Frankreich und Rußland. Man glaubt, die bisher mit drei Jahren bemessene Zeitdauer für die Kriegsbereitschaft der Armee könne auf ein Jahr reducirt werden.
Brüssel, 18. August. Socialisten-Congreß. In der heutigen 10 Uhr 40 Minuten eröffneten Sitzung erklärte der amerikanische Präsident Shapset, Amerika besitze 70 Milliarden Dollars Capital, welches sich jedes Jahr um 3 Milliarden vermehre, es habe somit täglich 9 Millionen Ersparnisse. Dieses Geld bleibe in den Händen der con- fumirenden Reichen und gelange nicht zu den producirenden Arbeitern. 21 neue französische Mandate wurden gemeldet, die Gesammtzahl ist bis jetzt 713. Bei Eintritt der spanischen, 50 Mandate repräsemirenden Anarchisten entstand eine erregte Debatte, welche große Unruhe erzeugte. Dieselben protestiren gegen den Ausschluß, indem sie sagen, sie zögen es vor, unter den Anarchisten zu bleiben und seien bereit, wie die Chicagoer Gesinnungsgenossen für ihre Ueberzeugung das Schaffst zu besteigen, als unter Socialisten zu bleiben, welche aus den Strikes Nutzen ziehen wollen und Sitze im Parlament erstreben. (Lärm.) Vanderville verliest die von den Sectionen angenommene Resolution des Congresses. Seit 1889 würden die in den verschiedenen Ländern erlassenen Gesetze den Arbeiterforderungen nicht entsprechen. Die Beschlüsse der unter dem Einfluß des Socialistencongresses zusammengetretenen Berliner Arbeuerschutz-Conserenz seien wich- tige, die Concessionen in den Berathungen bewiesen jedoch, daß die gegenwärtigen Regierungen für die Verpflichtungen gegen die Arbeiterklassen kein Verständniß hätten. Ferner wird erklärt, die gegenwärtige Arbeiterschutz-Gesetzgebung sei ungenügend. Der Congreß beschwört die Arbeiter der ganzen Welt, mit äußerster Energie den Kampf fortzusühren und mit allen Mitteln der Gesetzgebung nach den Beschlüssen des Pariser Congresses zu streben. Endlich verpflichtet der Congreß die Arbeiter der ganzen Welt, ihre volle Kraft zum Widerstand gegen die Capitalisten und die Bourgeoisie zu vereinigen. Bebel führt aus: Unsere Anstrengungen müssen dahin gerichtet sein, die heutige Bourgeois-Gesellschaft durch die socialistische Arbeiter-Gesellschaft zu ersetzen. Wir in Deutschland sind hierüber einig, ebenso wie in allen großen Fragen, und suchen aus einer guten Arbeiterschutz-Gesetzgebung möglichst viel Nutzen zu ziehen, aber nur um unsere Männer für den Kamps zu stärken, so lange die Arbeiterpartei sich nicht selbst Helsen kann und genöthigt ist, Con- cejsionen zu machen. Der Berliner Congreß war ein kühner Streich, aber nicht geeignet, uns irre zu machen. Die Berliner Arbeiterschutz-Conferenz hat wenig Gutes geschaffen. Das Gesetz von 1890 enthalte so viel reactionäres, daß die Reichstags-Socialisten dagegen stimmen mußten. Advocat Vanderville beantragte folgende Resolution: „Die Socialisten halten, um für solche zu stimmen, welche eine Arbeiter-Gesetzgebung nach den Beschlüssen des Pariser Congresses wollen, keinen Candidaten, der das socialistische Programm nicht ganz und voll annimmt. Wir wollen klare, zielbewußte Opposition, keine Halbheiten und Psuscherarbeiten. Da jedoch die Socialisten anderer Länder nicht wie wir vorgehen können, werden wir uns der Abstimmung über diesen Punkt enthalten." Die Verhaftung Merlinos verursachte große Aufregung unter den Congretz-Mitgliedern. Das belgische Bureau wird beauftragt, nach der Sitzung zusammenzutreten und zu versuchen, die Freilassung zu erwirken. Behr-Gera (Thüringen) schildert die traurige Lage der Textilarbeiter in Sachsen und verlangt von der internationalen Union eine Verbesserung der Lage. Liebknecht kündigt einen Bericht über die Militärdienstzeit an.
