbte Seide kräuselt sofort zusammen, verlöscht bald und hinterläßt wenig Asche von ganz hellbräunlicher Farbe. — Verfälschte Seide (die leicht speckig wird und bricht) brennt langsam fort, namentlich glimmen die „Schußfäden" weiter (wenn sehr mit Farbstoff erschwert), und hinterläßt eine dunkelbraune Afche, die sich im Gegensatz zur ächten Seide nicht kräuselt, sondern krümmt. Zerdrückt man die Asche der ächten Seide, so zerstäubt sie, die der verfälschten nicht. Das Seidenfabrik-D6pöt von G. Henneberg (K. u. K. Hoflief) Zürich versendet gern Muster von seinen ächten Seidenstoffen an Jedermann, und liefert einzelne Roben und ganze Stücke porto- und zollfrei ins Hans. Doppeltes Briefporto nach der Schweiz. 9592