Locales uttfc prsvinzielles.
Gießen, 19. August.
— Seine Königliche Hoheit der Großherzog trifft morgen Vormittag 9 Uhr 40 Min., von Darmstadt kommend, auf hiesigem Bahnhose ein und begibt sich per Wagen direct zum Exercierplatz zur Parade. Nachmittags 2 Uhr gibt Aller- höchstderselbe den Generalen und Stabsoffizieren der 49. Brigade ein Esten im Gasthof zum Einhorn, worauf gegen Abend die Weiterreise nach Romrod stattfindet.
— Jubiläum. Geheimerath Professor vr. Eugen Seitz, früher Director der medicinischen Klinik in Gießen, jetzt in Wiesbaden, hochverdient als Arzt, akademischer Lehrer uni) ärztlicher Schriftsteller, beging, wie der „D. Ztg." geschrieben wird, am 14. August den 50. Jahrestag seiner Doctorpromotion. Zahlreiche Schüler, Verehrer und Freunde dieses in seltenem Maße verehrungswürdigen und bedeutenden Mannes hatten sich zum Zwecke einer Ehrenveranstaltung für diesen Tag verbunden. In seiner'bekannten Bescheidenheit lehnte jedoch der Jubilar jede persönliche Feier ab. Die für den obigen Zweck gesammelte Summe erhielt eine veränderte Bestimmung. Der Gefeierte vermehrte dieselbe sehr namhaft durch Zuschüsse aus eigenen Mitteln und gründete eine Unterstützungskasse für nothleidende Aerzte und Hinterlassene von Solchen, welche auf Wunsch der Aerzte den Namen „Seitz-Stiftung" führen wird. Gewiß ist dieses segen- verheißende Werk das schönste Denkmal, welches sich der Gefeierte an seinem Ehrentage selber setzen konnte.
— Lohnender Ausflug in Wald und Flur. Nachdem wir in voriger Nummer unter vorstehender Spitzmarke eine empfehlenswerthe Tour beschrieben, erhielten wir von sehr geschätzter Seite eine unsere gestrigen Mittheilungen ergänzende Zuschrift. Wir lassen dieselbe hier folgen und überlassen die Wahl einer der empfohlenen Parthien unseren geehrten Lesern.
vtü Von der Lahn, 18. August. Die sonnigen Tage und Wochen wollen, so scheint es, endlich anheben, und der Freund der Schönheiten und Herrlichkeiten in der Natur schickt sich an, die beiden Monate August und September, in welche ja auch die Ferien in den höheren Schulen fallen, recht auszugenießen und Frische sowie Ausdauer für die Winter-Arbeit sich zumal in Wald und Wiese, aus Feld und Flur zn erholen- Gießens Umgegend bietet einen selten.
mannigfaltigen Reichthum von Naturschönheiten. Um die Fernsichten vom Staufenberg, Gleiberg, Schiffen- b er g aus u. s. w. kann uns manche Stadt im lieben deutschen Vaterland in Wahrheit beneiden, und die Stadt Gießen darf stolz sein aus ihre Umgebung. An Professor Buchner besitzt die Stadt einen so tüchtigen Pfadfinder, daß man nur seinen Winken und Wegweisungen zu folgen braucht, um die Herrlichkeiten der Natur in der Nähe von Gießen wie weiter ab recht zu genießen. Auf einen lohnenden Spaziergang möchten diese Zeilen nun die Wanderlustigen, Damen wie Herren, ausmerksam machen, da neuerdings Erleichterungen und Annehmlichkeiten geboten sind, die früher nicht vorhanden waren. Ueber Krofdorf gelangt man in zwei Stunden von Gießen aus zu dem sogen. „Waldhäuschen", 1/4 Stunde von Grumbach gelegen, mitten im Krofdorfer Forste gerade an dem Wege nach der Schmelze (oberhalb von Salzböden). Eine andere Försterfamilie ist im Waldhaus seit drei Monaten eingezogen- sie reicht den müden und durstigen Wanderern, wie wir gehört, freundlich das Nöthige und Angenehme zur Labung und Erquickung dar. Die Atzung kann auf Bänken und Tischen genossen werden, die unter hohen Baumwipfeln gerade neben dem Forsthause aufgeschlagen sind. Von dem Waldhause, wo man am besten eine Ruhepause macht, gelangt man aus sehr bequemer Straße zwischen herrlichen Baumgruppen in 3/4 Stunden zur Schmelze- von da in einer kleinen Stunde über Salzböden nach Odenhausen, welchem Dorfe gerade gegenüber (etwa 20 Minuten vom Staufenberg entfernt) die „Friedel- Hausen" genannte neue Station sich befindet. Der letzte Zug in der Richtung nach Gießen hält hier Abends um 7 Uhr 28 Min. Auf genannter Schmelze, dies nebenbei, wird sich, wie schon früher so oft, in Kurzem auf einige Zeit Freund Adolf Müller niederlasien, um „den Hirsch zu schießen" 'und Zeichnungen für Westermanns Monatshefte, die Gartenlaube rc. zu entwerfen. Wer den alten Krofdorfer Freund in seinem Atelier begrüßen will, hat also hierzu Gelegenheit. Ein zweiter sehr lohnender Weg führt vom Waldhaus direct in einer Stunde mitten durch den Wald (Weg leicht zu finden) nach der Altenburg mit ihrer herrlichen Aussicht- in 20 Minuten ist man von der Höhe aus am Haltepunkt Friedelhausen und kann somit, wenn man sich so einrichtet, bequem gegen 8 Uhr wieder in Gießen sein. Auch für Damen ist diese Tour keineswegs zu anstrengend.
+ Lich, 17. August. Gestern wurde die älteste Tochter des Fürsten zu Lich, die verehelichte Gräfin Lynar,. von einem Sohne im hiesigen Schlosse glücklich entbunden.
Lauterbach, 18. August. Se. Königl. Hoheit der Großherzog wird nächsten Freitag hierherkommen, um den in der Umgegend stattfindenden Manövern beizuwohnen. Höchst- derselbe wird im Hotel Schüz absteigen.
△ Aus dem oberen Ohmthal, 17. August. Es ist eine bekannte Thatsache, daß das Barometer nicht immer als zuverlässiger Wetterprophet gelten kann. Diese Unzuverlässigkeit tritt ganz besonders während des diesjährigen Sommers mit seiner wechselvollen Wetterlage zu Tage. So hatten wir während der jüngsten Regentage einen hohen Barometerstand, während die gegenwärtig warmen und schönen Tage trotz des niedrigen Barometerstandes anzuhalten scheinen. Der Landwirth kann also nicht unbedingt sein Barometer bei den Erntearbeiten um Rath fragen, sondern muß eben um so fleißiger die günstige Zeit benützen. Der Kornschnitt wird mit dieser Woche beendet, ebenso geht das Schneiden der Gerste rüstig vorwärts. Der Hafer ist aber noch sehr grün, an sein Reifen und Schneiden ist vor vierzehn Tagen noch nicht zu denken, einzelne Ausnahmen allerdings abgerechnet. Da der Witterung immerhin noch nicht zu trauen ist, so wird man auch in dieser Woche das Korn einfahren. Vielfach drängen auch hierzu die leeren Speicher. Der Strohertrag des Korns bleibt weit hinter dem vorjährigen zurück, das Körnerergebniß dürfte dagegen, da die Aehren sehr vollkommen entwickelt, im Verhältniß ein viel besseres sein. Ebenso vollkommen sind die Kolben des Weizens, der übrigens noch sehr grün ist, gewachsen. Gerste liefert einen recht guten Ertrag. Von vorzüglicher Qualität sind die Frühkartoffeln, man hoffte kaum, daß sie bei dem fortwährenden Regenwetter so mehlreich würden. Schade nur, daß sich bei ihnen mitunter sehr viele faule finden. — Mit dem Gestrigen sind die in den Orten am Rhein alljährlich arbeitenden Drescher aus unseren Gegenden abgegangen.
Bad Nauheim, 14. August. Das immer häufigere Vorkommen von Messeraffairen scheint allmälig zu schärferen Reprimationen zu führen. In der gestrigen Sitzung des hiesigen Schöffengerichts wurde ein Steinmetz von Ober- Mörlen, A. Sch., der einen ihm an Körperkraft weit unterlegenen Bürschchen von 16 Jahren einen ziemlich ungefährlichen Messerstich in die Hinterbacken versetzt hatte, zu drei Monaten Gesängniß verurtheilt. (D. Ztg.)
Groß-Karben, 17. August. Ein Unwetter, das sich vorgestern über unserer Gegend entlud, hat alle seine zahlreichen Vorgänger übertroffen. Die Hafer- und Gerstenfelder sind vom Hagel gänzlich niedergeschlagen, die Früchte von den Bäumen gerissen, ja selbst starke Aeste in großer Anzahl gänzlich abgebrochen. Wie furchtbar die Wirkung des Hagel- schlages war, läßt sich daraus entnehmen, daß in Nieder- eschbach in vielen Häusern die Fensterscheiben fast alle zertrümmert wurden. Es scheint fast, als wollte sich in diesem Jahre für unsere Gegend der alte Unheilsspruch bewahrheiten: „Zweimal gesäet und nicht einmal gemäht."
Darmstadt, 18. August. Aus Potsdam, 16. d., wird der „D. Ztg." gemeldet: Se. Königl. Hoheit der Erbgroß- herzog wohnten Montag Abend der Vorfeier des Namenstages Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs bei, welche von den zum Lehrbataillon commandirten Mannschaften der Großh. Hess. (25.) Division veranstaltet worden.
Mainz, 18. August. Generalstabsoffizier Major Zahn, welcher sich durch einen Sturz vom Pferde derart beschädigt hatte, daß er in das Militärlazareth verbracht werden mußte,
ist heute Nachmittag */z3 Uhr in Folge einer Hirnerschütterung^. die er sich durch den Sturz zugezogen hatte, gestorben^ Der Verstorbene hinterläßt eine Wittwe mit zwei Kindern.
Dcrmifdttcs.
* Frankfurt, 17. August. Bei dem Durchmarsch der Bonner Husaren (7. Regiment) durch Frankfurt zum Manöver trug sich heute Morgen auf der Bockenheimer Landstraße ein bedauerlicher Unglücksfall zu. Der Regiments- Commandeur, Oberst v. Schütz, stürzte mit seinem Pferde und brach sich den linken Arm. Das Regiment rückte weiter, Oberst v. Schütz blieb hier in ärztlicher Pflege zurück.
* Metz, 15. August. Die Gedächtnißfeier der Ent- cheidungstage von 1870 bei Gravelo ttc und St. Privat wurde heute von den hiesigen Vereinen und der deutschen Bevölkerung bei schönstem Wetter in erhebender Weise nahe dem Garde- und dem Königin Augusta-Denkmal bei St. Privat begangen, während dieselbe bisher regelmäßig in der „Schlucht bei Gravelotte" stattgestinden hatte. Von auswärtigen Theil- nehmern wurde insbesondere der Veteranenverein Mainz freudig begrüßt und Abends von den hiesigen Genossen noch in einer besonderen kameradschaftlichen Kundgebung in der „Germania" gefeiert. Der nach Amanweiler beförderte und Abends 8 Uhr von dort zurückkehrende Sonderzug vermochte kaum allen Ansprüchen zu genügen. Im Laufe des Vormittags war durch das Zusammenwirken sämmtlicher Vereine die alljährliche Ausschmückung der Kriegergräber im ganzen Umkreise der östlichen und westlichen Schlachtfelder erfolgt.
Schisfsnachrlkhten.
Hamburg, 16. August. Der Hamburger Doppelschrauben- Schnelldarnpfer „Augusta Victoria", Capitän Barends, der Hamburg- Amerikanischen Packetfahrt-Actien-Gesellschaft, welcher am 8. August von Southampton abgegangen, ist am 15. August, 2 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Newyork angekommen. Reisedauer von Hamburg bis Newyork 8 Tage 6 Stunden 45 Min. Oceanfahrt von Southampton 7 Tage 2 Stunden 30 Min., von Queenstown aus gerechnet nur 6 Tage 11 Stunden 30 Min.
Hamburg, 15. August. Das Hamburg-Newyorker Post- Dampfschiff „Rugia", Capitän Letthäuser, von der Hamburg-Amerikanischen Packetfahrt-Actien-Gesellschast, ist am 15. August. 8 Uhr Morgens, wohlbehalten in Newyork angekommen. Der Hansa-Dampfer „Wandrahm", Capitän Porath, ist am 5. August in Montreal angekommen.
Wöchentliche Neberficht der Todesfälle in Gießen.
32. Woche. Vom 9. August bis 15. August 1891.
Einwohnerzahl: 20 611 (incl. 1600 Mann Militär).
Sterblichkeitszfffer: 10,09 %o bezw. 2,52 nach Ausschl. der Ortsfremden»
Kinder
Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom
1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr»
Diphtherie 1 (1) — — 1 (1)
Andere bekannte
Krankheiten 3 (2) 2 (2)_________1__________—
Summa: 4 (3) 2 (2) 1 1 (1)
Anm. Die in Klammern gesetztm Ziffern flehen an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von Auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.
Eingesandt.
Gießen, 19. August.
Den Herrn Verfasser des „Eingesandt" in Nr. 191 darf ich hiermit auf die Stellen verweisen, denen ich meine Darlegungen über die Unterschiede zwischen Turnen und Sport — in gemilderter Form — entnommen habe: 1. Jahn, Deutsche Turnkunst- S. 171 ff. 2. Bericht über die 13. Versammlung des Turnlehrervereins der Mark Brandenburg, spectell Ansprache des Oberstlteut. von Dresky, Directors der Milttärturnanftalt. 3. Naturwissenschaftliche Wochenschrift Bd. III. Nr.2 (7.October 1888) unter „Sport und körperliche Uebung".
Dort und bet vielen anderen Gelegenheiten sind „Fachmänner" so entschieden und scharf gegen das Sportswesen aufgetreten, daß ich ihre Aeußerungen hier nicht wiederhole, eben weil ich den sportlichen Bestrebungen nicht schaden will und weil ich nicht so wett gehe wie jene Fachmänner, vielmehr die sportlichen Leibesübungen ebenwohl,. wenn richtig und maßvoll betrieben, für nützlich und ernpsehlens- werth halte.
Von den Gesichtspunkten aus aber, die für mich maßgebend waren — Ausbildung der Nation zur Wehrhaftigkeit und Theilnahme auch der ärmeren Klassen — muß dem Turnen der größere Werth beigemessen werden.
Damit die Sache nicht in weitere Polemik gerathe, versage ich mir die Richtigstellung der von dem Herrn Einsender mir in den Mund gelegten Aeußerungen — sie sind nicht ganz richtig wieder- gegeben.
Jedenfalls waren diese — übrigens nebensächlichen — Aeußerungen, wenn einmal über die Bedeutung des Turnens gesprochen werden sollte, nicht wohl zu unterlassen, fie stellen eine fachliche Kritik dar, sollten Niemanden schaden und gewiß nicht die Sportleute — deren Einladung mir übrigens nicht bekannt war — verletzen.
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Temperatur der Lahn und Lust gemessen am 19. August, Vormittags zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 14f/2, Lust 13 Grad Reaumur.
. L. Chr. Rübsamen Wwe.


